Hallo Jörg.
Danke für die Anregung. Ja - eine Agglomeration von Gasen käme bei diesem Helligkeitsausbruch dann in Frage, wenn die "Hülle" von Holmes in großen Gebieten sehr fest ist. Fester als bei allen anderen bisher aufgezeichneten bzw. beobachteten Kometen. Irgendwann macht es "Wumms" und das Gas tritt mit einem Schlag aus.
Zumindest steht fest, das eine große Menge an Gas ausgetreten sein muss. Vielfach wurde von einer grünlich Erscheinung um dieses "Dings" - diesen runden "Flauschball" berichtet. Die Farbe Grün tritt ja allgemein auch in einem Gasschweif eines "normalen" Kometen auf. Da sich dieses Erscheinung im Durchmesser z.Z. immer vergrößert, wird die Dichte im "grünen" Bereich immer weniger und es setzt sich Weiß durch. Die Farbe Weiß widerum, weil Partikel mit ausgeworfen worden und das reflektiert ja eher ohne Farbe (bzw im RGB). Und das wohl nicht zu knapp....
Folglich leite ich mal so für mich ab, das der eine oder andere größere Brocken mit abgesprengt wurde. Vielleicht ist es so ein Brocken, den Dan aus Oklahoma auf seinem Bild festhalten konnte.
Wenn dieses so ist, stellt sich mir nun die Frage, welcher Mechanismus dahinter steckt. Warum so weit weg von Gravitationskräften die z.B. von Jupiter oder Sonne ausgehen? Ich denke die "normale" Gravitation kann man weglassen. Das wird wohl nicht die Ursache dafür sein, das die "Gasflasche" sinngemäß geplatzt ist.
Auffällig in dem Zusammenhang könnte sein, das nahezu gleichzeitig ein recht hoher K-Wert gemeldet wurde. Gleichzeitig im Sinne von "einen Tag später". Der Wert gibt die Intensität der Partikelstrahlung an, der von der Sonne auf die Erde trifft. Etwa 24 Stunden nach dem Helligkeitsanstieg von Holmes wurde auf der Erde ein K Wert von 5 gemeldet. Das hat evtl keine Bedeutung, da die Flares auf der Sonne recht gezielt ihre Strahlung abgeben. Nicht jeder Ausbruch auf der Sonne (Sonnenflecken usw) gibt automatisch Aurora (Polarlicht) auf der Erde. Im Umkehrschluß bedeutet das, das Holmes davon vielleicht gar nicht betroffen war. Er steht ja auch fast auf der entgegen gesetzten Seite zur Sonne. Aber alleine das es zur Zeit aktive Flares auf der Sonne gibt - und wir haben ja das Sonnenfleckenminimum - veranlasst mich zumindest, das ich auch darüber nachdenke. Das was da auf/in Holmes passiert hat wohl irgendwie doch zu 100% mit der Sonne zu tun. Möglicherweise kann also auch das eine Rolle spielen, wenn man einen "simplen" Asteroideneinschlag mal ausschliesst.
Wenn das jemand weiter verfolgen will, dann müßte man z.B. vielleicht mal schauen wie ativ die Sonne beim dem Helligkeitsausbruch von Holmes vor 115 Jahren war. (Ein kühner - aber nicht abwägiger Ansatz von mir)
Ich stelle zur Zeit für mich fest, das es gerade in Sachen Kometen in echte Grundlagenforschung ausarten würde - wenn ich hier noch mehr verstehen will. Es geht ins eingemachte. Kometen führen wohl unmittelbar auch an das Wissen nach der Frage, warum vielleicht Leben entstanden ist. Kometen werde aus dem gebildet (Sternenstaub), was nach der Entstehung von Galaxien, Sternen und Planeten übrigbleibt. Es sind also schwebende Eisfächer mit wohl interessanten Informationen darin. Es läuft viel Forschung und es gab und gibt einige hochinteressante Forschungsmissionen. Ich belasse es jetzt besser dabei - es gehört, wenn, wohl in einen anderen Forumbereich.
Jetzt will ich das "Ding" aber auch mal sehen. Schöner Herbst hin oder her. Es hat jetzt eindeutig genug "genebelt". In diesem Sinne:
CS,
Oliver
@Peter, Hartwig, - Klasse Aufnahmen.