joetaiga
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Weiß nicht, ob dir das hilft, da ich in einer anderen Größenordnung unterwegs war.Lohnt sich ein binokularer Ansatz im Vergleich zu einem Großfernglas?
Ich habe mir ein 12" Dobsonteleskop gebaut, mit dem ich mit einem Binoansatz beobachtet habe. Da ich vom binokularen Beobachten begeistert war, habe ich dann noch ein 8" Riesenbino auf Dobsonmontierung gebaut. Von der Lichtsammelleistung waren beide etwa gleichwertig.
Die Stärke des Riesenbinos im Vergleich zur Beobachtung mit Binokularansatz ist der Zugang zu großen Austrittspupillen, die Stärke des 12" mit Binoansatz ist der beidäugige Zugang zu höheren Auflösungen. Das Riesenbino liefert bei allen Vergrößerungen allerdings das saubere, ruhigere und ästhetischere Bild. Die Wahrnehmung bei Deepsky und mittleren Vergrößerungen war in etwa gleich. Bei höheren Vergrößerungen an Mond und Planeten war irgendwo, ästhetisches Bild hin oder her, beim 8" Bino schluss, wenn die Bedingungen es erlaubt haben. Da lag der 12"er durch die Öffnung einfach vorne. Mit dem Riesenbino bin ich aber auf deutlich größere Felder gekommen, die ich mit voller Austrittspupille beobachten konnte. Das kann dir kein Einrohr mit Binoansatz liefern. Da bist du einfach auf höchstens mittlere Austrittspupillen limitiert.
Das 8" Bino habe ich mittlerweile allerdings wieder zerlegt. Der Grund war aber nicht die Abbildungsleistung. Die war super. Ich hatte die mechanischen Herausforderungen etwas unterschätzt. Außerdem war das Teil ziemlich sperrig und hat sehr viel Kraft gebraucht um es ins und aus dem Auto zu bekommen. D.h. im Prinzip war es super, stand aber nur rum.
Im kleineren Rahmen spielt das aber sicher eine untergeordnete Rolle. Du musst dir im wesentlichen darüber klar werden, was dir wichtiger ist: höhere Auflösung oder eine konkurrenzlose Performance bei großen Austrittspupillen.
Grüße,
Joachim