MGEN praktische Erfahrung gesucht

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Hallo Uli.

Erfolge?
Das Wort an sich ist schwer zu definieren.
Ich persoenlich bin schon sehr zufrieden, wenn irgendetwas auf meiner Aufnahme zu sehen. Unterbelichtung, schlechte Nachfuehrung, usw. spielen bei mir nicht die groesste Rolle. Bin halt kein Perfektionist ;).

Da ich grundsaetzlich Kometen visuell und fotografisch (quick & dirty) beobachte, bleibt eher weniger Zeit fuer die Langzeitbelichtung von DS-Objekten.

Erste nennenswerte Testaufnahmen an Deep-Sky-Objekten konnte ich mit meiner Ausruestung (siehe Beitrag oben) vor gut einer Woche an dem Winterobjekt schlechthin vornehmen:

M42 (Orionnebel)
Link zur Grafik: http://img89.imageshack.us/img89/2889/m42ade.jpg

- 8" Newton (F5) + MPCC
- Canon EOS 350d
- 8x300sec bei ISO 800
- nachgefuehrt mit MGEN am 9x50 Sucher auf der HEQ5

Als Anhang fuege ich noch einen Ausschnitt aus dem Bildrand (der Sucher ist mir beim Transport ein wenig verrutscht - im Bildzentrum sind die Sterne doch ein wenig laenglich):
Link zur Grafik: http://img710.imageshack.us/img710/3703/m42aussade.jpg

Das Bild ist nur mit DSS gestackt und ohne weitere Bearbeitung - da tue ich mir noch schwer ;).

Die Einstellungen im MGEN sind ziemlich aggressiv gewaehlt, da die Montierung in RA viel Spiel hat.

Wenn ich mehr Zeit finden sollte und der Wettergott sich mal gnaedig zeigt, dann werde ich noch mehr Testaufnahmen mit der o.g. Ausfuehrung machen und die Kombi MGEN-9x50Sucher-HEQ5 optimieren.


Gruesse
m.m.

 
Hallo,

endlich ist er da und ich bin nun auch im Besitz eines MGEN.
Ich habe lange gezögert, denn es ist ja doch eine Menge Geld,
aber nach den vielen positiven Kommentaren und weil keine tränenden Augen am Fadenkreuzokular mehr haben will, habe ich das Gerät endlich bestellt.
Der erste Eindruck bestätigt die guten Referenzen. Schnell ein Kabel für die Stromversorgung zusammengelötet und bei der Gelegenheit auch gleich das original Stromversorgungskabel der G11 runderneuert, denn was die Flexibilität angeht, gleicht es bei Kälte mehr einer Fahrradspeiche als einem Kabel.
Gerade liegt das elektronische Wunderwerk neben mir und lässt automatisiert die 350d Trockenübungen machen. Also die "AE" Funktion arbeitet tadelos.
Nun warte ich auf eine klare Nacht, um auch den Rest zu erproben.
Vielleicht kann mir ja jemand mit seinen Erfahrungen helfen, denn ich möchte nicht allzuviel probieren und testen müssen, dafür gibt es zu wenig klare Nächt.
Welche Einstellungen benutzt Ihr an der G11 mit Standartsteuerung und einem 70/500 Leitrohr.

Gruß und CS Thomas
 
Hallo allerseits,

überwiegend ist der Guider hier offensichtlich im Leitrohreinsatz.

Erfahrungsberichte über die Verwendung mit einem OAG habe ich bisher hier noch nicht gefunden (oder irre ich mich?).

Gibt´s jemanden, der den Guider so benutzt?
 
HAllo Ralf,

ich hab den Mgen am TSOAG9 dran.
Läuft einwandfrei. Einmal den Fokus eingestellt lass ich einfach alles so wie es ist.

Was willst denn genau wissen?

Gruß
Chris
 
Hallo Ralf,

hatte den MGEN 1 Jahr lang am Lacerta OAG.

Das einzige Problem war die Leiststernsuche, die ich seit Sucherguiding nun nicht mehr habe. Immer eine große Auswahl an Leitsternen.

Aber ansonsten hat das einwandfrei funktioniert.

In diesem Fall ist dann ja Leitrohrbrennweite (Guidingbrennweite) gleich Optikbrennweite und Du musst dementsprechend die Parameter einstellen.

CS
Uli
 
Hallo,

beim Einsatz der DSLR komm ich auch perfekt mit dem Sucher bzw. einem alten 200mm Teleobjektiv aus das ich in ne Sucherhalterung eingebaut habe.

Durch die höhere Auflösung der SXVR-H18 reicht hier die Genauigkeit dieser Kombination nicht mehr aus.
Deshalb der Umstieg auf den OAG.
Seither hab ich kein Problem mehr mit der Nachführung.
Klar, ab und zu ist die Leitsternsuche etwas knifflig aber ich hoffe da ja auch auf das neueset Update das bald mal für den Mgen rauskommen soll.

Gruß
Chris
 
Hallo Chris et al.,

erstmal vielen Dank für die Antworten.

@Chris: Ich verwende derzeit einen alten Lumicon OAG für die visuelle Nachführkontrolle. Aufnahmemedium ist eine DSLR an einem 30cm Newton.

Nun frage ich mich halt, bis zu welcher Grenzgröße so in etwa Leitsterne zur Verfügung stehen würden.

Visuell sind immer welche verfügbar.

Kann man vielleicht annehmen, daß wenn ich visuell Sterne im OAG sehe, dann müßte dies allemal auch für den Mgen gelten? Denn eigentlich dürfte die Empfindlichkeit (gerade auch über eine längere Belichtungszeit) doch noch besser sein.
 
Hallo Ralf,

also mit der Grenzgröße tu ich mich schwer.
Hat mich ehrlich gesagt bisher kaum interessiert.
Aus der Praxis kann ich dir nur sagen, dass wenn ich visuell im Okular einen Stern gesehen hab, dann hat ihn der Mgen auch gefunden.

Optik TS Triplet 80/480
Okular- standardmässig bei mir ein 20mm Ortho.
Als Belichtungszeiten beim Mgen geh ich quasi nie über 900ms bei einem Gain von 7.

Bisher hab ich immer was gefunden.

Gruß
Chris
 
hallo an die mgen-nutzer,

bin, nun auch ein eigner des kleinen guiders schon 10min nach in besitznahme mit einem problem konfrontiert:

ich habe alles zusammengestöpselt, meinen 12v-akku rausgeräumt und mal einfach den mgen gestartet.
alles soweit so gut, bedienung findet man sich heilwegs zurecht, aber ein problem presentiert sich wenn ich den liveview aktiviere:

camera not accessible bzw. err typ:c0 / cam err 07

angesteckt ist alles, ich habe auch mal das kabel gewechselt, alles ohne erfolg.

liegt es an mir oder an der technik???



r.
 
hab mittlerweile die offizielle info, dass die kamera nicht erkannt wird.
ich habe auch schon ein anderes kabel getestet (das vom lvi) bzw. die kontakte der buchsen mit 2propanol gereinigt - ohne erfolg. den verdacht der instabilen spannung kann ich auch entkräften, mein akku liefert mit und ohne mgen 13,14V.

komisch war nur, das die kontrollbox beim ersten einschalten sich im update-modus befand... aber nach 1sekündigem "set" zeigte selbige ein normales verhalten. ach ja, firmware ist 1.22

r.
 
Hallo r.
Spannung ist das Eine - aber Strom???
Gruß
Ernie
 
Hallo Ronald!

Sehr oft kann ein Fussl an die Büchsen ähnliche Fehler hervorrufen. Überprüfe bitte, ob alle PINs sauber sind, bzw. dass ein davon nicht verbogen ist.

Wir (und eigentlich alle unsere Vertragspartner) überprüfen jede einzelne MGEN vor der Versand für Endkunde anhand diese Anleitung: http://www.teleskop-austria.at/information/ccd-standalone-hu/pdf/mgen_checking/MGEN_checking.html

Bitte mache diese "MGEN-Controlling" auch Schritt zu Schritt, bzw. kontaktiere mit Deinem Händler, ob er das vor der Versand auch überprüft hat (ich hoffe ja), und ob die MGEN damals wirklich fehlerfrei funktioniert hat.

Sonst gehe zu Update Modus und lade einen den letzten Firmware (1.21 oder 1.22) hoch.

Achtung: Erst verkablen (Handbox mit Kamera!), und nur nachher Strom darauf und einschalten.

Bei der Upgrade ist es oft hilfreich, wenn der 12V Strom doch zugeschaltet ist.

Alle Bedienungsanleitungen (auch für Upgrade) findest Du hier in Folderstruktur.
http://www.teleskop-austria.at/information/ccd-standalone-hu/pdf/
Für upgrade besonders: http://www.teleskop-austria.at/info...pdf/LACERTA_MGEN_Application_Anleitung-DE.pdf

Die Firmware ohne Cygwin verwende nur dann, wenn Cygwin.dll an deine Computer bereits installiert ist.

Wenn o.g. Maßnahmen (reinigen, updaten) nicht helfen, dann kann es sehr wahrscheinlich Transportschaden sein (z.B. Schachtel wurde sehr stark geworfen), in dem Fall ist es natürlich Garantiefall (bitte erst an deinem Händler melden)

Solltest Du Fragen haben, oder etwas unklar blieb, bitte einfach hier an die Forum schreiben, ich lese mit.

CS und viel Erfolg: lajos


 
Hallo Lajos,

danke für die Info, aber meine Frage bezog sich ausdrücklich auf die Verwendung eines Off-Axis-Guiders.

Christoph schrieb bereits, daß der Mgen alle die Sterne erkennen kann, die ich visuell auch im OAG sehe.

Insofern sehr interessant!
 
Hallo Ronald!

Ich freue mich, dass Du es so schnell lösen konntest.
Gratulation und clear skies: lajos
 
Hallo Lajos,

mich würde die gleiche Frage wie Clavius interessieren:


An welchen OffAxisGuidern läuft denn der Lacerta Guider?




Ich habe dazu noch nirgendes was gefunden ... .

CS
Bernd
 
Hallo Bernd,

der Mgen wird an allen geläufigen OAGs funktionieren.
Vorraussetung ist halt dass du ihn per T2 oder mit ner T2 auf 1 1/4 hülse adaptieren kannst und mit deiner Hauptkamera zusammen in den fokus bekommst.

Gruß Chris
 
Hallo Chris,


danke für die Antwort.
Mit welchem setup hast das selbst probiert?

Es geht mir um die Empfindlichkeit des chips.

Ansonsten arbeite ich schon mit OAGs und AlCCD5/HX516 erfolgreich... .

CS
Bernd

Von Lajos gibt es dazu keine Aussage?!
 
hallo Bernd und Ralf,

die Empfindlichkeit der MGEN Kamera ist ja auf der Webseite dokumentiert:
http://www.teleskop-austria.at/prod.php?lng=de&tid=37#ccd-standalone-hu

"Der LACERTA M-GEN Stand-Alone-Guider ist sehr empfindlich. Mit einem 9-cm-f/10-Leitrohr kann man bei einer Integrationszeit von 1 sec auf einen 10-mag-Stern sicher nachführen. In der Praxis ist es uns aber gelungen mit demselben Leitrohr bei einer Integrationszeit von 4 sec auf einen 12-mag-Stern nachzuführen."

Durch den Sucher kann man auf Sterne bis etwa 10,5mag guiden.

Der Chip der MGEN GuideCam ist also um einiges empfindlicher als die AlCCD5.

Durch einen OAG ist immer die Frage, wie gut ist die Randabbildung. Bei einem unkorrigierten SCT zB zeigen die Sterne weitab der optischen Achse Koma, und die Empfindlichkeit wird sinken. Bei einem Newton mit Komakorrektor hat man in der Regel schön punktfürmige Sterne auch am Rand und man kann die volle Empfindlichkeit nutzen. Das sind spezifische technische Details die für jedes Setup anders sind, da ist Mitdenken angesagt.

Mit der neuen Firmware und Binning der GuideCam wird die Empfindlichkeit jedenfalls nochmals kräftig erhöht.

An welchen OAGs läuft der MGEN? - Wie Christof sagt, an allen OAGs bei denen man in den Fokus kommt. Also praktisch allen ;-) und besonders natürlich am neuen Lacerta OAG :-)))

lg Tommy
 
Hallöchen Lajos,

gibt es für den MGEN Timer auch Kabel für andere Kameras,
z.B. Nikon?

Sollte ja wenn nur am Kabel liegen, oder?

Denke ich mir zumindest, denn bei den anderen, auf dem Markt
erhältlichen Timern ist es ja auch nur das Kabel, bzw. der
Stecker, der den Unterschied macht ...;)

Gruß Tom
 
Zitat von TSZ_Tommy:
Durch einen OAG ist immer die Frage, wie gut ist die Randabbildung. Bei einem unkorrigierten SCT zB zeigen die Sterne weitab der optischen Achse Koma, und die Empfindlichkeit wird sinken. Bei einem Newton mit Komakorrektor hat man in der Regel schön punktfürmige Sterne auch am Rand und man kann die volle Empfindlichkeit nutzen. Das sind spezifische technische Details die für jedes Setup anders sind, da ist Mitdenken angesagt.

...
An welchen OAGs läuft der MGEN? - Wie Christof sagt, an allen OAGs bei denen man in den Fokus kommt. Also praktisch allen ;-) und besonders natürlich am neuen Lacerta OAG :-)))

lg Tommy


Hallo Tommy,

das ist ja der Knackpunkt.
Ab 1,8m Brennweite am 12" SC wird es anspruchsvoll.
Ich bin mir nicht sicher, ob Mitdenken alleine und/oder Christofs Zusage reicht ... .

Hat ein Kunde bisher den Guider in realiter und erfolgreich am SC mit OAG eingesetzt?

CS
Bernd
 
HAllo Bernd,

na klar muss man da immer die einzelnen Umstände beachten.

Meine Erfahrung beschränkt sich auf den Einsatz an kurzbrennweitigen Refraktoren bis 500mm.

Bei deinem 12" SC wirds sicher schon gehörig dunkel und sicher schwieriger immer einen Leitstern zu finden.

Du musst halt einfach viele Dinge berücksichtigen.
Welche Montierung verwendest du? Ich mach meine Belichtungen bis maximal 900ms weil in dem Bereich die Nachführung am besten funktioniert.

Wenn du jetzt ne Montierung hast, die von sich aus schon extrem gut läuft dann kannst du vielleicht auch 2-3s belichten und kommst entsprechend tief.

Von daher ist eine Pauschalantwort nicht wirklich einfach.

Gruß
Chris
 
hallo Bernd,

da meldet sich vielleicht noch jemand, ich weiss nur dass Markus Emmerich vom Squirrel Observatory mit 12"SCT und dem OAG gearbeitet hat - den kannst du sicher fragen wie das so ist.

Unabhängig davon brauchst du bei uns nie die Katze im Sack kaufen, du hast volles Rückgaberecht.

lg Tommy
 
Hallo Bernd,

wie Tommy schon geschrieben hat habe ich in der Entwicklungsphase den MGEN an diversen Teleskopen / Montierungen getestet. Unter anderem auch an meinem Meade LX200Classic 12" f/10 mit Celestron Radial Guider. Die Ergebnisse der Testphase findest Du auf meiner Homepage. Klick Dich einfach mal durch die Testseiten. Dort findest Du auch alle MGEN-Einstellungen, die bei den Aufnahmen verwende wurden.

CS
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus et al.,

die Test sind ja recht vielversprechend. Da ich einen Newton f5,3 plus Komakorrektor verwende, dürften zu dunkle oder deformierte Sterne keine Schwierigkeit darstellen. Zumal meine Monti auch 4s Belichtungen zulassen würde.

Und es scheint ja wohl so, daß der Guider die Sterne ebenfalls anzeigen kann, die ich visuell im Okular des OAG erkennen kann. Mit dem angekündigten Binning sollte dies dann noch besser funktionieren.

Danke für diese zusätzlichen Infos!

 
Hallo Chris,

danke für die Info!
Meinen 12" betreibe ich in der LX200 Gabel.
Die GEG-OAG Nachführung funktioniert mit der gebinnten HX516 bei Belichtungen unter 1 sec. .

Aber nun komme ich weiter.
Ich will halt über kurz oder lang den Rechner dort ersetzten.

CS
Bernd
 
Hallo Markus,

vielen dank für die Info!
Deinen Test kannte ich noch nicht. - Super!
Das sieht ja nicht schlecht aus.
Ich würde den GEG mit Linse verwenden, da sind die LS wohl noch etwas heller ... .

CS
Bernd
 
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