MGEN praktische Erfahrung gesucht

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Tommy, Du hast ja so recht.
Ich meinte natürlich nicht kalibrieren, sondern Werte
einstellen,wie Agressiv usw.
Sorry für den Schmarrn,den ich verzapft habe.

LG Jochen
 
Hallo Franz ,
haber ich schon gesehen, trotzdem vielen Dank

LG Jochen
 
Hallo

hat jemand Erfahrungen mit dem MGEN und bei einer CAM ?

Lese schon eine ganze Zeit interessiert mit.

Fand aber bisher keinen Nutzer. Oder habe ich was überlesen?

Gruß

Dieter
 
Hallo Michael

das Foto mit deiner CAM sieht ja sehr gut aus.

Ich hatte beim Teleskoptreffen in diesem Herbst die Gelegenheit gehabt eine MGEN an meiner CAM zu testen.
Folgendes Phänomen ist dabei aufgetreten: Nach 3 manchmal 4 Minuten lief die Deklination völlig heraus. Die MGEN schaffte es zwar wieder den Stern zu positionieren, aber das dauerte zu lange und damit war das Astrofoto hin.

Bevor ich nicht geklärt habe, wie dieses Verhalten im Zusammenspiel der CAM mit der MGEN zu erklären ist, würde ich
mir keine MGEN kaufen. ?)
Ich bin sonst sehr zufrieden mit der CAM. Die GoTo Funktion geht gut, auch die Steuerung von einem PC Programm (Guide, HNSky, CdC) positioniert exakt.
Deshalb meine Frage zur CAM hier im Forum.

Gruß Dieter
 
hallo Dieter,

ich hatte auch ein ähnliches Phänomen an meiner EQ6Pro. Das Schneckenspiel ist ziemlich knapp eingestellt, damit wenig Backlash ist, und bei den kalten Temperaturen hat die Schnecke in Deklination zu "beissen" angefangen.

Der Stern läuft davon, der Guider versucht ihn zurückzuholen, aber die Schnecke steckt bei dem kleinen Impuls. Dann hat sich genügend Spannung aufgebaut, die Schnecke löst sich und springt gleich über die Soll-Position hinaus, und das Spiel beginnt von neuem.

Ferndiagnose ohne genaue Kenntnis was passiert ist kann ich keine machen, ich tippe aber auf etwas ähnliches bei deiner CAM, so wie sich das anhört. Oder die Einstellungen am MGEN waren nicht optimal, zu lange Belichtungszeit oder sowas. Haben die Richtungs-LEDs aufgeleuchtet? Dann hat der MGEN versucht zu korrigieren, aber die Monti hat nicht richtig reagiert (siehe oben).

lg Tommy
 
Hallo Dieter,

ich habe leider mit der CAM das gleiche Problem.

Bisher konnte ich es auch mit allen Tipps hier nicht lösen.

Mind. jedes fünfte Bild ist Ausschuss. Die DEC-Achse bricht aus und wird zwar irgendwann zurückgeholt, aber nicht schnell genug. Ich glaube aber auch, dass das ein Problem der CAM ist. Habe hier aber auch schon viele Einstellungen versucht und neulich mal wieder auseinander genommen.

Meine letzten Versuche waren bei 10 Grad, somit schließe ich hier mal das Beißen aus.

Hast Du denn schon mal eine andere Nachführung mit der CAM probiert?
CS
Uli
 
hallo Uli,

"Die DEC-Achse bricht aus" - wie sieht denn das aus? Normal sollte sich an der DEC Achse ja nicht soviel Bewegung abspielen wenn man gut eingenordet hat.

Versucht der MGEN was zu korrigieren (LED leuchtet) und schafft es nicht weil die Achse unkontrollierbar hüpft wegen mangelhafter Lagerung? Dann siehst du im Guidefenster/Driften die DEC Drift plötzlich hochschnellen, und es wird über mehrere Zyklen abgearbeitet.

Oder baut sich das über mehrere Zyklen hin auf und löst sich dann plötzlich? Dann wächst die Drift immer mehr an während er zu korrigieren versucht (LED leuchtet). Dann ist es doch irgendwo ein machanisches Festfressen.

Ich hatte bei meinem Versuch mit der EQ3 mit dem Riesen-Backlash der Zahnräder zu kämpfen, und deswegen einen kurzen Guidezyklus gewählt sowie ziemlich hohe Aggressivität. Damit war es dann möglich innerhalb kurzer Zeit den Backlash mit dem MGEN gut zu kompensieren. Aber es brauchte bei einer Richtungsumkehr immer einige Guidingzyklen.

Vielleicht hilft das weiter?

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

leider habe ich grad keine 2. Kamera, so dass ich kein Bild vom MGEN-Display während des Guidings machen kann.

Aneb hier aber mal ein Bild der Auswertung.

So sieht das aus, wenn die Achse "ausbricht". Zu welcher Aufnahme der Graph jetzt gehört, kann ich nicht mehr sagen, da ich keine zeiten mehr eingestellt hatte am MGEN. Bei vorigen Sessions habe ich das aber mit der Aufnahme verglichen. Bei so einem "Ausbrecher" habe ich dann doppelte Sterne. Das folgende Bild ist dann meistens absolut sauber oder es sind noch 1, 2 solche. Änderungen in Aggressivität oder Mittelung ändern nichts daran. Zeit meist um die 1 s, Gain 3 bis 4.

Ich hatte aber auch schon mal 10 Aufnahmen hinter einander ohne Problem und erst dann gings los.

CS
Uli
 

Anhänge

  • Guided Exposure.jpg
    Guided Exposure.jpg
    74,4 KB · Aufrufe: 2.578
habe noch ne Frage zu der grafischen Auswertung:

Wie ist die Grafik "Point Spread" zu verstehen?

Danke
Uli
 
hallo Uli,

es sieht so aus, als wäre deine DEC Achse eingerostet. Sie bewegt sich praktisch gar nicht, der Guider gibt aber Signale, und dann löst sich die Spannung mit einem mächtigen Ruck, schiesst übers Ziel hinaus, und die Achse sitzt wieder fest. In so einer Dimension hab ich das noch nicht gesehen.

Wenn du Knickohrs Programm nimmst (siehe früher im Thread), kannst du ganz genau zum Moment des Springens zoomen und schauen wie schnell der Ruck passiert.

Wie sieht denn das Diagramm bei den gut geguideten Aufnahmen aus? Hast du schon mal das Achsenspiel eingestellt? Das würde ich zuerst mal probieren. Auf grobe Impulse wird die DEC Achse ja ansprechen, aber die feinen Korrekturen scheinen sie nicht zu bewegen.

Habe eine Grafik angefügt, wie die Werte bei mir aussehen - achte auf die DEC Werte, da ist bei dir die Skala schon in einer anderen Grössenordnung.

Die "Point Spread" Grafik zeigt die relativen Positionen des Leitsterns, nur der Massstab fehlt noch.

Die "tracking error" Grafik zeigt wie der Leitstern ohne Guiding driften würde. Da sieht man am Masstab der DEC Achse, dass die Einnordung sicher noch verbesserungsfähig ist.

lg Tommy
 

Anhänge

  • MGEN_Statistik.jpg
    MGEN_Statistik.jpg
    52,6 KB · Aufrufe: 2.643
Hallo Astrofreunde!


> Die "Point Spread" Grafik zeigt die relativen Positionen
> des Leitsterns, nur der Massstab fehlt noch.

Wenn Du den Hintergrund besser anschaust, dieses hat einen "pepita" Muster mit wechselnden schwarzem und dunkelgrauen Hintergrund.
Ein "pepita"-Muster entspricht an einem Pixel in der Autoguider.
Bei Tommy's Beispielfoto ist die Streuung 2x2 Pixel (muss gut anschauen, vielleicht seitlich an den Bildschirm), sieht man, wie "brav" der MGEN in der Subpixel-Bereich arbeitet.

Die genauen Spread in Bogensekunden an der Photo kann man anhand des Guidescope- und Hauptinstrument-Brennweiten ermitteln.

Faustregel: Ein MGEN-Pixel ist 4.7 mikron, und glücklicherweise beim 1 meter Teleskop-Brennweite 1 Bogensekunde entspricht auch an 4,8 mikron.
Dementsprechend 1 pepita-Muster = Hauptinstrumentbrennweite in meter multipliziert mit der GuidescopeRate
(GuidescopeRate = Hauptrohrbrennweite dividiert Guidescopbrennweite).

Also wenn Du z.B. mit einem 250/1200 Newton fotografiert und mit dem MGEN durch einen 80/600-er ED geguidet hast, dann ein Pepita-Muster entspricht an 1,2*(12/6)= 2,4 Bogensekunden.

CS: lajos
 
Hallo nochmal,

sorry, sorry, sorry es ist mir im oben stehenden Beitrag ein Fehler unterlaufen:
die Pepita-Karos sind auch noch mit der eingestellte Tolerance-wert multipliziert.

(Tommy, Danke für das Mail vom Freitagsnacht)
D.h. der Point Spread zeigt alles nicht mit Pixel-Einheit, sondern in Tolerance-Einheit in Pixel.

Faustregel RICHTIG GESTELLT : Ein MGEN-Pixel ist 4.7 mikron, und glücklicherweise beim 1 meter Teleskop-Brennweite 1 Bogensekunde entspricht auch an 4,8 mikron.
Dementsprechend 1 pepita-Muster = Hauptinstrumentbrennweite in meter
multipliziert mit der Toleranceangeben (in Pixel) und
multipliziert mit der GuidescopeRate (GuidescopeRate = Hauptrohrbrennweite dividiert Guidescopbrennweite).

Also wenn Du z.B. mit einem 250/1200 Newton fotografiert und mit dem MGEN durch einen 80/600-er ED, mit 0,3 Pixel Tolerance geguidet hast, dann ein Pepita-Muster entspricht an 1,2*0,3*(12/6)= 0,8 Bogensekunden.

Anmerkung-1: Diese "pepita"-Info wurde mir von Zoltan (unser Software-Entwickler) telefonisch mitgeteilt, und steht deshalb in der Bedienungsanleitung NICHT, weil diese Ausgabeformatum nicht die endgültige ist.
FirmWare-History:
Firmware 1.20 war noch keine Datenausgabe dabei
FirmWare 1.21 die Ausgabe war nur eine CSV datei
FirmWare 1.22 ist die oben gezeigte Musterung
An die kommende 1.23 Firmware werden die eingetroffene User-Wünsche implementiert.

Anmerkung-2: Zoltan hat kürzlich eine Blinddarmentzündung mit ziemlich ernsthafte Komplikationen durchgemacht, geht ihm aber schon bergauf und kann sich bald wieder an die FirmWare-Entwicklungen widmen. Ich möchte mich hier auch Eure Verständnis bitten um die ca. 4-Wöchige Totalausfall von ihm akzeptieren.

CS: lajos


 
Hallo Tommy, Lajos,

erst mal danke für die prompten Antworten und Deine Hilfe, Tommy.

Ich habe die CAM vor kurzem nochmal auseinander genommen und neu gefettet, auch das Spiel neu eingestellt. Wobei ich es vielleicht noch zu knapp eingestellt habe. Denn auch danach gab es keine Änderung. Werde jetzt das Spiel noch mal etwas lockern und dann sehen. Vielleicht ist es doch besser, einen größeren Backslash zu haben, als eine schwergängige Schnecke (wobei ich das jetzt nicht als schwergänging beschreiben würde).

Hier auch mal der Graph eines "guten" Guidings. Auch eine 600s Sequenz.

Übrigends, die Drift beginnt immer in DEC + (Süden ist das, glaube ich). Teleskop ist nur in der östlichen Hälfte im Einsatz.

CS
Uli
 

Anhänge

  • Guided Exposure2.jpg
    Guided Exposure2.jpg
    82,7 KB · Aufrufe: 2.346
Hallo Lajos,

danke für die detaillierte Erklärung des Point Spread.

Vielleicht werde ich die Aufnahmen so mal ganz genau analysieren können, aber in einfachen Worten gefasst:

"Je mehr dieser Point Spread Graph einem Kugelsternhaufen wie etwa M 13 gleicht, desto besser ist die Qualität der Nachführung, hat das Guiding gepasst"

oder, je gleichmäßiger die Verteilung um das Zentrum ist...

Sicher nicht wissenschaftlich, aber somit auf einen Blick erkennbar.

Das konnte ich nun zumindest aus meinen Graphen rauslesen...

CS
Uli
 
Hallo Uli,

danke für Deine Hinweise.

Ich werde versuchen die CAM mal mit einer anderen Methode
sprich Software-Guidingprogramm zu guiden.

Was ist wäre da zu empfehlen?
Habe eine Webcam Philips ToCAM dafür zur Verfügung.

Die CAM auseinander zu bebauen bringt ja auch nichts , wie Du geschrieben hast.

Eingerostet ?) ist meine Deklinationachse sicher nicht
wie hier im Forum vermutet wird. Wird bei mir trocken gelagert.

Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf - meine CAM mit einer MGEN eines Tages ;) mal guiden zu können.

Bevor ich mir also eine MGEN zulege, möchte ich wissen woran ich bin. Das Ding ist ja nicht gerade billig.

Gruß

Dieter
 
Hallo Dieter,

damit da nichts falsch verstanden wird, hier noch ein paar Bemerkungen:

Der MGEN ist jeden Cent wert und wie schon erwähnt, liegt mein Problem an MEINER Cam.

Michael und noch ein paar andere haben keinerlei Probleme damit, sehrwohl gibt es aber auch CGEM-Besitzer, die mit ihrer nagelneuen Monti Probleme, hauptsächlich in der DEC-Achse hatten.

Das eingerostet ist sprichwörtlich zu verstehen.... so, dass sie irgendwie immer wieder hängt...

Das Warum, habe ich leider noch nicht raus, weiß bisher nur soviel, dass es einzig an meiner CAM liegt.

Das auseinanderbauen und neu fetten ist bei der CAM eine Tuning-Maßnahme. Das "schlechte" ursprüngliche Fett wird mit einem hochwertigen ersetzt, nach gründlicher Reinigung aller Teile. Das darauf folgende Einstellen des Schneckenspiels ist dann der heikle Part. Zu fest ist nix, zu locker auch nicht. Vielleicht muss ich das noch 10mal machen, um dafür ein Gefühl zu bekommen. Vielleicht ist auch meine Einordnung zu schlampig oder was auch immer.

Ich kann Dir trotzdem den MGEN nur wärmstens empfehlen und wenn die Monti eine "Macke" hat wirst Du das beim Software-Guiding auch merken.

Mit 1/5 Ausschuss kann ich aber auch leben und Bilder gibst trotzdem. Die CAM ist numal das günstigste Model in der Klasse und Google weiß, wie viele damit so ihre Problemchen haben.

Aber nach Lösungen such ich nach wie vor.

Grüße
Uli
 
hallo Uli,

wenn du die CAM nochmal auseinandernehmen solltest, guck auf jeden Fall mit einer Lupe ob du eine Scharte oder sowas an der DEC Schnecke findest. Wenn das so erratisch auftritt, könnte vielleicht sowas auch Schuld sein. Die DEC Achse dreht sich ja nicht kontinuierlich wie die RA Achse.

Dein "gutes" Diagramm zeigt in DEC auch einen etwas häheren Wert als in RA, liegt vielleicht an der Einstellung der Parameter. Ausserdem ist die DEC Korrektur über weite Strecken nur in einer Richtung, wenn die dann auch wechselt. Wie tust du dich denn mit der Einnordung?

Deine Beschreibung des "point spread" ist ganz richtig, man könnte es auch eine Gauss-Verteilung nennen.

lg Tommy
 
hallo Dieter,

du kannst es mit deiner ToUCam und zB Guidemaster probieren. Zur Probe kannst du auch gleich durch das Hauptrohr guiden, im Guidemaster hat du ebenfalls so ein "point spread" Diagramm das Ausreisser anzeigt.

lg Tommy
 
Hallo Tommy

wenn das Wetter bei mir besser wird, wonach es momentan in dieser Woche nicht aussieht ;( , werde ich mich mit Guidemaster befassen, um mein problem zu analysieren.
Danke

Gruss
Dieter
 
Hallo zusammen,

interessante Diskussion!

Leider habe ich inzwischen bei meiner neuen NEQ6-Pro das selbe Problem. In DEC gibt es definitiv eine Drift, selbst wenn bei der Kalibrierung Werte um 98% erreicht wurden. Vergleicht man die einzelnen Rohbilder, so driftet jedes sehr langsam in DEC-Richtung.
Bei Belichtungszeiten um 8 Minuten pro Rohbild macht sich dies nun langsam bemerkbar! Auch bei älteren Aufnahmeserien hatte ich dieses Problem, auch bei unterschiedlichen Einstellungen des Gain-Werts, der Belichtungszeit und der Aggresivität.

Merkwürdig dabei ist, dass ich über das aktuelle Guiding den gewählten Leitstern im Display beobachtet habe. Er stand die ganze Zeit über wunderbar an der selben Stelle! Dennoch ist die Drift definitiv vorhanden. Nicht schlimm, aber vorhanden...


 
Hallo,
also ich habe mit der NEQ-6 Pro und dem MGEN keinerlei der vorherig beschriebenen Probleme. Ich muss es mal mit längerer Belichtungszeit und Brennweite austesten aber. Bei 510 mm BW und 10 min gibTs keinen Drift

 
hallo Rolf,

wenn du eine kontinuierliche Drift hast, obwohl der Leitstern brav am Platz bleibt, solltest du erstmal zwei Dinge kontrollieren:

1. Einnordung - wenn zB das Polarscope nicht mit der EA-Achse parallel ist, nordest du etwas "daneben" ein, und du bekommst Bildfelddrehung. Wenn der Leitstern ausserhalb des Bildfeldes ist sieht das fast wie eine gleichmässige Drift aus.

2. Durchbiegung - wenn sich im Setup etwas flexibel ist, bekommt man natürlich auch eine Drift. Ich kenne Leute die erst nach Umsteigen von Leitrohr auf Doppelschiene zum Guiding über Sucher punktförmige Sterne bekommen haben. Man glaubt gar nicht, wo überall der Dämon drin stecken kann!

lg Tommy
 
Hallo Leute

Ich habe eine kurze Frage, da ich mir einen MGEN kaufen will. Was verträgt ein 9x50 Sucher mit MGEN? Brennweite des Teleskops mit dem ich Fotographiere? um Punktförmig nachzuführen? Hab eine HEQ5 pro. Da es im Internet nicht konkretes gibt.

Danke
Tom
 
hallo Tom,

doch es gibt etwas ganz konkretes: Der MGEN kann derzeit Abweichungen des Leitsternes von 0,03 Pixeln auf dem Guidechip erkennen und entsprechend korrigieren.

Unter der Annahme dass die Pixel der GuideCam (4,7µ) etwa gleichgross wie die einer Canon sind, und der Brennweite des Suchers von 180mm, kannst du dir ausrechnen welche Guidegenauigkeit bei welcher Aufnahmebrennweite möglich ist:

180/0,03 = 6000mm bei erlaubter Abweichung von 1 Pixel
180/0,03 x0,5 = 3000mm bei erlaubter Abweichung von 0,5 Pixel
usw.

Die Frage ist wieviel Abweichung erlaubst du, was bedeutet "punktförmig"? Wie Lajos oben schreibt, bedeutet eine Brennweite von 1000mm etwa 1"/Pixel Abbildungsmasstab (Eos-Pixelgrösse), 2000mm etwa 0,5"/Pixel. Bei dem durchschnittlich herrschenden Seeing von 2-5" ist in der Praxis eine Guidegenauigkeit von 0,5 Pixel weit unterhalb des Seeing-Limits und damit wird der Stern so punktförmig wie das Seeing erlaubt.

Entsprechend guide ich meinen 200/1000 Newton über Sucher mit Toleranz 0,1 Pixel und sogar 0,07 Pixel, obwohl der MGEN dann schon etwas hektisch wird - aber zum Arbeiten ist er ja da.

Wir können deshalb Aufnahmebrennweiten von 2000mm bis 3000mm ganz ruhig als durch den Sucher nachführbar annehmen, in der Praxis weiss ich von Leuten die 2000mm erfolgreich nachführen, darüberhinaus habe ich keine Daten.

Wichtig ist dabei wie immer, dass das System beherrscht ist, nichts auch nur ein wenig wackelt, kein Spiegelshifting vorhanden ist, etc - das versteht sich von selbst.

lg Tommy
 
Hallo Tommy

Hast mich überzeugt!! Danke ,, dann geht sich auf meiner HEQ5 sogar ein 200/1000 aus!! Danke Danke

Gruß,
Tom

P.s.: muß nur noch auf Weihnachsgeld warten grrrrr...
 
Hallo Tom.

Meine Fotoausruestung sieht folgendermassen aus:
- MGEN
- 9x50 Sucher
- 8" (F5) Newton
- umgebaute HEQ5

Ich bin mit dieser Ausfuehrung sehr zufrieden, obwohl meine HEQ eine ziemlich grosse Wackelkiste ist.
Guiden mit dem 9x50 Sucher ist tatsaechlich moeglich.
Ein ganz grosser Pluspunkt mit diesem Setup ist, dass man immer einen Leitstern findet... ;)

Gruesse
m.m.
 
Hallo m.m.

nun, dass die HEQ5 mit einem 8 Zoll wackelt wundert mich nicht. Die ist doch mit der CAM vergleichbar und der würde ich kein 8 Zoll fotografisch zumuten.

Hast Du denn damit wirklich Erfolge?

CS
Uli
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben