Orion Optics UK MC 140/2000, Backfokus?

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Hallo,

Sorry das als Thread Opener meine Participation gerade nachlässt bei euren guten und hilfsreichen Beiträgen.
Manchmal kann man nur später weitermachen, cosas de la vida....

sehr gute Kollimation! Oben noch tubusseeing und die Stern-Abbildung braucht nur gutes Seeing. Alles gut, ich würde es nicht weiter ändern!

Bei mir sieht's so aus, siehe #5 dieses THREADS.
Ja im Moment lasse ich die Kollimation so sicher für den Imager.
Wenn die ewige momentane Wolkendecke aufgeht werde ich mal die Cam in die Umlenkoptik reinmachen um auch mal nachprüfen zu können für eine visuelle Optimierung.
Danach würde ich gerne mal visuell einen Vergleich ziehen zum 4" f11 ED Refraktor am Jupi, Mars, Mond und Doppelsternen auf der Alti-Azimut "T", bis jetzt konnte ich da nichts abschätzen solange das Mak nicht kollimiert war.

Gut bis jetzt hatte ich nicht einmal Zeit die Kollimation von vorne zu sehen wie sie hier vorgeschlagen ist.
Zur Zeit nach der Procedur von vorne habe ich da so gewisse Bedenken, da das Resultat nicht passte am Stern, warum das so ist bleibt noch offen.
Anderseits hatte ich einen Beitrag/PDF? gelesen vom Herrn Uwe Pilz, wo dabei stand solche Kollimation von hinten gemacht werden am SC Gewinde, Sache die auch noch nachgehen möchte auf den Spezifizierteren längeren Abstand von +/- ~2m(?). Kann auch sein das ich mich verlesen hatte spät in der Nacht... Gut so eine Sache der ich nachgehen möchte wenn ich die Möglichkeit habe.

ich hab auch einen OMC-140 und gerade deinen Thread gefunden. Tut mir leid zu hören dass dich OO UK so im Stich lässt und es so ein Ärger ist. Ich hab meinen OMC-140 gebraucht gekauft und da war ich weniger überrascht, dass die Kollimation nicht stimmte.

Hallo Alex,
Yeps ich habe mir da ein Ei eingebrüht mit den Jungs von OOUK.
Bei meinem Fall sind die Leute von Support OOUK mit den Ohren auf Durchzug gestellt.
Weihnachtsferien und der Kater von Neujahr sind schon lange vorbei, und man antwortet nicht....

Mögen andere Kunden mehr Glück haben beim Umgang.

@Martin: Alex hat recht: Pack´ das Teleskop mal richtig gut ein; es geht auch alukaschierte Styroporfolie für Autowindschutzscheiben
oder Isoliertapete für Heizkörper. Und oben doppelt legen oder vierfach bei einer Doppellage, da dort die Abkühlung am größten ist. Ich mache das immer
so, dass ich die Isolation auf dem Tubus drehen kann.
Ja hier bei meiner Recherche war ich schon gewarnt gewesen. Und versuchte mir schon ein Bild zu machen, versuchte....
Und habe bemerkt das der Tubus schon eine gute längere Anpassungszeit braucht. Die Fahne hatte mir schon bei der Ersten Stern Kolli einen guten Strich durch die Rechnung gemacht mit dem Heizband auf 50%, was klar zu viel war.
(Gegenüber dem Refraktor mit Alu-Tubus muss man sich schon viel pingeliger vorbereiten.)
Die jetzigen 25% bei 7ºC und weniger sehen mir da besser aus bei einer maximalen Leistung des Heizbandes von 14W.
Nur bei der Justierung jetzt lass ich das Band gleich aus um auf Nummer sicher zu gehen.
Deine Methode werde ich sicher mal anwenden, ein bisschen Alutape habe ich zu Haus, wichtig sehe ich das der Tubus dann hinten Isoliert wird.

Ich dachte auch schon einmal Gedanklich sollte das besser sein mit Isolierung den Tubus auch innen zu verkleiden mit selbstklebenden Velours.
Erst einmal werde ich das sicher probieren mit der Isolierung am Wochenende, auch wenn es mich ärgert und ich die Geduld aufbringen kann auskühlen zu lassen für 2ºC Unterschied. Lasse mein kaltes Astrozimmer mit Mini-Balkonia unbeheizt.
Auch bin ich derzeit noch etwas unsicher den Tubus auszukleiden, da dabei die Meniscus raus muss um die Sache ordentlich zu machen.
Gut auf lange Sicht zurückdenkend an mein RC wird es da nicht eine Schraube oder Ring geben am Ende das nicht rauskam so wie ich das jetzt abschätze auf Korn und Kimme.

Im Prinzip sollte es kein Hexenwerk sein die Meniscus rauszuschrauben, nur habe ich schon Angst der Wahrheit ins Gesicht zu sehen wenn ich auf dem Plattenspieler die Meniscus draufmache um sie in der Fassung dann zu justieren und auf den FS blicke...
Das war auch einer der Gründe warum ich keine aufgeklebte FS Blende haben wollte, die bei einigen sehr beliebten Mak's wie hier im Video bei minute 18:17 zu sehen ist.

Gut mein Arbeitsplan fürs Wochenende mit Prognostik auf klaren kalten Himmel?(Yipiehh!!) möchte ich im Feld verbringen und mit der ASI533MC justieren am Stern, und einiges mal dann das PA wiederholen nach der Justierung und mal sehen ob das Seeing mich was minimal erwünschtes sehen lässt.
Und definieren ob die HS Halterung ein par Schrauben extra braucht um die Kollimation zu halten im ner Nummer grösser Koffer um das Teleskop optimal geschützt zu transportieren wie ein Bebe...
Auf CN konnte man schon nachlesen das einer oder andere diese Justierschrauben Gummiunterlagen gedankliche Bauchschmerzen gaben bei solchen sparenden Taktiken der Assemblage.
Eingeplant habe ich schon bei dem empfindlichen Tubus(shedding) an den Verschraubungen vorbeugend eine stabilisierende zweite originale gleiche Schiene oben draufzumachen.
Im Prinzip hatte ich mir das Instrument im Gedankengang durchdacht bei dem sehr winzig kleine Spiegel Shifting beim Fokussieren(an der Planeten cam!!) für ein bissl Astrofoto bei längerer Brennweite und geringeren Gewicht inklusive Montierung plus eine bissl Wind auf dem Feld in meiner Ecke mobil.

Visuell möchte ich viel zu gerne am Mond und Doppelsternen etwas mehr experimentieren um nicht zu kurzbrennweitigeren Ortho Okularen zu greifen die sich sehr schnell im Winter bei Augen-Nähe sich zumachen.

Mein Griff(ins Klo) zu OOUK ging hauptsächlich nach meiner Recherche zu anderen Varianten geschlossen wie offene Systeme im ~1k€ Segment.
Aber gut wie ich sehe muss man heutzutage besser bei einigem mehr Budget(+2,5x) anfangen.
Sehr recomendable Alternativen sind Refraktoren, mein f11er ED, auch wenn der OAZ aus der Hamburger Bananen-Biegerei kommt!

Was HS anbegeht macht GSO viel weniger schwere Fehler bei Beschichtungen.
Fotos kommen noch nach dem Wirbel...
Stay tuned.

Clear skies,
- Martin
 
Hi,

Kollimation, hält sich mehr oder weniger gut, hatte heute ohne nach zu verstellen den HS ein par kurze Videos gedreht.
Die Resultate sind vor Beginn der Session mit ASI533MC nur mit UV/IR Cut:
Stacked_Planet_533MC Pro_20230122-202836.jpg


Stacked_Planet_533MC Pro_20230122-203827.jpg


Brauchte schon mehrere Anläufe um die Bilder zu machen, oben auf dem Mini Stack etwas schnellere Bilder, unten etwas langsamer.
Der Poison Punkt dabei steht immer noch leicht nach oben nach 11Uhr, minus was sich die Kamera verdreht hat beim neuen Anbringen.
Nach meinem Wissen/Abschätzen sollte doch der Kreis einen Tick jetzt nach ~11Uhr geschoben werden.
Zum Unterschied zu der letzten Kollimation sah es mir nach dem Gegenteil aus.
Folgenderweise sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr....

Das Teleskop seit der letzten Kollimation ging nicht aus dem Haus raus dabei, und was auch immer in Astro-Equip wird bei mir schon sachte behandelt.
Auch das Gewicht an der Okular Aufnahme ist nicht excessive, eine ASI533MC, Baader Klemme und drinnen ein Reducer von 0,75x, der nicht benutzt worden ist zu Erstellung der Stacks oben.

Was meint ihr dazu?

Clear skies!,
- Martin
 
Guten Morgen Martin,

ich hab mir mal kurz erlaubt mir dein Foto zu leihen und ein Fadenkreuz zur Orientierung drüber zu legen:
drawing.png

Ehrlich gesagt würd ich da nix mehr ändern. Ausgehend vom Justage-Mechanismus vom OMC-140 (die drei Schrauben) bist du sicher in der Region in der du mit weiterer Justage auch alles wieder schlechter machen kannst.

Ich persönlich wäre mit dem momentanen Zustand zufrieden und würd einfach beginnen das OMC-140 zu verwenden. Falls dann irgendwelche Zeichen von De-Justage auftreten, würd ich die Kollimation nochmals überprüfen.

Also viel Spaß mit dem Mak, trotz seiner Tücken hab ich mit meinem viel Spaß. Ist irgendwie wie ein englisches Sportauto, hat viele Macken aber wenn es fährt macht es echt viel Freude. :D:y:

Gruß
Alex
 
Hallo Alex,
schau dir mal den dunkel umlaufenden Ring innerhalb deiner roten Umrandung an! Das ist nicht mittig justiert! Der Versatz ist augenfällig und 11 Uhr ist korrekt.
VG Frank
 
Scharfe Beobachtung Frank.
image186.png

Tja, da geht in der Tat noch ein wenig. Oder es war doch etwas Tubus-Turbulenz im Gange? Denn zwischen 3 und 9 Uhr ist alles konzentrisch?

Ich übergeb das Weitere Martin, ;)

Schöne Grüße,
Alex
 
Tubus Turbulent macht sich als helle Fläche bemerkbar. Und im Fokus entsteht ein X oder Y.
VG Frank
 
Hi!,

Ich hatte vor ner sehr weiten Stunde mir die Sache am Sternbild noch einmal angeschaut im Video Mode der ASI533MC mit Reducer, und konnte auf nichts klar kommen, hatte auch dazu noch Tubus Seeing mit dem Fähnchen nach oben.
Auch musste ich mal den Bino dranmachen um am Mond zu sehen, aber das Seeing sagt mir dass es recht schlecht ist. Den f11er hatte ich jetzt nicht rausgeholt um zu Vergleichen, einfach keine Zeit dazu :(
Aber über dem Daumen schätze ich mal das der Refraktor es mehr bringt visuell bis jetzt. Trotzdem konnte ich kleine Details gut sehen, nur kann ich nicht abschätzen jetzt ob ich mit der Obstruktion rechnen muss. Da rechnerisch das Instrument einen wenige Milimeter im Kontrast weniger hat gegen einen 4Zoller mit 1122 Brennweite.

Die Ringe am Bild sahen mir echt Ok aus, nur dieser Poison Punkt nach 11 gab mir etwas zum denken in Richtung das es Möglich wäre das der HS z.B. hängt.
Verglichen mit den Tageslicht Kollimation Prozeduren kann ich wirklich nichts sagen ob das passt oder nicht.
Das Flat mit Reducer hat die gleiche Ausrichtung nach rechts wie ohne Reducer, was mir nicht so gerade gefällt, das ist normalerweise das Signal das die Sache nicht optimal ist, was mich wieder auf den Poisonpunkt zurückführt der nach 11 ist, aber das Flat nach klar 9Uhr ist.

Mal sehen wenn ich das Teleskop schwer unter die Lupe nehmen kann, man braucht viel Zeit für so Sachen....
Auf die schnelle geht da nichts wenn solche Sachen nicht auf dem richtigen Bein anfangen.
Aber die zweite Nacht am NGC 891 sieht mir gleich ganz Ok aus! NGC 2158 sieht auch nicht schlecht aus soweit....

Clear skies,
- Martin
 
Hallo,
hab heute nochmals meinen künstlichen Stern im Haus aufgebaut gehabt und die Kollimation meines OMC-140 überprüft.
colli_27012023.png

Hier ein Foto (Handy) im Justierokular (das schwarze Fadenkreuz ist vom Okular). Die roten Ringe hab ich digital gezeichnet, die sind konzentrisch.
Für meine visuelle Anwendung ist diese Justage eigentlich OK, ich "sehe" scharfe, kontrastreiche Bilder.

Martin (@Pitufito), vielleicht hast du auch mal Lust, deine Kollimation so zu testen. Ich hab in diesem Fall mit der "Alufolie - Nadel fallen lassen - LED - ca 15 m Distanz" Methode gearbeitet. Für die Justage ausreichend. Und da du ja eine Kamera hast, brauchst auch keine Fadenkreuz-Okular, machst du digital ;) Diese Methode ist halt schon viel entspannter als am Stern in der Nacht.

Gruß,
Alex
 
Hi,

Für meine nächste unendliche Baustelle(aka RC6 forever Standby(e).), habe ich es gewagt einen Schneckenfokusierer mir anzulegen. Um die Collimation ein bisschen besser kontrollieren zu können, da es bei auch sehr leichtem Spiegelkippen die par Pixel nebendran gleich mal beruhigt, und man endlich besser was machen kann mit der Cam.
Naja bei der Kälte momentan mache ich so Sachen lieber auf dem Balkon, und lasse die Feldtest erstmal aus wo ich in den Zenit anpeilen kann. Auf dem Balkon mit eingeordneter Montierung und somit weniger Arbeit kann ich da gleich ein par Arbeitsschritte abhacken als gemacht.
Als schaffender Mensch muss man halt gucken wie man den besten Kompromiss zustande kriegt.
Der Schneckenfokussierer ist Ok Nachts, aber Tagsüber wenn es ein bissl warm wird merkt man doch so ein Spiel der Verkippung ?
Man fragt sich schon heutzutage ob noch irgendwas das nicht Taka heisst auch mechanisch ordentlich mit Liebe gemacht wird und Behutsam mit Birne....
Mit den Flats bin ich nicht zufrieden, oh je mi ne...:
Screenshot 2023-01-30 220904.jpg

Allzuviel kann es auch nicht sein was da fehlt, ich tippe mal Verkippung an der Meniscus oder an der HS Lagerung.

Sorry für die Haufen Kringel, bin gerade nicht mit dem Putzwahn angestiftet am UV/IR Cut Filter bei den grossen.

Die Kollimationsringe am Stern hatte ich noch ein Stück besser gehabt als hier, wo es schon ganz fiess klein wird und gestackt bei 600%Ansichten.
Screenshot 2023-01-30 222049.jpg

Hier wurde die Sache nochmal einen Tick besser, Problem ist immer der Poison Punkt...(und das Seeing)
Screenshot 2023-01-30 222258.jpg

Wie man sieht ist da auch ein "Fähnchen" dran aka Tubusseeing, cést la vie.

So später wenn der Mond heute noch ein bisschen mehr in mein Balkonia Blickfeld reinrückt werde ich mal ein par Orthos draufmachen um mal sehen ob es da was nettes zu sehen gibt das mir dann zusagt mit ist Ok zum Beobachten. Bin mal gespannt, im Moment lass ich mal ein par Images laufen im Mosaik um was ein bissl grösser zu sehen, Sachen die ich noch nicht so ganz gut beherrsche mit dem Mosaik.
3.75µm Pixel gibt schon was ordentlich Oversample bei f15 und 2093mm Brennweite.
Ein künstlichen Stern sollte ich mir doch schon mal anschaffen, kann das aber nur aus Platzmangel dann solche Arbeiten nur auf dem Feld ausüben, da braucht man gut Platz dazwischen....
Der HS Mechanismus sollte das gerade noch mal halten können im Winter perliminär gesehn mit dem Fett wo das zäh drüberrutscht.

Clear skies,
- Martin
 
Hi,

Und bin immer noch auf der Suche des Heiligen Grales :ROFLMAO:

Irgendwo habe ich schon verstanden das irgendwas nicht zentrisch sitzt.
Das sehe ich in den folgenden Bildern, wobei ich unter Zeitmangel es nicht mehr gepackt habe mich zu erinnern was Intra und Extra Focal ist.
Gut beim nächsten mal eventuell anstelle der Asiairpro den PC anschließen wenn der gerade mal nicht mit ASTAP am durchrattern ist für ne gute Zeit.
Auffällig ist dabei die Helle Zone am Rand die ich jetzt mehrfach konstatiert habe und mir auf nichts zu gutes rückschliessen lässt bei der Korrektur.
Am Ende der Nacht werde ich mal aufstehen um die Sache nochmal nachzuprüfen.
Donut richtig gross gemacht auf der ASI533MC in Video und gestackt direkt in der Asiairpro.
Screenshot 2023-02-05 220729.jpg

Auf der anderen Seite des Fokus, musste alles über die Fokussierung gemacht werden des HS.
Screenshot 2023-02-05 221108.jpg

Irgendwie sehe ich immer wieder diese gleich Delle an 14:00Uhr.
Konizidiert dummerweise mit dem Tubusseeing, reicht den Finger von oben einzuführen vor dem Teleskop um zu sehen was die Ursache sein könnte.

Und jetzt geht es im kleinen weiter mit diesen kleinen Stacks aus der Asiairpro direkt gemacht.
Screenshot 2023-02-05 221606.jpg

Naja das war schon mal gleich ein Griff ins Kloo und kann damit echt nichts anfangen bei so viel wabbern mit netten Fähnchen.

Gut dachte es muss ein bisschen grösser werden und somit der Stack:
Screenshot 2023-02-05 221843.jpg

Das der Tubus immer noch nicht austemperiert ist sieht man gleich am Fänchen, und die letzte Kolli die ich gemacht hatte war halt drei Uhr morgens mit mehr Lust mich in den Schlafsack zu legen und dicht zu machen.

Auf der anderen Seite des Fokus.
Screenshot 2023-02-05 222334.jpg

Gut wie man sieht ist das Tubusseeing Fähnchen auf die andere Seite gewandert.

Was mir auffällt bei der ganzen Sache ist der hellere Teil des Bildes im Donut....
Gut hier kann man nachlesen was das so sein könnte, darum warte ich mal die Nacht ab und gebe nicht auf und lass mal den Spiegel sich anpassen, denke mal was anderes wie die Ausrichtung einiger Teile wie HS und seine Blende und bete mal das der HS nicht eine Gurke von OOUK ist....

Noch eine Sache die mir irgendwo bei dieser Optik nicht Sinn macht sind Rückreflexionen bei 2" Filtern die ich bei 1.25" nirgend sehe. Aber gut ich lasse das mal als Gespenst, wer weiß wie sich sowas auf nem hellen Stern angepeilt auswirkt im optischen Gange auf den FS bezogen.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin,

weil du den hellen Doghnut erwähnst und vielleicht aufgrund deiner Quelle auf "Aberration de sphéricité" schließt, möcht ich doch noch diesen Link zur "sphärische Aberration" hinzufügen:

https://www.telescope-optics.net/Mak_spherical.htm#An_interesting_aspect

Denn wir haben mit dem OMC-140 ja ein Maksutov, dass zwar laut OOUK einen ellipsenförmigen Primärspiegel hat, aber der Sekundärspiegel und die Meniskuslinse sind, so weit ich weiß, kugelförmig (eng. spherical). Beim Maksutov, speziell wegen der sphärischen Meniskuslinse, treten dann

sphärische Abberationen 6ter Ordnung

auf, die man nicht wegkriegt und nur mit den sphärischen Abberationen 4ter Ordnung so gut es geht minimieren kann.

Hier noch ein interessante Link:
Ist von Roland Christen (von Astro-Physics und die bauen ja bekanntlich gute Teleskope)
http://www.csun.edu/~rprovin/roland/startest2.html
Hier diskutiert er komplexe optische System am Beispiel eines 10Zoll F/14 Maks:

"As an example, I have recently finished exhaustive tests of different
10" F14 Mak-Cass systems, some with these inherent aberrations left
in, some with them meticulously removed. All the optics tested
between 1/10 and 1/12 wave with Strehl ratios of 98% or better. The
system with the uncorrected or pure Maksutov curves had the central
hole of the donut break out 4 times farther on one side of focus than
the other. It would be judged by the Suiter star test method as being
maybe barely 1/4 wave, if that. The hand aspherized version, which
was no better on the interferometer and had similar Strehl ratio,
showed a donut breakout approximately at the same point on either
side of focus - in other words textbook perfect. At focus, both
scopes showed a tight central Airy disc with a faint first
diffraction ring. At focus, it was impossible to tell them apart. The
ratio of brightness of the Airy disc and first diffraction ring was
essentially identical. Both scopes showed the same high contrast on
Jupiter and Saturn. Both scopes could split doubles with equal
precision."


Ich glaub für uns Nutzer ist wichtig, dass die Optik gut sein kann, aber im Sternentest nicht umbedingt wie im Textbuch aussehen muss, speziell wie ein perfekter APO (Vergleich Suiter)

"The dilemma for manufacturers then is, should we do our best to
produce smooth high contrast optics, or should we please the star
test crowd and do some hand aspherizing to get a more pleasing
out-of-focus star image?
"

Ich seh dass so:
  • Teste doch mal wie gut dein OMC-140 Doppelsterne auflösen kann. Dann bekommst du ein Gefühl wie gut die Optik in der Praxis ist.
  • Hast du schon deinen Mak in Isolierung eingepackt? Ich sehe bei mir keine solchen thermischen Turbulenzen im Tubus, auch wenn ich das Teil nur ne halbe Stunde draußen hab. Isolierung macht echt den Unterschied!
  • Ich würd mich persönlich nicht allzusehr mehr mit den Sterntests befassen sondern mal den Mak im "Einsatz" (was auch immer du damir vor hast) testen. Wenn er das liefert, was du möchtest, dann ist doch alles gut. Wenn nicht, muss man schauen, woran es liegen kann... und ob man es selber verbessern kann.
-Alex
 
Auffällig ist dabei die Helle Zone am Rand
Hallo Martin

Vermutlich ist das Bild mit dem hellen Außenrand extrafokal und das Bild mit dem hellen Innenrand intrafokal?
Dann ist der Mak überkorrigiert.
Einen Astigmatismus meine ich auch zu sehen die Bilder erscheinen Eiförmig.
Wie groß diese Fehler sind kann dir nur ein interferometrischer Test sagen.

Durch die relativ große Obstruktion und das thermische Verhalten, sollte so ein MC nahezu perfekt korrigiert sein, da man sonst deutlich unter die Beugungsgrenze fällt.

Fotografisch wird das nicht so schlimm sein, visuell wird der Kontrast schnell einbrechen bzw. du wirst nicht so hoch vergrößern können.

Gruß
CS
 
Könnte auch eine ausbalancierte sphärische Aberration höherer Ordnung sein, gerade bei Gregory Maks eigentlich Systembedingt.
Sähe dann so aus

LG
Olli
Das stimm ich zu, genau das würd ich auch sagen, daher mein Link oben vormittags zum respektiven Kapitel auf telescope-optics.net
Ist eben wie gesagt (Olli und ich oben) systembedingt und wird manchmal mit anderen optischen "Fehlern" verwechselt.

@Quanten hat natürlich recht, genau würd es dir ein interferometrischer Test sagen. Aber wie auch Roland Christen in meinem Zitat oben sagt, ein händisch nachkorrigierter Spiegel sieht vielleicht im Stern-Test besser aus, aber nicht am Interferometer. Und in der Praxis ist er dann um nix besser.

CS
Alex
 
Hallo Olli

Guter Hinweis, in der Tat nimmt der Gregory im Sterntest eine Sonderstellung ein, so wie es bei Telescope optics beschrieben wird.
Daher ist es eher schwierig die Qualität anhand des Sterntest fest zu machen zu wollen.

Gruß
CS
 
Hier geht's auch um die Nachteile eines Gregory Design ;)


VG Frank
 
Ich möcht aber doch noch, wie auch im Link von Frank beschrieben wird, den Unterschied zwischen einem rein sphärischen Gregory Mak und dem OMC-140 (wie auch den Mak von Astro-Physics) mit einem elliptischen Hauptspiegel hervorheben!
Ich glaub wir würden alle zustimmen dass ein AP Mak sicher nicht schlecht ist. Auch find ich den OMC-140 optisch sehr gut und um einiges besser als die Standard Maks chinesischer Herstellung (hatte schon einen SW 127 und SW 180 Mak).
Man muss halt beim OMC-140 mit seinen Eigenheiten leben, aber wenn das Ding gut gekühlt/isoliert, gut justiert zum Einsatz kommt ist er um einiges besser als viele Maks die ich kenne. Auch rein visuell.

CN
Alex
 
Hi,

Bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen eure ganzen Infos durchzulesen mit Zeit und die Sache eindeutig verstehen zu können.
Bin aber bei meiner knappen Zeit schon dazu gekommen ein par Doppelsterne von meiner begrenzten Sicht Monokular zu probieren.
Leider fehlte es mir auch an idealen Targets nach Westen aus bei mir und Seeing war auch nicht so einfach wenn der Nachbar unten die Balkontür aufmachte mit aufsteigender Warmluft um mich oben zu räuchern mit seiner Kippe, oder die Nachbarin gegenüber auch mal Fenster aufgemacht hatte und hups wars dann weg das Seeing, cosas de la vida.
Und hatte dazu noch aufkommende Bewölkung gestern Spätabend mit Regen für den nächsten Tag...

Gut zum Resumieren habe ich es nicht geschafft visuell 0º 0' 1.8" bis 0º 0' 2.5" zu trennen, was mich schon schwer wunderte da ich ohne weiteres 0º 0' 3.5" bestens trennen konnte mit noch ordentlich Luft dazwischen für einiges mehr für ein 2.5" Pärchen und einen Tick besser.
Liegt auch daran wo ich in welche Richtung anpeile, aka aufsteigende Warmluft.
Werde da noch insistieren müssen, mal sehen da gerade unerwartet der Himmel aufgegangen ist nach dem Regen heute, normalerweise sollten die Konditionen schon gut sein.
Einsetzten konnte ich nur Sinvoll mein Baader Classic Ortho 18mm, das mir schon sehr gut gefiel auf dem Teleskop :)

Nur wie schon der angesprochene Kontrast beim Jupi hat mich so ziemlich entgeistert gegenüber dem 4" f11 ED, na gut kennt man ja schon den Refraktor Kontrast. Der Mond, nah nicht so übel pi mal Auge. Alles braucht seine Zeit und den passenden Ort/Moment...


Bit by bit mit Geduld wird das schon noch was.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin

Bei mir ist gerade grausames Seeing durch die kalte Polarluft.
Die Sterne flackern bis in den Zenit hoch und Mars ist eine konturlose orange Scheibe.
Auf Jupiter sind nur die beiden Hauptwolkenbänder und der GRF zu sehen.
Stellt man einen Stern unscharf sieht man die Streifen vom Jetstream durchsausen.

Das testen mit Doppelsternen kannst du grundsätzlich vergessen.
Damit testest du nur das Auflösungsvermögen der Optik, welches stark vom Seeing und vom Tubusseeing abhängig ist, aber nicht den Kontrast.
Wie gesagt, den Gesamtkontrast kann man nur mit einem Interferometer ermitteln und der Sterntest ist durch die evtl. Sphärische Aberration höherer Ordnung auch nicht wirklich aussagekräftig.
Indikatoren für eine gute Optik sind eher die Vergrößerungsfähigkeit, also wenn das Bild bei Austrittspupillen von 0.8-0.7mm immer noch ansehnliche kontrastreiche und scharfe Bilder liefert.
Auch sollte der Fokus mit einem scharfen Bild einschnappen, bzw. er sollte nicht schwammig sein bei denn APs von 0.8-0.7mm.
Aber auch hier ist das Ergebnis stark vom Seeing und vom Tubusseeing abhängig.
140mm ist ja eine relativ kleine Öffnung, da sollte man eigentlich leicht auf 180-200x vergrößern können.

Das Problem wird sein, dass Jupiter schon gegen Westen sich neigt und schnell in tiefere Atmosphärenschichten herumhängt.
Denn müsstest du also schon vor der Dämmerung aufsuchen, jedoch wird dann dein MC noch nicht ausgekühlt sein.
Und Mars ist schon relativ klein geworden mit weniger als 10" Bogensekunden und ist nun eher was für größere Öffnungen.
Bleibt noch der Mond, für denn man aber früh aufstehen muss.
Solange wir aber die kalte Luft haben, wird auch das Seeing eher schlecht sein zum testen.

Gruß
CS
 
Hallo Martin,

Die Idee mit dem Kontrast-testen bei AP 0.8-0.7 mm ist durchaus nicht schlecht.
Das testen mit Doppelsternen kannst du grundsätzlich vergessen.
Dem stimm ich aber nicht zu, denn ich bin mir sicher dass manche Beobachter auch an dem praktischen Auflösungsvermögen der Optik interessiert sind.
Auch stimmt diese Aussage nicht ganz:
den Gesamtkontrast kann man nur mit einem Interferometer ermitteln
Du kannst auch, wenn du den Kontrast einer Optik messen möchtest, dir die modulation transfer function (MFT) anschauen und die sogar relativ einfach mit:
messen.
Dazu braucht du keinen teuren Interferometer Test. Das Verhalten (die Form) der MFT wird oft als "Kontrast" des Teleskops bezeichnet, wobei da der perfekte APO den besten Kontrast hat.

Hier noch ein endlos langer Artikel, wo wir das schon mal diskutiert haben:
https://stargazerslounge.com/topic/371424-mtf-of-a-telescope/

Bin schon auf deine Einschätzung im Praxisgebrauch des OMC-140 gespannt.
Beste Grüße,
Alex
 
Dem stimm ich aber nicht zu, denn ich bin mir sicher dass manche Beobachter auch an dem praktischen Auflösungsvermögen der Optik interessiert sind.
Diese hängt aber nicht wirklich von der Teleskopqualität ab, sondern nur von der Öffnung
Selbst ein Teleskop mit Strehl 0,6 hat keine Beeinträchtigung der Auflösungsfähigkeit, ausschließlich der Kontrast leidet. Die Trennung eines Doppelsterns vermag also weder Teleskopqualität noch Kontrastübertragung anzuzeigen, sondern ist quasi nur die Bestätigung, dass das Scope den Durchmesser hat der dran steht.
Beugungsgrenze3.jpg


LG
Olli
 
Diese hängt aber nicbt wirklich von der Teleskopqualität ab, sindern nur von der Öffnung
Selbst ein Teleskop mit Strehl 0,6 hat keine beeinträchtigung der Auflösungsfähigkeit, ausschließlich der Kontrast leidet. Die Trennung eines Doppelsterns vermag beides aber nicht anzuzeigen, sondern ist quasi nur die Bestätigung, dasa das Scipe den Durchmesser hat der dran steht.
Da hast du schon recht @olli.mit.zwei.l , aber ich glaub wir reden etwas aneinander vorbei und es ist wohl die Frage was man unter "Teleskopqualität" versteht. In meinem Fall ist das mindestens:
  1. Der Kontrast, oder besser, wie die MFT aussieht
  2. Der eigentliche (nicht theoretische) Strehl Wert
  3. Das tatsächliche Auflösungsvermögen und damit eben die tatsächliche Öffnung optisch wirkende Öffnung
  4. Qualität der optischen Bauteile (wie gut ist der Spiegel, die Linse, im Vergleich zum theoretisch Möglichen)
  5. Mechanische Bauqualität: funktioniert der Fokuser ohne Spiegel-shifting oder Kippen, sind die Spiegel verkippt im Strahlengang engebaut usw.
Am Beispiel des SW 180 Mak , wo das Gerät eine tatsächlich abbildende Öffnung von nur 170 mm hat, anstelle von den 180 mm, die draufstehen, ist das zwar ein kleiner, aber existierender Unterschied. Wenn dann der Beobachter noch einen 2 Zoll Zenitspiegel und einen Bino dranhängt, dann reduziert sich die Öffnung noch weiter....

Aber eben, wenn wir vom Strehl und der MFT (dem Kontrast) als Qualitätsmerkmal reden, dann hast du @olli.mit.zwei.l und @Quanten schon recht.

Nette Darstellung @olli.mit.zwei.l, hast du die grad gemacht. Wenn ja, mit welchem Programm?

LG
Alex
 
Punkt 3 kann man durch saubere Projektion ermitteln, Punkt 5 kann man selbst anpassen. Soweit meine persönliche Einstellung zu diesen Dingen.

Zu Punkt 1 und 2 würde ich zur ersten Einschätzung ein Ronchisterntest in Kombination mit einem normalen Sterntest (weil Ronchi blind für Asti ist) machen. (Bei Refraktoren mit Grünfilter), das gibt sehr gute Auskunft über den Qualitätsbereich, in dem man sich befindet.
Punkt 4 ergibt sich daraus.
Ist der Sterntest rund und nicht dreieckig oder Oval oder mit sonstigen nicht-rotationssymmetrischen Verzerrungen und sind die Linien im Ronchi schön gerade, ist jede weitergehende Messung nur noch von akademischer Bedeutung, denn sehr wahrscheinlich liegt man dann bei Strehl deutlich über 90 und alles was man an Kontrast boosten kann, betrifft nur noch Streulichtkontrolle, also die Schwärzung.
Den Strehlwertvergleich stammt aus CN, den schlepp ich seit Äonen in meinem Astroordner mit mir rum, dazu gehörte noch eine zweite Grafik mit verschiedenen Obstruktionen. Ich glaub das wurde mit dem Aberrator oder mit Oslo generiert, weiß ich gar nicht mehr genau.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Alex

Mit dem MTF-Mapper kenne ich mich nicht aus.
Wäre aber interessant einmal herauszufinden wie weit die Ergebnisse zu einer Interferometrischen Messung auseinander liegen.
Beides geht nur über Auswertungsprogramme jedoch mit unterschiedlichen Messmethoden.
Strehl und MTF sind schon sehr aussagekräftig, dass sehe ich auch so, wobei ich der Interferometrisch ermittelten MTF erst mal mehr vertrauen würde.
Ich weiß gerade nicht wer überhaupt noch messen tut und was das kostet?
Allzuteuer ist so ein einfacher Test aber auch nicht.
Etwas um 100€ hat dass als gekostet.

Gruß
CS
 
Zu Punkt 1 und 2 würde ich zur ersten Einschätzung ein Ronchisterntest in Kombination mit einem normalen Sterntest (weil Ronchi blind für Asti ist) machen. (Bei Refraktoren mit Grünfilter), das gibt sehr gute Auskunft über den Qualitätsbereich, in dem man sich befindet.
Hallo Olli

Beim Ronchitest auf dem Acker unterliegt man aber wie beim Sterntest dem Seeing und wie sich dabei die sphärische Aberration höherer Ordnung bemerkbar macht weiß ich auch nicht. Meiner Meinung nach führt auch das nur wieder zur Schätzologie.

Der beste Booster ist meiner Erfahrung nach eine gut justierte Optik und eine schnelle Temperaturanpassung.

LG
 
Um das Seeing auszumitteln empfiehlt sich eine kurze Belichtung von 8-10 Sekunden, ein Handy reicht dafür völlig. Aber komplett Banane sollte das Seeing natürlich nicht sein.
Das Ronchi zeigt einfache SA durch einfache Krümmung, höhere Ordnung durch entsprechend S-förmige verbiegung der Linien. Im prinzip zeigt das Ronchi, wenn man nur einen Bildquadranten nimmt, von der mitte zum Rand hin in etwa die Form, die man im LSA Diagramm hätte. Im gesamten Ronchibild also einmal zur horizontalen und das ganze dann noch mal zur vertikalen gespiegelt, und auf der anderen Seite des Fokus das ganze nochmal invers.
Ergibt sich einfach daraus, dass das Ronchi von der Mitte zum Rand seiner Abbildung durch den dort abgebildeten Linienabstand anzeigt, wie weit das Beugungsgitter vom Fokus der entsprechemden Ringzone entfernt ist.

LG
Olli
 
Hallo,

als Nachtrag zum "Kontrast" des OMC 140 hab ich mal heute die theoretische MTF Kurve des OMC 140 berechnet und mit einem 100 mm als auch mit einem 140 mm APO verglichen:
MTF_OMC140.png


Die rote Kurve ist der OMC 140 und die anderen zwei die APOs. Dann hab ich noch drei horizontale Linien markiert, die MTF50, MTF20 und MTF10. Für Neuankömmlinge bei MTF Kurven ist die Abbildung so zu lesen. Die Y-Achse stellt den Transferwert des Kontrasts dar. 1 bedeutet der komplette reelle Kontrast wird im optischen System abgebildet, 0 bedeutet, diesen Kontrast sieht man nicht mehr, egal ob er real existiert. Die X-Achse sind die räumlichen Frequenzen, hier in 1/Bogensekunden. Bei X=1 sind wir bei einer Bodensekunde (was so ca ein sehr gutes Seeing wäre), weiter rechts sind wir dann bei noch feineren Details. Z.B. bei X=1.2 sind wir beim Dawes Limit von 0.83 Bogensekunden des OMC-140.

Wichtig sind aber die Stellen wo sich die MTF Kurve des OMC-140 mit den MTF50 und MTF20 Linien schneidet:
  • Die MTF50 Linie (wo der Kontrast bei einer bestimmten Frequenz nur noch zu 50% in der Optik abgebildet wird) markiert den visuell wahrgenommenen Kontrast. Wenn wir also schauen, wo die blaue und rote Linie die MTF50 Linie schneiden, sehen wir dass der visuell wahrgenommene Kontrast des OMC-140 theoretisch einem perfekten 100 mm APO entspricht, da beide Linien (die rote und die blaue) an der gleichen Stelle die MTF50 Kurve schneiden, ca bei X=0.4.
  • Zwischen den MTF20 und MTF10 Linien ist der Bereich wo man helle, kleine Punktquellen (Sterne und Doppelsterne) visuell auflösen kann, oder auch was photographisch möglich ist. Je nachdem wie gut die Kamera (wie wenig Rauschen (eng. Noise) die Kamera hat und wie klein die Pixel sind) ist man dann mehr bei der MTF10 oder eher bei der MTF20 Linie. Visuell ist es natürlich das allerseits bekannte Seeing, dass uns hier den Strich durch die Rechnung macht. Und man sieht schön, wie der OMC-140 in diesem Bereich einem 140 mm APO um nichts nachsteht.
  • Aber unterhalb von MTF10 photographisch zu arbeiten ist kaum möglich, da das Rauschen auch der besten Kameras dann zum Problem wird. Daher find ich den MTF10 Wert viel aussagekräftiger als das Dawes Limit (das ist echt hypotetisch). Das Rayleigh Limit (beim OMC-140 bei 0.99 Bogensekunden) passt meistens viel besser und kann gut für den Schnittpunkt zwischen MTF10 und den MTF Kurven genommen werden.
Aufgrund dieser Tatsachen hab ich den OMC-140 gewählt. Kleiner und leichter als ein 100 mm APO bei gleichem Kontrast und löst noch gut so ca 1 Bogensekunde auf (und bei mir ist das Seeing nur sehr sehr selten besser).

Vielleicht helfen diese Infos dem einen oder anderen. Spannend wäre eben auch mal die MTF (oder eigentlich die PSF) gemessen zu bekommen. Dann könnte man vergleichen, welche Auswirkungen die Kollimation und die optische Qualität haben. Ich hab schon mal die MTF von meinem alten SW 180 Mak gemessen und wenn ich mal mehr Zeit habe, dann mess ich auch mal die MTF von meinem OMC-140 und berichte hier.

VG
Alex
 
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