[Projekt: 21cm Wasserstoff-Linie]

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Eben da ist meine Unsicherheit: Ein typischer Aufbau ist HF-Signal, Filter, Detektor, Verstärker und ADC. Wenn der Verstärker einen Offset im DC Signal hat, dann sieht das wie HF-Ruherauschen vor dem Detektor aus. Irgendwas Offensichtliches verstehe ich nicht. Sind die Verstärker immer offsetfrei? Warum würde man dann einen Dicke-Switch brauchen?

Michael
 
@Micheal
Wenn der Verstärker einen DC Offset hat, dann wird er eben am Ausgang AC-gekoppelt, dann ist das Problem weg.
Ein Dicke Switch dient dazu, eine definierte Rauschleistung an den Eingang der Verstärkerkette zu legen, so dass man Schwankungen der Verstärkung erkennen und so eliminieren kann.

Wolfgang
 
Hallo alle,
nun habe ich es geschafft ob alles richtig ist frage ich euch? Da meine Gehirnzellen schon ein wenig eingerostet sind?
Ich beziehe mich auf die Datei Teil 2 _3m Radioteleskop Astropeiler_ Stockert_---- PDF

Die Berechnung der Systemtemperatur meines Radioteleskops Fuba 136 cm F/D 0,37 auf 1420 MHz

Angewendet auf mein Teleskop ergab dies S_hot = 8000 und S_cold = (in relativen Einheiten) mit
300 K Umgebungstemperatur und 10 K für “cold”. Y beträgt dann 1,66 und damit ist die
Systemtemperatur 429 K. Dies gilt für eine Elevation von 48°, dies ist die Position des
Himmelspols auf meinem Breitengrad.

Rechnung: Danke für die Hilfe an Michael_Haardt

T_sys = (T_hot - Y * T_cold) / (Y-1) = (300 - 1.66*10) / (1.66-1)

T_sys = (8000-1,66*4800) / (1,66-1) = (300-1,66*10) / (1,66-1) = 429 K

Das ist nicht besonders gut deshalb habe ich mich schlau gemacht wie die Temperatur der Milchstraße im Sternbild Adler ist. Dabei komme ich auf 3000 bis 9000 K. Also müsste es auch für mein provisorisches Teleskop möglich sein die Wasserstofflinie nachzuweisen. Die Bilder zeigen die Situation bei mir im Garten. Teleskop, Karte im Adler mit Beam 11° und zwei Mal ein Diagramm meiner Versuche die Milchstraße aufzunehmen. Eines am 21.02.20 und eines mit weniger Verstärkung am 13.03.20
Das war eigentlich die Vorbereitung für die Systemtemperatur bei unserem 3 m Teleskop auf der Sternwarte. Das kann ich mir nun wegen dem Coronavirus abschminken. Wir haben seit Heute eine Ausgangsbeschränkung und ein Versammlungsverbot das ist gleichbedeutend mit einer NICHTNUTZUNG des Sternwartegeländes.
Liebe Grüße aus dem Osten und bleibt oder werdet alle Gesund
Fritz
 

Anhänge

  • Antenne mit der Gulaschdose.jpg
    Antenne mit der Gulaschdose.jpg
    185,2 KB · Aufrufe: 356
  • Beam  11grad.jpg
    Beam 11grad.jpg
    51,7 KB · Aufrufe: 324
  • 21-02-2020-7h20 UTC.jpg
    21-02-2020-7h20 UTC.jpg
    76,2 KB · Aufrufe: 291
  • 13-03-2020- 6h00.jpg
    13-03-2020- 6h00.jpg
    83,2 KB · Aufrufe: 323
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Fritz,
Die Rechnung ist korrekt. Einzig T_hot ist wahrscheinlich noch keine 300 K, es sei denn bei Euch ist schon der volle Frühling angekommen. Vielleicht sind es eher irgendwas zwischen 280 und 290 K. Aber das macht nur einen kleinen Unterschied. Ja, die rund 420 K sind nicht gerade rekordverdächtig. Was vielleicht vergleichbar ist, ist unser 120 cm Spiegel, da haben wir 250 K Systemtemperatur. Aber wenn es Dich beruhigt: Ich habe neulich mal die Systemtemperatur bei einem der fernsteuerbaren 2,3m Spiegeln in Onsala nachgemessen, der hatte auch über 400 K.
Was nun die Möglichkeit der Beobachtung angeht, so ist es auch bei T_sys von 429 K gar nicht so schlecht: Nehmen wir mal an Du würdest mit einer Auflösung von 2 kHz und einer Integrationsdauer von 20 sec messen, dann hättest Du ein rms-Rauschen in Deinem Spektrum von gut 2 K. Die Wasserstoff-Emission liegt an den hellsten Stellen so bei 100 K Helligkeitstemperatur. Anzumerken ist allerdings dass durch den breiten Beam des kleinen Spiegels dann immer auch "dunklere" Stellen mit drin sind, so dass man vielleicht so auf 40-60 K kommt. Auch damit würdest Du also ein sehr ordentliches Signal/Rauschverhältnis bekommen.
Was die 9000 K in der galaktischen Ebene angeht, so kann ich mir keinen Reim drauf machen. Da kann irgendwas nicht stimmen. Kannst Du mal sagen, wo Du das gefunden hast?
Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
danke mal wieder für deine tolle Antwort. Die 9000 K hab ich aus einem Programm "Radio Eyes". Da kann man einen Hintergrund für 1420 MHz ( 1d4GHz_Bonn ). Mit dem Kursor kann man dann unten die Temperatur in K/1000 ablesen.
Das /1000 hab ich wohl übersehen und ergibt aber auch nicht die von dir genannten 100 K.
Was ich nicht verstehe ist meine Systemtemperatur von 429 K. Das bedeutet doch das mein System ein Rauschen von 429 K erzeugt. Wie kann ich dann in der Milchstraße 100 K messen??? Da hab ich ein Brett vorm Kopf. Und entschuldige bitte meine blöden Fragen herzliche Grüße Fritz
 
Ich bin nicht Wolfgang, aber die Sache ist vergleichbar mit der Astrofotografie und ehrlich gesagt ist die Modellierung verständlicher als in der Astrofotografie. Da steigt das ideale SNR mit der Wurzel der Belichtungszeit und niemand berücksichtigt die Bandbreite, die aber für reale Aufnahmen relevant ist. Kurz: Du kannst Objekte aufnehmen, deren Intensität deutlich unter Deinem Ausleserauschen liegt, weil Du das Ausleserauschen wegmitteln kannst, wenn Du genug Bilder machst.

Ein Radiometer kann man ähnlich wie ein Pixel einer Kamera betrachten. Ohne griechische Buchstaben:

Standardabweichung = T_sys / sqrt(Bandbreite * Integrationszeit)

Für schwache Signale brauchst Du wenig Standardabweichung, um das Signal erkennen zu können.

Die Bandbreite ist Hz, also der Kehrwert von Zeit, mal die Zeit fällt die Einheit weg und damit bekommst Du die Standardabweichung in der Einheit von T_sys, also Kelvin.

Viel T_sys im Zähler ist nicht ideal, treibt aber nur die Anforderungen an den Nenner hoch, wenn man wenig Standardabweichung haben will.

Viel Bandbreite ist hilfreich, weil man damit mehr Signal bekommt. Wie in der Astrofotografie: Enge Filter kosten Licht und brauchen mehr Belichtungszeit. Leider braucht man manchmal Filter, aber die sollten nur so knapp wie nötig sein.

Die Zeit geht wie in der Astrofotografie als Wurzel im Nenner ein.

Die Wurzel setzt realistisch Grenzen, was noch geht, ohne die Belichtungszeit ins Endlose zu treiben. Das ist dann der Punkt, wo man doch lieber schaut, T_sys zu senken.

Konkret die Rechnung von Wolfgang (2 kHz = 2000 Hz, 20 s Zeit):

429 / sqrt(2000 * 20) = 2,1 K Standardabweichung.

Radioastronomie und optische Astronomie sind nicht völlig verschiedene Welten.

Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Fritz,
jetzt wollte ich gerade zu einer Antwort ansetzen, und in dem Moment hat Michael das sehr schön erklärt :).
Deshalb nur noch zu dem zweiten Thema: Ich kenne Radio-Eyes nicht näher weil ich es nie benutzt habe. Aber ich denke ich weiss was hier das Thema ist.
Die Daten die Radio Eyes verwendet sind offensichtlich die Daten von dem Kontinuumssurvey von Reich et. al. Dieser Survey wurde übrigens mit "unserem" Teleskop gemacht, bevor es "unseres" wurde. Der Südhimmel wurde mit dem Teleskop in Villa Elisa (Argentinien) gemacht. Hierbei handelt es sich aber *nicht* um die Emission des Wasserstoffs, sondern um die Kontinuumsstrahlung. Das ist ein wichtiger Unterschied: Beim Wasserstoff geht es um die Strahlung, die von den interstellaren Wasserstoffwolken ausgehen und die durch einen Spin-Übergang des Wasserstoffatoms entsteht. Dieses ist eine spektral enge Linie von typischerweise einigen 100 kHz Breite. Die Kontinuumsstrahlung hingegen geht von bewegten Ladungsträgern aus, die z.B. durch Magnetfelder beeinflusst werden. Diese Strahlung entsteht in Objekten wie Supernova-Überresten oder Sternentstehungsgebieten, aber auch als schwächere Strahlung insgesamt in der gelaktischen Ebene. Diese Strahlung ist sehr breitbandig und nicht nur auf 1420 MHz begrenzt. So gibt es z.B. Surveys auch bei 408 MHz (Haslam et. al.). Die beiden Prozesse, nämlich Kontinuumsstrahlung und Strahlung des Wasserstoffs sind physikalisch vollkommen unterschiedliche Prozesse und gehen von unterschiedlichen Quellen aus. Die Verwirrung kommt daher, dass eben in beiden Fällen von "1420 MHz" die Rede ist. Das hat aber ausschließlich praktische Gründe: Wenn ich schon einen Empfänger habe, der den Wasserstoff "sehen" kann, dann kann ich auch ein kleines bisschen neben der Wasserstofflinie sehen und habe dann die Kontinuumsstrahlung.
Dann noch ein Wort zu den angegebenen Temperaturen. Diese ist eigentlich sinnlos, wenn man nicht gleichzeitig dazu sagt, mit welcher Auflösung das gemacht wurde. Das liegt daran, dass in der Regel die beobachtete Region die im Beam des Teleskops liegt, nicht gleichförmig ist. Dadurch hängt die beobachtete Temperatur von der Auflösung des Teleskops ab. Ein gutes Beispiel dafür ist die Sonne und ein 3-m Spiegel: Die Sonne hat eine Oberflächentemperatur von ca. 6000 K und ist in grober Näherung ein Schwarzkörperstrahler (im Falle der ruhigen Sonne). Sie hat aber nur einen Durchmesser von einem halben Grad. Wenn ich nun mit einem Teleskop mit 5° Beambreite draufhalte, dann sehen ich die Sonne und daneben viel kalten Himmmel. Dann habe ich eben eine Antennentemperatur, die sehr viel kleiner ist. Wenn ich hingegen mit unserem 25-m Spiegel auf die Sonne sehe, dann passen Durchmesser und Öffnungswinkel zusammen. Holla, dann geht aber die Post ab (d.h. der Empfänger ist fürchterlich in der Sättigung).
Die Beobachtung der Kontinuumsstrahlung mit einem 3-m Spiegel bei 1420 MHz ist übrigens sehr viel anspruchsvoller als die Beobachtung der Wassestoff-Strahlung bei 1420 MHz. Also rate ich immer dazu, mit dem Wasserstoff anzufangen. Was es bedeutet, Kontinuumsbeobachtungen zu machen, steht auch in unserem Papier zum 3-m Spiegel.
Gruß
Wolfgang
 
Hallo in die Runde,

Ihr seid da schon einen, wenn nicht zwei Schritte weiter als ich, aber ich bin in der Zwischenzeit auch nicht untätig gewesen. Mittlerweile habe ich für den 21cm-Empfangsteil eine motorisch angetriebene, azimutale Gabelmontierung aus Resten gebaut. (Schön, wenn man über einen umfangreichen Fundus verfügt, "mein Weibchen" sieht das etwas anders ;)).
Ich habe mal mit einem alten Handy versucht ein kleines Video zu drehen. Die Qualität ist unter aller S.., aber so hält sich die Größe in Grenzen. Es liegt jetzt auf meinem Webspace und ich kann es als Stream mit VLC öffnen, der I-Explorer meckert allerdings eine "ungültige Quelle" an. Trotzdem stelle ich den Link mal hier rein, vielleicht klappt es ja:
https://skyviewer.de/radioastronomie/21cm/move.mp4
Leider lässt mich DHL immer noch mit dem SMA-Winkeladapter hängen, obwohl der schon lange hätte geliefert sein sollen. Dann werde ich wohl als nächstes die ersten Tests mit dem Kabel zwischen Antenne und LNA machen.
Noch mal zum "Ofenrohr": Dieses hat ja einen Öffnungswinkel wie ein Scheunentor. Nun habe ich die Höhe der Gabelmontierung absichtlich üppig dimensioniert, damit habe ich die Möglichkeit den Empfangsteil weiter nach hinten zu verschieben und so das Gleichgewicht zu halten, wenn ich vorne noch was davor montiere. Im Netz habe ich Öffnungsdiagramme zu Horn-Antennen gefunden die besagen, dass der -10dB-Öffnungswinkekel bei +/-30° landen würde, wenn ich vor die Ofenrohr-Öffnung ein Horn mit 45cm Öffnungsdurchmesser installierte, das hielte ich als Leichtbau bei mir für machbar.
@ Wolfgang:
Hätte ich dann mit +/- 30° (-10db) eine Chance, die Dopplerverschiebungen durch die Milchstraßenarme nachzuweisen?

Mittlerweile ist mir auch eine Sat-Schüssel "über die Füße gerollt", da kündigen sich also weitere Aktivitäten an. Allerdings hat das 21cm-Projektchen erst mal Vorrang.

Soweit mein Bericht für heute. Ich hoffe Ihr könnt das Video ansehen.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Hallo Reinhard,

ich bin da kein bisschen weiter, im Gegenteil. Ich habe mich nur schon viel mit der Analyse von Kamerasensoren beschäftigt und darum fiel mir, als ich es las, die Analogie zum Radiometer direkt auf. Es gibt einige Analogien der Art.

Deine Montierung ist cool und das Video tut's nach Runterladen einwandfrei. Meine Montierung ist leider nur eine nicht präsentable oder gar funktionable Baustelle. Die Elektronik sieht nicht besser aus, aber ich arbeite dran, weil ich ein paar Tage Urlaub habe.

Michael
 
Hallo Wolfgang und Michael,
Das Video funkt bei mit gleich nach dem Anklicken eine schöne Bastelarbeit finde ich Super.
Danke für die Aufklärung habe mir nicht vorgestellt das Bandbreite und Integration so viel ausmachen. Ja muss aber wohl weil ich sonst die 21 cm Linie nicht nachweisen könnte. Übrigens habe ich bei meiner Kalt-Heiß- Messung 60 MHz -3db Bandbreite verwendet und eine Integrationszeit von 20 sec. Alles Linear. Wolfgang, Danke auch für die Aufklärung über die Kontinuumsstrahlung in der Galaktischen Ebene. Das ist dann der Teil bei meiner Aufnahme wo sich über die ganze Frequenz das Rauschen um ein db anhebt. Es kommen also Wärmestrahlung und Kontinuumsstrahlung gleichzeitig in meiner Antenne an. Das ist mir auch neu. Noch mal herzlichen Dank. Ich lerne jeden Tag was neues dazu das ist gigantisch. Michael, Ich habe es mal versucht mit dem Ofenrohr alleine die Wasserstofflinie nachzuweisen es ist sehr schwierig und du brauchst unbedingt einen großen Himmel ohne Haus oder Baum und Sträucher und dann ist es trotzdem nur mit sehr langen Integrationszeiten immer noch schwierig. Herzliche Grüße Fritz
noch der Link zu meiner Aufnahme wo der Rauschpegel über die ganze Frequenz einige Male bis zu einem db ansteigt
Integrationszeit war 5 Minuten. Wasserstoff136cm
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo in die Runde,
@Reinhard: Das Video konnte ich auch ansehen, vielen Dank. Auf den Winkeladapter brauchst Du nicht zu warten, es war nur ein Hinweis auf eine Optimierung. Der Unterschied zu dem Kabel ist nicht so groß, dass es über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Was Du bei 30° Öffnungswinkel sehen solltest, ist die Veränderung der Dopplerverschiebung entlang der galaktischen Ebene. Ob es für eine quantitative Auswertung ausreicht, kann ich nicht defintiv sagen. Aber man wird ja sehen, was herauskommt.
@Fritz: Ich bin ja immer der, der so schöne Signale zerredet :-(. Und hier schon wieder: Das "Pumpen" was man in Deinem Video sieht, kann leider kein Kontinuumssignal sein. Dafür ist es viel zu stark. Meistens sind solche Effekte durch Einstrahlung von out of band Signalen verursacht, die den Rauschpegel des LNA anheben. Die Kontinuumsstrahlung ergibt leider nur deutlich filigranere Effekte. Beispiele findest Du in dem Bericht zu unserem 3-m Spiegel.
Viele Grüße
Wolfgang
 
@Wolfgang
Ja das ist Super nur so kann ich was lernen. Ich hab ja 0 Ahnung was die Interpretation meiner Daten betrifft und überhaupt keine Erfahrung auf dem Gebiet. Also nimm dir bitte kein Blatt vor den Mund. Ich habe mit der gleichen Einstellung also Bandbreite 60 MHz und 20 sec Integration. Bei 1420 MHz und einem Öffnungswinkel von 11° einen Meridiantransit gemacht dazu ist mein Komentar nur die Temperaturänderung von 0°C bis 15°C um 7h30 bis 9h00 Sonnebaufgang. Slles Andere sind mit spanische Dörfer. Morgen mach ich das gleiche noch einmal.
 

Anhänge

  • 15 bis 16-03-2020 auf 1420 MHz bei 60 MHz Bandbreite und 20 sec Integration.jpg
    15 bis 16-03-2020 auf 1420 MHz bei 60 MHz Bandbreite und 20 sec Integration.jpg
    240,7 KB · Aufrufe: 187
Ok, danke für die Information.
Kontinuumsquellen bei 1420 MHz mit eine 1,3-m Spiegel ist schon eine Herausforderung. Ich bin nicht sicher, ob das gelingen kann. Die besten Chancen hat man meines Erachtens, wenn der Spiegel so steht dass der Cygnus-Komplex durchäuft oder eine Stelle mit niedriger (< 40°) galaktischer Länge. Da müsstest Du mal sehen, ob das von den Einstellmöglichkeiten deines Spiegels passt.
Wolfgang
 
Danke für deinen Nachricht
Ja, das bestätigt meine Erfahrung habe schon öfter versucht die Kontiniumstrahlung auf 1420 MHz aufzunehmen. Ist mir eigentlich nie gelungen. Die Aufnahme 2 Tage später zeigt ein ähnliches Bild. Inzwischen glaube ich das es sich bei den Kurven um Temperaturschwankungen des LNA handelt. Wird es in der Nacht kalt steigt das Signal an nach Sonnenaufgang geht das Signal wieder zurück. Eine Erfahrung die ich jedes mal mache.
Auf 11GHz habe ich einen Temperaturstabilisierten LNC. Damit habe ich ebenfalls einen Meridiantransit gemacht.
Zweites und drittes Bild. Leider auch nicht sehr leicht zu interpretieren. Das Signal in der Mitte sehe ich als Störung die aber am nächsten Tag auch genau so ausschaut. Öffnungswinkel ist 1,5° In den nächsten Tagen wenn es das Wetter zulässt werde ich das ganze noch mal auf 4 GHz machen. Leider kann ich mit der Antenne nicht weiter nach unten weil da ein Haus dazwischen ist. Die Antenne ist ja nur zum Testen vor meinem Fenster aufgestellt. Danke noch mal für deine Mühe und viele Grüße aus Österreich.
 

Anhänge

  • 1420Transit17bis18.jpg
    1420Transit17bis18.jpg
    101,1 KB · Aufrufe: 310
  • Milchstraße 11 GHz-Klin.jpg
    Milchstraße 11 GHz-Klin.jpg
    154,1 KB · Aufrufe: 321
  • 11 GHzLNC.jpg
    11 GHzLNC.jpg
    141,2 KB · Aufrufe: 337
Hallo,
nun habe ich den Pasperry Pi mit der Software Spectrometer_II vom Astropeiler in Betrieb genommen. Es war für einen blutigen Linux Anfänger nicht leicht aber es hat doch geklappt. Mein Problem war die richtigen Befehle zu finden um die Config-Datei zu Bearbeiten. Aber für den Programmstart habe ich am längsten gebraucht. Natürlich habe ich dann ausgiebig getestet und einige Spektren aufgezeichnet. Heute ist die Milchstraße im Sternbild Orion an meiner 1,36 m Parabolantenne mit der Gulaschdose vorbeigezogen und ich habe 14 Spektren Aufgezeichnet. Zwei davon habe ich angehängt. Der Öffnungswinkel der Antenne ist auf 1420 MHz 11° und die Systemrauschzahl 395 . Nicht gerade überragend aber die Wasserstofflinie ist trotzdem super zu erkennen. Ein großer DANK gebührt dem Wolfgang für die großzügige Unterstützung und Mühe die er sich für uns gemacht hat. Ich hoffe das auch noch ein paar Kollegen aus der Gruppe sich mit der SW anfreunden und wir uns austauschen können. Liebe Grüße und werdet oder bleibt Gesund.
Fritz
 

Anhänge

  • Plot_6.png
    Plot_6.png
    43,6 KB · Aufrufe: 298
  • Plot_14.png
    Plot_14.png
    39,9 KB · Aufrufe: 310
Hallo Fritz,
schön dass das so gut funktioniert. Man sieht, was man mit einer kleinen Schüssel Schönes machen kann.
Wolfgang
 
Hallo in die Runde,

das sind ja schon tolle Ergebnisse hier im Thread, ich hoffe ich kann bald daran anknüpfen. Auch der Raspberry pi 4 liegt schon hier, ich muss aber noch Netzteil und Hdmi-Kabel bestellen, da sich die Anschlüsse geändert haben.
Bei dem schönen Wetter fällt aber zunehmend Arbeit im Garten an und dann habe ich da noch ein Parallelprojekt, nämlich eine diy-Zeltsternwarte. Beim Regenwetter bin ich schneller voran gekommen ;-).

Viele Grüße aus dem Hotspot und bleibt gesund,
Reinhard
 
Hallo Fritz,
da kann ich nur sagen: Hut ab ! (y)(y)(y)
Letzte Woche erging es mit wie Reinhard: Garden is calling....der Feind der vielen "unerwünschten Wildkräuter" ist eine scharfe Hacke ;)...
Ich bleibe erst mal beim GRAVES-Projekt.
bleibt gesund.... LG Eberhard
 
Hallo Reinhard und Eberhard,
Bei uns hat es heute Geschneit der Spiegel ist mit einem cm Schnee bedeckt und trotzdem kommt die Wasserstofflinie noch immer sehr schön vom Rauschen heraus. Corona: Ich verlasse das Haus derzeit überhaupt nicht. Mein Garten ist vom letzten Jahr noch ein richtiger Naturgarten. Rasen 1m hoch usw. Ich hatte voriges Jahr eine schwere Lungenentzündung, Zucker, Übergewicht, Bluthochdruck und 76 Jahre auf dem Buckel. Also alles was gegen Corona spricht. Aber auch den Vorteil mich stört keiner bei meinem Hobby der Radioastronomie. Heute habe ich mich mit der Nachbearbeitung der Daten mit Class beschäftigt. Dabei wäre ich fast verzweifelt. Aber Wolfgang hat mich mal wieder aus meinem tief befreit. Danke Liebe Grüße aus dem Osten Fritz
 

Anhänge

  • Spiegel mit Schnee.jpg
    Spiegel mit Schnee.jpg
    144,8 KB · Aufrufe: 308
Hallo Alle,
heute früh hab ich mir die Milchstraßenarme im Adler angesehen. Erstaunlich was man mit so einem kleinen Spiegel aufzeichnen kann. Leider bin ich sehr eingeschränkt mit meinem Himmel. Die Antenne ist zwischen 2 Häusern aufgestellt und ein alter Apfelbaum ragt auch noch ein wenig in den Bereich der Antenne. Lieber Gruß
Fritz
 

Anhänge

  • Adler.JPG
    Adler.JPG
    41 KB · Aufrufe: 301
  • Plot_bearbok_57.jpg
    Plot_bearbok_57.jpg
    33,1 KB · Aufrufe: 317
Hallo Fritz,

Klasse !!! ... will auch !
Aber vor lauter klarem Wetter und nächtlicher Fotografie komme ich gar nicht zur Radioastronomie:

2020-03-23_C-2019-Y4_Atlas.jpg

... und dann ist da ja noch die Bastelei: https://skyviewer.de/tmp/hs-astro/Auf-Zu.mp4
(Jetzt habe ich mich geoutet, als alter Mann mit wenig Haare auf'm Kopp, aber langen!)
Sehr hilfreich und angenehm übrigens , so eine Zeltsternwarte :)

Aber ich kann mich trösten, das Wetter wird bestimmt mal wieder schlechter werden ;).

Viele Grüße in die Runde,
Reinhard aus'm Hotspot
 
Hallo Reinhard,
Da sind wir mit den Haaren und dem alten Mann auf der gleichen Ebene. Super und praktisch deine Sternwarte.o_O Hab ich auch aber aus Holz. Weil ein Zelt würde bei mir unter dem Schnee zusammenbrechen meine Astrofotografie war schon vor 15 Jahren auch noch Chemisch.:) Nun ist halt die Radioastronomie dran. Anbei noch die ganzen Bilder von Gestern in einer Animation. Grüße an Alle Fritz
 

Anhänge

  • Milchstraße.gif
    Milchstraße.gif
    290,2 KB · Aufrufe: 546
(y)(y)(y) ...Fritz: Aber ältere Herren mit wenich Haare aufm Kopp sollten um diese Uhrzeit schon längst im Bett liegen.....;)
LG Eberharrd
 
Hallo Fritz,

Klasse !!! ... will auch !
Aber vor lauter klarem Wetter und nächtlicher Fotografie komme ich gar nicht zur Radioastronomie:

Den Anhang 130917 betrachten
... und dann ist da ja noch die Bastelei: https://skyviewer.de/tmp/hs-astro/Auf-Zu.mp4
(Jetzt habe ich mich geoutet, als alter Mann mit wenig Haare auf'm Kopp, aber langen!)
Sehr hilfreich und angenehm übrigens , so eine Zeltsternwarte :)

Aber ich kann mich trösten, das Wetter wird bestimmt mal wieder schlechter werden ;).

Viele Grüße in die Runde,
Reinhard aus'm Hotspot
Sehr schönes Foto !!! Habe den Kometen gestern auch visuell beobachtet. Mit einem 12" Selbstbau Dobson.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben