[Projekt: 21cm Wasserstoff-Linie]

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Hallo Radioastronomen!
Gestern früh habe ich mein kleines Radioteleskop auf den unteren Teil des Sternbildes Adler gerichtet und alle 10 Minuten einen Scann auf der Frequenz des neutralen Wasserstoffs gemacht. Während sich die Erde dreht wandert die Milchstraße durch den Bereich meines Radioteleskops. Von diesen Aufzeichnungen habe ich eine bewegte Grafik gemacht. Sie zeigt in der X Ebene die Geschwindigkeit an mit der sich die Wasserstoffwolken der Milchstraße in km pro sec bewegen. Bei 0 gibt es keine Bewegung. Bei minus bewegen sich die Wolken von uns weg und bei + nähern sich die Wolken, kommen auf uns zu. Durch die Änderung der Frequenz kann man mehrere Wasserstoffwolken gleichzeitig sehen. Die Y Ebene zeigt die Stärke der Mikrowellenstrahlung die vom Radioteleskop aufgenommen wird.
Hallo was macht Ihr........ oder seit Ihr nur noch im Nanometer- Fiber bei dem Wetter kein Wunder ;):teleskop:
 

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Hallo Fritz,
das ist schön gemacht. Du hast Dich ja richtig reingebissen :)
Bei uns ist im Moment alles auf Sparflamme. Wir mussten die meisten Wartungsarbeiten am 25-m Spiegel erst einmal auf unbestimmte Zeit verschieben, bis wir wieder im Team zusammen arbeiten können. Eigentlich war das für den April geplant. Ich nutze im Moment die Zeit, um unser kleinstes Teleskop ferngesteuert zu fahren. Der ist ja mit nur 1,2 m noch etwas kleiner als Deiner zu Hause. Der läuft im Moment Tag und Nacht, um Wasserstoff-Spektren vom gesamten, für uns erreichbaren Nordhimmel aufzuzeichnen. Das geschieht in recht kleinen Schritten von jeweils 1 Grad in galaktischen Koordinaten (etwa 10% unserer Beambreite). Das werden, wenn es mal fertig ist, so um die 40.000 Spektren. Natürlich läuft das weitgehend durch Rechner gesteuert automatisch.
Ich bin aber sehr gespannt, was wir demnächst hier noch von anderen hören.
Viele Grüße
Wolfgang
 
Hallo miteinander,

na da hat Fritz, zumindest bei mir, schon gut ins Schwarze getroffen, ich war die letzten klaren Nächte im Optischen aktiv, habe aber zwischendurch auch weiter an meinem 21cm-Aufbau gebastelt. Da sind doch noch viele Kleinigkeiten zu realisieren, z. B. Skalen für Azimuth und Elevation und einen Anschlag, damit ich bei der Azimuth-Drehung nicht irgendwann das Flachkabel für den Elev.-Antrieb unter der Az.-Antriebsscheibe abreiße (das ist etwas trickreich, da ich die vollen 360° drehen können möchte, sogar etwas mehr, da könnt Ihr am Astropeiler ja auch was von erzählen... nur eine Nummer größer ;-).
Dann hatte Fritz ja schon vor einiger Zeit einen Kalt/Warm-Test angeregt. Im Netzt habe ich aber Angaben über den Öffnungswinkel eines Rohrstrahlers bzw. von Hornstrahlern gefunden und bei so einem "weiten Beam" eines Rohrstrahlers macht so ein Test bei mir im Garten zwischen den Häusern wohl nur bedingt Sinn. Aus diesem Grunde baue ich im Moment an einem anflanschbaren Horn mit 45cm Öffnung in Leichtbauweise, damit sollte das dann gehen. Zur Zeit hat man ja viel Zeit zum Basteln und so kann ich vielleicht schon Morgen ein Foto des Monstrums hier zeigen.
Außerdem habe ich einen Rasberry Pi 4 besorgt, ein kurzes Adapterkabel für den HDMI Anschluss und ein passendes Netzteil geordert, damit lässt man mich aber wieder mal hängen. Der Tag ist also nicht mehr fern, da werde ich auf Wofgang wegen des passeneden Images zu kommen und Euch mit Fragen zur Inbetriebnahme nerven.
Wie ihr sehen könnt geht's bei mir weiter, auch wenn ich nicht täglich einen Rapport abliefere ;-).

Viele Grüße und schöne Spektren,
Reinhard

… und ganz wichtig: Lasst euch nicht vom Virus erwischen!
 
Hallo in die Runde,

ich bin Euch ja noch von meinem letzten Posting ein paar Bildchen zum "Trichter" schuldig, das möchte ich jetzt nachholen.
Bitte nicht zu genau auf den Hintergrund schauen, die Bilder wurden in meinem "Kaotikum" aufgenommen ;-).


11.jpg

45cm-Horn angeflanscht ans "Ofenrohr". Die Montierung trägt das zusätzliche (geringe) Gewicht klaglos und die Gabel ist auch nach Justage auf Gleichgewicht noch hoch genug für 90° Elevation.

12.jpg

Ansicht von schräg vorne. Hier sieht man schön die Aluminium-Klebestreifen.

13.jpg

Voll in's Maul geschaut :p.

14.jpg

Und zum Schluss noch eine Aufnahme der mechanischen Details, die ich noch ergänzt habe:
- Oben Elevations-Skala
- Mitte unten Azimuth-Skala
- rechts davon der bewegliche Anschlag für die >360° Azimuth-Drehung
- unten links sieht man eine der drei Höhenjustage-Schrauben, mit denen man,
in Verbindung mit der Dosenlibelle rechts unten, das Ganze in die Waage stellen kann.

Im Netzt fand ich einen online-Calculator für Hornantennen:
http://hornantennacalculator.blogspot.com/p/calculator.html
Gibt man in diesem die Daten meines Horns ein (Conical-Horn, 450mm Aperture und 450mm Länge bei 1.42GHz), dann gibt das Richtdiagramm +- 30° bei -10dB an, also 60° Beambreite bei -10dB, bei -3dB liegt die Beambreite bei etwa +- 17°, also etwas mehr als der Hälfte.

Bleibt noch die Frage, ob die Oberfläche aus einzelnen Alu-Klebestreifen ebenso gut funktioniert wie eine durchgehende Metalloberfläche. Da bin ich guter Dinge, denn ich habe im Netz einen Bericht gefunden, in dem Jemand erfolgreich eine 21cm Ofenrohrantenne aus einem Kunststoff-Abflussrohr gebaut hat, welches er innen mit solchen Alu-Klebestreifen ausgekleidet hat. Außerdem nehme ich an, dass die Kapazitäten zwischen den Überlappungen bei der Frequenz fast einen Kurzschluss darstellen. Wenn man die Dicke der Klebeschicht und deren Dielektrizitätskonstante kennen würde könnte man das mal ausrechen.

So, jetzt wird es langsam Zeit für eine erste Messung. Die Temperaturen sollen ja wieder hoch gehen und bei trockenem und halbwegs windstillem Wetter steht das als Nächstes auf dem Plan, ich werde berichten!

Viele Grüße aus dem Hotspot (wobei... mittlerweile ist ja überall Hotspot :-/ ),
Reinhard
 
Hallo Reinhard....
...da erneidet man ja vor Blaß … oder so.... (y)(y)(y)(y)(y)...das ist ja eine 1a Handwerksarbeit...schaut super aus...bin mal auf die Ergebnisse gespannt.....
LG Eberhard
 
Hallo miteinander,

ich bin grade dabei meine erste Beobachtung zu planen und würde gerne versuchen, das nachzuvollziehen was Fritz oben im Post https://forum.astronomie.de/threads/projekt-21cm-wasserstoff-linie.284591/post-1456982 vorgestellt hat. Mir ist klar, dass ich mit meiner größeren Beamweite nicht an seine Ortsauflösung ran komme, trotzdem stelle ich mir einen Vergleich ganz interessant vor.
Jetzt habe ich mal mein Planetariumsprogramm befragt und das sagt mir, dass ich dazu früh aufstehen muss … :cry:. Ich wohne hier auf etwa 51° Nord und gut 6° Ost und so stände der Adler im Moment etwa um 8:00 Uhr MESZ Morgens bei mir im Süden bei etwa 45° Elevation. Na gut, ich kann 2 Stunden später bei 200° Azimuth (20° westlich des Meridians schauen, das wäre dann etwas komfortabler ;). Jedenfalls hätte ich dann größere Chancen die Nachbarschaft mit der "Kanone" zu erschrecken :p. Ich hoffe in meinen Gedankengängen ist kein dicker Knoten drinne und ich kann das so versuchen.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Hallo Reinhard und Alle,
da kann ich mich ganz der Meinung vom Eberhard anschließen. Besser kann man das gar nicht ausdrücken. Aber mich spannst du mich schon ordentlich auf die Folter. Was ich bei dir so bewundere ist die perfekte Ausführung bis in jedes Detail. Dazu bin ich viel zu ungeduldig. Ich hätte schon längst mal versucht den Wasserstoff einzufangen. Hoffentlich hast du auch einen großen Himmel ohne Haus Strauch oder Baum. Du brauchst ja mit deinem Horn sicher 40 bis 50° freien Himmel. Um die System-Temperatur auszumessen. Ich wünsch dir viel Erfolg dabei. Meine letzten Aufnahmen hab ich im Schwan gemacht und mir dabei die halbe Nacht um die Ohren geschlagen.
Liebe Grüße aus dem Osten. Fritz
ps: Danke für den Link !
 

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Hallo Reinhard,
Es ist eigentlich ziemlich egal, wo Du als erstes hinschaust. Es sollte nur so ganz grob in Richtung galaktischer Ebene sein. Im Moment steht die Milchstraße vom Vormittag bis zum frühen Abend hoch am Himmel. In der Zeit brauchst Du eigentlich nur nach oben in den Zenit zu schauen.
Viel Erfolg!
Wolfgang
 
Hallo in die Runde,

es gibt Neuigkeiten!
Heute Mittag war ich mit der Anlage im Garten und habe die ersten Empfangsversuche unternommen. Naja, ein so richtig deutliches Signal konnte ich nicht ausmachen, aber kleinere "Gebirge" auf dem Rauschen waren schon zu sehen. Nun hatte ich meinen Nooelec-Stick im Einsatz und wusste nicht ob der, trotz TCXO, gut auf der Frequenz lag. Also im weiteren Bereich gesucht und die Antenne immer mal tüchtig in der Richtung geändert. Eine reproduzierbare Veränderung konnte ich aber nicht ausmachen. Dann fiel mir auf, dass die Gebirge, naja eher "Hügel" auf dem Rauschen sich zwar bei Veränderung der Empfangsfrequenz verschoben, wenn ich dieses allerdings mittels der LO-Frequenz vornahm blieb das gleich in Bezug zur eingestellten Frequenz. Somit war also klar, dass es sich um "hausgemachte" Signale handeln musste. Jetzt war ich mir ziemlich sicher, dass da was an der Empfangskette nicht stimmen konnte.
Glück gehabt… denn man lernt ja nur was wenn es nicht funktioniert ;).
Also den Trichter ab, das Ofenrohr runter und mit Letzterem hoch ins Kaotikum. Jetzt machte sich bezahlt, dass der ganze Aufbau modular gehalten wurde und so mit ein paar Handgriffen zu zerlegen war.
Als Erstes habe ich die Kabel auf Durchgang und Kurzschluss gemessen, vor allem das lange selbst gelötete. Hm... alles ok, jetzt wird es interessant. Der nächste Schritt war die Kontrolle des Stromes, den die beiden Vorverstärker zogen. Beim ersten LNA war das soweit ok, der zweite zog etwas wenig Strom. Da ich noch einen weiteren Verstärker dieses Typs da hatte wurde dieser eingesetzt, gleiches Bild. Das muss ja erst mal nicht ganz falsch sein, aber wie jetzt weiter?
Meine Messmöglichkeiten bei dieser Frequenz halten sich ja in Grenzen, oder besser ausgedrückt, sind nicht vorhanden. Aber dann fiel mir die Rauschquelle ein, die ich mir zum Abgleich des Cavity-Filters aus China besorgt hatte. Also einen SMA zu BCD Adapter an den Ausgang, einen 10cm Draht ran und so hatte ich mein Signal, das ich über die Spannungsversorgung ein- und ausschalten konnte. Zuerst wurde die ganze Signalkette auf diese Weise getestet. Eine kurzes Drahtstück an den Eingang des ersten LNAs und am Ende der USB-Stick auf 1420 MHz. Aber zwischen Ein und Aus der Rauschquelle war ein Unterschied nur zu erahnen, mit viel gutem Willen, das kann nicht sein. Also mein langes Kabel ab, ans Ende eine SMA-Buchse mit Draht und nochmal. Jetzt konnte ich einen deutlichen Unterschied ausmachen, ganz ohne Filter und LNAs. Also weiter so, Schritt für Schritt. Auf diese Weise konnte ich das Problem auf den zweiten LNA einkreisen. Nur, wieso funktioniert der nicht, auch nicht der Zweite, den ich vorher schon probiert hatte? Mich beschlich eine Vorahnung, … konnte das mit dem geringeren Stromverbrauch zu tun haben?
Also das Datenblatt des MMIC rausgesucht, welches ich schon vor Wochen mal im Netz gefischt hatte. Dann die Bestückung auf dem Verstärkerboard angeschaut. Der MMIC sollte nach Datenblatt bis 50 mA ziehen und ein Diagramm gab an, dass eine Verstärkung erst ab etwa 25 mA einsetzte. Ich hatte vorher einen Strom von grade mal gut 20 mA gemessen, ganz heiße Spur!
Das Datenblatt gab dann weiter an, dass der Strom mittels eines Widerstandes einzustellen sei und am MMIC typisch 5,5 Volt anzuliegen habe. Aha, ich habe das Board mit nur 5 Volt versorgt, da auf dem Board nichts angegeben war und der erste LNA mit 5 Volt versorgt werden musste. Auf den Boards mit MMIC ist zur Stromeinstellung ein 180 Ohm Widerstand verbaut, um 50 mA bei 5,5 Volt MMIC-Spannung zu erreichen wären dann über 14 Volt nötig. Also nochmal im Netzt nach Daten zu dem Vorverstärker-Board gesucht und diesmal etwas gefunden. Dort wurde eine Versorgungsspannung von 6 - 12 Volt angegeben. Daraufhin habe ich meine Spannungsversorgung leicht modifiziert und nun bekommt dieses Modul 12 Volt (0,7V weniger, wegen der Verpolungsschutz-Diode). Ein abschließender Test erbrachte jetzt einen robusten Signalanstieg bei Einschalten der Rauschquelle und auch der Rausch-Grundpegel liegt deutlich höher als vorher. So kann ich morgen einen erneuten Versuch starten, wenn das Wetter es zulässt. Für Heute habe ich erst mal Feierabend :sleep:.

Viele Grüße und deutliche Signale,
Reinhard
 
Hallo Michael,

hier ein Link zum Datenblatt des MMICs (INA-02186):
https://www.qsl.net/n9zia/metricom/ina02184.pdf

und auf diesem Bild siehst Du das Board, es entspricht dem Schaltbild im Datenblatt mit R-bias=180 Ohm:

MMIC-noise.jpg


Das ist nicht der LNA direkt an der Antenne, da habe ich einen deutlich rauschärmeren (hoffe ich ;)), dieser hier sitzt hinter dem Filter und vor dem Kabel zum SDR-Stick.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Sehr interessant, aber nicht so exotisch, wie es erst klang: Mit dem Strom stellt man die Verstärkung ein, aber es gibt schon eine definierte Beziehung zwischen Spannung und Strom: Bei vorzugsweise 5,5 V braucht es ca. 35 mA, was ein Innenwiderstand von 157 Ohm ist. Plus 180 Ohm extern ergeben sich 337 Ohm und damit 11,8 V Versorgungsspannung für den Idealstrom.

Jedenfalls bei 25 Grad, denn das Ding ist bzgl. Stromverbrauch und damit Verstärkung heftigst temperaturempfindlich.

Michael
 
Hallo wenn so was gleich funktioniert ist da was faul. Also schaut so ein Versuch morgen recht gut aus. Ich habe für alle einzelnen Stufen getrennte Strom Versorgung. Schalte dann nach dem Start der SW zuerst mal den Verstärker vor dem SDR ein als nächstes dann den LNA. Jedes mal muss das Grundrauschen um einen bestimmten Wert ansteigen. Als letzten Test richte ich die Antenne auf den Himmel und dann auf den Erdboden und da muss ein sehr starker Anstieg des Signals sein. Wenn ja weiß ich das alles funktioniert. Diese Prozedur erspart mir viel Ärger. Aber da kommt man erst nach vielen Misserfolgen drauf. Das nennt man dann Erfahrung. :) :teleskop:(y) alles Gute und für Morgen positiven Empfang. LG Fritz
 
Hallo in die Runde,

nachdem ich gestern den Fehler im Empfangspfad gefunden und beseitigt hatte war ich natürlich heiß darauf die Anlage zu testen. Allerdings lagen die Teile grade so schön auseinander und ich hatte noch eine Idee für eine mechanische Verbesserung, also musste der Vormittag erst mal dafür herhalten. Nach Mittag hatte ich aber wieder Alles zusammengebaut und so bin ich damit in den Garten gezogen. Es war zwar etwas windig, aber die Montierung hatte damit noch keine Probleme und für Morgen ist bei uns Regen angesagt, also mal sehen was so geht.
Erst mal schauen ob ich den Kalt/Warm-Test hin bekomme, also zuerst auf den Himmelspol ausgerichtet und danach auf die Wiese. Hier die Screenshots und ein Versuch der Berechnung in der Tabellenkalkulation von Open Office (nach Michaels Muster), wobei noch die logarithmische Skalierung der Signalintensität in HDSDR zu berücksichtigen ist:

Himmelspol-Wiese_2_T-sys.jpg

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann ist eine Signalvariation von 3dB genau Faktor 2. Hier ist der Unterschied geringfügig größer und so habe ich mal Y = 2,1 angesetzt (bzw. Werte für S-cold und S-hot die 2,1 ergeben). Ich hoffe man darf das so machen.
Dann habe ich natürlich geschaut, ob man an verschiedenen Himmelspositionen Unterschiede sehen kann, hier zwei Screenshots:
NO-80_OSP-80.jpg

Die "Beule" bei etwa 1420,200 MHz lag jedenfalls reproduzierbar auf unterschiedlichen Frequenzen, na wenn das mal keine Dopplerverschiebung ist ( … hoffe ich ... ;-).
Ach ja, die Versuche habe ich mit HDSDR gegen 16:00 MESZ mit dem 45cm Vorsatzhorn durchgeführt, was etwa 60° Beamweite bei -10 dB entsprechen sollte.
Das HDSDR nicht optimal ist hatten wir ja schon besprochen, da bin ich durchaus willig was Anderes zu probieren, falls Ihr nun nicht sagt "kipp den Schrott lieber gleich in die Tonne" ;-).

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Hallo Reinhard,
das sieht alles ganz vielversprechend aus. Erst einmal hast Du einen deutlichen Unterschied zwischen Hot und Cold, das zeigt dass es grundsätzlich funktioniert und dass die Empfindlichkeit / Eigenrauschen ok ist. Wahrscheinlich ist die Systemtemperatur auch noch etwas besser, da bei dem breiten Beam die 10 K eher etwas zu niedrig angesetzt sind. Aber das ist erst mal egal.
Dir Bumps in den beiden Spektren sehen auch ganz danach aus, dass es der Wasserstoff sein könnte. Die Breite ist so wie man es erwarten würde, und die Rotverschiebung hat eine Größenordnung die stimmig ist.
Also brauchst Du Deine Tonne nicht damit zu verstopfen.....
Gruß
Wolfgang
 
Hallo Reinhard,

ich finde das sehr interessant - Hochfrequenztechnik mal nicht als Horrorklausur sondern echt spannend. Und dass man Euch dabei verfolgen kann - echt toll!

CS
Jörg
 
Hallo Reinhard, das schaut wirklich gut aus. Dazu meine herzliche Gratulation. Nur so weiter mit Spectrometer II wirst du ein kleines Wunder erleben und HDSDR von der Radioastronomie verbannen. Da sieht man dann was den Unterschied zwischen Linear und Logarithmus ausmacht wenn ich das richtig beurteilen kann.
Grüße aus dem "Sommer" bei uns hier. Fritz
 

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Hallo,
der Hauptgrund, warum man mit dem Programm Spectrometer_II die Spektren so viel besser sieht, sind die verwendeten Parameter für Signalverarbeitung:
Wie man an dem Beispiel von Reinhard sieht, wird dort einen Auflösung von 11 Hz verwendet. Eine so hohe Auflösung ist aber bei einem Signal von gut 100 KHz Bandbreite nicht nötig. In dem Beispiel von Fritz sieht man, dass dort die Auflösung rund 2,4 kHz beträgt. Das macht dann schon mal locker einen Faktor von fast 15 im Signal/Rauschverhältnis aus. Der nächste Punkt ist die Integrationszeit. HDSDR stellt das Signal ja annähernd live dar, auch wenn im Beispiel von Reinhard ein Averaging von 1024 eingestellt ist. Das ist halt ein gleitender Wert. Das Spektrometerprogramm integriert in der Default-Einstellung 20 Sekunden lang. Je nachdem, was HDSR nun konkret macht, bringt das geschätzt auch noch mal einen Faktor 2-4.
Die lineare Darstellung ist dann nicht das Entscheidende, das ist mehr die Konvention in der Radioastronomie.
Übrigens kann man mit der Integrationszeit durchaus höher gehen. Bei uns ist es nicht ungewöhnlich, auch am großen Spiegel mal 2-3 Stunden zu integrieren. Dann geht es um Signale im Bereich von wenigen 10 milli-Kelvin.
Viel Erfolg weiterhin,
Wolfgang
 
Hallo zusammen,

erst mal Vielen Dank an Alle für die aufmunternden Worte!
Na dann bin ich ja froh, dass ich diese zwei Wochen mit der Kapazität meiner Mülltonne wohl auskommen werde ;-).

@ Fritz:
Der Unterschied zwischen Linear und Logarithmisch ist in dem Programm ja nur eine Frage der Darstellung, viel wichtiger ist die Möglichkeit des Exports der Spektrogramm-Daten um sie weiter verarbeiten zu können, z. B. den Untergrund zu subtrahieren u. s. w. Die Vorbereitungen für ein Upgrade in der Software sind grade im Gange ;-). Ich hoffe, Du kannst mich da beim Umstieg etwas unterstützen...

@ Wolfgang:
Bezüglich der Beam-Weite habe ich mich noch weiter schlau gemacht. Diese wird standartmäßig bei -3dB angegeben, danach hätte mein Horn dann eine Beam-Weite von etwas über 30°. Da scheint es einen linearen Zusammenhang zwischen Öffnung und Beam-Weite zu geben (eigentlich logisch), bei dem auch Parabolantennen und Hornantennen in etwa vergleichbar zu sein scheinen.

@ Michael:
Mit dem Strom stellt man die Verstärkung ein
Ok das könnte man vielleicht so misbrauchen, aber der reguläre Betrieb der MMICs sollte sich wohl im Bereich des Plateaus der Funktion (Fig.3 "Gain vs. Current") abspielen, dort wo die Verstärkung so gut wie unabhängig vom Strom ist.

Viele Grüße, bleibt am Ball und vor Allem gesund,
Reinhard
 
Hallo, da bin ich nochmal,

grade war ich kurz mit dem Rad zum Briefkasten, Wolfgang wird sich denken können warum. Auf dem Rückweg kam ich an der Pizzeria bei uns an der Ecke vorbei und sah, dass von einer improvisierten Theke in der Türe "außer Haus" verkauft wurde. Sofort habe ich einen Schlenker gemacht, denn ich hatte den Inhaber, den ich gut kenne, schon vor Wochen nach den großen Konservendosen gefragt, in denen er seine Tomaten bezieht. Damals hatte er leider keine vorrätig und dann kamen die Corona-Einschränkungen. Als er mich nun sah, griff er sofort unter besagte Theke und nahm zwei dieser leeren Dosen hervor. Diese und zwei Pizzen habe ich dann auch gleich mitgenommen und zu Hause als erstes den Zollstock raus genommen um die Maße zu ermittelt: 155mm Innendurchmesser, 150mm Höhe, das ist sehr erfreulich :-).

15.jpg


Die Dosen sind lackiert, aber der obere Rand ist blank. Das Material dürfte Weißblech sein, also verzinktes Stahlblech und das lässt sich wunderbar löten. Wer jetzt noch nicht auf den richtigen Gedanken gekommen ist, dem ist nicht zu helfen.
Also mein Tipp: Wenn Ihr die nächste Ofenrohr-Antenne bauen möchtet, fragt erst mal bei der Pizzeria an der Ecke!
Wenn Jemand da überhaupt keine Möglichkeiten haben sollte kann er sich gerne an mich wenden. Gegen eine kleine Anerkennung für die Pizzeria (die haben's jetzt auch nicht leicht) und die Versandkosten könnte ich behilflich sein.

Viele Grüße und bis bald,
Reinhard
 
Hallo Alle,

@Wolfgang
Zuerst mal wieder ein DICKES DANKESCHÖN für die kompetente Aufklärung. Bei einer höheren Integrationszeit muss man aber wohl Nachführen sonst wird das Spektrum wohl ziemlich verschmiert. Wenn ich mit 20 sec Integration alle 5 Minuten ein neues Spektrum aufnehme schaut das fast jedes Mal ein wenig anders aus. Kommt sicher auch auf die Beam-Weite an. Bei 30 ° im Zenit kann man wohl schon einige Minuten Integration einstellen.

@Reinhard
Gerne kann ich dir Helfen und dir meine ersten Versuche und Fehler beschreiben. Eigentlich war das Problem bei mir der Umstieg auf Linux. Ich hatte vor ein paar Jahren schon mal damit zu tun aber alles wieder vergessen. Wenn dann die ersten Probleme beseitigt sind zb. das starten des Programms hat man mit Linux nicht mehr viel zu tun. Es gilt dann die SW richtig zu bedienen was Wolfgang ja sehr schön in der PDF-Datei beschrieben hat. Allerdings sind die Befehle auch in der Linux-art geschrieben. Bei der Einstellung der Verstärkung bei HDSDR habe ich mir angewöhnt sie so einzustellen das das Grundrauschen um 3-5 db ansteigt. Das ist genug eine Erhöhung ändert den Signal Rauschabstand nicht mehr. Der wird allein vom ersten Vorverstärker und seiner Rauschzahl bestimmt. Du hast ja vorgesorgt und kannst Nachführen das ist ein großer Vorteil. Ich kann meinen Spiegel auch auf eine EQ6 Montieren aber da muss ich jeden Tag alles wieder abbauen. Das mache ich nur bei Führungen auf der Sternwarte. Zurzeit ist ja wegen Corona dort oben alles gesperrt.

Herzliche Grüße an alle
Fritz
 
o_O:)(y):censored::unsure:

@Reinhard
Da haben wir nun schon recht viele Gemeinsamkeiten.
Da ich für mein 3 m Teleskop auf der Sternwarte einen neuen Erreger ausprobieren möchte hab ich mich ebenfalls um einige Dosen umgeschaut. Meine Dose bekommt einen so genannten Chokerring der den Öffnungswinkel besser an den Spiegel anpasst. Allerdings hab ich meine Dosen vom Altstoffsammelzentrum. Der Shokerring wird aus der großen Dose herausgeschnitten. Wenn ich dann alle Maße richtig eingestellt habe bekommt unser Spengler eine Auftrag das Ganze aus Kupferblech anzufertigen.
Gruß Fritz
 

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Hallo miteinander,

da ich eine bescheidene Web-Seite betreibe, wurde nun auch eine Rubrik "Radioastronomie" hinzu gefügt. Als ersten Artikel habe ich den Aufbau, mit etwas Hintergrundinformationen, meiner 21cm Empfangsanlage beschrieben. Die Unterseite liegt schon auf dem Server, ist aber innerhalb der Web-Seite noch nicht verlinkt. Für Diejenigen die es interessiert, stelle ich schon mal den Link hier rein:
https://skyviewer.de/radioastronomie/21cm-radioteleskop/21cm-radioteleskop.htm
Für Anregungen und Meldung evtl. gefundener Fehler wäre ich dankbar.

@ Fritz:
Super und praktisch deine Sternwarte.o_O Hab ich auch aber aus Holz.
Da wir grade bei meiner Web-Seite sind, da kann ich auch noch was zeigen:
https://skyviewer.de/selbstbau/kuppel/kuppel.htm
Diese Sternwarte ist mittlerweile im Besitz meine Ex-Frau, da sie zu schwer war mitzunehmen… die Sternwarte ;-).
Dann stand ein Neubau an, der aber leider aus "organisatorischen Gründen" nicht ganz beendet werden konnte:
https://skyviewer.de/selbstbau/kuppel-2/kuppel-2.htm
Für den "Neubau" habe ich noch gewisse Hoffnungen und so steht die neue Kuppel weiterhin "auf Halde", die Zeltsternwarte ist nur eine Zwischenlösung, die sich aber schon sehr bewährt hat.

Viele Grüße und bleibt gesund,
Reinhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo miteinander,

ich habe die diesmal ungewöhnlich ruhigen Ostertage unter Anderem dazu genutzt, mir ein Wenig Gedanken über die Verringerung des "inneren Widerstands" bezüglich Selbstbau eines H1-Radioteleskops zu machen. Manch Einer würde bestimmt auch gerne so ein Projekt angehen, scheut sich aber vor dem mechanischen Aufwand, vor Allem beim Bau des Cavity-Filters. Dazu hatte ich ein paar Ideen, die ich versucht habe zu realisieren, leider bisher nur mit bedingtem Erfolg. Aber auch das sind Ergebnisse und deshalb möchte ich die hier mal zur Diskussion stellen:
Zuerst mal zu was relativ Einfachem. In einem der früheren Beiträge habe ich ja schon die Tomaten-Dosen aus der Pizzeria an der Ecke angesprochen, aus denen habe ich auf "die Schnelle" eine Antenne gebaut:

kombi1.jpg


Bei den Maßen habe ich mich erst mal an den Infos vom Astropeiler orientiert, obwohl der Durchmesser des Dosen 5mm größer ist als das Ofenrohr. Der Test steht noch aus, aber da sehe ich wenig Risiken, da solche Antennen schon im Einsatz sind, z. B. bei Fritz.

Dann zum Cavity-Filter:
Meine erste Idee war eine Kavität aus Sperrholz, die innen mit selbstklebendem Alu-Band ausgekleidet ist (Bild links oben).
Das war nur bedingt erfolgreich, denn der Filterverlauf (siehe nächstes Kombi-Bild, oberer Teil) wäre zwar im hochfrequenteren Bereich evtl. brauchbar, aber im niederfrequenteren Bereich arbeitet das Filter gar nicht. Das ist auch erklärbar, denn bei den niedrigeren Frequenzen wirkt die Alu-Auskleidung nicht mehr wie eine durchgehende Fläche, da die Kopplung zwischen den Überlappungen der einzelnen Bahnen mit abnehmender Frequenz immer hochohmiger wird.
Dann habe ich noch ein Filter aus dem Alu-Rechteckrohr gebaut, dabei aber auf den Einsatz meiner Drehbank verzichtet. Zum Einsatz kam meine Billigst-Tischbohrmschine, eine Handbohrmaschine mit Bohrständer geht genauso. Für den Normal-Hobbyhandwerker dürfte das winklige Ablängen der Alu-Resonatoren und das mittige Einbringen des M4-Gewindes das größte Problem darstellen, dafür gibt es aber einfache Tricks. Spannt man den Resonator-Rohling ins Bohrfutter und drückt ihn bei laufender Maschine auf eine Flachfeile, so lässt sich ganz einfach eine winklige Endfläche erreichen. Aber Vorsicht, die Feile gut festhalten, denn die tendiert dabei dazu, den Bohrtisch unverzüglich zu verlassen!
Nun haben wir eine schöne Endfläche, jetzt muss noch möglichst mittig ein Loch hinein. Man kann nun natürlich die Mitte anzeichenen, körnern und herkömmlich bohren, aber es geht auch noch anders. Dazu spannt man nicht den Bohrer ins Bohrfutter, sondern wiederum das Werkstück. Der Bohrer wird nun senkrecht in einen Schraubstock eingespannt und möglichst mittig unter der Endfläche des Resonators positioniert. Bohrt man nun mit rotierendem Werkstück, so zentriert sich der Bohrer automatisch auf die Mitte, theoretisch. Der Haken an der Sache ist die endliche Biegesteifigkeit des Bohrers. Bei außermittigem Ansetzen kann dieser Hula-tanzen und dann doch noch außermittig bohren. Wer einen s. g. "Zentrierbohrer" besitzt sollte mit diesem kurz vorbohren und dann erst den normalen Bohrer ansetzen. Wer keinen solchen Bohrer besitzt muss etwas probieren bis der Bohrer mittig läuft.

kombi2.jpg


Hier nun die Durchlasskurven der Filter. Oben das misslungene Filter mit Kavität aus Sperrholz und Alu-Klebeband und unten das zweite funktionierende Filter, gebaut mit Haushaltsmitteln (Handbohrmaschine und Bohrständer dürften in vielen Haushalten vorhanden sein):
kombi3.jpg


Das zweite Filter liegt zwar nicht symmetrisch um die Wasserstoff-Linie, wäre aber auch so direkt brauchbar.
Ach ja, fast vergessen. Das Filter wurde nicht abgeglichen, sondern hatte nach der Montage und Einstellung der Abstimmschrauben auf mittleren Abstand sofort diesen Frequenzgang. Wenn man sich an die Maße hält, scheint ein Abgleich mit weiteren Messmitteln nicht unbedingt notwendig zu sein.

Was ich noch versuchen möchte ist, ein Filter mit einer aus Blech gebogenen Kavität zu bauen. In meinem Keller liegt noch die Rückwand einer entsorgten Waschmaschine aus 0,4mm verzinktem Eisenblech, das könnte ein brauchbares Ausgangsmaterial dazu sein, schaun wir mal...

Vielleicht kann ich ja mit den Anregungen den Einen oder Anderen zu so einem Projekt animieren, das würde mich freuen und eine, hoffentlich positive, Rückmeldung wäre willkommen.

Viele Grüße, ein schönes Rest-Ostern und geht dem Virus aus dem Wege,
Reinhard
 
Hallo Reinhard,
danke für die guten Hinweise zum Bau von Cavity Filtern. Das mit der Holzvariante geht ja erstaunlich gut. Was den Abgleich angeht, so wäre ich nicht so optimistisch dass es allein aufgrund der Maße schon so ungefähr stimmt. Bei meinen Filtern hätte das nicht so geklappt, obwohl die präzise gefertigt waren (nicht von mir Grobmotoriker, sondern von einem unserer Mitglieder).
Ich weiß nicht, ob und wo ich das schon erwähnt habe: Alle diejenigen, die so ein Filter nicht selber bauen können oder wollen, können auch einen fertigen LNA mit Filter verwenden. So etwas gibt es von NOOELEC unter den Name SAWbird+ HI. Das Teil ist vom Rauschverhalten nicht optimal, aber auf jeden Fall ausreichend.
Viele Grüße
Wolfgang
 
Hallo,

Ich tanze da wohl ganz aus der Reihe. Ich habe mein Filter schon einige Jahre in Betrieb. Dabei hatte ich immer Störungen durch die offenen Enden weil das Gehäuse zu klein war. Ein anderes Filter war mir zu schmal. Jetzt verwende ich ( oh Schreck ) gar kein mechanisches Filter sondern nur einen selektiven Verstärker vor dem SDRPLAY. Und an der Antenne direkt einen rauscharmen Vorverstärker. Dazwischen 10 m Kabel das ist alles. Ich hatte den selektiven Verstärker durchgemessen und war eigentlich sehr überrascht von der Qualität. Der Versuch ein Spektrum mit diesem Setup aufzunehmen war sehr gut gelungen. Nun bin ich mit der Empfangsanlage sehr zufrieden ohne den Aufwand eines mechanischen Filters. Ob sich das gleiche Setup an meiner 3m Schüssel an der Sternwarte bewährt wird sich weisen.
Herzliche Grüße Fritz
 

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Hallo Fritz,
Du verwendest genau den Verstärker, den ich in meinem vorherigen Beitrag erwähnt habe. Wenn man bescheidenere Ansprüche hat, dann kann man den wie erwähnt auch direkt als LNA einsetzten. Mit Deinem Kuhne LNA davor bist Du natürlich besser aufgestellt.
Der NOOelec Verstärker hat übrigens intern ein SAW (surface acustic wave) filter, das sorgt für die Selektivität.
Wolfgang
 
Hallo,
als keinen Appetitanreger für alle Wasserstoff-Enthusiasten habe ich hier eine Grafik eines Scans der galaktische Ebene mit einem kleinen 1,2-m Spiegel. Es sind Spektren, aufgenommen von 0° galaktischer Länge bis 240° galaktischer Länge, jeweils genau in der galaktischen Ebene (0° galaktische Breite). Das ist der Bereich, der für unseren kleinen Spiegel sichtbar ist. An den Rändern (0°, 240°) ist es allerdings schon so, dass ein wenig die Bäume das Signal dämpfen. In der vertkalen Achse ist die Geschwindikeit, in der horizontalen Achse die galaktische Länge aufgetragen. Die Farbe ist durch die Intensität bestimmt, diese ist in Kelvin Helligkeitstemperatur kalibriert. Die Schrittweite war jeweils 1° in der gal. Länge. Das ist natürlich viel kleiner als das Auflösungsvermögen des Spiegels, aber man bekommt dann einen schönen gleitenden Übergang für das Bild. Einige Störlinien sind zu sehen, die haben natürlich keine astronomische Ursache.
Zum Vergleich dazu noch das Gleiche, mit unserem 25-m Spiegel aufgenommen. Da sieht man natürlich sehr viel mehr Detailstruktur, aber das grundsätzliche Bild ist dasselbe.
Man sieht, dass man mit einem kleinen Spiegel schon recht schöne Ergebnisse erzielen kann.
Viele Grüße
Wolfgang
 

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Hallo zusammen,

Das mit der Holzvariante geht ja erstaunlich gut.
Naja, Du kannst das vielleicht besser beurteilen als ich, aber die Durchlasskurve hat mich, zumindest im Vergleich zur Alu-Rechteckrohr Version, nicht wirklich überzeugt, aber wahrscheinlich ist es besser als gar kein Filter. Trotzdem möchte ich ja noch eine Version aus selber gebogenem Blech ausprobieren.

Das Ergebnis des Galactic-scan ist wirklich beeindruckend, vor Allem, dass man schon mit einem 1,2m Spiegel solche Ergebnisse erreichen kann. Das ist mehr als nur ein Appetitanreger, ich glaube aus der Nummer komme ich nicht mehr raus...

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
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