Schmidt-Cassegrain und Alternative ?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Eckyyy
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Hi Zusammen,


aaalso: Beworben wird bei den Geräten von der Stange der Lüfter zur Kühlung des Hauptspiegels. Ich denke wir sind uns einig, dass das Quatsch ist, auch wenn Quatsch zuweilen nicht völlig wirkungslos ist. Gemeint ist der rückseitig blasende Lüfter.

Sodann gab es mal ein Experiment von ich weiß nicht wem, aber er schrieb es nachvollziehbar auf und war demnacht weder auf noch unter den Hammer gefallen oder so. However, der hat probiert, was denn nun unter den ernstzunehmenden Konzepten das beste sei: Von hinten aus dem Tubus absaugend, seitlich über den Spiegel blasend, seitlich über den Spiegel blasend und gegenüber erneut absaugend.
Im Ergebnis war dann das seitlich über den Spiegel blasen und wieder absaugen das performanteste. Andererseits reicht den meisten Sternfreunden ein hinter dem Spiegel absaugender Lüfter aus - die Sympathie der Konstruktion scheint hier den Unterschied zu machen und die Unterschiede mögen wohl nicht zu große gewesen sein.

Ob nun Turbulenzen entstehen oder Laminat dunkler ist als Velours, oder gar laminare Strömungen die ganze Spiegelfläche sanft umschmeicheln - ist mir völlig unbekannt. Ich weiß nur: Datt klappt! Aber sowas von.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
das mit dem Lüfter,also wenn dat klappt, das macht echt gute Laune, und in der Tat finde ich die entspannte Beobachtung von hinten auf der Säule im Garten absolut Spitze.Ich kann mein visuelles Spielzeug verwenden und bin sehr zufrieden, wenn das Teleskop scharfe Bilder zeigt-trotz 30% Obsruktion. Dank Lüfter und guter Optik.
jo.
..
..
 
Zitat von Sven_Wienstein:
8" Maks sind nun eine seltene Sache. Hatte ich nie vor mir.

... na, das ist ja mal eine offene Antwort, auch wenn Sie in keiner Weise zur Beantwortung der anfänglichen Frage dieses Threads beiträgt. Da bleibt wohl doch nur noch der Weg zu einem Teleskoptreffen um sich selber ein Bild zu machen, wie so oft.
 
Es kommt halt immer drauf an was du machen willst.
Planeten gibts in den nächsten Jahren ja nicht viele, was willst du also mit der langen Brennweite...Mond und Jup gucken?
Ich denke ein guter 8" Newton mit wenig Obstruktion ist ebenbürtig zum 7" oder 8" Mak und kühlt schneller aus.
 
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Zitat von Zyklop:
Diese Probleme sind dem Jan im Grunde eh Wurscht mit seiner Schüssel...
Hallo Peter,

Auch wenn Tubus-Seeing, Lüftung und Niederschlag am offenen System kein Thema sind, interessiere ich mich doch auch sehr für die Funktionsweisen anderer Teleskope. Schließlich entwickeln sich ja gerade innovative Konstruktionsansätze meist aus der Kenntnis von Stärken und Schwächen der marktgängigen Lösungen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich nochmal daran erinnern, dass man meine "Schüssel" nur eingeschränkt als innovativ bezeichnen darf, weil sie nämlich auf dem Vorbild des einarmigen 10"-Newtonteleskops von Henry E. Paul basiert, das in seinem bereits 1966 erschienenen Buch "Telescopes for Skygazing" abgebildet ist:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/110216_4133_060sS.jpg

Was mich bei der hiesigen Diskussion ein wenig wundert, ist, dass hier einige als "Experten" bekannte Teilnehmer in z.T. etwas aggressivem Ton mehr oder weniger verständliche Statements abgeben aber offenbar nicht willens oder in der Lage sind, ein paar klare Fragen zu beantworten.

Im Hinblick auf die Fragestellung des Initiators dieser Diskussion erscheint mir die Belüftungstechnik von Intes recht attraktiv. Wenn sie denn auch so funktioniert, wie von mir vermutet, könnte dieses Merkmal durchaus zur Entscheidungsfindung des Fragestellers beitragen. Man ist sich ja hier offenbar weitgehend einig darüber, dass eine aktive Belüftung jedenfalls erforderlich ist, um die bekannten thermischen Probleme von Teleskopen mit geschlossenem Tubus in den Griff zu bekommen.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,

ich würde mal sagen, dass Wissen eher dafür sorgt, weitere Unklarheiten aufzuzeigen. Klar ist die Sache scheinbar nur für den, der keinen Einblick hat oder wünscht.

Aus meiner Sicht gibt es keine klare Antwort auf die Frage, es sei denn man würde ihm Produkt X aufdrücken - dazu müsste man aber noch tausend Rückfragen stellen. Oder er kommt einfach in einen blöden Anzug von der Stange, zahlt ordentlich Kohle für eine Lösung die an seiner Vorstellung sowieso vorbeigeht - ist doch Murks, wenigstens das lässt sich klar sagen. Und das herumgesülze dass klare Antworten fehlen finde ich weder zielführend noch gerechtfertigt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

leider habe ich jetzt nicht ganz verstanden, was Du sagen willst. Ich hatte zuvor u.a. diese Fragen gestellt:

Zitat von Jan_Fremerey:
An dieser Stelle mal eine Frage an die "Experten": Wie sieht denn die sich bei Lüfterbetrieb einstellende thermische Verformung und der entsprechende optische Korrekturzustand des Hauptspiegels aus, wenn er an seinem Rand laufend von frischer Luft umspült wird? An anderen Stellen wurde in diesem Zusammenhang wiederholt von Über- bzw. Unterkorrektur berichtet.

Außerdem würde mich interessieren, ob und ggf. wie die frontseitig eingeleitete Luft gefiltert wird, damit Staub und ggf. Pollen nicht eindringen können.
Gruß, Jan
 
Zitat von Sven_Wienstein:
ich würde mal sagen, dass Wissen eher dafür sorgt, weitere Unklarheiten aufzuzeigen. Klar ist die Sache scheinbar nur für den, der keinen Einblick hat oder wünscht.

Hallo Jan,

ich denke das wir von Sven keine verwertbare Antwort mehr erwarten können, der Umgang mit wissenschaftlichen Disputen, Validität und Beweisführung ist seine Sache sicher nicht. Er erscheint nur noch verwirrt und sich in den Vordergrund drängen zu wollen. Aber dieses Problem betrifft nicht nur Sven, sondern auch noch viele andere, selbsterklärte Experten in diesem Forum, besser der gesamten Netzkultur.


CS, Michael
 
Hallo Jan,

ah, ich bezog Dich auf den Thread-Starter, wie n Beiträge weiter oben.
Zum Thema Pollen kann ich nur auf Ekkehard Grohs und seinen Alter M715 Umbau verweisen, aber auch mal den Vorschlag in den Raum stellen, mal ein Konzept für eine rein interne Luftumwälzung zu überlegen.

Was Erfahrungen mit laminar umströmten Spiegeln angeht, so kann ich auf Karsten Schättes Gerät verweisen. Sein erster Spiegel der nicht aus Pyrex bestand litt doch in der Auskühlphase im Sterntest sichtbar unter Deformation. Der später beschaffte Spiegel aus Zero Expansion war quasi mit Greifen der Belüftung sofort einsetzbar. Pyrex sollte den Werten nach auf halbem Wege liegen. Wie ein Spiegel aber genau reagiert wird vom Aussehen des Luftstroms im Einzelfall abhängen. Dass aber punktuelles Kühlen zu Verspannung führt (außer bei Material mit fast genullter Ausdehnung), brauchen wir weder zu diskutieren noch zu beweisen. Das ist bekannt. Wo also ist die Frage?
Beim offenen Newton mit 8" jedenfalls ist nach 20 bis 30 Minuten Aktivlüftung der Spiegel voll einsatzfähig. Wie lange es bei anderen Geräten dauern hängt wieder von der Effizienz der Belüftung ab. Und das hätte sich jeder Thread-Teilnehmer selbst beantworten können.

Was Avners Ergüsse angeht, sind's leider nur Ergüsse. Ich persönlich bezeichne mich als Sterngucker. Welches Feindbild er in mir sieht, halte ich nicht für nötig, zu steuern.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Sven,

Du beziehst Dich - ohne direkte Links - auf Erfahrungen und Eigenbauten anderer Autoren und machst selbst einen Vorschlag zur internen Luftumwälzung. Interessant fände ich nun aber zunächst zu wissen, wie die Sache bei den unterschiedlichen am Markt verfügbaren SC- bzw. MC-Teleskopen aussieht. Das war ja wohl die Fragestellung zu Beginn dieser Diskussion.

Möglicherweise kann uns an dieser Stelle Markus weiter helfen, der ja als Händler gewiss gerne über die Eigenschaften der von ihm angebotenen Geräte aufklärt.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,

Zitat von Jan_Fremerey:
Möglicherweise kann uns an dieser Stelle Markus weiter helfen, der ja als Händler gewiss gerne über die Eigenschaften der von ihm angebotenen Geräte aufklärt.

:totlach2: :super:

Der war gut!

Das Problem dieses Thread war, neben dem Auftritt des Händlers,
daß der Fragesteller seine Frage zu unscharf getellt hat.
Die lautete ganz oben:

Zitat von Eckyyy:
wir kennen ja alle die kompakten guten SC Teleskope mit all ihren Vor-und Nachteilen.Nun hab ich irgendwo gelesen, das es als Alternative für diesen Teleskoptyp doch die Mak-Cass von Intes Micro gibt.
Diese Fernrohre haben ähnliche Obstuktionen und kosten dafür aber ganz erheblich mehr Geld.
lohnt sich denn die Mehrausgabe ?
Hat denn jemand ein solches Fernrohr und mag mal was zu der Bildgüte schreiben,wenn man da durchschaut-im direkten Vergleich zum SC...

Die Frage "lohnt sich denn die Mehrausgabe ?" ist nicht beantwortbar.
Die kann nur er selbst beantworten.

Die Frage nach der Bildgüte ist ebenfalls nicht beantwortbar,
denn es gibt verschiedene Maksutov-Typen und verschiedene SC-Typen,
alle mit den ihnen eigenen Charakteristiken. Auch wird vom Fragesteller
keine Öffnung angegeben, was die Sache ebenfalls erschwert.

Was soll man denn darauf antworten? Soll ich epische Romane schreiben
über die Beobachtungen mit allen verschiedenen Maks und SCs
die ich bislang durchgeführt habe?

Würden 2 Geräte explizit genannt hätte wohl wenigstens ein Beobachter
einen direkten Vergleich anbieten können. Aber so wie hier im Thread
konnte das ja nichts werden.

Ich kann als Zusammenfassung meiner SC und Mak-Erfahrungen
folgendes schreiben:

Ab 6" Öffnung sollte ein Mak belüftet sein.
Unbelüftet kühlt es sehr langsam aus. Und zwar langamer
als ein SC mit gleicher Öffnung.
Die SCs durch die ich schauen konnte litten fast alle an Spiegelshifting.
Alle normalen SC zeigen deutlich Koma am Bildfeldrand.
Das Meade ACF zeigt keine Koma am Bildfeldrand.
Sternfelder wirken dadurch auch visuell im ACF besser als im Standart-SC.

Alle Intes und Intes Mikro Maks durch die ich sah
zeigten keine Koma am Bildfeldrand.

Alle Standart-SC, das Meade AFC, alle Maks, zeigten Bildfeldwölbung.
Bei den komakorrigierten Typen konnte ich sie wegfokussieren,
die Sterne waren dann visuell rund.

Alle SC und alle Maks brauchen in feuchter Umgebung eine Taukappe
sonst beschlägt die Korrekturlinse nach einiger Zeit.

Alle offenen Cassegrain-Typen durch die ich beobachten konnte
(Vixen VMC, Tal Klevtsov) kühlen schneller als die unbelüfteten Maks
und SC gleicher Größe aus. Bei allen geschlossenen SC und MAks
liegen Pollen auf der Frontlinse, bei allen offenen Cassegrain-Typen
auf dem Hauptspiegel und in geringerem Maße auf dem Sekundärspiegel
(Takahashi Mewlon 180) bzw der subaperture Korrektor.

Kein 7" Mak kühlte so schnell aus wie ein 180mm Mewlon.

Wenn man die Wahl hat sollte man zu Spiegeln aus Glaskeramik greifen.
Ansonsten Pyrex o.ä.
Das gilt besonders für schnell auskühlende Typen.

Da Sven mein Teleskop 8"f/6 Newton-Teleskop erwähnt hat:
Der Umstieg vom BK7 Spiegel auf Glaskeramik hat dazu geführt
daß es in Nächten in denen das Teleskop von 20°C Raumtemperatur
in Luft von 2 bis 5°C Außentemperatur gestellt wird
nicht mehr 20 - 30 Minuten sondern nur noch knapp 5 Minuten
dauerst bis das belüftete Teleskop mit Isoliertubus für Planetenbeobachtungen
bei hoher Vergrößerung (230x bis 280x) einsatzbereit ist.

Sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Spiegel
sammeln sich Pollen auf dem Hauptspiegel und in geringerem Maß
auch auf dem Fangspiegel.

Aber das sind nur meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen
mit denen andere Beobachter nicht viel anfangen können.

Mein Rat ist wie immer dieser:
Schaut selbst durch. Im direkten Vergleich am selben Ort,
dem selben Objekt, gleicher Öffnung bei gleicher Vergrößerung.

Der akribische Vergleich von Teleskopen heilt sogar von
ziemlich vielen Teleskop-Mythen.

Gebt nicht viel auf das was in Foren geschrieben wird
und noch weniger auf das was die Leute schreiben
die mit dem Verkauf der Teile ihr Geld verdienen.

CS, Karsten
 
Zitat von KaStern:
Mein Rat ist wie immer dieser: ... Schaut selbst durch.... Der akribische Vergleich von Teleskopen heilt sogar von ziemlich vielen Teleskop-Mythen.

Gebt nicht viel auf das was in Foren geschrieben wird und noch weniger auf das was die Leute schreiben die mit dem Verkauf der Teile ihr Geld verdienen.


... wie wahr, wie wahr. Danke für dein offenes Wort.


CS, Michael
 
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Hallo Jan,

wenn ich eine wissenschaftliche Arbeit schreibe, werde ich Quellenangaben machen, ansonsten musst Du mir das wohl freistellen. Du kannst es glauben, nachvollziehbar finden, ablehnen oder eine Diskussion anknüpfen.

Aber konkret zum Markt: Was mein Marktüberblick ist, so weiß ich konkret dass es vor Jahren einen 7" Mak von Meade gab mit einem Lüfter - Konzept ist mir unbekannt. Sodann meine ich (und habe keine Lust zu blättern), dass die in RCX 400 verbauten ACF Lüfter oder einen Lüfter haben. Die Intes Micro Maks scheinen mir für Lüftung vorbereitet und in einigen Fällen auch Lüfter zu haben - ich bin unsicher, wieder überlasse ich das Googlen konkret kaufinteressierten. Sodan finden sich auf Messen wie dem ATT immer mal wieder diverse Angebote, ich möchte "Exoten" sagen, bei denen ein Lüftungskonzept verwirklicht ist.

Was Händler-Aufklärung angeht, da möchte ich daran erinnern, wie bezüglich des auf die Spiegelrückseite blasenden, jedoch ohne ausreichend Querschnitt für die bewegte Luft montierte Newton-Lüfter von diversen Händlern beworben, gelobt und verteidigt wurde. Ich meine ein 80mm Lüfter, dessen Rahmen auf den dünnen Ringträgern der Spiegelzelle aufliegt und allenfalls drei Millimeter Luft zum Spiegel, aber nur auf geschätzten 50% der Kantenlänge des Rahmens hat...

Jan, ich glaube Du möchtest hier nur vorführen. Bitte, das kann mir egal sein, denn eigentlich möchte ich den interessierten Lesern nur das Zeug an die Hand geben, sich selbst ein Urteil zu bilden. Dazu gehört nicht nur durchschauen, was Karsten völlig richtig empfiehlt, sondern auch mit wachen Augen drauf schauen - was manche Frage erspart.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Karsten,

Dank Dir für Deinen offensichtlich auf eigenen Beobachtungen gründenden, informativen Bericht!

Einleuchtend, dass man mit Low-Expansion-Material das Problem der thermischen Verformung des Spiegels weitestgehend beseitigen kann und sich nur noch um die Luft kümmern muss. Das geht ja relativ schnell, wie Du von Deinem auf Glaskeramik umgerüsteten 8" Newton eindrucksvoll berichtest.

In Sachen Staub und Pollen muss man wohl gelegentlich reinigen - jedenfalls bevor es anfängt zu schimmeln. Dieses Problem hatte ich nämlich schon einmal mit einem gebrauchten Klevzov. Wenn die Einlassöffnungen so gut organisiert sind wie bei den Intes Maks, helfen vielleicht auch Pollenfilter.

Interessant auch Deine Aussagen bezüglich der doch recht unterschiedlichen Feldkorrekturen!

Gruß, Jan
 
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hallo,

selbst durchgucken und akribisch Vergleichen, das kann ich nur empfehlen!

/Sarkasmus ein (sorry das juckt)/
Damit da auch eine solide Grundlage für die Akribie ist, und man eventuelle optische Probleme auch richtig einzuschätzen weiss, am besten vorher ein Optikstudium abschliessen, oder zumindest alle Formeln von Vladimir Sacek auf www.telescope-optics.net verstehen und anwenden können - und ein paar Jährchen den Sterntest nach Suiter üben. Eine Berufslaufbahn als Feinoptiker mit kräftig praktischer Interferometrieerfahrung und dass man keine Zernikes abschalten soll wäre auch sehr förderlich.
/Sarkasmus aus/

Selbst Leute die jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt haben sind sich oft nicht einig wie man hier im Forum sieht, wie will man einem Einsteiger dann zumuten dass er mit einem "akribischen Blick" den gordischen Knoten lösen kann?

Dann schaut er im Sommer wenn die Temperaturen ausgeglichen sind durch ein SC, und was ist dann im Winter wenn es zwei Stunden zum Temperieren braucht bevor es scharf abbildet?

Immerhin, selber durchschauen schafft ein eigenes Erlebnis, und das ist schon mal eine Grundlage die wichtig ist.

Erfahrungen von Fortgeschritteneren werden aber immer wichtig sein, so unterschiedliche Meldungen dann auch kommen. In Foren kann jeder schreiben, da muss man halt immer schauen wie gut einer selber Bescheid weiss, das ist für einen Einsteiger auch nicht so ohne weiteres ersichtlich.

Es ist eine mühsame Informationsquelle, aber ich finds gut dass in Foren Erfahrungen ausgetauscht werden, oft auch kontrovers, aber immerhin eine Quelle die es früher nicht gab.

Dass Karsten in einem Forum schreibt: "Gebt nicht viel auf das was in Foren geschrieben wird" ist ja von der logischen Form: "Dieser Satz ist falsch." ;-)

Also bitte nicht den Einsteiger der eine unscharfe Frage stellt auf sich selbst zurückwerfen mit "guck selber durch", sondern versuchen ihn abzuholen wo er steht.

Der Karsten zum Beispiel kennt sich prima aus, und ich kann seinem obigen Erfahrungsbericht volle zustimmen!

lg Tommy



 
Hi Tommy,

alles schön und gut, aber es ist schon sehr mühsam aus der Flut von Beiträgen, die gerade zu kontrovers diskutierten Teleskoptypen (da darf man m.E. MAK und SC Bauformen durchaus nennen) kommen, die enthaltenen Informationen herauszuziehen und für die eigene Praxis zu gewichten.
Da liest sich ein gutes Optikbuch eventuell schneller und ist effizienter.
Oder man muss eben ins kalte Wasser springen und sich doch selbst entscheiden, wenigstens mal einige Teleskoptreffen abzuklappern und sich vor einem Kauf ein Bild zu machen.
Zumindest kann man mühselig aus den Forenbeiträgen extrahieren, auf was man selbst meint, achten zu müssen.

Schau Dir diesen Thread an. Er beginnt eigentlich erst mit einer "Fehlinformation" zu eine Detail in der Ausführung (Glassorte), welches 0,0% Bedeutung für die Praxis hat.
Das schlägt dann lange, hohe Wellen, bis man sich darauf besinnt, dass auch diese beiden Teleskoptypen und ihre Abarten eventuell von einer Lüftung profitieren.
Das hat nun Praxisrelevanz aber natürlich gibt es immer noch hässliche, unsinnige Anmache.
Wie hoch wird denn der Prozentsatz von unentschlossenen und unerfahrenen Ein-/Umsteigern sein, die hier noch am Ball sind und die Entscheidung für einen der beiden Typen suchen?
Ich sags Dir: 0,0%

Gruß
*entfernt*
 
Hallo

Wiedereinmal ist hier eine Disskussion zu beobachten, die durch persönliche Differenzen zwischen einigen Forummitgliedern hier in diesem eigentlich wundervollen Forum ein stark negatives Klima erzeugt. Es sind wie immer dieselben Beteiligten. Es ist wirklich traurig für dieses Forum, dass die Duskussionen oft von solchen persönlichen Dingen beeinflusst sein müssen und das jeder nur mit seiner Meinung immer im Recht sein muss und den Andern niedermacht. Einfach nur schlecht.

viele Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian,

wenn's mal so wär! Wenn's mal nur die Meinung wär, dann könnte man einfach unterschiedlicher Meinung sein. Das Niedermachen fängt aber da an, wo die Argumente für das favorisierte Märchen nicht mehr ausreichen.
Und Dein "Immer wieder dieseleben" ist natürlich auch reichlich undifferenziert und kann einfach nur herausfordern. Ich empfinde nicht, dass eine schöne Forenkultur Dein Anliegen wäre. Übrigens sind die Dinge nicht immer nur schön.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther, hallo alle,
nun ja, einer liest noch mit.
Ich mache mir Gedanken, was an Mond und Planeten für mich das Beste ist, was eine eine EQ6 tragen kann:
- mein alter 8 Zoll-Newton, der eine neuen OAZ bekommt oder
- ein Gebrauchtkauf bis ca. 1000 Euro:
C9, C11, Meade Schmidt-Cass. 10 Zoll, TAL Klevtzov 200.
Insofern sehr interessant hier.
Und das mit dem Durchsehen ist so eine Sache: Identische (gute!) Bedingungen und Okulare findet man auch auf Treffen nicht so leicht. Da sind Erfahrungsberichte immer cum grano salis willkommen!
Grüße und CS
Martin
 
Hallo Christian,

"immer dieselben Beteiligten", das beziehe ich nun auch mal auf mich, als kleines Licht, als Randfigur.

Ich habe zuvor dargestellt, dass solche Diskussionen für Einsteiger sehr schwere, wenn nicht gar unverdauliche Kost sind.
Dennoch kann man Sinnvolles daraus extrahieren, wie ich schon schrieb und das tut ganz offensichtlich eben nicht nur der dann noch sicher selten darum bemühte Einsteiger.

Ein Teil dieser immer Beteiligten wagt es nämlich permanent, gegen unzulässige Verallgemeinerungen, Werbebotschaften zweifelhafter Relevanz und Mythen anzustinken.
Sie lenken immer wieder den Blick auf Eigenschaften, Anforderungen und Möglichkeiten, die sich aus ihrer Praxis ergeben haben und somit hohe Praxisrelevanz haben.
Dass hier negativ auffallende Punkte häufig gegen Lobhudelei stehen versteht sich beim theoretisch wie praktisch fundierten "Einspruch" von selbst.

Ich hatte hier mal längere Zeit einen alten 5 Zoll Intes Micro Maksutov-Newton den ich auf Vordermann bringen sollte.
Top stabil, Lochring um die Frontplatte, wirkungsvolle Verblendung gegenüber des OAZ, offene Zelle und ein leicht zu öffnender Deckel dahinter, zur Aufnahme eines Lüfters.
HALLO!
Vor Jahrzehnten wusste die Russen schon auf was es ankommt und sie haben es gebaut. Serienmäßig!
Ach ja, nur dass es ganz klar ist:
DAS HAT AUCH TATSÄCHLICH IN DER PRAXIS FUNKTIONIERT.

Diese komplette Diskussion wäre völlig überflüssig, hätten uralte Erkenntnisse durchgängig Eingang in folgende Teleskopkonzepte gefunden.

Nun sind wir wieder dran, an den vermeidbaren praktischen Tücken und werden in die Rechtfertigungspflicht für den Einspruch gezwungen. Letztlich kommt dann der Anwurf, dass man doch nur eine Meinung vertritt oder man soll bitte eine wissenschaftliche Ausarbeitung mit Quellennachweisen abliefern.

So laufen solche Debatten immer. Eine Diskussion setzt voraus, dass man überzeugen kann und sich auch überzeugen lassen würde, das ist hier nur noch bei weingen Einzelnen der Fall.
Also Debattierclub.

Dennoch lässt sich durchaus nicht nur die Wirkung des emmotionalen Widerstandes erzielen und die Auswirkungen der ständigen, berechtigten Kritik am verfügbaren Equipment sind sogar nicht mal gering.
Diese Wirkungen sind durchaus erfreulich und nutzbringend für Das Hobby an sich und jeden Fernrohrnutzer.
Ein hohes Potenzial kommt hier auch der ATM-Scene zu. Komplette Eigenbauten oder auch schlüssiges angehen erkannter Schwächen und Umsetzung von Verbesserungen findet zunächst Mal sehr häufig nur hier statt.

Was mir so einfällt:

1. Es gibt sehr viel Beispiele von funktionierenden Lüftungssystemen, die Nutzer selbst an ihrem SC oder MAK umgesetzt haben, bis hin zu offenen Gitterkonstruktionen. Hersteller reagieren zumindest teilweise mit (optional möglichen) Lüfteranbauten.
Ob das im Einzelnen funktioniert ist eine andere Sache, wie der Placebolüfter bei günstigen Newtons zeigt und sich schätze mal, es wird bei den günstigen Newtons wieder noch Jahrzehnte dauern, bis aus dem Werbegag eine funktionierende Sache wird.

2. Die ständige Meckerei und der Druck aus der ATM-Scene weichen auch so ganz allmählich den Trend zum fotovisuellen Newton auf, der selbst Dobsons üppigste Fangspiegel beschert. Händler bieten inzwischen Newtons auf Kundenwunsch an, die sich visuell oder eben fotografisch auslegen lassen, sogar für mechanisch stabile Isotuben gibt es mehrere Anbieter und Option auf eine funktionierende, saugende Lüftung ist mancherorts schon Programm.

3. Die von interessierten Händlern (nicht Alle!) ausgelöste Hochstrehlmanie trägt schon den Versuch in sich, hier und da mit fadenscheinigen Nachweisen nachzuhelfen und die entsprechenden Einsprüche führen doch allmählich zu einem gesteigerten Bewusstsein dafür, dass hier eine Linie, eine Struktur hineingebracht werden muss, die alle auf den Boden der Tatsachen zurück holt.
Nicht der kritische Nutzer hat diese Diskussion ausufern lassen und immer wieder bis zur Besinnungslosigkeit verzettelt und zerredet, sogar in persönlichen Feindschaften enden lassen. Berechtigte Kritik führt gerade hier teilweise zu extremen Ausfälligkeiten der Kritisierten.
Die Brisanz des Themas führt aber letztlich auch dahin, dass die Systematik und die Erstellung nachvollziehbarer, aussagekräftiger Tests, von Amateuren angenommen und unter Amateuren (auch ATM-Scene) weiterverbreitet wird.

4. Die soeben aufgelegte "Gerd-Düring" Barlow könnte doch genau so gut "Schätte/Wienstein-Meckerbarlow" heißen, denn im Grunde nur diese Beiden und einige wenige Randfiguren (Ich) haben immer wieder darauf hingewiesen, dass Heinz Klee mit seinen komakorigierenden Okularen und Barlows ein Vorreiter für Zeiten "schneller" Newtons war und dass das Konzept zu Unrecht nicht weiter verfolgt wird, weil solche Produkte in der Praxis vieler Beobachter fast schon unentbehrlich sind.
Eine Ironie des Schicksals fügt es, dass ausgerechnet ein Mann, der sich für meine Begriffe beschämend herabwürdigend gegenüber Herrn Klee äußerte, eine komakorrigierende Barlow für einen Händler rechnet, der sich in Foren kaum einmal als Musterknabe der korrekten Faktenwidergabe mit ausreichend nachvollziehbarem Praxis- und Theoriebezug zeigt.
Ohne den immer wieder gebrachten und auch bewiesenen Einwand, dass die Glasstapel von Televue nicht das alleinseeligmachende Konzept sein können, wäre auch die greifbare reaktion ausgeblieben. Das wiegt die vielen persönlichen Angriffe für mich weitestgehend auf.

Nun gut, vier Beispiele mögen genügen.
Es ist mühselig, immer wieder den Versuch zu wagen, auch mal kritisch Verbesserungen anzumahnen oder schlicht zu sagen, dass es eventuell auch noch eine bessere Alternative gibt.
Es ist mühselig weil man sofort einen ganzen Rattenschwanz von Leuten anzieht, die aus unterschiedlichsten Gründen meinen, dass man sich gefälligst zurückhalten und nicht das schöne Bild vom schönen Teleskop und der schönen Argumentation und der schönen Bildchen und der schönen Zertifikate besudeln soll.
Eine von ständigem Optimalmarketing und einer Dauerwerbeflut berieselten Gesellschaft geht die Fähigkeit zum positiven Umgang mit Kritik offensichtlich und zumindest in Wort und Schrift verloren.
Es lohnt sich aber, wie die Beispiele zeigen, trotzdem.
Und ja, dafür sind Foren da und wenn sie nicht dafür da sein sollen, werde ich sie solange ich darf (Betreibersache) dafür missbrauchen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Martin,

Öffnung erschlägt alles. Das beste unter den genannten wäre ein C11 desen Optik in Ordnung ist und das eben nachträglich mit einer Lüftung ausgestattet würde. Es gibt entsprechende Umbauten und bis vor einiger Zeit gab es dafür sogar einen offiziellen Anbieter - nur da der sich irgendwie Kontaktmäßig in Luft aufgelöst hat, scheue ich mich, den Namen zu nennen. Da wird's nun mit der Preisvorstellung dünn nehme ich an. Ob dann ein C9 zum Newton ein genügend großer Fortschritt wäre? Wenn der 8" Newton wenigstens 1000mm Brennweite hat, würde ich den eher herrichten und dafür sorgen, okularseitig passendes Equipment zu wählen, als ein neues Teleskop zu kaufen. Zum OAZ noch einen Eimerboden als "Lüfterträger", Veloursfolie, ggf. eine gebogene Spinne oder eine aus Draht (Selbstbau) und schon geht's los.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther und hallo die Anderen :)

Ich bewundere Leute wie Dich und viele andere hier, die sich wirklich gut mit der Materie auskennen. Ich habe schon immer viele Beiträge von den (ich nenne Sie mal) Experten gelesen. So habe ich eine Menge lernen können und mir wurden wertvolle Tipps gegeben.

Mir würde es viel besser gefallen, wenn ihr alle mehr zusammenhalten würdet und als eine Stamm-Community auftreten könntet. So wäre die Unterstützung von Neulingen bzw. weniger erfahrenen Amateuren viel effektiver, angenehmer zu lesen, ja besser zu verstehen und vor allem würde man sich so wohler fühlen. Das würde allen etwas nützen.

Dann stelle ich mir auch immer die Frage: Sind diese Fragen, die von Threadstarter gestellt wurden, denn wirklich so kompliziert? Warum muss das alles immer so aufgeblasen werden?


In drei oder vier Sätzen könnte die Antwort sicherlich zusammengefasst werden, da bin ich sicher. Vielleicht könnte das jemand von Euch mal versuchen. ;)


Grüße
 
Hallo Martin,

kurz und ergänzend zu Sven sehe ich für die visuelle Anwendung eine von Dir nicht genannte Alternative, allerdings ohne EQ 6.

12" Newton/Dobson auf EQ-Plattform, mechanisch, thremisch und optisch beherrst.
Das geht und es geht richtig gut.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

danke für das Lob aus deinem Munde für :
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Ich hatte hier mal längere Zeit einen alten 5 Zoll Intes Micro Maksutov-Newton den ich auf Vordermann bringen sollte.
Top stabil, Lochring um die Frontplatte, wirkungsvolle Verblendung gegenüber des OAZ, offene Zelle und ein leicht zu öffnender Deckel dahinter, zur Aufnahme eines Lüfters.
HALLO!
Vor Jahrzehnten wusste die Russen schon auf was es ankommt und sie haben es gebaut. Serienmäßig!
Ach ja, nur dass es ganz klar ist:
DAS HAT AUCH TATSÄCHLICH IN DER PRAXIS FUNKTIONIERT.
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Denn diese Konstruktion ist nicht aus Russenhand, sondern vom lieben Ludes :-), der den Russen gesagt hat wie die diese teleskope bauen sollen
 
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