Selbstbau einer Sternwarte mit 2,6m Kuppel

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Hallo Sebastian,

da ich gerade exakt mit der gleichen Aufgabe mich beschäftige - Pointing Modell erstellen - würde mich deine Erfahrungen hier interessieren.

Ich arbeite im Moment mit Maxim DL in Verbindung mit MaxPoint, und dann eben die vollautomatische Modellierung via CCD. Habe vor ca. zwei Wochen die komplette Softwarekonfiguration fertig stellen können, und zwei Testläufe gemacht, jedoch konnte ich nicht den gesamten Himmel abgrasen, da jeweils Wolken aufzogen.

Allerdings sind erste Ergebnisse jetzt schon sehr eindrucksvoll.

Mit was hast du vor, dieses Thema softwareseitig anzugehen?

beste Grüße

Ulrik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus Ulrik,

ich hatte vor, das Pointing Modell (Autopointing) mit Sequence, MaxIm DL und Pinpoint zu erstellen. Mir wurde empfohlen, gleich das Modell automatisiert zu erstellen und nicht von Hand.
Mein Problem ist momentan, dass sich meine QSI683 nicht mit dem Hub in der Montierung verträgt - es kommt häufig zum Fehler "camera error 2300" beim Herunterladen der Bilddaten…
Ich werde heute noch mal ein paar Sachen ausprobieren, um sicher zu stellen, dass die Kameraverbindung stabil ist: http://store.qsimaging.com/kb_results.asp?ID=23


Gruss

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

da würde ich mich - sobald bei dir technisch alles läuft - über einen Erfahrungsaustausch freuen. Die Verbindung MaxPoint und Maxim DL verwendet ja eine Light-Version von PinPoint. Bin sehr gespannt, wie das Ergebnis wird!

gruß

Ulrik
 
Servus Ulrik,

PinPoint Light nützt einem da nichts - es muss schon die Vollversion sein…!

Wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, werde ich dir gerne berichten…


Gruss

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

hmm, das ist interessant. Ich habe mich bisher in der Maxim DL Usergroup schlau gemacht, dort wird eigentlich von sehr guten Ergebnissen mit der von Maxim DL mitgelieferten Version gesprochen. Bisher funtkioniert das Plate Solving bei mir auch tadellos.

Ich werde mal schauen, inwieweit ich an die Grenzen der LE Version stoße, die Lizenzkosten für die volle Version von PinPoint sind ja überschaubar.

gruß

Ulrik
 
Hallo Ulrik

Fürs automatisierte Erstellen des Pointingfiles mit Sequence brauchst du neben Maxim DL die Vollversion von PinPoint, denn nur die ist scriptingfähig. Mit der LE-Version funktionierts nicht.

LG
Thomas
 
Hallo Thomas,

inwiefern benötige ich das Pointingfile von PinPoint, wenn ich MaxPoint verwende?

Meine bisherigen Tests laufen mit Maxim DL und MaxPoint. MaxPoint ist dabei quasi der Relay-Treiber zwischen Maxim und dem eigentlichen ASCOM-Treiber, der die Montierung ansteuert.

MaxPoint fährt den entsprechenden Himmelsbereich an, erzeugt via Maxim DL eine Aufnahme, lässt diese in Maxim DL plate solven, und erzeugt daraus sein pointing modell. Das funktioniert bisher auch.

Wo ist mein Denkfehler bzw. welchen Nachteil habe ich damit, gegenüber der vollen Version von PinPoint?

Wahrscheinlich hab ich hier einen Begriffsverwirrung zwischen Pointingfile und Pointing Modell? Letzteres wird wie gesagt von MaxPoint erzeugt und verwaltet. Für von Vollauto-Modus benötigt MaxPoint Maxim DL, welches die Aufnahme und das Plate Solving macht (via PinPoint LE).

gruß

Ulrik
 
Hallo Ulrik,

für MaxPoint reicht die in Maxim DL vorhandene PinPoint LE Version, das stimmt....ABER...wenn Du für eine ASA Montierung mit Maxim DL + Sequence ein Pointingfile automatisiert erstellen willst brauchts dafür die Vollversion von PinPoint.
MaxPoint hatte ich gerne hergenommen für Polarausrichtung. Das ging einfach und schnell. Läuft bei mir leider nicht mehr bei Maximversion 5.24

Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas,

okay, dann verstehe ich das jetzt, mea culpa! Ich hab ja leider keine ASA Montierung, nur ne EQ8. Als Client-Treiber verwende ich dann eben MaxPoint mit dem Pointing Modell, welches via EQASCOM die Montierung steuert.

Verwirrungs meinerseits also aufgeklärt, vielen Dank :)

gruß

Ulrik
 
Hallo Sebastian,
habe gerade Deinen Thread entdeckt und sprachlos ob der Perfektion, mit der Du dieses Projekt hier umgesetzt hast. Meine Hochachtung!

Ich hätte 2 Fragen - auch wenn das Ganze schon ein paar Tage her ist:
1. könntest Du mir evtl. die Catia-Pläne für die (alte) Polhöhenwiege zukommen lassen? Ich bin gerade an einem (sehr viel) kleineren Projekt, brauche ebenfalls eine Polhöhenwiege, und Deine Lösung sieht äußerst durchdacht aus. Eine PN kann ich leider nicht verschicken - aber Empfangen ist bei mir eingeschaltet.
2. was ich an der Konstruktion noch nicht verstehe, ist die Azimuteinstellung: in der Wiege gibt es eine Gewindespindel, die quer verläuft und auf der ein Stift sitzt. Dieser greift in ein Loch in der Säule, auf der die Wiege sitzt. Wenn man das Ganze aber verstellen will, müsste doch das Loch eigentlich ein Langloch sein (quer zur Spindel), weil sich der Stift auf der Spindel seitlich bewegt und damit einen anderen Abstand zum Drehpunkt der Wiege bekommt als das Loch, in das der Stift greift? Wo ist mein Denkfehler? Denn offensichtlich funktioniert es ja...

Ich hoffe, Du kannst mich hier evtl. erhellen, während ich noch ein wenig über Deine Leistung staune...

Danke und clear skies,

Silvio.
 
Servus Silvio,

leider kannst du auch keine PN empfangen, da dein Postfach voll ist…

Du hast mit deiner Annahme völlig Recht - in meiner Konstruktion ist das Loch auch tatsächlich ein Langloch quer zur Spindel. Die Spindel ist über je ein Axiallager rechts und links in einer Langlochsenkung gelagert und kann sich dadurch in ihre Lage selbständig anpassen.

Und ja, die Polhöhenwiege funktioniert einwandfrei und ist das stabilste, was ich bisher gesehen habe, nur brauche ich sie nun nicht mehr - schade eigentlich, da keiner sie haben will…

Gruss

Sebastian

P.S. Wegen der Catia-Pläne kannst du mich einfach ne Mail schicken: s.d(at)s-dammers(Punkt)com
 
…anbei der aktuelle Stand in der Sternwarte…

 

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Hallo Sebastian,

eine bemerkenswerte Arbeit !

Nun fehlt nur noch eine zu den anderen Teilen passende Optik :-)

Da Du einen Guider besitzt, würde ich nicht viel Zeit fürs Pointing verschwenden. Sauber
einnorden und gut. Die DDM85 lässt sich super guiden, die Integrationszeit für den Guider
dabei nicht zu kurz wählen (ca. 5sec.), da andernfalls eher dem Seeing hinterher geguidet wird
als dass "sinnvoll" korrigiert wird.

Das Arbeiten mit großen Pointing-Files funktioniert generell auch nur dann, wenn sich an
den verschiedenen Positionen absolut nichts verwindet/verbiegt. Oder es sich zumindest
reproduzierbar verwindet. Das Verwinden kann man auch recht einfach testen. Z.B. mal einen Stern
im Osten in etwa 45° über Horizont genau im Bild zentrieren und auf diesen die Montierung Synchronisieren.
Dann das Teleskop tief nach Westen zeigen lassen und wieder zurück zum vorherigen Stern. Im
Idealfall ist dieser dann wieder exakt in der Bildmitte.

Aber wie schon gesagt, lässt sich die Montierung super Guiden. Durch die hohe Laufgenauigkeit
kann die Integrationszeit für den Guider sehr lang gewählt werden und erleichtert so die
Leitsternsuche.

Ich guide grundsätzlich und das Pointing ist für mich uninteressant.


Grüße,
Dirk
 
Servus Dirk,

mit der Optik hast du Recht, aber mit diesem Thema lasse ich mir noch Zeit - erst mal werde ich versuchen, alles aus dem OTA herauszuholen, was geht.
Daher werde ich auch noch mal mit der Optimierung der Optik und der Kollimation beschäftigen.

An das Guiden habe ich noch nicht gedacht, da es vorher bei kurzen Integrationszeiten häufig schwierig war, einen geeigneten Leitstern zu finden.
Evtl. werde ich es mal ausprobieren...

Bis jetzt scheint es ohne Guiding ganz gut zu funktionieren.

Gruss

Sebastian
 
Servus,
wollte mal fragen in wieweit das Fundament gestützt wurde?
Will mir auch ein Fundament mit Stahlsäule bauen was in etwa so aussehen soll: Link zur Grafik: https://farm6.staticflickr.com/5492/14211758782_b7d6c600e1_k.jpg
Das Fundament soll unter der Erde 1*1*1m haben und über der Erde einen Meter hoch und von 1*1m auf einen Fläche von 0,5*0,5m Spitz zulaufen soll. Unter der Erde brauche ich ja keine Schalung und über der Erde will ich sichergehen das die Schalung auch den Druck vom Beton aushält. Hab ein bisschen Angst das mir alles auseinander bricht wenn der Beton reingeschüttet wird.

Gruß Aron
 
Servus Aron,

mein Fundament geht ca. 1,3m in den Boden und schaut etwa 0,4m aus dem Boden. Die Grundfläche ist 0,8x0,8m.

Warum möchtest du dein Fundament pyramidenförmig machen - Ästhetik, oder Materialersparnis?

Es ist einfacher, eine quaderförmige Verschalung zu bauen, die stabil genug ist, um dem Druck standzuhalten.

Gruss

Sebastian
 
Servus,
wollte das Fundament so machen um Material zu sparen aber werde jetzt unter der Erde 1x1x1m machen und über der erde ein 30mm KG Rohr als Schalung nehmen dann kann ich mir auch die Stahlsäule sparen. Aber hab das Projekt erst mal auf Eis gelegt weil ich mit dem RC Modellfliegen angefangen habe aber werde vor dem Winter wieder weiter machen.
 
Hallo Sebastian!

Ich kann dir für die Polhöhenwiege 400 Euro zahlen!!
Wenn du Interesse hast meld dich einfach nochmal!

servus
johannes
 
Servus Johannes,

ich kann die leider keine PN senden, da dein Limit schon erreicht ist - schreibe mir doch bitte eine PN mit deinen Kontaktdaten…

Gruss

Sebastian
 
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