SpaceX zum Mars

Sechs Stück. Drei "Vakuum" und drei "Groundpressure".
Stimmt also schon mit den drei.
Zumal die Vakuum so viel ich weiss gar nicht geschwenkt werden können.
 
Beim Abstieg sollen anscheinend nur drei laufen. Die anderen bekommt man sowieso nicht so schnell wieder angeschmissen, wenn was ist.
 
Hallo!

Ja, heute würde sich das keiner mehr trauen.

Das würde ich so nicht sagen. Haben sich nicht zigtausende von Freiwilligen für diese One-Way-Marsmission gemeldet (deren Namen ich schon wieder vergessen habe)? Und dann gibt es noch diese BASE Jumper und Freikletterer und sonstigen Adrenalinjunkies, die wahrscheinlich dafür bezahlen würden, wenn sie beim nächsten Starhiptest an Bord sein dürften.

Und nicht vergessen: Wenn bei einem normalen Verkehrsflugzeug bei der Landung keine Triebwerke mehr laufen dann ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der Insassen sehr gering. Und trotzdem setzen sich jeden Tag hunderttausende rein. Zumindest vor Covid 19.

Grüße
Maximilian
 
Mit nicht trauen, meinte ich eigentlich eine Firma oder Organisation. Die wollen nicht die Klagewellen der Angehörigen und den Shitstorm der öffentlichen Meinung über sich ergehen lassen, wenn etwas passiert.
Verrückte gibt es genug, wenn man danach sucht. Da gebe ich Dir recht.

Gruß

*entfernt*
 
Gibt es eigentlich eine Angabe wie hoch der Flug von SN8 nun letztlich war :unsure:
Habe versucht aus den ca. 120 Sekunden Fall was zu errechnen komme aber zu keinen guten Ergebnis :affemund:
 
Hallo!

Gibt es eigentlich eine Angabe wie hoch der Flug von SN8 nun letztlich war

Ich habe noch keine gesehen. Auch google findet nichts und auf der Space-X Webseite steht ebenfalls keine Zahl. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie die 12,5km erreicht haben, denn schon beim Aufstieg sah es aus, als würden die Triebwerke nicht genau das tun, was sie sollen.

Grüße
Maximilian

PS: Auf SpaceNews kann man das hier lesen: „The vehicle ascended into the Texas sky, although SpaceX did not immediately provide information on the actual altitude that the vehicle reached. One of the three Raptor engines in the base of the vehicle shut down 1 minute and 40 seconds after liftoff, briefly igniting equipment in the engine bay. A second engine shut down 3 minutes and 15 seconds after liftoff.

The last engine shut down 4 minutes and 40 seconds after liftoff,...
 
Gibt es eigentlich eine Angabe wie hoch der Flug von SN8 nun letztlich war :unsure:
Habe versucht aus den ca. 120 Sekunden Fall was zu errechnen komme aber zu keinen guten Ergebnis :affemund:
Das wird vermutlich nur schwer zu einem Ergebnis führen, da du hier den Cw-Wert des Starship in der horizontalen Position kennen müsstest um die Terminalgeschwindigkeit berechnen zu können. Es ist auf jeden Fall merklich langsamer als freier Fall.
 
Wenn man davon ausgeht, daß das Starship kaum schneller als ein Fallschirmspringer gefallen ist, eher weniger - vielleicht mit höchstens 150km/h, dann fällt es in 2 Minuten 150/30 Km = 5km. Also deutlich weniger als die beabsichtigten 12,5km.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo!

Wenn man davon ausgeht, daß das Starship kaum schneller als ein Fallschirmspringer gefallen ist, eher weniger - vielleicht mit höchstens 150km/h, dann fällt es in 2 Minuten 150/30 Km = 5km. Also deutlich weniger als die beabsichtigten 12,5km.

66-68m/s findet man im Internet als Fallgeschwindigkeit in dieser „Bauch voraus“ Position. Das wären etwa 250km/h. Damit wäre die Höhe noch deutlich geringer. Was dazu passt, dass die ganzen Videostreamer das Starship die ganze Zeit ziemlich groß im Bild hatten. Sehr hoch kann es nicht gewesen sein.

Grüße
Maximilian
 
Wobei der Kommentar im SpaceX-Stream sich so anhörte als wären die Triebwerke abgeschaltet worden. Gute Frage, ob oder ob nicht.

CS
Jörg
 
Ähm, Maximilian, wenn es schneller fällt sollte es in einer bestimmten Zeit eigentlich weiter kommen... (bezieht sich auf die 150km/h => 5km von Heiko)

250/30 = 8,3km

Und die Schätzung an sich ist sicher auch nicht soo genau. Vor allem in der dünneren Höhenluft könnte es auch schneller fallen.
 
Hallo,

im wesentlichen ist das nur ein leerer Tank mit Stummelflügelchen der pro Gewichtseinheit einen relativen großen Luftwiderstand hat. Das sollte also noch deutlich langsamer fallen als ein kompakter Fallschirmspringer.

Gruß

*entfernt*
 
Ähm, Maximilian, wenn es schneller fällt sollte es in einer bestimmten Zeit eigentlich weiter kommen...

Stimmt tatsächlich :whistle:... Wir wissen aber auch nicht, wann genau die Abwärtsbewegung begonnen hat.

Und die Schätzung an sich ist sicher auch nicht soo genau.

Es kann auch kein konstanter Wert sein, denn die Luftdichte steckt auch in der Gleichung für den Luftwiderstand. Und die beträgt in 8500m Höhe nur 40% von der Dichte am Boden.

Irgendwann werden wir den genauen Wert aber sicher getwittert bekommen.

Grüße
Maximilian
 
Ich weiß natürlich auch bzw. es stimmt, dass man auf dem Mars und Mond kaum anders landen kann als mit laufenden Raketentriebwerken.

ABER beispielsweise bei den Mondlandern lief doch das Triebwerk die ganze Zeit. Es war natürlich regelbar, aber es war nicht so, dass man ein paar Sekunden vor der Landung das Triebwerk überhaupt erstmal starten musste und dann im Problemfall, falls es nicht direkt rund läuft, die Fähre sofort abstürzen würde. Wenn der Raketenmotor erstmal ein paar Minuten am Stück rund läuft, ist nach meinem Verständnis die Wahrscheinlichkeit, dass er auf einmal spontan ausfällt, doch deutlich geringer?

Bei Starship sehe ich ein hochkomplexes Manöver, das in den allerletzten Sekunden abläuft und wo fast null Toleranz für diverse technische Fehler ist. (Steuerung, Haupttriebwerke starten, etc.)

Zudem hat die Erde eine Atmosphäre, wo man auch aerodynamisch landen kann. Verkehrsflugzeuge können beim Ausfall von 1 Triebwerk fast völlig problemlos landen, selbst wenn alle gleichzeitig ausfallen, gibt es zumindest eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass relativ viele Personen überleben können. Man hat eben einfach irgendwie mehr Zeit, um eventuelle Fehler auszugleichen und beim Starship bei der Landung sehe ich da, wie gesagt, annähernd null Toleranz für Fehler ...

Beim Space Shuttle z.B. ist man grundsätzlich ganz ohne Triebwerk gelandet. Das Space Shuttle hatte ja viele Sicherheitsprobleme, aber die Landung gehörte wirklich nicht dazu ...

LG
Thomas
 
Hallo!

ABER beispielsweise bei den Mondlandern lief doch das Triebwerk die ganze Zeit. Es war natürlich regelbar, aber es war nicht so, dass man ein paar Sekunden vor der Landung das Triebwerk überhaupt erstmal starten musste und dann im Problemfall, falls es nicht direkt rund läuft, die Fähre sofort abstürzen würde.

Die hatten damals eine andere Strategie für ihr Bremsmanöver, genannt „powered descent“. Also der gesamte Sinkflug und Landeanflug wurde mit kontinuierlich laufendem Triebwerk durchgeführt. Das ist nicht optimal was die bemötigte Treibstoffmenge angeht, bietet aber mehr Chancen für Korrekturen entlang der Flugbahn.

Wenn der Raketenmotor erstmal ein paar Minuten am Stück rund läuft, ist nach meinem Verständnis die Wahrscheinlichkeit, dass er auf einmal spontan ausfällt, doch deutlich geringer?

Das würde ich so nicht sagen. Ein kritischer Moment ist immer der (genaso wie bei Flugzeugtriebwerken) wenn zum erstenmal volle Leistung gesetzt wird. Danach läuft es dann solange es läuft. Flugzeugtriebwerke, die nicht gleich beim Startlauf ausfallen gehen meistens irgendwann im Reiseflug kaputt. Irgendeine Öldichtung ist durchgescheuert, eine Turbinenschaufel erleidet einen Ermüdungsbruch, der auf einen Gußfehler bei der Herstellung zurückzuführen ist (hatte ich schon, drum dieses Beispiel), usw.

Bei Starship sehe ich ein hochkomplexes Manöver, das in den allerletzten Sekunden abläuft und wo fast null Toleranz für diverse technische Fehler ist. (Steuerung, Haupttriebwerke starten, etc.)

Das liegt daran, dass beim Starship das „finale Bremsmanöver“ mit dem absoluten Minimum an Treibstoff durchgeführt werden muß, denn dieser Landetreibstoff muss ja den ganzen Weg mitgenommen werden (in Elons Träumen sogar vom Mars...) und kostet überproportional viel Nutzlast. Also bremst man im allerletzten Moment so hart es geht. So wie Hamilton das in jeder Kurve macht :)

Zudem hat die Erde eine Atmosphäre, wo man auch aerodynamisch landen kann. Verkehrsflugzeuge können beim Ausfall von 1 Triebwerk fast völlig problemlos landen, selbst wenn alle gleichzeitig ausfallen, gibt es zumindest eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass relativ viele Personen überleben können.

Das stimmt schon, aber wie oben schon geschrieben soll das Starship ja auch auf dem Mond und Mars landen können. Und dort hilft keine Atmosphäre dabei. Und extra für die Landung auf der Erde noch ein zusätzliches Landesystem einzubauen würde nicht viel Nutzlastkapazität übriglassen.

Man hat eben einfach irgendwie mehr Zeit, um eventuelle Fehler auszugleichen und beim Starship bei der Landung sehe ich da, wie gesagt, annähernd null Toleranz für Fehler ...

Das stimmt nur bedingt. Wenn die Fallschirme nicht richtig aufgehen oder ein Loch im Hitzeschild die Flügelstruktur zerschmilzt dann reduziert sich das Restleben auch auf einige Sekunden. Insofern ist ein Starship Landeunfall für die Besatzung sogar angenehmer, denn die bekommen das gar nicht mehr mit. Anders als die Crew der Columbia.

Beim Space Shuttle z.B. ist man grundsätzlich ganz ohne Triebwerk gelandet. Das Space Shuttle hatte ja viele Sicherheitsprobleme, aber die Landung gehörte wirklich nicht dazu ...

Beim Space Shuttle war das insofern einfacher, als man aus einer niedrigen Erdumlaufbahn gelandet ist und dafür einige wenige Landebahnen weltweit verfügbar waren. Trotzdem hat man wegen des Wetters oder anderer Gründe die Landung oft verschieben oder an einen anderen Ort umplanen müssen und ist dann einfach noch ein paar Runden länger um die Erde geflogen. Das Starship wird aber, wie seinerzeit die Apollokapseln, mit Fluchgeschwindigkeit vom Mond oder Mars ankommen. Da gibt es keine Möglichkeit für Warteschleifen. Wenn man aber nur eine kleine Landeplattform für eine senkrechte Landung braucht, hat man eine große Auswahl davon und wird immer eine mit günstigen Bedingunen zur Verfügung haben.

Grüße
Maximilian
 
... zumal man für umständliche Orbits zum Geschwindigkeitsabbau auch gar keine Zeit und für große Bahnmanöver wieder keinen Treibstoff hat. Es bleibt also nur der harte Ritt durch die Atmosphäre.

CS
Jörg
 
Völlige Zustimmung zum Post von Maximilian.
Bei Apollo muss man noch dazu sagen, dass die ja de facto ein Reservetriebwerk dabei hatten, nämlich das der Aufstiegsstufe. Wäre also das Landetriebwerk ausgefallen, hätte man sich trotzdem retten können. Lediglich das Aufstiegstriebwerk war natürlich nicht mehr redundant. Deshalb war es so simpel wie möglich aufgebaut, um die Versagenswahrscheinlichkeit so gering wie möglich zu halten.

Gruss
Thorsten
 
Ui!
SN9 soll schon am kommenden Montag zum Startplatz transportiert werden! Also gerade mal 5 Tage nach dem SN8-Flug!!
Da es inzwischen ein Transportfahrzeug für die Dinger gibt, muss nicht mehr am Startplatz die Spitze auf die Tanksektion gepflanzt werden. Es könnte also durchaus diesen Monat noch einen Testflug geben. :cool:

Gruss
Thorsten
 
Fein,

die bleiben dran. Dann schätzen sie den vorausgegangenen Flug so ein wie wir. Bin echt gespannt - das waren schon mehr als eindrucksvolle Bilder und irgendwie gönne ich denen eine ordentliche Landung. So viel Engagement und Anstrengung bedarf der Belohnung.

CS
Jörg
 
Hm, SN9 scheint keine Lust auf den Heldentod zu haben... :oops:
Das Haltegestell unter der Rakete scheint nachgegeben zu haben...

SN9leaning.jpg


Was es alles so gibt... :LOL:

Thorsten
 
Ich hab mir den Flug bei Youtube angeschaut. Wirklich beachtliche Leistung in der kurzen Zeit. Dieses iterative Verfahren mit vielen Tests funktioniert erstaunlich gut. Besonders beeindruckend fand ich die Nahaufnahmen der Düsen. Da hat man gut gesehen wie schnell die schwenken und regulieren.

Wie groß ist das Teil den eigentlich? Wenn das runterkommt, sehen die Container, die da rumstehen aus wie Spielzeug. Und wie groß sind die die Triebwerke und wieviel Schub liefern die? Die müssen ja auch ganz schön groß sein.

Bin mal gespannt, wer als erster auf dem Mond ist. Die NASA oder Space X. Von SLS habe ich schon einige Zeit nichts mehr gehört. Von der New Glenn auch nichts.

CS Joachim
 
Hi Joachim!

Das Ding ist riesig!
Länge etwa 50 Meter, Durchmesser 9 Meter.
Die Erststufe "SuperHeavy" soll 70 Meter lang werden,
der Stack käme dann auf 120 Meter.
Schub der Triebwerke musst du guugeln.

SLS macht gerade den "Green-Run-Test",
bei der vorletzten Prüfung (Betanken) gab's Probleme mit dem LOX.
Wenn die im Griff sind, kommt der Hot-Fire-Test.
Ursprünglich für kommenden Montag geplant,
dürfte der allerdings eher nicht mehr in diesem Jahr stattfinden.

New Glenn: Es wird fleissig an Fabriken gebaut,
Schiffe werden gekauft, und
das Triebwerk scheint zu existieren und zu funktionieren,
aber sonst eher ein bisschen stealth.
Würde mich nicht überraschen wenn die plötzlich
mit nem Starttermin aus der Versenkung kämen.

Gruss
Thorsten
 
Die Triebwerke haben etwas über 2000kN. Zum Vergleich hat der Eurofighter 2x60kN.

Insgesamt ist die Kiste mit 62000kN fast doppelt so stark wie die Saturn V und 4x so stark wie die Falcon Heavy. Die Saturn V ist soviel ich weiß immer noch die stärkste Maschine, die je gebaut wurde. Starship dürfte das locker toppen.

Was da grad fliegt...ist das eigentlich die Erststufe oder Zweitstufe?
 
Hallo,
etwas offtopic:

Hat jemand einen Livestream für den Astra 3.2 - Start gleich gegen 20:00 Uhr MEZ?
Ich finde nichts.

Update: Verschoben auf morgen.

Danke,
Henning
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ich habe irgendwo gelesen, dass das Aerobremsen des Starship's am Mars mit mehreren(!) Eintauchvorgängen stattfinden soll. Ich habe sowas noch von keiner andere Mission gehört, habe aber nicht so den Überblick. Normal ist wohl, dass ein zu flacher Winkel zum einmaligen raushüpfen ins All führt, ohne Rückkehr und ein zu kleiner zum verglühen. Ebenso hat man wohl das gelenkte Surfen auf dem Hitzeschild inzwischen gut im Griff. Aber gezieltes Hüpfen?
Kennt jemand vergleichbare erfolgreiche Beispiele?
Grüße
thomas314
 
> Kennt jemand vergleichbare
> erfolgreiche Beispiele?

Cháng'é-5 wird das in zwei Tagen so machen...
Und vor ein paar Jahren wurde das mit Cháng'é-5 T1 sozusagen "geübt".

Thorsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

dieses Rein-Raus-Ditschen aus der Atmosphäre und Abbremsen sind nicht unähnlich zu dem was Eugen Sänger mit dem Silbervogel schon Anfang der 40er-Jahre vorhatte - zumindest als Konzept. Es ging da aber mehr darum die Reichweite zu steigern. Das mehrmalige Bremsen in der Atmosphäre war ein Nebeneffekt. Ideen dazu sind also schon sehr alt.

Gruß

*entfernt*
 
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