Starlink-Satelliten

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Hallo Wolfgang,

der Aufstieg in den finalen Orbit dauert etwa 2 Monate. Das heißt bei einer durchschnittlichen Startkadenz von 2 im Monat sind immer maximal 4 Formationen deutlich sichtbar (natürlich immer nur entlang des jeweiligen Orbits). Im finalen Orbit sind sie deutlich dunkler und auch aufgefächert und nicht mehr im "Linienflug". Bislang wurden 360 gestartet - im April kommen vermutlich 120 weitere dazu.

Grüße, Marcel
 
Guten Abend zusammen,

hier fallen ja oft die Stichworte Nachthimmel, Astrofotografie, Anblick usw. Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch noch andere "Disziplinen" in der Astronomie gibt?

Für Radioastronomen sieht es z.B. so aus:

starlink_s.gif


Über einen Zeitraum von ca. 14 Minuten - gar nicht lustig :(

Nebenan im Radioastro Board hat @eberhard_ehret einen eigenen Thread dafür aufgemacht. Mittlerweile haben wir fast täglich damit zu tun und das ist erst der Anfang.

Und: Dagegen helfen weder Filter noch das Anpinseln mit Schultafellack ;)

Wie gesagt - gar nicht lustig...
 
Wie gesagt: Ich hoffe, dass Musk mit seinen Starlinks Pleite geht. :mad:

Nichts für ungut Murks-Fanboys... ;)

Und auch wenn die Satelliten in ihren finalen Orbits deutlich dunkler sind, versauen sie mit ihrer Helligkeit zw. 5 und 6 mag immer noch Aufnahmen z.B. von Leuchtenden Nachtwolken in den Sommermonaten.

Ich habe erstmal alle weiteren Investitionen in mein Hobby gestoppt.
 
Ich hoffe, dass Musk mit seinen Starlinks Pleite geht. :mad:
Hallo Andreas,
Dein Wunsch ist nachvollziehbar. Doch was wären die Folgen einer Pleite? Wer würde die Kontrolle übernehmen? Wer würde Kollisionen verhindern? Stecker ziehen hilft nicht. Dafür ist es zu spät.

Ich kriege das Dauer?, wenn ich an Elon Musk und sein Starlink denke, und ich wünsche dem Unternehmen nichts Gutes. Aber es nützt nix.
Wir können nur zusehen, und hoffen, dass es nicht so schlimm wird, wie befürchtet. Die Menge der Menschen, die das interessiert, ist einfach zu klein. Wir sind zu leise. Für die „Entscheider“ sind wir Sternegucker nur ein kleiner, unbedeutender Haufen Spinner, die sich gefälligst ein neues Hobby suchen sollen.

Und selbst unter uns Hobbyastronomen ist das Interesse nicht groß.

Gerade einmal 607 Leute haben die Anfang des Jahres gestartete
Petition mitgezeichnet. OK, die Chancen auf Erfolg waren beinahe null.
Aber wir hätten ein verdammtes Zeichen setzen können.
Wir hätten zeigen können, wie viele Menschen das Thema hier berührt.
Ich weiß nicht, wieviele Mitglieder in diesem Forum aktiv sind, im Nachbarforum sind es über 22.000. Gemeinsam hätten wir spielend das Quorum (50.000) erreichen können. 607. Das ist beschämend.

CS

Dietmar
 
Dann verpeste mal weiter die Nachwelt mit Deinem Verbrenner und sorge dafür das man unter der Smog Kuppel mit 3 mag Himmel die Starlinks nicht mehr sieht :D
Währenddessen spendet Elon Musk tausende Beatmungsgeräte und rettet Menschenleben. Erkenne den Unterschied ;)

Du mahntes Sachlichkeit an?!
Ok! Deine Starlinks kommen leider nicht allein bzw. via Elektroantrieb in den LOE! So nun haben wir hier auch eine Art Verbrennungsmotor (Rakete mit Rückreiseoption der ersten Stufe). 12.000 Starlinks / 60 Starlinks je Start macht 200 Starts! Nun wie viele Abgase sind das??? Erkläre es mir, aber bitte sachlich und am besten in Diesel- Äquivalent- Kilometern bei einen Durchschnittsverbrauch von 6 Litern auf 100 km.

Noch ein anderes Thema, bei welchen ich aber nicht weis ob das stimmt. Jemand meinte hier die Dinger hätten eine Lebenserwartung von ca. 5 Jahren? Um alle 12.000 in den LOE zu bekommen bei einem Startintervall aller 2 Wochen benötigt man aber schon 7,69 Jahre bedeutet die ersten sind Müll bevor alle oben sind!!! Und falls die Aussage mit den 5 Jahren stimmt, dann würde auch hier Herr Murks wieder einfach nur viel Müll machen ohne jemals fertig zu werden. Jedenfalls nicht bei diesen 2 wöchentlichen Startintervallen. Und die Abgase für den Nachschub an Müll- Starlinks nicht zu vergessen. Das nenne ich Ressourcenverschwendung.
 
Guten Abend zusammen,

hier fallen ja oft die Stichworte Nachthimmel, Astrofotografie, Anblick usw. Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch noch andere "Disziplinen" in der Astronomie gibt?

Für Radioastronomen sieht es z.B. so aus:

Den Anhang 131558 betrachten

Über einen Zeitraum von ca. 14 Minuten - gar nicht lustig :(

Nebenan im Radioastro Board hat @eberhard_ehret einen eigenen Thread dafür aufgemacht. Mittlerweile haben wir fast täglich damit zu tun und das ist erst der Anfang.

Und: Dagegen helfen weder Filter noch das Anpinseln mit Schultafellack ;)

Wie gesagt - gar nicht lustig...

/Sarkasmus on

Ich bin mir sicher, dass Elon Murks schon bald mit Hochdruck beginnen will, zügig darüber nachzudenken wie er dieser Herausforderung begegnen könnte. Vielleicht verteilt er ja kostenlose Angelsets an alle Betroffenen damit diese dabei Ihre innere Ruhe wiederfinden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er auf seine Kosten Teiche anlegen lässt da wo es keine Angelgewässer gibt. Die lebensecht nachempfunden Roboterfische werden dann des Erfolgserlebnisses wegen starlink gesteuert an den Haken gebracht. So bekommt alles einen Sinn!

/Sarkasmus off
 
Du mahntes Sachlichkeit an?!
Ok! Deine Starlinks kommen leider nicht allein bzw. via Elektroantrieb in den LOE! So nun haben wir hier auch eine Art Verbrennungsmotor (Rakete mit Rückreiseoption der ersten Stufe). 12.000 Starlinks / 60 Starlinks je Start macht 200 Starts! Nun wie viele Abgase sind das??? Erkläre es mir, aber bitte sachlich und am besten in Diesel- Äquivalent- Kilometern bei einen Durchschnittsverbrauch von 6 Litern auf 100 km.

Andreas, Du sollst nicht immer so hart zurückgrätschen :):):)
 
Ja sorry, du hast recht. Aber wer glaubt, der tut das alles zum Wohle der Menschheit der sollte ein recht auf Aufklärung haben.
 
Wie wärs mit einem Planetarium pro Erdling.:D
 
Du mahntes Sachlichkeit an?!
Ok! Deine Starlinks kommen leider nicht allein bzw. via Elektroantrieb in den LOE! So nun haben wir hier auch eine Art Verbrennungsmotor (Rakete mit Rückreiseoption der ersten Stufe). 12.000 Starlinks / 60 Starlinks je Start macht 200 Starts! Nun wie viele Abgase sind das??? Erkläre es mir, aber bitte sachlich und am besten in Diesel- Äquivalent- Kilometern bei einen Durchschnittsverbrauch von 6 Litern auf 100 km.

Noch ein anderes Thema, bei welchen ich aber nicht weis ob das stimmt. Jemand meinte hier die Dinger hätten eine Lebenserwartung von ca. 5 Jahren? Um alle 12.000 in den LOE zu bekommen bei einem Startintervall aller 2 Wochen benötigt man aber schon 7,69 Jahre bedeutet die ersten sind Müll bevor alle oben sind!!! Und falls die Aussage mit den 5 Jahren stimmt, dann würde auch hier Herr Murks wieder einfach nur viel Müll machen ohne jemals fertig zu werden. Jedenfalls nicht bei diesen 2 wöchentlichen Startintervallen. Und die Abgase für den Nachschub an Müll- Starlinks nicht zu vergessen. Das nenne ich Ressourcenverschwendung.

Alle Raketenstarts der Menschheitsgeschichte sind nicht mal ein Rundungsfehler in der CO2 Bilanz ;) Der Kerosintank einer Falcon 9 fasst etwa 120.000 Liter - also 4 Tanklastwagen.
Aber damit das in Zukunft gar nicht mehr ins Gewicht fällt, arbeitet die nächste Triebwerksgeneration (Raptor) mit Methan. Das kann (und wird - weil man genau das auf dem Mars benötigt) mittels Sabatier Prozess aus Luft CO2 und H2 aus der Elektrolyse von Wasser (mittels der ja ebenfalls von Tesla hergestellten Solarmodule) hergestellt werden - damit ist die CO2 Bilanz sogar negativ sobald z.b. bei einem Flug zu Mond oder Mars ein Teil des Methans außerhalb des Gravitationsfeldes der Erde umgesetzt wird.

5 Jahre durchschnittliche Nutzungsdauer ist soweit ich weiß korrekt. Daher hast Du natürlich recht, dass mit Falcon 9s und zweiwöchiger Startkadenz die 12.000 Starlinks der ersten Ausbaustufe nicht erreicht werden können und schon gar nicht die 40k. Das Startmanifest von SpaceX spricht allerdings ab 2022 oder 23 von 70 Falcon 9 plus 10 Falcon Heavy Starts - da wird also mehr als ein Start alle zwei Wochen kommen denke ich. Ab 23 oder 24 sollte realistisch auch die Fracht Variante von Starship/Superheavy einsatzbereit sein. Die soll 400 Starlinks pro Start schaffen und theoretisch täglich starten können. Das erledigt jedes derzeit denkbare Angebotsproblem (und Kostenproblem) bei der Startkapazität und dürfte dann auch hoffentlich, endlich, eine Erschließung und Industrialisierung des gesamten Erdorbits, Cis-Lunaren Raumes, des Mondes selbst und des Mars ermöglichen. (ich weiß - für Dich eine Horrorvorstellung, aber tröste Dich, ich löse dann ein Ticket ;) )
Die Starlinks sind so konstruiert das sie vollständig beim Wiedereintritt verglühen. Was dann als feinster Staub (vor allem wohl Aluminium, Titan und Silizium) vom Himmel kommt, ist ebenfalls nicht mal ein Rundungsfehler der Milliarden Tonnen Kleinstmeteorite die pro Jahr auf die Erde regnen.

Viele Grüße,
Marcel
 
Hallo Marcel,
toll erklärt und gleichzeitig schaurig was da auf die Menschen zukommt.
Astroausgaben für den Rest des irdischen Daseins aufs Eis gelegt.
Gruß *entfernt*
 
Hallo zusammen,
auch wenn die Diskussion hier im Forum nicht beobachungsorientiert ist, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass zuletzt Starlinks helle Flares verursachen, die denen der Iridiums gleichwertig sind: gestern einen mit -7 mag gesehen und fotografiert: siehe hier
Gruß Christoph
 
Hallo zusammen,
heute morgen zwischen 05:20 und 05:50 zogen die Starlink Satelliten des 5. Launches (laut Heavens Above gestartet am 18.3.) dutzendweise wie an einer Perlenkette über den Himmel. Wie ihr auch stehe ich diesem Treiben sehr kritisch gegenüber. Trotzdem wollte ich mir mal ansehen, wie das wirkt.
Von dem Spektakel habe ich einen kleinen Zeitraffer gemacht, der hier zu sehen ist.
Gruß
Tom
 
...und dürfte dann auch hoffentlich, endlich, eine Erschließung und Industrialisierung des gesamten Erdorbits, Cis-Lunaren Raumes, des Mondes selbst und des Mars ermöglichen...
Ist das wirklich Dein Ernst, Marcel?! "ENDLICH"?! Als könnte es mit dieser Industrialisierung gar nicht schnell genug gehen... :cry:
Es erschreckt mich immer wieder, wie weit die Meinungen doch immer wieder auseinandergehen. :oops:
Aber nun gut, jeder ist frei zu denken und sich zu wünschen, was immer er möchte.

Ich wünsche mir von Herzen mehr Bescheidenheit und Dankbarkeit, mehr Demut und Achtsamkeit im Umgang mit der Technologie an sich, unserer Umwelt und ihren(!) Ressourcen! Ich denke, wir sind Teil dieses empfindlichen, einzigartigen Systems der Erde und nicht ihr allwissender, übergeordneter und mit allen Befugnissen ausgestatteter Herrscher! :erde:

Liebe Grüße
Nico

P.S.: Ich sehe bereits schon jetzt so gut wie täglich Starlink Satelliten da oben rumschwirren. Mittlerweile schon vereinzelt, getrennt von einander, ihre finale Position ansteuernd. Klar könnten es auch andere Satelliten sein, doch die konstante, rel. große Helligkeit und die schiere Häufigkeit legt nahe, dass es sich um Starlink handelt.
Und das sind gerade einmal etwas über 300Stk. die jetzt oben sind! Wenn das mal noch 100x so viele oder sogar noch mehr werden steht da oben gar nix mehr still... o_O
 
Ist das wirklich Dein Ernst, Marcel?! "ENDLICH"?! Als könnte es mit dieser Industrialisierung gar nicht schnell genug gehen... :cry:
Es erschreckt mich immer wieder, wie weit die Meinungen doch immer wieder auseinandergehen. :oops:
Aber nun gut, jeder ist frei zu denken und sich zu wünschen, was immer er möchte.

Ich wünsche mir von Herzen mehr Bescheidenheit und Dankbarkeit, mehr Demut und Achtsamkeit im Umgang mit der Technologie an sich, unserer Umwelt und ihren(!) Ressourcen! Ich denke, wir sind Teil dieses empfindlichen, einzigartigen Systems der Erde und nicht ihr allwissender, übergeordneter und mit allen Befugnissen ausgestatteter Herrscher! :erde:

Liebe Grüße
Nico

Hallo Nico,

ja, das ist tatsächlich mein Ernst. Aber ich für meinen Teil bin froh das es zu solch wichtigen Fragen verschiedene Meinungen gibt, auch wenn es nicht meine ist. Orte an denen alle das Gleiche denken, sind meistens Orte an denen ohnehin eher wenig gedacht wird ;)

Versteh mich nicht falsch - ich verstehe mich durchaus als Umweltschützer und ich wünsche mir mehr saubere Technologie zum Wohle des Planeten und der Menschheit. Ich bin aber auch Realist bezüglich der menschlichen Natur und vermutlich sogar der Evolution an sich. Expansion und das Erschließen neuer Lebensräume ist ein Grundprinzip der Natur und des Menschen. Mäßigung und Demut eher nicht. Ich glaube aber das man durch das Erschließen und Industrialisieren des Weltalls beides unter eine Hut bekommen kann. Jeff Bezoz hat mal gesagt, er glaubt man könne die Erde hauptsächlich "als Wohngebiet ausweisen" - und ich denke damit hat er recht. Wir könnten unseren Wohlstand verzigfachen und gleichzeitig die Natur schützen wenn wir unsere ganze dreckige Schwerindustrie auslagern. Z.B. auf dem Mond gibt es alle wichtigen Metalle und Rohstoffe im Überfluss und keine Natur die irgendwie dadurch gestört würde. Klar ist das jetzt noch Science Fiction aber das waren viele Dinge bevor man es einfach gemacht hat. Ich habe keine Kristallkugel und ich weiß auch das genau das Gleiche zu Apollo Zeiten bereits versprochen wurde. Vielleicht wird es nie passieren - dann erübrigt sich aber auch jedes Bedenken dagegen wenn es ohnehin nicht geschieht. Aber heute haben wir deutlich bessere Technologie und das erste mal spielen Wirtschaftsunternehmen eine tragende Rolle. Der Staat ist ein schwerfälliges Monstrum - genau wie der militärisch-industrielle Komplex (man siehe sich nur das Trauerspiel mit dem SLS an, oder die von US Administration zu Administration wechselnden Pläne für Mond und Mars deren Gemeinsamkeit in ihrem kolossalen Scheitern liegt). Nur wenn man im Weltraum Geld verdienen kann, wird man es auch erschließen. Ein weitere Fußabdruck auf einem Himmelskörper ist nett - aber am Ende des Tages nur ein schönes Foto im Geschichtsbuch wenn es dabei bleibt.
Ich bin der festen Überzeugung das wir die großen Probleme der Menschheit (und der Umwelt) mit Expansion ins All und besserer Technologie lösen können und am Ende als Zivilisation sehr viel besser da stehen werden - mit Möglichkeiten von denen man heute nur träumen kann. Mal davon abgesehen das nur eine multiplanetare Zivilisation wirklich langfristig überlebensfähig ist.

Viele Grüße,
Marcel
 
Hallo ,
ich hatte den Gedanken von Nico auch schon mal gefasst. Die Starlink-Satelliten sind immer noch heller als ihre prognostizierte Helligkeit. Wenn die Dinger im Sommer die ganze Zeit Bewegung in den Himmel bringen, so hat das für mich einen ähnlichen Effekt wie der Schattenschlag eines Windrades. Es würde verrückt machen, Und das beträfe nicht nur Sternfreunde, sondern jeden der abends auf der Terrasse den Abend genießen möchte. Ich hoffe, dass das den Space X-Leuten bewusst ist und dass sie deswegen die Dinger unsichtbar machen müssen.

Unsere Expansion ins All halte ich für Utopie einiger Technokraten. Wir Menschen sind Kinder eines 4,5 Milliarden Jahre alten Planeten, dessen Ökosystem derart komplex ist, dass wir es nur im Ansatz verstanden haben. Wir stehen wohlmöglich an der Spitze dieser Entwicklung, trotzdem sind wir in symbiotischer Art und Weise mit allem in der Natur verbunden. Das All ist absolut lebensfeindlich. Wer die Erde als Wohngebiet betrachtet, der hat aus meiner Sicht, die Verbindung zur Mutter Erde gedanklich verloren. Es wird eine weitere Stufe der Entwicklung vom Homo Sapiens zum Homo astronautus notwendig sein, längere Zeit der Erde fernzubleiben. Davon sind wir weit entfernt.
Aber wie gesagt, es ist meine Ansicht. Die Technokraten werden zunächst " gewinnen", weil sie die finanzielle Macht haben. Doch werden sie am Ende bestimmt verlieren, weil sie dem Netzwerk Natur nicht entkommen können. Elon Musk wäre für mich ein solcher Technokrat.
Das ist aber nur meine unerhebliche Ansicht.
Grüße,
Christian
 
Versteh mich nicht falsch - ich verstehe mich durchaus als Umweltschützer und ich wünsche mir mehr saubere Technologie zum Wohle des Planeten und der Menschheit. Ich bin aber auch Realist bezüglich der menschlichen Natur und vermutlich sogar der Evolution an sich. Expansion und das Erschließen neuer Lebensräume ist ein Grundprinzip der Natur und des Menschen.
Ok, ich kann Deine Beweggründe für diese Sicht der Dinge durchaus nachvollziehen. Ich denke auch, dass der Forschergeist und die Neugier eine Tugend ist, welche so alt wie die Menschheit selbst ist und uns quasi ausmacht. Diese sollte und kann man auch nicht leugnen und wir sollten froh sein, dass wir diesen Drang nach Entwicklung in uns haben.
Es geht mir nur um das WIE! Wir Menschen verhalten uns, meiner Meinung nach, seit ein paar Jahrhunderten so, wie ein Kind oder junger Teenager, dem man nach und nach eine Rasierklinge in die Hand drückt, dann etwas Schwarzpulver, dann eine geladene Waffe etc etc. Aber womöglich sind das alles erforderliche Lernschritte um weiterzukommen, bis wir irgendwann reif genug sind unsere Errungeschaften auch sinnvoll einzusetzen. Sofern wir so lange überleben.... _wirbelsturm:
Mit dem WIE meine ich auch, dass wir durch das übermächtige Patriarchat der letzten Jahrhunderte (oder gar Jahrtausende) jeglichen Sinn für Nachhaltigkeit und Wertschätzung verloren haben. Uns fehlt der wichtige weibliche Einfluss, der unsere männlichen (rationalen) Qualitäten ausgleicht, in den richtigen Zusammenhang stellt und uns ggf. auch maßregelt, wenn wir zu weit gehen, indem wir z.B. unseren Heimatplaneten (und auch seine Umgebung) ausbeuten, verschmutzen oder gar uns als Menschheit und somit all unsere evolutionären Schritte in Gefahr bringen.
Denn die (männliche) Ratio ist nichts, ohne das ausgleichende (weibliche) Gefühl! Und natürlich vice versa.
Ich denke, es ist wichtig diesen unersetzlichen Einfluss wieder zurückzugewinnen, um als Menscheit voranzukommen - vlt irgendwann auch über diesen Planeten hinaus.

Somit stimme ich auch Christian's Worten zu:
Wer die Erde als Wohngebiet betrachtet, der hat aus meiner Sicht, die Verbindung zur Mutter Erde gedanklich verloren. Es wird eine weitere Stufe der Entwicklung vom Homo Sapiens zum Homo astronautus notwendig sein, längere Zeit der Erde fernzubleiben. Davon sind wir weit entfernt.
Wir stehen wohlmöglich an der Spitze dieser Entwicklung, trotzdem sind wir in symbiotischer Art und Weise mit allem in der Natur verbunden.

Mir wird gerade bewusst, dass ich/wir hier sehr von der eigentlichen Thematik dieses Threads abdriften. Dafür entschuldige ich mich! Themen greifen nun mal (leider?) allzu oft in einander :D

So nun zurück zum Thema Starlink...

Liebe Grüße
Nico
 
Moin,

Es erschreckt mich immer wieder, wie weit die Meinungen doch immer wieder auseinandergehen. :oops:
Aber nun gut, jeder ist frei zu denken und sich zu wünschen, was immer er möchte.
starke Meinungsdivergenzen sind zumeist die Folge von erfolgreichem Ausblenden von Fakten (Kolateralschäden). Deswegen kann zB ein Wissenschaftler seine Meinung der Faktenlage anpassen. Ein Prediger nicht, er muß faktenlagenunabhängig an der Doktrin festhalten. Ein Fanboy auch. Wobei der Prediger weiß, warum er so handelt. Der Fanboy nicht.
Oft scheitert es nichtmal an Intelligenz, also an der Fähigkeit, etwas zu erkennen. Zumeist ist es schnöder Egoismus à la "ich will aber" gepaart mit Unwillen, etwas zu erkennen.

Wir könnten unseren Wohlstand verzigfachen
WESSEN Wohlstand?
Nach dem Motto: jeder kann reich werden, aber nicht alle. Und wer bitte ist "wir"?

unsere ganze dreckige Schwerindustrie auslagern. Z.B. auf dem Mond gibt es alle wichtigen Metalle und Rohstoffe im Überfluss und keine Natur die irgendwie dadurch gestört würde
Eine Technologie von vorgestern für eine Welt von morgen, aha.
Und per Fahrstuhl kommen die extraterrestrisch produzierten Güter dann auf die Erde.... Oder am Fallschirm?
Science-Fiction? Nope! Fiction!

StarLink-Satelliten am 28.März gg 20:24 MEZ und zum Vergleich ein normales Verkehrsflugzeug in vollem Ornat (alle Lampen an):

IMG_0456_stlnk_20200328_2024.jpg

5 auf einen Streich, iso3200, 30sec, völlig unbearbeitet (nur verkleinert fürs Forum)

IMG_0461_vgl-flieger.jpg

ein Verkehrsflugzeug mit allen Lampen an, iso3200, 30sec, Kontrast angehoben, damit man überhaupt was sieht (!)

Die Satelliten sind um ein Vielfaches heller als das Flugzeug!

Clear Skies!
Okke
 
Schön erklärt, das mit dem Prediger! Man könnte auch denken unsere beiden Visionäre sind Lobbyisten von Mr. Murks oder vielleicht nur Pods:eek:
 
Naja, sehe ich nicht ganz so. Ich habe schon eine gewisse Empathie für die Begeisterung ob des Aufbruchs in den Weltraum. Ich teile diese sogar. Irgendwann wurde mir aber dann klar, daß diese ganzen Utopien nie bis zuende durchgedacht wurden. Als Kinostoff wunderbar und sehr kurzweilig.
In der Realität leider komplett auf Sand gebaut. Sprich: funktioniert zwar, fällt aber um, und wird beim Umfallen viel in und unter sich begraben. Auf Sand gebaut eben.

Der Impulssatz und Geld alleine reichen nun mal nicht aus. Musk ist gedanklich aber noch nicht so weit... er ist ja noch jung.

Clear Skies!
Okke
 
Das ist schade, dass diese Diskussion so gehässig geworden ist. Die Meinungsäußerung von Nico fand ich sehr schön, dem ganz klar ist, dass es verschiedene Meinungen geben kann ohne den anderen gleich zu verurteilen. Es gibt eben für mehrere Sichtweisen Argumente und meist nicht nur schwarz oder weiß.
Viele Betrachtungsweisen haben aber auch mit den eigenen Erfahrungen und der eigenen Erziehung zu tun.

Clear Skies
Spunti
 
Moin,

starke Meinungsdivergenzen sind zumeist die Folge von erfolgreichem Ausblenden von Fakten (Kolateralschäden). Deswegen kann zB ein Wissenschaftler seine Meinung der Faktenlage anpassen. Ein Prediger nicht, er muß faktenlagenunabhängig an der Doktrin festhalten. Ein Fanboy auch. Wobei der Prediger weiß, warum er so handelt. Der Fanboy nicht.
Oft scheitert es nichtmal an Intelligenz, also an der Fähigkeit, etwas zu erkennen. Zumeist ist es schnöder Egoismus à la "ich will aber" gepaart mit Unwillen, etwas zu erkennen.

WESSEN Wohlstand?
Nach dem Motto: jeder kann reich werden, aber nicht alle. Und wer bitte ist "wir"?


Eine Technologie von vorgestern für eine Welt von morgen, aha.
Und per Fahrstuhl kommen die extraterrestrisch produzierten Güter dann auf die Erde.... Oder am Fallschirm?
Science-Fiction? Nope! Fiction!


Clear Skies!
Okke

Sehe ich anders - die starken Meinungsunterschiede hier sind nicht begründet durch die unterschiedliche Deutung wie etwas im objektiv wissenschaftlichen Sinne ist, sondern wie etwas sein sollte. So wie du es formulierst nimmst du aber offensichtlich für Dich in Anspruch im Besitz der universell gültigen moralischen Wahrheit plus genauer Kenntnis über alles was der Menschheit in Zukunft möglich sein wird und was nicht zu sein. Kann man machen - aber dann ist man auch nur ein Prediger für die andere Seite ;) ich habe weiter oben selbst geschrieben das ich keine Kristallkugel habe - du hingegen scheinst es ja alles bereits genau zu wissen ;)

Wessen Wohlstand? Wenn ich in solchen Posts von "wir" schreibe, meine ich die Menschheit als Ganzes. Ich sehe mich durchaus als Humanist (ok, eigentlich Transhumanist, aber lassen wir die philosophische Haarspalterei). Von jeder neuen Technologie hat auch die Menschheit als Ganzes letztendlich profitiert - sicherlich in jeweils unterschiedlichem Maße. Aber auch die ärmsten Länder der Welt stehen heute dank der technologischen Entwicklung besser da als früher. Und das wird auch bei einer großflächigen Erschließung des Weltraums so sein - der Verfall der Rohstoff- und Energiepreise der damit einher geht, wird auch den ärmsten zugute kommen. Und auch wenn das hier im Forum immer wieder belächelt wird, auch Starlink wird armen Nationen zum Vorteil gereichen. Gerade in Afrika ist mobiles Internet kritisch für kleine Geschäfte, für den Geldtransfer zwischen Menschen und generell für gesellschaftliche Partizipation. Man mache sich nichts vor - ich war 7 Monate lang in Mogadischu, dort hatte ich besseren Empfang als hier im Vogelsberg und fast jeder hatte dort ein Handy als meistens wichtigster Besitz.

Technologie von Vorgestern? Ja sicher! Landwirtschaft ist von vorvorgestern und trotzdem kommen wir nicht ohne aus. Auch eine künftige noch so hoch entwickelte interplanetare Zivilisation wird irgendwo in großem Stil Rohstoffe abbauen und verarbeiten müssen, auch wenn der Großteil der Wertschöpfung in anderen Wirtschaftszweigen liegt. Nur weil Microsoft an der Börse mehr Wert ist als die gesamte globale Stahlindustrie heißt es noch lange nicht das man auf letztere verzichten könnte. Einer der größten lunaren Wirtschaftszweige könnte übrigens der Bau von riesigen Solarsatelliten sein. Mit denen könnte der weltweite Energiebedarf mehr als gedeckt werden, was sowohl der Wirtschaft als auch der Umwelt massiv zugute kommen würde. Man könnte mit solchen Satelliten auch das Sonnenlicht das die Erde erreicht regulieren und damit den Treibhauseffekt ausgleichen oder Großwetterlagen modifizieren.... alleine dafür gäbe es zig Anwendungsfelder.
Und mit dem Fahrstuhl liegst du auch gar nicht so falsch - ein lunarer Weltraumaufzug ließe sich aufgrund der niedrigen Schwerkraft aus lange bekannten Materialien wir Kevlar bauen. Die Energie die man dann braucht um etwas zurück zur Erde zu schicken ist marginal. Man könnte sogar elektromagnetische Katapulte (mass driver) verwenden um Material zur Erde zu schießen - bei einer Fluchtgeschwindigkeit von 2.38km/s ist dies mit bestehender Technologie möglich. Die Bremswirkung der Erdatmosphäre macht den Wiedereintritt am Fallschirm auch wenig problematisch - erst recht wenn ich einfach nur verarbeitetes Metall "versende". Ich spreche jetzt ja (vorerst) nicht davon Autos auf dem Mond zu bauen und die auf die Erde zu schicken. Dafür bräuchte man dann sinnvollerweise auch einen terrestrischen Weltraumaufzug (für den man aber Kohlenstoffnanoröhren in großem Stil bräuchte) oder einen dynamisch stabilisierten Orbitalring (auch der klingt erst mal verrückter als er eigentlich ist).

So oder so ist nichts von alledem unvereinbar mit den Gesetzen der Physik - für das was ich eingangs beschrieben habe braucht man nicht mal grundlegend neue Technologie. Man müsste nur bestehende skalieren. Warum ist es noch nicht gemacht worden? Weil es erst mal extrem viel Geld kostet. Und extrem viel Geld wird auf dieser Welt nur aus zwei Gründen investiert - um noch mehr Geld zu verdienen oder für Nationen um militär/geo)strategische Vorteile zu erreichen. An den Punkt das man im Weltraum extrem viel Geld verdienen kann, kommen wir aufgrund der technologischen Weiterentwicklung erst jetzt langsam. So bald es sich aber rechnen wird, wird es auch geschehen - darin unterscheiden sich Starlink, Mondbergbau oder die Erschließung von Asteroiden nur durch ihre zeitliche Abfolge. Sobald ein Raum wirtschaftlich relevant wird, folgt ihm eigentlich immer auch eine (militär)strategische Relevanz. Hier kann man die ebenfalls oft belächelte Gründung der US Space Force als Vorweggriff betrachten. Es wird nicht die einzige Space Force bleiben...

So, jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich wollte, und hoffentlich war es nicht zu sehr off Topic.

Viele Grüße,
Marcel
 
Schön erklärt, das mit dem Prediger! Man könnte auch denken unsere beiden Visionäre sind Lobbyisten von Mr. Murks oder vielleicht nur Pods:eek:

Ich nehme an Du meinst Bots. Diese werden aber zumeist gebraucht um pro-russische Propaganda in den Kommentarspalten zu verbreiten und glänzen üblicherweise durch die vielen grammatischen und sprachlichen Unzulänglichkeiten. Ich hoffe doch sehr das meine Posts ein Niveau besitzen, dass sie sich sprachlich und inhaltlich von drittklassiger Software aus St. Petersburg abheben.
Also ich kann Dir versichern ich bin vollkommen menschlich, da mir Elon leider noch kein Neuralink Interface spendiert hat ;)
 
Es geht mir nur um das WIE! Wir Menschen verhalten uns, meiner Meinung nach, seit ein paar Jahrhunderten so, wie ein Kind oder junger Teenager, dem man nach und nach eine Rasierklinge in die Hand drückt, dann etwas Schwarzpulver, dann eine geladene Waffe etc etc. Aber womöglich sind das alles erforderliche Lernschritte um weiterzukommen, bis wir irgendwann reif genug sind unsere Errungeschaften auch sinnvoll einzusetzen. Sofern wir so lange überleben.... _wirbelsturm:
Mit dem WIE meine ich auch, dass wir durch das übermächtige Patriarchat der letzten Jahrhunderte (oder gar Jahrtausende) jeglichen Sinn für Nachhaltigkeit und Wertschätzung verloren haben. Uns fehlt der wichtige weibliche Einfluss, der unsere männlichen (rationalen) Qualitäten ausgleicht, in den richtigen Zusammenhang stellt und uns ggf. auch maßregelt, wenn wir zu weit gehen, indem wir z.B. unseren Heimatplaneten (und auch seine Umgebung) ausbeuten, verschmutzen oder gar uns als Menschheit und somit all unsere evolutionären Schritte in Gefahr bringen.
Denn die (männliche) Ratio ist nichts, ohne das ausgleichende (weibliche) Gefühl! Und natürlich vice versa.
Ich denke, es ist wichtig diesen unersetzlichen Einfluss wieder zurückzugewinnen, um als Menscheit voranzukommen - vlt irgendwann auch über diesen Planeten hinaus.

Liebe Grüße
Nico

Damit hast du insgesamt sicher nicht unrecht. Trotzdem wird die Welt insgesamt schon besser und auch besser als man das landläufig denkt wenn man jeden Tag die Nachrichten schaut. Ich bleibe Optimist ?

VG Marcel
 
Hallo Marcel,
schön, daß Du Optimist bleiben möchtest.
Optimismus ist schließlich eine der positivsten Lebensauffassungen überhaupt. Aber auch dem optimistischsten Optimisten tut es gut, den Blick ab und zu in Richtung Realität zu wenden.
Starlink ist keine Vision eines Irren.
Starlink ist da.
Starlink ist bereits Realität.
Und was wir sehen können ist NICHT gut!
CS

Dietmar
 
Hallo,
Optimismus ist nur ein Mangel an Information :)
Starlink ist ja, so wie ich das verstehe, nicht unbedingt für die breite Masse interessant. Es geht doch um kürzere Antwortzeiten , die Echtzeitanwendungen erlauben. Klar können das medizinische Operationen sein, aber auch Militärische oder einfach Highspeed-Finanztransaktionen.
Auf der anderen Seite verbaut Starlink eben auch Möglichkeiten, wie die Erforschung des Weltraums, andere Anwendungen im LEO usw im großen Maße, so dass der Nutzen vielleicht geringer ist als der Schaden. Wir haben ja den Einfluss auf die Umwelt noch gar nicht betrachtet. Möglicherweise wird ja die Ozonschicht durch die vielen Raketenstarts geschädigt.
Als Gesellschaft ist man eigentlich immer gut beraten, den Weg zu beschreiten, der die meisten Optionen hinterher zulässt. Die Vermüllung des Erdorbits könnte sich da als Sackgasse erweisen. Und dass man für den Internetzugang den Weltraum nicht derartig vermüllen muss, schreibt Marcel ja selbst, wenn er sagt, dass in Mogadischu der Mobilfunk besser ausgebaut ist als auf dem Vogelsberg. Aber am Vogelsberg kann man immerhin mit frischem Wasser die Toilettenspülung betätigen. In Somalia laufen die Menschen stundenlang bis zur nächsten Wasserstelle. Und ich bezweifele, dass Geoengineering die Situation dort verbessern wird und eher zu noch mehr Konfliktpotential unter den Staaten führt.
Starlink ist für mich jedenfalls kein Segen für die Menschheit. Es könnte sich sogar als mächtiges Überwachungswerkzeug totalitärer System heraus stellen.
Grüße,
Christian
 
Hallo Marcel,
Von jeder neuen Technologie hat auch die Menschheit als Ganzes letztendlich profitiert - sicherlich in jeweils unterschiedlichem Maße. Aber auch die ärmsten Länder der Welt stehen heute dank der technologischen Entwicklung besser da als früher. Und das wird auch bei einer großflächigen Erschließung des Weltraums so sein - der Verfall der Rohstoff- und Energiepreise der damit einher geht, wird auch den ärmsten zugute kommen.
Die ärmsten Länder der Welt sind also immer noch die ärmsten Länder der Welt, nur auf einem höheren Level? Prinzipiell wäre das ja möglich. Aber solange es Millionen Menschen gibt, die unter unwürdigsten Verhältnissen leben müssen ohne auch nur den Hauch einer Chance auf Verbesserung, muß man konstatieren, daß die technologische Entwicklung eben doch an diesen Ländern vorübergegangen ist. Neue Technologien bedeuten eben nicht zwangsläufig eine Verbesserung für alle, sondern nur für die, die dafür auch bezahlen können. Das wird auch nicht anders sein, wenn es in sehr vielen Jahr(zehnt)en eine Rohstoff- und Energiegewinnung im All geben sollte und die Preise in dann nochmal sovielen Jahren fallen sollten (insbesondere letzteres entspricht nicht meiner Überzeugung, weil das schon die Betreiberfirmen zu verhindern wissen werden, sofern bis dahin nicht der Kommunismus eingeführt worden sein sollte :ROFLMAO:). Egal wie billig etwas ist, man muß es sich trotzdem leisten können. Billig ist relativ. Und in Sachen Rohstoffabbau muß in den nächsten Jahren erstmal die Tiefsee dran glauben. Preisverfall ausgeschlossen.
Gerade in Afrika ist mobiles Internet kritisch für kleine Geschäfte, für den Geldtransfer zwischen Menschen und generell für gesellschaftliche Partizipation. Man mache sich nichts vor - ich war 7 Monate lang in Mogadischu, dort hatte ich besseren Empfang als hier im Vogelsberg und fast jeder hatte dort ein Handy als meistens wichtigster Besitz.

Wie jetzt? Guter Empfang in einem armen Land? So ganz ohne Starlink? ;) Spaß beiseite: Das Argument mit der Bedeutung von Handys in solchen Ländern (dem ich durchaus folgen kann) und der daraus resultierenden Wichtigkeit von Starlink wird ja gern verwendet. Nur: Ganz so schlecht scheint die Versorgung mit der erforderlichen Infrastruktur ja nicht zu sein, wie Du selber schreibst. Sonst hätten Handys ja auch gar nicht die Bedeutung erlangen können. Daß das außerhalb von Städten wohl schon wieder anders aussieht, kann ich mir allerdings auch vorstellen. Aber damit sind wir schon bei einem weiteren Punkt: Wird die Nutzung von Starlink-Diensten per Handy überhaupt möglich sein? Ich wage das stark zu bezweifeln, immerhin braucht es selbst für den Aufruf einer Webadresse einen Upload-Kanal, und ein Satellit scheint mir nicht mit der Sendeleistung eines Handys erreichbar zu sein. Die grundsätzliche technische Realisierung würde mich schon mal interessieren, auch und gerade für unsere Breiten. Hat dann jeder Starlink-Benutzer seine eigene kleine Sendestation im Wohnzimmer:eek:? Vielleicht hast Du oder jemand anderes hier schon mal was zu diesem Thema gehört. Ein persönliches Interesse an einem künftigen Starlink-Zugang kann als Hintergrund dieser Frage ausgeschlossen werden. :D

Einer der größten lunaren Wirtschaftszweige könnte übrigens der Bau von riesigen Solarsatelliten sein. Mit denen könnte der weltweite Energiebedarf mehr als gedeckt werden, was sowohl der Wirtschaft als auch der Umwelt massiv zugute kommen würde. Man könnte mit solchen Satelliten auch das Sonnenlicht das die Erde erreicht regulieren und damit den Treibhauseffekt ausgleichen oder Großwetterlagen modifizieren.... alleine dafür gäbe es zig Anwendungsfelder.
Daß Dein Blick konsequent nach vorn gerichtet ist haben wir mitbekommen ;). Aber zumindest gelegentlich nach links und rechts zu schauen kann nicht schaden. Zwei Bespiele sind mir besonders aufgefallen:
Regulierung des Sonnenlichts, das die Erde erreicht - das müßten wirklich mehr als riesige Satelliten oder wie auch immer geartete Einrichtungen sein . Ganz abgesehen davon, daß die Folgen solchen Tuns wohl nur schwer kalkulierbar wären. Und wer bitte sollte entscheiden, wann und wo solche künstlichen Verdunklungen erfolgen sollen?
Noch schlimmer: Die Modifizierung von Großwetterlagen. Wie bei allen Deiner Gedankenspiele werden wir nicht die letzten sein, die niemals erfahren werden, ob es das irgendwann mal gibt. Sollte das der Fall sein, wird es immer noch unabsehbare Risiken in sich bergen, massiv in das Gesamtsystem der Natur einzugreifen. Und es sollte kein Militär und keine wirtschaftlichen/geopolitischen Interessen mehr geben :LOL:, ansonsten wird's ungemütlich. Das betrifft sicher auch noch einige andere der "zig Anwendungsfelder".
Was ich insgesamt damit sagen will: Es reicht mit zunehmendem Fortschritt immer weniger, die Technologie zu haben, das toll zu finden und frisch-fröhlich zur Tat zu schreiten. Anders als vielleicht bei der Erfindung der Dampfmaschine, des elektrischen Stroms oder des Automobils muß der Einsatz dieser Technologien und die sich daraus ergebenden Konsequenzen auch immer genauer beurteilt werden. Die betreffenden Firmen haben daran naturgemäß wenig Interesse. Bestes Beispiel ist das Thema "Albedo" beim Starlink-Projekt, auch wenn das bestenfalls eine Schadensbegrenzung darstellt. Schon daß es "übersehen" und erst nachträglich eher halbherzig angegangen wurde, ist ein Armutszeugnis für SpaceX. Ein einziger dunkler Satellit schwirrt da oben herum. Es mag Leute geben, die dafür eine weitere Kerze vor dem lebensgroßen Bildnis Elon Musks auf dem Hausaltar angezündet haben. Ich sehe darin eher eine Hinhaltetaktik. Gibt es mittlerweile Ergebnisse? Ende Februar / Anfang März sollte er ja seinen finalen Orbit erreicht haben. War da nicht mal angekündigt, verschiedene Beschichtungen zu testen? Und wann werden für den "Rest" der Satelliten geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Albedo getroffen? Bitte um Info, falls ich was verpaßt habe.

Gruß
Achim
 
Hallo Achim,

Die ärmsten Länder der Welt sind also immer noch die ärmsten Länder der Welt, nur auf einem höheren Level? Prinzipiell wäre das ja möglich. Aber solange es Millionen Menschen gibt, die unter unwürdigsten Verhältnissen leben müssen ohne auch nur den Hauch einer Chance auf Verbesserung, muß man konstatieren, daß die technologische Entwicklung eben doch an diesen Ländern vorübergegangen ist. Neue Technologien bedeuten eben nicht zwangsläufig eine Verbesserung für alle, sondern nur für die, die dafür auch bezahlen können. Das wird auch nicht anders sein, wenn es in sehr vielen Jahr(zehnt)en eine Rohstoff- und Energiegewinnung im All geben sollte und die Preise in dann nochmal sovielen Jahren fallen sollten (insbesondere letzteres entspricht nicht meiner Überzeugung, weil das schon die Betreiberfirmen zu verhindern wissen werden, sofern bis dahin nicht der Kommunismus eingeführt worden sein sollte :ROFLMAO:). Egal wie billig etwas ist, man muß es sich trotzdem leisten können. Billig ist relativ. Und in Sachen Rohstoffabbau muß in den nächsten Jahren erstmal die Tiefsee dran glauben. Preisverfall ausgeschlossen.

Du hast mit vielem das Du gesagt hast natürlich Recht. Ja, es müssen noch immer hunderte Millionen Menschen unter miesen Bedingungen leben - aber Fakt ist das sich die Anzahl der Menschen in extremer Armut die letzten 30 Jahre signifikant verringert hat. Auch in den Entwicklungsländern ist die Lebenserwartung ist gestiegen, die Geburtenrate gesunken, die Alphabetisierung ist gewachsen, die Wirtschaftskraft stark gestiegen etc. Vieles davon ist am Ende des Tages auf die Kostendeflation der Informationstechnik zurückzuführen. Ich war von 2012-19 bei der Bundeswehr Analyst für den ostafrikanischen Raum - mit Ausnahme des Südsudan haben sich die allgemeinen Lebensbedingungen in allen Ländern dieser Region verbessert, teilweise massiv verbessert. Das heißt natürlich noch lange nicht das es der Mehrheit wirklich gut geht - aber es geht insgesamt aufwärts (jedenfalls bis dieses Jahr - welche Folgen Corona für die ärmsten Länder haben wird ist ja noch gar nicht abzusehen und könnte potentiell dort verheerende Folgen haben). So, bevor ich noch von den Mods wegen off-topic gerüffelt werde, lasse ich das Thema mal ;)

Zum Thema Rohstoffabbau im Weltraum gibts übrigens interessante Neuigkeiten von gestern:

Wie jetzt? Guter Empfang in einem armen Land? So ganz ohne Starlink? ;) Spaß beiseite: Das Argument mit der Bedeutung von Handys in solchen Ländern (dem ich durchaus folgen kann) und der daraus resultierenden Wichtigkeit von Starlink wird ja gern verwendet. Nur: Ganz so schlecht scheint die Versorgung mit der erforderlichen Infrastruktur ja nicht zu sein, wie Du selber schreibst. Sonst hätten Handys ja auch gar nicht die Bedeutung erlangen können. Daß das außerhalb von Städten wohl schon wieder anders aussieht, kann ich mir allerdings auch vorstellen. Aber damit sind wir schon bei einem weiteren Punkt: Wird die Nutzung von Starlink-Diensten per Handy überhaupt möglich sein? Ich wage das stark zu bezweifeln, immerhin braucht es selbst für den Aufruf einer Webadresse einen Upload-Kanal, und ein Satellit scheint mir nicht mit der Sendeleistung eines Handys erreichbar zu sein. Die grundsätzliche technische Realisierung würde mich schon mal interessieren, auch und gerade für unsere Breiten. Hat dann jeder Starlink-Benutzer seine eigene kleine Sendestation im Wohnzimmer:eek:? Vielleicht hast Du oder jemand anderes hier schon mal was zu diesem Thema gehört. Ein persönliches Interesse an einem künftigen Starlink-Zugang kann als Hintergrund dieser Frage ausgeschlossen werden. :D

In den Städten ist die Netzabdeckung in weiten Teilen Afrikas sehr gut - auch wenn einzelne Netze immer mal wieder zusammen brechen, weshalb jeder der es sich leisten kann immer zwei verschiedene Sims im Handy hat. Auf dem Land ist das freilich nicht so - dort ist es völlig normal das Menschen genau wie zum nächsten Brunnen oder die Kinder zur Schule viele Kilometer laufen um dann mal irgendwo kurz Empfang zu haben.
Starlink wird zumindest die nächsten Jahre nicht direkt mit einem Handy funktionieren. Die Sende/Empfänger Einheit ist etwa so groß wie eine Tiefkühlpizza. Diese muss unter freiem Himmel stehen so wie z.b. eine normale TV Satellitenschüssel - nur das man das Starlink nicht ausrichten muss. Da kommt ein WLAN dran (falls der WLAN Router nicht eh schon integriert ist) und dann hat man im Haus Internet (oder wo man das Ding halt benutzt, man kann es ja mitnehmen wohin man will). Das ist das Anwendungsgebiet für den entwickelten Markt. Der arme Äthiopier auf dem Land wird das natürlich üblicherweise so nicht machen (können). Was dort aber definitiv eine gute Möglichkeit ist, ist das verbinden eines Starlink Terminals mit einer Mobilfunkstation. Man braucht dann keine Glasfaserkabel mehr zu den Masten legen oder diese mit Richtfunkverbindungen anbinden sondern kann im Prinzip überall eine Mobilfunkzelle aufbauen. Alles was man braucht ist ein Mast, Starlink-Terminal, Mobilfunkstartion, ein paar Solarzellen und ein größeres Akkupack. Gesamtkosten vielleicht 15.000€ plus 80€ im Monat fürs Starlink. Und schwupps habe ich normales Mobilfunknetz für ein 3000 Seelen Dorf in der tiefsten Provinz Ugandas. Wenn das dann ein drittel von denen nutzt und ich jedem dafür 1€ im Monat berechne, mache ich mit diesem System ab dem 16. Betriebsmonat Gewinn und die wirtschaftliche und persönliche Verbesserung für diese Menschen kann potentiell auch sehr groß sein. Einfach nur mal als grobe Idee - es gibt bestimmt zig Möglichkeit dieses System zur Anbindung von allem Möglichen zu nutzen, insbesondere in strukturschwachen Gegenden überall auf der Welt. Wo es wenig bringt ist in größeren Städten, wo es günstigere und verfügbare Möglichkeiten für schnelles Internet eh gibt. Außerdem wären die Satelliten überfordert wenn plötzlich 100.000 auf die drei Satelliten gehen die gerade über ihnen sind.

Daß Dein Blick konsequent nach vorn gerichtet ist haben wir mitbekommen ;). Aber zumindest gelegentlich nach links und rechts zu schauen kann nicht schaden. Zwei Bespiele sind mir besonders aufgefallen:
Regulierung des Sonnenlichts, das die Erde erreicht - das müßten wirklich mehr als riesige Satelliten oder wie auch immer geartete Einrichtungen sein . Ganz abgesehen davon, daß die Folgen solchen Tuns wohl nur schwer kalkulierbar wären. Und wer bitte sollte entscheiden, wann und wo solche künstlichen Verdunklungen erfolgen sollen?
Noch schlimmer: Die Modifizierung von Großwetterlagen. Wie bei allen Deiner Gedankenspiele werden wir nicht die letzten sein, die niemals erfahren werden, ob es das irgendwann mal gibt. Sollte das der Fall sein, wird es immer noch unabsehbare Risiken in sich bergen, massiv in das Gesamtsystem der Natur einzugreifen. Und es sollte kein Militär und keine wirtschaftlichen/geopolitischen Interessen mehr geben :LOL:, ansonsten wird's ungemütlich. Das betrifft sicher auch noch einige andere der "zig Anwendungsfelder".

Gruß
Achim

Ja, ich bin unverbesserlicher Optimist und sicher manchmal auch ein Träumer ;)
Geoengineering gleich welcher Art sollte idealerweise von einem UN Gremium koordiniert werden - aber politisch bin ich Realist genug um zu wissen das es vermutlich anders kommt und die Staaten die es können (oder der eine Staat wenn wir künftig wieder eine unipolare Welt mit nur einer Supermacht haben sollten) solche Technologien auch ohne breiten globalen Konsens einsetzen werden wenn dies in ihrem Interesse liegt.
Wie solche Satelliten aussehen könnte ist hier übrigens ganz gut dargelegt (der Channel hat übrigens auch zu vielen anderen Weltraum/Futurismusthemen interessante Videos):


Auch wenn ich Soldat bin, würde ich mir trotzdem wünschen mein Beruf wäre unnötig. Aber auch dort bin ich Realist und ich bin mir zu 100% sicher das jeder Staat von "Homo Sapiens Sapiens" auch in 300 Jahren noch zwei bekannte Elemente aufweisen wird: Eine Armee und eine Steuerbehörde :D

Bestes Beispiel ist das Thema "Albedo" beim Starlink-Projekt, auch wenn das bestenfalls eine Schadensbegrenzung darstellt. Schon daß es "übersehen" und erst nachträglich eher halbherzig angegangen wurde, ist ein Armutszeugnis für SpaceX. Ein einziger dunkler Satellit schwirrt da oben herum. Es mag Leute geben, die dafür eine weitere Kerze vor dem lebensgroßen Bildnis Elon Musks auf dem Hausaltar angezündet haben. Ich sehe darin eher eine Hinhaltetaktik. Gibt es mittlerweile Ergebnisse? Ende Februar / Anfang März sollte er ja seinen finalen Orbit erreicht haben. War da nicht mal angekündigt, verschiedene Beschichtungen zu testen? Und wann werden für den "Rest" der Satelliten geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Albedo getroffen? Bitte um Info, falls ich was verpaßt habe.

Ja, man hätte dort vorher bessere Simulationen machen müssen. Da gebe ich dir recht. Es gibt Ergebnisse: die Albedo des Darksat ist um 0.88mag bzw 55% reduziert. Es soll nun noch eine Art "Sonnenschirm" entwickelt werden um die Reflektion von den Solarpanelen nach unten abzuschirmen.


Da die Starlinks nur eine Lebenszeit von 5 Jahren haben, werden die jetzigen hellen Satelliten in ein paar Jahren Geschichte sein. Ich persönlich bezweifle das jemals 12.000 Satelliten so hell wie jetzt im Orbit sein werden. Wie viele es genau sein werden und ab wann dann alle mit Beschichtung hergestellt werden weiß ich natürlich auch nicht.

Viele Grüße
Marcel
 
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