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Takahashi TOA 150 oder 130NFB oder doch ein Spiegel....

TakFan

Mitglied
Ja Rollbrett, das ist do eine Sache. Hatte ich mal eine EM-10 mit einem FS-78 drauf. Aber das ist keine Empfehlung.

Entweder der TOA ist fest aufgebaut oder du lässt es lieber. Schick mir einfach das Geld. Ich habe den Platz zum Aufbau ;-)

Ich habe hier einen Dobson Factory 16" Dobson seit Jahren. Der ist eigentlich immer im Winterschlaf. Zu nervig all das aufbauen, justieren, händisch rumschubsen und rumeieren am Himmel mit Kopfverrenkung am Sucher.

Oh je jetzt gibt es Shitstorm....

Ihr habt Recht: Habe am Argo Navis gegeizt an der EQ Plattform und keinen Winkelsucher und ja Übung macht den Meister bei der Justage und und und. Alle Dobsonauten haben recht. Aber, ich bin eine faule [zensiert]. Will hinstellen und ein perfektes Bild sehen ohne rumgeschraube. Und ja der Schwerpunkt ist zur Fotografie gewandert.

Genutzt wird nur was zwischen 3 und 5" bei mir. Am ehesten sogar 3".

Auf einen TOA 150 Aufbau jede Beobachtungsnach hätte ich definitiv keinen Spass. Da bin ich dann auch zu faul zu. Das ist fett schwer als Kombi. Und ich bin mal gerade über die 50.

Gruss Dirk

Nicht böse sein, bitte bitte.
 
Zuletzt bearbeitet:

ws_mak12

Mitglied
Hallo Heiner,

für den Betrag welchen du inverstieren möchtest, gibt es größere Dobson mit Edeloptiken, die auch am Planeten jeden hier genannten Apo weit hinter sich lassen. Hersteller wurden ja bereits genannt. Es gibt außerdem Konstruktionen, die es erlauben, das gesamte Setup mittels Schubkarrenprinzip zu deinem Lieblingsplatz im Garten zu fahren, ohne dass du auch nur ein schweres Teil anheben müsstest (außer vielleicht den Hut des Dobson). Bei ca. 18" Öffnung ist dieser allerdings bei weitem leichter als jeder 5"-6" Apo (wiegt bei meinem 18" gerade mal 3,5 kg).;)

Übrigens... bei z.B. 18" könntest obendrein auch noch einen obstruktionsfreien 7" Apo F10 -F13 simulieren falls dir danach wäre, indem du einfach abblendest. Der kommt quasi umsonst mit. Die Blende kannst mit wenig Aufwand selbst herstelllen.

Für ein Budget von ca. 15000 € bekommst du sogar noch ein komplettes Nachführsytem inkl. Goto-Option mit dazu. Bequemer geht es kaum mehr, sollte das "entspannte visuelle Beobachten" für dich an erster Stelle stehen.

Viele Grüße
Werner

 

bogix

Mitglied
Hallo Heiner,

du erkennst, dass der Ball immer zwischen den Linsen- und Spiegelfans hin- und hergespielt wird.
Ich fahre mit folgender Strategie sehr gut:

1. Hauptgerät ist der 130mm TOA
2. Hauptgerät ist ein 12" Skywatcher Skyliner Goto
3. Großgerät ist ein grösserer Newton aus unserem Verein

Da ich z.B. auch die Spacewalk Dobsons kenne, würde ich, wie schon oben mal vorgeschlagen, zweigleisig fahren.

Gebraucht bekommst du den TOA130 sicherlich gut unter dem Listenpreis und dann ist mit deinem Budget locker noch z.B. eine AZEQ6 oder EQ6R drinnen. Und der Rest reicht locker für einen 16" Infinity, der durch seine Konstruktion nicht schwer ist und ein leistungsfähiges Teleskop darstellt (in dieser Kombi sehe ich am wenigsten Zielkonflikte in Punkto Beobachtungsmöglichkeiten, Gewicht und Mobilität)

Dann bist für vieles gerüstet, je nach Lust, Laune oder Zielobjekte und ausserdem ist nichts zu schwer. Auch ein sehr großer Dobson ist irgendann mal entweder schwer oder es dauert immer länger, einen solchen aufzubauen. Ich persönlich mag es einfach nicht, länger als 10 Minuten mein Astrozeugs aufzubauen

CS

Matthias
 

Astrozoom GM

Mitglied
Hallo zusammen,

der Rat, bei diesem Budget und unter den bekannten Umständen zweigleisig zu fahren ist von Beginn an im Thread präsent und, wie auch schon aufgezeigt, locker in sehr guter Qualität umzusetzen.

Was jetzt hier diese einseitige Polarisierung soll ist mir heutzutage ein Rätzel, ich war der Meinung, diese Zeiten seien vorbei.
Für mich sind sie eh vorbei, ich komme gerade von einer Beobachtungswoche mit ein paar Freunden unter brauchbarem Himmel zurück.

Da war in diesem Jahr fürs Visuelle von 8 Zoll bis 18 Zoll die öffnungstechnische Mittelklasse vertreten, fotografisch war auch ein kleiner APO am Start.
Aufgrund des niedrigen Planetenstandes und weil gerade auch nichts Neues zu testen und zu begutachten war, hatte in diesem Jahr niemand die vorhandenen EDs und APOs bis zur 5 Zoll Klasse mitgebracht.
Auch die 8-10 Zöller blieben bis auf einen guten neuen 8er und einen etwas gurkigen 10er dem auf den Zahn gefühlt werden muss, meist unbeachtet.
Unter diesen Umständen zählte für alle Öffnung, weil mit zunehmender Öffnung auch die Anzahl gut beobachtbarer Objekte extrem steigt.

Es liegt für mich in der Natur dar Sache und in meiner Natur als Beobachter, dass ich die Brillianz der Abbildung und den hohen Kontrast guter Teleskope schätze und diese dann auch nicht nur am Planeten, sondern auch bei Deep Sky Beobachtungen gerne im sinnvollen Rahmen und mit Genuss ausreize.

So ergab es sich früher häufig, dass ich den samtscharzen Himmel und die feinen Sternpunkte guter APOs genoss, aber am Objektort 100% Kontrast von nichts oder maximal einen Hauch von Etwas hatte um dann zu einem größeren Teleskop zu wechseln, welches mir das Objekt zeigte.
Mit zunehmender Erfahrung spart man sich das und greift, bei Auswahlmöglichkeit je nach Objekt zum passenden Teleskop, es gibt ja auch (großflächige) Deep Sky Objekte die in kleineren Optiken besser aussehen.

Wie es aussieht, muss der Threadstarter auf nichts verzichten,

daher sollte der "Shitstorm" Antrag nicht die geringste Chance haben.
:coffee:
Gruß
Günther
 
Zuletzt bearbeitet:

TakFan

Mitglied
Ja man kann bei dem Budget natürlich mehrgleisig fahren. Heiner hat da alle Optionen offen. Aber für mich stellt sich - und das ist wieder nicht unhöflich gemeint - die Frage nach dem Alter und dem zu meisternden Gewicht.

Wenn man auf Jahre das ganze nutzen möchte gehört ein fester Aufbau her. Ein Refraktor der genannten Bauart plus Montierung ist mit 50 Jahren was anderes in der Handhabung als mit bald 70. Zumindest im Bevölkerungsdurchschnitt.

Ich habe einen schweren Dobson 16" / f4,5 der kein Masstab gegen Leichtbauweisen darstellt. Das ist auch nichts was man mit 70 mal eben hin und her trägt. Gesamtgewicht stolze 48kg. Schwerstes Einzelteil (Spiegelkasten) mit 19,1kg. Zusammenbau unter 10min ohne Werkzeug mit mit schleppen.

20190601_203858.jpg


Durch die großen Höhenräder kommen Gewicht und schwierigere Handhabung zusammen. Nix für Treppen auf Dauer. Zu Glück muss ich nur durch die Garagentür und habe einen Radsatz mit Karre bei Bedarf. Die Lagerung nimmt Platz ein (habe ich im Regal gelagert). Andere Hersteller bauen kleiner und leichter. Aber ab einer gewissen Grösse ist das Thema gegeben.

Wenn es ein Hobbywunsch auf längere Zeit ist, würde ich deswegen das Budget in eine Hütte investieren und dann fest aufbauen. Was auch immer an Optik.

CS
Dirk
 

cidercyber

Mitglied
Ich habe auch schon einige Gedanken an eine Hütte verschwendet. Ich muss mich aber mal schlau machen, ob für die "Hausratversicherung" ein "einfaches" Sicherheitsschloss bei dieser Bauform reichen würde. Wenn ich trotz der Investition hin und her tragen müsste, wäre der Aufwand natürlich Quatsch.
Andererseits wäre eine Hütte natürlich eine sehr komfortable Lösung.
 

Astrozoom GM

Mitglied
Nunja Dirk,

jeder macht sich seine Probleme selbst, warum sollte sich Heiner solche Probleme machen?

Hütte ist gut, an dem guten ebenen Standort mit 4x4 Metern locker machbar, sehe ich auch so, nur hat ER schon gesagt, dass er dort sehr teure Teleskope bei Abwesenheit nicht belassen wird.
Anstatt fiktiver Probleme bringe ich jetzt mal hier für ihn fiktive, aber praktisch bereits erprobte Lösungen:

Ein Kumpel hat für unseren 16-Zoller (Gitterrohr, zerlegbar aber alleine recht schwer) eine kleine billige Blechhütte auf seinen Carport gestellt und holt den aufgebauten Dobs mittels Schubkarrenstangen da raus, bis er beobachtungsfertig zwei Meter davor steht. Primitiv aber genial für ihn.

An einem anderen Beobachtungsort wird die kleine Hütte mit geöffneten Flügeltüren auf Rollen zurück (nach Norden) geschogen und gibt ebenfalls einen Standarddobson frei.

Das kombiniert, also eine kleine, leichte Hütte, aus der man einen Dobson nach vorne herausrollt, dann die Hütte auf Rollen und Schienen nach hinten schiebt sodass eine dort fest installierte Säule mit Monti freigegeben wird, wäre gegebenenfalls für Heiner eine praktikable Idee, bei der er (s)einen maximal 130er TAK im Haus lagert und bei Bedarf auf die Monti wuchtet.
Alles andere ist ein Klax.....ich bin auch schon 60 und hab Knie + Rücken, da mach ich mir halt Gedanken um Machbarkeit und Problemvermeidung, aber möglichst ohne Verzicht.

Alternativ muss nicht die ganze Hütte rollen, eine Roll-/Schiebedachhütte reicht auch, sowohl für die Monti eines APOs alleine oder den kompletten APO, als auch für den "Beiselldobson" der dann durch eine angemessen große Tür (!!!) herausgerollt werden kann.

Nur für die Säule und die Monti reicht auch ein blaues Wasserfass als Wetterschutz, hab ich auch schon gesehen und es gibt auch Leute, die heben locker einen 16er Leichtbaudobs zusammengebaut in ihren Kombi und stellen die Rockerbox hochkant daneben.
Je nach Transportart und -weg zwischen Haus und Beobachtungsplatz ist auch das eine mögliche Option.
Ich selbst habe meine bleischwere (inzwischen umgebaute) Mythossäge auf einer Luftbereiften Sackkarre festgeschnallt. Auf relativ ebener Strecke kein Problem, auf unebenen Wegen und Wiesen ein Abenteuer.

Nun gut, warten wir doch mal, was Heiner tut.

Gruß
Günther
 
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TakFan

Mitglied
Hallo Günther,

Auch das sind alles Optionen. Natürlich. Die Kombihütte wäre chic. Heiner fragt ja um Rat. Was er daraus macht ist ja seine Sache. Mein Rat wäre eine Hütte mit angemessener Diebstahlsicherung. Wenn es am Wohnhaus steht ist sa ja heute viel technisch machbar. Bautechnisch wie Überwachungstechnisch.

Das Diebstahl Thema ist mir auch präsent. Wir haben im Sauerland am AdW eine Hütte mit dem doppelte Budget von Heiner drin stehen. Unversichert. Wenn weg, dann weg, dann Hobbyende.

Einen Aufbruch in 30 Jahren hatten wir 2017. Mitgenommen wurde zum Glück nix. Entweder der Einbrecher wurde gestört oder er konnte mit dem Zeugs absolut nichts anfangen. Werkzeug aus dem Schuppen nebenan hat er mitgehen lassen. Glück gehabt. Bis dato ist er nicht wieder gekommen.... Was leicht transportabel wie ne FS 2 oder Okulare ist bleibt nicht vor Ort.

Die Versicherung habe ich seinerzeit angefragt. Die wollte sowas prinzipiell nicht versichern (Provinzial). Andere habe ich nicht angefragt. Wenn die Hütte auf eigenen Grund am Haus steht mag das ganz anders aussehen. Ich denke, das da die Versicherung mitmacht (hat da jemand Erfahrung?).

Hier zuhause baue ich nächstes Jahr eine weitere Säule am Wohnhaus in der Stadt auf. Allerdings wird das eine Art Montierungsschutz. Die Optik bleibt in diesem Fall in der Garage um das Ganze nicht zu groß werden zu lassen. Fasslösung kenne ich aber es etwas mehr werden.

Beste Grüsse
Dirk
 

Michael1

Mitglied
Hallo Heiner,

meine Frage an Dich, wie sieht die unmittelbare Umgebung um Deinen Beobachtungsplatz aus bezüglich Bebauung?

Zum Beispiel, wenn um Dich herum Ein- oder Mehrfamilienhäuser stehen, sondern die Dächer dieser Häuser in Sommernächten die am Tag gespeicherte Wärme ab. Wäre dem so, würde das m E. die sinnvolle "relativ größtmögliche Teleskopöffnung" beschränken.

Unbebaute Wiese oder Wald wären besser als Umgebung, wie Steinflächen o.ä. das sich aufheizt und die Wärme dann wieder über Nacht abgibt.

Die Luftzellen haben häufig eine Größe von 10-15 cm. Das heißt nicht dass dann 8-10" (vlt. 12") Newton nicht gehen, nur eben die noch größeren Geräte könnte man dann immer seltener zum sinnvollen Einsatz bringen.

Die Hausratversicherung müsste eigentlich eine abgeschlossene Hütte auf dem eigenen eingefriedeten Grundstück mitversichern, gilt für Gartenmöbel m E auch so. Ein Teleskop stellt natürlich einen ganz anderen Wert dar, ruf doch einfach mal Deine Hausratversicherung an und frag nach den Bedingungen für den Versicherungsschutz.

VG

Michael
 

Astrozoom GM

Mitglied
Hallo zusammen,

unter solchen Bedingungen beobachte ich regelmäßig, von der Terrasse aus, mit 6-16 Zoll Öffnung,
auf dem Balkon bis 8 Zoll.

........

Zum Beispiel, wenn um Dich herum Ein- oder Mehrfamilienhäuser stehen, sondern die Dächer dieser Häuser in Sommernächten die am Tag gespeicherte Wärme ab. Wäre dem so, würde das m E. die sinnvolle "relativ größtmögliche Teleskopöffnung" beschränken.

Unbebaute Wiese oder Wald wären besser als Umgebung, wie Steinflächen o.ä. das sich aufheizt und die Wärme dann wieder über Nacht abgibt.

Die Luftzellen haben häufig eine Größe von 10-15 cm. Das heißt nicht dass dann 8-10" (vlt. 12") Newton nicht gehen, nur eben die noch größeren Geräte könnte man dann immer seltener zum sinnvollen Einsatz bringen.
.........

VG

Michael
Das Problem zu kennen bedeutet schon es minimieren zu können.
Zudem wird es oft überschätzt, weil man am Teleskop selbst mit Beobachterseeing und Tubusseeing zwei beeinflussbare Seeingarten hat die häufig unbeachgtet bleiben und so unrichtiger Weise dem Standort- und athmosphärischen Seeing zugeschlagen werden.
Das erste Nachbardach nehme ich halt bei horizontnaher Beobachtung nicht unters Teleskop, sondern gehe, unabhängig von der Öffnung zwischen die Häuser und die heißen Rauchfahnen der Schornsteine gilt es im Winter zu meiden.
Ein weing Beobachtungsplanung mit Objekt- und Zeitmanagement darf da schon sein.

Besser dort als gar nicht und der Öffnungszusammenhang geht hauptsächlich über die Komponente der möglichen Maximalvergrößerung.
Wenn mit 6 Zoll 200fach möglich sind, gehen auch mit 16 Zoll 200fach, man sollte halt sein Teleskop auch so konditionieren, dass es zeigen darf was es kann.
Bei Deepsky mit niedriger und mittlerer Vergrößerung zählt auch bei schlechtem Seeing öffnung und Lichtsammelleistung.
So selbstverständlich das klingt, so wenig Beachtung findet es.

Näheres zu meinen diesbezüglichen Erfahrungen kann man auf meiner HP im schon mal verlinkten Beitrag zur Mythossäge finden und auch unter Grundsätzliches zum Seeing
Wer mag kann Vieles davon mit eigenen Mitteln nachprüfen, wir haben ja schließlich Teleskope.

Gruß
Günther
 
Zuletzt bearbeitet:

bogix

Mitglied
Hallo zusammen,

bezüglich Versicherung lief das bei mir so (Lagerung in der Garage): leichte Erhöhung der Deckungssumme wurde auf Basis meiner Wertangaben ggü. der Versicherung vorgenommen (ich zahl halt dann eine kleine EUR-Summer im Jahr mehr). Würde auch für eine auf umzäunten Grundstück abgeschlossene Hütte gelten.

Bezüglich lokalem Seeing Beispiel von gestern Abend: Saturn mit einem 10" Dobson über ein großes Maisfeld beobachtet. Mitbeobachter meinte, das Seeing is heute wirklich schlecht. Im Okular wars auch so. Dann haben wir den Dobson versetzt, ohne Maisfeld in der Beobachtungslinie und siehe dar, gleich spürbar besser. Hohe bewachsene Felder speichern die Hitze des Tages und das kennt man nächtens dann zum Teil doch erheblich.

CS

Matthias
 

cidercyber

Mitglied
Ich habe gerade mal ein Pano vom Blick auf unsere Terrasse gemacht. Leider ist die Terrasse als Aufstellungsort selber nicht geeignet, weil sie schwingt. Das merke ich schon bei Aufnahmen mit dem Kowa Spektiv, obwohl der Mond bei 96-facher Vergrößerung schon ganz gut gelang. Klar....genug Licht und relativ kurze Belichtung.

Mond 29.07.18.1.JPG

Hier also der 180 Grad Blick von NO bis SW:

IMG_2132.jpg


In 20m bin ich aus dem Dorf raus und nach weiteren 200m bin ich nach leichtem Anstieg auf einer Wiese mit Rundumsicht, die nur in Richtung N durch eine Baumgruppe etwas gestört wird. Fahre ich mit dem Auto 1km, bin ich an einer Beobachtungsstelle, die eine unglaubliche ca. 240 Grad Beobachtung von ONO bis SSW ermöglicht. In der Flucht des Rosenbusches hinter den beiden Stühlen auf dem Weg zum Gartenhaus ist der 4x4m große Sitzplatz mit Bruchsteinplatten, den wir als Sitzplatz einrichteten, aber selten nutzten.

Trotzdem, und ich danke herzlich für die hilfreichen Beiträge, bleibt als Knackpunkt das Alter. Wenn ich davor zurückschrecke, die Ausrüstung aufzubauen, ist die Investition verfehlt. Dazu kommt noch eines: die Möglichkeiten der fotografischen Arbeit mit dem angebotenen Komplettpaket sind zwar enorm, stellen aber eine enorme Herausforderung dar:


Als absoluter Neuling habe ich mich gestern mal mit diesem Vortrag in die Technik der monochromen Aufnahmen mit Schmalbandfilter eingelesen:


Ich fürchte, dass ich als mittelmäßig begabter IT-User, noch dazu mit Mac Computern, neben dem Alter eine weitere Hürde aufbaue, die ich erst einmal überspringen muss. Wenn ich am Ende mehr an der Bildbearbeitung sitze als durchs Glas schaue, ist es wahrscheinlich nicht mein Ding. Das "naive Erleben" des Himmels liegt mir näher als die "Jagd nach Trophäen", obwohl es absolut verlockend ist, zu einem solchen Ergebnis zu gelangen.

Die Diskussion hilft mir wirklich, das kann ich jetzt schon beurteilen. Was in ca. 3 Wochen, wenn der Anbieter des TOA 150 aus dem Urlaub zurück ist, ist, bleibt abzuwarten.
 

Michael1

Mitglied
Was man sehen kann und nach Deiner Beschreibung hast Du doch schon tolle Bedingungen, was schon auch einen großen Dobson zulässt.

Ich würde Deinen ursprünglichen Ansatz weiter verfolgen und mich auf die visuelle Beobachtung spezialisieren mit einem Refraktor und einem Dobson zusammen. Foto erst mal nein, Du bist ja Einsteiger.
Den Dobson schubst man geht bei einem gut gelagerten sicher bis 600 Fach mit etwas routine.
Einen Refraktor kann man wie ich schon oft sagte auch auf einer Azimouthmonti bringen, dann sehr leicht, z B
5" TaK oder TEC o.a. oder 140 SD APO APM unter 10 KG , Monti 5,5 KG und Dreibein ca 8 KG.
Ein 16" Gitterdobson wiegt wohl auch so rum, wobei die Einzelteile z B wenn man die Rockerbox als ein Teil nimmt und
den Gittertubus jedes einzelne ja deutlich weniger wiegt. Wären dann auch nur 2 Teile.

Ich würd mich nicht mit einer paralatischen Monti beschäftigen alles azimuthal. Alles einfach gestalten. Dann hast Du keine Baustellen wo Du Dich erst mal reinlesen und reinfinden musst, kannst Dich auf die Vorbereitung der Beobachtungsseeesion alleine vorbereiten. Im Prinzip das Wichtigste.
Deine Himmelsobjekte vorher in Sternatlanten usw. ausfindig machen und des nächtens jagen.
Das geht natürlich mit Mond und Planeten viel einfacher, weil die sieht man ja schon so und weiß quasi wo die sind.

Und während Du sofort durch den Refraktor nach dem rausgehen durchschaust und geniest (ohne Einstellarbeiten), schmeißt Du beim Newton schon mal die Lüfter an und dann kannst Du da auch in relativ kurzer Zeit alles andere einstellen (Optik) Deine Beobachtungen am Dobson fortsetzen.

Einfache Handhabung und viel Sehvergnügen.

VG

Michael

N.S. Danke für das schöne Mondfoto, Mond ist einer meiner Lieblingsobjekte sieht man am meisten Details.

N.S
 
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Astrozoom GM

Mitglied
Hallo Heiner,

da hast Du es direkt am Haus schon deutlich besser als 9 von 10 Leuten hier in vertretbarer Entfernung mit dem Auto.

Eine perfekte und tiefe Rundumsicht ist überhaupt nicht nötig, wichtig ist ein möglichst störlichtfreie Beobachtungssektor, im allerbesten Fall mit dem Mittelpunkt genau nach Süden, das ist bei Dir gut erfüllt.
Da kommen übers Jahr aalle Objekte in ihren höchsten Stand und Du damit zu besten Beobachtungsbedingungen.

Ich würde also an Deiner Selle die Doppellösung für den kleinen, bereits kurz angesprochenen Schutzbau stationär vorsehen und trotzdem für besondere Ausnahmefälle transportabel halten. also nicht zwingend ultraleicht, aber auch nicht bleischwer.
Das würde für mich beim Apo die Beschränkung auf maximal 130 mm Öffnung bedeuten, beim Dobs 14-16 Zoll, z.B. in der Art des bereits angesprochenen Infinity, wobei es noch gute andere, auch deutlich günstigere Geräte mit belastbaren Qualitätszusagen gibt, deren Einhaltung geprüft sein will. Da geht es dann aber auch schon häufig mit Optimierungsbedarf los, um vorhandenes, aber eben verstecktes Potenzial freizusetzen und nötig ist das bei der Budgetvorgabe nicht.

Der 5 Zoll APO ist dann das "kleine", unkomplizierte, bei verständigem Umgang damit nur selten seeinggestörte Teleskop für schnellen einsatz und Hochbergrößerung im sinnvollen, durch die öffnung gegebenem Rahmen und der Dobson liefert ebenfalls zügig brauchbare bis gute Bilder im niedrigen und mittleren Vergrößerungsbereich für Deepsky und kann nach Temperaturanpassung und wenn es passt, nicht nur an Deepsky Objekten Vergrößerungen, die einfach mit dem APO niemals drin sind.

Okay soweit, wenn ich die Gartenhütte sehe, kommen mir sofort Nutzugsideen mit Rolldach und/oder Anbau, aber das siehst du vor Ort wesentlich besser, also fange ich an der Stelle meine durchgehenden Gäule wieder ein.:ROFLMAO:

Gruß
Günther
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo -jawieeigentlich?-,

... sollte man kein Liebhaberteleskop kaufen. Ganz ehrlich: Die TOAs sind das. Aber Du würdest so ein Gerät wohl gar nicht zu schätzen wissen, während doch enorm viel Geld gerade in dem Detail "Liebhaberteleskop" steckt. Bei so einem Gerät geht es vor allem um eine enorm schöne Abbildung, aber nicht um maximale "Sichtbarkeit" von Objekten. Teils geht es auch um einfache Beobachtung, aber nicht um das maximal machbare Detail. Ein sehr simples, krasses Gegenbeispiel: Ein simpler 12" f/5 Volltubus-Dobson für 700 Euro würde Dir an jedem Standort, selbst in Frankfurt unter einer Laterne, mehr Deepsky zeigen. Die Planetenleistung hängt immer sehr vom Standort, den Bedingungen und der tagesaktuellen Auskühlung des Teleskops ab, aber: Es ist schwer, unter Beachtung einiger weniger Hinweise, den 12" Dobson dahin zu bringen, weniger zu zeigen, als ein 130er Voll-Apo.
Ich halte den von Dir selbst in die Diskussion gesetzten Trend daher für einen Widerspruch zur vorhandenen Erfahrung. und übrigens: Ein 130er Voll-Apo hat einen Montierungsbedarf, der die ganze Rechnung statt in Euro auch in Gewicht mit gleichem Ergebnis neu aufmachen lässt.

Clear Skies
Sven
 

cidercyber

Mitglied
Hallo -jawieeigentlich?-,
... sollte man kein Liebhaberteleskop kaufen.
Ja, Sven, ich kann deiner Argumentation folgen, gebe aber zu bedenken, dass ich zu alt bin, um mit mittelmäßigen Equipment zu beobachten. Das hört sich erst einmal snobistisch an, ist aber eher so gemeint, dass Leute, die mit 30 oder 40 anfangen, dann irgendwann nach zehn Jahren in ein Spitzenglas investieren. Ich möchte halt die Zwischenschritte überspringen.
Was ich aus deiner Argumentation mitnehme ist etwas, das mich (auch schon auf anderen Gebieten in meinem Leben) öfters beschäftigt hat: oft steigt der Preis eines "Werkzeugs" logarithmisch, während der effektive Gewinn in der Nutzung eher marginal ist. Das werde ich natürlich auch bei den Gläsern überprüfen wollen.
Auch gut beschrieben hast du den Gegensatz zwischen "Entdeckung" (Deep Sky, Dobson) und "Schönheit der Beobachtung" (Planeten etc.). Vielleicht komme ich ja in meiner Entscheidungsfindung (ich stecke mittendrin) da raus, dass ich mir Deep Sky-Objekte lieber in den tausenden von gelungenen Aufnahmen im Netz anschaue und die Anschaffung eines Dobson vertage, während ich ein für mich maßgeschneidertes Paket aus Refraktor und Montierung stets parat habe und in Minuten aufgebaut habe, um die Schönheit von erreichbaren Objekten mit einer sehr guten Abbildung zu genießen.
Wie gesagt, ich stecke mittendrin. Wenn ich z.B. einen TOA 150 mit einer EM 400 in zweifacher Hinsicht (finanziell und muskulär) "stemmen" könnte, hätte ich beim Beobachten mit Sicherheit Spaß und ein relativ wertstabiles Ensemble, an dem meine Töchter in einigen Jahren Spaß haben können, wenn ich nicht mehr beobachten kann oder mag.
 

TakFan

Mitglied
Hallo Heiner,

Um nochmal auf das Thema IT zurück zu kommen. Also ich sitze länger am Rechner als die Aufnahmen dauern. Und es ist eine lange Lernkurve, wobei erste Ergebniss schon schnell kommen aber um mehr raus zu kitzeln braucht man mehr und mehr Zeit.

Wenn Du mit der IT nicht affin bist ist das ein Thema was beim Kauf bzw. für die Geräteauswahl mit zählt. Mein Sternwartenpartner hat nicht so viel Spass am Englischen. So mag er auch nicht BB Software wie Pixinsight. Wer Astrofotografie betreibt sollte mit dem PC nicht auf dem Kriegsfuß stehen.

Du schreibst ja Eingangs, visuell ist dir wichtiger. Also überlege auch wie wichtig Fotografie überhaupt ist. Das ist ja eine eigene Welt.

Gruss
Dirk
 

Michael1

Mitglied
Hallo Heiner,
ich kann Dich auch gut verstehen. Mit dem Alter kommen auch schon mal Krankheiten oder zumindest Einschränkungen.
An manchen Tagen fühlt man sich auch mal nicht so stark wie an einem anderen Tag oder Zeitperioden.
Wenn der Körper schwächest sieht es mit der mentalen Stärke/Denken manchmal auch etwas eingeschränkter aus.

Das All durch einen Refraktor zu beobachten ist, den Sternenabbildungen (Sternhaufen) eine ganz eigene Brillanz und Schönheit zu entlocken, dass m E ein Newton aufgrund seiner im Strahlengang befindlichen Spiegel und Spinnenarme so nicht ganz schafft.
Ist nur meine Meinung, der eine oder andere Experte mag das vlt Wiederlegen weil er schon entsprechende Beispiele gesehenen ausgewählten Hochgebirgsorten mit perfekten Seeing, hat z B einen Dobson der ein Experte gebaut und getunt hat und dann Wiederrum ein Experte einstellt, einrichtet und dem Newton die besten Verhältnisse und alles was dazu gehört einrichten kann zum beobachten.
Das schafft aber nicht jeder Benutzer so hin zu bekommen. Nicht jeder ist dazu in der Lage meiner bescheidenen Meinung nach, auch wenn er schon einen perfekte gebauten und funktionierenden Newton dahin gestellt bekommt.

Den Refraktor stellst Du auf nach kurzer Temperaturanpassung ohne Dein zutun zeigt er Dir was er kann.

Die Auflösung (manchmal schafft der Newton (Auflösung) das aber nur in der Theorie und nicht praktisch) und das Lichtsammelverhalten eines großen Newton schafft er nicht der kleine Refraktor.

Nur z B an einem TEC 180 werden sich die meisten AmateurNewtons egal wie groß unter realen Bedingungen irgend wo zu Hause m Erachtens an Planeten was die zeigbaren Details an den Planeten in einer rasiermesserscharfen und deutlich Erkennbarkeit der Details m E. die Zähne ausbeissen. Und am Mond zeigt er in Plato auch schon 6 Kleinstkrater.

Finde auch nicht schlecht wenn man sich daneben die im tiefen Raum befindlichen Deep Sky Objekte über Hubbleatlantenbildbände anschaut schön vom Sofa aus.

Und dynamisch kannst Du nur Veränderlichkeiten auf Jupiter, Saturn, Mars, Venus, gut mit dem 180 auch vlt auf einem Mond von Jupiter sehen, sowie die Veränderlichkeit des Mondes-Erdtrabant (Schattenwurf -Bahndiffernzen-Blickwinkel) studieren.
Da ist RELATIV häufig Veränderung Dynamik zu beobachten.

Wenn Du Deep Sky siehst heute sehen die Objekte in 20 Jahren noch haargenau so aus wie jetzt.

VG

Michael

N.S. Habe jetzt den 180 Refraktor ins Spiel gebracht da wir ja auch bei den Newtons jetzt bis 16" gesprochen haben.
Deep Sky ist aber auch der 180 TEC einem 16" Dobson unterlegen, aber unter normalen genutzten Bedingungen am Planeten überlegen, meiner bescheidenen Meinung nach zu urteilen.
Achtung : Ich bin aber auch kein Experte, muss ich dazu sagen. Andere mögen da kompetentere Aussagen zu treffen ist nur meine Meinung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo,
...dass ich zu alt bin, um mit mittelmäßigen Equipment zu beobachten.
Der von mir genannte Dobson ist sicherlich mittelmäßig, das gilt aber nicht generell für jeden Dobson. Wenn wir die Preisvorstellung TOA 130 auf einen hochwertigen Dobson übertragen, gibt es immer noch eine erhebliche Öffnungsdifferenz.
Hier wäre ein 22kg Komplettgerät: UL14 und der ist immer noch nicht "Top Notch" was Dobsonbau angeht.
Der TOA 130 wiegt 10,5kg und braucht eine Montierung aus einer Klasse, bei der allein das Achsenkreuz über 10kg wiegen wird.
Ich möchte Dir nicht vom TOA abraten, sondern ein Bewusstsein dafür schaffen, welchen Kompromiss Du damit eingehst. Der Kompromiss beim Apo ist, dass für eine Makellose Optik (was nicht auf alles zutrifft, wo APO drauf geschrieben steht) ein teures, langes und schweres Teleskop mit Bedarf für eine vergleichsweise große Montierung zu einem exorbitanten Preis beschafft wird. Man kann sich an der bewussten Wahl dieses Weges sehr erfreuen, sollte dann aber auch eine ungefähre Vorstellung haben, was die Beschränkung auf die entsprechende Öffnung kostet. Der von mir verlinkte Dobson kostet in etwa das, was ein hochwertiger 4" Apo kostet, ohne Montierung. Die Diskrepanz zwischen 4" und 14" machen die drei Buchstaben APO nicht wett.

Clear Skies
Sven
 

Michael1

Mitglied
Hi Sven,

Als ich mich noch für die Dobson Klasse 14" interessiert habe, habe ich auch zum UL 14" recherchiert.
Da war nur unter Cloudynighst Infos drüber zu lesen.
Der Tenor war, wenn ich mich richtig erinnere, dass der UL 14 etwas instabil sei (Wackeldackel), so User. Der Spiegel soll aber gut sein.
Ob es stimmt weiß ich aber aus der eigen erlebten Praxis nicht. Kenn auch keinen der einen kennt der einen hat.
Ist wohl dann der doch recht zierlichen Konstruktion geschuldet.

Aber im Fall der Fälle es gibt ja noch andere 14er, die stabiler sind, dann aber auch wieder schwerer, oder sh Nauris
sehr teuer.

Einen 5" APO kann man auch azimuthal betreiben, quasi wie der 14 UL Dobson ja auch funktioniert.
Die AYO Digi II wiegt auch nur 5,5 KG und trägt einen 5" APO souverän.

VG

Michael
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Michael und alle,

möchte kurz auf folgendes eingehen...und bitte mir nicht böse sein, wenn ich das nochmals separat aufgreife...

Nur z B an einem TEC 180 werden sich die meisten AmateurNewtons egal wie groß unter realen Bedingungen irgend wo zu Hause m Erachtens an Planeten was die zeigbaren Details an den Planeten in einer rasiermesserscharfen und deutlich Erkennbarkeit der Details m E. die Zähne ausbeissen. Und am Mond zeigt er in Plato auch schon 6 Kleinstkrater.
Hatte bereits vor mehr als 13 Jahren das Vergnügen, auf der WSP in Florida einen 8" TEC Apo und einen 10" Intes Micro Mak-Newton nebeneinander an Planeten vergleichen zu können. Wie ging das wohl aus?

Nun...der 10" Mak-Newton zeigte die Details mit der gleichen Brillanz und Schärfe wie der Apo. Man muss also nicht mal einen 16" Spiegel bemühen, dass dieser durchaus in der Lage ist, einem erstklassigen Apo das Wasser reichen zu können, selbst in den Spezialdisziplinen des/der Apo(s). Klar, wenn ein guter Spiegel mal gerade 5 Min. Zeit zum Auskühlen hatte, mag ein deutlich kleinerer Apo schon mal kurzzeitig mehr zeigen.

Um nochmals auf das Umfeld von Heiner einzugehen: Das ist ja vom aller feinsten(y)und läßt für (fast) jede erdenkliche Möglichkeit genügend Spielraum. Heiner hat nun die Qual der Wahl und die ist aufgrund der 1000 und einen Möglichkeit gewiss nicht ganz einfach zu treffen...

Viele Grüße
Werner
 

Astrozoom GM

Mitglied
Hallo zusammen,

ein Beispiel aus dem Forum aus der jüngeren Vergangenheit:


Der Threadstarter ist als bekennender Refraktorliebhaber........völlig unverdächtig.

unter anderem Post #64 im Thread:

Erstes Update: "......Im Garten bei Bortle 9 zwischen 3 Na-Dampflampen und ohne Streulichtschutz am Mond alle Rillen in Gassendi, sowie Rimae Prinz bei Pickering 5 und schlechter. Der 6" Apo zeigte anschließend nichts dergleichen - Top Spiegel!........"
Zweites Update in Post #69 im verlinkten Thread bezüglich deepsky.........sehr lesenswert!

Physikalische und optische Zusammenhänge dazu sind berechenbar, aber das nur nebenbei. Solche Beobachtungen sind das was wir wollen und sie sind genial.

:coffee:

Gruß
Günther
 
Zuletzt bearbeitet:

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Michael,

naja, das ist dieses Spielchen: Empfiehlst nen Dobson, geht das nicht, weil azimutal. Spielt das Gewicht eine Rolle, darf auch der Apo azimutal werden. Das geht aber alles am eigentlichen Punkt vorbei, den ich anbringe, und darum mag ich es wiederholen: Dieses Apo-Projekt bedeutet wenig perfekte Öffnung für sehr viel Geld und bei sehr hohem Gewicht. Das ist sehr schön, mir gefällt der Agema SD 130 auch sehr gut, nur ist ein 5-Zöller für mich eher ein Teleskop für Hof und Balkon - und selbst da bin ich eigentlich lieber mit 7" oder 8" unterwegs und sage halt "war nett mit dem Apo". Also ich meine eine goldene Rolex ist auch ein sehr schönes Zeiteisen, aber man kauft sie nicht, weil man gelegentlich auf die Uhr schauen will. Man möchte halt auf besondere Weise auf die Uhr schauen, ein Versprechen, was das Ding in jedem Fall erfüllt. Und dann ist da noch der Effekt, dass auch andere auf die Uhr schauen sollen. Ein Edel-Apo macht das vom Prinzip her ganz genauso, und ich möchte nur aufzeigen, dass dies ganz bewusst der Plan sein sollte (meinetwegen ohne das mit den anderen Leuten), damit die Sache ein echter Erfolg wird. Fotografisch könnte man noch ein anderes Buch aufschlagen, aber das ist ja in den Hintergrund gestellt.

@Werner: Aber hallo! Hatte in letzter Zeit das Vergnügen mit einem 8" MN. Das sind schon böse gute Optiken. Da sollten überzeugte Apostel nicht hinein schauen; könnte das Weltbild unangenehm verzerren. Aber keine Sorge, Apos finden immer Seeing-Zellen, die gerade 1" größer sind, als die Öffnung des Apos. Das ist so eine Art selbstkorrigierendes Weltbild.

Hm... jetzt fehlt nur noch, dass mit dem 6" Besichtigungs-Tak so ein Kontrastvergleich stattfindet, wo 6" Apo und 16" Dobson beide bei 75x am Sternhaufen verglichen werden und der Dobson wegen des grauen Bildes verliert.

Ich finde, dass man am Apo ehrlich genug finden kann, weil es eben ein Apo ist. Und das sollte man auch so darstellen, wenn jemand ein Heidengeld ausgeben will, und sich dennoch als absoluten Neuling bezeichnet. Da gab es andere Neulinge, denen man irgendwie was von "unschlagbarer Leistung" vorgemacht hat. Leistung hängt immer noch an der Öffnung. Bei gleicher Öffnung unschlagbar, ansonsten mit wenigen Zoll mehr einfach abgehängt. Einen Apo muss man wollen, weil es eben eine Edel-Optik ist, und dann macht das Haben auch großen Spaß.

Clear Skies
Sven
 

cidercyber

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Hallo Sven,

als "Neuling" habe ich dennoch über Jahre hier auf astronomie.de die Diskussionen verfolgt und mir eine Meinung über die Qualität von Apos bilden können. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass das "Tak Label" aus einem 6'' Glas ein 8'' Glas macht, und eine "unschlagbare Leistung" wird niemand, der die Thematik besonnen, sachgerecht und integer angeht, einem Refraktor mit relativ kleiner Öffnung im Vergleich zu einem Spiegel mit großer Öffnung attestieren.
Was ich aber immer wieder gelesen habe, ist, dass Tak-Besitzer und auch Leute, die einfach nur durchgeschaut haben, sehr angetan waren. Ob das nur "subjektiv" ist oder aber auch der Qualität des Tak geschuldet ist, sei dahingestellt.
Interessant, der "Haben-Effekt", weil ich seit geraumer Zeit genau dagegen arbeite. Mir geht's nicht ums haben, ganz sicher nicht. Mich reizt ein großer Refraktor schon lange als "ästhetisches Gesamtkonzept". Ich war schon auf den TOA 130 scharf, als er auf dem Markt erschien, nur war ich damals noch im Beruf und konnte mir unmöglich die "Nächte um die Ohren schlagen".
Zu guter Letzt: "Heidengeld" ist immer relativ. Für jemanden, der sich nach 40 Jahren Berufsleben einen Traum erfüllt, ist es in meinen Augen absolut vertretbar: ich reise nicht, ich rauche nicht, ich saufe nicht und ich habe keine.....

In dem Sinn....

Beste Grüße und Clear Skies,

Heiner
 

Michael1

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Hallo Sven, hallo Günther, hallo Werner,

ich danke euch für eure Informationen u.a. auch mit Vergleichsbeobachtungen der diversen Geräte APO vs MAK Newton, SC 11 usw. mehr. :)

Ich sagte ja, bin kein Experte habe schon durch Newtons, SC´s und einen 6" APO geschaut. Alles andere fußt bei mir auch mehr auf Forumserfahrungsberichten und dergleichen aus dem Netz.

Aber wenn User wie ihr schon selbst Vergleichsbeobachtungen angestellt haben, ist das in jedem Fall wertvoller als
kolportierter Stoff und Erfahrungen im kleinen, wie von meiner Person.

Wenn ich jetzt der Themenstarter wäre würde ich mir aber zumindest einen 4"-5" Refraktor gebraucht zulegen (kostet dann nicht die Welt, müsste ja kein TAK sein) und dazu einen z B 16" Newton keinen 12er, wie schon erwähnt wurde von z B
Spacewalk Telescopes.

Viele User haben mehrere Instrumente und z B ein 4" Apo (zu einem Dobson) mit relativ geringer Brennweite kann ich mal eben auf den Balkon ,Terrasse vlt auch in den Urlaub nehmen (im Auto) und zeigt viel wahres Gesichtsfeld mit tollen Sternfarben pinpoint/Nadelstiche.
Bei schlechten seeing auch verwendbar und Heiner hat nicht das Gefühl nicht auch mal einen Refraktor besessen zu haben.
Meines Erachtens auch sehr wichtig für die Seele.

Ich persönlich sehe so schnell die Spinnenarme (Newton), man kann die möglicherweise auch gedanklich ausblenden - und außerdem nicht jeder sieht die so wie ich.

Und ich gebe zu, ich hätte auch gerne einmal einen Refraktor, wünsch ich mir auch, ob es klappt weiß ich noch nicht, hängt von vielem ab. Vlt. wird es bei mir auch nur ein APM 100 Fernglas und nur ggf ein SC 11" (neuerliche Überlegung) dazu.
Alles kann ich nicht kaufen muss mich auch noch neu entscheiden und ich weiß es auch noch nicht.

Daher die Infos in diesem Thread die auf dem Tisch gekommen sind, sind auch für mich sehr interessant.

VG

Michael

N.S. Bin kein Anfänger mach das schon einige Jahrzehnte mit zum Teil längeren Pausen.
 
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Astrozoom GM

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Hallo Heiner,

völlig OT aber es könnte sinngemäß passen:
Ich bin 60, meine Eltern jetzt vorne in den 80ern.
Sie haben ihr Leben lang hart gearbeitet, für die Familie, fürs Häuschen, fürs erste Auto und sie haben gespart, sich wenig geleistet.
Mein Vater hat immer mal gesagt, dass er, wenn er in Rente geht, einen Mercedes fahren will.
Meine Mutter sagte dann immer........ jaja träum du mal.
Als es so weit war und er Ernst machen wollte, hat meine Mutter sehr und lange dagegen gewettert, so nach dem Motto.......sie seinen Arbeiter und bräuchten so was nicht.
Ich war dann mal als sich das schon länger hinzog dabei, mein Vater zeigte mir die Prospekte, meine Mutter fing an zu schimpfen.
Ich sah meinen Vater an und sagte:
Du willst doch jetzt wohl nicht anfangen mein Erbe zu verprassen!?
Meine Mutter wurde still, mein Vater grinste, keine Woche später hat er den Kaufvertrag für seinen ersten Mercedes unterschrieben und er fährt immer noch Mercedes.
Mir selbst fielen da ganz andere Autos ein, aber.........ich bin da völlig unwichtig!

Lange Rede, kurzer Sinn:

Tu was Du tun musst.
:cool:

Gruß
Günther

PS: Es ist zwar, wie schon geschrieben unwichtig aber ich würde es halt, wie auch schon wiederholt geschrieben, wegen eines m.E. erheblichen Beobachtungsmehrwertes gemäßigt und zweigleisig mit 5 Zoll Edelapo und einem guten 12-16 Zoll Dobson tun.;)
 
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cidercyber

Mitglied
In der Tat ist die Zweigleisigkeit, die hier wiederholt worden ist, ein sehr interessanter Aspekt, den ich zur Kenntnis genommen und gespeichert habe. Dennoch werde ich wohl mit einem guten Refraktor beginnen wollen.
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo zusammen,

ich halte es in Anbetracht aller Umstände wie meine Vorredner ebenso als sehr vorteilhaft für Heiner, zweigleisig zu fahren. Das Budget ist ausreichend, die anderen Bedingungen ebenfalls ideal. Irgendwann mal ist es zu spät...also warum sich nicht einen Lebenswunsch erfüllen, kann ich gut verstehen.

Ein kleiner aber feiner Apo hat seinen eigenen Himmel. Habe ebenfalls so ein hübsches Teil und beobachte damit sehr gerne die Sonne oder ab und zu den Mond mit schönem Bino.

@Sven: Die Erfahrung und Erlebnisse seinerzeit auf den Keys vor vielen Jahren waren für mich wegweisend für den Kauf eines 12"MN mit Intes Micro Optik, welcher mir viele Jahre maximalen Spaß bereitet hat. Es kam da nie der Wunsch nach einem großen Apo auf.;)

Viele Grüße
Werner
 
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praktikant

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Hallo,

ich will auch mal meinen Senf dazu geben...

über die Optik und das Für und Wieder der verschiedenen Möglichkeiten wurde denke ich genug geschrieben, so auch über den Aufwand ein den die verschiedenen Größen und Gewichte mit sich bringen.
Ich möchte aber das Argument von TakFan mit der Bequemlichkeit bekräftigen.

Ich bin in der glücklichen Lage auf meinem Grundstück einigermaßen gute Bedingungen für eine kleine Rolldachhütte zu haben. Der Himmel ist nicht ideal aber ausreichend und ich habe keine Rundumsicht. Trotzdem habe ich das Projekt dann auch vor 5 Jahren umgesetzt. Die Hütte ist nur 2x2 Meter klein und aus Holz, im Prinzip ehr einfach gebaut aber steht direkt neben meinem Haus. Die Hütte beherbergt eine Losmandy Titan auf einer Stahlsäule und einen 152/1200 LZOS SD, einen 123/738 LZOS SD und einen TS72/400 ED sowie ab und zu einen Gast wenn ich mal wieder was neues gekauft habe. Der 6 Zöller kann alles so gut wie für die Öffnung möglich und ich nutze ihn hauptsächlich visuell. Der 5 Zöller ist ehr zum fotografieren und der TS ED entweder für wide field Aufnahmen oder als Leitrohr im Einsatz. Da ich wie gesagt keinen freien Rundumblick habe und weil das Ding einfach geil ist hab ich noch einen AOM 105 FLT und zum schnellen Spechteln und für Widefield ein APM 100 ED Bino.

Ich hatte auch schon viele andere Optiken, bin zwar erst 35 hab aber schon mit 10 angefangen.
Spiegel vs Linse ist m.E. eine Abwägung die jeder Astronom einmal treffen muss, die Argumente wurden wie die Möglichkeit der Kombination schon hinreichend beleuchtet. Ich bin halt ein Linsenfan obwohl ich schon sehr gute und große Spiegel hatte. Das man mit entsprechendem Budget lieber auf die Odyssee durch die Optiktypen und Hersteller verzichtet und hier das Forum befragt finde ich logisch.

Nun zum Punkt: Bequemlichkeit...
Seit ich das Equipment fest aufgebaut habe, nutze ich es sehr viel öfter und auch bei ungünstigeren Bedingungen als vorher. Das Aufbauen kostet nicht nur Kraft sondern vor allem Zeit und Nerven. Es erhöht auch die Gefahr das durch kleine Unfälle die teuren Sachen zu Schaden kommen. Meine beiden mobilen Geräte nutze ich ergo weniger oft als meine fest aufgestellten. Aber auch bei den beiden mobilen Setups habe ich auf bequeme und unkomplizierte Beobachtungsmöglichkeit geachtet. So habe ich für den mobilen Einsatz kein GOTO für den FLT sondern nur eine einfache Zweiachsensteuerung. Eine Nachführung wollte ich aber, da ich diesen hervorragenden 4 Zöller hauptsächlich im Hochvergrößerungsbereich nutze. Das APM Bino sitzt auf einem Stativ mit Kurbelsäule um die Höhenverstellung - da ist das Zauberwort wieder - bequem zu gestalten.
Ein wesentlicher Punkt ist für mich in meinem hohen Alter -Scherz- der Einblick von hinten durch die Optik und damit die Möglichkeit im Sitzen zu beobachten. Ja zugegeben die Blackeye Galaxie mit 30 Zoll ist schon der Hammer auch wenn man dafür auf eine Leiter steigen muss. Mir ist sie mit 14 Zoll im Sitzen tatsächlich lieber und ich kann sie Stunden lang anschauen und so sehe ich auch mehr. Das C14 hat dann aber trotzdem gegen den 6 Zoll APO verloren, nicht weil es irgendeinen objektiven Nachteil gehabt hätte, sondern einfach weil ich meinen LZOS ganz subjektiv lieber mag.
Ich beobachte auch gerne mit 2 Augen weil das einfach...Trommelwirbel...na sagen wir entspannter ist.
Also habe ich einen Binokularansatz für die APOs und eben das APM Großfernglas für Deep Sky.

Lange Rede... eine feste Aufstellung erlaubt ein größeres Gerät öfter, bequemer und sicherer zu nutzen als eine mobile Lösung. Bei dem gegebenen Budget würde ich etwa ein Viertel in einen Schutzbau investieren und jeweils etwa ein Viertel in Optik, Montierung und Zubehör.

Beispiel:
Eine Rolldachhütte vom Schreiner bauen lassen oder selber bauen.
Eine EQ 8 oder Losmandy G11 oder vergleichbares neu oder gebraucht, fest auf einer Säule mit GOTO und 3 Zoll Schiene / Klemme zur Befestigung.
Eine Optik mit Einblick von Hinten guter Qualität: gebrauchtes SC oder hochwertigen APO oder visuell farbreinen ED. Egal welche Optik, auf jeden Fall mit einem stabilen, rotierbaren Okularauszug mit Feinverstellung.
3 hochwertige Okulare für Übersicht und Widefield, mittlere Vergrößerung und hohe Vergrößerung mit bequemem brillentauglichem Einblickverhalten zum Beispiel Televue Nagler T4 oder Panoptic, APM HiFw, Televue Delos oder Delite.
Einen hochwertigen Binokularansatz z.B. Baader mit 1,25 Zoll Zenithspiegel, mit drehbarer T2 Adaption mit 2 Okularpaaren und 2 Glaswegkorrektoren mit z.B. 1,3 und 1,7 facher Brennweitenverlängerung. Einen UHC und einen OIII Filter in 2 Zoll und einen hochwertigen Zenithspiegel in 2 Zoll. Einen ADC und ein paar Kontrastfilter für Planeten.

Soweit mein Senf, subjektiv aber mit ein Bisschen Erfahrung.

CS Alex

Bei mir sieht das übrigens so aus:
 

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