Takahashi TSA-120: Setup-Check für rein visuelle Nutzung

ja jeder geht da anders heran oder besitzt andere Settings aus Gewohnheit - falsch und oder richtig, besser schlechter ist das alles nicht. Ich arbeite nur, fast ausschließlich visuell und habe in 0,nix entweder den Mond oder X im Okular - auch mit 0,3 Sekunden Klemme lösen und blockieren oder mit Goto - ohne viel ausrichten - für Objekte die ich nicht auf Anhieb finden kann. GoTo kann ich nutzen - muss ich aber nicht.

Ich sehe für mich keinen Unterschied in der Handhabung, oder besser, einen signifikanten Vorteil von einer Rutschkupplung, die ich noch nie vermisst habe.
Das es so etwas gibt ist gut und ein Vorteil für jene, die ihn in der Technik sehen und nutzen möchten.
 
Hallo zusammen,
ich finde eine parallaktische Montierung mit Nachführung für langes beobachten bei hoher Vergrößerung auch sehr angenehm. Mit einer leichteren Montierung (Sphinx, Losmandy GM8) geht das wie beschrieben recht schnell ohne aufwändige Polausrichtung.
Wenn es mal ganz schnell gehen soll, nehme ich aber auch einfach meine Giro II. Die packt sogar beide TAKs gleichzeitig und steht in 5 min auf der Terrasse. Ich muss mir nur noch mal ein höheres Stativ bauen, damit ich bei den höher stehenden Objekten nicht auf dem Boden knien muss :)

Ulli
 
Hi,
jetzt sind wir von der Eingangsfrage schon recht weit entfernt:

Fokus: rein visuell (Mond, Planeten, Doppelsterne, Deep Sky)
• Anspruch: ruhige, plastische Darstellung und hoher Kontrast
• Beobachtungsort: meist im Wald oder spontan vom Balkon
• Astrofotografie: aktuell kein Thema

Ob TSA 120 oder 100 DZ mag man anhand des Preises (Differenz 1.050 Euro) und des Gewichtes (Differenz 2,8 Kilo) entscheiden, beides sollte man nicht klein reden. Der Unterschied ist so groß, dass man den 120 nicht mehr mit Montierung einfach so heben und transportieren kann, den DZ 100 sehr wohl. ICH bleibe immer daheim, da ist mir das relativ egal mit meinem Fünfzöller, aber wenn ich raus müsste/wollte würde ich ein kleineres Gerät nehmen, was Chris ja auch weiterhin mit dem kleinen 60er tun kann.

Die Auskühlungsthematik, naja, sehe ich nicht so kritisch, man kann das Rohr ja vielleicht schon nachmittags rausstellen oder ins Auto packen, je nach den persönlichen Gegebenheiten.

Ich weiß nicht ob das heutzutage noch so eine gute Idee ist sich eine klassische parallaktische Montierung mit Gegengewichten zuzulegen, wo doch Harmonic Drive alles dominiert. Klar, die funktionieren nur elektrisch, aber benötigen sehr wenig Strom und somit kleine Akkus. Diese Betrachtung ist eine eigene Diskussion Wert.

Andreas
 
Hi,

nunja ich habe eine Paramount MX+, diese hat tatsächlich keine Rutschkupplung. Ansonsten wüsste ich keine Montierung die ohne Kupplungen auskommt.
Bei der GP gab es die Rutschkupplungen früher extra zu kaufen. Bei Losmandy hat man eine flächigere Klemmung, aber am Ende ist es auch nur ein Teflonstreifen, der mit mehr oder weniger Druck, mehr oder weniger Haftwiderstand bietet. Die ALT Montierungen haben sehr stabile Rutschkupplungen mit großem Durchmesser.
Bei ROWAN oder den AYOs ist es wie bei vielen anderen ein kleines Telflonstück, dass von einer Schraube auf eine Lauffläche gedrückt wird.

Das wirklich ein Zahnrad ein- oder ausgekuppelt wird, ist denke ich ehr die Ausnahme.

cs Alex
 
Meinen 5" TS SD 125/975 betreibe ich sowohl händisch auf einer Skytee 2 als auch nachgeführt auf einer HEQ5. Beides funktioniert sehr solide und hat seine Vor- und Nachteile.
Aufgrund der Einfachheit und des Gewichts kommt aber deutlich öfter die Skytee zum Einsatz. Allerdings gehe ich mit dem Refraktor auch mehr auf Sternhaufen als auf Planeten bei Hoch- und Höchstvergrößerung.

Für letzteres nutze ich doch lieber den 16" Dobson....

Gruß Horst
 
Bei der GP gab es die Rutschkupplungen früher extra zu kaufen. ... Die ALT Montierungen haben sehr stabile Rutschkupplungen mit großem Durchmesser.
Bei ROWAN oder den AYOs ist es wie bei vielen anderen ein kleines Telflonstück, dass von einer Schraube auf eine Lauffläche gedrückt wird.
GP und ALT werden nicht mehr hergestellt.
Rowan und AYO sind Alt-Az und nicht parallaktisch.


Das wirklich ein Zahnrad ein- oder ausgekuppelt wird, ist denke ich ehr die Ausnahme.
Hatte ich auch nicht behauptet, dass das so sei.


Wenn eine Montierung per Klemmung (also Reibung) gekoppelt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass sie deshalb Rutschkupplungen hat.
Beispiel: 10 Micron GM1000HPS.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nunja jetzt sind wird recht weit vom Thema abgekommen mit den Klemm oder Rutsch oder wie auch immer Kupplungen.

Ich bin jedenfalls auch immer für eine Nachführhilfe bei hoher Vergrößerung, mindestens einen Feintrieb. Das vereinfacht das Erkennen von Details doch erheblich, wenn man idealerweise bequem, im Sitzen, mühelos das Ziel auf der optischen Achse halten kann.
Mit dem Dobson halte ich auch meistens nicht so lange durch wie an den hinten-rein-guck-Geräten. Ich weiß, mimimi und so....:p

Auch beim mobilen Einsatz und kleineren Öffnungen bin ich kein Fan von umständlichem Einrichten fürs GOTO. Das muss einfach und schnell gehen, die Nachführung ist mir wichtiger als das GOTO. Das Gleiche gilt fürs auskühlen einer Optik. Allerdings weiche ich mit meinem letzten Zuwachs, einem Mewlon in diser Hinsicht von meinen Prinzipien etwas ab. Hier will der Einsatz schon etwas voraus geplant sein. Auch beim Gewicht bin ich nicht so empfindlich, meistens trage ich die Sachen ja nur wenige Meter.
Da hier ja mit dem FS60 schon ein Grab&Go Gerät vorhanden ist, kann der 5 Zöller dann schon etwas mehr Aufwand rechtfertigen denke ich.
Das ist aber auch sehr Geschmacksache.


cs Alex
 
Ich bin die Tage im Biete Bereich über eine Avalon Montierung gestolpert, ich meine die kann man ja auch im Alt AZ Modus nutzen. Ob die mit dem Gewicht und Hebel klar kommt, ich denke schon.
Die m-Uno kann das, die m-Zero ist schon grenzwertig. Die beiden sind aber grundsätzlich eher für kurzbauende Teleskope wie SCTs oder kleinere Refraktoren gedacht.

Wenn schon eine Nachführung, dann entweder eine klassische EQ-Montierung, oder zum Beispiel eine dedizierte AZ-Montierung wie die TTS.
Die Farbe muss einem dann halt auch passen
Sie kommt eben aus dem Heimatland der Ferraris :cool:
 
guten Morgen zusammen,

erstmal vielen Dank für die weiter vielen hilfreichen Antworten – das hat mir wirklich weitergeholfen.

Ich habe mich inzwischen etwas intensiver mit der mechanischen Seite beschäftigt und bin auch mit einem Händler im Austausch. Aktuell tendiere ich dazu, beim TSA-120 auf ein leichtes Setup mit PrimaLuceLab-Rohrschellen (125 mm) und einer Vixen-Schiene (~240 mm) zu gehen. Oben würde ich vermutlich eine zweite kurze Schiene als Griff bzw. Verbindung montieren. Das erscheint mir für rein visuelle Nutzung als gute und relativ leichte Lösung.

Beim Thema Montierung bin ich allerdings noch nicht ganz durch. Momentan schwanke ich zwischen vier Optionen:

- Rowan AZ100
- AOK AYO II bzw Skytee 2 bzw Giro Ercole
- ZWO AM5 / AM5N
- SkyWatcher Wave 150

Die Konzepte sind natürlich sehr unterschiedlich (klassisch manuell vs. Harmonic-Drive-GoTo), deshalb versuche ich gerade herauszufinden, was langfristig besser zu meiner Beobachtungsweise passt. Wichtig wäre mir eine stabile Lösung für etwa 200× und mehr bei Planeten, gleichzeitig aber noch mobil genug für spontane Sessions.

Die Diskussion um den FC-100DZ fand ich übrigens ebenfalls sehr interessant. Der Ansatz „leichter Zweilinser mit schneller Auskühlung“ hat definitiv seinen Reiz. Trotzdem überwiegt bei mir im Moment noch der Gedanke, mit dem TSA-120 etwas mehr Öffnung mitzunehmen – gerade auch mit Blick auf Deep-Sky-Objekte. Der kleine FS-60 bleibt ja ohnehin für schnelle Sessions erhalten. Einzig eine Überlegung wert wäre ein ähnlich leichter Apo, mit mehr Öffnung , der ebenfalls eine Spitzenoptik hat.

Ein Punkt, über den ich aktuell ebenfalls nachdenke, ist das Thema Binokularansatz. Einige von euch haben das ja bereits angesprochen. Ich frage mich allerdings, ob es sinnvoll ist, das direkt von Anfang an einzuplanen – oder ob man zunächst einmal klassisch monokular startet, sich am neuen Teleskop erfreut und sich dieses Upgrade bewusst für später aufhebt. Mich würden hier eure Erfahrungen interessieren.

Mich würden daher besonders Erfahrungen von Nutzern interessieren, die den TSA-120 visuell betreiben – gerne auch in Kombination mit den oben genannten Montierungen.

CS
Chris
 
Zuletzt bearbeitet:
Beim Hauptaugenmerk auf Planeten und bei angedachter Nutzung eines Binoansatzes, der hinsichtlich Einblick deutlich empfindlicher reagiert als monokulares Beobachten, wäre ich in jedem Fall bei einer nachgeführten Montierung....

Wie ich schon schrieb, meist nutze ich auch am 5" die stromlose und leichtere Skytee II mit Feintrieb, aber bei Hochvergrößerung und noch dazu mit Binoansatz kommt für mich nur die nachführende HEQ5 (mangels leichterer Alternative) in Frage...

Gruß Horst
 
ich nutze bei der Planetenbeobachtung immer ein Bino und einen ADC und führe manuell mittels Fluidkopf nach.
Bis Vergrößerungen um die 300x ist das für mich easy zu machen ohne das Objekt zu verlieren, aber natürlich ist eine Nachführung beim beobachten bequemer.
In einer Sternwarte oder einer feststehenden Montierung würde ich immer eine Nachführung haben wollen, aber mobil ist der Aufbau mit Stativ und Fluidkopf ohne Strom denkbar einfach und schnell erledigt.
 
Hallo Chris,

bei den Harmonic Drive Montierungen kann ich nicht weiter helfen, da hab ich selbst keine Erfahrungen. Hier würde mich der Aufwand der Einrichtung / Alignment interessieren.

Bei der Rowan ohne Motoren reicht es wenn das Stativ einigermaßen gerade steht, hinstellen und los gehts. Bei der Länge des TSA würde ich eine 200mm Säulenverlängerung des Stativs mit einbeziehen, damit der Tubus nicht an die Stativbeine anschlägt. (siehe erstes Bild mit kurzem 750mm ED)

Bei der Rowan mit manuellem Schubs to - kann ich die hauseigene Lösung über eine APP sehr empfehlen. Die Benutzeroberfläche ist die Gleiche wie bei der Version mit Motoren und auch der Alignmentprozess ist gleich und funktioniert wie folgt:
Stativ mit der Dosenlibelle nivellieren. Steuerung anschalten, lokales WLAN der Steuerung mit dem Handy/Tablet verbinden, Optik auf bekanntes Objekt richten und align drücken. Eine definierte Startposition muss nicht eingehalten werden. Das reicht schon für ein vernünftiges GOTO / Schubs to.
Ein zweites Objekt aus der Sternkarte der App suchen und sich entweder manuell dort hin führen lassen oder auf GOTO drücken. Objekt zentrieren, wieder auf Align drücken, fertig. Die Nachführung ist selbst bei 500x genau genug um höchstens alle Viertelstunde minimal korrigieren zu müssen.
Die Nachführung bei Alignment mit nur einem Objekt z.B. Sonne hällt bei bis ~150x das Objekt ~15 Minuten im Bildfeld ohne groß korrigieren zu müssen, damit für Sonne oder auch Planeten tagsüber ausreichend.
Für die Energieversorgung von Montierung und Handy reicht eine kleine Powerbank, die direkt an der Montierung befestigt werden kann. Alles in Allem kommt die AZ100 mit Motoren, 2 Klemmen, Powerbank und 200mm Erhöhung auf ca. 11kg. Zusammen mit dem Uni also leichter als nur der Kopf der oben gezeigten EM200 oder EQ6.
Mit deinem Uni Stativ und einer stabilen Erhöhung die gleichzeitig als Adapter funktionieren kann, trägt die ROWAN auch einen 150er TOA oder ein Bino aus zwei TSA120 ;) und den TOA150 auf der anderen Seite.
Preislich sind die ROWAN Sachen recht happig, aber die Verarbeitung ist ausgezeichnet.

Für den FC100 wäre deine aktuelle Montierung übrigends ausrechend, ein Tuning mit einem Alustreifen um das Spiel am verstellbaren Arm zu eliminieren bringt einiges an Stabilität. Die gezeigte AYO würde auch den TSA120 tragen. Der FLT105/1000 ist in den Maßen und Gewicht etwa mit dem TSA120 vergleichbar, das 3. Bild verdeutlicht hier den Unterschied zum FC100.

Die Optiken, die hier gezeigt sind: TS ED152f5, Takahashi FC100DFFT, AOM FLT105, FS60cFT, TOA130NSFT

cs Alex
 

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Ich würde von einem 4"-Apo, auch wenn es ein high-end Gerät wie z. B. der Tak FC100DZ wäre, als vorläufiges "Hauptinstrument" abraten und "wenigstens" zum TSA120 greifen.
Wir haben:
- 102/900 Fluorit Steinheil Apo
- 115/1000 Öl-Triplet-Apo
- 130/780 Luftspalt-Triplet-Apo
Der 102er ist frustrierend bei deep sky; nur die hellsten Messier-Objekte kommen ganz gut. Das liegt an der Öffnung, trotz sehr hoher optischer Qualität.
Der 115er bietet einen enormen Unterschied zum 102er hinsichtlich deep sky (Galaxien, wie z. B. Virgo-Haufen oder Markarjansche Kette sind mit einem guten widefield Okular schon recht imposant). Mond, Planeten und Doppelsterne sind deutlich detailreicher als im 102er.
Der 130er ist in Sachen deep sky sowie Mond, Planeten und Doppelsterne noch eine deutliche Verbessrung gegenüber dem 115er.

Also, lasse Dir den TSA120 nicht ausreden; er liegt insgesamt zwischen unserem 115er und 130er. Zumal die optische Qualität und Leistung beim TSA120 erste Sahne sind.
Als etwas größere und deutlich günstigere Alternative zum TSA120 kann ich das TS Photoline 130 f/7 S-FPL53-Triplet empfehlen, das noch einmal etwas mehr Öffnung hat und deshalb den TSA120 in jeder Disziplin abhängen wird (ein Freund von uns hat so ein Gerät; es ist ein nahezu perfekter 5" Triplet-Apo...).

 
Den Unterschied in der Leistungsfähigkeit vergleichbarer Geräte verschiedener Öffnungen kann man imo gut an der Vergrößerungsfähigkeit verdeutlichen.


Wenn man 0,7mm Austrittspupille für die förderliche Maximalvergrößerung am Planeten ansetzt, dann gilt:

100mm Apo: max. 140x Vergrößerung
120mm Apo: max. 170x Vergrößerung

Der Abbildungsmassstab bei gegebener AP ist nunmal relevant für die Erkennung von Details.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alternative zum TSA120 kann ich das TS Photoline 130 f/7 S-FPL53-Triplet empfehlen, das noch einmal etwas mehr Öffnung hat und deshalb den TSA120 in jeder Disziplin abhängen wird (ein Freund von uns hat so ein Gerät; es ist ein nahezu perfekter 5" Triplet-Apo...).
Wird übrigens gerade einer im Bieteboard angeboten....

Gruß Horst
 
TS Photoline 130 f/7 S-FPL53-Triplet empfehlen
... und der wiegt auch nicht so viel :), so ca. 10kg OTA ? Dann dürfen wir auf das + für die Montierung hinweisen.

als vorläufiges "Hauptinstrument" abraten
die Stellungnahme ist sicher im Hinblick auf größerer Öffnungen, auf deren Leistungsparameter ganz sicher nicht falsch. Blickerweiternd aber würde ich sie einschränkend neu einordnen, ergänzen dürfen, nicht kritisieren.
Ich weiß, wie ihr alle auch, als das ein Beobachter sich in intensiver Beschäftigung mit der Materie welche er in seinem Okular sieht, sogar 60mm ausreichen um die Restlaufzeit seines Lebens zu füllen. Verstehe mich bitte nicht falsch, möchte nur aufzeigen, auch ein 3", 4" und ja, sicher 5".... Gerät können vollumfänglich,
nicht kein, sondern ein Hauptinstrument sein.
Wenn gelebte praxisorientierte Erwartungshaltung des Beobachters mit der öffnungsabhängigen Darstellung zusammenfallen, perfekt?
Und das ein 120mm Refraktor hierfür eine mehr als fundierte Basis liefern kann, dass bleibt denke ich unbestritten.

Wer von euch zu 100% die Leistung euerer Teleskope ausgereizt hat, der werfe das erste Okular :giggle::giggle::sneaky:
 
Wie es halt so ist:
Bessere Qualität schlägt schlechtere,
größere Öffnung schlägt kleinere.

Wenn ein Parameter davon ins Extreme geht, explodieren die Kosten deutlich stärker als der Mehrgewinn.

Und auf Basis dieser Grundlage fällt jeder die für ihn beste Entscheidung.

Gruß Horst
 
Gebraucht ist der TSA-120 ausgesprochen selten zu sehen. Das spricht für die Zufriedenheit der Nutzer. Visuell würde ich das mehr an Öffnung, also die 5" nehmen. Oder alternative Optiken in der Grösse. Ist aber kein Grab and Go mehr, dennoch schnell aufgebaut und ohne Griff handhabbar.

Der Fokuser wird häufiger kritisiert. Man kann damit aber dennoch arbeiten - visuell, als auch fotografisch. Habe ich so im Einsatz. Bei Neukauf wäre es bei mir aber dennoch heute der FT Auszug.

Die Rohrschellen von Tak sind schwer und top und teuer. Es gibt zudem die Doppelrohschelle, falls man mal in Richtung Fotografie gehen mag. Da kommt dann nochmal Gewicht durch die erforderlichen Platte drauf.

20260313_011303.jpg


Die Abbildung im TSA-120 ist wirklich gut!

Visuell würde ich motorisiert & mit goto unterwegs sein wollen. Entspannter in der Beobachtung, insb. beim Wunsch zu zeichnen.
Starhopping ist eine reizvolle Herausforderung und Teil des Erlebnisses, aber automatisches Anfahren bringt dir mehr Beobachtungszeit und weniger Frust bei schwachen Funzeln.

CS
Dirk
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Behauptung wage ich einmal in Frage zu stellen da sowohl optische als auch mechanische Qualität durch Normierung eindeutig vorgegeben und messtechnisch erfasst werden kann.
definitiv PUNKT.
Nur, Laborwerte müssen durch das Messinstrument Auge und z.B. wird wahrgenommene Abbildungsästhetik anders empfunden als ein Papierwert.
Auch der Gesundheits,-Leistungszustand der Augen in Hinsicht auf seine Akkommodationsfähigkeit führt zu unterschiedlichen Feld (nicht Labor) bewertungen.
Frauen haben eine andere Farbwahrnehmung als Männer. Bildfeldkrümmungen im Schwenkbereich generieren bei Beobachterinnen/Beobachtern unterschiedliche Empfindungen ........... die Liste subjektiver Einflussgrößen ist lang.

Wenn ich 1kg Zucker in den Bodensee schütte, wird der steigende Zuckergehalt messtechnisch nachweißbar sein, ob ich davon Karies bekomme, wenn ich im See schwimmen gehe, steht auf einem anderen Blatt.

Verstehe auch was du sagen willst, nur Labor und Praxis sind zwei Welten. Wenn die erste durch viele Anwender die zweite bestätigt - dann passt das m.E.
 
Ich selbst arbeite seit fast 40 Jahren in der Entwicklung in der chemischen Industrie. Das wohl Schwierigste in meinem Job ist es ohne Erwartungshaltung rein objektiv Werte zu ermitteln und Produkte zu vergleichen.

Selbst eine Stiftung Warentest tut sich damit schwer. Da war ein Markenprodukt als "gut" ein Nonameprodukt als nur "befriedigend" getestet worden. Wir fanden es lustig als Hersteller des bis auf die bedeutungslosen Farbe identischen Produkts...

Gruß Horst
 
Man darf nicht vergessen/verschweigen, dass Tak auch Schwächen hat.

Tak hat keine zugesicherten optischen Werte und der Okularauszug ist untere Mittelklasse, wohlwollend ausgedrückt. Das soll kein Bashing sein, habe ja selber einen Tak, aber es ist eben da auch nicht alles perfekt.

Ich würde trotzdem zum TSA greifen wegen des geringen Gewichtes und der normalerweise guten optischen Qualität. Gebraucht nur mit vorbehaltlosem Rückgaberecht, beim Händler nur mit Fernabsatzgesetz.

Grüße
Andreas
 
gilt das als Test?


Alles von Tak, durch das ich beobachtete, war absolute Oberklasse...
zumindest gilt das auch für mein sicher kleineres Erfahrungsfeld - den FC100N seinerzeit hätte ich nicht hergeben sollen. Aber nachher ist ja jeder schlauer.
 
Gebraucht nur mit vorbehaltlosem Rückgaberecht
Dem würde ich als Verkäufer nicht zustimmen!

Mit der gleichen Logik Du müsstest Du Dir dann ja als Verkäufer ebenfalls ein Rückgaberecht vom Rückgaberecht beim Käufer einräumen lassen.
Du weisst ja nicht, was der Käufer zwischenzeitlich mit dem Gerät gemacht hat.
Hier gilt "gleiches Recht" für beide Seiten.

Zwei Möglichkeiten:
A) Nur der Käufer erhält ein Rückgaberecht. => unfair
B) Beide erhalten ein Rückgaberecht. => unsinnig


Alternativen:
-- Der Käufer kann das Gerät vor Kauf beim Verkäufer besichtigen und prüfen ("gekauft wie gesehen").
-- Oder er kann sich vom Verkäufer vorab aktuelle Sterntestfotos mailen lassen und diesen vertrauen.
-- Oder er kann den Beschreibungen des Verkäufers glauben schenken.
-- Oder er kann neu kaufen, wenn er nichts von obigem machen kann oder will.


Gruß Harald
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich jetzt dafür entschieden den TSA bei einem Händler zu bestellen. Es ging ja auch noch um weiteres Zubehör, und alles aus einer Hand ist mir am liebsten. Hätte ich einen gebrauchten aus der unmittelbaren Umgebung angeboten bekommen, hätte ich vielleicht schwach werden können. Auf den kleinen Tak bin ich auch erst über eBay Kleinanzeigen aufmerksam geworden und hatte bei @onkeldirk , eben der räumlichen Nähe, auch ein gutes Gefühl.

jetzt muss ich mir nur noch im Klaren werden, welche Montierung ich mir order. am5n oder giro ercole. die Tendenz geht wahrscheinlich in Richtung der am5n.
 
Sei dir bitte bewusst, dass die AM5N keinen HC mit Display hat.
Wenn du ein GoTo durchführen willst benötigst du die App auf dem Handy / Tablet.
Das macht mMn nicht so viel Spaß.

Schau dir mal die Skywatcher Wave 150i an.
An dieser kann man den Controller von Skywatcher oder eine App benutzen.
Außerdem ist der AZ Modus bei der Skywatcher Montierung deutlich besser.

Grüße
Brian
 
Dem würde ich als Verkäufer nicht zustimmen!

Mit der gleichen Logik Du müsstest Du Dir dann ja als Verkäufer ebenfalls ein Rückgaberecht vom Rückgaberecht beim Käufer einräumen lassen.
Du weisst ja nicht, was der Käufer zwischenzeitlich mit dem Gerät gemacht hat.
Hier gilt "gleiches Recht" für beide Seiten.

Zwei Möglichkeiten:
A) Nur der Käufer erhält ein Rückgaberecht. => unfair
B) Beide erhalten ein Rückgaberecht. => unsinnig

Gruß Harald
Ein Rückgaberecht für das Gerät ist sowieso gesetzlich verankert, auch wenn viele Verkäufer es gerne ausschließen möchten. In aller Regel sind Mängel arglistig verschwiegen und können geltend gemacht werden. Vertrauen als Verkäufer kann man aufbauen, indem man ein Rückgaberecht einräumt. Kann ja auf eine Woche oder so beschränkt sein.
 
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