Thema: Jupiter und Saturn mit kleinen Öffnungen

Hallo Planetenfreunde, lange ist es her das ich mich an Planeten bemühte habe, zuletzt im Jänner 2014 an Jupiter und nochmal im März, Saturn im Juni 2014 mit kleiner Öffnung bei gutem Seeing ausserhalb größerer Ansiedlung!
Aufnahmezeit je 90 sec, während 95 Minuten einige Video (ASI 120 MC) aufgenommen die besten gestackt.
Teleskop ein Skyatcher ED 80/600 Refraktor mit 5 x Barlow auf einer Astrotrac Nachführung bei guter Durchsicht Aufnahme-
SW Sharpcap, Bearbeitung Registax 25% Stack, Saturn 20% BV Fitswork, LRoom,

Hoffe die Bilder gefallen ein wenig?

Grüße

Christian
 

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Hallo,
nachdem ich diesen Thread gesehen habe, möchte ich mich auch mit einem Bild vom Jupiter von 2021 beteiligen. Die Aufnahme wurde mit einer Öffnung von 140 mm in Erlangen gemacht: TEC140, 2fach Barlow, L-Filter, Videos mit ASI 290MC, Autostakkert3.0. 3 Bilder mit Winjupos überlagert, Optimierung mit PS.
Clear Skies
Peter Jax
 

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Klasse! Einer der besten Jupiter, die ich mit dieser Öffnung je gesehen habe. :y:

Viele Grüße
Peter
 
Vielen lieben Dank, Peter.

Die Bedingungen waren aber auch recht gut. Das Bild hat kaum geflackert. Da merkt man schon beim Filmen, dass das was werden könnte.

Gruß Matthias

Edith: Ich seh gerade, dass wir ja fast Nachbarn sind. Ich komme aus Eilenburg :)
 
Echt klasse, Matthias. Ist mir mit meinen 150mm noch nicht gelungen.
Gruß Christoph
 
Ich habe auch noch einen Jupiter mit einem TS 125mm SD Apo. Wenn auch von vor fast zwei Jahren. Damals stand Jupiter ja noch relativ weit unten. Würde mich interessieren, was da heute ginge. Dieses Jahr wird das aber wohl nichts mehr mit Jupiter. Immer wenn Gelegenheit ist, ist was anders. Das ist wohl Schicksal.

1701373553578.png


Hier gibts die Details:

War mit dem alten Thread eigentlich der hier gemeint, den ich vor paar Jahren erstellt hatte?

Grüße,
Joachim
 
Oh Joachim, das ist ein sehr ästhetisches Bild.
 
"Heiliger"o_O...,
Joachim, das ist mal eine Ansage mit 125 mm. Alle Achtung.
Gruß Christoph
 
Mensch einfach klasse Leute was ihr mit euren „ Kleinen“ aus den Gasriesen heraus holt. Dadurch bekomme ich mal wieder richtig Lust auf Planeten “Videografie“ .
Meine ersten und gleichzeitig letzten Bilder von Jupiter ,Saturn und Venus habe ich Ende der 90er Jahre mit einem Vixen Fraunhofer Refraktor mit 102 mm Öffnung auf einer Great Polaris Mount und einer Minolta SLR auf Kodak 400 ISO gemacht . Die Fotos liegen in irgendeiner Schublade rum ,ich gehe morgen mal suchen…

CS Knut
 
Hallo, das Bild von Joachim ist für mich bisher klare Nummer 1, nicht nur in diesem Thread. Da hat mal alles gestimmt und das dürfte wohl das Maximale sein, was aus dem Teleskop herauszuholen ist, wobei das Gerät ja schon was ganz Feines ist. So ist auch das Ergebnis.

Ich hab dieses Jahr immer noch keinen Planeten fotografiert, es will nicht klappen. Hauptsächlich wegen Wetter, aber ein anderer Grund ist, dass ich zu bequem war. mein Setup für die Planeten umzubauen. Barlow, rein, Reducer raus, neu fokussieren, dann klappt das mit Platesolve nicht, daher habe ich mich dann doch immer für Deepsky entschieden.

Dafür habe ich meinen besten Jupiter aus dem letzten Jahr noch in den Dateien gefunden. Aufnahmedatum war der 7.10.2022. Skywatcher 72/420 ED mit 3 x Barlow. Der Kleine kann wirklich einiges. Wäre ich damals erfahrener gewesen, hätte ich an dem Tag wohl auch das Maximale aus dem Teleskop herausholen können (Aufnahme und Bearbeitung). Die Bedingungen müssen hervorragend gewesen sein. Länger als 60 Sekunden war das Video sicherlich nicht, Kamera war die ZWO Asi 178 MC. Bearbeitet mit Autostakkert, PIPP und Registax. Alle Programme beherrsche ich nur rudimentär. Es ist zwar nicht scharf und ziemlich körnig, aber die Details, die da erkennbar sind, finde ich für die Öffnung überragend. Ein ADC war nicht im Einsatz.

LG Olaf

IMG_2047.JPG
 
Moin
Ich habe doch noch einige Fotos aus den 90ern zu Hause gefunden und ohne jegliche Bearbeitung nur vom Original auf Agfa Fotopapier , mit dem iPad abfotografiert und etwas verkleinert.
Alles mit dem Vixen 102M Fraunhofer aufgenommen. Die Filme mit ISO 400 waren teuer und nur begrenzt haltbar.
Lagerung meist im Kühlschrank!
Am spannendsten war immer der Moment wenn man das Kouvert mit den fertigen Fotos abholen durfte . Leider haben die allzuoft im Labor , wo die Filme automatisch bearbeitert wurden , durch den vielen dunklen Hintergrund , die Fotos falsch geschnitten und viel versaut…
Die besten Planetenbilder bekam ich aber mit einem Sony CCD Video Camcorder , den ich einfach nur ans Okular gehalten und dabei auf Casette gefilmt habe . Dann den Film über den PC ( Windows 98 ) abgespielt und mit der Schnappschuss Funktion Einzelbilder gemacht. Leider leider kann ich die selbst ausgedruckten Fotos nicht mehr finden….
Die Bilder zeigen den Saturn , die Venus am Morgenhimmel , meinen Vixen 102Mauf GP- Mount und eine Konjunktion von Venus und Jupiter am späten Nachmittag, ich meine es war anno domini 1998 !!
 

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Ich habe auch noch ein interessantes gefunden. Ein Foto von der großen Konjunktion. Auch mit dem TS 125mm SD. Sowas ist die ideale Konstellation für kleine Instrumente, denn mit großen geht sowas nicht.

Die beiden Planeten standen da schon ziemlich tief. Ich glaube, das waren so 7° über Horizont. Aber da war nur diese eine Wolkenlücke über die ganze Zeit. Ich hate mich schon angefangen zu ärgern, da kam dann tatsächlich noch dieses eine kleine Wolkenloch für 5 min. Aufgenommen habe ich mit einem 0,8x Reducer und der ASI533MC pro.
2020-12-25-1600_Große_Konjunktion2.jpg
 
Da hat mal alles gestimmt und das dürfte wohl das Maximale sein, was aus dem Teleskop herauszuholen ist, wobei das Gerät ja schon was ganz Feines ist. So ist auch das Ergebnis.
Da ist schon noch Luft nach oben. Da waren ja nicht wirklich optimale Bedingungen und dazu ist das mit einer OSC aufgenommen, was bei dem Apo schon etwas runter zieht. Dieser ärgerliche ADC ist auch etwas, was die Qualität nur anhebt, wenn das Objekt so tief steht, dass sonst gar nichts geht. Kleine Öffnungen sollte man nicht unterschätzen.

Dann ist das Bild tatsächlich eigentlich gar nicht so gut, wie es aussieht. Das ist nur so dargestellt, dass es so scheint ;)

Leider kommt ja jetzt eine Phase eher düsteren Wetters, wo selbst wenn es mal klar ist, das Seeing nicht mitmacht. Sonst würde ich nachlegen. Mich würde auch interessieren, was man mit kleinen Teleskopen wirklich herausholen kann. Einen wirklich ruhig dastehenden Jupiter habe ich mit dem 5" bisher nicht aufnehmen können. Auf 60° Höhe geht das aber. Das kenne ich bisher nur visuell, da ich beim letzten mal als Jupiter hochstand noch nicht fotografiert habe.

Das geht normalerweise so bis Mitte Ende Februar. Dann kriegt man wieder ruhigere Nächte. Aber bis dahin wird es schon wieder knapp und es muss ja auch dann erst mal wieder klar werden.
 
Hallo Joachim,
dein Jupiter vom 05.01.2022 zeigt schöne Details, für 125mm Öffnung.
Farblich finde ich das Bild jedoch zu rotstichig, auch 2022 hatte Jupiter eher hellbraune Pohlzonen.
LG
 
Da ist schon noch Luft nach oben. Da waren ja nicht wirklich optimale Bedingungen und dazu ist das mit einer OSC aufgenommen, was bei dem Apo schon etwas runter zieht. Dieser ärgerliche ADC ist auch etwas, was die Qualität nur anhebt, wenn das Objekt so tief steht, dass sonst gar nichts geht. Kleine Öffnungen sollte man nicht unterschätzen.

Dann ist das Bild tatsächlich eigentlich gar nicht so gut, wie es aussieht. Das ist nur so dargestellt, dass es so scheint ;)

Leider kommt ja jetzt eine Phase eher düsteren Wetters, wo selbst wenn es mal klar ist, das Seeing nicht mitmacht. Sonst würde ich nachlegen. Mich würde auch interessieren, was man mit kleinen Teleskopen wirklich herausholen kann. Einen wirklich ruhig dastehenden Jupiter habe ich mit dem 5" bisher nicht aufnehmen können. Auf 60° Höhe geht das aber. Das kenne ich bisher nur visuell, da ich beim letzten mal als Jupiter hochstand noch nicht fotografiert habe.

Das geht normalerweise so bis Mitte Ende Februar. Dann kriegt man wieder ruhigere Nächte. Aber bis dahin wird es schon wieder knapp und es muss ja auch dann erst mal wieder klar werden.

Hallo Johannes,

da hast Du mich missverstanden. Ich wollte mich weder selbst loben, noch finde ich das Bild "gut". Im Gegenteil habe ich ja festgestellt, dass ich aus den Daten sicher mehr hätte herausholen können, wenn ich mehr Erfahrung hätte. Bis heute ist da in Sachen Planeten nicht viel dazu gekommen, leider. Ich finde nur, dass das Bild zeigt, dass man mit kleiner Öffnung viel mehr erreichen kann als immer behauptet wird, das ist ja Topic dieses Threads. Deine Bilder zeigen es ja noch mal viel besser. Mal sehen, ob diese Saison noch was geht. Bei Saturn wird es ja schon knapp, leider. Und die nächsten beiden Jahre wird er zumindest ringtechnisch unattraktiv sein.

LG Olaf
 
da hast Du mich missverstanden. Ich wollte mich weder selbst loben, noch finde ich das Bild "gut".
Mit "nicht so gut", meinte ich mein Bild, nicht deins :D Ich kritisiere generell nicht die Bilder anderer, außer wenn diejenigen Feedback offensichtlich einfordern.

Mein Bild ist aber nicht das Ende der Fahnenstange für 5" Öffnung. Da geht noch was.

Alleine schon, was die EBV angeht. Da ist nichts derotiert. Und ich könnte z.B. auch viele solcher Videos aufnehmen und die vorgeschärften Resultate nochmal stacken. Die ganzen Topleute machen das so. Nur sieht man sowas nie mit 5". Wenn sich einer schon die Mühe macht, dann nimmt er viel mehr Öffnung. So kriegst du feinste Kontraste glasklar dargestellt, vollkommen rauschfrei. Dazu bin ich aber zu faul. Die müsste man ja alle nochmal derotieren. Das ist irgendwo dann auch ein abartiger Aufwand. Dafür hast du dann zwar nur ein Bild pro Abend. Das ist dann aber auch top.

Und das Seeing war auch nicht perfekt, der graußige ADC, die schwache Rotkorrektur des Apos.

Also ich denke, da müsste noch ordentlich Luft nach oben sein. Auch mit 5".
 
Nabend,
Jupiter vom 13.11.23 mit ZwoAsi 178MM RGB+ PlanetPro. 8bit 30sek/Kanal jeweils 25% aus 5000 Bildern.
Instrument, Schiefspiegler 110/2750. Ziemlich dunkel bei dem Öffnungsverhältniss, der Gain lag so bei 300 und das Seeing war mies.
Aber ein Bild ist ja besser als kein Bild. Was mich ein bisschen ratlos lässt, mit dem Planet Pro (Ir ) Filter siehts eher noch schlimmer aus, normalerweise ist der Kanal eigentlich wesentlich schärfer als der Rest. War aber auch am 127er IntesMak mit f10. Ob der Filter das f25 nicht mag?
2023-11-13-2143_9-U-Jup_lapl8_ap129.jpg

Grüße
Sebastian
 
Ich finds echt atemberaubend, was hier teilweise mit Geräten unter 6“ abgeliefert wird. Es ist schon Wahnsinn, was heute möglich ist. Wenn man das vor 30-40 Jahren einem Amateur-Astronomen gezeigt hätte …

Gruss
Sascha
 
Hallo Lotz,
danke für den Detailreichen Jupiter.
Auch beim großen Bruder mit 150mm sieht man das die "Lanthan" APOs Zweilinser etwas rotverschoben sind.
Auf den Fotos kommt das z.T. deutlicher heraus als visuell.
Meine visuellen Beobachtungen mit solchen Zweilinser sind dahingehend, dass das Bild bei hohen Vergrößerungen eher bräunlich wirkt.
Die Jupiterbänder sahen quasi gleich aus.
LG
 
Hallo Lotz,
danke für den Detailreichen Jupiter.
Auch beim großen Bruder mit 150mm sieht man das die "Lanthan" APOs Zweilinser etwas rotverschoben sind.
Auf den Fotos kommt das z.T. deutlicher heraus als visuell.
Meine visuellen Beobachtungen mit solchen Zweilinser sind dahingehend, dass das Bild bei hohen Vergrößerungen eher bräunlich wirkt.
Die Jupiterbänder sahen quasi gleich aus.
LG
Hallo Lotz,
danke für den Detailreichen Jupiter.
Auch beim großen Bruder mit 150mm sieht man das die "Lanthan" APOs Zweilinser etwas rotverschoben sind.
Auf den Fotos kommt das z.T. deutlicher heraus als visuell.
Meine visuellen Beobachtungen mit solchen Zweilinser sind dahingehend, dass das Bild bei hohen Vergrößerungen eher bräunlich wirkt.
Die Jupiterbänder sahen quasi gleich aus.
LG
Hallo,

das mag auch an der Bildbearbeitung liegen. Hier mal im Vgl. ein Jupiter mit meinem 190mm Maksutov-Newton. Farblich quasi identisch wie der mit dem 150er SD Apo.

Jupiter_MN190.jpg


Wenn ich bei dem Bild ein wenig Sättigung rausnehme, ist es farblich quasi identisch zu dem in diesem Thread gezeigten Bild mit einem TEC 140:

Jupiter_SD150_desat.jpg


CS

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,
ich will hier jetzt nicht allzuviel herum kritisieren, aber ich finde hier fast alle Refraktorbilder farblich nicht besonders gut getroffen.
Diese rot/orange Farbtöne sehe ich einfach nicht auf Jupiter.
Mag sein, dass das der Bildbearbeitung geschuldet ist?
Farblich am nächsten dran finde ich die Bilder von Michnus/Matthias mit seinem 6" Newton und Sebastian mit seinem Schiefspiegler.
LG
 
Bilder werden immer nachbearbeitet, und der Bearbeiter wird dies immer nach dem persönlichen Geschmack tun. Was auch gut und richtig ist.
Nebel sind auch oft in Falschfarben, und immer werden sie satter dargestellt als sie in Natura sind, da stört sich auch keiner dran.
Ob die Nebel auf Bildern anders aussehen als Visuell oder die Planeten, ist mir Einerlei.
Im Grunde gehts doch immer um Bildäathetik, und die liegt nunmal im Auge des Betrachters.

LG
Olli
 
Ja klar, soll jeder machen wie er will!

Es geht aber nicht nur um Ästhetik, man kann die Astrofotografie, wenn man so will in mehrere Bereiche aufteilen.
1. Realistische Darstellung und Wiedergabe
2. Darstellung und Wiedergabe von Information
3. Künstlerische Wiedergabe

Falschfarben Bilder fallen dabei meist in die zweite Kategorie, der Wiedergabe von Information.
Hier werden die Farben aber auch nicht einfach willkürlich gewählt, sondern die Farben entsprechen dann einer bestimmten chemischen Zusammensetzung, oder bestimmten Spektralbereichen, wie z.B. bei H-alpha, der Hubble-Farbpalette, oder bei Multiwellenlängen Bilder wo noch der UV- und IR-Bereich mit einfließen.
Also auch hier gibt es gewisse Standards der Informationsgestaltung.

Sofern man also keine Details auf den Planeten sichtbar machen möchte, welche außerhalb des visuellen Spektrums liegen, sehe ich da keine Notwendigkeit mit falschen Farben zu agieren, außer man will bewusst dem ganzen vielleicht eine individuelle künstlerische Note geben?

Auch widerspricht das evtl. dem Anspruch sich einerseits teures Equipment zu kaufen, welches vielleicht "farbrein" abbilden soll, um dann letztlich in selektiven Farbbereichen zu beobachten?

Dann gibt es noch den Bereich "Abbildungsfehler" wo man versucht mit speziellen Filtern und Techniken diese zu kaschieren oder zumindest zu reduzieren.
LG
 
Hallo,

ich verstehe die Kritik ehrlich gesagt nicht. Die Jupiter-Bilder der NASA und anderen wissenschaftlichen Quellen sehen farblich auch nicht viel anders aus. Mit Falschfarbenbildern a la Hubblepalette hat das imho nichts zu tun. Hier wurde vielleicht die Farbsättigung etwas zu hoch für deinen Geschmack eingestellt, mehr sehe ich da nicht. Dass man bei der visuellen Beobachtung weniger oder keine Farben sieht, weiß man ja. Das sollte aber nicht der Maßstab für Astrofotos sein.

LG Olaf
 
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