Tieferer Einstieg in das Hobby

Maple02

Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich habe letztes Jahr angefangen, meine eigenen Astrobilder zu machen. Bisher besitze ich ein Dwarf-3-Smart-Teleskop. Und habe, seitdem ich es letztes Jahr angeschafft habe schon ein paar Bilder geschossen und mich mit Pre-Processing, Stacking und Post-Processing beschäftigt.
Mittlerweile habe ich den Anreiz bekommen, mir etwas anzulegen, was mehr "hands on" ist aber nicht zu überwältigend.
Was das Budget betrifft, ist meine Schmerzgrenze etwa 1.500 €, würde ich sagen.

Ich freue mich auf euren Input :D
 
Hallo,
welche Objekte möchtest Du aufnehmen? Mond und Planeten oder Deep Sky? Große Felder oder kleine Details? Mobiles, leichtes Setup oder Einsatzmöglichkeit mit kurzen Wegen (Garten, Balkon, Terrasse)? Wie gut ist der für Dich häufig erreichbare Himmel?
Und noch was: hast Du eine Fotoausrüstung (Mirrorless oder DSLR, festbrennweitige gute Objektive)?
Wenn Du formulieren kannst, was Du erreichen willst, wird man Dir sicherlich passende Antworten geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Maple02 ,

willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Tom / @Thomas_Pfleger hat schon einige wichtige Punkte kurz aufgezeichnet.
Ergänzend
Pre-Processing, Stacking und Post-Processing beschäftigt.
Mittlerweile habe ich den Anreiz bekommen, mir etwas anzulegen, was mehr "hands on" ist aber nicht zu überwältigend.
das ist schon ein gutes Stück mehr.
Deshalb, willst Du in die Langzeitbelichtung oder bei EAA (Dwarf-3) bleiben ?

Gruß
Mathias
 
Hi,
Danke für die Antwort @Thomas_Pfleger . Da ich bisher nicht wirklich die Option hatte Planeten richtig einzufangen hätte ich daran intresse, würde aber gerne auch die möglichkeit haben solide deepsky aufnahmen zu machen. Vielleicht dann eher eine art Alleskönner womit ich mich orientieren kann in welche Richtung ich spezialisierter gehen möchte. Das Setup muss nicht unbedingt leicht sein weil ich nicht allein bin und das Tragen aufgeteilt werden kann.
Mein go to Ort wo ich meine Aufnahmen meist gemacht habe ist an einem Feld. Mit dem Auto fahr ich etwa 5 minuten hin und lauf noch etwa 5 minuten zum Feldweg. Mein nähere Umgebung ist auf der Bortle Skala eine Klasse 5, Aber relativ in der nähe (etwa 1 Stunde fahrt) habe ich auch ein gebiet der Klasse 4.
Ich habe keinerlei Fotoequipment und starte demnach von 0.
Ich hoffe das prezisiert das ganze etwas.

@Linsensuppe (mbba18) Ich würde glaube ich gerne erstmal bei EAA bleiben.

Gruß Robin :)
 
Hallo Robin,

@Linsensuppe (mbba18) Ich würde glaube ich gerne erstmal bei EAA bleiben.
löblich ;).

Da ich bisher nicht wirklich die Option hatte Planeten richtig einzufangen hätte ich daran intresse, würde aber gerne auch die möglichkeit haben solide deepsky aufnahmen zu machen.
das beißt sich leider.
Für Planeten braucht es Brennweite.
Deep Sky macht meines Erachtens in der Fläche Spaß. Also weniger Brennweite.
So mal einfach gesagt.

Vielleicht dann eher eine art Alleskönner
die berühmte 'eierlegende Wollmilchsau'.
Gibt es leider so nicht.
Was der 'Wollmilchsau' nahe kommt, ist ein Newton.

Wenn Du bei EAA bleiben willst und raus fährst (musst) wird Dein angedachtes Budget knapp.
Mal grob aufgeführt was Du so brauchst:

- die Montierung, hier Stativ und Achsenkreuz gemeint. Da hast Du für EAA die Wahl zwischen Alt/AZ und EQ, beide Varianten in GoTo. EAA kannst Du auch mit Alt/AZ betreiben, aber da an die Bildfelddrehung denken. Wenn Dich diese stört bleibt nur EQ.
Für eine EQ Montierung würde ich Minimum die HEQ-5 Klasse anpeilen. Abhängig vom Teleskop. Geht auch kleiner.

- Teleskop, Deep Sky ein kleinerer Apo mit 400 bis 500mm Brennweite. Planeten ein Newton ab 750 und mehr Brennweite.

- Kamera, ich nutze eine mit IMX-Chip 585. Der Chip/Sensor ist zwar nicht übermäßig groß, aber Deep Sky und Planeten geht beides.
Plate-Solven kannst Du über die Hauptkamera.

- ein irgendwie gearteter Rechenknecht (Computer). Viele EAAler nutze die Asi Air. Bedienung dann mit Smart Phone oder Tablet.
Ich habe ein Notebook mit der SharpCap Software für Windows (W11). Für mich das Maß aller Dinge für EAA. Jahreskosten aktuell 17,- €.

- da Du raus musst, willst, braucht es eine Stromversorgung. Montierung, Rechenknecht, Kamera etc. usw. nix läuft ohne Strom.

- dann das ganze Kleingeraffel, Kabel etc. z.B. für die Stromversorgung

Kurzum, das läppert sich alles.

Ich gebe Dir mal einen groben Anhaltspunkt was ich nutze. Ich betreibe EAA vom Balkon aus. Bortle 4 mit 3 Laternen in der Nähe.
- Montierung => iOptron AZ Pro. Mich stört die Bildfelddrehung nicht. Zuschneiden ;).

- 150/750 PDS Newton von Sky Watcher für Deep Sky.

- C8 Schmid-Cassegrain (C8) von Celstron mit 0.63 Reducer für PNs (Planetarische Nebel), Details, kleinere Galaxien, trübe Funzeln ;) und Planeten (ohne Reducer). Planeten mache ich aber sehr selten.

- Kamera, svBony 705c, IMX 585.

- Notebook mit W11, SharpCap, ASCOM (für die Montierung). Kamera wird nativ von SharpCap erkannt. Komplette Steuerung über SharpCap, GoTo, Plate Solven etc. usw..

- alles remote aus der warmen Stube mit weiterem Notebook (Linux) gesteuert.

- Strom kommt aus der Steckdose ;).

Schau Dich mal im EAA-Forum hier um. Da muss irgendwo ein PDF liegen was andere EAAler so nutzen.
Außerdem bekommst Du reichlich Informationen und Wissen.
Und...
fragen kostet nichts. Wir haben alle mal angefangen mit EAA.

Falls die Langzeitbelichtung noch im Kopf rum geistert, da sind andere berufener was zu sagen/schreiben.

In diesem Sinne :coffee: :alien:
Gruß
Mathias
 
@Linsensuppe (mbba18) Super Danke für deinen Input. Wenn ich mich in eine Richtung entscheiden müsste dann würde es eher deepsky sein.

Mich würde interessieren wo ich bessere möglichkeiten habe mit meinem Budget Langzeitbelichtung oder EAA?
 
Mich würde interessieren wo ich bessere möglichkeiten habe mit meinem Budget Langzeitbelichtung oder EAA?
ich kann da jetzt nur aus meiner Warte heraus berichten und, wie geschrieben, in der Langzeitbelichtung kenne ich nur die Grundlagen.

Bei der klassischen Astrofotografie (Langzeitbelichtung) brauchst Du zwingend ein EQ Montierung.
In der Regel wird da auch mit DSLRs gearbeitet. Wobei die höher preisigen Astro-Kameras auch verwendet werden.
Zusätzlich brauchst Du ein Guiding System. Guding-Scope und Guiding Kamera.
Wenn Du ohne Guiding arbeitest sind die Belichtungszeiten arg limitiert. So weit ich weiß um die 30 Sekunden. Da aber besser nachfragen.

Die Vorgehensweise bei den Aufnahmen ist auch anders.
Bei EAA wird alles in einem Rutsch erledigt. Unter SharpCap, bei der Asi Air wird das nicht viel abweichen, stellst Du die Belichtungszeit für das Einzelframe ein. Liegt im Bereich von 5 bis 60 Sekunden. Dazu das Gain und ein paar andere Einstellungen. Würde jetzt zu weit führen.
Wie lang Du jetzt insgesamt belichtest ist Dir überlassen. Ich liege meist irgendwo zwischen 30 bis 60 Minuten.
Dann startest Du den Live-Stack (das Stacken) und siehst zeitnah wie sich das Bild immer besser auf baut. Dabei hast Du Jederzeit die Möglichkeit das Ergebnis ab zu speichern.
Ebenso so kannst Du die Einzeframes abspeichern und kannst dann wie in der klassischen Astrofotografie mit dedizierter Software stacken und dann eben die Nachbearbeitung machen.
Die Nachbearbeitung ist natürlich auch mit dem Live-Stack, den Du abgespeichert hast, möglich. Wie man eben will. Ich bearbeite kaum bis gar nicht nach.

In der Langzeitbelichtung belichtest Du ja das Einzelbild länger. Im Minuten Bereich. Dann folgt stacken und das ganze drumherum der Nachbearbeitung.
Aber hier bitte selbst informieren oder hier die richtigen User fragen.

EAA ist vom Aufwand geringer, aber auch nicht trivial.
Du kannst auch mit kleinem Setup starten. Z.B. ein 130/650 Newton auf kleinerer Alt/AZ Montierung.
Die großen Lichteimer braucht es nicht um EAA zu betreiben.

Für beides, da Du ja raus musst/willst, brauchst Du eine Stromversorgung.

EAA ist für mich so zwischen rein visueller und fotografischen Beobachten angesiedelt. Man hat recht zeitnah Ergebnisse auf der SSD.
Den Unterschied, den ich zwischen Smart Scopes und einem selbst aufgebasteltem EAA-Setup sehe ist, das ich mit selbst Aufgebasteltem flexibler bin.
Wenn man einen g'scheiten Unterbau hat, sprich Montierung, kann man mit verschiedenen Teleskopen und damit mit verschiedenen Brennweite und Öffnungen (auch wichtig) arbeiten. Ebenso kann man mit Kameras variieren.
OK, ist natürlich Geldbeutel abhängig.
Bei den Smart Scopes ist man aber fest genagelt. Auch wenn die Dinger recht einfach zu bedienen sind, es bleiben Black-Boxen.

Hier mal was zum Nachlesen:
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)
Der User @waloszek hier im Forum hat eine Page, Astronomie: Übersicht, da schreibt er auch was über EAA.

Wieder ein grober Rundumschlag ;).
Hoffe es hilft.

Gruß
Mathias

P.S.
schau mal im EAA Forum in die Monatslisten. Da siehst was so möglich ist.
Oder auch unter EAA - allgemeine Bilder
 
Zuletzt bearbeitet:
ich kann da jetzt nur aus meiner Warte heraus berichten und, wie geschrieben, in der Langzeitbelichtung kenne ich nur die Grundlagen.

Bei der klassischen Astrofotografie (Langzeitbelichtung) brauchst Du zwingend ein EQ Montierung.
In der Regel wird da auch mit DSLRs gearbeitet. Wobei die höher preisigen Astro-Kameras auch verwendet werden.
Zusätzlich brauchst Du ein Guiding System. Guding-Scope und Guiding Kamera.
Wenn Du ohne Guiding arbeitest sind die Belichtungszeiten arg limitiert. So weit ich weiß um die 30 Sekunden. Da aber besser nachfragen.

Die Vorgehensweise bei den Aufnahmen ist auch anders.
Bei EAA wird alles in einem Rutsch erledigt. Unter SharpCap, bei der Asi Air wird das nicht viel abweichen, stellst Du die Belichtungszeit für das Einzelframe ein. Liegt im Bereich von 5 bis 60 Sekunden. Dazu das Gain und ein paar andere Einstellungen. Würde jetzt zu weit führen.
Wie lang Du jetzt insgesamt belichtest ist Dir überlassen. Ich liege meist irgendwo zwischen 30 bis 60 Minuten.
Dann startest Du den Live-Stack (das Stacken) und siehst zeitnah wie sich das Bild immer besser auf baut. Dabei hast Du Jederzeit die Möglichkeit das Ergebnis ab zu speichern.
Ebenso so kannst Du die Einzeframes abspeichern und kannst dann wie in der klassischen Astrofotografie mit dedizierter Software stacken und dann eben die Nachbearbeitung machen.
Die Nachbearbeitung ist natürlich auch mit dem Live-Stack, den Du abgespeichert hast, möglich. Wie man eben will. Ich bearbeite kaum bis gar nicht nach.

In der Langzeitbelichtung belichtest Du ja das Einzelbild länger. Im Minuten Bereich. Dann folgt stacken und das ganze drumherum der Nachbearbeitung.
Aber hier bitte selbst informieren oder hier die richtigen User fragen.

EAA ist vom Aufwand geringer, aber auch nicht trivial.
Du kannst auch mit kleinem Setup starten. Z.B. ein 130/650 Newton auf kleinerer Alt/AZ Montierung.
Die großen Lichteimer braucht es nicht um EAA zu betreiben.

Für beides, da Du ja raus musst/willst, brauchst Du eine Stromversorgung.

EAA ist für mich so zwischen rein visueller und fotografischen Beobachten angesiedelt. Man hat recht zeitnah Ergebnisse auf der SSD.
Den Unterschied, den ich zwischen Smart Scopes und einem selbst aufgebasteltem EAA-Setup sehe ist, das ich mit selbst Aufgebasteltem flexibler bin.
Wenn man einen g'scheiten Unterbau hat, sprich Montierung, kann man mit verschiedenen Teleskopen und damit mit verschiedenen Brennweite und Öffnungen (auch wichtig) arbeiten. Ebenso kann man mit Kameras variieren.
OK, ist natürlich Geldbeutel abhängig.
Bei den Smart Scopes ist man aber fest genagelt. Auch wenn die Dinger recht einfach zu bedienen sind, es bleiben Black-Boxen.

Hier mal was zum Nachlesen:
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)
Der User @waloszek hier im Forum hat eine Page, Astronomie: Übersicht, da schreibt er auch was über EAA.

Wieder ein grober Rundumschlag ;).
Hoffe es hilft.

Gruß
Mathias

P.S.
schau mal im EAA Forum in die Monatslisten. Da siehst was so möglich ist.
Oder auch unter EAA - allgemeine Bilder
Okay Danke, Ich werde mich mal einlesen und ein EAA Set zusammenstellen was für meinen Gebrauch und Geldbeutel passt.
Ich bin keinesfalls in Eile und lasse mir bei der Wahl Zeit.
Wenn ich was zusammenhabe werde ich es mal hier posten.

Gruß Robin
 
Hallo Robin,

für Deep Sky Objekte muss man eigentlich immer "lang" belichten, so dass ich die Frage "LZB oder EAA" nicht verstanden habe. EAA bedeutet nach meiner Auffassung, dass man die Einzelbilder direkt per Software "live" stacken lässt. Das ist eigentlich das Gleiche, was ein Smart Telescope macht, nur in höherer Qualitätsstufe. Natürlich braucht man nicht live stacken, sondern man kann auch hinterher bearbeiten. EAA oder "normal" ist somit eher eine Frage wie man's macht, je nachdem mit demselben Equipment. Ich lerne aber gerne, wenn mir das jemand genauer erklären möchte.

Zur Astrofotografie gekommen bin ich über Aufnahmen mit DSLR und Teleobjektiv, sehr bald mit einer kleinen Nachführeinheit, dem Skywatcher StarAdventurer. Eine Kamera mit Objektiv und einem Gewicht von 3kg trägt so ein Teil recht ordentlich und man kann damit ohne Zuhilfenahme elektronischer Geräte Einzelbilder ca. 1 min lang belichten, ohne Bildfelddrehung. Vorteil eines solchen Setups ist die gute Transportierbarkeit. Man braucht aber ein mehr als normal solides Stativ, das übliche Fotostativ dürfte zu wackelig sein.

Bis 2020 habe ich Mond und Planeten mit einem 80/600 Refraktor beobachtet, wunderbar handlich und einfach schnell hingestellt. In 2 Minuten einsatzbereit. Aber halt limitiert, was die Auflösung angeht, 80mm sind nett für viele schöne Deep Sky Beobachtungen von Sternhaufen und Nebeln, aber für schwache Deep Sky Objekte oder bessere Auflösung bei Planeten braucht man mehr Öffnung und Brennweite. Bei mir wurde es dann ein passabler Allrounder, das Celestron C8 EdgeHD. Leider deutlich teurer als das genannte Budget. Zum Planeten- und Mondgucken schon was anderes als der 80mm und bei meinem Drumherum sehr schnell im Einsatz. Teleskop und Montierung stehen im Wohnzimmer und werden nur ein paar Meter in den Garten rausgetragen. Startklar für visuelle Beobachtung in 5 Minuten. Aufnahmetechnisch habe ich dann mit einer CMOS Kamera (QHY 5III 462C) angefangen und damit bald kurzer Lernphase schöne Ergebnisse erzielt. Inzwischen nutze ich eine ASI 585MC, super schnelle Bildraten und großes Feld, was das "Einfangen" eines Planeten auf dem Chip erheblich erleichtert. Statt dem C8 wäre da auch ein nicht ganz so kleiner, gebrauchter Refraktor oder ein Maksutov eine Option.

Das C8 geht aber auch für Deep Sky, mich interessieren Galaxien und da hilft die längere Brennweite. Dann wird es allerdings aufwändig. Nachdem ich beschlossen habe, damit weiterzumachen, kamen als wichtigste Anschaffungen (gute DSLR war vorhanden):
* Standalone Autoguider (ich hab keinen Bock auf Computer am Teleskop)
* tragfähigere Montierung, die größte Investition, mehr als für die Optik
* diverses Zubehör, alles für sich nicht teuer aber in Summe schon...

Meine Herangehensweise war: einfach anfangen und lernen, wie man auf diesem Level mit dem Equipment und der Bildverarbeitung umgeht. Herausfinden, wo die Grenzen dessen liegen und wohin es einen danach vielleicht zieht. Ich glaube kaum, dass das jemand vom Start weg schon so genau weiß, wo es hingehen soll. Schließlich ist immer die Option, sich selbst auf dem erreichten Level zu begnügen und es besteht keine Pflicht zum Weitermachen.
Wenn Du dann weißt, was Du willst und dass Du das wirklich willst: Geld ausgeben für das Upgrade. Und dann wieder diese Schleife: alles in den Griff kriegen und zu mindestens 100% verstehen, was man da macht. Die Grenzen erfahren und die Ergebnisse bewerten. In sich reinhorchen, ob das was ist oder doch nicht. Entscheidung für oder gegen Fortschreiten zur nächsten Stufe.

Ich habe für mich als nächste Stufe die Anschaffung einer dedizierten Astrokamera, den Einsatz von Schmalband und LRGB-Filtern und die damit verbundene auswändigere Bildverarbeitung identifiziert. Und aktuell so bewertet, dass ich diesen Schritt nicht gehen werde.

Ich weiß, das ist für einen Einsteiger eine vielleicht zu weitreichende Perspektive. Aber wenn Du es so verstehst, wie ich es meine - einfach anfangen und erst nach ziemlicher Erfahrung den potenziellen nächsten Schritt planen - dann ist es nicht schlimm, wenn Du heute noch nicht weißt, wo Du eventuell in 5 Jahren stehst. Die Budgetfrage ist lästig, wenn man sich die Sachen von irgendwas absparen muss. Aber wenn man es nach und nach macht tut es auch nicht so weh, wenn dann aus ursprünglichen 1500 Euro mal ein Mehrfaches wird. Die bittere Wahrheit: Astrofotografie ist entweder von den Möglichkeiten her limitiert und preiswert oder es wird unvermeidlich mehr oder weniger teuer, wenn einem das nicht reicht. Kommt halt auch drauf an, was man mit der ganzen Tätigkeit bezweckt: manchen (den meisten?) geht es um qualitativ hochwertige Bilder, da ist das Ende praktisch immer oben offen. Mir geht es um die Freude beim Anfertigen und Bearbeiten der Aufnahmen, ums Machen und Verstehen. Das Endergebnis ist mir nicht egal, aber ich strebe nicht nach der ultimativen Präzision. Die meisten der aufgenommenen Objekte habe ich x-fach über Jahrzehnte visuell beobachtet. Die Fotografie rundet das dann für mich nochmal ab.

Also frage nicht nur nach der Technik, sondern erforsche Deine Motivation ;-)

Das war aber jetzt wirklich vielleicht schon zuviel, nun isses genug.

CS Tom
 
Wie immer in solchen Fällen stellt sich die Frage, wie "ernst" es einem mit Deep Sky Fotografie ist.
Wenn ja, würde ich eine gute Basis schaffen und danach ausbauen, falls das Geld eher knapp ist. Also eine HD-Montierung mit gutem Stativ plus AsiAir (über die Konkurrenz bin ich nicht informiert, wie gut sie aufgeholt haben) anschaffen. Mit dem Rest wie Teleskope, Kamera usw. kann erstmal günstiger angefangen werden und mit der Zeit ausbauen.
 
Wie immer in solchen Fällen stellt sich die Frage, wie "ernst" es einem mit Deep Sky Fotografie ist.
Wenn ja, würde ich eine gute Basis schaffen und danach ausbauen, falls das Geld eher knapp ist. Also eine HD-Montierung mit gutem Stativ plus AsiAir (über die Konkurrenz bin ich nicht informiert, wie gut sie aufgeholt haben) anschaffen. Mit dem Rest wie Teleskope, Kamera usw. kann erstmal günstiger angefangen werden und mit der Zeit ausbauen.
Mir ist Wichtig wenn ich etwas anschaffe das es später nicht obsolete ist sondern man darauf aufbauen kann. Astrofotografie ist nicht mein Haupthobby aber schon etwas was ich ab und zu betreibe und mich mit beschäftige.
Wenn ich das jetzt so richtig verstehe, an einer Montierung und Stativ sollte man nicht sparen. Da ich zwinged rausmuss wäre ein AsiAir natürlich auch praktisch.
 
Das Problem ist, dass die Tragfähigkeit der Montierung entscheidend für die Ausbaufähigkeit des gesamten Setup ist. Wenn die Monti also für die Ewigkeit sein soll und Du aber noch nicht weißt, ob Du später mal einen großen 8" Newton drauf packen willst, dann müsstest Du die Montierung jetzt schon so groß kaufen, dass das später geht.

Dagegen spricht, dass Du die Sachen ein Stück durch die Gegend tragen willst.

Im Gegensatz zu Deinem Smartscope kommt ja einiges zusammen:

Montierung
Stativ
Hauptteleskop + Kamera
Guidescope + Kamera
Astrocomputer + Tablet (oder Smartphone)
Stromversorgung

Günstig fährst Du, wenn Du Dir bei AliExpress eine Strainwave Mongierung, wie die Juwei 17 kaufst, die bis 13 kg trägt und nur 5 kg wiegt. Dazu ein Karbonstativ (2 kg). Da bist Du aber schon bei über 1000 Eur...

Einen 80 mm Apo gibt es gebraucht um 500 Eur. Dazu würde eine ZWO ASI 585 Air passen, die bereits den ASIAir und einen separaten Guiding-Chip mitbringt. Damit hätrest Du die kompakteste Lösung, die vergleichsweise günstig ist. Aber doch beim doppelten Deines Budgets. Es sei denn Du kannst alles günstig gebraucht kaufen.

Nur die Stromversorgung fehlt dann noch.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich komme nochmal nach "Smart Telescope" zurück. Da wird sicher bald ZWO einen Seestar S 50 Pro herausbringen. Ich habe das S 50. Und das hat alle meine vorher mit größeren Geräten gemachten Astrofotos. pulveressiert.
Diese Geräte sind einfach zu bedienen, haben zwar eine maximale Brennweite, die detailierte Planetenfotos unmöglich macht, aber für Deep Sky halte ich das ZWO-Angebot für rasend gut!
Grüße
Dietrich
 
Sei mir nicht böse Dietrich, aber durch solche Postings werden einige unerfahrene in die Irre geleitet, als ob so ein S50 und ähnliche Geräte einer guten Ausrüstung gleichwertig wären. Das ist natürlich nicht der Fall, besonders die Optik und die Nachführung fallen doch mehr als spürbar ab. Kann mir aber zukünftig vorstellen, dass solche ausgereiften Dinger im Bereich von ca. 5k€ nah drankommen.
 
Und ich komme nochmal nach "Smart Telescope" zurück. Da wird sicher bald ZWO einen Seestar S 50 Pro herausbringen. Ich habe das S 50. Und das hat alle meine vorher mit größeren Geräten gemachten Astrofotos. pulveressiert.
Diese Geräte sind einfach zu bedienen, haben zwar eine maximale Brennweite, die detailierte Planetenfotos unmöglich macht, aber für Deep Sky halte ich das ZWO-Angebot für rasend gut!
Grüße
Dietrich
Hi,
wenn ich das so aus deiner Vergangenheit richtig verstanden habe, kannst du doch eigentlich mit smartscope nicht so richtig mitreden, weil du den AGBs nicht zustimmen willst und das Kapitel Seestar abgehakt hast. :p
 
Okay, Ich sehe schon das ganze ist nicht so einfach. Ich denke auch es wäre besser wenn ich nicht alles auf "open end" auslege um das dickste equipment zu Stämmen. Man kann seine Sachen ja auch immer wieder weiter verkaufen. Wie wären den die möglichkeiten wenn man sich von EAA und Livestacking entfernt? Mit meinem smartscope tue ich meine Bilder auch selber im Nachhinein stacken und Verarbeiten, da mich der Prozess reizt.
Vielleicht mit einer DSLR Kamera, Teleskop oder Objektiv in verbindung mit Nachgeführter Montierung und Stativ.


Gruß Robin
 
Zuletzt bearbeitet:
Robin,

Die EAA und die Langzeitfotografie unterscheiden sich sowohl in der Technik als auch im Ergebnis. Schauen Dir auch das Verhältnis Aufwand / Ergebnis und Kosten / Ergebnis an. Bilder gibt es reichlich zu schauen im Forum oder z.B. bei Astrobin.

Letztendlich ist es auch eine Frage, was Du erzielen möchtest.

CS
Dirk
 
Vielleicht mit einer DSLR Kamera, Teleskop oder Objektiv in verbindung mit Nachgeführter Montierung und Stativ.

Du wirst wahrscheinlich schon selber gemerkt haben, dass das Budget dafür nicht ausreicht.

Ich wünschte ich hätte mit Smart Scopes angefangen, gab es nur damals nicht. Du kannst dir also überlegen, ob du mehr in die Bildbearbeitung investierst, Pixinsight und KI Tools, und deine jetzigen Bilder verbesserst.

Oder falls du wirklich mehr Hands-On willst: gesamtes Budget für eine HD-Montierung ausgeben, womit du einen Baustein für die Zukunft gelegt hättest, und deinen Dwarf draufsatteln und mit längeren Zeiten experimentieren. Leider hat wohl nur der Seestar einen Eq-Modus aber vielleicht klappt es ja auch mit dem Dwarf.

In der Zeit wieder Budget aufsparen.
 
Hallo Robin,
guten Morgen zusammen,

jetzt sind schon einige Meinungen und Ansätze zum Setup aus beiden Richtungen, EAA und klassische Astrofotografie, gekommen.
Beides ist Astrofotografie.
Beide Ansätze verfolgen das gleiche Ziel, ein Bild von einem ganz bestimmten Himmels-Objekt.

Der Weg zu diesem Bild, die Vorgehensweise, ist unterschiedlich und im gewissen Maße ist das dahinter stehende Setup unterschiedlich.
Über beide Wege kann ich hervorragende Bilder erstellen.

Die Entscheidung für EAA ist für mich eine ganz persönliche Intention, so zu sagen, ein 'Erinnerungsbild' zu erstellen.
'Out of the box' aus meinem Setup heraus. Nach mehr oder weniger langer insgesamt Belichtungszeit speichere ich ein Bild ab, das meinen Ansprüchen genügt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Dieses 'Erinnerungsbild' kann ich natürlich noch nach bearbeiten, EBV eben. Mach ich aber nicht. Meine Talente Bilder, hier astronomische, zu bearbeiten halten sich schwer in Grenzen. Auch, um ehrlich zu sein, der Aufwand ist mir zu groß, mit verschiedener Software an das Bild heran zu gehen. Bin ich einfach zu faul zu.
Dennoch steht mir der Weg offen, wenn ich meine Software, hier SharpCap, so einrichte das ich jedes Einzelbild (Frame) abspeichern lasse und dann, ganz klassisch, stacke, ausrichte usw. und dann durch verschiedene Software 'jage'.

Das Ablichten des Objektes ist ja nur der halbe Weg in der klassischen Astrofotografie. Die andere Hälfte, wenn nicht sogar noch mehr, findet am Computer statt. Eben der Umgang und die Kenntnis der verschiedenen Programme, um zu den Ergebnissen zu kommen die hier im Forum in der Galerie gezeigt werden. Da steckt viel Arbeit dahinter.
Das ist, wie geschrieben, aber nicht meine Intention. Aus angegebenen Gründen.

Welchen Weg Du einschlägst kannst nur Du entscheiden.
Was möchtest Du erreichen, welchen Aufwand willst Du betreiben ? usw..
Grundsätzlich so, wie man in die beobachtende Astronomie einsteigt.
Will man rein visuell Beobachten oder fotografisch unterwegs sein.
Dabei kann einem nicht geholfen werden. Das ist eine persönliche Entscheidung.

Das was wir hier, das Forum, leisten können ist eine Hilfestellung geben um den ausgewählten Weg eventuell etwas leichter zu machen. Probleme zu umschiffen, Lösungen zu finden. Wissen vermitteln.
Dazu gehört aber auch Eigeninitiative, Recherche, Lesen, von mir aus auch Videos auf YT, selbst erarbeiten und auch die Erkenntnis das man, was immer häufiger gemacht wird, sich nicht nur auf ChatBot/KI zu verlassen. Mächtiges Werkzeug, unbesehen, aber der Umgang damit muss auch gelernt werden. Astrofotografie und das dazu gehörige Drumherum ist halt kein Kuchenrezept.

Vielleicht mit einer DSLR Kamera, Teleskop oder Objektiv in verbindung mit Nachgeführter Montierung und Stativ.
dieser Ansatz um in die klassische Astrofotografie einzusteigen wird oft vorgeschlagen.
DSLR, passendes Objektiv, Nachführung und los geht es.
Erfahrungen sammeln.
Umgang erlernen, usw. usw..

Gruß
Mathias
 
Mit meinem smartscope tue ich meine Bilder auch selber im Nachhinein stacken und Verarbeiten, da mich der Prozess reizt.
Vielleicht mit einer DSLR Kamera, Teleskop oder Objektiv in verbindung mit Nachgeführter Montierung und Stativ.


Gruß Robin
Hallo Robin,
genau so habe ich angefangen, was natürlich nicht bedeutet, dass das der einzige richtige oder notwendige Weg ist. Ich glaube aber, dass Du auf diesem Weg Dich mehr mit dem Himmel beschäftigst als mit einem Setup, das vieles selber macht. Ich finde es z.B. seltsam, dass manche Fotografen nicht einmal in der Lage wären, das aufgenommene Objekt (vorausgesetzt, es ist hell genug) in einem Teleskop selbst ohne elektronische Hilfe aufzufinden.
Du bekommst beim Hantieren mit einer Kamera ein schnelles Feedback z.B. über die Belichtungszeit, denn direkt nach der Aufnahme kannst Du ohne einen Computer an der Kamera selbst sehen, ob die Einstellungen in die richtige Richtung gehen.
Eine Fotokamera ermöglicht die Benutzung von kurzbrennweitigen Objektiven, was große Bildfelder ermöglicht, z.B. in der Milchstraße. Oder Aufnahmen im Nightscape-Stil, mit Landschaft dabei. Oder Nachtleuchtende Wolken, oder Wetterphänomene, oder Polarlicht, oder... Sowas geht alles nicht mit einem Teleskop. Und mit einem guten Tele von z.B. 300mm bist Du etwa in dem Bereich, in dem andere Setups mit kurzbrennweitigen Refraktoren für größere Nebel eingesetzt werden.
Was Du beim Verarbeiten der Bilder lernst, könntest Du später nach einer Erweiterung des Equipments prima gebrauchen.
Falls Dich dieser Weg zur Astrofotografie anspricht, dann schau' mal in das Buch "Astrofotografie" von Katja Seidel rein, da bekommst Du einen super Eindruck, was man so machen kann und auch wie und womit.
CS Tom
 
Hallo Robin,
guten Morgen zusammen,

jetzt sind schon einige Meinungen und Ansätze zum Setup aus beiden Richtungen, EAA und klassische Astrofotografie, gekommen.
Beides ist Astrofotografie.
Beide Ansätze verfolgen das gleiche Ziel, ein Bild von einem ganz bestimmten Himmels-Objekt.

Der Weg zu diesem Bild, die Vorgehensweise, ist unterschiedlich und im gewissen Maße ist das dahinter stehende Setup unterschiedlich.
Über beide Wege kann ich hervorragende Bilder erstellen.

Die Entscheidung für EAA ist für mich eine ganz persönliche Intention, so zu sagen, ein 'Erinnerungsbild' zu erstellen.
'Out of the box' aus meinem Setup heraus. Nach mehr oder weniger langer insgesamt Belichtungszeit speichere ich ein Bild ab, das meinen Ansprüchen genügt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Dieses 'Erinnerungsbild' kann ich natürlich noch nach bearbeiten, EBV eben. Mach ich aber nicht. Meine Talente Bilder, hier astronomische, zu bearbeiten halten sich schwer in Grenzen. Auch, um ehrlich zu sein, der Aufwand ist mir zu groß, mit verschiedener Software an das Bild heran zu gehen. Bin ich einfach zu faul zu.
Dennoch steht mir der Weg offen, wenn ich meine Software, hier SharpCap, so einrichte das ich jedes Einzelbild (Frame) abspeichern lasse und dann, ganz klassisch, stacke, ausrichte usw. und dann durch verschiedene Software 'jage'.

Das Ablichten des Objektes ist ja nur der halbe Weg in der klassischen Astrofotografie. Die andere Hälfte, wenn nicht sogar noch mehr, findet am Computer statt. Eben der Umgang und die Kenntnis der verschiedenen Programme, um zu den Ergebnissen zu kommen die hier im Forum in der Galerie gezeigt werden. Da steckt viel Arbeit dahinter.
Das ist, wie geschrieben, aber nicht meine Intention. Aus angegebenen Gründen.

Welchen Weg Du einschlägst kannst nur Du entscheiden.
Was möchtest Du erreichen, welchen Aufwand willst Du betreiben ? usw..
Grundsätzlich so, wie man in die beobachtende Astronomie einsteigt.
Will man rein visuell Beobachten oder fotografisch unterwegs sein.
Dabei kann einem nicht geholfen werden. Das ist eine persönliche Entscheidung.

Das was wir hier, das Forum, leisten können ist eine Hilfestellung geben um den ausgewählten Weg eventuell etwas leichter zu machen. Probleme zu umschiffen, Lösungen zu finden. Wissen vermitteln.
Dazu gehört aber auch Eigeninitiative, Recherche, Lesen, von mir aus auch Videos auf YT, selbst erarbeiten und auch die Erkenntnis das man, was immer häufiger gemacht wird, sich nicht nur auf ChatBot/KI zu verlassen. Mächtiges Werkzeug, unbesehen, aber der Umgang damit muss auch gelernt werden. Astrofotografie und das dazu gehörige Drumherum ist halt kein Kuchenrezept.


dieser Ansatz um in die klassische Astrofotografie einzusteigen wird oft vorgeschlagen.
DSLR, passendes Objektiv, Nachführung und los geht es.
Erfahrungen sammeln.
Umgang erlernen, usw. usw..

Gruß
Mathias
Mein Spaß und Motivation liegt in der aufarbeitung, bearbeitung usw. Ich könnte stunden vor dem Rechner verbringen und mich mit diversen tools auseinandersetzen, Beruflich bin ich ITler und hab auch leidenschaft drinne mich mit verschiedenen Tools auseinander zu setzen. Es stimmt schon das man sich ein stück weit informieren sollte, aber leider bin ich jemand der am besten aus praxis lernt und besonders aus Problemlösung. Die Motivation mir neues Equipment anzuschaffen ist daraus entsprungen das Ich weg von dem all in one möchte und mehr möglichkeit haben möchte daran was anzupassen. Außerdem Das was @Thomas_Pfleger gesagt hat trifft es eigentlich schon ganz gut
"Du auf diesem Weg Dich mehr mit dem Himmel beschäftigst als mit einem Setup, das vieles selber macht. Ich finde es z.B. seltsam, dass manche Fotografen nicht einmal in der Lage wären, das aufgenommene Objekt (vorausgesetzt, es ist hell genug) in einem Teleskop selbst ohne elektronische Hilfe aufzufinden.
Du bekommst beim Hantieren mit einer Kamera ein schnelles Feedback z.B. über die Belichtungszeit, denn direkt nach der Aufnahme kannst Du ohne einen Computer an der Kamera selbst sehen, ob die Einstellungen in die richtige Richtung gehen."
Ich möchte mich auch etwas mehr auch mit dem Himmel und meinem Equipment beschäftigen und währenddessen schöne und Scharfe Bilder machen, ein GoTo steuerung ist zwar sehr angenehm aber es reizt mich auch mal ein Ziel selbst am Himmel zu lokalisieren und ablichten zu können. Wobei für mich erstmal große Nebel und Galaxien interessant wären.

Gruß Robin!
 
Hallo Robin,

Ich hab selbst mit einem Seestar angefangen und bin dann leider ziemlich schnell in die Teleskopsucht abgestürzt. :LOL: Aber mein grausames Schicksal bedeutet nicht, dass man gleich groß einsteigen muss. Ich folge zum Beispiel ein paar Youtubern, die fast ausschließlich Widefield-Aufnahmen machen, manchmal nur mit 135 mm und DSLR, etwa dem von Rokinon. Oder mit 200 mm, etwa einem manuellen Canon. Da reicht dir dann auch eine relativ einfache Nachführung. Das kostet alles nicht allzu viel. Filter dazu und du kannst die größeren Nebel schon sehr schön fotografieren. Der Charme an der Ausrüstung ist, dass du damit vermutlich auch später, wenn du "richtige" Teleskope und Nachführungen hast, noch fotografieren wirst, weil sich das dann auch für die erwähnten Nightscapes und so eignet. Ein starkes Weitwinkel dazu und du hast auch ein schönes Setup für Nordlichter.

Liebe Grüße,

Antje
 
Hi Robin,

ich schließe mich hier mal an. Im Grunde komme ich wie Antje von einem Seestar S50. Bin dann mit Prio auf DSO auf ein ZWO Setup mit einem Apo gegangen. Das sprengt aber Dein Budget. Folgend habe ich mir noch ein 150er Maksutov für visuelles Beobachten und Planeten zugelegt. Details siehe Signatur unten.

Zu dem Vorgesagten möchte ich im Grunde einfach nur mal meine Erfahrungs-Quintessenzen teilen, da unsere Ausgangssituation vergleichbar ist.

1. Die Smart-Teleskope bringen für Ihren Preis extrem vorzeigbare EAA-Ergebnisse. Der Wechsel, oder das Upgrade auf ein Komponenten-Amateur-Setup ist eine große Herausforderung. Vorrangig, weil hinsichtlich astrofotografischer Bildqualität die "Smarties" echt gut sind und Dein Budget zu niedrig angesetzt ist, um hier wirklich besser zu werden. Das ist eine bittere Pille, ich will es aber genau so ehrlich formulieren. Alleine die Kosten für Montierung und Kamera im mittleren Segment sind über Deinem Budget. Und das deutlich.

2. Resultierend aus 1. ergibt sich die Frage, wie man es weiter denkt. Budget anpassen oder anders priorisieren bzw. weitermachen. Ich agiere aus meiner Position eher nach dem Motto "klotzen nicht kleckern" oder "lieber gleich richtig". Trotzdem sind bei diesem Hobby - egal mit welchem Budget - immer Kompromisse nötig. Das ist ein wichtiger Grundsatz. Die erwähnte eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.

3. Du bist - wie ich - rechner-affin. D.h. im Grunde wirst Du - egal mit welchem Equipment - um astrofotografische Bildbearbeitung nicht herum kommen (wollen!) -> und genau darauf scheinst Du ja auch richtig Bock zu haben. Daher empfehle ich langfristig sowieso die Anschaffung von PixInsight (einmalige Lizenzkosten ~350€). Ich nutze zudem noch die Addins von RC Astro und kann sie empfehlen. Dein Dwarf3 bietet dafür völlig ausreichende Rohdaten. PI ist eine Prozess- und Tool-Platform, welche Dir mit seinen Möglichkeiten die Synapsen wegschmilzt. Für mich wäre das die sinnigste Weiterentwicklung - zumal die das Know-how in PI später mit jedem anderen (besseren) Setup nützlich ist.

4. Bleib Open minded. Ein sinnvoller EAA Setup geht aktuell über Dein avisiertes Budget. Neben der Investition in anständige o.g. Software, kann man für den Rest in ein cooles Einsteiger-Setup zur visuellen Beobachtung nachdenken. Ich baue bspw. immer erst meinen Apo-EAA Setup auf, mache Darks und Flats, lasse den auf meine Targets los und hänge dann parallel am Maksutov visuell - und bin völligst ausgelastet. Du lernst beim visuellen Beobachten die Astronomie nochmal von einer ganz anderen Seite kennen und man versteht das eine oder andere im EAA Bereich folgend auch besser. Aber auch hier würde ich mich potentiell für eine Optik entscheiden, die Dir später für EAA noch nützlich ist.

5. Wenn Du nicht grundsätzlich schon eine gute/geeignete DSLR rumliegen hast, oder diese auch für weiterführende, fotografische Einsätze planst, würde ich mir keine dediziert für Astrofotografie kaufen. Eine gute, gekühlte Astrokamera (bspw. die bei Einsteigern beliebte ASI 585 MC Air (mit integriertem Astrocomputer und Guiding) bekommst Du aktuell für 900€ - und ist einfach ein anderes Level. Der anfängliche Kostenbrocken ist immer die Montierung.

6. Den Gebrauchtmarkt kann im Auge behalten. Würde mir das aber immer anschauen, wenn Du Komplettsets kaufst. Da bekommt man schon ein Gefühl ob das passt.

7. Zubehör kostet ein kleines Vermögen. Ja ist so.

8. Nicht aufgeben und unterkriegen lassen. Step by Step geht irgendwie auch. Ich würde aber dringend empfehlen, erstmal zu sondieren, welche Systeme es gibt. Angefangen bei Astrocomputern (Stellavita, ASIAir, NINA), Deine Präferenzen mit der Realität abgleichen und ziemlich viele Sachen hier im Forum fragen!

9. Denke EAA immer systemisch. Es gibt kein "bestes Teleskop" oder "beste Kamera" sondern ein/Dein Gesamtsystem in einer dedizierten Nutzung - und dafür optimale oder weniger optimale Komponenten!

Zum Schluss: Was würde ich an Deiner Stelle mit 1500€ tun?

1. Pixinsight 1 Monat gratis testen, dann kaufen. (350€).
2. RC-Astro Addins kaufen (ich möchte Blur-, Star- und NoiseXterminator nicht mehr missen) im Bundel ~150€.
3. Erstes Teleskop, welches später noch für EAA zugänglich ist -> meine Wahl Maksutov (hohe Brennweite für Mond (und etwas Planeten-> KEIN Jupiter in Großaufnahme, dazu gute Bildqualität, sehr selten bis keine Justiererei nötig) -> Skywatcher Skymax 127 oder 150 im Bundle mit einer Skywatcher EQ Montierung.

Hier müsstest Du schauen und auch mal Preise vergleichen oder gebraucht schauen. Die Montierung ballert - preistechnisch - aber hinten raus brauchst Du die eh mit Goto. Die Skywatcher-Montierungen sind zudem schwer, wenn Du mobil bleiben willst und nicht nur Backyard, solltest Du eher sparen.

Hier mal beispielhaft:


oder das 127er:



Für visuelle Beobachtung liegt ein Übersichtsokular bei. Für den Einstieg würde ich noch das Baader Zoom Okular mit der Barlow empfehlen:



Die Skywatcher-Montierungen sind zudem schwer, wenn Du mobil bleiben willst und nicht nur Backyard, solltest Du eher sparen und gleich auf eine Harmonic Drive Montierung gehen (noch teurer und noch geiler). Beachte bei Montierung immer die Gesamtlast des Systems. Beispielsweise bietet ZWO auf ihrer HP regelmäßig Bundle Aktionen an.

Wenn ich - wie auch immer - Milliardär wäre, würde ich Dir das hier kaufen:


Im Bundle mit quadruplet APO 90mm mit AM3 Montierung und Carbon Stativ. Für 2600$ plus Einfuhrzoll und plus Steuer (nicht vergessen - bei Import). Dazu noch die Oben erwähnte Asi 585 Air und Du bist ready (Du bräuchtest dann irgendwann immer noch Zubehör wie Heizmanschetten für Tau-Schutz sowie Filter und das ein oder andere Gadget, was mit der Zeit kommt). Aber das erschließt sich auch alles mit der Zeit.

Tja, doch ganz schöne Wall-of-Text geworden... an so einem zarten Freitag...

Ganz wichtig, frage hier, wenn was unklar ist! Es ist ein megacooles Hobby, aber bisweilen echt ne Zicke...

Viel Spaß und CS
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja, und schau Dir solche Teleskope mal in live an. Das fördert Vorstellung und Verständnis fürs Gerät. Entweder mal nach regionalen Vereinen und Sternenwarten schauen oder bei einem Teleskoptreffen vorbeischauen. Wenn Du grob Deine topografische Bubble angibst, sind Sternenfreunde sicher auch bereit mal einen Abend gemeinsam zu verbringen! Wäre bspw. bei mir (Bubble Großraum Leipzig) kein Problem!

CS Thomas
 
Hi Robin,

ich schließe mich hier mal an. Im Grunde komme ich wie Antje von einem Seestar S50. Bin dann mit Prio auf DSO auf ein ZWO Setup mit einem Apo gegangen. Das sprengt aber Dein Budget. Folgend habe ich mir noch ein 150er Maksutov für visuelles Beobachten und Planeten zugelegt. Details siehe Signatur unten.

Zu dem Vorgesagten möchte ich im Grunde einfach nur mal meine Erfahrungs-Quintessenzen teilen, da unsere Ausgangssituation vergleichbar ist.

1. Die Smart-Teleskope bringen für Ihren Preis extrem vorzeigbare EAA-Ergebnisse. Der Wechsel, oder das Upgrade auf ein Komponenten-Amateur-Setup ist eine große Herausforderung. Vorrangig, weil hinsichtlich astrofotografischer Bildqualität die "Smarties" echt gut sind und Dein Budget zu niedrig angesetzt ist, um hier wirklich besser zu werden. Das ist eine bittere Pille, ich will es aber genau so ehrlich formulieren. Alleine die Kosten für Montierung und Kamera im mittleren Segment sind über Deinem Budget. Und das deutlich.

2. Resultierend aus 1. ergibt sich die Frage, wie man es weiter denkt. Budget anpassen oder anders priorisieren bzw. weitermachen. Ich agiere aus meiner Position eher nach dem Motto "klotzen nicht kleckern" oder "lieber gleich richtig". Trotzdem sind bei diesem Hobby - egal mit welchem Budget - immer Kompromisse nötig. Das ist ein wichtiger Grundsatz. Die erwähnte eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.

3. Du bist - wie ich - rechner-affin. D.h. im Grunde wirst Du - egal mit welchem Equipment - um astrofotografische Bildbearbeitung nicht herum kommen (wollen!) -> und genau darauf scheinst Du ja auch richtig Bock zu haben. Daher empfehle ich langfristig sowieso die Anschaffung von PixInsight (einmalige Lizenzkosten ~350€). Ich nutze zudem noch die Addins von RC Astro und kann sie empfehlen. Dein Dwarf3 bietet dafür völlig ausreichende Rohdaten. PI ist eine Prozess- und Tool-Platform, welche Dir mit seinen Möglichkeiten die Synapsen wegschmilzt. Für mich wäre das die sinnigste Weiterentwicklung - zumal die das Know-how in PI später mit jedem anderen (besseren) Setup nützlich ist.

4. Bleib Open minded. Ein sinnvoller EAA Setup geht aktuell über Dein avisiertes Budget. Neben der Investition in anständige o.g. Software, kann man für den Rest in ein cooles Einsteiger-Setup zur visuellen Beobachtung nachdenken. Ich baue bspw. immer erst meinen Apo-EAA Setup auf, mache Darks und Flats, lasse den auf meine Targets los und hänge dann parallel am Maksutov visuell - und bin völligst ausgelastet. Du lernst beim visuellen Beobachten die Astronomie nochmal von einer ganz anderen Seite kennen und man versteht das eine oder andere im EAA Bereich folgend auch besser. Aber auch hier würde ich mich potentiell für eine Optik entscheiden, die Dir später für EAA noch nützlich ist.

5. Wenn Du nicht grundsätzlich schon eine gute/geeignete DSLR rumliegen hast, oder diese auch für weiterführende, fotografische Einsätze planst, würde ich mir keine dediziert für Astrofotografie kaufen. Eine gute, gekühlte Astrokamera (bspw. die bei Einsteigern beliebte ASI 585 MC Air (mit integriertem Astrocomputer und Guiding) bekommst Du aktuell für 900€ - und ist einfach ein anderes Level. Der anfängliche Kostenbrocken ist immer die Montierung.

6. Den Gebrauchtmarkt kann im Auge behalten. Würde mir das aber immer anschauen, wenn Du Komplettsets kaufst. Da bekommt man schon ein Gefühl ob das passt.

7. Zubehör kostet ein kleines Vermögen. Ja ist so.

8. Nicht aufgeben und unterkriegen lassen. Step by Step geht irgendwie auch. Ich würde aber dringend empfehlen, erstmal zu sondieren, welche Systeme es gibt. Angefangen bei Astrocomputern (Stellavita, ASIAir, NINA), Deine Präferenzen mit der Realität abgleichen und ziemlich viele Sachen hier im Forum fragen!

9. Denke EAA immer systemisch. Es gibt kein "bestes Teleskop" oder "beste Kamera" sondern ein/Dein Gesamtsystem in einer dedizierten Nutzung - und dafür optimale oder weniger optimale Komponenten!

Zum Schluss: Was würde ich an Deiner Stelle mit 1500€ tun?

1. Pixinsight 1 Monat gratis testen, dann kaufen. (350€).
2. RC-Astro Addins kaufen (ich möchte Blur-, Star- und NoiseXterminator nicht mehr missen) im Bundel ~150€.
3. Erstes Teleskop, welches später noch für EAA zugänglich ist -> meine Wahl Maksutov (hohe Brennweite für Mond (und etwas Planeten-> KEIN Jupiter in Großaufnahme, dazu gute Bildqualität, sehr selten bis keine Justiererei nötig) -> Skywatcher Skymax 127 oder 150 im Bundle mit einer Skywatcher EQ Montierung.

Hier müsstest Du schauen und auch mal Preise vergleichen oder gebraucht schauen. Die Montierung ballert - preistechnisch - aber hinten raus brauchst Du die eh mit Goto. Die Skywatcher-Montierungen sind zudem schwer, wenn Du mobil bleiben willst und nicht nur Backyard, solltest Du eher sparen.

Hier mal beispielhaft:


oder das 127er:



Für visuelle Beobachtung liegt ein Übersichtsokular bei. Für den Einstieg würde ich noch das Baader Zoom Okular mit der Barlow empfehlen:



Die Skywatcher-Montierungen sind zudem schwer, wenn Du mobil bleiben willst und nicht nur Backyard, solltest Du eher sparen und gleich auf eine Harmonic Drive Montierung gehen (noch teurer und noch geiler). Beachte bei Montierung immer die Gesamtlast des Systems. Beispielsweise bietet ZWO auf ihrer HP regelmäßig Bundle Aktionen an.

Wenn ich - wie auch immer - Milliardär wäre, würde ich Dir das hier kaufen:


Im Bundle mit quadruplet APO 90mm mit AM3 Montierung und Carbon Stativ. Für 2600$ plus Einfuhrzoll und plus Steuer (nicht vergessen - bei Import). Dazu noch die Oben erwähnte Asi 585 Air und Du bist ready (Du bräuchtest dann irgendwann immer noch Zubehör wie Heizmanschetten für Tau-Schutz sowie Filter und das ein oder andere Gadget, was mit der Zeit kommt). Aber das erschließt sich auch alles mit der Zeit.

Tja, doch ganz schöne Wall-of-Text geworden... an so einem zarten Freitag...

Ganz wichtig, frage hier, wenn was unklar ist! Es ist ein megacooles Hobby, aber bisweilen echt ne Zicke...

Viel Spaß und CS
Thomas
Guten Abend Thomas,
Ich hoffe du hattest einen angenehmen Freitag. Danke für den Input. Ein seperates visuelles Setup klingt für mich schon interressant, und so wie ich das verstanden habe kann man das ja auch Fotografisch verwenden im Nachgang, oder?. Ich habe mir mal die Harmonic Mounts angeschaut und sehe auf jeden Fall die klaren Vorteile ^^. Aber ja das sprengt definitiv bei mir den Rahmen was ich ausgeben möchte aktuell. Ich denke ein Harmonic Mount würde ich mir eher erstmal nicht holen und vielleicht erstmal bei was billigerem schwereren bleiben. Glücklicherweise bin ich nicht allein da ich dieses Hobby zusammen mit meinem Partner betreibe und wir so eine schöne Zeit unter den Sternen verbringen + Wir können die Last teilen. Die visuelle Beobachtung könnte dabei den Abend schon was interressanter machen für uns.
Was unsere Bubble angeht, wir sind im Niederrhein angesiedelt ^^

Gruß Robin
 
N'abend auch von mir in die Runde,

der Start über die rein visuelle Beobachtung in die Astronomie ist sicher nicht der verkehrteste.
Auch wenn hier zuerst der Fokus auf Fotografie war, auch von meiner Seite.

Ich habe es nicht bereut so an zu fangen. Mit einer EQ-Montierung manuell und auch parallel, etwas später, mit einem Dobson.
Dann kam GoTo, einmal groß, EQ6 R und einmal klein, Exos 2, dazu und verschiedene Teleskope. Alles rein im visuellen bis auf gelegentlich Ausflüge in Planeten Ablichtung.

Dann nach vier Jahren oder so kam erst EAA und das Equipment wurde auch stückweise verkleinert.
Jetzt sind noch zwei Montierungen übrig und drei Teleskope die auch regelmäßig genutzt werden. Na ja, wenn das Wetter mit spielt.
Seit ein paar Tagen reift auch der Gedanke mich von meinem C8 zu trennen, kommt dann einfach doch zu wenig zum Einsatz. Dafür dann einen netten Apo. Da ich dann doch mehr auf Fläche aus bin.

Tja, und was die Kosten für das tolle Hobby angeht, die Preise sind echt steil nach oben gegangen. Wenn ich sehe was ich vor ein paar Jahren für meine iOptron bezahlt haben und was die jetzt kostet, puuhhhhh... ... ...
Nicht mehr wirklich feierlich.

Gruß
Mathias
 
Guten Abend Thomas,
Ich hoffe du hattest einen angenehmen Freitag. Danke für den Input. Ein seperates visuelles Setup klingt für mich schon interressant, und so wie ich das verstanden habe kann man das ja auch Fotografisch verwenden im Nachgang, oder?. Ich habe mir mal die Harmonic Mounts angeschaut und sehe auf jeden Fall die klaren Vorteile ^^. Aber ja das sprengt definitiv bei mir den Rahmen was ich ausgeben möchte aktuell. Ich denke ein Harmonic Mount würde ich mir eher erstmal nicht holen und vielleicht erstmal bei was billigerem schwereren bleiben. Glücklicherweise bin ich nicht allein da ich dieses Hobby zusammen mit meinem Partner betreibe und wir so eine schöne Zeit unter den Sternen verbringen + Wir können die Last teilen. Die visuelle Beobachtung könnte dabei den Abend schon was interressanter machen für uns.
Was unsere Bubble angeht, wir sind im Niederrhein angesiedelt ^^

Gruß Robin

Guten Morgen Robin,

es ist letztendlich eine von vielen Optionen. Ich finde wie gesagt die angedachte Herangehensweise Eure Rohdaten vom Dwarf3 Software-mäßig mit Pleiades Astrophoto PixInsight zu optimieren erstmal die Beste. Nutzt doch den 1-monatigen kostenlosen Testzeitraum und plant etwas Zeit und ausreichend Rohdaten ein.

Da der Einstieg mit PixInsight nicht selbsterklärend ist, und es auch kein konventionelles Handbuch gibt, dauert es u.U. sich da reinzudenken. Letztendlich geht es erst einmal darum, einfache Workflows abzuarbeiten, die man mit der Zeit weiter optimiert.

Wenn Ihr der englischen Sprache mächtig seid, hier das quasi inoffizielle Handbuch, welches ich sehr empfehlen kann:


Auf deutsch ist Erik Wischnewskis Buch empfehlenswert, bietet aber nicht ganz den Tiefgang wie obiges.


Hier sei auch die Plattform Astrobin empfohlen, wo man nachbearbeitete Astrofotos nach Equipment gefiltert anschauen kann. Hier mal vorgefiltert für den Dwarf3 siehst Du, was mit Pleiades PixInsight geht, oder bei Euch noch ginge - da es auch quasi bei fast jedem Bild zum Einsatz kam. Du siehst auf Astrobin, welches Equipment, Filter, Belichtungszeiten und welche Nachbearbeitungssoftware zum Einsatz kam, und kannst (in der kostenfreien Nutzung nur für einen Suchparameter) vorfiltern, was mit welchem Gerät geht. Alle möglichen Teleskope, Kameras, Filter usw. kann man in der entsprechend angezeigten Konfiguration und dem entsprechenden Nachbearbeitungstalent etwas besser beurteilen.

Hier kann man auch für (spätere) Teleskope und deren "Schwerpunkte" mal vorfühlen - wohlbemerkt immer unter der Berücksichtigung, das Astrobin auch ein wenig Nachbearbeitungs-Modenschau ist. Mir hat das aber anfangs enorm geholfen, überhaupt mal eine Vorstellung zu bekommen.


Basis und Anker jeder astrofotografischen Ausrüstung bleibt die Montierung. D.h. Ihr solltet Euch vorerst so gut wie möglich überlegen, wo Eure Prioritäten bei einem späteren Setup liegen. Wie erwähnt, den optimalen Allrounder gibt es nicht. Für Astrofotografie sind teleskopseitig sog. Apos - apochromatische Refraktoren meist die erste Wahl. Spiegelteleskope sind günstiger, aber anspruchsvoller und ggf. auch weniger astrofotografisch geeignet. Die Kamera ist nächster großer Kostenfaktor. Und auch da stünden wichtige Entscheidungen an - alleine ob Farb- (MC) oder Mono-(MM) Kamera, und dann alles über Filter machen, ist keine leichte Entscheidung (ich habe mich da pragmatisch für Farbkamera entschieden). Lasst das also alles wirklich mal setzen und beratet Euch, wo die Reise hingeht.

Daher ist der beschriebene Gedanke, bspw. mit einem Maksutov parallel zum Dwarf visuell einzusteigen, für mich für Euch recht charmant. Beachtet aber bitte, dass erwähntes Skymax 127 oder 150 dedizierte "Mond- & Planeten-Teleskope" sind. Astrofotografisch sind sie aber definitiv nutzbar. Ihr hättet ein anständiges Teleskop, um die Rohdatensammelzeit des Dwarf zu füllen und gemeinsam den Himmel zu entdecken. Beachtet trotzdem, dass so ein Teleskop es Euch trotzdem deutlich schwerer macht. Ich empfehle einen Telrad-Sucher für das Alignment (ihr müsst je nach Montierung nach Polarausrichtung 2-3 Sterne anfahren, damit die Montierung weiß, wo sie ist). Sowie eine Rotlichtl-Stirnlampe. Auch dieses Teleskop braucht noch eine Tauschutzkappe. Neben dem erwähnten Zoom-Okular wäre das dann aber ein guter Start.

Für eine grundlegende Orientierung zur Frage "Was könnte ich rein theoretisch mit welchem Teleskop sehen?" empfehle ich diese FOV-Calculator Seite:


Ihr könnt dort ebenfalls Equipment eingeben und anhand planetarer und DSO-Objekten schauen. Man kann im Reiter auch zwischen visuellen und Imaging- also Kamerabetriebenen Setups wählen. Auch das hat mir anfangs gut geholfen, gewisse Vorstellungen über Möglichkeiten zu bekommen.

Schaut einfach mal, und lasst uns gerne an Euren Gedanken teilhaben, wir verwirren Euch dann maximal mit unterschiedlichsten Blickwinkeln! ;-) Nein - Spaß, meistens sind wir ganz nett, und es kristallisiert sich auch regelhaft ein gewisser Konsens in den Empfehlungen heraus.

Daher - wer fragt gewinnt!

Schönes Wochenende und CS
Thomas
 
Ach ja - wieder was vergessen....

Weil es hier irgendwo schon mal herumgeisterte... Im Rahmen der Gesamtsituation - und insofern Ihr keinen Zeitdruck habt - muss man auch auf dem Schirm haben, dass die smarten Teleskope aktuell eben der dynamischste und innovativste Bereich der Amateurastronomie sind. Daher - long story short: Falls das interessant für Euch ist -> auf das Seestar S50 pro warten! Nach aktuellem Geflüster, könnte es diesen Herbst vorgestellt und Ende 2026 verfügbar sein... Dann rational mit Dwarf3 abgleichen und entscheiden. Kostenpunkt wohl um die 800-900€.

PS: Alle Smarten Teleskope oberhalb des S50 pro würde ich nicht kaufen. Für das Geld lieber in einen kleinen, leistungsfähigen Apo-Setup mit Harmonic Drive Montierung investieren.

So, gut nun.
CS Thomas
 
Guten Morgen Robin,

es ist letztendlich eine von vielen Optionen. Ich finde wie gesagt die angedachte Herangehensweise Eure Rohdaten vom Dwarf3 Software-mäßig mit Pleiades Astrophoto PixInsight zu optimieren erstmal die Beste. Nutzt doch den 1-monatigen kostenlosen Testzeitraum und plant etwas Zeit und ausreichend Rohdaten ein.

Da der Einstieg mit PixInsight nicht selbsterklärend ist, und es auch kein konventionelles Handbuch gibt, dauert es u.U. sich da reinzudenken. Letztendlich geht es erst einmal darum, einfache Workflows abzuarbeiten, die man mit der Zeit weiter optimiert.

Wenn Ihr der englischen Sprache mächtig seid, hier das quasi inoffizielle Handbuch, welches ich sehr empfehlen kann:


Auf deutsch ist Erik Wischnewskis Buch empfehlenswert, bietet aber nicht ganz den Tiefgang wie obiges.


Hier sei auch die Plattform Astrobin empfohlen, wo man nachbearbeitete Astrofotos nach Equipment gefiltert anschauen kann. Hier mal vorgefiltert für den Dwarf3 siehst Du, was mit Pleiades PixInsight geht, oder bei Euch noch ginge - da es auch quasi bei fast jedem Bild zum Einsatz kam. Du siehst auf Astrobin, welches Equipment, Filter, Belichtungszeiten und welche Nachbearbeitungssoftware zum Einsatz kam, und kannst (in der kostenfreien Nutzung nur für einen Suchparameter) vorfiltern, was mit welchem Gerät geht. Alle möglichen Teleskope, Kameras, Filter usw. kann man in der entsprechend angezeigten Konfiguration und dem entsprechenden Nachbearbeitungstalent etwas besser beurteilen.

Hier kann man auch für (spätere) Teleskope und deren "Schwerpunkte" mal vorfühlen - wohlbemerkt immer unter der Berücksichtigung, das Astrobin auch ein wenig Nachbearbeitungs-Modenschau ist. Mir hat das aber anfangs enorm geholfen, überhaupt mal eine Vorstellung zu bekommen.


Basis und Anker jeder astrofotografischen Ausrüstung bleibt die Montierung. D.h. Ihr solltet Euch vorerst so gut wie möglich überlegen, wo Eure Prioritäten bei einem späteren Setup liegen. Wie erwähnt, den optimalen Allrounder gibt es nicht. Für Astrofotografie sind teleskopseitig sog. Apos - apochromatische Refraktoren meist die erste Wahl. Spiegelteleskope sind günstiger, aber anspruchsvoller und ggf. auch weniger astrofotografisch geeignet. Die Kamera ist nächster großer Kostenfaktor. Und auch da stünden wichtige Entscheidungen an - alleine ob Farb- (MC) oder Mono-(MM) Kamera, und dann alles über Filter machen, ist keine leichte Entscheidung (ich habe mich da pragmatisch für Farbkamera entschieden). Lasst das also alles wirklich mal setzen und beratet Euch, wo die Reise hingeht.

Daher ist der beschriebene Gedanke, bspw. mit einem Maksutov parallel zum Dwarf visuell einzusteigen, für mich für Euch recht charmant. Beachtet aber bitte, dass erwähntes Skymax 127 oder 150 dedizierte "Mond- & Planeten-Teleskope" sind. Astrofotografisch sind sie aber definitiv nutzbar. Ihr hättet ein anständiges Teleskop, um die Rohdatensammelzeit des Dwarf zu füllen und gemeinsam den Himmel zu entdecken. Beachtet trotzdem, dass so ein Teleskop es Euch trotzdem deutlich schwerer macht. Ich empfehle einen Telrad-Sucher für das Alignment (ihr müsst je nach Montierung nach Polarausrichtung 2-3 Sterne anfahren, damit die Montierung weiß, wo sie ist). Sowie eine Rotlichtl-Stirnlampe. Auch dieses Teleskop braucht noch eine Tauschutzkappe. Neben dem erwähnten Zoom-Okular wäre das dann aber ein guter Start.

Für eine grundlegende Orientierung zur Frage "Was könnte ich rein theoretisch mit welchem Teleskop sehen?" empfehle ich diese FOV-Calculator Seite:


Ihr könnt dort ebenfalls Equipment eingeben und anhand planetarer und DSO-Objekten schauen. Man kann im Reiter auch zwischen visuellen und Imaging- also Kamerabetriebenen Setups wählen. Auch das hat mir anfangs gut geholfen, gewisse Vorstellungen über Möglichkeiten zu bekommen.

Schaut einfach mal, und lasst uns gerne an Euren Gedanken teilhaben, wir verwirren Euch dann maximal mit unterschiedlichsten Blickwinkeln! ;-) Nein - Spaß, meistens sind wir ganz nett, und es kristallisiert sich auch regelhaft ein gewisser Konsens in den Empfehlungen heraus.

Daher - wer fragt gewinnt!

Schönes Wochenende und CS
Thomas

Hallo und schönes Wochenende,
Ich werd mir es definitiv mal anschauen, Ich habe bisher nur erfahrung mit Siril. Ist Pixinsight so viel besser? Ich habe gehört es sei viel komplexer was die lernkurve angeht aber soll sehr leistungsstark sein wenn mans drauf hat.
Wir sind uns aktuell am beraten was wir machen, wir haben aber schonmal entschieden das visuell nebenher keine schlechte Idee ist.

Gruß Robin
 
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