Unser Planet trocknet aus (Fotoserie)

Hallo Zusammen, ich bin wirklich auch ernüchtert/entsetzt so manchen Kommentar hier zu lesen. Es ist doch schon eher irre, dass hier Behauptungen aufschlagen der Klimawandel sei nicht schlüssig belegt und lückenhaft in der Argumentation. Es gibt kaum ein umwelttechnisches Problem, das wissenschaftlich so extrem gut und genau und aufwendig beleuchtet wird und so schlüssig verargumentiert wurde. Die Prognosen und Modelle treffen beinahe exakt zu und alle 4 Jahre gibt es einen neuen, umfassenden Bericht dazu der das alles schön dokumentiert. Jetzt fangen wir so langsam an die Folgen nicht mehr ignorieren zu können und selbst hier in einem Forum voll vermeintlich naturwissenschaftlich aufgeschlossenen Menschen muss man sich so viel seltsamen Argwohn und Geschwurbel anhören. Man fühlt sich wie Kopernikus vor dem Kirchenrat :/ ich weiß langsam nimmer was es eigentlich noch braucht???

Grüße Ben
 
Hallo zusammen, hallo Ben!

Es gibt kaum ein umwelttechnisches Problem, das wissenschaftlich so extrem gut und genau und aufwendig beleuchtet wird und so schlüssig verargumentiert wurde. Die Prognosen und Modelle treffen beinahe exakt zu und alle 4 Jahre gibt es einen neuen, umfassenden Bericht dazu der das alles schön dokumentiert.

Ja gut, was steht in diesen wissenschaftlichen Berichten denn über die weltweite Gesamtniederschlagsmenge drin? Ist sie tatsächlich deutlich angestiegen, oder nicht?

Warum profitieren Nordamerika und Europa von dem mutmaßlichen weltweiten Anstieg der Gesamtniederschlagsmenge weniger als andere Kontinente? Warum kam es in Nordamerika und in Europa - im Gegenteil - in den letzten 25 Jahren so stark gehäuft zu Dürren und Waldbränden (~ 2003, 2018, 2019, 2024, 2025, 2026) ?

Das sind doch wohl ganz berechtigte Fragen, oder nicht?
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Genaugenommen leben wir in der ersten Hälfte eines Superinterglazials. Also einer ungewöhnlich langen Warmphase zwischen zwei Eiszeiten mit starker Vergletschung auf der Nordhalbkugel. Das sind normale Klimaschwankungen, die schon seit der Erdentstehung bestehen. Rein durch die Erdbahnparameter zu erklären. Anders ist das mit der Temperaturbasislinie. Die hängt tatsächlich eher vom CO2 Kreislauf der Atmosphäre ab. Bisher wurde die hauptsächlich durch CO2 Eintrag durch Vulkanismus und CO2 Abbau durch Gesteinsverrottung nach Gebirgsbildung bestimmt. Dass die Temperaturbasislinie heute ungewöhnlich kühl ist auf der Erde, liegt am ungewöhnlich niedrigen CO2 Level. Das Resultat von wenig Vulkanismus und außergewöhnlich viel Gebirgsbildung. Seit ein paar Mio Jahren wechseln sich größere und kleinere Vergletscherungen ab. Rein von diesen Parametern sollte es eigentlich moderat kühler werden, aber die nächste Vergletscherung in Europa ist für die nächsten 10000 Jahre eigentlich nicht in sicht gewesen. Aber das hat sich fürs erste erledigt. Die Geschwindigkeit der Erwärmung der letzten Jahrzehnte ist in der Erdgeschichte beispiellos schnell.

Aber zurück zum Thema: in Deutschland fallen pro Jahr 280 Mrd. Kubikmeter Regen. Der menschliche Verbrauch liegt bei ca. 18 Mrd. pro Jahr. Das sind ca. 7%. Der überwiegende Teil geht wieder zurück in die Flüsse. An unserem Wasserverbrauch liegt es nicht. Es hat einfach eine Weile kaum geregnet. Ein Fluss wie die Donau, der über wenig Gletscherzuflüsse gespeist wird, ist natürlich stärker betroffen als z.B. der Rhein. Über den Rhein bin ich vorgestern erst gefahren. Der Wasserstand ist zwar niedrig, aber das ist jetzt nicht so unnormal, wie in den Medien gemacht wird.

Der Trend liefert durch die Erwärmung immer weniger Bewegung in den Jetströmen und damit längere stabile Wetterlagen. Wenn das ein Hochdruckgebiet im Sommer ist, dann regnet es halt lange überhaupt nicht und es verdunstet viel schneller, weil sich das Festland stark aufheizen kann...was wiederum zu den Hitzerekorden führt. Dann gehen natürlich die Pegelstände gehen runter. Muss man sich dran gewöhnen. Heißt aber nicht, dass Deutschland austrocknet. Das füllt sich über Winter wieder auf. Das Problem ist eher, dass man mit den Kraftwerken nicht einfach das Warmwasser wieder einlassen kann, weil sonst die Flüsse zu warm werden, wenn so wenig Wasser drin ist. Und die Fahrrinne ist halt nicht mehr tief genug für Schifffahrt. Da hilft auch nicht tiefer ausgraben, wie unser Verkehrsminister vorschlägt. Wo nichts ist, hilft auch nicht, wenn man tiefer gräbt.

Die Erwärmung findet in Deutschland lustigerweise eher im Winter statt. Im Sommer ist das nur moderat. Aber durch die langen Hochdrucklagen heizt sich das Festland extrem stark auf. Besonders die versiegelten Flächen, Schottergärten, abgeerntete Felder usw. Und so bekommt man einen Temperaturrekord nach dem anderen. An meinem Wohnort ist die Rekordserie übrigens 1976 mit 36°C, 1983 mit 39°C, 2003 mit 40°C und 2026 mit 41°C. Also 5° in 50 Jahren obwohl die eigentliche Erwärmung im Sommer eher so um 1° rum war.

Das ist jetzt nur meine persönliche Meinung: muss man sich dran gewöhnen. Der Prozess ist für die nächsten 1000 Jahre nicht umkehrbar. Man kann es höchstens an einem neuen Punkt wieder in die Balance bringen. Aber das passiert derzeit nicht. Eher im Gegenteil. Auch heute kann es im Sommer durchaus noch höher gehen. Ich denke, wenn so eine Hitzewelle mal zum richtigen Zeitpunkt kommt, also Ende Juli, müssten auch heute schon 42-43°C gut drin sein. Weiter hoch geht es meiner Meinung erst mal nicht, weil die Sommererwärmung an sich nur eher moderat bleibt und viel mehr verfestigen können sich die Wetterlagen auch nicht. Es wird auch nicht jeden Sommer 40°C geben. Der nächste Sommer ist vielleicht wieder verregnet. Aus Erfahrung kann ich sagen, die Euro für eine Kimaanlage lohnen sich trotzdem. Ob 40°C draußen sind oder nicht, kann dir egal sein. Auch nachts kann man prima schlafen. Selbst 45°C entlocken dir ein müdes Lächeln. Auch wenn man mal ne halbe Stunde raus muss, ist kein Ding. Die Hitze spürt man erst nach längerer Zeit. Zumindest solange man zu Hause ist. Die brauchen nicht extrem viel Strom. Selbst ein Balkonkraftwerk sollte ausreichen, die zu füttern. Denn wenn es so heiß ist, scheint immer die Sonne. Und dann kostet das auch praktisch nichts.
 
Und plötzlich taucht - quasi aus dem Nichts - unter all' den Blinden hier ein (mindestens) Einäugiger auf!
Hosianna!

Danke, Joe! :love:

Schöne Grüße,
Urs
 
Falls in diesem Forum gut belegte Fakten noch relevant sind:

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben die mittleren Niederschläge an Land im globalen Durchschnitt zugenommen; seit den 1980er Jahren ist dieser Anstieg schneller geworden. [Umweltbundesamt]
Die Zunahme des globalen Mittels ist jedoch moderat (Größenordnung wenige Prozent pro Grad Erwärmung) und regional sehr unterschiedlich: Manche Gebiete werden feuchter, andere trockener. [z.B. Umweltbundesamt und andere]
Weltweit verschieben sich die Niederschlagsmuster in Richtung „feuchte Regionen werden tendenziell feuchter, trockene tendenziell trockener“ – aber mit wichtigen Ausnahmen und starken regionalen Unterschieden. [nature]
Hohe Breiten (Arktis, Subarktis, Teile der gemäßigten Zonen): Nördliche hohe Breiten (z. B. große Teile Kanadas, Sibiriens, Skandinaviens) werden im Mittel feuchter, besonders im Winter/Frühjahr. [NASA]
Die Arktis erwärmt sich stark, was mehr Feuchtigkeit in diese Regionen transportiert und zu mehr Niederschlag (oft als Regen statt Schnee) führt. [MEA]

So etwas ist heutzutage auf Knopfdruck einfach recherchierbar - die "kritischen" Fragen von heinrichl sind offenbar nur als Provokation oder Unwillen sich zu informieren zu verstehen.

Grüße
Andreas
 
Hallo zusammen, hallo Ben!



Ja gut, was steht in diesen wissenschaftlichen Berichten denn über die weltweite Gesamtniederschlagsmenge drin? Ist sie tatsächlich deutlich angestiegen, oder nicht?

Warum profitieren Nordamerika und Europa von dem mutmaßlichen weltweiten Anstieg der Gesamtniederschlagsmenge weniger als andere Kontinente? Warum kam es in Nordamerika und in Europa - im Gegenteil - in den letzten 25 Jahren so stark gehäuft zu Dürren und Waldbränden (~ 2003, 2018, 2019, 2024, 2025, 2026) ?

Das sind doch wohl ganz berechtigte Fragen, oder nicht?
Gruß
Dein entscheidender Denkfehler ist, „Gesamtniederschlag“ mit „Wasserverfügbarkeit“ und „Dürre“ gleichzusetzen.
Mehr Wasser in der Atmosphäre bedeutet nicht automatisch mehr verfügbares Wasser am Boden... :rolleyes:

Gruß
 
Das sind doch wohl ganz berechtigte Fragen, oder nicht?
Heiner, ich appelliere an Dich: stell' diese "berechtigten" Fragen doch bitte Deiner KI des Vertrauens, anstatt hier - einem Forum für Astronomie - mit diesem völlig überzogenen Geschwurbel alles durcheinander zu bringen. Chatgpt & Co. müssen hier sonst doch auch für jeden Hirnfurz herhalten.

Bitte, bitte! :rolleyes:

Schöne Grüße,
Urs
 
Ja, heinrichl, widme dich doch wieder deinem Spezialgebiet und erforsche weiter lunare Landschaften. Den Vogel muß ich dir unbedingt zeigen:
Screenshot_20260820_131456_WhatsApp.jpg

CS Mike
 
Heiner, ich appelliere an Dich: stell' diese "berechtigten" Fragen doch bitte Deiner KI des Vertrauens, anstatt hier - einem Forum für Astronomie - mit diesem völlig überzogenen Geschwurbel alles durcheinander zu bringen.

Hallo Urs,
ich wollte wirklich nichts "durcheinander" bringen. Was auch immer das bedeuten soll.

Wie ich oben schrieb, war ich bei der Recherche nach Sofi-Bildern zufällig bei Reuters auf die Fotoserie gestoßen. Dachte halt, es würde auch noch andere Foris interessieren.

Ich glaube nicht, dass eine KI meine - meines Ermessens - berechtigten Fragen korrekt beantworten kann.

Jedenfalls werde ich den nordamerikanischen und europäischen Trockenwetter-/ Trockenklimaauffälligkeiten gegen den allgemeinen Welttrend nun - auf Deine Bitte hin - auf anderen Wegen weiter nachgehen. Ich möchte nicht, dass sich jemand wegen meiner Fragen unwohl fühlt.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Ausmaß an Schwurbelei, Ignoranz und Wissenschaftsfeindlichkeit in diesem Thread ist wirklich erschreckend. Astronomie müsste doch eigentlich naturwissenschaftlich, oder allgemein wissenschaftlich interessierte Menschen anziehen, könnte man meinen.

-Talsperren, Flüsse und das Grundwasser füllen sich nicht durch Geisterhand. Sondern durch Niederschläge, die aktuell fehlen. Und nach allem, was man weiß, auch künftig in den Sommern fehlen werden. Daraus ergeben sich handfeste Knappheiten des verfügbaren Wassers, Gesamtniederschlag hin oder her.
-Der Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien ist keine Frage von "was geht uns das an?", sondern ein Beispiel für einen potenziell kriegerischen Konflikt um die Verfügbarkeit von Wasser. Natürlich geht uns das auch an, weil es schon jetzt ähnliche Verfügbarkeitskonflikte in Europa gibt. (Sage nicht, dass die in Gewalt umschlagen werden!)
-Die Wasserstände in den Flüssen sind genau so "unnormal" und problematisch, wie sie in den Medien gemacht werden. Wie kann man was anderes behaupten? Die Binnenschiffer bilden sich ja nicht ein, dass die Flüsse nicht mehr befahrbar sind.
-Bei 50 Grad könne man angeblich ein sehr gutes Leben führen. Nein, kann ich nicht. Ich möchte nicht in einer Wüste leben und nur von Kälteinsel zu Kälteinsel laufen.

Und so weiter, und so weiter.
 
Am besten ist, sich an Fakten zu halten:

Ich lebe in einem der kältesten Länder der Welt(Österreich), gemessen an der Jahresdurchschnittstemperatur

Ich musste heuer sogar im Mai die Heizung noch mal im Haus aufdrehen, weil es so kalt war.

Im Frühling hat es einmal soviel geregnet, dass das Wasser im Keller 5cm hoch gestanden ist.

Die vielen Sonnenstunden und der hohe Luftdruck diesen Sommer waren für mich gut geeignet fürs tägliche Schwimmen nach der Arbeit und Astronomie in der Nacht.

Wir hatten diesen Sommer hier jetzt einfach das schöne angenehme Wetter, wo wir früher extra nach Italien fahren mussten.
Die Klimazone mit dem warmgemässigtem Wetter hat sich diesen Sommer eben etwas Richtung Norden verschoben.
CS Mike
 
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