Meine Frage ist eigentlich "nur" folgende:
Es ist deutlich wärmer geworden. (Das lässt sich nicht bestreiten, man muß nur aufs Thermometer schauen.) In der Folge sind auch die Temperaturen der Meere gestiegen. Nach den Gesetzen der Physik des Wasser MUSS also nun MEHR Wasser aus den Meeren verdampfen. Es sollte also feuchter werden.
Es passiert aber genau das Gegenteil; die meisten Gebiete der Kontinente trocknen aus, SIE WERDEN EBEN GERADE NICHT FEUCHTER.
Nein es passiert nicht genau das Gegenteil, die gesetzte der Physik bleiben gültig, es verdunstet aus den Weltmeeren tatsächlich mehr Wasser und es gibt unterm Strich Global gesehen auch mehr Niederschläge.
Das lässt sich nicht leugnen.
Allerdings sind diese Niederschläge Zeitlich und Räumlich immer ungleichmäßiger verteilt was Regional und Saisonal zu mehr Dürre Gebieten und mehr Dürre Zeiten führen wird.
Das Problem ist also nicht das die Physik ihre Gültigkeit verliert, sondern der schlechter Journalismus mit reißerischen und zumindest irreführenden Schlagzeilen für Verwirrung sorgt.
Auch wenn Studien dahinter durchaus seriös sind kann man da viel rein interpretieren und leider eben auch Unsinn. Und der Leser interpretiert seinerseits dann die eh schon fragwürdigen Formulierungen von schlechtem Journalismus auch noch mal falsch so das unterm Strich also reißerische und fragwürdige Formulierungen von schlechtem Journalismus und falsche Interpretation durch den Leser auch mal ziemlicher Unsinn aus einer völlig seriösen und korrekten Studie rausgelesen wird.
So ist auch die Schlagzeile.
Why the planet is drying out much faster than before, according to a new study
According to a new study, the planet is drying at an unprecedented pace, presenting a critical threat to humanity. Researchers found that “continental drying...
Irreführend, weder verliert der Planet Wasser in den Weltraum noch bricht der globale Wasserkreislauf zusammen.
Es ist genau so wie du sagst, es verdunstet mehr Wasser aus den Meeren was insgesamt zu mehr Niederschlägen führt.
Aber wie ich Eingangs auch schon sagte Regional und Zeitlich immer ungleichmäßiger verteilt.
Es ist daher kein Widerspruch wenn die Studie feststellt das große Landmassen trockener werden.
Ein Widerspruch entsteht nur wenn man sie falsch interpretiert.
Was die zunehmend ungleichmäßige Zeitliche und Räumliche Verteilung der Niederschläge für uns in Europa für Veränderungen bringen wird siehst du in dieser Tabelle.
In Südeuropa & Mittelmeer wird es also tatsächlich trockener während es im Gegenzug in Nordeuropa mehr Niederschläge geben wird und ein Insgesamt feuchteres Klima herrschen wird.
In DE wird sich an der Niederschlagsmenge übers Jahr gesehen nicht viel ändern aber Saisonal wird es zu immer größeren Unterschieden kommen also nasse Winter und trockene Sommer mit Dürrephasen wie wir sie gerade erleben.
Wie gesagt unterm Strich wird es Global gesehen sogar mehr Niederschläge geben.
Ich finde es sehr wichtig die Situation so differenziert zu betrachten wie sie nun mal ist und nicht mit reißerischen Schlagzeilen und Tunnelblick sehr einseitig nur die Dürre zu betrachten.
Ich halte auch von Klima Journalismus nach regionaler Wetterlage nichts wo in der momentanen Dürrephase in Europa eben dieses Szenario bespielt wird und wenn es mal wieder Überschwemmungen gibt ist dann von der Austrocknung der Erde keine Rede mehr sondern dann ist plötzlich das Gegenteil das Thema.
Ich denke wir sollten uns darüber im Klaren sein das Wetter und Klima zwei unterschiedliche Dinge sind und das aktuelle Wetter Phänomene örtlich und zeitlich begrenzt sind.
Grüße Gerd