Vor- und Nachteile Mak vs. SC

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Hi,

ich finde es traurig was ich hier lesen muss.

Der Punkt ist, das Karsten sich respektlos und anstandslos verhält. Wer das unterstützen möchte, kann das gerne tun, er begibt sich dann auch auf das selbe Niveau herunter. Kann sein, dass ich mal etwas polemisch bin. Aber ich behandle meine Mitmenschen im wahren Leben wie auch in Foren immer mit Respekt und Anstand: Ich würde z.B. niemals etwas zitieren ohne ein höfliches Hi oder Hallo mit Namen desjenigen. Das gehört sich einfach so! Dieses Verhalten scheint ja insbesondere den Fraktionsmitgleider egal. Nun ihr müsst wissen ob ihr zu einem Verhalten, wie Krsten es zeigt, steht. Steht ihr dazu seit ihr nicht besser. Schade, dass gutes und höfliches Benehmen hier nichts mehr zählt.

Da darf sich jeder sein Bild machen. Kein wunder das keiner mehr Lust auf A.de hat, wenn solche Leute wie Karsten und co. sich hier herumtreiben und Mitmenschen unmöglich behandeln, nur um ihre Ziele durchzudrücken.



Echt traurig ist das!



Gruß,
Christian
 
Es reicht!
Zur Sache Schätzchen!
Auch ausufernde Versuche SEIN Anstandsempfinden durchzudrücken sind respektlos und an dieser Stelle extrem störend!
 
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O.T.
Ich verfolge den Thread schon eine Weile und daher stellen sich für mich 2 Fragen.

1. Wer oder was ist "die Fraktion" ?
2. Welche Ziele verfolgt diese Fraktion?

An die Nettiquette ist sie nicht gebunden?

Genug, sorry fürs O.T.
 
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Hallo Günther,

erst einmal danke für die Mühe mit deiner Bastelidee! Das klingt tatsächlich, als sei es auch ohne handwerkliche Erfahrung realisierbar, da muss ich wohl mal die genauen Maße und das zu erwartende Gesamtgewicht durchrechnen. Damit hätte ich dann schon einmal drei gut in Frage kommende Optionen: OMC140, Intes 5"-Mak oder 6"-Mak auf Eigenbau-Rockerbox. Aber ich habe ja eh noch etwas Zeit zum Nachdenken, kaufen will ich wohl erst so im Dezember oder Januar. Und bis dahin kann ich auch mal noch ein bisschen Geld in ein sehr kurzbrennweitiges Okular investieren und schauen, wie sich der ED eigentlich bei sehr hohen Vergrößerungen schlägt, die ich daran ja noch nicht getestet habe. Wenn ich sehen sollte, dass der ED mit einem 3-4mm Okular an Planeten noch wirklich gut abbildet (Bei 120x ist Jupiter jedenfalls noch klasse - scharf, farbfehlerfrei und sehr detailreich), muss ich vielleicht auch noch einmal überdenken, ob es sich wirklich lohnt, als Ergänzung zum ED eigens einen kleinen Planetenspezialisten anzuschaffen oder ob ich nicht lieber gleich für den in 1-2 Jahren anzuschaffenden großen Leichtbaudobson spare, für den ich mit Erstausstattung immerhin schon 3000-4000€ einplane.

CS,
Fabian
 
Zitat von Delyon:
... ob es sich wirklich lohnt, als Ergänzung zum ED eigens einen kleinen Planetenspezialisten anzuschaffen oder ob ich nicht lieber gleich für den in 1-2 Jahren anzuschaffenden großen Leichtbaudobson spare, für den ich mit Erstausstattung immerhin schon 3000-4000€ einplane.
Hallo Fabian,

wie groß soll denn der Dobson nach Deiner gegenwärtigen Vorstellung werden, und was willst Du damit vorzugsweise anstellen? Ich frage deshalb, weil ich fürchte, dass Du mit einem solchen Instrument relativ weit wegfliegen musst, um dessen theoretische Leistung - insbesondere an Planeten - ausreizen zu können. Hierzulande kann man an seinem Wohnort und in der näheren Umgebung schon froh sein, wenn das Wetter gelegentlich einen 10-Zöller zufriedenstellt.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

das ist OT und da der Dobson nicht nur der Planetenbeobachtung dienen soll......unhaltbar.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo,

@Jörg.
Wobei das geplante Budget m.M.n. recht üppig ist.

Schon, aber wenn ich mir ein endgültiges Großgerät kaufe, will ich auch gleich einen wirklich guten Spiegel mit schriftlicher Garantie eines sehr guten Strehlwertes haben und dazu gleich etwas sehr gute Ausstattung, bspw. ein 31mm Nagler als 2"-Übersichtsokular. Aber über den genauen Ausstattungskatalog des Dobson werde ich dann in ein, zwei Jahren diskutieren ;-)

@Jan. Mir schweben zehn oder zwölf Zoll vor. Für den großen Newton wäre natürlich sowieso Deep Sky die Hauptaufgabe, und dass ich mit einem 10-12-Zöller bei durchschnittlichen Bedingungen nicht das theoretische Leistungsmaximum werde ausschöpfen können bedeutet ja nicht, dass er unter durchschnittlichen Bedingungen nicht trotzdem mehr zeigt als es ein 5"- oder 6"-Gerät würde. Aber das ist hier ja eh nicht Thema, und wie gesagt lasse ich mir auch nochmal durch den Kopf gehen, in der Zwischenzeit doch einen 127-150mm-Mak anzuschaffen. Wenn ich jetzt mit einem kurzbrennweitigen Oku feststellen sollte, dass der ED auch bei 150x noch sauber und scharf am Planeten abbildet, wäre die Idee mit dem Planetenmak aber noch einmal zu überdenken.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

ich hab selber einen 127/1500 Skywatcher Mak und find den kleinen echt cool ;)

Ist sehr leicht und kompakt und zeigt nach 30 min bis 60 min Abkühlung eine tolle Leistung am Planeten, 180x bis 220x je nach Seeing gehen für mein Empfinden sehr gut damit. Wärend der Abkühlung ist er jedoch nicht so toll, zeigt ein sehr ungleiches Bild Intra/Extra-fokal welches auf starke sphärische Abberation hindeutet, daneben erkennt man deutlich die Grenze der warem und kalten Luftschicht im Beugungsbild. Wenn er aber abgekühlt ist ist er toll, und kostet neu auch nur 300€. Hab damit auch schöne Planeten und Mondfotos machen können.

Ich weis aber nicht ob er für dich richtig ist, wie du auch selber schon festgestellt hast. Der Unterschied wird zwischen deinem ED und dem Mak sicher zu sehen sein, aber so groß wird der Vorspung des Maks in der Praxis nicht sein. Dann ist da die Abkühlzeit.

Du möchtest in Zukunft einen Reisedob und bist bereit eine menge Geld dafür auszugeben, aber auch dein Budget was jetzt für einen Mak/SC im Raume steht ist recht üppig. Da wäre was in 8" oder 10" bald drinnen. Schau dich mal nur, als Beispiel, bei Dieter Martini um, was da so ein Reisedob kostet.

http://www.dietermartini.de/reisedobson.html

OT: Bitte hört doch auf zu streiten ;)
Jedes Teleskop hat seinen Himmel, auch SC, die sorgen z.B. weltweit für tolle Planetenbilder :)

Gruß, Gerry

EDIT: Aha, offenbar darf man hier keine Links zu Herstellern setzen die nicht dieses Forum sponsorn? ?) :confused:
 
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Hallo Gerry,

danke für deine Eindrücke vom Mak! Von den Erfahrungen mit meinem 90mm-Mak ausgehend war das auch ungefähr das, was ich erwartet hatte: Probleme mit Auskühlung, an Planeten und kompakten DS-Objekten nach der Auskühlung eine etwas höhere Leistung als am ED, aber keinen sehr deutlichen Sprung.

Die Martini-Dobsons machen einen wirklich guten Eindruck, der Zehnzöller wäre mit 10 Kilo gut transportabel und läge sogar etwa im Preisrahmen dessen, was ich mir noch dieses Jahr leisten könnte. Allerdings will ich mir mit der Anschaffung eines richtig großen Teleskops noch Zeit lassen. Ich bin ja in Sachen Deep Sky noch Einsteiger mit erst vier, fünf Monaten Erfahrung. Da gibt es mit der vorhandenen kleinen Öffnung noch soviel zu entdecken, dass ich erst noch 1-2 Jahre lang mit ED und Fernglas Deep Sky-Erfahrung sammeln und genießen will, was mit der kleinen Optik geht, ehe ich mich dem Photonenschock eines Zehn- oder Zwölfzöllers aussetze und dabei riskiere, die Begeisterung darüber zu verlieren, mit dem ED den Rand von ein paar hellen Kugelsternhaufen aufdröseln oder wieder eine weitere Messier-Galaxie entdeckt zu haben ;-)

Der neue 30"-Martinidobson wäre auch was - damit ginge dann vielleicht sogar aus der Wiener Innenstadt ohne Transport etwas Deep Sky :biggrin:

CS,
Fabian
 
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Hallo Fabian,


nur mal ein paar Gedanken:

- wenn Du jetzt auf "nur" 5" springst nagt nach kurzer Zeit wieder der Öffnungshunger. 6" sollten es meiner meinung nach sein. Das wird aber nicht billig...

- wie soll der Weg zum großen Dobs ungefähr aussehen? Da Du langfristig planen möchtest: Das Gerät wird dann vermutlich in der Gegend 10"f5 - 12"f4 angesiedelt sein. Dann Hast Du genau das Problem das Du jetzt mit einem MAK bzw. SC umschiffen möchtest: für ein schnelles Öffnungsverhältnis ungeeigenete Okulare. Die tun aber an einem Riechfield-tauglichen Gerät wie dem jetzigen ED nicht weh. Sie sind zwar nicht nötig aber erstens die Basis für einen schnellen Dobson und bei f7,5 natürlich "sehr sehr schön" bis dekadent was die Abbildung angeht.

Also, warum nicht zuerst bei den Okularen aufrüsten anstatt einen nur kleinen Sprung in Sachern Öffnung zu machen?

Oder: Jetzt einen 8" Reisedobson anschaffen, diesen nach und nach mit guten Okularen ausrüsten die dann für das größere Gerät vorhanden sind.


Vielleicht erscheint Dir ja unter diesen Aspekten eine Vorgehensweise besonders passend oder auch völlig abwegig.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

das Okularproblem ist ja allerdings nur ein finanzielles, das sich dadurch lösen lässt, dass ich einfach so lange spare, bis ich mir einen Zehn-bis Zwölfzöller inklusive Okularen der Naglerklasse oder zumindest das 31mm-Nagler plus Speers Walers o.Ä. zusammen kaufen kann. Trotz zwei Jobs neben dem Studium wird das halt eine Weile dauern, voraussichtlich eben so 1-2 Jahre Sparen. Für den ED mit f/7,5 sind Okulare oberhalb der Mittelklasse ja eh nicht nötig, sodass ich auch einfach warten kann, bis ich genug Geld für alles - guter Dobson UND gute Okulare - zusammen habe.

CS,
Fabian

 
Hallo Fabian,


klar, das geht. Ist auch vom Budget her passend um schon was wirklich gutes zu bekommen. Bleibt also die nicht leicht zu beantwortende Frage nach einer kompakten lohnenden Zwischenlösung.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Fabian,

man kann das Problem der für einen lichtstarken Newton notwendigen
gut korrigierten und teuren Ultraweitwinkelokulare entschärfen.
Und zwar dadurch daß man:
1) zwar f/4 taugliche Okulare verwendet, aber auf extreme Weitwinkel verzichtet
2) für mittlere und hohe Vergrößerungen eine geeignete Barlowlinse
zu preiswerten oder mittelpreisigen Okularen verwendet.

Die Barlow sorgt dafür daß das Okular ein entspannteres Strahlenbündel
geliefert bekommt, der Okularastigmatismus einfacher Okulare
an lichtstarken Teleskopen wird so vermieden.

Darüber hinaus kann man sogar eine komakompensierende Barlow verwenden.
Damit wird man auch noch die Spiegelkoma los.

Ich verwende beispielsweise eine 2,2x und eine 2,8x Klee Barlow
an meinen f/6 und f/4 Newtons. Dazu lang- bis mittelbrennweitige Orthos.
Oder auch meine Pentax XL und XW.

Aber selbst recht preiswerte Plössl funktionieren erstaunlich gut
wenn sie mindestens f/10 oder besser noch f/12 oder gar f/15 sehen.

MfG, Karsten
 
Hallo Fabian,

ich verfolge nun den Threat auch schon eine zeitlang. Du schreibst:

Zitat von Delyon:
Die Martini-Dobsons machen einen wirklich guten Eindruck, der Zehnzöller wäre mit 10 Kilo gut transportabel und läge sogar etwa im Preisrahmen dessen, was ich mir noch dieses Jahr leisten könnte. Allerdings will ich mir mit der Anschaffung eines richtig großen Teleskops noch Zeit lassen.

Das mit dem richtig großen Dobson ist Ansichtssache, je nach dem von wo man herkommt. Aus meiner Sicht wäre das erst ab ca. 27" aufwärts der Fall. 10"-12" ist durchaus eine mittlere Größe. Allerdings kann ein kleineres Teleskop immer noch sehr viel Spaß machen. Es kommt dann selbst wenn man später etwas größere Geräte verwendet nur auf die Objektauswahl an. Ich selbst habe mit dem 4" Refraktor immer noch sehr viel Freude.

Allerdings lese ich weiter oben auch Legenden, dass beispielsweise ein F4 Newton angeblich nicht zur Planetenbeobachtung richtig taugt. Das ist völlig inkorrekt. Derjenige der das behauptet muss einfach nur durch richtig gute Teleskope durchschauen. Das wichtigste Kaufkriterium für meinen 18" war vor ein paar Jahren z.B definitiv die Performance am Planeten, welche mich restlos überzeugt hatte. Auch höre ich die Mähr von der angeblichen Justageanfälligkeit der Newtons im allgemeinen. Auch das stimmt so nicht. Es kommt hier nur auf die mechanische Ausführung an. Die kann gut oder schlecht sein. Das gilt dann auch gleichermaßen für andere Teleskoptypen, auch für einen Mak.

Sei kritsch bei dem was hier zum Teil erzählt wird und schau dir gute Teleskope selbst an und schau vor allen Dingen durch. Falls du noch nicht alles selbst am Stern/Planeten aussagekräftig beurteilen kannst, nimm einen Fachmann deines Vertrauens mit. Die beste Gelegenheit findest du dazu auf Teleskoptreffen.

Nun, einige meiner Punkte wurden oben bereits genannt. Ich hoffe ich war nicht zu sehr OT, aber auf manchen Kommentar hier musste ich schon eine Antwort geben.

Viele Grüße
Werner
 
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Zitat von ws_mak12:
Allerdings lese ich weiter oben auch Legenden, dass beispielsweise ein F4 Newton angeblich nicht zur Planetenbeobachtung richtig taugt. Das ist völlig inkorrekt.
Hallo Werner,

da kann ich Dir nur zustimmen! Man muss doch nur daran denken, dass der Primärspiegel eines SC typischerweise ein Öffnungsverhältnis von f/2 aufweist, und die Obstruktion durch den Sekundärspiegel ist mindestens so wie beim f/4 Newton. Trotzdem sieht man aus aller Welt ganz hervorragende Planetenbilder, die mit SC-Systemen gewonnen wurden.

Zitat von ws_mak12:
Die beste Gelegenheit findest du dazu auf Teleskoptreffen.
Das hängt natürlich sehr von den dort zufällig herrschenden Sichtbedingungen ab.

Gruß, Jan
 
Hallo Werner und *.*,

Zitat von ws_mak12:
Allerdings lese ich weiter oben auch Legenden, dass beispielsweise ein F4 Newton angeblich nicht zur Planetenbeobachtung richtig taugt. Das ist völlig inkorrekt. Derjenige der das behauptet muss einfach nur durch richtig gute Teleskope durchschauen.

Kann ich so bestätigen. Ich erinnere mich immer noch daran, als ich vor vielen Jahren in den Vogesen am Gerät eines französischen Sternfreundes, es war ein 12" f/4 von Skyvision den Jupiter beobachtet hatte. Was hier einfach nochmal Qualität ausmacht ist absolut und mit jedem Anfängerauge sofort sichtbar.

Auch höre ich die Mähr von der angeblichen Justageanfälligkeit der Newtons im allgemeinen. Auch das stimmt so nicht. Es kommt hier nur auf die mechanische Ausführung an.

Auch das geht ganz klar in Richtung Qualität. Ein gut reproduzierbar aufzubauender Dobson ist alles andere als trivial sondern ausgefeilte Handswerkskunst und wenn die Dinger noch so einfach aussehen. Gut, ich rede jetzt mehr von Gittersystemen, bei Volltuben, die ich bis 8" klar bevorzugen würde, schauts nochmal anders aus.

 
Hallo zusammen,

An der Stelle bring ich einfach nochmal das C6 ins Spiel. Ein spürbarer Öffnungsvorsprung gegenüber dem 80er Refraktor und dabei genauso schwer bzw. leicht wie ein 5" Mak.

In der Verwandtschaft gibt es bei uns ein C6, das zeigt schöne Bilder und ist bisher auch sehr justierstabil gewesen. Die Bildqualität war nach meinem subjektiven Empfinden mindestens genauso gut wie bei meinem 5" Mak.

Die Kombination C6 und 80er ED macht sich später vielleicht auch gut auf einer Giro-Doppelmontierung. Richfield neben DS-Gerät, das mehr in die Tiefe geht.

VG
Hermann
 
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Zitat von raziel28:
Klar, nur wenn man auf Teleskoptreffen Vergleiche mit unterschiedlichen Teleskopen zieht, gelten diese zufällig herrschenden Sichtbedingungen üblicherweise dann für alle Teleskope gleich ;)
Hallo Toni,

das ist unbestritten, aber bei mittelmäßigen Bedingungen kannst Du die feinen Unterschiede in der Abbildungsleistung vergleichbarer Instrumente gar nicht richtig wahrnehmen.

Gruß, Jan
 
Hermann hat recht, ein guter C5 oder C6 ist eine interessante Alternative zum 80mm. Besonders auf ihre Gabelmontierungen sind die auch in der Lage bequeme Beobachtungen mit hoher Vergröserung zu ermöglichen.
 
Hallo Fabian,

Das mag ja alles sein, aber was nützen mir die besten mechanischen Eigenschaften eines Teleskops, wenn es dadurch so schwer wird, dass ich es auf keiner von mir transportierbaren Montierung benutzen kann?...

leider kenne ich kein Teleskop mit ca. 5" Öffnung welches
a) leicht und kompakt genug als Handgepäck für Bahn- Busfahrtenfahrten geeignet ist und

b) zuverlässig hohe opt. Qualität auch nach Transport hat.

Die Aussichten für die Zeit wenn du mal gut bei Kasse und motorisiert bist sind dagegen fast unüberschaubar. Nach vielen Jahren des Experimentierens bin ich bei Eigen- Leichtbau 16" f/4 Newton auf EQ Plattform gelandet (z. Zt. noch in statu nascendi :cool:) Aber mit der gleichen Version in 12" hab ich bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gruß Kurt

 
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Hallo Hermann und Erik,

die Option C6 ist ja schon lang und breit erörtert worden und ich bin wegen deren fragwürdiger Justagestabilität davon abgekommen. Und an eine SC-Gabelmontierung kann ich doch nicht einmal denken, wenn die AZ4 schon so ziemlich das Maximum dessen darstellt, was ich noch gut transportieren kann.

Hermann hat recht, ein guter C5 oder C6 ist eine interessante Alternative zum 80mm.

Warum denn "Alternative"? Den 80mm-ED habe ich ja schon, bin damit sehr zufrieden und will ihn durch gar nichts ersetzen. Im Raum stand höchstens ein kompakter kleiner Planetenspezialist als Ergänzung zum ED.
 
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Hallo Kurt,

leider kenne ich kein Teleskop mit ca. 5" Öffnung welches
a) leicht und kompakt genug als Handgepäck für Bahn- Busfahrtenfahrten geeignet ist und

b) zuverlässig hohe opt. Qualität auch nach Transport hat.

Ohne ihn jemals benutzt zu haben: Die massiven russischen Maks wie bspw. der Intes 5"-Mak machen doch schon einen sehr soliden mechanischen Eindruck, und zum Transport wäre der auch leicht genug. Der OMC140 wird in den Testberichten, die ich gelesen habe, auch als ziemlich justagestabil beschrieben, allerdings wären bei dem halt die thermischen Eigenschaften ein gravierendes Problem (Karbontubus und kein Lüfter).

Allerdings werde ich ja, wie gesagt, noch einmal überdenken, ob ich bis zum Kauf des Leichtbau-Dobsons in ein, zwei Jahren überhaupt noch ein weiteres Gerät brauche. Bei der nächsten Gehaltszahlung kaufe ich mir noch ein 4mm-Okular und teste es mal am ED - wenn er bei Planeten bei 150x noch wirklich gut abbildet, sähe ich eigentlich nicht mehr wirklich die Notwendigkeit eines Zweitgerätes zur Mond- und Planetenbeobachtung. Zumal der ED dank seiner sehr, sehr kurzen Auskühlzeit für den Anwendungsbereich "Spontane Mond- und Planetenbeobachtung in der Stadt" eigentlich eh besser geeignet ist als ein Mak, der dafür 1-2 Stunden braucht.

Die Aussichten für die Zeit wenn du mal gut bei Kasse und motorisiert bist sind dagegen fast unüberschaubar.

Hm, motorisiert werde ich wahrscheinlich nie sein. Ich gehe davon aus, dass ich immer in Millionenstädten leben werde, in denen ein Auto im Alltag einfach überflüssig ist, und ausschließlich für den Teleskoptransport will ich auch nicht unbedingt einen Führerschein machen und mir ein Auto zulegen, zumal ich ja sehe, dass es mit dem Transport auch so irgendwie geht, wenn man seine Teleskopauswahl daran anpasst und ein bisschen kreativ ist. Mit dem 80mm-ED, eventuell noch einem guten 127-140mm Mak, später einmal dem 10-12"-Leichtbaudobson und noch einem guten Fernglas hätte ich ja eine tolle Optikpalette, die kein Auto verlangt.

Und auf "gut bei Kasse sein" würde ich nach Abschluss eines Philosophiestudiums auch nicht unbedingt vertrauen :)

CS,
Fabian
 
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Hallo Jan,

Hallo Kurt,

erwartest Du also, dass der relativ dickwandige Aluminiumtubus etwa eines TAL-Klevzovs aufgrund seiner guten Wärmeleitfähigkeit unter klarem Nachthimmel einen merklichen Temperaturausgleich zwischen "oben" und "unten" bewirkt im Vergleich mit einem Stahl- oder Carbontubus? Hast Du in dieser Richtung schon mal Messungen vorgenommen? Zur Unterstützung des Temperaturausgleichs könnte man natürlich noch spiegelnde Folie oder Isoliertapete aufkleben.

Vor ca. 8 Jahren hab ich mal an Stahlblechtuben (0,8 mm Wanddicke) Temperaturmessungen unter klarem Nachthimmel gemacht. Dabei fand ich bleibende Temperaturdifferenzen auf der Innenseite von ca.5°C. Derartiges ist sozusagen der Generator für permanentes Tubussseing. Vergleichbare Temperaturmessungen an den durchweg dickwandigeren Alutuben hab ich bisher zwar noch nicht gemacht. Aber man kann folgendes annehmen.

Wandstärke Alutubus d= 2,5 mm, Wärmeleitfähigkeit 220 W/mK
Wandstärke Stahltubus d= 0,8 mm, Wärmeleitfähigkeit 45 W/mK

Als Maß für den Wärmetransport nehmen wir mal das Produkt d x Wl.Das wäre bei dem

Alutubus = 0,55 W/K
Stahltubus = 0,036 W/K

Danach wäre der Wärmetransport innerhalb der Alu-Wand rund 15x schneller als in der Stahlwand. Für mich ist das die Erklärung dafür dass ich bei einem gründlich Labor und Himmel- getesteten 8“ Tal- Klevzov sowie bei zwei ebenso getesteten 6“ Mak-Cassis keine Anzeichen von Tubussseing bemerkt habe.

Von Versuche mit Iso Abdeckung bei Stahlblechtuben wurden mir schon berichtet. Danach kann man damit tatsächlich das Tubussseing unterdrücken. Ich weiß nur wie das das mit der anscheinend endlos andauernden "Auskühlung" von SCs bei besonders klarem Himmel und ruhiger Luft ohne Tubusisolation aussieht :help:.

Gruß Kurt
 
Hallo Kurt,

vielen Dank für Deine ausführlich Auskunft! Prinzipiell hatte ich auch schon mit einem relativ großen Unterschied der Wärmeleitfähigkeiten von Alu- und Stahltuben (noch schlimmer Carbon) gerechnet, war mir aber nicht sicher, ob der lange Weg des Wärmetransports von "unten" nach "oben" den Temperaturausgleich doch so sehr behindert, dass am Ende kein nennenswerter Effekt übrig bleibt. Wenn Du aber insbesondere mit dem TAL 200K bei visuellen Vergleichstest schon erkennbar weniger Tubus-Seeing wahrgenommen hast, scheint Alu sich als Tubusmaterial doch zu empfehlen - besser natürlich noch mit Isofolie.

Ich kann mich nur wundern, warum keiner der am Markt etabliereten Hersteller bisher daran denkt, seine Tuben in Sandwich-Form, d.h. außen mit glänzender Metallschicht und unterlegter Wärmeisolierung anzubieten. Offenbar ist das Problem des Tubus-Seeings doch noch nicht ganz ins Bewusstsein der Astrogemeinde vorgedrungen. Möglicherweise könnte sich der erste Anbieter von Teleskopen mit isoliertem Tubus einen nicht unerheblichen Wettbewerbsvorteil am Markt verschaffen, wenn er dem Kunden die Sache verständlich macht. Dass die Sache funktioniert, hast Du ja vor langer Zeit schon mit Deinem "Silberdobby" zeigen können.

Gruß, Jan
 
Hallo Kurt,

warum intensiviert man nicht den Temperaturausgleich unten/oben mit Heatpipes? Es gibt sie auch gebogen, so dass man sie um den Tubus legen könnte. Bei Satelliten werden sie verwendet, um die von der Sonne beschienene Seite zu kühlen. Ist bei Teleskopen die Temperaturdifferenz zu gering?

Grüße

noch ein Kurt
 
Hallo,

effektiver wäre es wahrscheinlich, den Temperaturunterschied möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.

Dazu müsste man den Strahlungsaustausch mit der Umgebung verhindern, da dieser oben gegenüber unten sehr unterschiedlich ist. Das Teleskop einfach in eine Lage Alufolie einzuwickeln würde da vermutlich schon eine Menge ausrichten.

Grüße
Michael
 
Zitat von Kurt:
Wandstärke Alutubus d= 2,5 mm, Wärmeleitfähigkeit 220 W/mK
Wandstärke Stahltubus d= 0,8 mm, Wärmeleitfähigkeit 45 W/mK

Als Maß für den Wärmetransport nehmen wir mal das Produkt d x Wl.Das wäre bei dem

Alutubus = 0,55 W/K
Stahltubus = 0,036 W/K

Danach wäre der Wärmetransport innerhalb der Alu-Wand rund 15x schneller als in der Stahlwand.

Sorry Kurt, aber der Wärmetransport durch Wärmeleitung ist nicht proportional zur Wandstärke, sondern natürlich umgekehrt proportional dazu. Man muss also nicht das Produkt, sondern das Verhältnis λ/d von Wärmeleitfähigkeit und Wandstärke vergleichen. Mit Deinen Zahlen ergibt das dann

........................... λ ................... d ................. λ/d
...................... [W/(K m)] ......... [m] ........... [W/(K m²)]

Alutubus ............ 220 ............. 0,0025 ........... 88 000
Stahltubus ........... 45 ............. 0,0008 ........... 56 250

Das ergibt dann nur noch ein Verhältnis von 1,56 anstelle von Deinem Faktor 15.

Nichts für ungut,
Gruß, Peter

 
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