Welche Stromversorgung nutzt ihr im Feld?

Hallo, ich nutze das hier und bin damit sehr zufrieden:


Hallo Olaf,
danke für den Tipp Ich habe mir jetzt das Gerät mit 300 Wh bestellt, hab es günstig mit Rabatt bekommen.
Ich denke, am Ende muß man einfach versuchen, falls es schlapp macht bin ich schlauer.

Gruß Moritz
 
Ich bin mit ~250Wh am Start, reicht für ca. 10h, alles eben konsequent auf 12V, um Wandlerverluste zu minimieren.
Da hängt dran: ein Raspi4 mit Zubehör, eine ASI 2600/Omegon veTEC571, ASI290, zwei Heizbänder geregelt, eine EQ6r-pro, ein EAF und bei Mono ein EFW und bei Bedarf ein Falcon Rotator, Im eingeschwungenen Zustand ~1,6A bis 1,8A bei 12V.
Ich fände 10h schon grenzwertig. Akkus altern schließlich auch und in 3-5 Jahren bleiben dann nur noch 7-8 Stunden. Und wenn die Nacht im Winter super läuft kann man die 10h durchaus knacken. Außerdem fände ich mehr Kapazität für ein Notebook sehr sinnvoll. Oder wie kontrollierst Du den Raspi?

BTW: Wann macht Ihr eigentlich Flats? Wenn die Nacht super läuft wäre es ja doof, wenn der Akku schlapp macht bevor man die Flats im Kasten hat....

Ciao, Udo
 
Nabend,


gruß André
 
Zwar habe ich keine stromhungrige Montierung, dennoch habe ich ganz selten mal Bedarf für Strom im Feld bei Beobachtungen mit meinem Equipment:
NOCO Boost Pro GB150 3000A 12V (war schon vorher für das Auto angeschafft worden)
Solarpanel Sonnenrepublik Wing12
GP Charge Anyway für Verbraucher mit AA (IS Bino)

Dinge die nicht mit Strom beleuchtet aber minimal auffindbar bleiben sollen um nicht darüber zu stolpern bekommen ein Tritium-Licht
 
Hi,

Ich habe mir zwei von denen(klick) in ein kleines nicht benutztes Köfferchen reingemacht mit ein par Sicherungen(plus interne zusätzliche for just in case), ner Lampe und nen Schalter. Viel Auswahl hatte ich nicht lokal bei mir, habe das bestmögliche lokal bei mir gefunden.
Konnektoren habe ich gefunden was man bei mi örtlich finden kann, geht ein schön dickes angelötetes gutes Kabel gut durch.
Das Produkt sieht so aus, es ist noch sehr gut transportabel und speist meine iEQ30Pro mit AsiairPro mit Guider und gekühlter 533MC.
IMG_4632.jpg
Im Gegensatz zu meiner "Astrobatterie Lthium Pack"(Schrott vom "*...Shop, !keine bekannte Bresser...!) von 150Wh die mir nicht mal 3.5Stunden durchhält mit der Asiairpro und der Kühlung der 533MC bei 30%, plus Montierung. Hält mir mein Selbstbau(~2x96Wh/~192Wh) die ganze lange Nacht durch plus am folgenden Mittag Videos mit der Mono 120MM im Feld, und habe noch 12.5 Volt(von 14V) am Multimeter ablesbar bei 18ºC übrig nach der Sonnen-Session!
Ich werde mir noch eine dritte Batterie anschaffen zu meinen beiden 96Wh aus der "funktionierendem Xuncel" und mach noch ein par Heizbänder dran am Refraktor und Guider-scope zwecks zu starken Tau letzter Zeit.
Damit kann das ganze dann intensiv regelmäßig genutzt werden, und hab erstmal Ruh in diesem Punkt.

Clear skies,
- Martin
 
Tja, wie Ewald habe ich für eine sehr ähnliche Aufstellung auf Basis einer HEQ-5 ebenfalls eine Powerbank der gleichen Kapazität und mit ähnlicher Ausstattung. Viel länger als 6 Stunden bin ich auch sehr selten auf derartigen Strom angewiesen. Vor einigen Jahren hatte ich den kompletten Merkur - Transit mit der Powerbank nachgeführt.
Für den Notfall habe ich eine zweite Powerbank, die ich vor vier Jahren gekauft habe.
Eine bemerkenswerte Kapazitätsverringerung habe ich auch bei der jetzt sieben Jahre alten Powerbank bis jetzt noch nicht bemerkt, obwohl ich sie fast jeden Tag auch als Stromquelle für mein Laptop nutze.
Grüße
Dietrich
 
Ich fände 10h schon grenzwertig. Akkus altern schließlich auch und in 3-5 Jahren bleiben dann nur noch 7-8 Stunden. Und wenn die Nacht im Winter super läuft kann man die 10h durchaus knacken. Außerdem fände ich mehr Kapazität für ein Notebook sehr sinnvoll. Oder wie kontrollierst Du den Raspi?

BTW: Wann macht Ihr eigentlich Flats? Wenn die Nacht super läuft wäre es ja doof, wenn der Akku schlapp macht bevor man die Flats im Kasten hat....
Die 10 h sind schon sehr konservativ gerechnet, im Idealfall sind da 12,5h locker dabei. Und ich habe auch noch einen Bleiakku als Ersatz dabei, ich muss nur noch der dem LiFePo4 Akku eine Schottky Diode und eine weitere SV-Buchse einbauen, dann kann ich sogar unterbrechungsfrei umschalten.
Der Laptop wird in das ganze Szenario nicht eingerechnet, sollten die Temperaturen nicht unter -7 bis -10°C fallen, hält das gute Stück bis zu 18h durch.
 
Ich beobachte den Thread hier mit Interesse. Montierungskauf steht noch aus (geplant ist eine HEQ5), schaue mich aber auch schon nach einer unabhängigen Stromversorgung um. Bei Amazon gibt es ja in dieser Woche einige Angebote u.a. auch Batteriespeicher. Irgendwelche Empfehlungen von euch?
Wären diese drei hier alle für den Astroeinsatz geeignet? Alle drei unter 300 EUR derzeit.

 
Hallo!
Die Anker ist in meinen Augen die "ehrlichste", da man was über den Akku erfährt,12,8V bei 20Ah. Alle anderen schweigen sich darüber aus.
Annahme zur Bluetti: man Holt da 600W aus einem 12V Akku raus, das sind ja mind. 50A DC Last am Akku, sorgt in meinen Augen nicht für ein langes Leben, selbst bei 24V sind das auch noch ~25A.
 
Hallo!
Mal was für die ganz Harten ;) :
EcoFlow Delta 2. 1kWh, bis zu 2300W@230V Peak. Interessant für den Astronom: 12V als KFZ-Kupplung und 2xHohlstecker 5,5/2,1. Selbst für die USB-Fetischisten, Anschlüsse satt mit dem entsprechenden Dampf.
Selbst Toasten geht nebenbei, pro ein Paar Toasts 3% Energie, ist verschmerzbar, wenn man nicht das Ganze Astrotreffen versorgen muss. Sollte für eine Nacht inkl. Laptop reichen.
P.S. Ist natürlich nicht für die Astronomie gedacht, sondern für einen anderen Fall.
 

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Moinsen zusammen,
ich bin auch schon länger an dem Thema interessiert, aber scheitere regelmäßig an zu langen Threads, inkompatiblen Anschlüssen, widersprüchlichen Bewertungen etc. Bei mir wäre zu versorgen eine CEM60, QHY268m gekühlt mit Filterrad, ein 12V fanless Rechner (Mele Quieter), ZWO EAF, gepowerter USB-Hub, Guidingkamera. Bei Bedarf Dew Heater nicht zu vergessen.

Vor einiger Zeit habe ich mir diesen Laden hier gebookmarkt: Startseite - iBANK
Hier bin ich mir allerdings nicht sicher, welche Spannungen meine Geräte abkönnen, wenn ich sie direkt an den 12.8V Ausgang dranhänge. Eine Spannungsstabilisation ist da nicht drin, d.h. anfangs kommen 14.5V, später 13V ... 12V, und irgendwann nur noch 11V. Vermutlich steigt irgendwann dann der Rechner aus? Muss ich auf eine auf 12V stabilisierte Spannung achten, gibt es sowas überhaupt? Außerdem hat die Kiste fast nur Zigarettenanzünderbuchsen, denen ich eigentlich nicht traue und die ich wohl umbasteln würde.

Außerdem habe ich den Anker 555 oder die nächstkleinere Variante auf dem Zettel, aber auch hier bin ich mit dem Angebot an vorhandenen Steckern nicht happy. Zigarettenanzünder... Alles an diese 12V-Buchse zu hängen, mit 10A könnte ich da gerade so hinkommen in der Spitze. Sicher bin ich nicht. Außerdem bin ich mir ebenfalls nicht sicher, welche Spannung am DC-Ausgang nun wirklich rauskommt. Nominal 12V, aber bedeutet das, dass im vollgeladenen Zustand 14V rauskommen oder ist da eine Schaltung drin die auf 12V abschneidet?

Oder ich bau's mir doch selber. Dazu muss ich mich aber reinfuchsen, und dann besteht die große Gefahr, dass es deswegen liegenbleibt oder sich irgendein halbfertiges Provisorium etabliert.

Eigentlich war der Plan, dieses WE ein Teil zu bestellen; Black Friday und so, aber irgendwie wird das wohl nichts werden. Ich schwanke im Moment zwischen dem Anker und dem Selbstbau hin und her...

CS Hoschie
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab gerade nochmal im Wohnzimmer das Rig aufgebaut und den Verbrauch nachgemessen.

CEM60, QHY268m gekühlt mit Filterrad, ein 12V fanless Rechner (Mele Quieter), ZWO EAF, gepowerter USB-Hub, Guidingkamera.

Ohne Dew Heater (die laufen bei mir über einen separaten Akku) habe ich in gut 2 Stunden knapp 0.1 kWh verbraten. Also 40 bis 50 W Verbrauch. Kühlleistung der Kamera war recht hoch, teilweise >90% Pmax, dafür lief die Monti nur konstant durch ohne Guiding und Guidingcam (PHD2 konnte keine Kalibrierung erstellen am Simulator). Habe aber mehrere Kalibrierversuche laufen lassen, wo die Monti dann ja auch viele Schritte macht.
Ich schließe daraus, dass ein 500 Wh Akku eher knäpplich bemessen ist, wenn ich damit eine ganze Nacht aka 12h durchbelichten will. Besonders wenn ich keine Zeit hatte, vorher nochmal nachzuladen. Es kann reichen, muss aber nicht. Auf dieses Ergebnis bin ich auch in Vergangenheit schon häufig gekommen. Als größte Variable nehme ich die Kühlleistung der Kamera an, in warmen Nächten ist die bei mir häufig so wie eben, im Winter eher gering, was der verminderten Leistungsfähigkeit der Akkus bei tiefen Temperaturen entgegenkommt. Wie variabel der Verbrauch der Monti beim Guiding ist, keine Ahnung.
 
Bei mir wäre zu versorgen eine CEM60, QHY268m gekühlt mit Filterrad, ein 12V fanless Rechner (Mele Quieter), ZWO EAF, gepowerter USB-Hub, Guidingkamera. Bei Bedarf Dew Heater nicht zu vergessen.
Hallo Hoschi,
ich vermute der Rechner wird dich einiges an Energie kosten, und der USB HUB. Die übrigen Komponenten sind mehr oder weniger äquivalent mit anderen oder meinen Setup. Bei mir reichen 250Wh.
 
Hi Thomas,
der Quieter hat einen 12V 2A DC eingang. Also maximal 24W. Aber ich bin happy dass er 12V braucht, und nicht 17.6 oder sowas. Das war das größte Kaufargument. Eigentlich läuft jetzt das gesamte Astro-Equipment auf 12V. Bis auf den Klapprechner, mit dem ich auf den Quieter zugreife. Aber da ich den nur zum Starten und Beenden meiner Session benötige, ist das auch nicht mehr akkukritisch.

Ich habe mich vorhin zum Anker555 entschieden. Damit werde ich dann im Winterhalbjahr das eine oder andere mal der Nebelsuppe des Lahntals entkommen, so der Plan.

CS Hoschie
 
Hi Thomas,
der Quieter hat einen 12V 2A DC eingang. Also maximal 24W. Aber ich bin happy dass er 12V braucht, und nicht 17.6 oder sowas.
Hi Hoschi,
das er nur mit 12V arbeitet, ist natürlich absolut von Vorteil. Was zieht er denn so im Betrieb? Kannst du das messen?
Mit meinen Selbstbauraspi komme ich so um die 3,6 bis 4W wenn es nichts weiter zu tun gibt mit KSTARS/EKOS beim Guiden. Beim Platesolve sind auch mal kurzzeitig 5 bis 6W drin, mehr nicht. IMHO wird die Celeron Plattform nicht so genügsam sein und definitiv mehr ziehen.
Der N5105 ist mit einem durchschnittlichen TDP von 10W angegeben, kommt die Plattform noch dazu, da kommt einiges an Verlustleistung zusammen.
Ich habe mal eine Seite gefunden, wo dieser PC etwas näher beleuchtet wird. Auch in Bezug auf die Leistungsaufnahme, hier steht sich Windows definitiv schlechter dar und bei den 4W Idle wird es wohl nicht bleiben, wenn NINA und andere Sachen laufen.
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Zuletzt bearbeitet:
Hallo Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank für Eure interessanten Beiträge in diesem Thread, den ich seit Anfang verfolge. Aus eigener Erfahrung und mit Fachwissen sehe ich, dass die meisten hier angedachten Geräte nicht tauglich sind. Zwei oder drei Ideen gehen jedoch in die richtige Richtung, was sich aber im Preis nieder schlägt. Vielleicht möchtet Ihr Euch meinen Beitrag dazu durchlesen.


Zum Thema:

Der Markt bietet preiswerte Powerstations oder Akkupacks an, deren elektrische Werte für den Benutzer nicht unbedingt verständlich sind. Anschlüsse für USB, 12-Volt-Verbraucher und sogar 230 V Steckdose verblenden den Käufer. Viele der in diesem Thread angedachten Stromversorgungen würden nach dem Kauf jedoch mittelfristig neben den üblichen Billig-Montierungen zum Gebrauchtkauf stehen.

Die zusammengerechneten Wattzahlen der anzuschliessenden Geräte ist sicher ein Anhaltspunkt, jedoch sollte man sicherheitshalber vom doppelten oder dreifachen des Anschlusswerts ausgehen um ein stabiles Setup zu haben. Die Praxis zeigt, dass kleine Geräte im Preisbereich 150 bis 400 EUR nicht halten, was sie auf dem Prospekt suggerieren. Das ist so, weil eine mobile, stabile, und Temperatur unabhängige Stromversorgung eine komplexe Sache ist. Aus Gründen, die ich hier nicht weiter erläutere, kann es sehr wohl sein, dass alles „irgendwie“ mit einer kleinen und billigen Lösung geht. Aber das Setup kann sich schnell mal ändern, dann stürzt bei Auslösen des Shutters einer großformatigen Kamera plötzlich die Montierungselektronik ab. Oder der zusätzliche 230 V Anschluß funktioniert mal bei Anschluß eines Laptop-Netzteils, mal funktioniert er nicht. Elektrofachleute wissen warum das so ist, und sie wissen auch, wie man das vermeidet.


Grundlagen:

Ich vermeide hier einen Ausflug in die Elektrotechnischen Grundlagen von Akkus oder deren Verdrahtungen. Fachbegriffe wie Spannungsabfall, Stromspitzen, Temperaturabhängigkeit, Konverter mit reinem Sinus auf 230 Volt und weitere, überspringe ich hier. Ich wähle lieber ein Beispiel aus unserem Hobby: Jeder Amateurastronom ist sich bewusst, dass sich seine wunderbare und teuere Optik nur entfalten kann, wenn er in ein geeignetes Fundament investiert: Ein stabiles gut handelbares Stativ und eine gut bedienbare Marken-Montierung. Das kostet. Erweitert der Astronom auf elektrischen Antrieb und Astrofotografie, mit Filterrädern, Rechner, (gekühlte) Kamera, so sollte ihm bewußt sein, dass seine Elektrik ein ebenso stabiles Fundament benötigt: Die mobile Stromversorgung. Auch die hat ihren Preis.

Da 12-Volt-Geräte über Zuleitungen angeschlossen werden, darf diese Stromversorgung bis 13,8 Volt DC und 230 Volt AC für gekühlte Kameras und Computer liefern.


Tipps für Mobilstrom

Wer investieren kann:
Ein Beispiel ist das Tronos Energy Case, an dem ich mehrere 230 Volt Geräte anschließe: gekühlte FLI Kamera, Macbook. Es hat dazu einen kräftigen 12 V Ausgang für z.B. meine Goto Montierung von Astrophysics. Stabil verbaut, rollbar, Solarpanel optional, spritzwasserfest und arbeitet auch bei Minusgraden. Sie kann auch am Auto geladen werden, lässt aber der Autobatterie noch genug Rest zum Starten. Einmal investiert hat man über Jahre keine Probleme im Feld, Winter oder im Urlaub. Darüber hinaus taugt sie auch bei Stromausfällen im Haushalt. Hier handelt es sich um ca. 2500 EUR.

Tronos.jpg

Tronos Daten.jpg



Wer keine teure Investition stemmen kann:
Bitte zwei oder drei billige Powerstations nehmen und jeweils eine, also strikt getrennt, für Montierung, gekühlte Kamera und Laptop nutzen. Bitte nicht auf die 230 Volt Anschlüsse und Tieftemperaturtauglichkeit verlassen. Man sollte sich auch drüber im klaren sein, dass die unvermeidliche Feuchtigkeit in unserem Hobby diesen Geräten schleichenden Schaden zufügt. Auch hier sind 700 bis 1000 EUR schnell beisammen und der Folgekauf ist vorprogrammiert.


Für Selbstbauer:
Ein oder mehrere LiFePo4 Akkkupacks mit jeweils 12,8 Volt am besten eingebaut in je ein wasserdichtes Pelicase. Ich hatte einen Selbstbau hier grob beschrieben. Die Materialkosten sind unter 200 EUR.

Ich hoffe, Ihr konntet was mit diesem Beitrag anfangen.

Viel Erfolg und gutes investieren!

Roland
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin wohl zu altmodisch und habe zwei ordinäre Bleiakkus im Einsatz:
Zum einen eine Autobatterie mit 12V/120Ah und zum Anderen einen Akku aus dem Industriebereich (Kraftwerk, Batterieanlage) mit 12V/55Ah,
Die Batterien versorgen eine GPD2 und die Heizungen der Taukappen für den TeleVue NP101 bzw. die Taukappe für das C8 EHD. Die Kamera (Olympus OM-1) hat ihren eigenen Akku.
Die Batterieen halten lange durch, zumindest wesentlich länger als ich ?
 
Hi Hoschi,
das er nur mit 12V arbeitet, ist natürlich absolut von Vorteil. Was zieht er denn so im Betrieb? Kannst du das messen?

Hi Thomas,
ich hatte den Mele vorhin mal angeschlossen, mitsamt dem gepowerten USB-Hub, aber ohne daran angeschlossene Last. Bei Nichtstun zeigte er sowas wie 0.03A an, bei 230V AC. Also gemessen immer vor dem Schaltnetzteil, mit dem Voltcraft Energy Monitor 3000. Beim Hochfahren von NINA ging es kurz auf fast 0.09A hoch, dann wieder runter. Ich könnte noch weitere Belastungstests machen, aber ich glaube das ist wenig aussagekräftig so weit hinterm Komma. Besser ich lasse das eine Stunde lang laufen und messe die verbrauchte Leistung. Oder irgendwie auf der 12V-Seite, aber da wüsste ich nicht wie.

CS Hoschie
 
Hallo Hoschi,
30mA bei 230V sind schon ~7W abzüglich der Wandlerverluste, die 90mA zeigen deutlich um die 20W. IMHO bestätigt sich hier der Stromfresser.
Du solltest mal den Verbrauch im eingeschwungenen Zustand messen im Guiding Modus. Den Verbrauch hast du ja in der meisten Zeit.
 
Ich bin wohl zu altmodisch und habe zwei ordinäre Bleiakkus im Einsatz:
Zum einen eine Autobatterie mit 12V/120Ah und zum Anderen einen Akku aus dem Industriebereich (Kraftwerk, Batterieanlage) mit 12V/55Ah,
Die Batterien versorgen eine GPD2 und die Heizungen der Taukappen für den TeleVue NP101 bzw. die Taukappe für das C8 EHD. Die Kamera (Olympus OM-1) hat ihren eigenen Akku.
Die Batterieen halten lange durch, zumindest wesentlich länger als ich ?
Hallo Walter,

nein, Du bist nicht altmodisch, sondern Du verteilst perfekt den mobilen Stromverbrauch auf drei Quellen: 2 Bleiakkus und 1 Kamera-Akku. Das ist elektrisch eine betriebssichere Lösung, und goldrichtig. Genau so wie oben in meinem Tipp für geringere Investition beschrieben. (Moderner wären LiFePo4 Akkus, die sind u.a. einiges leichter, langlebiger, spannungskonstanter und geben vergleichsweise mehr Kapazität ab.)
Natürlich fehlt bei Deinem Setup eine 230 V Versorgung, aber wenn Du Sie nicht brauchst: Never change a running System gilt auch für die astronomische Stromversorgung: Passt für Dich perfekt und ist kostengünstig. Gratuliere.

Viele Grüße

Roland
 
Du verteilst perfekt den mobilen Stromverbrauch auf drei Quellen: 2 Bleiakkus und 1 Kamera-Akku. Das ist elektrisch eine betriebssichere Lösung, und goldrichtig.
Moin, ohne Walter's alte Batterien schlechtreden zu wollen:
Wenn ich drei Quellen nutze, ist immer eine als Erstes leer. Ich muss auch drei Akkus pflegen, laden, schleppen. Jeder hat seine Elektronik. Was spricht also - bei einer Neuanschaffung - anstelle mehrerer kleiner Einheiten gegen eine Große? Klar, die Elektronik muss dafür ausgelegt sein. Unterm Strich sehe ich den Vorteil bei Letzterem.

CS Hoschie
 
Hallo Hoschie,
wie ich in meinem Post weiter oben beschrieb: Es ist eine Frage des Geldes. Walter hat eine elektrisch sichere und erprobte, günstige Lösung für sich gefunden.
Recht hast Du bei einer zwar komfortableren und großen Lösung: „Die Elekronik muss dafür ausgelegt sein“. Ist sie bei den günstigen Powerstations aber nicht.

CS Roland
 
Hallo zusammen, ich stecke ja noch in den Astro- (fotografie) Kinderschuhen, dennoch mein Senf dazu...

Mein Ansatz für eine (halbwegs) mobile Stromversorgung orientiert sich an zunächst an der erforderlichen Spannung und natürlich an der benötigten Energie.

Fast alle Geräte im Bereich der Astrofotografie benötigen 12V Spannung. Selten mal nur 5V (USB). Lediglich der verwendete Computer weicht manchmal davon ab.

Bei mir sieht das so aus:
- Montierung: 12V
- Guiding Kamera: 5V über USB, wird über den Mini PC versorgt
- Hauptkamera: USB über Mini PC, evtl noch 12 V zur Kühlung
- Autofokus: 12V
- Mini-PC (NUC): 12V
- Laptop: Hat eigene Akkus, braucht aber so oder so, mehr als 12V

Wenn nun schon alle relevanten Teile 12V benötigen, wieso dann nicht auch direkt mit 12V versorgen?
Jeder Wechselrichter ist erstens teuer und zweitens mit gewissen Verlusten behaftet, das können "nur" 10% sein, bei billigen Wechselrichtern auch mal mehr. Dahinter dann vielleicht all die Steckernetzteile, die ihrerseits aus den 230V des Wechselrichters wieder 12V für das jeweilige Gerät machen?
Das als Argument gegen diese Eierlegenden-Wollmilchsau-Powerstations à la Bluetti und Co.
Klar, die haben oft auch 12V Ausgänge und USB und und und... Die Preise sind aber auch schön happig.

Was liegt also näher, als eine 12V-Batterie (Akku) zu verwenden...
Walters Bleiakkus würden von der Spannung her schon mal passen, sind aber, bis auf den Preis, nicht ganz "passend".
Nicht falsch verstehen, ob es passt oder nicht, entscheidet jeder selbst und wenn es für Walter passt, passt es eben und ist gut.
Für mich hat der Bleiakku folgende Nachteile: Erstens sauschwer, also relativ geringe Kapazität "pro Kilo", zweitens eine recht schnell abfallende Spannung unter 12V, insbesondere bei kälteren Temperaturen.

Ergebnis für mich: LiFePO4-Akkus.
Deutlich leichter, die Spannung bleibt ziemlich lange konstant, bis kurz vor Ende. Zudem noch chemisch wesentlich stabiler als reine Li-Ionen-Akkus oder ähnliches.
Auch deutlich temperaturbeständiger als der gute alte Bleiakku. Stromentnahme auch im Minus-Temperaturbereich ist kein Problem.
Nachteil: "Relativ" teuer und man muss aufpassen, dass ein halbwegs ordentliches BMS (Batteriemanagmentsystem) in dem Akku verbaut wurde, das bei niedriger Spannung abschaltet, und beispielsweise das Laden bei Temperaturten unter etwa +4 Grad verhindert. Sollte aber inzwischen jeder handelsübliche LiFePO4-Akku können. Allerdings sind LiFePO4-Akkus auch deutlich langlebiger als Bleibatterien. Da relativiert sich der Preis.

Was mache ich damit: Ich bin gerade dabei, mir ein Kästchen zu basteln, so eine Art "Pegasus Astro". Also Leergehäuse, in das ich 5 oder 6 Hohlstecker-Buchsen montiere, sowie eine Zuleitung von der Batterie. Somit habe ich eigentlich alle Geräte mit 12V versorgt, ohne die Spannung zu wandeln.
"Sparen" könnte ich sicher noch ein wenig beim Mini-PC. Das ist derzeit ein älterer NUC mit einem Core-i3 drin. Also eigentlich zu leistungsfähig und somit Stromfresser.

cs Marcus
 
Was mache ich damit: Ich bin gerade dabei, mir ein Kästchen zu basteln, so eine Art "Pegasus Astro". Also Leergehäuse, in das ich 5 oder 6 Hohlstecker-Buchsen montiere, sowie eine Zuleitung von der Batterie. Somit habe ich eigentlich alle Geräte mit 12V versorgt, ohne die Spannung zu wandeln.
"Sparen" könnte ich sicher noch ein wenig beim Mini-PC. Das ist derzeit ein älterer NUC mit einem Core-i3 drin. Also eigentlich zu leistungsfähig und somit Stromfresser.
Hallo Marcus,
kleiner Tip: betrachte dir zuerst dein Equipment, und trenne gedanklich die 12V Verbraucher, welche direkt am Teleskop wirken. Ich habe mir dazu nämliche eine kleine Verteilerbox mit entsprechenden Querschnitt in der Zuleitung erstellt, um die Verkabelung nicht immer vom bewegten Teleskop bis hinunter zur SV-Box zeihen zu müssen. So geht ein 12V Kabel bis in den bewegten Bereich, von da ist es auch dann sehr viel einfacher dieses dort direkt zu Verteilen mit weitaus weniger Kabelsalat. Den Großteil übernimmt der Raspi (Heizbänder, Flatfield) der Rest ist ein mehrfach Kabel mit Abgängen für EAF, Kamera, Rotator ...)
 
Ja, das habe ich auch schon überlegt. Wenn es "nur" um die Kamera und Autofokus geht, wäre es kein Problem.
Wenn ich die NUC am Teleskop habe, spare ich auch wieder einiges an Kabelage, weil die USB-Kabel dann quasi auch direkt zu den Kameras gehen (dafür aber wiederum eines runter zur Montierung muss). Allerdings würde ich dann den Steckertyp bis zum Verteiler am Teleskop wechseln müssen/wollen, da mir gute 5A über diese Hohlstecker, zu "brisant" sind. Aber da gibts ja auch Alternativen, wie Anderson Stecker o.ä.

Da werde ich nochmal überlegen. Danke für den Tipp.
 
Hallo Marcus und Thomas,

der Wunsch nach wenig Kabeln lässt gern den Wunsch nach einer "Verteilung" direkt am Teleskop aufkommen. Die Geräte am geplanten 12 V Verteiler Kästchen werden langfristig jedoch nur funktionieren, wenn wirklich eine sehr dicke und sehr kurze Hauptleitung - richtigerweise nicht mit Hohl- oder Bananenstecker - zur Batterie führt. Die 12,8 Volt des LiFePo4 Akkus brechen sonst gerne unter 11 Volt ein, wenn z.B. die Montierung anfährt oder ein Shutter auslöst. Dies kann zum Absturz von Kamera und/ oder Steuerelektroniken führen. Zudem weiß man bei uns Hobbyisten vorab nie, was später alles an Verbrauchern dazu kommt.

Die Lösung mit Einzelleitungen direkt vom Akku zum jeweiligen Gerät wäre die elektrisch zuverlässigere. Am zuverlässigsten und günstigsten ist mein obiger, zweiter Vorschlag unten im Text "Wer keine Teure Investition stemmen kann": Nämlich zwei oder drei getrennte Quellen.

Nochmal für alle Selbstbauer von Akkus und Verteilerkästchen: Auf Leitungsschutz, also Absicherung, sowie erprobte Stecker, wie bereits die von Marcus avisierten Anderson Powerpoles, hatte ich ich hier (in der zweiten Hälfte des Posts) hingewiesen.

Ich hatte in den vorigen Posts versprochen, auf komplizierte Fachdetails zu verzichten und erwähne dies nur der Vollständigkeit halber: Am physikalisch sichersten bei energieintensiven Geräten, die eine Teleskopübliche Leitungslänge 2 ... 4 m benötigen, ist immer noch die 230 V Steckdose mit Netzteil und kurzer Anschlussleitung auf der Niederspannungsseite. Die ohmschen Verluste auf der 12 V Leitung können nämlich höher sein, als die durch den Wirkungsgrad eines Spannungswandlers. Realisierbar wäre das jedoch nur mit teuren Powerstations, die nicht unter 1500 EUR zu haben sind. Das mag man nicht gern ausgeben.

Viele Grüße und frohes basteln

Roland
 
Die Geräte am geplanten 12 V Verteiler Kästchen werden langfristig jedoch nur funktionieren, wenn wirklich eine sehr dicke und sehr kurze Hauptleitung - richtigerweise nicht mit Hohl- oder Bananenstecker - zur Batterie führt. Die 12,8 Volt des LiFePo4 Akkus brechen sonst gerne unter 11 Volt ein, wenn z.B. die Montierung anfährt oder ein Shutter auslöst. Dies kann zum Absturz von Kamera und/ oder Steuerelektroniken führen. Zudem weiß man bei uns Hobbyisten vorab nie, was später alles an Verbrauchern dazu kommt.
Hallo Roland,
da habe ich trotz aller Unkerufe doch Hohlstecker verwendet, allerdings hochwertige von BKL und mit Verriegelung. Das Steckersystem hat an jedem Kontakt mindestens eine Kontaktfeder, Probleme hatte ich mit dem System nie. Leider musste ich feststellen, dass bei Angelika es dieses nicht mehr angeboten wird.
Im Verteiler selbst sind noch 2 Elko's verbraten, welche ein kurzzeitiges Einbrechen im gewissen Umfang unterbinden.
 
Hallo Thomas,

das mit den Elkos ist eine gute Sache. Wenn Dein System stabil läuft: Wunderbar. Allerdings wird gern unterschätzt, wie hoch Anlaufströme von Montierungs-Motoren, Shuttern, Spannungswandlern in Kleingeräten sind. So bin ich nicht davon überzeugt, dass Du mit den genannten 5 A Maximalstrom auskommst. Stromspitzen können (nur für Millisekunden) um ein vielfaches höher sein. Die Akkus können das. Aber dann rächt sich die Niederspannung durch Spannungseinbrüche am ohmschen Widerstand der Leitungen und den Kontaktstellen. Die Folge sind Abschaltungen oder Fehlfunktionen der angeschlossenen Elektroniken. Es reicht zum Verdruss, auch wenn es nur selten vorkommt.

Im übrigen komme ich auch nicht ganz ohne Hohlstecker aus: Mein FLI Equipment, mechanisch vorbildlich verbaut, hat unpassend zur Wertigkeit Hohlsteckeranschlußbuchsen. Ich habe zumindest an der anderen Seite der Leitungen Powerpole Stecker angecrimpt.

CS

Roland
 
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