Wer ist noch dem EAA verfallen?

Wenn ich den Live-Stack auf dem Monitor anschaue, ist das für mich ganz klar EAA; wenn ich die einzelnen Frames nicht lösche, sondern später bearbeite, ist das für mich ganz klar Astrofotografie. Die Grenzen sind schwimmend.
Das liebe ich ja, wenn gleich wieder Definitionen aufgestellt werden, wer dazu gehören darf und wer nicht :D Man Leute, locker bleiben.
 
Hallo zusammen,
Ich würde es auch nicht so eng sehen .Finde auch das hier die Grenzen ziemlich fließend sind.
Wichtig finde ich das geteilte Bilder mit dem Hinweis versehen sind ob sie bearbeitet sind oder nicht.
LG Doni
 
Tach auch zusammen :D,

da ist man grad mal ein paar Stunden aus dem Haus, da wird rege diskutiert, top :y:.

Zum Thema automatisiert recentern,
Und da es einfach händisch geht, bin ich bis jetzt mit dem manuellen Betrieb ausgekommen.
so ist meine Denke auch. Komme da auch gut mit klar.
Aber andererseits ;), schick wäre es schon.

Next one, wat is EAA? Da stelle mer uns mal dumm... ... ... ;)
Hmmm... da knallharte Grenzen ziehen und so vorgehen wie bei Cloudy Nights :unsure:, ich weiß nicht.
Mei, wenn einer Spaß daran hat 5 Stunden gesamt zu belichten, warum nicht?

Für mich ist es auch das Zusehen wie sich das Objekt immer besser heraus bildet. ich 'mehr sehe' als bei der Beobachtung mit dem Okular. Auch der überschaubarer Einsatz, um an Ergebnisse zu kommen, des Equipment.

Was dann mit den zwischen gespeicherten Bildern, oder wenn ich SharpCap mitgeteilt habe es soll die Einzel-Frames speichern, passiert, mei, das kann doch jeder selbst entscheiden. Wenn derjenige die Lust und Laune hat sich in die Bildbearbeitung rein zu steigern, bitte schön, soll er machen.

Wenn das toleriert wird, ok, ansonsten müsste mich @Linsensuppe (mbba18) wieder von seiner Liste werfen.
Naaaa :eek: so was geht ja nun gar nicht!!!!!
Zwangsexmatrikulation, Exkommunikation, sofortiger Ausschluss aus der Partei, ... ... ...
:ROFLMAO:
ne, aber wirklich nicht.
So ist Deine Vorgehensweise und gut ist.

Wie hier schon öfter geschrieben, es soll Spaß machen.

Nun ja 'meine Liste', es liegt mir fern ein Undergroundforum im Forum aufzumachen.
Ich freue mich über den regen Austausch über EAA.

In diesem Sinne, weiter so.
:coffee::alien:

 
Wichtig finde ich das geteilte Bilder mit dem Hinweis versehen sind ob sie bearbeitet sind oder nicht.
Solange du nicht mit Dia-Film direkt vom Hersteller arbeitest, sind die Bilder immer bearbeitet. Stacken ist Bearbeitung, am Histogramm-Regler und der Farbbalance in Sharpcap spielen ist Bearbeitung... auch Smartteleskope bearbeiten die Bilder intern und liefern keine Rohdaten. Aber im Prinzip weiß ich, was du wohl meinst:-)
 
Ich habe hier noch ein Beispiel, dass man auch mit extrem preiswertem Equipment bei EAA-artigem Vorgehen zu (brauchbaren) Ergebnissen kommt:
IC59
PHOTO-2022-09-22-19-32-40.jpg

150x 1s mit der Svbony 305m pro Bin 2x2 und vom Sperrmüll gerettetes ETX70. Sharpcap, in Fitswork etwas gestreckt.

Beste Grüße,
Micha
 
Das ist ja das schicke, mit recht wenig Aufwand an ansprechende und gut betrachtbare Ergebnisse kommen.

Wo ich das schwarz/weiß Bild sehe, das wollte ich auch mal wieder probieren.
Manches gefällt mir in schwarz/weiß tatsächlich besser.
NGC 1055
Gain=400, Exposure=8,000s, 367frames 2936s, Farbe rausgeregelt.
Stack_367frames_2936s_WithDisplayStretch.png
 
Ich oute mich mal als sehr Interessierter im Thema und werde vermutlich mittelfristig mit einem Seestar in das Thema einsteigen.
Seit recht kurzer Zeit habe ich zwar eine preiswerte SV305 Kamera, die ich mit einem kompakten 90er SD-Apo probiert habe, aber es ist doch immer noch viel gegurke mit Ausrichten, Kabeln, Laptop, Software usw., nichts für den schnellen Blick nach oben. EAA stelle ich mir tatsächlich so vor, wie das beim Seestar realisiert wurde. Ich bin gespannt.
 
Hallo Martin,

mit einem Seestar in das Thema einsteigen.
die Möglichkeit besteht natürlich auch, sich dem ganzen über ein Smart-Scope zu nähern.
Wenn das Dein Weg ist, Dich mit dem Thema EAA zu beschäftigen, ist da nichts gegen einzuwenden.

Dennoch würde ich mit dem Vorhanden starten.
Deshalb die Frage
viel gegurke mit Ausrichten, Kabeln, Laptop, Software usw., nichts für den schnellen Blick nach oben.
wo liegen denn die Probleme genau?
Schreib doch mal Dein Setup auf und wie Du vorgehst.

Bin mir sicher, dass alle, die sich mit EAA auseinandersetzen, Dir gern behilflich sein werden.

:coffee: :alien:
 
Nochmal Moin zusammen an alle EAAler!



Die Frage, was nun noch EAA ist und was nicht, beschäftigt mich nun auch schon länger, und im Netz und Threads in verschiedenen Foren gibt es so viele Meinungen dazu wie Beiträge.
Nimmt man mal die Grundaussagen zusammen, ist EAA eine elektronisch unterstütze visuelle Astronomie, um Objekte sichtbar zu machen, welche man visuell durchs Okular nicht sieht. EAA pur wäre für mich die von mir oben angesprochene Mintron-Kamera an einem Fernsehgerät, ganz ohne Framegrabber.
Und ich möchte um Gottes Willen keinen Glaubenskrieg anzetteln, aber landet nicht bei der Aufnahmetechnik, welche die meisten hier verwenden, ein Rohstack auf der Platte? Ist das dann kein Astrofoto oder doch ein "EAA-Astrofoto"? Macht tatsächlich erst eine Nachbearbeitung das Bild zum Astrofoto? Eine 1:1-Kopie des visuellen Eindrucks ist es ja irgendwie auch nicht.
Nach meinem Verständnis ist es Astrofotografie, sobald ich ein Bild auf dem Rechner habe, wo astronomische Objekte drauf sind, bearbeitet oder unbearbeitet, wie sollte man das Bild denn auch anders benennen. Ich denke, zur "klassischen" Astrofotografie sind hier die Grenzen so verwischt, dass man das gar nicht so einfach trennen kann.

Beste Grüße,
Micha
Hallo Micha,

da bin ich völlig bei Dir. EAA ist eine Form der Astrofotografie. Albern wäre es, das zu leugnen. Warum sollte man auch? Ich hab kein Problem damit, dass meine Fotos nicht mit denen von Frank Sackenheim und Co. und auch nicht mit denen von erfahrenen Hobby-Astrofotografen mithalten können. Dafür brauche ich auch keine "Entschuldigung", in dem ich ein EAA-Etikett dran mache.

Viele Astrofotografen stellen ihr Setup auf, drücken auf "Aufnahme" und gehen dann schlafen oder widmen sich anderen Dingen. Wenn genug Belichtungszeit zusammengekommen ist, schalten sie ab oder lassen ihr Gerät abschalten (von NINA oder Asiair z.B.) und widmen sich am nächsten Tag der Bildbearbeitung am PC. Das ist Astrofotografie.

EAA ist Livestacking und dabei Live-Beobachtung des Stacks. Es ist auch erlaubt, den Blick vom Monitor wegzubewegen, ein Fernglas oder ein zweites Teleskop zur Hand zu nehmen und visuell zu beobachten, während der Livestack Gestalt annimmt. Aber allein schon von "erlaubt" oder "unerlaubt" zu reden ist doch völlig hanebüchen.

EAA ist eine Form der Astrofotografie und gleichzeitig eine Form der Beobachtung. Quasi eine Schnittmenge aus Fotografie und visueller Beobachtung. Nur dass man kein Okular benutzt, sondern eine Kamera, also ein elektronisches Okular. Dass man nebenbei die Bilder abspeichern kann (muss man aber nicht, ich hab auch schon Livestacks ohne Speicherung gemacht), ändert am Beobachtungscharakter nichts. Und die Fotos, die ich abspeichere, sind selbstverständlich Astrofotos. Was denn sonst? ;)

LG Olaf
 
Hallo Olaf,

ja.
Eine andere Herangehensweise.

Ich hab kein Problem damit, dass meine Fotos nicht mit denen von Frank Sackenheim und Co. und auch nicht mit denen von erfahrenen Hobby-Astrofotografen mithalten können.
Ich auch nicht :D.
Wenn ich "schöne" (was auch immer das ausmacht :unsure:) Bilder sehen will und dazu noch Informationen zum Objekt, greife ich in mein Astroregal und nehme ein Buch.

Dafür brauche ich auch keine "Entschuldigung", in dem ich ein EAA-Etikett dran mache.
dafür "Entschuldigen" das man mittels EAA beobachtet wäre albern.

Viele Astrofotografen stellen ihr Setup auf, drücken auf "Aufnahme" und gehen dann schlafen oder widmen sich anderen Dingen.
schalten sie ab oder lassen ihr Gerät abschalten (von NINA oder Asiair z.B.) und widmen sich am nächsten Tag der Bildbearbeitung am PC.
wenn der Automatismus so funktioniert, ist da zumindest Verständnis drin, denn sonst würde es nicht so funktionieren ;).
Schon a weng besser, als ein Smart-Scope anzuschaffen :affemund:.

EAA ist Livestacking und dabei Live-Beobachtung des Stacks. Es ist auch erlaubt, den Blick vom Monitor wegzubewegen, ein Fernglas oder ein zweites Teleskop zur Hand zu nehmen und visuell zu beobachten, während der Livestack Gestalt annimmt. Aber allein schon von "erlaubt" oder "unerlaubt" zu reden ist doch völlig hanebüchen.
:y:, nichts mehr hinzuzufügen.

Und die Fotos, die ich abspeichere, sind selbstverständlich Astrofotos. Was denn sonst? ;)
;):y:.

:coffee::alien:
 
Hi Ewald,

Hast Du einen Workarround? Oder eine andere Lösung?
nein leider nicht.
Ich hatte gedacht es gibt ein einfaches Recenter im Sequenzer.

Ich hatte den Sequenzer nur mal testweise benutzt, um in bestimmten Abständen automatisch ein Plate-Solve zu machen, damit die Position meiner motorisierten Dobsons, die nicht mit dem PC verbunden sind, automatisch auf der Karte angezeigt werden. Wäre eigentlich ganz praktisch gewesen.
Hatte aber nicht geklappt weil die Loop immer abgebrochen hat, wenn das PS mal einen Fehler hatte.
Robin hatte das dann nachgebessert. Aber ich hatte es halt dann wieder manuell gemacht. Könnte ich eigentlich mal wieder probieren. ;)

Ich muss auch gestehen, ich verstehe die vielen Sequenzer Befehle nicht so richtig.
ZB welche Koordinaten werden bei welchem Befehl als "target coordinates" gespeichert. Keine Ahnung.

Also es gibt zB folgende Befehle und noch mehr, irgendwie muss es doch mit diesen gehen:

Plate solve a single frame, sync the mount and re-goto the target coordinates
Plate solve a single frame, sync the mount only
Save the current mount coordinates
Move the mount to a set of coordinates previously saved

Das müsste man "einfach" mal im Wohnzimmer mit der ASCOM Skysimulator Camera und dem Simulator Telescope ausprobieren. ;)
Das wäre aber ganz schon viel zum Ausprobieren und zum Laufen bringen und so richtig brauchen tue ich den Sequenzer im Moment nicht.

Für mich wäre es wegen dem Programmier Know-How interessanter es über die Scripting Engine zu machen.
Aber das ist ein noch grösserer Hasenbau. ;)

Gruß
Peter
 
N'abend auch :D,

was da so alles vorhanden ist in SharpCap :unsure:.

Ich bin ja wirklich Computern aufgeschlossen, naja nach knapp 20 Jahren als ITler ;).
Nach dem "Ausstieg" (im letzten Job hat mir der Endconsumer den letzten Nerv geraubt :affemund:) aus der IT und der Entdeckung des Hobbies Astronomie/Beobachten kam mir das sehr entgegen.
Manuell angefangen.
OK, dann GoTo :eek:. Zwar ein Computer, aber doch mit sehr eingeschränkter Einzelfunktion. Letztendlich nichts wildes ;).

Nun ja und jetzt EAA :geek:.
Aber so in der Gesamtsicht auch nichts wildes. Anwendungen halt und a weng Hardware anstöpseln :D.

Aber jetzt Sequenzer, Scripting-Engine :eek:.
Ich weiß, scripting, speziell unter Linux, ist ein mächtiges Werkzeug und hat mir oft, im vorletzten IT-Job (Rechenzentrum), geholfen Routineaufgaben, schnelle Problemlösungen, ... ... ... zu erledigen und zu automatisieren.
Aber ich persönlich brauch es jetzt nicht mehr ;).

Soll nicht heißen das ich es ver-:devilish:, jeder wie er mag.
Hochachtung jedem der es nutzt und das hinbekommt was er erreichen will.

Lese auch gern mit, um die Erfahrungen damit mitzubekommen.

Wie schon vorher erwähnt, die zwei, drei manuellen Klicks stören mich nicht.

:coffee::alien:
 
Hi Mathias,

na ja die Scripting Engine in SharpCap ist keine Kommando Konsole.
Das ist ein Python Interpreter. Das ist dann vollwertiges Python als Programmiersprache und das ist halt auch dann der Vorteil, da es sehr mächtig ist.
Im Prinzip ist das auch ganz einfach einzubauen, wenn das Programm auf Python beruht.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

Das ist ein Python Interpreter. Das ist dann vollwertiges Python als Programmiersprache
OK, was gelernt :y:.

Aber Programmieren war und ist nie meine Spezialität gewesen o_O.
Coden, ob kurz oder stundenlang... brrrrr :whistle:. Habe es auch nur rudimentär gelernt.

Scripten unter Linux, ja, weil es einfach unvermeidbar war.
Aber wenn man es nicht mehr regelmäßig mach und anwendet, gerät es in Vergessenheit :giggle:.

Kann sicherlich von Vorteil sein, wenn man es denn braucht, wenn so was in einem Programm implementiert ist, um Individualitäten zu ermöglichen.
 
Moin!
wenn der Automatismus so funktioniert, ist da zumindest Verständnis drin, denn sonst würde es nicht so funktionieren ;).
Schon a weng besser, als ein Smart-Scope anzuschaffen :affemund:.
Ich sehe das mit den Smartteleskopen etwas differenzierter.
Für die Meisten von uns gehört die technische Seite ebenso zum Hobby wie das Beobachten selbst. Allerdings gibt es sicher auch genug Amateurastronomen, welche
mit der Technik auf Kriegsfuß stehen. Daher kann ich es durchaus nachvollziehen, dass der ein oder andere das ewige Gebastel leid ist und sich so ein Gerät kauft, welches out of the box funktioniert. Und letztendlich bauen wir uns ja auch solche Geräte praktisch selber zusammen. Ich kenne da tatsächlich Leute, die ihr größeres Teleskop gegen ein Smartteleskop getauscht haben, weil ihnen die Zeit am Teleskop mittlerweile wichtiger ist, als sich um irgendwelche zickigen Montierungstreiber zu kümmern.
Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob solche Leute die eigentliche Zielgruppe der Smartteleskopanbieter sind. Ich glaube, das sind ehr die gut betuchten, welche mit dem teuren Technikgadget "Astronomie" ganz ohne Astronomie machen wollen, da sowas im Bekannten- oder Kollegenkreis schick klingt.
Und da könnte man sich sogar die Optik sparen und einfach Hubblebilder aus dem Netz laden :LOL:

Beste Grüße,
Micha
 
Hallo Micha,

... Für die Meisten von uns gehört die technische Seite ebenso zum Hobby wie das Beobachten selbst. Allerdings gibt es sicher auch genug Amateurastronomen, welche
mit der Technik auf Kriegsfuß stehen. ...
ich stimme Dir weitgehend zu. Im Astronomie-Bereich steht sicher oft im Vordergrund die Freude und der Spaß an der Technik, auch an der Beherrschung der selben. Die Entscheidung ob man ein "fertiges" Smart-Teleskop benutzt oder sich selbst ein entsprechende Ausrüstung zusammenstellt, hängt sicherlich von verschiedensten Gründen und Fakten ab. Ich sehe es ganz ähnlich ob ich ein fertiges Teleskop kaufe oder anfange einen Spiegel zu schleifen. Mir würde es nie einfallen mich als "Schleifer" zu betätigen, auch wenn ich die Leute die dazu die Geduld und die Zeit dafür aufbringen bewundere.

Aber ich denke alle die länger in der (Hobby-) Astronomie hängen bleiben ist gemeinsam die Begeisterung und Faszination aus und über alle Bereiche der Astronomie. Dies ist völlig unabhängig ob man mit dem selbst-geschliffenen Reflektor, dem selbst-gebauten Refraktor oder eben einer wie auch immer fertigen "Kauf-Variante" beobachtet.

da könnte man sich sogar die Optik sparen und einfach Hubblebilder aus dem Netz
Da kann ich nicht zustimmen. Es ist wie bei Musik. Man kann sich jedes Musikstück in allen denkbaren Facetten aus dem Netz laden und anhören. Dies ist aber nicht vergleichbar mit selbst gemachter Musik im Sinne als "Produzent" oder wenn man im Sinne von Konsument im Live-Konzert sitzt und Live-Musik gemeinsam mit anderen genießt und auf sich wirken lässt . Das ist eine ganz andere Nummer.

Um jetzt den Bogen wieder zurück zu EAA zu bekommen, mir ist aufgefallen, dass bisher nur wenig bis gar nicht darüber gesprochen wurde, dass ein besonderer Vorteil von EAA ist, dass man es ganz einfach gemeinsam mit anderen Personen genießen kann und man kann EAA-Beobachtungen auch leicht Online live und in Echtzeit teilen. In meinem Fall beobachten meine Frau und ich immer gemeinsam per EAA in der Nacht. Wir hatten auch schon Freunde und Nachbarn dazu bei uns auf der Terrasse und haben es auch ab und zu online geteilt. Das ist dann wie Live-Konzert. Unsere Live-Besucher sind immer begeistert und mit einem Lächeln im Gesicht und vielen Fragen im Kopf nach Hause gegangen. Wir haben schon Interessierten das eine oder andere visuell mit unserem Dobson gezeigt. Aber wenn binnen Minuten per EAA eine Galaxie am Bildschirm in Farbe sichtbar wird, das ist viel besser und Eindrucks-stärker als wenn bei visuellen beobachten erst erklärt werden muss der "Maus-graue" Wattebausch, da gleich oben rechts das ist ....

Mich würde interessieren, wer aus der EAA-Gang macht das eine oder andere Mal ein astronomisches "Live-Konzert"? Was sind Eure Erfahrungen dabei?

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Moin Ewald!
Da kann ich nicht zustimmen. Es ist wie bei Musik. Man kann sich jedes Musikstück in allen denkbaren Facetten aus dem Netz laden und anhören. Dies ist aber nicht vergleichbar mit selbst gemachter Musik im Sinne als "Produzent" oder wenn man im Sinne von Konsument im Live-Konzert sitzt und Live-Musik gemeinsam mit anderen genießt und auf sich wirken lässt . Das ist eine ganz andere Nummer.
Da habe wir vielleicht aneinander vorbeigeredet! Das war (und ist) vielleicht etwas überspitzt, aber dem, der sich ein "Technikgadget" nur deswegen anschafft, wei so was "cool" ist, ohne sich tatsächlich mit der Astronomie zu beschäftigen, der wird hinterher gar nicht unterscheiden können, ob die Bilder im elektronischen Okular oder auf dem Tablet nun tatsächlich aus der eingebauten Optik kommen oder aus dem Netz geladen werden;)
Um jetzt den Bogen wieder zurück zu EAA zu bekommen, mir ist aufgefallen, dass bisher nur wenig bis gar nicht darüber gesprochen wurde, dass ein besonderer Vorteil von EAA ist, dass man es ganz einfach gemeinsam mit anderen Personen genießen kann
Bei Teleskoptreffen ist sowas sehr schön und wurde von mir auch schon durchgeführt, jetzt nicht nur DS-EAA, sondern auch Livebilder von Mond, Sonne und Planeten.
Die Livebilder auf dem größeren Tabletbildschirm sind da gut angekommen.

Beste Grüße,
Micha
 
Hallo Ewald,

ich beobachte auch oft mit meiner Frau zusammen, es sei denn, es wird zu spät und sie ist müde. Dann sitze ich allein auf der Terrasse, ;) Gemeinsam zu beobachten ist aber generell viel schöner, das gilt auch für Beobachtung durch das Okular. Sich darüber auszutauschen, ist viel besser, als allein zu gucken. Daher wäre es auch überhaupt nichts für mich, nachts allein zu einem Aussichtspunkt zu fahren. Das hätte was von Angeln allein an einem See, was auch nix für mich wäre.

Allerdings habe ich schon sehr viele Anfragen aus dem Freundeskreis erhalten, ob sie mal bei einer Session dabei sein könnten. Dazu ist es bisher leider noch nicht gekommen, weil das wettertechnisch in diesem Sommer leider nicht planbar war. Fast alle Sessions habe ich spontan gemacht. Ich habe aber im Mai mein Reiseequipment mit an den Timmendorfer Strand zu Verwandtenbesuch genommen. Mein Schwager kennt sich als Kapitän am Himmel bestens aus. Die waren auch sehr beeindruckt, was man da auf dem IPad via EAA zu sehen bekommt.

LG Olaf
 
Tach auch zusammen :D,

Für die Meisten von uns gehört die technische Seite ebenso zum Hobby wie das Beobachten selbst.
Und letztendlich bauen wir uns ja auch solche Geräte praktisch selber zusammen.
das mit der technischen Seite stimmt so, aber da ziehe ich dann schon Grenzen. Wie oben schon erwähnt, die Möglichkeiten die SharpCap z.B. mit dem scripten anbietet.
Das selber zusammen bauen sehe ich als positiv an. Da weiß ich warum, wie, was vor sich hin werkelt und versteh in etwa was da z.B. an Himmelsmechanik abläuft.

Bei den SmartScopes ist ja im Prinzip einschalten und es beginnt zu werkeln ohne zu wissen wieso und warum.
Aber der von Dir angesprochenen hauptsächlichen Zielgruppe wird es egal sein. Hauptsache hipp und man kann sich Hobby-Astronom schimpfen ;).
Wenn ich dann mal 88 bin :ROFLMAO: steht vielleicht so ein Teil auch bei mir. Zumindest weiß ich dann aber was drin abläuft.

Aber ich denke alle die länger in der (Hobby-) Astronomie hängen bleiben ist gemeinsam die Begeisterung und Faszination aus und über alle Bereiche der Astronomie. Dies ist völlig unabhängig ob man mit dem selbst-geschliffenen Reflektor, dem selbst-gebauten Refraktor oder eben einer wie auch immer fertigen "Kauf-Variante" beobachtet.
:y:

muss ich jetzt ne Kutte beim EAA-lern tragen :unsure:?

ndere Mal ein astronomisches "Live-Konzert"? Was sind Eure Erfahrungen dabei?
ich beobachte meist halb allein ;).
Mir wird gelegentlich über die Schulter geschaut, wenn ich auf dem Sofa sitze und dann "das schick mir mal" oder "geht das auch in schwarz/weiß?".

:coffee::alien:
 
ich beobachte auch oft mit meiner Frau zusammen, es sei denn, es wird zu spät und sie ist müde. Dann sitze ich allein auf der Terrasse, ;) Gemeinsam zu beobachten ist aber generell viel schöner, das gilt auch für Beobachtung durch das Okular. Sich darüber auszutauschen, ist viel besser, als allein zu gucken. Daher wäre es auch überhaupt nichts für mich, nachts allein zu einem Aussichtspunkt zu fahren. Das hätte was von Angeln allein an einem See, was auch nix für mich wäre...
Weil ich auch gerne angele, hat mich das "Angeln allein am See" getriggert (nicht negativ gemeint).
Das Problem in unserem überlaufenen Land ist eher, an einem Gewässer ungestört mehrere Stunden angeln zu können.
Ist aber ein anderes Thema. Bin bezüglich Astronomie sehr gerne alleine, andere Menschen empfinde ich oft einfach nur anstrengend,
weil eigentlich keiner ernsthaftes Interesse an Astronomie hat und ich zugegeben eher ein Einzelgänger bin.
 
Moin Namenloser!
andere Menschen empfinde ich oft einfach nur anstrengend,
weil eigentlich keiner ernsthaftes Interesse an Astronomie hat
Daher finden sich ja ab und an Gleichgesinnte zusammen, was selbst in unserem dünnbesiedelten Flecken Deutschlands geklappt hat. Wir treffen uns zu Astrostammtischen und gemeinsamen Beobachtungsabenden, teils auch öffentlich. Und wer als Ausenstehender den Weg zum Beobachtungsabend auf sich nimmt, hat meist auch ein gewisses Interesse an der Geschichte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie bei einem solchen Beobachtungsabend ein älteres Ehepaar bei mir stand, und der Mann erst ausgiebig durch das C8 den Mond bestaunt hat, im Anschluss nach dem Equipmentpreis gegoogelt, der Frau gezeigt und den Blick des Todes geerntet hat :LOL:

Beste Grüße,
Micha
 
Hallo zusammen
So mache ich EAA bezw. Bilder für Vorführungen.
Vor kurzem in Betrieb genommener Astro-Anhänger mit Planewave DeltaRho 14 Zoll und C9 für Mond und Planeten.
Grosser Vorteil, man kann fast überall hinfahren und ist in 15 min. einsatzbereit.
M27 ist ein h-alpha Einzelbild 30 sek. Pointing noch nicht perfekt.
Gerne gebe ich Auskunft über mein Projekt.
LG Peter

Ja, stelle Dein Projekt bitte vor, ich finde die Idee mit dem Anhänger ganz formidabel.

Astrogrüße, Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
viele EAAler scheinen ja Angst vor großen Brennweiten zu haben. Das hatte sich bei mir auch so festgesetzt, dass ich anfangs lieber mit einem f/4 Fraunhofer rumprobiert habe (extra dafür gekauft!), und daran schier verzweifelt bin, statt mit dem vorhandenen C8 zu probieren. Erst langsam hab ich die Scheu vor der Brennweite verloren und nutze das C8 inzwischen praktisch nur noch mit voller Brennweite und f/10.

CS.Oli
 
Hmm, bei mir war es genau andersrum. Hab mit dem MAK127/1500, also fast f/12 angefangen uns nutze gerade hauptsächlich meinen SW Quattro 6S.

Wobei, Hantelnebel im Mak kommt sicher auch gut...

Aber wie heißt der neunmalkluge Spruch? "Jedes Teleskop hat seinen Himmel"

Gilt scheinbar auch für EAA. :ROFLMAO: :cool:

Gruß Mike
 
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