MountyPython
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Zitat von Sven_Wienstein:Hallo Zusammen,
hm. Ich will mal den Betrachtungswinkel ändern: Wem würde ich's empfehlen? Also als günstiges Widefield Zweitgerät definitiv, womöglich auf einen großen Newton aufgesattelt, klar doch. Als Allrounder: nein. Als Foto-Einstieg auch eher nein, ich lehne es ab, dass ein Foto-Einsteiger auch immer Mangel-Optiken akzeptieren soll und was da an Blausaum rumkommt, wird so seine Probleme mitbringen. Reducer kann ich mir wegen der Justageproblematik nur schwer vorstellen.
Hallo Sven,
ohne Dir persönlich nahe treten zu wollen. Die Bilder die ich bis jetzt vom kurzen ED Doublet gesehen habe sind für mich mehr Referenz, als die Zeilen in Deinem Posting hinter dennen ich jegliche Referenzen zur Fotographie nicht im Zugriff habe. Selbst wenn ich mich bemühe, Deine sorgfältigst erstellten Berichte zu recherchieren.
Visuell ok. Aber fotographisch dünnt es sich dann allmählich aus. Die mir vorliegenden Bilder zeigen einen moderaten Blausaum bei F/3.1. Verschmerzbar. Selbst ein 3 x so teurer FS60CB zeigt das.
Es ist allen klar, daß hier kein Takahashi FS, FSQ oder kein TEC oder sonst was angeboten wird.
Aber ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, daß Dir die Entwicklung der Deepsky-Fotographie etwas verborgen bleibt.
Der Einsteiger kann heute mit einer sehr günstigen Allround-Kamera (nicht zwingend DSLR) z.B. von ASI oder QHY erste Deepsky-ERfahrungen machen. Durch welches Teleskop auch immer. Es gibt Alternativen im Bereich F/4 bis F/4.5. Und wenn die ordentlich verarbeitet sind. Warum nicht. Ein Einsteiger von heute wird schon mit dem Einsatz einer DSLR ganz anderen Herausforderungen konfrontiert, von denen wir hier in den letzten Monaten so einige klären konnten. Verkippungen, Vignettierung, Reflektionen usw. usw. Die Kosten an Zusatzequipment übersteigen die des eigentlichen Teleskops. Egal ob Newton oder Refraktor. Neben der visuellen Beobachtung auch mal versucht zu sein, mal erste Deepsky Gehversuche mit einer kleinen ASI120MM oder MC zu wagen, sehe ich hier nicht mehr als das Risiko. Selbst mit einer 290MM nicht. Zumindest nicht das finanzielle Risiko, daß sich ein Einsteiger aufbürdet, wenn er direkt in die vollen geht.
Wenn ich mir den schnellen ED Doublet als Leitrohr / Sucher oder mobile Spechteleinheit für Dienstreisen zulegen sollte und mich der "Perversion" hingebe auch noch Deesky-Fotographie damit zu betreiben hingeben würde, dann komme ich ohne einen entsprechenden Reducer jenseits der 300 Euro nicht aus. Also übersteigt der schonmal komplett den Preis des Teleskops. Das in seiner grundsätzlichen Ausführung schon besser ausgelegt ist, wie ein 80 mm Leitrohr F/4 für knappe 200 Euro. Und wahrscheinlich brauchte ich für das begrenzte Gesichtsfeld einer kleinen Kamera noch nicht mal direkt einen Flattener. Selbst wenn leichte Störungen im Bild sind. Bedingt durch die Optik (Koma im Newton z.B.) und der Einsteiger hat ansonsten ein gutes Ergebnis erzielt, dann hat er sich schon einen Schritt erschlossen.
Visuell passt das Teleskop in einen Rucksack, eine kleine Alt-AZ-Montierung ein Satz Okulare. Mehr braucht es nicht.
Allrounder: Du schreibst hier auch die ganze Zeit im Bezug auf den Kurzen ED Doublet etwas von Allrounder. Das bewirbt nicht mal Bresser so. Nicht mal Gerd schreibt es.
Es ist doch einfach klar zu erkennen, daß Gerd dieses Angebot zum Anlass nimmt, mal über eine Produktverbesserung eines AR102 F/6 oder entsprechenden F/6 eines anderen Herstellers nach zu denken.
Wiederum in einem anderen Thread liest man, daß der Unterschied im Deepsky/Weitfeld-Bereich zwischen einem F/8 Achromaten zum 140er APM Apo nicht so groß ist.
Kann man nicht einfach mal so stehen lassen, daß es jetzt ein transportables Teleskop gibt mit dem man Weitfeldbeobachtungen machen kann? Mehr bietet doch Bresser im Beschreibungstext nicht an.
Die Okulardiskussion dazu in allen Ehren. Aber die müßte man bei "alternativen Optikdesigns" um F/4..F/4.5 genauso führen. Ich frage mich dann aber auch, welches Gerät mit 100 mm Öffnung bei F/4.5 die Alteranative zu nennen ist. Natürlich ohne entsprechende Obstruktion.
Ich weiß aus verschiedensten Quellen, daß er kurze Bresser durchaus unter visuellen Beobachtern willkommen ist.
@all:
Ihr hab doch Euren Standpunkt und entsprechende kritische Stimmen genauso wie ich Eingangs plaziert. Kann man es nicht dabei belassen?
Jetzt wäre es interessant, was Tommy auf der Bank feststellt.
CS,
Gerrit
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