Wie wär’s 102mm Universalteleskop für 259 Euro.

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Zusammen,

hm. Ich will mal den Betrachtungswinkel ändern: Wem würde ich's empfehlen? Also als günstiges Widefield Zweitgerät definitiv, womöglich auf einen großen Newton aufgesattelt, klar doch. Als Allrounder: nein. Als Foto-Einstieg auch eher nein, ich lehne es ab, dass ein Foto-Einsteiger auch immer Mangel-Optiken akzeptieren soll und was da an Blausaum rumkommt, wird so seine Probleme mitbringen. Reducer kann ich mir wegen der Justageproblematik nur schwer vorstellen.

Hallo Sven,

ohne Dir persönlich nahe treten zu wollen. Die Bilder die ich bis jetzt vom kurzen ED Doublet gesehen habe sind für mich mehr Referenz, als die Zeilen in Deinem Posting hinter dennen ich jegliche Referenzen zur Fotographie nicht im Zugriff habe. Selbst wenn ich mich bemühe, Deine sorgfältigst erstellten Berichte zu recherchieren.
Visuell ok. Aber fotographisch dünnt es sich dann allmählich aus. Die mir vorliegenden Bilder zeigen einen moderaten Blausaum bei F/3.1. Verschmerzbar. Selbst ein 3 x so teurer FS60CB zeigt das.


Es ist allen klar, daß hier kein Takahashi FS, FSQ oder kein TEC oder sonst was angeboten wird.

Aber ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, daß Dir die Entwicklung der Deepsky-Fotographie etwas verborgen bleibt.

Der Einsteiger kann heute mit einer sehr günstigen Allround-Kamera (nicht zwingend DSLR) z.B. von ASI oder QHY erste Deepsky-ERfahrungen machen. Durch welches Teleskop auch immer. Es gibt Alternativen im Bereich F/4 bis F/4.5. Und wenn die ordentlich verarbeitet sind. Warum nicht. Ein Einsteiger von heute wird schon mit dem Einsatz einer DSLR ganz anderen Herausforderungen konfrontiert, von denen wir hier in den letzten Monaten so einige klären konnten. Verkippungen, Vignettierung, Reflektionen usw. usw. Die Kosten an Zusatzequipment übersteigen die des eigentlichen Teleskops. Egal ob Newton oder Refraktor. Neben der visuellen Beobachtung auch mal versucht zu sein, mal erste Deepsky Gehversuche mit einer kleinen ASI120MM oder MC zu wagen, sehe ich hier nicht mehr als das Risiko. Selbst mit einer 290MM nicht. Zumindest nicht das finanzielle Risiko, daß sich ein Einsteiger aufbürdet, wenn er direkt in die vollen geht.

Wenn ich mir den schnellen ED Doublet als Leitrohr / Sucher oder mobile Spechteleinheit für Dienstreisen zulegen sollte und mich der "Perversion" hingebe auch noch Deesky-Fotographie damit zu betreiben hingeben würde, dann komme ich ohne einen entsprechenden Reducer jenseits der 300 Euro nicht aus. Also übersteigt der schonmal komplett den Preis des Teleskops. Das in seiner grundsätzlichen Ausführung schon besser ausgelegt ist, wie ein 80 mm Leitrohr F/4 für knappe 200 Euro. Und wahrscheinlich brauchte ich für das begrenzte Gesichtsfeld einer kleinen Kamera noch nicht mal direkt einen Flattener. Selbst wenn leichte Störungen im Bild sind. Bedingt durch die Optik (Koma im Newton z.B.) und der Einsteiger hat ansonsten ein gutes Ergebnis erzielt, dann hat er sich schon einen Schritt erschlossen.

Visuell passt das Teleskop in einen Rucksack, eine kleine Alt-AZ-Montierung ein Satz Okulare. Mehr braucht es nicht.

Allrounder: Du schreibst hier auch die ganze Zeit im Bezug auf den Kurzen ED Doublet etwas von Allrounder. Das bewirbt nicht mal Bresser so. Nicht mal Gerd schreibt es.

Es ist doch einfach klar zu erkennen, daß Gerd dieses Angebot zum Anlass nimmt, mal über eine Produktverbesserung eines AR102 F/6 oder entsprechenden F/6 eines anderen Herstellers nach zu denken.

Wiederum in einem anderen Thread liest man, daß der Unterschied im Deepsky/Weitfeld-Bereich zwischen einem F/8 Achromaten zum 140er APM Apo nicht so groß ist.

Kann man nicht einfach mal so stehen lassen, daß es jetzt ein transportables Teleskop gibt mit dem man Weitfeldbeobachtungen machen kann? Mehr bietet doch Bresser im Beschreibungstext nicht an.

Die Okulardiskussion dazu in allen Ehren. Aber die müßte man bei "alternativen Optikdesigns" um F/4..F/4.5 genauso führen. Ich frage mich dann aber auch, welches Gerät mit 100 mm Öffnung bei F/4.5 die Alteranative zu nennen ist. Natürlich ohne entsprechende Obstruktion.

Ich weiß aus verschiedensten Quellen, daß er kurze Bresser durchaus unter visuellen Beobachtern willkommen ist.

@all:

Ihr hab doch Euren Standpunkt und entsprechende kritische Stimmen genauso wie ich Eingangs plaziert. Kann man es nicht dabei belassen?

Jetzt wäre es interessant, was Tommy auf der Bank feststellt.

CS,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jürgen,

endlich noch jemand, der das Thema des Threads im Auge behält.
Danke dafür!

Zitat von Nasus:
...
Wie dem auch sei - das Teil ist der Killer für die zu-kurz FHs mit Kron/Flintglas und 08/15 Okularauszug zum gleichen Preis, als Basis für ein Großfernglas könnte es ebenfalls interessant werden.
Und wegen derartigen Killerargumenten halte ich es für unwahrscheinlich, dass da noch ein Traumteleskop kommt - also ein ordentlich verarbeiteter Volks-ED mit 4" und etwas über 600mm Brennweite für unter 300€: So ein Teleskop wäre nicht nur dem Vorgestellten überlegen, sondern auch richtigen FHs, die eine deutlich teurere Montierung erfordern, weniger Feld bieten und auch noch schlechter zu transportieren sind. Mit einem passenden Flattener/Reducer könnte man damit wohl sogar Fotografieren und günstigere Okulare verwenden.
Insofern müssten zahlreiche EDs und FHs ind den Abverkauf, selbst hauseigene Neuentwicklungen. Sowas tut sich kein Hersteller an, für Händler mit Lagerbestand wäre das ebenfalls unschön.

cs
Jürgen

Teil 1 ist schon mal unbestreitbar richtig, wenn das Teil die Papierform nur halbwegs halten kann und das steht bis zum Beweis des Gegenteils durchaus zu erwarten, denn es wurde schon bei anderen Projekten bewiesen.
Teil 2 ist leider die realistische Einschätzung dessen, was Marketingstrategen so umtreibt.

Von daher müsste ich leider für Gerd ein drittes Szenario aufmachen:

3. kannst Du rechnen was Du willst, umgesetzt wird nur was nicht den größten Teil der derzeitigen Produktions- und Lagerware im Bereich kleiner, günstiger Linsenteleskope durch bessere Leistung und Handhabung zu ähnlichem Preis überflüssig macht.

Unter der Bedingung fällt der günstige 4" f/6 ED aus der Verlosung, denn eigentlich ist der 4" f/4,5 so wie er ist und wenn er halbwegs hält was er verspricht schon grenzwertig.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

warum kommst Du nicht wenigstens ein mal ohne persönliche Anwürfe aus?

also ich denke diesbezüglich solltest du ganz ruhig sein denn derartiges kannst du von mir hier nirgends lesen.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...19/Re:_Wie_wär’s_102mm_Universalt#Post1280319

Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Gerd,

du solltest bei Deinen Rechenprogrammen bleiben und Dich nicht in praktische Dinge einmischen, das geht bei Dir regelmäßig schief.

Was den „Fenstertest“ von Bresser anbelangt.
Ja das ist natürlich nicht gerade das Non + Ultra aber bei kleineren Vergrößerungen kann man tatsächlich auch durchs Fenster sinnvoll beobachten.
Haben ich auch schon mit dem Fernglas gemacht, bei mir war es allerdings kein Eichhörnchen das ich mit dem Fernglas durchs geschlossene Fenster beobachtet hatte sondern ein Buntspecht.
Hätte ich das Fenster geöffnet wäre er weggeflogen, genau diese Erfahrung hatte ich schon gemacht weshalb ich es dieses mal zugelassen hatte und voila ich konnte ihn in Ruhe beobachten und die Abbildung war trotz des geschlossenen Fensters ok.
Einen Planeten bei hoher Vergrößerung würde ich selbstverständlich niemals durch das geschlossene Fenster beobachten.
Und der fliegt dann ja schließlich auch nicht weg wenn ich nach draußen gehe um ihn mit meinen Teleskopen zu beobachten.
Auch bei dieser Frage darf man sich eben nicht in Prinzipien verbeißen sondern muss praxisgerecht und pragmatisch an die Sache herangehen.

Der Bresser „Fenstertest“ lässt zumindest eine Beurteilung der Farbkorrektur zu denn diese wird durch ein paar mm Fensterglas nicht weiter beeinflusst.

Grüße Gerd

 
Gerd bitte!!!!!
Hör auf mit dem Scheiß!
Was Du zitierst war die einzig passsende Antwort auf diese Flut vom persönlichen und in der Sache auf tönernen Füßen stehenden Dummheiten Deinerseits, z.B. hier:

Zitat von Gerd_Duering:
......
Und nun meinst auch du *entfernt* wieder mit dem f/4,5 anfangen zu müssen so das ich nun auch wieder darauf reagiere und damit geht es nun auch wieder in meinem Beitrag um den f/4,5 und dann fragst du dich wieder warum wo es doch eigentlich um den f/6 gehen sollte.

So nun zu deinen Anmerkungen.
Ja natürlich kommen wir dann bei 102mm Öffnung bei optimaler AP auf etwa 15 fache Vergrößerung.
Aber wie ich dann weiter lese ist die AP ja plötzlich nicht mehr optimal.
So so Sven schreibt das sich das Gerät (der f/4,5) nicht mit ordentlichen Weitfeldokularen bestücken ließe weil es kein 40mm mit 46mm Feldblende gibt.
Und 40mm würden hier ja eine AP von 8,7mm ergeben.
Ich schreibe das das Unsinn ist und es sehr wohl ordentliche Weitfeldokulare für dieses Teleskop gibt aber als 30mm bei denen man dann auch eine zuträglichere AP von 6,65mm hat und nun kommt *entfernt* nee da ist mir die Vergrößerung zu gering und AP 5 wären ja eh besser.

Man merkt bei euch Beiden recht deutlich das ihr den f/4,5 einfach rein aus Prinzip nicht wollt ohne wirklich vernünftige Argumente zu haben und kaum hab ich ein wirklich an den Haaren herbeigezogenes Scheinargument widerlegt wird das Nächste hervorgezaubert.
Nun gut *entfernt* du willst also 20 fach bei AP5mm
Darf es vielleicht auch 23 fach bei einer AP von 4,43mm oder 18,4 fach bei einer AP von 5,54mm sein?
Na ja zumindest wäre das ja exakt der Bereich der sich aus deinen Vorgaben 30mm Okular mit 550mm Brennweite (18,3fach) und 700mm Brennweite (23,3fach) ergeben würde.

Um mich also im Bereich Weitfeld von Fernglasvergrößerungen bei angemessener AP so deutlich abzusetzen, dass der Einsatz des Teleskops lohnt, brauche ich mal mindestens 550 mm für 18fach bis knapp 700 mm Brennweite für 23fach.
Knapp 700 mm Brennweite sind (für mich) die Obergrenze, weil dann mit gängigen Okularen das maximal Erreichbare Feld deutlich unter 4° fällt und allerspätestens unter 3,5° Feld ist Weitfeld eigentlich rum.

Ich hätte dann nämlich passend für den 102 f/4,5 das 20 bzw. das 25mm 100° ES anzubieten.
Also auch das wäre hier kein Problem wenn man es denn unbedingt so will, man müsste halt nur wollen.
Nur ihr Beide wollt ja bei dem f/4,5 rein aus Prinzip nicht.
Mit dem 25mm 100° ES käme man bei dessen 41mm Feldblende und 460mmm Brennweite immer noch auf satte 5,1° wahres Feld.
Das ist immer noch deutlich mehr als die 4° die man mit dem 30mm 82° ES und dessen 43mm Feldblende bei 612mm Brennweite also dem 102 f/6 hätte.

Und damit wäre die Kombination 102 f/4,5 + 25mm 100° ES selbst bei 18,4 facher Vergrößerung weit oberhalb der von dir angesprochenen 4° unter die man dann nämlich mit verfügbaren Okularen bei größeren Brennweiten schnell fallen würde.

Also *entfernt* auch das an den Haaren herbeigezogene Vergrößerungsargument zieht hier nicht.
Der 102 f/4,5 bleibt in jedem Fall ganz klar der Gewinner, das kannst du drehen und wenden wie du willst.

Der Darstellung, dass man mit 450 mm Brennweite und einem 30 mm WW-Okular bei 43 mm Feldblende deutlich über 5° Feld bei 6,5 mm AP erzielt fehlt die wichtigste Angaben.
Es resultiert eine 15fache Vergrößerung.

Das hole ich mir mit (m)einem 10x56 Feldstecher deutlich günstiger, besser, bequemer handhabbar, flexibler im Transport und mit deutlichen Gewinn durch beidäugiges Sehen (man darf Faktor 1,4 erwarten).

So so das holst du dir also mit ‘nem 10x56mm Feldstecher .
Komisch ging es nicht gerade um 15 fach?
Und nun holst du dir das mit einem 10x56?
Also wenn ich in der Grundschule richtig aufgepasst habe sind 15 dann doch ein wenig mehr als 10 oder irre ich mich da?
Nach meinem Verständnis ist das immerhin das 1,5 fache.
Und was die Lichtsammelleistung betrifft.
Beide 56mm Objektive zusammen kommen auf lediglich 60% der Fläche eines einzigen 102mm Objektives!
Aber der *entfernt* holt sich mit ‘nem 10x56 Feldstecher das was ein 102 f/4,5 und 30mm 82° ES Okular kann.
Wie du das machst wird wohl ewig dein Geheimnis bleiben.
Und da wir schon beim Feldstecher sind.
Das Ding ist gut und schön aber freihändig und geradsichtig kann man nicht mit montiert und mit bequemen 90° Einblick vergleichen.

Also auch dieses wirklich an den Haaren herbeigezogene Scheinargument lässt sich problemlos wiederlegen.
Der 102 f/4,5 ist und bleibt hier haushoch der Gewinner.
Und dann da gäbe es ja auch noch die Option ein Bino aus zwei 102 f/4,5 zu machen.

Lieber *entfernt* wäre es nicht langsam mal der Zeit anstatt hier immer und immer wieder mit leicht widerlegbaren Argumenten zu versuchen dem 102 f/4,5 ans Bein pickeln zu wollen endlich mal anzuerkennen das auch diese Optik ihre Berechtigung hat und damit dieses Thema abzuharken damit wir uns nun endlich mal auf den f/6 konzentrieren können um den es hier eigentlich gehen sollte....

Grüße Gerd

Die Stellungnahme von Dir, wie du auf den Unsinn kommst, die optimale AP auf 6,4 mm festzulegen fehlt noch....nee okay lass stecken, das geht gar nicht.
Schreib nicht so einen hahnebüchenen Unsinn lass die ständigen persönlichen Anfeindungen und dann ersparst Du Dir selbstverständlich die passenden Antwortern meinerseits.

Ebenso frage ich Dich was dich treibt, 5° Himmel bei 10facher Vergrößerung und 6,2 mm AP beidäugig nicht als mit 15fach einäugig vergleichbar akzeptieren zu wollen. Deine vorgeführte Schulrechnung, dass 15fach das 1,5fache von 15fach ist greift etwas zu kurz, wie so vieles was Dir durch Deine Vereinsbrille geeignet erscheint, andere Leute mal schnell alt aussehen zu lassen.
Was glaubst Du warum schon manche Leute ganz Heiß auf Sonderanwendung als Doppelteleskop sind!?
Seis drum, mir ist der Abstand zu klein, also sage ich das und begründe es auch.
Dir reicht er, Du begründest das, okay.
Dann brauchst Du ja für einen 4" f/6 keinen Thread eröffnen um dann Leuten die Dich darin bestärken wollen dumm zu kommen.

Übrigens hat der Fenstertester keine Eichhörnchen beobachtet, es waren keine da und 100 Meter Abstand liegen deutlich über deren Fluchtdistanz, gerade dann, wenn sie schon auf dem Baum sind.
Er hätte das Fenster öffenen können um seine Zweige zu beobachten.
Aber natürlich, man liest was man will, das ist völlig normal.

Wie man in den Wald hineinruft........, mein lieber Gerd.....!

Und wieder gehst Du nur auf die persönliche Ebene.
Versuchs einfach mal sachlich. Z.B. mit meinen zwei (inzwischen drei) Szenarien, ganz hart an der Sache und am Threadtitel!

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jürgen,

ja endlich kommen wir mal nach den ganzen rumgezerrter hier über Okularfragen wieder zum eigentlichen Thema dieses Thread und den Kern meines Anliegens.

Wie dem auch sei - das Teil ist der Killer für die zu-kurz FHs mit Kron/Flintglas und 08/15 Okularauszug zum gleichen Preis, als Basis für ein Großfernglas könnte es ebenfalls interessant werden.
Ganz genau und darüber sollte man sich erst einmal freuen und nicht nur rummosern und das Teil schlechtreden.

Und wegen derartigen Killerargumenten halte ich es für unwahrscheinlich, dass da noch ein Traumteleskop kommt - also ein ordentlich verarbeiteter Volks-ED mit 4" und etwas über 600mm Brennweite für unter 300€: So ein Teleskop wäre nicht nur dem Vorgestellten überlegen, sondern auch richtigen FHs, die eine deutlich teurere Montierung erfordern, weniger Feld bieten und auch noch schlechter zu transportieren sind. Mit einem passenden Flattener/Reducer könnte man damit wohl sogar Fotografieren und günstigere Okulare verwenden.
Insofern müssten zahlreiche EDs und FHs ind den Abverkauf, selbst hauseigene Neuentwicklungen. Sowas tut sich kein Hersteller an, für Händler mit Lagerbestand wäre das ebenfalls unschön.

Na ja wie ich schon mal hier sagte.
Die Verdrängung diverser am Markt befindlicher FH durch so einen universellen ED 102 f/6 zum gleichen Preis könnten die Hersteller sicherlich verschmerzen wenn sie dafür mit diesem ED und zum gleichen Preis den gleichen Kundenkreis erschließen können.
Dann verkaufen sie eben diesen ED statt der FH und machen den gleichen Umsatz, was wäre so schlimm daran?

Etwas anders sieht es freilich bei EDs höherer Preisklassen bzw. dann bei APOs aus.
Denen darf der preiswerte ED natürlich keine zu große Konkurrenz werden.
Das heißt er darf leider nicht zu gut werden, ein gewisser Abstand muss gewahrt bleiben um den wesentlich höheren Verkaufspreis diverser anderer EDs und Apos zu rechtfertigen.
Nun gut der ED 102 f/6 käme etwa auf das Level eines FH 102 f/14 wenn’s unbedingt sein müsste könnte man ihn ja mit einem schlechteren Partnerglas auch noch ein wenig mehr Farbe verpassen um Marktstrategen zu beruhigen damit noch ein gebührender Abstand zu den EDs gehobener Preisklassen gewahrt bleibt. ;)
Man kennt das ja auch in anderen Bereichen wo Produkte sozusagen kastriert werden damit der Abstand zu höheren Preisklassen gewahrt bleibt.
So werden bei einer CPU mit der man ein niedrigeres Preissegment erschließen möchte schon mal 2 Kerne abgeschaltet obwohl sie eigentlich funktionsfähig währen damit eben der Abstand zur höheren Preisklasse gewahrt bleibt.

Bei der Farbfehlerallergie unter der doch recht viele leiden denke ich das ein ED102 mit einer Farbkorrektur auf dem Level eines FH 102 f/14 den EDs höherer Preisklassen und besserer Farbkorrektur noch genügend Kunden übrig lassen dürfte so das ein Hersteller vielleicht doch bereit wäre sowas zu einem so günstigen Preis zu machen.

Insofern müssten zahlreiche EDs und FHs ind den Abverkauf, selbst hauseigene Neuentwicklungen. Sowas tut sich kein Hersteller an, für Händler mit Lagerbestand wäre das ebenfalls unschön.

Na ja ein Modellwechsel mit anschließendem Abverkauf veralteter Modelle ist doch etwas völlig Normales, das gibt es ständig in allen möglichen Bereichen.
Warum sollte sowas ausgerechnet bei Refraktoren ein Unding sein?
Na gut hier ist man wohl nicht so gewöhnt was in anderen Bereichen die normalste Sache der Welt ist.
Wobei sich mit dem Aufkommen der Chinaware auch auf dem Refraktormarkt in den letzten 20 Jahren ja schon so einiges getan hat.

Es waren aber vor allem die Kunden und nicht die Händler die sich über den Preisverfall beschwert hatten.
Was war das Gejammer groß als man für seinen 10 Jahre alten 80mm TBM keine 1000€ mehr auf dem Gebrauchtmarkt erzielen konnte weil es inzwischen sowas aus China neu deutlich günstiger gab.
Vorbei die Zeiten als man für seinen 10 Jahre alten APO noch den damaligen Neupreis verlangen konnte.
Ich erinnre mich noch an einen Beitrag da hatte genau das Jemand voller Stolz geschrieben.
10 Jahre APO gucken für lau war da zu lesen, weil er das Ding zum damaligen Neupreis wieder los bekam.
Diese Zeiten haben sich ja nun aber doch geändert und das ist gut so.

Die Händler machen den Preisverfall ganz einfach durch mehr Kunden locker wett und machen mit EDs und APOs trotz Preisrückgang heute weit mehr Umsatz als je zuvor.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank,

danke für deine lieben Worte.

Zum allgemeinen "Chinabashing" - ich finde es gut, dass die Chinesen ihre Produkte auf den Markt gebracht haben. Als ich in den 60-ziger Jahren in der ehemaligen DDR begonnen hatte, mich für die Sternguckerei zu interessieren, hatte das kleinste Amateurfernrohr ungefähr zwei Durchschnittsbruttolöhne gekostet. Die Zeissprodukte hatten zwar eine wesentlich höhere Qualität (obwohl die auch nicht perfekt waren), es gab aber keine Alternative, wer das nicht bezahlen wollte (oder konnte) hatte halt nix zum Durchgucken.

Ja ganz genau auch ich finde es gut das es nun aus China preiswerte Optiken gibt auch wenn es natürlich keine Zeiss Qualität ist und bei dem Preis auch gar nicht sein kann.
Man darf aber feststellen dass sich bezüglich Qualität der Chinaware in den Letzten Jahren doch einiges getan hat.
Ich bin übrigens auch Ossi und kenne die Situation in der DDR gut.
Ja da war schon der 60mm Telementor für mich damals als Schüler nur ein Traum.
Aber es war ja jede Schule mit einem ausgestattet so das man als Schüler zumindest im Astronomie Unterricht da durchaus Zugang hatte.
Ich habe damals übrigens mit dem Bausatz C50/540 angefangen.
Den gab es glaube ich für 145 DDR Mark.
Und es waren neben dem Zeiss Objektiv noch 2 Okulare dabei sowie eine Plastiksteckhülse als Ersatz für einen OAZ.
Das war viele Jahre mein Hauptteleskop.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

naja, also die Einleitung lass ich hier mal aus. Persönlich wirst Du ja doch, denn wenn ich ganz persönlich betrachte, wofür ich ein Teleskop empfehlen könnte und dann feststelle, dieses Gerät würde ich mal empfehlen und mal nicht, mit Begründung, dann musst Du doch jetzt nicht erstens mit technischer Entwicklung kommen und zweitens damit, wie andere das für richtig halten. Völlig irrelevant, dass es einen Tak mit Blausaum gibt. Ich meine halt, dass es unnötig ist, mit Blausaum einzusteigen. Jetzt könntest Du darstellen, warum es völlig OK ist, mit Blausaum einzusteigen. Aber ich meine: Gerade weil der ganze Fotokram so teuer ist, setzt man doch oben drauf keine Optik, bei denen man hinterher für jede Farbe getrennt die Sterne kleinrechnen muss!

Ansonsten: Mal schauen, was Tommy so schaut, aber beschweren wird man sich doch um den Wirbel nicht, denn da das Gerät somit hier fleißig aufgekocht wird, hat jeder mitbekommen, dass es da ist.

Clear Skies
Sven
 
Hallo nochmal,

man sollte einen Beitrag nicht unter Zeitdruck abschicken und dann erst nach Ablauf der Editierzeit richtig lesen.
Jaja man liest, was man will, ich auch.
Bevor das also nun ein Schlachtfest wird, möchte ich doch mitteilen, dass mir der farbig hervorgehoben Lapsus selbst aufgefallen ist :smiley61:


Zitat von *entfernt*GMS:
....
Ebenso frage ich Dich was dich treibt, 5° Himmel bei 10facher Vergrößerung und 6,2 mm AP beidäugig nicht als mit 15fach einäugig vergleichbar akzeptieren zu wollen. Deine vorgeführte Schulrechnung, dass 15fach das 1,5fache von 15fach ist greift etwas zu kurz, wie so vieles was Dir durch Deine Vereinsbrille geeignet erscheint, andere Leute mal schnell alt aussehen zu lassen.
Was glaubst Du warum schon manche Leute ganz Heiß auf Sonderanwendung als Doppelteleskop sind!?
......

also machen wir bitte .....dass 15fach das 1,5fache von 10fach ist... draus damit es stimmt.

Damit der Beitrag eventuell noch dem Einen oder Anderen ein wenig hilft, hier mal ein Beitrag über die Sache mit dem beidäugigen Sehen

Binoansatz

Da geht es zwar nur um einen Binoansatz (auch schon zu empfehlen, wenn es passt), aber die Richtung ist erkennbar und auch, warum manche Leute zwei solcher 4" f/4,5 oder auch f/6 ED Refraktoren überaus spannend finden.
Für die ist 10fach beidäugig eine andere (Erlebnis)Welt als 15fach einäugig und ab 20-25fach beidäugig gehts ab. :biggrin:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo,

soeben schlage ich das Abenteuer Astronomie Extra "Teleskope&Ferngläser" auf, findet sich darin ein Bericht von Uli Dittler über einen Bresser AR102s.

Im Bericht schreibt Uli Dittler zwar: "Öffnung 102, Brennweite 459mm, Öffnungsverhältnis damit f/5.7" aber das ist wohl ein Flüchtigkeitsfehler. Denn Auf der abgebildeten Plakette steht tatsächlich sowohl 102s als auch 102 und 459mm.

Ich war etwas verwirrt, weil es von Bresser aktuell ja einen AR102s mit 600mm Brennweite gibt:
https://www.bresser.de/en/Astronomy/Telescopes/BRESSER-Messier-AR-102s-600-Hexafoc-OTA.html

Der ist um 10.- billiger als der schnellere 102xs, und hat in der Beschreibung keine ED Linsen drin. Der schnellere ED kostet also um nur 10.- mehr. Lässt meine Erwartungshaltung schrumpfen.

Die Bezeichnung dürfte später geändert worden sein, laut Bresser der 102xs hat 460mm und der 102s 600mm Brennweite.

Laut Uli Dittler ist die fotografische Abbildung bis APS-C akzeptabel, wenn auch mit starken Farbsäumen. Interessant, ein kurzer Achro ohne Bildfeldebner bis APS-C akzeptabel? Ich fürchte, wir müssen da den Begriff "akzeptabel" einer gewissen Dehnung unterwerfen. APS-C Kameras haben meist kleinere Pixel als Vollformat, und Abbildungsfehler treten manchmal mehr zutage als am Vollformat Rand.

Ein Foto vom Orionnebel ist beigefügt, da sieht man nicht nur einen Farbfehler, sondern um helle Sterne sind auch große scharf begrenzte weiße Halos zu sehen. Kann mir nicht vorstellen, dass das von Uli's EBV kommt.

Auch rutschte der OAZ mit einer Eos6d + Batteriegriff gegen Zenit durch, und er konnte den OAZ nicht genug klemmen damit er fixiert ist.

Das Teleskop wird aber von ihm für den Einstieg in die Astrofotografie empfohlen. Das würde ich nicht tun.

Uli Dittler kritisiert, dass kein Prisma dabei ist, nur ein (Plastik) Zenitspiegel. Er ist wohl kein visueller, sonst wüsste er dass der beigelegte Zenitspiegel besser ist als ein Prisma. Dieses würde den Blausaum noch erheblich verstärken, habe das alles mit meinen Achros ausprobiert.

Ein hoher Anteil an Plastik wird kritisiert, das ist wohl aber dem Preis geschuldet. Solang die Linsen nicht aus Plastik sind...

Kann also jeder der Zugriff auf das A-A Extra 1/2017 hat selber nachlesen und anschauen!

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

du bist natürlich bezüglich Foto bereits auf einem wirklich sehr professionellem Niveau angekommen das eben auch sehr professionelle Ansprüche an die Ausrüstung stellt.
Foto ist halt immer auch eine Materialschlacht.
Logisch das für dich eine solche Optik und dann noch dazu ohne Flattener gar nicht geht.

Das heißt aber nicht das man Foto mit einer solchen Optik nun unter Strafe stellen muss.
Ich sag mal so.
Wer hier keine sonderlichen Ambitionen hat und einfach mal seine DSLR irgendwo ran stöpseln möchte um ohne größere Investitionen halt ein bisschen durchs Teleskop zu Knipsen, ja mein Gott warum denn nicht.
Ich meine damit Ganz ohne die übliche Materialschlacht, ohne Autoguider und dem ganzen Drum und Dran nur kurze Belichtungszeiten für einige lohnende DS Objekte.
Bei 460mm Brennweite hat man halt auch nicht die Ansprüche an die Nachführung die man bei größeren Brennweiten hat und f/4,5 sind lichtstark genug um auch mit kurzen Belichtungszeiten bei etlichen DS Objekten einiges auf den Chip zu bekommen.
Das dann die Abbildung in den Ecken zu wünschen übrig lässt na mein Gott, der Bildausschnitt ließe sich auch beschneiden.

Auch hier ist mein Motto lieber mit bescheidenen Mitteln etwas machen und seine Freude dabei haben als sich die Nase am Schaufenster plattzudrücken hinter dem die super tolle aber leider auch sauteure Fotoausrüstung steht und dann wieder mit leeren Händen gefrustet nachhause gehen

Oder denken wir an das spannende Thema Videoastronomie.
Das ist ja ganz stark im Kommen und da gibt es hochinteressante Konzepte.

http://www.space.com/35236-evscope-enhanced-vision-telescope-ces2017.html

http://www.teleskop-express.de/shop...Kamera---Sensor-D-11-mm--vollautomatisch.html

Die dann doch noch etwas kleineren Chips benötigen hier auch noch nicht zwingend einen Flattener und die 6,45 µm Pixel des letztgenannten Systems stellen auch nicht ganz so hohe Anforderungen an die Optik.
Für sowas wäre so ein lichtstarker ED ja durchaus zu gebrauchen und bei den relativ kleinen Sensoren hat man mit 460mm Brennweit auch noch ein akzeptables Feld.

Nachtrag: Von ED ist keine Rede in Uli Dittlers Bericht.

Na ja damit ist halt unklar um welches Teleskop es in dem Test von Uli Dittler geht
Es bringt nichts zu spekulieren, nimm dir den ED mal selber vor.
Habt ihr den auf Lager bzw. kommst da kurzfristig ran?

Und bitte teste ihn in seinem Element DS bei größerer AP und vergleiche mit Anderen Refraktoren in derselben Preisklasse.
Das kann natürlich gerne auch ein langsamer FH sein.
Es wäre interessant wo sich dieser ED bezüglich Farbkorrektur in der Praxis einordnet.
Eventuell kannst du ihn ja mit verschiedenen FH gleicher Öffnung aber mit unterschiedlichen Öffnungsverhältnissen vergleichen und so rausbekommen auf welchem Level die Farbkorrektur des EDs in der Praxis so in etwa liegt.

Grüße Gerd
 
Hallo Tommy,

ich halte es für ziemlich normal, dass Uli Dittler nichts von ED schreibt, weil ja Bresser und Lunt schon von sich aus mit der Bezeichnung ED hinterm Berg gehalten haben und das auch weiterhin nicht so recht nach vorne bringen wollen. Sie wehren sich ja im anderen Forum immer noch.

Deutlich abwegiger erschiene mir, wenn er nicht zwischen 600 und 460 mm Brennweite unterscheiden könnte, da hängt ja auch fotografisch ein bisschen was dran.

Der Jürgen (Nasus) hats schon recht gut getroffen, das macht auch der 10 Euro Preisunterschied zwischen ED und FH deutlich.
Das Teleskop und seine Machart ist maximal als Ablösung für die günstigen, viel zu kurzen FHs gedacht und vorgesehen und genau dafür kann und wird es auch durchaus taugen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,


im Astrotreff schreibt Wolfgang für Bresser:

Hallo Andreas,

es ist ein ED Achromat.
Mit klassischen Kron- oder Flint-Gläsern kann man bei dem Öffungsverhältnis nicht arbeiten, da würde man ein Kaleidoskop erhalten. Deshalb haben wir dem kurzen ED Gläser gegönnt. Aber nur weil er ED Gläser hat wollen wir nicht sofort von einem Apo reden, denn natürlich ist bei diesem Öffnungsverhältnis trotz ED Gläsern bei hohen Vergrößerungen noch Farbe zu sehen.

Beste Grüße
Wolfgang


Die Bezeichnung "ED-Achromat" sollte doch in Ordnung sein, da werden denke ich keine falschen Erwartungen geweckt. Ich persönlich finde das besser als die ewige Inflation des Begriffes APO der fröhlich überall draufgepinselt wird wo kein Fensterglas drin ist.


Noch etwas anderes schrieb Kai drüben was ich so nicht wußte wo Gerd evtl noch etwas zu sagen kann:

Zitat von fraxinus:
Hallo Alfons,

es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Refraktor und Newton:
Refraktoren sind aplanatisch. Nicht alle zu 100%, aber echte Fraunhofer-Designs sind es.
Aplanatisch bedeutet komafrei!

Salopp ausgedrückt heiß das, man kann das Objektiv im ganzen(!) kippen und nix passiert.
Justageschrauben sind also bei Refraktoren oft gar nicht nötig.
Da vielen diese Zusammenhänge nicht bekannt sind, ist es besser man stellt ihnen die Schrauben auch nicht zu Verfügung

Was anderes wären Justageschrauben für die einzelnen Linsen, um diese gegeneinander zu justieren.
Damit sind praktisch alle überfordert, die nicht gerade einen Planspiegel und Interferometer zuhause haben.
Diese Art der Justage sollte im Werk erfolgen und dann "ewig" halten.

Newtons sind nicht komafrei, die müssen tatsächlich justiert werden.

Viele Grüße
Kai


Ich hoffe keiner der beiden hat was gegen das hier rüber Zitieren ;)



Viele Grüße Felix
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Gerrit,

naja, also die Einleitung lass ich hier mal aus. Persönlich wirst Du ja doch, denn wenn ich ganz persönlich betrachte, wofür ich ein Teleskop empfehlen könnte und dann feststelle, dieses Gerät würde ich mal empfehlen und mal nicht, mit Begründung, dann musst Du doch jetzt nicht erstens mit technischer Entwicklung kommen und zweitens damit, wie andere das für richtig halten. Völlig irrelevant, dass es einen Tak mit Blausaum gibt. Ich meine halt, dass es unnötig ist, mit Blausaum einzusteigen. Jetzt könntest Du darstellen, warum es völlig OK ist, mit Blausaum einzusteigen. Aber ich meine: Gerade weil der ganze Fotokram so teuer ist, setzt man doch oben drauf keine Optik, bei denen man hinterher für jede Farbe getrennt die Sterne kleinrechnen muss!

Ansonsten: Mal schauen, was Tommy so schaut, aber beschweren wird man sich doch um den Wirbel nicht, denn da das Gerät somit hier fleißig aufgekocht wird, hat jeder mitbekommen, dass es da ist.

Clear Skies
Sven

Hallo Sven,
Ob Du meine Worte nun persönlich nimmst, ist schlichtweg Dein Problem. Das braucht man hier nicht weiter zu erörtern.
CS,
Gerrit

 
Zitat von tommy_nawratil:
Ich fürchte, wir müssen da den Begriff "akzeptabel" einer gewissen Dehnung unterwerfen.

Hallo Tommy,

Ja, dass muß man wohl. Du und ich würden einen FSQ daneben stellen.
Ein Einsteiger würde dem Gerät vielleicht einen schnellen Achromaten
gegenüberstellen. Oder einen schnellen F/4 Newton (mit Plastikauszug).
Würde aber auch schnell an der Ladentheke des Astrohändlers stehen und seine Nöte in Umsatz umwandeln.

Wie waren Deine ersten Gehversuche? Sicherlich zu einer Zeit, wo ein günstiger Einstieg nicht möglich war. Das kommt noch dazu.
Das ist aktuell aber möglich. Oder ist ein Astrofoto erst ein Astrofoto, wenn mit APS-C gearbeitet wird?

Denken wir mal an Schüler, die sich dem Thema nähern wollen.

Ich denke Du verstehst worauf ich hinaus möchte.
Hier noch die Aufnahme, die Jochen Fehmer u.a. vor kurzem noch auf Facebook veröffentlicht hat. Ich wollte die Aufnahmen von ihm hier nicht einfach hinein kopieren.
https://www.bresser.de/c/de/astro-news/beitraege/volksapo-20/
Mit einer APS-C Kamera bei F/3.1. Also ich sehe keine Farbsäume.
Wenn ich mich da an Ergebnisse von Einsteigern am Achromaten erinnere, ist das für mich akzeptabel. Jochen ließ mich wissen, daß er bei APS-C keine Farbsäume sieht. Und das die Aufnahme ein Crop ist (Ränder weggeschnitten, wegen "Verzeichnungen").
Auf die Perspektive kommt es an.

Ich persönlich habe mir fürs "Uhu-Schnüffeln" oder "mobilen" visuellen Einsatz auf Dienstreisen, wo nur kleines Handgepäck möglich ist, u.a. AR-102 (auch Sonne) zugelegt. Mit dem AR-102xs wäre ein Platzproblem gelöst.

Beste Grüße,

Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

ich lerne ja von den Ansprüchen meiner Kunden. Alle die mit so einem Achro anfangen, haben nach wenigen Fotos genug davon. Fotos machen muss nicht sehr teuer sein, aber man muss ja nicht zu einem von vornherein mit erheblichen Unverträglichkeiten behafteten Teil greifen. Leise andeuten ich möchte, für etwas weniger Geld gibts schon eine farbreine Optik mit brauchbarem OAZ und sogar Mikrofokus, und größerer Öffnung. Das wäre viel eher mein Tipp für Einsteiger. Damit kannste auch Planeten gucken. Lassen wir den Achro in seiner Domäne als Richfielder. Das kann er, wenn man sich nicht an den zitronengelben Sternen stört. Ich habe ein paar Achros, kurze und längere, selbstgebastelte, 102/500 gibts auch, da werde ich vergleichen.

Hehe, der gute Kai hat wohl noch keinen Refraktor oder Achro justiert :-) Auch den 127/635 habe ich nachjustiert. Möchte den Thread nicht kapern oder zu weit offtopic führen - hier ein Beispiel von einem langen, ein Istar 150/1800. Er hat deutliche Koma, und die Farben haben auf der Achse nicht nur einen Längs Fehler, sondern sind auch gegeneinander quer verschoben. Kann jede Menge passieren!
https://farm3.staticflickr.com/2819/33821607080_a0e1a51a42_o_d.jpg

lg Tommy

 
hallo Gerrit,

ich hab mit KB Film angefangen, und einem ganz obskuren 9" Dobson mit Fullerscope Spiegel auf Selbstbaumonti. Das Foto vom Orionnebel hängt noch an der Wand.
Weiss ja nicht, was der Uli da für ein Sample gehabt hat, sieh den Bericht und das Foto mal an.

Die Aufnahme im Bresser Blog ist kleiner als Postkartenformat, da sieht man ja nix, überhaupt keine Farben. Hast wo eine höhere Auflösung?

Die Einsteiger heute sind mit Fotos bester Qualität aus dem Internet gesättigt, die haben heute andere Ansprüche als anno dazumals.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

schau mal in Abenteuer Astronomie rein, da gibt es auf S.54 eine Ganzseite mit dem Schwertgehänge. Ich entnehme dem Thread nun, dass also ED-Benennung hin oder her dies wirklich das Teil ist. Nun, in der Region Running Man N. sieht man, dass die Sterne in der wiedergegebenen Aufnahme runtergerechnet wurden und dabei hat's dicht neben den Sternen halt den Nebel mit in den EBV-Strudel gerissen: Dunkle Ringe um die Sterne. Es ist also doch recht heftig. Da bin ich ganz bei Dir: Das würde ich nun einem Einsteiger nicht zumuten. Das sind für mich auch wirklich die Grenzbereiche, wo man überlegen darf, ob EBV hier nun das Bild erst brauchbar macht, oder ob man nicht eher sagen muss, dass es dann endgültig kaputt gerechnet werden, weil der Bildästhetik dann echtes Detail geopfert wird.
Ich bin zu einer Zeit in die Astrofotografie eingestiegen, als es hieß, man solle sich vom Flohmarkt eine Praktika besorgen. In dem Rahmen (und angesichts der Empfindlichkeit damaligen Filmmaterials) stellte sich das wirklich anders dar. Da ist nicht nur ein gestiegener Anspruch an das abgebildete Ergebnis, sondern da ist auch eine ganz andere Bereitschaft bezüglich des Aufwandes. Wenn kein Autoguider da ist, wird nicht manuell geguided, sondern man macht halt die Belichtungszeiten so lange kürzer, bis die Ausschussrate passt.

Die Darstellung, ein Refraktorobjektiv bräuchte quasi nicht seine optische Achse in den OAZ werfen, finde ich haarsträubend. Ja gucken die denn noch durch? Oder schieben die alles auf Okularasti?

Naja. Ich stellte dar, dass ich das Gerät selbst als Widefield-Kanone für unnötig überzogen halte, mit f/4,5. Ich glaube das ist der Punkt, an dem eine Art Massen-Blutgrätsche einsetzte. Wenn ich mir das Bild so anschaue... Das Gerät ist mit f/4,5 unnötig überzogen. Schade eigentlich. Aber gut, neben dem besagten Bild steht auch abgedruckt, dass die visuelle Nutzung stark eingeschränkt ist, weil nur ein (einziges) Okular beilag.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

ich versuche mal eine Art Bestandsaufnahme. Wir haben ja wieder mal "Überlänge" und da schadet eine Standortbestimmung eventuell nicht.

Nur mal von Bresser/Lunt ausgehend haben wir aktuell und neu entwickelt drei Geräte, wohl mit gleicher/änlicher Fertigungs-/Ausstattungsqualität zu sehr günstigen Preisen.

1. einen 102/460er ED f/4,5

2. einen 102/500er FH f/6 - Edit: natürlich 102/600er FH f/6


3. einen 102/1350er FH f/13

Wir sehen, dass eigentlich der ED in der Lage ist, dem f/6 FH ganz klar den Rang abzulaufen.
Nur 10 Euro Preisaufschlag setzen für Tommy Fragezeichen, ich nenne zusätzlich noch die m.E. deutlich angespanntere Fertigungssituation und engere Toleranzen für akzeptable Abweichungen bei f/4,5 gegenüber f/6. Über die Serie gesehen ist die Qualität besser/leichter zu halten.
Dennoch müsste es zumindest dafür passen und da hilft dem f/6 die höhere, parxistauglichere Brennweite auch nicht viel weiter, weil er eben das ED-Potenzial nicht hat.

Nun wollen wir

4. einen 120/620er ED f/6

Der würde, da sind wir uns wohl alle einig, für diese drei Neuentwicklungen und eine Vielzahl anderer Teleskope bedeuten, dass Kunden die eine praxis-/leistungsbezogene Kaufentscheidung treffen, sie in den Regalen liegen lassen.

Ist das
-seitens Bresser zu erwarten
-von irgendeinem anderen "Vollsortimenter" zu erwarten
oder bauen wir hier doch wieder mal ein ebenso nettes wie unrealistisches Luftschloss!?

Was kann man da als Argument bringen?

Er wäre wohl z.B. auch (wenn ich das als Nichtfotograf richtig verstehe) von den Genannten der einzige ernstzunehmende Kandidat für einen guten Einstig in die Fotografie.
Das wäre ein absolutes PRO Argument, eventuell auch für Händler/Hersteller/Marketingstrategen nicht von der Hand zu weisen.


Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

2. 102 / 600 mm F/5.9

Und das ist der AR102-S der im Sonderheft Abenteuer Astronomie vorgestellt wird. So zumindest das Inhaltsverzeichnis.

Gerd referenziert aber den AR-102xs! XS!!!

Gerd hat angeregt eben einen 100 mm F/6 mit günstigen ED-Gläsern zu bauen.

Eigentlich taugt Gerds erstes Posting als Zusammenfassung.

Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

naja der f/6 FH wurde sehr spät und eigentlich nur durch die Konfusion der Bezeichnungen in den Thread getragen und war mir als Neuerscheinung nicht so geläufig.

Somit stellt sich schon für ein weiteres Gerät die Sinnfrage und dieses Gerät ist auch einzubeziehen, wenn man sich die Frage stellt, wie man einen f/6 ED verargumentiert, gerade wenn man den Händlern oder Herstellern gegenüber versucht.

Natürlich kann man das so sehen wie Du.
Damit stellst Du aber den ganzen Wust von Beiträgen bis hier hin (auch Deine Eingen) in Frage.

Gruß
*entfernt*

PS: Nun habe ich sogar selbst zur weiteren Konfusion beigetragen und
2. 102/500 f/6 geschrieben. Natürlich meinte ich 102/600.
Ich habe geändert und gekennzeichnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Gerd,
Zitat von Gerd_Duering:
Na ja wie ich schon mal hier sagte.
Die Verdrängung diverser am Markt befindlicher FH durch so einen universellen ED 102 f/6 zum gleichen Preis könnten die Hersteller sicherlich verschmerzen wenn sie dafür mit diesem ED und zum gleichen Preis den gleichen Kundenkreis erschließen können.
Dann verkaufen sie eben diesen ED statt der FH und machen den gleichen Umsatz, was wäre so schlimm daran?

Der Kundenkreis wäre wohl noch größer, als nur die, die bisher kurze oder richtige FHs gekauft haben: Mir als geizigen Kleinstteleskopliebhaber sind die eben zu bunt, zu lang, haben zu wenig Öffnung oder sind aber zu teuer.

Zitat von Gerd_Duering:
Na ja ein Modellwechsel mit anschließendem Abverkauf veralteter Modelle ist doch etwas völlig Normales, das gibt es ständig in allen möglichen Bereichen.
Warum sollte sowas ausgerechnet bei Refraktoren ein Unding sein?
Na gut hier ist man wohl nicht so gewöhnt was in anderen Bereichen die normalste Sache der Welt ist.
Wobei sich mit dem Aufkommen der Chinaware auch auf dem Refraktormarkt in den letzten 20 Jahren ja schon so einiges getan hat.
Natürlich sind Modellwechsel und Abverkäufe das Normalste der Welt; wenn man als Einziger einen 4" F/6+ Volks-ED anbieten kann, freut sich sogar die Marketingabteilung.
Bresser hat aber drei Teleskope gerade erst deutlich verbessert, die durch so einen Volks-ED obsolet werden würden.
Für Bresser wäre das also nicht sonderlich attraktiv und einen Schritt weiter gedacht sogar sehr unbequem:
Dieses Marktsegment wird ja auch von Celestron/Skywatcher und Hausmarken wie TS und Omegon bedient.
Bei den Hausmarken wären 'nur' die EDs bedroht, bei TS zusätzlich noch ein FH.
Synta hat hat da eigentlich nur uralte 08/15 Refraktoren, unter dem Label Celestron eben noch mit viel Plastik aufgepeppt.
Sollten die auf die Idee kommen, "Volks-EDs" zu produzieren - also billige Partnergläser, brauchbarer OAZ, Ausschwärzung/Verblendung muss man ggfs. selbst verbessern - wird es für den Rest eng. Erst recht, wenn das als System angelegt ist - also 3", 4", 5", vielleicht sogar 6" (darüber wird die Qualitätssicherung eh utopisch) und mit dafür gerechneten Flattenern und Reducern; Barlows dürften weniger speziell sein, wobei man vielleicht auch noch derartige als Extender mitverkaufen könnte. Das dann noch verschraubt anstatt irgendwo geklemmt und verkippt und fertig ist das ausbaubare universelle Einsteigerteleskop.
Parallel dazu noch hochwertige Triplets oder Doublets, und schon ist man Systembedingt auch noch Markengebunden, wenn man nach einiger Zeit etwas Besseres will, ohne außer der Montierung alles zu verkaufen.

cs
Jürgen
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Gerrit,

naja der f/6 FH wurde sehr spät und eigentlich nur durch die Konfusion der Bezeichnungen in den Thread getragen und war mir als Neuerscheinung nicht so geläufig.

Somit stellt sich schon für ein weiteres Gerät die Sinnfrage und dieses Gerät ist auch einzubeziehen, wenn man sich die Frage stellt, wie man einen f/6 ED verargumentiert, gerade wenn man den Händlern oder Herstellern gegenüber versucht.

Natürlich kann man das so sehen wie Du.
Damit stellst Du aber den ganzen Wust von Beiträgen bis hier hin (auch Deine Eingen) in Frage.

Gruß
Günther

PS: Nun habe ich sogar selbst zur weiteren Konfusion beigetragen und
2. 102/500 f/6 geschrieben. Natürlich meinte ich 102/600.
Ich habe geändert und gekennzeichnet.

Hallo Günther,

vor Deiner Fantasie habe ich Respekt. Für mich können die Beiträge so stehen bleiben. Es läuft halt auf A.de mal so. Zu einzelnen Inhalten habe ich meine Kritikpunkte.

Ich hätte die Zusammenfassung aber nicht gebraucht, um das ursprüngliche Anliegen von Gerd noch zu "erinnern".

Den AR-102S gibts schon ziemlich lange. Ich sah ihn im neuwertigen Zustand mit Hexafoc für 155 Euro. Und dachte ja günstiger kommste nicht an den Hexafoc drann.
Und für jemanden der selbst baut, ist das ein gefundenes Fressen. Außerdem wollte ich wissen, wie gut sich der OAZ im VErgleich zum Steeltrack, Octo60 usw. macht.
Und da bleibt der Octo60 in dem Preissegment meine Nr. 1. Günstiger kann ich es auch nicht optimieren. Beim Hexafoc muß man nochmal kurz ran. Dann passt der auch.
LG
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja Gerrit,

so ist das.
Du brauchst dieses nicht, ein andere braucht das nicht und schreibt wieder was das der Nächste nicht braucht.
Das führt dazu, dass man sich mehr miteinander als mit dem Thema beschäftigt.

So werden wir alle dem Sinn von Foren gerecht. :biggrin:

Hmm, der Erfahrungsbericht aus Cloudy Nights ist, mit aller gebotenen Vorsicht betrachtet, recht interessant und bestärkt den Wunsch nach f/6.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo Günther,

:Trost:

F/6..... dann hätte man den Allrounder. Wir wissen und Bresser schreibt ja implizit, daß der XS es nicht ist.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

also los, wir brauchen gute Gründe, auch fürs Marketing.
Immerhin wäre so ein f/6 FH ein ziemlich eiserner Besen beim Lagerkehraus.

Ich habe ja schon angerissen, dass der f/6 ED die einzige ernstzunehmende Variante gegenüber den drei Erstgenannten und vorhandenen Teleskopen sein könnte.
Ob das stimmt, dazu kannst Du doch viel mehr sagen, denn ich habe von Foto nun mal gaaaaanz viel Ahnung. :/

Gerd könnte sicher besser beurteilen und verargumentieren als ich, ob f/6 gegenüber f/4,5 signifikant besser für die Einhaltung einer Qualitätsvorgabe unter gleichen Produktionsbedingungen ist.

Da gibt es sicher noch mehr Ansätze für Leute die in harten Euros rechnen.
Dass so ein Ding für uns praktisch ein Traum wäre, spielt da doch eher keine Rolle.

Gruß
*entfernt*


 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ich glaube, man muß einfach mal die Perspektive wechseln um zu verstehen, daß man das garnicht möchte. Am Ende des Tages verdient man am Einsteiger auch Geld. Und erfreut sich damit an der Diverstität im Lagerbestand.
Wenn jemand mit einem kurze FH einsteigt und dann mit der Forderung nach mehr Farbreinheit kommt, verweißt Bresser auf den F/13.... Wenn das noch nicht reicht, verweißt Bresser auf ES Geräte.....

Das wären dann über 510 Euro im Umsatz.

Wenn wir alle mal davon leben müßten, was wir hier schreiben, sähe die Diskussion auch anders aus.

Günther: Da bauen wir uns doch auch unsere Teleskope so, wie wir sie gerne hätten.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

du missverstehst meine Perspektive, wohl weil Du eine Andere hast.
Ich sehe im ganzen Thread nur dann einen Sinn, wenn wir den Marketingleuten eine Perspektive geben können die

FÜR SIE

den f/6 ED lohnenswert und damit profitabel machbar erscheinen lässt.

Gruß
*entfernt*





 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben