Zeigt her all Eure Planetenokulare

Hallo, zum Thema Okulare möchte ich festhalten- langfristig gesehen ist die Wahl der richtigen Okulare ganz einfach.

Am Anfang als Schüler hatte ich zwei billige Huygens Okulare und eine unbrauchbare Barlow mit Plastiklinsen, die waren halt dabei.

Dann kam ich drauf, man sollte 3 Okulare haben: Ein Langbrennweitiges zum einfachen Aufsuchen und für die Beobachtung ausgedehnter Objekte.
Eines mit mittlerer Brennweite für durchschnittliches Seeing, das am häufigsten gebrauchte Okular. Und natürlich ein Drittes, eines mit kurzer Brennweite für besonders gute Bedingungen. Ich stieg um auf Orthoskopische Okulare, bezahlbar aber gute Qualität.
Dies war die Phase in der sich wohl viele befinden: Auf der Suche nach einem guten Preis Leistungsverhältnis.
Dann kam mir, die etwas luxeriöse Idee, man könnte die Lücken in den Brennweiten, mit zwei weiteren Okularen stopfen. Kann man machen, muss man aber nicht.

Es folgte der Umstieg vom Newtons zu Dobsons, und ich wollte wenigstens ein wirklich gutes Weitwinkelokular besitzen.
Ich teste viel und entschied mich für ein Televue.
Es war fast ebenso gut an den Planeten, aber mit sehr viel größerem Gesichtsfeld.
Ich kaufte es und bereute es nie, als ich es mir leisten konnte, legte ich mir nach und nach weitere solche Okulare- zum Teil auch gebraucht- zu.
Als ich dann überraschend bei einem Wettbewerb einen ganzen grossen Satz Okulare der Mittelklasse gewann, verkaufte ich diesen sofort und kaufte mir darum noch mehr Televue.
Ich hab es nie bereut, eine Anschaffung fürs Leben, während viele Teleskope kamen und gingen, die Okulare blieben und ich würde sie auch nicht mehr hergeben wollen auch wenn ich heute oft eine ASI Kamera verwende statt eines Okulares und mir das Bild am Laptop ansehe.

CS Mike
 
Das ist eine gute Frage. Vielleicht liegt es einfach daran, dass man bei 3,5 mm schon im Grenzbereich der meisten Teleskope ist und deshalb eher einfache(re) Designs wie die Vixen HR oder die Takahashi TOE für die Beobachtung von Planeten bevorzugt? Ein großes Gesichtsfeld wird für die Beobachtung von Planeten nicht benötigt.

Bei mir liegt es an der fehlenden Nachführung für den f5 Dobson. Optisch sind die Pentax XW 7 mm und 5 mm hervorragend, und laut Internet ist die Leistung des 3,5 mm der gleichen Liga.
 
Das ist eine gute Frage. Vielleicht liegt es einfach daran, dass man bei 3,5 mm schon im Grenzbereich der meisten Teleskope ist und deshalb eher einfache(re) Designs wie die Vixen HR oder die Takahashi TOE für die Beobachtung von Planeten bevorzugt?
Ja, da magst du gegebenenfalls Recht haben. Jedoch sind die TOE und die HR Ocular hinsichtlich ihres Preises über dem des XW. Es ist ja bekannt, dass die typischen in Anführungsstrichen beliebten Planeten Okulare noch besser abbilden können. Der Betrag um den sich hier handelt treibt mich eben um. Der Einblick in einem 3,5 mm Nagler oder XW dürfte zweifesohne weitaus besser sein. Das Okular selbst mit dem größeren Gesichtsfeld ist sicherlich universeller einsetzbar. Ich schwanke da noch sehr wollte einfach mal in die Runde fragen.
 
Bei mir geht der erste Griff zu einem "Planetenokular" zum günstigen SVBony 3 -8mm Zoom. Damit schau ich was das Seeing an Vergrößerung zuläßt.
Erst danach greife ich zu meinen 82° Festbrennweiten, die durch einen größeren Augenabstand und größeres Sichtfeld bei der Nutzung komfortabler, aber optisch nicht unbedingt besser sind.
Spezielle Planetenokulare verwende ich nicht und vermisse sie auch nicht wirklich; zumindest bis jetzt.

Gruß Horst
 
Hallo, Sven Wienstein hatte das XW 3.5 damals getestet, hat wie erwartet sehr gut abgeschnitten..den Bericht gibt es noch auf seiner Website..ich benötige eigentlich kein so kurzbrennweitiges Okular, obwohl ich sowas auch einmal hatte, jetzt verwende ich für die seltenen Gelegenheiten das 7mm Delite mit einer 2x Barlow..diese Kombi funktioniert prima.. beste Grüße Olaf
 
Hi, mein Lieblingsokular für Höchstvergrösserung beim Beobachten des Mondes und der Planeten bei Spitzenseeing ist das 3.7 Ethos, verbindet es doch hohe Vergrösserung mit extrem großen Feld.

Das 4.7 Ethos brauche ich beim Filmen
20250813_131245.jpg
ständig zur Positionierung des Teleskops bevor ich dann auf die ASI Kamera wechsle, sehr praktisch.

CS Mike
 
Hi, mein Lieblingsokular für Höchstvergrösserung beim Beobachten des Mondes und der Planeten bei Spitzenseeing ist das 3.7 Ethos, verbindet es doch hohe Vergrösserung mit extrem großen Feld.

Das 4.7 Ethos brauche ich beim Filmen Den Anhang 498687 betrachtenständig zur Positionierung des Teleskops bevor ich dann auf die ASI Kamera wechsle, sehr praktisch.

CS Mike
Gratuliere zu diesen wunderschönen TeleVue Okus. Habe ich mir auch schon mal überlegt.
Ein Sonderangebot sind die aber mit knapp 1k€ auch nicht gerade.
 
Danke Walter, ich habe auch nicht alle neu gekauft, habe von einem sehr netten und kompettenten Sternfreund und Teleskopbauer mal 2 Ethos um insgesamt 400€ bekommen.
CS Mike
 
Ein Angebot für zwei Ethos für 400.— sind ein Traum, da kann man ja gar nicht nein sagen.
Ist ja fast wie bei meinen TV Nagler 22mm und 12mm, die habe ich auch für ein Schnäppchen auf einer 2nd-Hand-Plattform ergattert für kleines Geld. Das zahlt sich dann schon sehr gut aus. :-)
 
... jetzt verwende ich für die seltenen Gelegenheiten das 7mm Delite mit einer 2x Barlow..diese Kombi funktioniert prima.. beste Grüße Olaf
Hallo Olaf,
ich habe bei gutem Wetter mehrfach testweise mein Pentax XW 7mm mit einer Orion Shorty Plus (2x) kombiniert. Das Ergebnis hat mich am Planeten nicht überzeugt. Im Nachgang habe ich dann bei Cloudy Nights gelesen, dass die Barlow eher den Faktor 2,2x hat und ich damit effektiv bei einer Brennweite von 3,2mm lande und damit vermutlich schon in der Übervergrößerung für f5. Alternativ könnte auch die Kombination Okular + Barlow nicht optimal sein. An welcher Optik benutzt Du denn das Delite mit der Barlow?

Freundliche Grüße
Alexander
 
Das Ergebnis hat mich am Planeten nicht überzeugt.
EIN Problem solcher (experimentellen) Konfigurationen könnte unter anderem a) die unterschiedliche Anspruchsebene und b) die Wahrnehmungsschwelle des Anwenders sein?

Zur Info: Habe nun ein 3,5mm XW erworben und kann ja dann nach dem FL meine subj. Eindrücke schildern. Am APO F8 V=228x bei 0,4mm AP.
 
Ich gratuliere Dir zum Neuerwerb und bin sehr an deiner Erfahrung interessiert.
besten Dank, Alexander. Ist allerdings aus dem Marktplatz, scheint aber wie neu.
Wird eine kleine Woche+ dauern aber wenn Erfahrungen vorliegen werde ich gern einmal berichten.

Allerdings besitzen sicher auch Kollegen hier im Forum das Okular und können ggf. auch eine Einordnung vornehmen.
Würde mich ebenfalls interessieren.
 
An welcher Optik benutzt Du denn das Delite mit der Barlow
Hallo Alexander, kommt gelegentlich an einem 8" f/6 Newton und am ED Apo f 7.7 zum Einsatz, ich bin aber kein Freund von Beobachtungen mit kleinen AP und Experimenten im Grenzbereich, weniger ist oft mehr und für mich ist ein kleineres, aber dafür scharfes und ruhiges Planetenbild in größeren Gesichtsfeldern lieber, weniger Details sehe ich dadurch nicht, ist aber entspannter für Auge und Gehirn..
Meistens nutze ich meine Televue 2x Barlow mit dem Delos 10..habe kein Bedarf mehr für ein 5mm Okular..1a Kombi..oft reichen mir aber auch die 10mm Brennweite zur Planetenbeobachtung..
Delite 7 mit Barlow wird wie gesagt ganz selten benutzt, ist mir zu nervös das ganze, dunkel und flau, was ja normal ist..trotzdem habe ich keine Probleme nach kurzem Einsehen etwa Saturns Cassiniteilung zu sehen.. deswegen halte ich diese Kombi unter diesen Umständen doch für recht brauchbar..
Die Frage nach der Optik wird möglicherweise wenig klären..Pentax 7 und Orion Shorty verhalten sich sicherlich ganz anders als mein Equipment...beste Grüße Olaf
 
Hallo Okularfreunde,

sehet Hier:



sonnige Grüße
Achim

Sonnenobservatorium-Köln
 
Delite 7 mit Barlow wird wie gesagt ganz selten benutzt, ist mir zu nervös das ganze, dunkel und flau, was ja normal ist..trotzdem habe ich keine Probleme nach kurzem Einsehen etwa Saturns Cassiniteilung zu sehen.. deswegen halte ich diese Kombi unter diesen Umständen doch für recht brauchbar..
Hallo Olaf,
besten Dank für Deine Eindrücke. Ich konnte die Kombination XW 7mm + Barlow direkt mit dem XW 5mm an Jupiter vergleichen. Natürlich war das Bild dunkler, aber das war gar nicht so dramatisch. Ich konnte aber Verwirbelungen in den Wolkenbändern, insbesondere in der Nähe vom roten Fleck, im XW 5mm deutlich besser erkennen. Die höhere Vergrößerung hat die Detailstrukturen eher verwaschen wie ein Weichzeichner.
 
und hier:


beste Grüße
Achim

Sonnenobservatorium-Köln
 
EIN Problem solcher (experimentellen) Konfigurationen könnte unter anderem a) die unterschiedliche Anspruchsebene und b) die Wahrnehmungsschwelle des Anwenders sein?

Hallo zusammen,
auch häufig anzutreffen sind Bedienfehler wie Dejustage und schlechte Thermische Kontrolle.
Ich kenne Sternfreunde, die Jahrzehnte damit verbracht haben, die Grenzschicht zu beobachten, weil sie das thermische Verhalten ihres Teleskops nicht kannten.
Dass dann die Seeing-Bedingungen nur sehr selten im Jahr wirklich gut sind, ist kein Wunder und Schlussfolgerungen über das Equipment machen dann auch nur wenig Sinn.

Ich konnte aber Verwirbelungen in den Wolkenbändern, insbesondere in der Nähe vom roten Fleck, im XW 5mm deutlich besser erkennen. Die höhere Vergrößerung hat die Detailstrukturen eher verwaschen wie ein Weichzeichner.

Im Grunde ist diese Beobachtung der normale Verlauf einer Optik, da ja mit wachsender Vergrößerung auch die Beugung mit vergrößert wird.
Die MTF fällt von links 100%, nach rechts gegen 0% ab.
Keine Optik kann bei maximaler Vergrößerung von AP 0,5mm das gleiche Bild zeigen wie z.B. bei 1mm.
Bezieht man realistischer Weiße dann auch noch die Augen-MTF mit ein, sieht die Sache noch schlechter aus.
LG
 
Hallo, natürlich sollte die Optik vor jeder Beobachtung gut justiert werden, gehört für mich und sicherlich auch für die meisten Sternfreunde zum Pflichtprogramm nach dem Aufbau des Teleskops..und natürlich spielt das Seeing eine Rolle um gute Ergebnisse am Planeten zu erzielen..ist es perfekt, was nicht oft der Fall ist, kann man sich glücklich schätzen solch eine Nacht erwischt zu haben..ich kann solch perfekte Nächte an einer Hand abzählen...aber ich habe jobmäßig sowieso nicht viel Zeit zum beobachten und muss nehmen was mir der Sternenhimmel turbulenzenbedingt so anbietet.. trotzdem bin ich der Meinung das zur Beurteilung von optischem Equipment nicht immer das perfekte Seeing vorhanden sein muss wie ich es hier von Quanten hoffentlich richtig verstanden habe..ich habe etliche gute Okulare am Auge gehabt und konnte deren Qualität auch unter halbwegs guten Bedingungen sehr gut einschätzen..gute Qualität springt sofort ins Auge auch wenn das Seeing nur gut und nicht perfekt ist..beste Grüße Olaf
 
Einspruch Olaf,

Komm vorbei und ich zeige es Dir, an Deinem Auge, bzw. Deinen Augen, wir haben zwei und die sollten wir auch benutzen.

Liebe Grüße
Achim
 
....wer ein XO 5 / 2,5 im Doppelpack erwerben möchte, im Marktplatz werden aktuell welche angeboten :teleskop:
Danke für den Hinweis! Mir ist bewusst, dass das Pentax XO 5 mm selten und begehrt ist, allerdings fehlten mir konkrete Marktpreise. Bei den vom Verkäufer erhofften fast 900 € wird sicher niemand einen Spontankauf machen. Gut für mich, denn bei Okularen um die 5 mm habe ich schon einige Spontankäufe getätigt. ;)
 
900 € wird sicher niemand einen Spontankauf machen
ach naja, ich habe Käufer erlebt, dessen alleiniges Bewusstsein einen Gegenstand zu besitzen irrationale Investitionen rechtfertigte.
(mein Vater war Restaurator für hochpreisige Sammlergegenstände)

Die Debatten um die Sinnfrage sind in diesen Ebenen zwecklos. Ich kenne das XO aus eigener Anschauung, aber so sehr hing mein Herz nicht an der Leistung, als das ich mich nicht hätte von ihm trennen können, dennoch, ein sehr schönes Okular. Aber um ein Okular im Sinne seiner Aufgabenzuordnung geht es es bei diesen Preisen schon gar nicht mehr.
 
Hallo Dominique,

Korrekt, darum testet man Optiken / Okulare auch ausschließlich terrestrisch, möglichst bei bewölktem Taghimmel.
Dann habe ich so gut wie keine Seeingeffekte.

Ein Sterntest / Mond / Planet bei Nacht ist fast unmöglich, weil ich fast nie ein optimales Seeing habe.

Ein Sterntest bei Tag an einer beleuchteten Edelstahlkugel ist immer optimal und zeigt Dir sehr schöne Beugungsbilder.


sonnige Grüße
Achim

Sonnenobservatorium-Köln
 
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