Flohmarktfund/Einsteiger

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Beavis
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo,

Mond: da reicht dein vorhandenes Equipment und das Handy mit entsprechendem Adapter schon einmal aus.

Planeten: um ansprechende Fotos von Planeten zu machen, benötigst du relativ viel Teleskopbrennweite, ggf. zuzüglich Barlowlinse, die die Brennweite zusätzlich verdoppelt oder auch verdreifacht. Mit der DSLR ist das aber eher schwierig. Für Planeten verwendete man früher eine Webcam, heute eine kleine Planetenkamera. Es wird ein Video, bestehend aus sehr vielen kurzbelichteten Einzelaufnahmen erstellt, die mit entsprechender (Gratis-) Software zu einem Bild übereinandergelegt (neudeutsch "gestackt") werden.

Nebel: ich verwende, wie du auch, eine (astromodifizierte) DSLR mit Objektiven zwischen 50mm und 200mm Brennweite auf einem guten Fotostativ. Um aber längere Belichtungszeiten als 2 bis 10 Sekunden zu erreichen, verwende ich zusätzlich eine einfache kleine Nachführung (Tracker). so komme ich auf Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis zu 2 Minuten.

Kugelsternhaufen: Das ist dann schon die "Königsdisziplin" in der Astrofotografie. Für kleine astronomische Objekte wie Kugelsternhaufen, die meisten Galaxien, oder auch planetarisch Nebel, benötigst du mehr Brennweite, als mit Objektiven , aber auch Lichtstärke (fotografisch optimiertes Teleskop) und automatisch geführte Nachführung (nennt sich Autoguiding). Das bedeutet eine motorisierte gute Montierung, ein zweites kleines Teleskop mit Guidingkamera und entsprechender Steuerung, nächtelanges Belichten und gute Kenntnisse in der nachträglichen Bildbearbeitung.

Viele Grüße
Jochen
 
Dann haben wir dich ja jetzt richtig angefixt :D

Die Brennweite geht schon Richtung Planeten. Die Kombi wird für gute Fotos vermutlich aber noch etwas wackelig sein. Ich hatte eine ähnlich leichte Montierung von Bresser, das war auch noch nicht so das gelbe vom Ei. Für gute Planetenfotos ist eine Motorisierung sehr sinnvoll sonst biste die ganze Zeit am Leiern :)
Wenn du nicht jetzt direkt in die Fotographie einsteigen willst, ist aber tatsächlich ein Dobson was Teleskop/Geld angeht am besten. Ich hab selbst noch keine Planetenfotos mit einem Dobson gemacht, es gibt aber Leute, die das machen. Wenn du Planeten mit einer Equatorialen Montierung beobachten und Fotographieren willst, wäre eine Montierung der klasse eq5 oder zumindest ähnlich skywatcher eq 3 mit Motoren sinnvoll.
Ich glaube hier im Markt wird grad ne eq3 mit Motoren angeboten.
Für den Anfang ist sowas wie die asi 120 mc eine Kamera, mit der man durchaus gute Planetenfotos machen kann. Es gibt noch ein paar günstigere z. B. von Svbony, die hab ich aber selbst noch nicht ausprobiert.
DLSRs sind für Planeten nicht so geeignet.
Du sagst ja auch, dass bei dir die Zeit knapp ist, da ist natürlich die Frage, ob du jetzt eine Equatoriale Montierung brauchst/willst. Da ist der Aufbau/ die Ausrichtung aufwendiger, da die Richtung Polarstern schauen muss, damit die Nachführung funktioniert.
Gruß Jonas
 
Hallo,
lies mal hier, was zur Verwendung einer EQ3-1 schon für ein nur 114/900 Newton gesagt wurde.
Ich würde das ebenso sehen.
Auch bei astro-foren.de gibt es einen Beitrag zum Thema Stabilität der EQ3-1 .
Ich kenne diesen Megastar 150/1400 nicht, aber aus der Beschreibung würde ich darauf tippen, dass es sich bei der kurzen
Baulänge nur um einen Newton mit vielleicht 700mm Brennweite des Hauptspiegels und einer intern verbauten Barlow-Linse
(wird hier "integrierter Korrektor" genannt) handeln kann.
Aber 1400mm Brennweite bei einer so leichten Montierung kann eigentlich keinen Spass machen.
Da brauchst Du das Teleskop vermutlich nur minimal berühren (z.B. am Okular) und das Bild wackelt vermutlich wie der gleichnamige Pudding.
Eine manuelle Nachführung kann ich mir da auch nicht recht vorstellen, weil bei der Brennweite alles relativ zügig aus der Bildmitte
wandert und Du in einem fort nachführen musst.....
Also. ohne motorische Nachführung ( z.B. diese ) vermutlich der totale Frust.......
Dann schreiben fast alle, dass die Okulare nix taugen. Also da wird man auch nochmal 100-200€ in die Hand nehmen müssen......
D.h. dann bist du schonmal bei gut 500,- Euro.

Mal sehen, wer da noch so seine Meinung abgeben möchte.
Wie gesagt, ich kenne das Teil selbst nicht, hätte da aber echte Bedenken.......
CS
Jürgen

 
Hallo Beavis,
ja, sortier mal.
Bei vielen Dingen gilt der bekannte Spruch : "Wer billig kauft, kauft zweimal."
Ich glaube, das gilt für nichts so sehr, wie für Astro-Sachen .
Ich würde an Deiner Stelle abwarten, bis Du mal was Gebrauchtes günstig schiessen kannst.
Die Planeten-Saison startet erst so ab Juli, wenn Jupiter und Saturn abends zu sehen sind.
Du hast also noch alle Zeit, zu suchen ;) !
CS
Jürgen
 
Sehe ich ähnlich :) sowas hier wäre passend

Für den Anfang könntest du natürlich deinem Newton Rohr Schellen verpassen und auf eine stabilere Montierung setzen. Und später, wenn was sinnvolles gebrauchtes angeboten wird, das Teleskop aufrüsten.

Gruß Jonas
 
Zuletzt bearbeitet:
280,- ist meiner Meinung nach mit Polsucher und der Motornachführung ein echt fairer Preis !
Das ist dann schonmal 'ne gute Basis, was man dann da drauf packt, wird sich sicher finden.
Vielleicht ein 150/600mm Newton und für die Planeten dann noch eine gute Barlow.......
CS
Jürgen
 
So.... Ihr Übeltäter.?
Ich fange mal an zu sortieren.
1) erstmal mein Fund hat viele Probleme. Das wacklige Stativ, die Fixierungen lösen sich sehr schnell. Ich komme mit dieser Art der Nachführung noch nicht ganz so klar. Aber das ist eventuell Übung. Die Scharfstellung funktioniert nicht ganz sauber. Und ein Gewinde ist im [zensiert]. Das Teil wo das Okular rein kommt, hält nicht richtig. Also hätte ich gern was neues...
2) ich bin eher so der spontane Typ. Ich schaue aus dem Fenster und denke, jetzt könntest du Mal. Aktuell sehe ich in Richtung Garten über mir den großen Waagen und auf der anderen Seite Orion. Aber bei letzterem ist es nicht so dunkel. Lichtkarte zeigt mir prinzipiell hier auf dem Feld die Farbe grün. Also so lala...
Auch Zeit ist immer so ein Problem.
3) bezüglich Sternenhimmelfotos reicht mir erstmal unsere Canon 50d... Ich muss mal nachfragen, welches/ob wir ein Weitwinkel haben. Ich habe gesehen, dass da recht gute bzw auch interessante Ergebnisse möglich sind. Eventuell folgt dann mal eine mechanische Nachführung. Diese lx3 klingt interessant.
4) Planetenfotos....hm... Klingt mir erstmal zu teuer und auch ein wenig zu aufwändig. Mal ein Blick auf die typischen Planeten wäre nett, mit dieser Barlowlinse, sonst ist es mir zu klein. Den Mond habe ich ja schon ganz gut getroffen, mit dem Handy?. Mit der 6mm Linse ging es nicht, der Handyhalter hält nicht dran, weil die Linse zu kurz ist.
5) also was bleibt... Der Rest natürlich was folgende Kriterien erfüllt...
a) Preisrahmen so bis 300€
b) stabil, aber einfach zu bedienen, bisschen mehr als mit dem Auge sehen. Eventuell Mal ein Nebel und so... Etwas mehr besonderes eben.
C) ich tendierte zu einem Dobson. Aber bei diesem Anstupsen zum Positionieren glaube ich, dass ich zu grobe Hände habe. Oder ich habe das Prinzip nicht verstanden. Und ich befürchte wieder ein sehr schnelles Verstellen.
Bei den Teleskopen bekomme ich es noch nicht ins Verhältnis gesetzt, was ich benötige. Physikalisch habe ich es aber einigermaßen verstanden. So ein Simulator ist da hilfreich.
Aber im Prinzip ist hier eventuell weniger Brennweite und mehr Öffnung auch eine gute Idee in Bezug auf schnell bereit sein?
d) dann gibt es ja noch Ferngläser.... Da fehlt mir jegliche Vorstellungskraft, was ich dann tatsächlich sehe.Und auch, ob man da eine Kamera/Handy anhängen kann.

Ich hoffe, es wird jetzt klarer, was ich neu brauche oder nach was ich eventuell auch auf dem Gebrauchtmarkt suchen muss.

Gruß
Steffen
 
Das hört sich nach erstmal irgendwo ausprobieren an. Aktuell leider etwas schwierig.
Ich glaube so leicht verstellen sich Dobsons nicht, sonst wären die nicht so beliebt :)
 
Hallo Steffen,

wenn ich deine ganzen Wünsche und Erwartungen in einen Topf werfe und kräftig umrühre, kommt aus meiner Sicht folgendes heraus:

Newton Teleskop auf Dobsonmontierung 150 / 750.

Ich sage dir auch warum:
Normalerweise würde ich dir jetzt den 8" Dobson empfehlen (wird hier ganz selten empfohlen :p). Visuell kannst du damit eigentlich alles erschlagen, was dir vorschwebt, ein richtiger Allrouder. Auch Fotos von Mond und auch Planeten sind möglich, wenn auch etwas mühsam. Das Nachschubsen ist so schwierig nicht. Ich habe ca. 10 Jahre mit so einem Eimer beobachtet und fand es viel einfacher als gedacht. Nachteil ist lediglich die fehlende Mobilität, mit Auto aber kein Problem und er benötigt etwas Auskühlzeit.

Ich rate dir trotzdem zu dem kleineren 6" Dobson, da er viel leichter ist und später problemlos auf eine parallaktische Montierung der EQ5-Klasse gesetzt werden kann. Newtons mit 150mm Öffnung und 750mm Brennweite (f/5) können sehr gut fotografisch sowohl für Planeten als auchfür Deep Sky Objekte eingesetzt werden, wobei hierfür noch ein Korrekturelement zur Unterdrückung von Koma benötigt wird.

So kannst du quasi in Teilschritten dein Ziel erreichen und musst dir dann im 2. Schritt lediglich eine neue Montierung anschaffen. Für plus/minus 300,- bekommst du schon den Dobson, eine EQ5 mit Motoren ist dann schon etwas teurer. Aber in der Zwischenzeit lernst du viel über den Sternenhimmel, das Beobachten und auch gelegentliches fotografieren lernen und bist dann später für die "echte" Astrofotografie gerüstet (oder auch nicht ;)).

Liebe Grüße
Jochen
 
Nochmal ich,

Ferngläser sind eine wunderbare Ergänzung zum Teleskop. Das beidäugige Beobachten ist ein ganz anderes Seherlebnis und mehr "grab and go" geht nicht. Aber ich würde sie immer als Zusatzinstrument sehen, da sie nur für den Mond und Weitfeldbeobachtungen geeignet sind. Man kann auch mittels Adapter das Handy daran anschließen. Ab 10 x 50 aufwärts ist aber auch ein Stativ unabdingbar.
Gerade wenn du mit deinem Teleskop stundenlang fotografierst kannst du in der Zwischenzeit mit dem Fernglas am Himmel spazierengehen.

CS
Jochen
 
Guten Morgen,
Danke für die Infos.
Ein Out of Box 6" Dobson mit der 750er Brennweite habe ich noch nicht gefunden.
Nach was muss ich denn genau suchen?
Ich glaube, es scheitert am dobson Stativ
 
Hallo Steffen.

Hier wär ein 6" 750er Dop. Dieser ist sogar "faltbar" und hat einen Parabolspiegel:
Oder auch der hier von Bresser, hat auch einen Parabolspiegel:


Es sind aber bei dieser Größe alles Tischdobsons. Mit einer richtigen Box zum auf den Boden stellen werden es welche mit 1200mm Brennweite sein müssen.
Der klappbare hätte aber den Vorteil, dass er sehr leicht ist und wenn man ihn später auf eine Montierung setzt, diese nicht so stark sein muss. Auch könnte man da den Backfokus für die Kamera einstellen, indem man ihn nicht komplett ausfährt. Jedoch weiß ich nicht, ob der Auszug für eine DSLR gut geeignet ist. Astrocams gehen aber recht gut. Von dem Skywatcher gibt's auch ein paar gute Videos bei youtube. Da wird gezeigt, was man an schweren Okularen dran hängen kann und auch, wie Fotos mit einer Astrocam von den Planeten gelingen. Ich hänge sie dir mal an:



Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Viele Grüße
Eugen.
 
Hallo Steffen,

ich bin tatsächlich selbst überrascht, dass es nicht mehr Auswahl bei der Suche nach einem Newton 150 / 750 auf Rockerbox (Dobsonmontierung) gibt. Das schien mir bis vor einiger Zeit noch anders, sorry, wenn ich dir da vielleicht etwas zuviel versprochen habe.

Wichtig wäre (gerade für Fotografie) ein stabiler 2" Okularauszug. Den hat der verlinkte Heritage nicht, jedoch der Bresser. Noch besser wäre eine 1:10 Mikrountersetzung zum Scharfstellen (die haben beide nicht, kann beim Bresser vielleicht nachgerüstet werden).

Alternativ könntest du dir einen entsprechenden Tubus ohne Montierung (OTA) anschaffen, z.B. den hier:


...und falls du etwas handwerkliches Geschick hast, dir eine Rockerbox aus Birke Multiplexplatten selbst bauen. Vorteil: viel stabiler und langlebiger als die bei fertigen Dobsons übliche Pressspahn-Rockerbox, und für deine Bedürfnisse individuell anpassbar. Ist nicht sehr schwierig, Ideen gibts reichlich online.
 
Hallo Steffen,

ich vergaß noch zu erwähnen, dass der von mir verlinkte Newton fotooptimiert ist und auch sonst von besserer Qualität als der Bresser (Crayfordauszug, dünnere Fangspiegelstreben incl. Rohrschellen für eine spätere Adaption an eine parallaktische Montierung.

Tatsächlich habe ich mir den Heritage 150P selbst auch schon Anfang Januar bei Herrn Kloß bestellt und fiebere dem unbekannten Liefertermin entgegen (wahrscheinlich steckt er gerade quer im Suezkanal fest :rolleyes:). Der ist aber wegen dem Wackelauszug eher nicht so für Fotografie geeignet, jedoch ein optimales Reiseteleskop für den Camper.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung
Jochen
 
Hallo Jochen,
Dein Schiff fährt wieder.
Ich tendiere aktuell zu dem Bresser.
Unter anderem wegen dem 2" Okularanschluss.
Hält so ein Dobson seine Lage nur durch die balance oder wird das fixiert?
 
Hallo Steffen.

Ein Teleskop sollte immer durch die Balance seine Lage halten (außer bei den ganz günstigen ALT/AZ Montierungen). Dafür sind beim Bresser auch die Rohrschellen da. Damit schiebst du ihn vor und zurück, bis er im Gleichgewicht ist. Eventuell ist er auch an einer Prismenschiene befestigt. Dann kannst du die dafür nutzen. Bei Großen Dobs (so ab 8" und 1200mm) mit "richtiger" Box werden auch mal gerne Gewichte an den Tubus geschnallt, um ihn auszubalancieren. Das macht man aber erst, wenn da zu viel Ausrüstung vorne dran hängt.
Du kannst die Tischdobs aber meistens auch fixieren. Dafür haben die einen "Feststellknauf" an der Seite. Ausbalanciert sollte er aber trotzdem sein.

Wichtig wäre (gerade für Fotografie) ein stabiler 2" Okularauszug. Den hat der verlinkte Heritage nicht, jedoch der Bresser.
Hallo Jochen. Hätte denn der Bresser überhaupt genug Back Fokus für die Kamera, oder müsste man dafür die Spiegelzelle verschieben?

Gruß
Eugen.
 
Hallo Steffen,

Eugen hat schon das Wesentliche erklärt. Der Bresser ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Die Rohrschellen und die Prismenschiene sind sehr von Vorteil, viele Dobsons haben lediglich Höhenräder, so kannst du ihn gut ausbalancieren. Mit der großen Rändelmutter wird der Widerstand der Gleitlagerung erhöht, damit sich der Tubus bei leichter Berührung nicht sofort verstellt. Wichtig ist, dass die Gleitlager in der Grundplatte und am Höhenrad möglichst ruckelfrei arbeiten, Stichwort: Losbrechmoment. Das kann man durch Anbringen von Teflonpads erreichen, falls nicht schon vorhanden. Eine Dobsonmontierung lässt sich mit wenig Aufwand optimieren, einfach mal googeln.

Auch musst du beachten, dass der Bresser auf Grund seiner Größe auf einen stabilen Tisch gestellt werden muss. Wenn du vom Boden aus beobachten willst, geht das nur mit einem kleinen Hocker oder Schemel.

Wenn dich die Astronomie gepackt hat, wirst du sowieso über kurz oder lang 3 bis 4 Teleskope besitzen, dazu noch diverse Stative und Montierungen, eine kleine Auswahl verschiedener Ferngläser, dutzende von Adaptern und Kabeln, Okulare an der Zahl, verschiedene Kameras. Du wirst dir wünschen irgendwo im Outback zu wohnen und planst den Bau einer Gartensternwarte und eines Anbaus, der das ganze Geraffel beherbergt, und deine Frau wird vielleicht mit Scheidung drohen :p.
Oder du wirst dir wünschen, du hättest dir besser ein gescheites Hobby, wie Briefmarken sammeln zugelegt, wo man sich nicht die Nächte bei -10° um die Ohren schlagen muss ;).

Hallo Eugen,
da habe ich ehrlich gesagt, keinen Schimmer. Der OAZ ist Zahnstange und aus meiner Sicht zu hochbauend. Am besten mal bei Herrn Kloß von den Teleskop-Spezialisten anfragen, da wirst du auf jeden Fall geholfen. Normalerweise kann der OAZ gegen einen geeigneteren flachbauenden ausgetauscht werden. Den Hauptspiegel zu verschieben, bedeutet bei diesem Gerät den Tubus abzusägen. Auch ist es fraglich, ob der Fangspiegel groß genug ist, um das Bildfeld einer DSLR ganz auszuleuchten.

Viel Erfolg
Jochen
 
Hi.
Das mit der Balance habe ich jetzt verstanden.
Möchte halt nur nicht mehr so ein Elend wie jetzt haben... Einmal Atmen, alles verstellt.
Ich denke, dass Bresser könnte schon passen.
Es genügt mir auch, wenn das Handy ranpasst, ohne dass wieder alles verstellt ist.
In Heinsberg (bei mir um die Ecke) ist ein Fachgeschäft...House of Optik.
Aber der hat weniger Auflösung, weil mehr Brennweite bei gleichem Durchmesser.
Dafür auch 2" und dieses crayforf.
Da kann man sich vielleicht Mal was anschauen.
Ansonsten schwebt ja über allem das Thema Lieferzeit.
 
Hallo,
Wahrscheinlich gibt es gleich Gelächter...
Aus einer Laune heraus, habe ich auf dem Flohmarkt für teure 5€ ein Teleskop mitgenommen. Es ist von Bresser und ich konnte folgende Angaben entziffern.
Art.Nr. 45-41000
F=700 und d=76mm
Absolut kein Gelächter, habe das selbe Teleskop für 9 € bekommen, siehe meinen Beobachtungsbericht auf https://forum.astronomie.de/threads...n-76-700-tschibo-torpedo.301166/#post-1549128.
Ich glaube aber, da ist nicht soviel zu retten .
Oh doch, siehe oben. Mond geht ganz super, offene Sternhaufen sind auch schön. Planeten (v.a. Jupiter und Saturn) erscheinen recht klein, aber sind ganz nett zu erkennen, wenn sie im Sommer wieder günstig stehen. Sterne sind zu klein und für jedes existierende Teleskop der Welt immer nur Punkte! Galaxien und Nebel sind recht lichtschwach, bitte keine großen Erwartungen.
Nach was sollte ich auf dem Gebrauchtmarkt schauen, um meiner Tochter den Mann im Mond und ein paar Sterne zu zeigen.
Das Budget ist relativ begrenzt.
1. Du brauchst 1 Okular mit ca. 10 oder 12mm Brennweite, für Mond und Planeten 6mm. Da liegt das allergrößte Verbesserungspotential. Aber bitte nicht die am Gebrauchtmarkt ähnlichen Teleskopen beiliegenden Okulare!!! Das ist zu 90% Schrott, so wie die Okulare, die du schon hast. Kaufe neu oder gebraucht: Plössl, Goldkante oder Planetary in der Größenordnung von ca. 50€ pro Stück. Die noch billigeren "Super" - Okulare gehen auch. Natürlich kannst du auch 250 € für ein Okular ausgeben und mehr Bildfeld und Randschärfe genießen können.

2. Unbedingt eine Rolle Velours schwarz vom Baumarkt zur Auskleidung des Okularauszugs und aller Teile der Röhre und der Rückwand neben dem Hauptspiegel, die man auf deinen Fotos so schön glänzen sieht. Die Kontraststeigerung ist massiv!

3. Um das Teleskop zu justieren brauchst du nix kaufen, aber schau mal, wie das Bild nach diesen beiden Upgrades ist. Wenn du Glück hast, ist der Spiegel eh noch justiert. Sehr empfindlich ist dieses Teleskop nicht auf Dejustage.
-> Viel Spass!
LG Nikolaus

P.S. Wenn Du dich einmal intensiver mit diesem Teleskop beschäftigen willst, gibt es z.B. einen langen Tuningbeitrag auf https://forum.astronomie.de/threads/projekt-tchibo-torpedo-tuning.264337/, für den Anfang ist das aber nicht alles nötig.

P.P.S. Was hier alles an Kaufempfehlungen, Dobson und Fotografie angesprochen wurde mag stimmen, ist m.E. aber nicht ganz die richtige Antwort auf die Frage: (Wie) kann ich dieses 5€ Fernrohr in ein taugliches Grab'ngo-Scope verwandeln, das Freude macht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls du dich doch entscheidest, deine ersten Schritte weiterhin mit dem 76/700 fortzuführen, empfehle ich immer gerne die Seite von Matthias Juchert, der mit viel Hingabe seine Beobachtungen der Messier Objekte mit drei Zoll, teilweise mit Bilder und Zeichnungen, auf seiner Seite beschreibt.

http://www.serifone.de/messier.htm

Nachdem ich selbst ein drei Zoll Tchibo Torpedo in den Himmel richte, versuche ich immer wieder mal die auf der Seite beschriebenen Beobachtungsergebnisse
selber zu machen, wobei mir die Beschreibungen helfen, meine Erwartungen auf einem realistischen Niveau zu halten. Wenn ich faul bin, versuche ich verschiedenen Mondkrater zu finden.

cs

*entfernt*
 
Ich denke, dass auch ihr beide recht habt. .... Aber die Gewindestange ist gebrochen. Das Gewinde des Okularauszugs ist ebenso hinüber.
Das Teleskop hält in keinster Weise die vertikale Position.
Ich könnte natürlich noch einmal nach einem ähnlichen schauen und dann schauen was geht. Wäre natürlich für den Anfang günstiger.
Wäre bei mir um die Ecke
 
Also für den Preis kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Selbst wenn du später aufrüsten würdest, könntest du ihn für denselben Preis wieder verkaufen. Zumal der auch einen Leuchtpunktsucher und drei Okulare hat. Ich würde ihn an deiner Stelle holen. Und deinen jetzigen kannst du ja als "Testobjekt" weiternutzen, oder aus der Optik ein eigenes Teleskop bauen.

Gruß
Eugen.
 
PS: Oder du baust dir später aus den beiden einen Torpedo-Bino für die Mondbeobachtung. :geek:
 
So. Ich habe gestern noch mal die 25€ investiert. Es ist ein guter Zustand. An der Vertikalverstellung musste ich etwas basteln.
Letzte Nacht war ich etwas im Garten. Der LED Sucher war noch nicht justiert. War etwas schwierig.
Versucht hatte ich mich im Bereich Orion.
Wenn ich mal den Blick mit den Augen mit dem Blick durch das Teleskop vergleiche, sieht es so aus als ob ich durch letzteres mehr Sterne sehe (trotz der kleinen Öffnung von 76).
Kann das sein?
Ansonsten muss ich die Orientierung üben.
Der Orionnebel soll ja angeblich mit dem teleskop sichtbar sein. Vielleicht schaffe ich es ja.
Gruß Steffen
 
Ja klar kann das sein :) selbst ein kleines Teleskop sammelt mehr Licht als das Auge.
Viel Erfolg beim M42!
Gruß Jonas
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben