Orion Optics UK MC 140/2000, Backfokus?

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Hallo Martin
Optisch scheint es einige Sachen zentriert zu haben, aber mechanisch dann weniger wo ich mir die Birne dann am kratzen bin.
So ist es bei mir auch, optisch ist das System perfekt justiert aber mechanisch, wenn ich also auf die Anordnung der Schatten Ringe von vorne schaue, oder meine Projektionsmethode anwende, sind die Spiegel nicht 100% mechanisch zentriert. Wie schon oft gesagt, bei mir ist das ok, denn wenn ich mir die Muster am defokusierten Stern anschaue, dann sind die perfekt (so gut es geht bei einem Mak und um einiges besser (!) als bei meinen alten SW 125 und 180 Maks).

Hallo Stephan
Also ich würde zunächst versuchen das Alu drum zu lassen und dann zu isolieren.
Ja ich komme auch immer zum Schluß dass ich nicht gleich bohren soll, obwohl das wohl bastel-technisch ein Rießenspaß ist. Somit bleib ich erst mal bei den passiven Methoden. Dazu hätte ich aber noch eine Frage.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass der Mak, wenn gelagert, durch temperiert ist, dann möcht ich ihn doch so gut es geht isolieren wenn ich ihn rausgebe in die kalte Luft, oder? Zumindest sollte der gesamte Tubus rundum und hinten so gut isoliert sein (oder besser) als die Meniskuslinse vorn isoliert. Dann würde der Mak so langsam wie die dicke Meniskuslinse auskühlen. Das wäre gut, oder?

Jetzt hab ich ja einen Karbontubus und somit schon mal ein gutes Isoliermaterial zwischen Tubus-Innenluft und kalter Außenluft. Müsste ich dann nicht einfach noch eine sehr gute Isolierung (besser als die Alu-Blasenfolie) rund um den Tubus packen um ihn gut zu isolieren?

Was ich eben momentan nicht verstehe ist, was die Alu-Folie bewirkt, die ich jetzt um den Tubus gewickelt hab, die zwischen Karbontubus und zwei Schichten Alu-Blasenfolie ist?

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,
Die Alufolie außen soll 1. genug Wärme speichern, die sie 2. gut um den ganzen Tubus verteilt. Wenn dazu noch außen isoliert ist (wieder mit Alu außen, gegen Strahlungsverlust nach oben), sollten innen keine großen Wärmeunterschiede und Thermik entstehen. Was die Isolierung innen macht, also der Carbontubus, ist mir nicht ganz klar. Die Hoffnung ist, dass das dann so reicht, auch mit dem engen Tubus. Vortemperiert sowieso aber vielleicht auch ohne. Bei mir gehts ohne.
Auch bei Temperaturänderungen während der Nacht wirkt die Aluschicht unter der Isolierung als Puffer, so dass eine einmal erreichte gleichmäßige Temperatur nicht mehr gestört wird.
Gruß
Stephan
 
Danke für die Antwort, Stephan.
Ich bin dabei mir anzuschauen, wie verschiedene, moderne Isolierplatten (Kautschuk oder Elastomer-Schaum) funktionieren würden. Was von vornherein klar ist, dass diese Platten viel besser (ca 30x besser) Wärme isolieren als die gewöhnlichen Alu-beschichteten Blasenfolien.
Ich bleib dran und melde mich, sobald ich mal Zeit hatte, weiter zu basteln und testen.
Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,
ist das wirklich klar, dass Kautschuk besser isoliert als aluminierte Blasen? und 30x? Das kann ich mir nicht vorstellen. Diese Heizkörperisolierung ist schon gut (Styropor mit Alu), aber die geht sofort kaputt. Bis jetzt sind Alle mit üblichem Zeugs klargekommen. Mir reicht z.B. 4 mm PE-Schaum mit Alu außen.
Also ich würde nicht zu viel Hoffnung in perfektes Material setzen, sondern eben ganz normale Sachen nehmen, zur Not zwei Lagen.

Gruß
Stephan
 
Hallo Stephan,
ist das wirklich klar, dass Kautschuk besser isoliert als aluminierte Blasen? und 30x? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Also nur so zum Vergleich, hier eine Liste der Wärmeleitfähigkeiten der Materialien über die wir hier reden.
  • Alu-Blasenfolie (e.g. Reflectix, SuperFoil und so) ca 1 W / m K (also Watt-pro-meter-und-Kelvin)
  • PE-Schaum, Kautschuk, EVA Schaum (e.g. Amaflex, K Flex, und so) ca 0.035-0.04 W / m K
  • Luft ca 0.025 W / m K
Daher ergibt sich dass die von mir genannten Kautschuk Platten, wie auch dein PE-Schaum ca 25-30x besser Wärme isolieren (Konduktion) als die Blasenfolie. Was die anscheinen schlecht macht, ist, dass der Wärmefluss durch das Plastik geht, der die Blasen umschließt. Aber eben, da bin ich kein Experte. Ich nehm nur die Zahlen.

Hast aber schon recht, man sollte es einfach halten. Werd mir mal einen EVA oder PE Schaum mit Alu außen bestellen und neu isolieren.

Gruß,
Alex
 
Hi,

Ich bleibe dabei das Instrument auszukühlen, und nur sehr Sachte mit dem Heizband zutauen zu verhindern, wenn Konditionen das Band erfordern.
Was mir bis jetzt am besten passt als Idee die Temperatur anzupassen ist die Sache mit der Lüftung mit der man dann Zeit gewinnt und den Transfer nach draußen verbessert.
Was mir sehr gefällt an diesen Spieglern mit Platte, in diesem Fall die dicke Meniscus, ist das de innen immer sauber bleiben, ausser es verliert sich irgendein Krabbelviech innen, was mir letztens passiert ist und machte seine Schandtat direkt auf den Filter:eek:, beim RC.
Luft müsste schon gut gefiltert werden, bin kein Fan vom Optiken reinigen. 2/3mal für seine Lebenszeit reichen.

Isolieren mache ich mal nicht da die Meniscus so oder so abkühlt und die kalte Luft innen im Tubus dann Abfließt und der HS dann ewig und drei Tage braucht sich anzupassen, da er sicherlich nicht gleichmäßig abkühlt dann.
Die Luftschlieren bei hohen Vergrösserungen kann ich mir dabei gut veranschaulichen, ich denke nur an einem gross vergrösserten Stern was das da ausmacht wenn das Instrument nicht angepasst ist.
Gut der Kohlefasertubus sehe ich schon als ein ziehmliches Handicap für die Anpassung in geschlossener Bauweise, und hole mir sicher keinen mehr. Warnungen hatte ich ja etliche vorher gelesen...
Sollte sich rausstellen nach einer Ausmessung/Anpassung der Komponenten und kompleten Kollimation des Instrumentes das es gut brauchbar ist, baue ich dann später intern zwei Lüfter rein.
Auch hätte ich dabei über die Löcher gerne Schieber intern um auf oder zu zu machen. Ich sehe das gut machbar so ein Firlefranz in einer helleren Ecke und Dämmerungsflats, die ich im Moment mache gegen die Balkondecke beim Kaffee morgens.
Alles wie gewohnt wird noch seine Zeit brauchen, je länger man ein kompliziertes Instrument kennt und sich damit befasst, desdo besser lassen sich Entscheidungen machen später.
Mal sehen was ich noch damit machen kann, mit einfacher Kolli reicht es mir schon mal nicht, da steht noch einiges an Arbeit an.

Clear skies!,
- Martin
 
Also Vortemperieren ist immer gut. Schade nur, dass ein so kleines Teleskop als Grab-n-Go nicht sofort einsatzbereit ist wie ein Skymax 150, 180 oder mein Meade 2080 und irgendwann hoffentlich auch mein Intes Micro 703.
 
Moin,

Ich sehe das als normal das man Teleskope abkühlen lassen muss, selbst bei meinem f11 Refraktor und Sonnenbeobachtung tagsüber muss sich das Instrument erstmal an die wärmere Außentemperatur anpassen auf dem Balkon vom kalten Astrozimmer kommend bevor es losgehen kann. Und ich habe schwerere Temperaturschwankungen bei mir wo man schon Acht geben sollte das alles glatt verläuft. Einmal wenn das Instrument temperaturlich angepasst ist kann man dann auch höher vergrößern an der Sonne oder Planeten/Mond.
Gut mit meinem f11 habe ich wenn ich den rausstelle Nachts nicht so eine Lichtfahne am Stern zu Beginn der Session, aber der Fokus muss nachgestellt werden im laufe der Nacht wenn die Temperatur runtergeht. Auch für Doppelsterne sollte man das Instrument sich abkühlen lassen bevor man damit loslegt.
Auch der kleine f6 Refraktor auch wenn so kurz lass ich erstmal abkühlen, das ist keine Frage dann mehr für mich.
Das RC6 braucht auch seine halbe Stunde zum Anpassen, oder halt mit der Brennweite gibts dann Unterschiede bis zu maximal 2-3 Millimetern, was recht wenig ausmacht, aber bei Astrofoto doch der Fokus angepasst werden muss, also warte ich erstmal ab, bei Beginn der Session muss so oder so mal 1-2 Stunden gewartet werden bis die abkühlende Luft stabil wird. Man sieht das immer so schön wenn die hellen Sterne am Flimmern sind, und da brauch ich auch gar nicht anfangen zu Guiden mit dem OAG, weiß schon was das gibt.
Gut das OMC140 bei so dicken optischen Bauelementen und so einer starker Vergrößerung seitens des FS bei so einer elends Brennweite braucht dann schon was extra Zeit.
Und der Carbontubus macht dann die Sache so das es von allen ordentlich nach"hinkt". Auch muss der dünnere HS am Mak gut abgekühlt sein(beim RC auch, der was dicker ist...).
Egal welches ich oben auf die Monti mache, ob der Refraktor f5.5, f6 oder f11, das 6"RC oder den 5.5" Mak, sehe immer eine Differenz zu Beginn der Session in der Brennweite und im Fokus. Da gibt es nur das Instrument an die Umgebungstemperatur sich anpassen lassen.
Gut und das OMC das richtig zu ist und teilweise ja schon isoliert mit dem Carbontubus braucht länger da es auch viel höher vergrößert mit seiner über 2000mm Brennweite. Ich vergleiche dabei mal nur mit den RC oder f11er welche Vergrösserung das ergibt mit einem 20mm Okular.

Was halt schon nervt dann sind die Beugungsringe und der Kontrast, wenn man an Doppelsterne rangehen möchte, dass der f11er einfach besser macht.
Und die Kollimation beim OMC wird dann kritischer, auch wenn man schon gut die ganzen vielen Beugungsringe gleichmässig sieht.
Diese Art von Instrument bei der Obstruktion hat halt ziehmlich schnell seine Grenzen gesetzt wenn man das vergleicht mit nem realtiv gutem ED.
Die Beugungsringe am Stern sind dabei sehr aufschlussreich. Seeing muss auch da sein(!).
Im Moment arbeitet bei mir das RC mit Reducer auf der Monti eingeordnet, mache da ein par Filtervergleiche, wenn ich nicht am einknacken bin nach der Arbeitswoche....
Das Mak wenn die Adapter da sind werde ich mal auf die Venus draufhalten die bei mir immer günstig stehen wird, und bin schon am planen mal das mir im Blauen anzugucken und würde doch schon mal gerne probieren in der nächsten Zeit mit einem UV Filter das mal zu experimentieren was sich da rauskitzeln lässt.
Alles mit Zeit und observieren wie und wann sich das ganze am Besten machen lässt, und vernarre mich nicht mehr auf eins.
Geht alles sehr langsam voran und mit ner guten Dosis an Geduld.
Musste aber auch schon kräftig meine Erwartungen runterschrauben wenn man sich mal die ganzen Beugungsringe anguckt, sind schon ein par...


Clear skies,
- Martin
 
sind die Spiegel nicht 100% mechanisch zentriert.
Hi Alex,
Das müssen sie auch nicht, der Maksutov verwendet Sphärische Flächen an beiden Spiegeln! Dadurch ist das System robust! Entscheidend ist die Symetrie der optischen Achse! Das muß Mithilfe des HS eingestellt werden. Danach ist das Teleskop top und justiert, und hält die Justage stabil! Ich benutze ein langes chesiere und richte auf den Hilfsspiegel mittig aus. Habe vorgestern an Procyon meine Justage mit einer ASI 290mm gecheckt. Perfektes Beugungsscheibchen mit umlaufendem Beugingsring. Er hält die Justage seit einem Jahr! Ich verwende einen Maksutov von 150mm Öffnung und f/12 der Firma Bosma. Bin mehr als zufrieden mit dem Teil! Die Kompaktheit und optische Leistungsfähigkeit, vor allen Farbreinheit haben mich überzeugt!

PSF procyon_2.jpg
PSF Stern Procyon
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Frank,

Überrascht mich schon dein Beugungsbild vom Bosma, sieht fast so aus wie mein Refraktor. Gut dieser letztere hat diesen ersten Ring schwächer ausgeprägt da ohne Obstruktion. Logisch.
Am OMC 140 sehe ich gleich mal 4-5(!)Ringe am Beugungsbild. Zweiter und dritter sind dabei richtig deutlich zu sehen, möchte auch mal fast sagen auch wenn stark vergrößert auf dem Bildschirm sieht man sehr gut den 4. und 5. beim fokussierten Stern.

Das Bosma hatte ich auch auf der Kimme seit langem bevor ich den OMC 140 angeschafft hatte.
Nur leider hatte ich eine Review gefunden, wo die FS Blende nicht ordentlich zentriert wurde von einem User aus der Slovakei, ein Detail das man auch öfters sehen kann an den SW an mehreren Stellen. Auch sah ich anhand der Reviews mit Fotos das bei einigen mit Kleber nicht gerade so sauber gearbeitet wird, was man in so einem Fall nirgends justieren könnte.
Solche Art von Reviews hielten mich erstmal zurück.
Jemand anderst meinte klar zu mir allgemein: “do plenty of due diligence before you purchase”.
Gut logisch ging mein Gedankengang in dieser Preisklasse/Größe&Gewicht zum OMC140, auch wenn es Reports gibt die eindeutig zeigen dass das OMC kräftig nachhinkt mit dem Carbontubus bei der Temperaturanpassung, was man fast überall nachlesen kann bei allen Maks, was so ziehmlich normal ist das ein Instrument Zeit braucht um sich anpassen zu können. Selbst ein mighty ausgereiftes AstroPhysics 10“ Mak ist kein Grab&go…

Das müssen sie auch nicht, der Maksutov verwendet Sphärische Flächen an beiden Spiegeln!
Ich muss dazu gestehen das die Ausrichtung der Okularaufnahme und des aufgedampften FS ausgerichtet sein muss, ansonsten geht die Auflösung hops in meinem Gedankengang.
Wie weit was ab sein kann vom soll und man das zentrieren kann mit dem HS um innerhalb einer ordentlichen Toleranz zu sein würde ich gerne mal wissen, oder eine Idee haben dazu. Ich glaube je besser die Komponenten mechanisch zentriert sind desto besser sind die Resultate nach der gewöhnlichen Justierung. Dabei gehe ich mal davon aus das optisch und mechanisch fast übereinstimmen.
Persöhnlich denke ich mal da der FS stark vergrößert dass er optimal ausgerichtet sein muss, optisch wie mechanisch.
Wenn zum Beispiel eine Lupe in die Sonne gehalten wird und mit dem Brennpunkt ein Blatt Papier mittig zu zu markieren, das heisst ein bisschen anzuqualmen, darf die Lupe auch nicht zu stark gedreht werden auf der optischen Achse.
Gut vielleicht ein zu extremes abweichendes Beispiel, aber zeigt mir für astronomische Zwecke das Linsen und Spiegel zentriert sein müssen oder geben viel weniger Performance.

Das war das erste was ich einstellen musste mit dem Laser. Die Rückwand des OMC mit der Okular Aufnahme gegenüber zum FS. Bei mir war das sehr derb daneben die Rückwand. Die Rückwand musste dabei fast einen halben Millimeter gekippt werden, und beim Carbontubus wird das Hundsgemein. Der Tubus ist sehr empfindlich und neigt an den Löchern am Rand zum brechen. Bekannte Sache die man öfters an anderen Stellen nachlesen kann.
Musste schon bei den ganzen Schrauben Unterlagsscheiben anbringen, da die Jungs auch bei OOUK das Bohren nicht drauf haben.
Gebohrt muss Senkrecht zur Fläche gemacht werden.
Aber gut die Jungs gehen davon aus bei der Möglichkeit eine zweite Schiene oberhalb des Tubus anzubringen dass das jeder macht, wenn so ein Passendes Teil nur mal erhältlich sein würde bei denen.
Other Brands haben da nichts, darf man sich die Böcke selber bauen…., oder einen guten Kollegen haben der Kenntnisse(!)und Maschinen hat solche Teile passend zu fertigen.
Schwierigste Sache dabei finde ich das der FS mittig getroffen wird, und da hilft nur abrollen mit Laser und die ganze Sachen mit einer Cam beobachten die dann das Teleskop vorne aussen am FS filmen kann plus den zurück reflektierenden Punkt an anderer Stelle…
Ich hätte zu gerne bei der Meniscus ein par Maden Schrauben gefunden mit Teflonpads an den Spitzen anstelle die Meniscus lösen zu müssen und mit Blättchen manuell zentrieren zu müssen. Und dabei zu achten was der Laser auch noch ein par Meter abbildet. Das ist echt ne Lustige Angelegenheit.
Gut bei dieser Vorgehensweise geht das nur auf Zehntel Millimeter mit drei Satz Blättchen(!). Und man bete dass der FS “zentriert” aufgedamft wurde.
Ansonsten muss man von aussen, oder am besten von innen einen Laser auf den FS anpeilen und viel drehen, am besten nur die Fassung ohne Tubus, und hoffe dabei dass beim drehen der Fassung dass die auch nicht 5Zehntel(oder viel mehr) gleich ab ist vom soll, wenn gleich nicht mehr was man öfters sehen kann bei Astrosachen die ich mal kurz auf die Drehbank einspanne und mich Frage was die jetzt zusammengeschuster haben, wie so was eigentlich möglich ist, selbst bei nur einem kleinem Adapter für einen Korrektor…
Selbst Clicklock 2“ hatte ich da schon ein par nette Überraschungen und musste unbedingt anderes (heimisches DIY)nutzen um einen Laser anbringen zu können, oder es wird nie was und wobbelt hin und her.

Gut Katadiopter haben ein nettes Nebenhobby bei mir schon gemacht, macht auch Spass.
Aber der gewöhnliche Kunde kauft sich so ein Teil zum beobachten, und erwartet zu sehen…

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Frank,

und wo ist Prokyon b? :)

Martin,
klar nachfokussieren muss ich auch mehrmals, aber ich kann sofort, wenn ich aus 15°C nach 0 rausgehe bis 300x vergrößern (meist begrenzt durchs Außenseeing), sowohl mit dem Mak 5 als auch dem 2080. Das ist der Witz der Isolierung. Das CC6 braucht ca. ne Stunde. Bist du mit deinem RC6 zufrieden? Da müssten die Beugungsringe noch schlimmer sein. Das OMC hat meines Wissens ca 40%, das ist ne Menge, mein Mak 5 auch, aber mehr als einen Beugungsring hab ich da noch nicht gesehen. Kleiner Trost: Ich hab mir erklären lassen, dass die Trennung von geeigneten Doppelsternen mit mehr Obstruktion besser geht. (Sirius b und Prokyon b sicher nicht) Aber nimm zum Beispiel 72 Peg, da ist Obstruktion dein Freund. Warum? Weil die Beugungsscheibchen wegen der Verlagerung des Lichts in die Nebenmaxima kleiner sind. Und die sind so eng zusammen (0,57") und gleich hell, dass das Nebenmaximum nicht stört. Müsste im OMC als 0 oder angedeutete 8 zu sehen sein, im 2080 sind es zwei goldene Kugeln, die sich genau berühren. Sowas finde ich am schönsten. Aber nur bei ca. 500x, sonst ist alles zu klein.
Und Lambda Cygni oder Zeta Her z.B. gehen sicher mit dem Refraktor besser.
Aber im anderen Forum wurde berichtet über Sichtungen von Sirius b (ich glaub auch Prokyon b) im 5er Intes Mak!
Und auf CN wurde berichtet über die Sichtung der Enke-Teilung im Intes 715!. Das ist uns wohl demnächst sowieso verwehrt, der Ring wird immer flacher.
Gruß
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Off topic: GSO RC6

Da müssten die Beugungsringe noch schlimmer sein.
Meistens beobachte man bei diesem Instrument mehr auf die kleinen defokussierten Donuts übers ganze Feld, was mir persönlich die Info bringt die ich brauche um zu wissen ob jetzt gut oder doch noch nicht ist.
Da habe ich noch nie die Beugungsringe gross gesucht, weil:
Weil auch praktisch gesehen vom Light Grasp das Instrument eines ~120mm Instrument entspricht.
Und vom Kontrast eines 78mm nicht obstruierten Instruments enspricht.
Dabei zieht man Durchmesser des Hauptspiegels(150mm) von der Obstruktion(72mm) ab.
Visuell heißt das man vergrößert bis zu 60x, danach ist es nur eine Qual für die Augen und man hat das falsche Instrument auf der Monti für den Zweck.
Bei so einer starken Obstruktion ist es logisch das sich das Beugungsscheibchen auf einige Ringe verteilt.
Dieses kleine RC ist auch nicht darauf ausgelegt Planetenfotos zu machen, da fehlt schon was.
Mondfotos kann man ziemlich Ok machen, hatte vor der Astrocam schon generelle nette Übersichten gehabt mit ner kleinen Mirrorless.
Für kleine Ansprüche sicherlich gut Ok für die first steps, auch mit ner kleinen Mono Cam zum reinschnuppern.

Visuell kann man das RC6 gut benutzen mit 56mm, 38mm, 32mm und 21mm 2" Okulare, damit kommt man gut zurecht. Aber mit einem 15mm, 9mm in 2" Ausführung wie auch Orthos holt man dabei nichts raus, die Obstruktion schlägt da krass zu und es wird richtig dunkel in der Pipe.

Nach einer durchaus langen(never ending) Kollimation Saga hat dieses Instrument durchaus seine Vorteile.
Man hat nette Spikes an den helleren Sternen, und das Instrument mit einem Reducer ist so ziemlich Ok für Foto oder nicht all zu anspruchsvolle visuelle Observationen. Kleine Vergrößerungen gehen ganz gut, hohe Vergrößerungen sind falsch an der Stelle.

Als Reducer für Foto habe ich den preisgünstigen hier von Kasai.
Der geht noch mit einem Faktor von 0.8x bei meiner 533MC, größere Formate nicht. Das ist ein ganz normaler Reducer der nicht das Bildfeld ebnet.
Auch ist dieser Reducer empfohlen für Bilddiagonale unter den 13mm. Mit der 533MC bei 0.8x ist Limit.
Fotografisch gesehen sollte man sich auch darauf wappnen für ein Bild sehr viele Lights zu machen über mehere Nächte verteilt, speziell wenn ich an meinen DuoNarrowband denke wo die Belichtungen sehr lang werden.

Die Kollimation wird bestens gehalten, muss man auch nicht die Schrauben anknallen, angezogen sollten sie schon sein, mit Maß und Ziel.
Die Brennweite von 1370mm bei 20ºC ist korrekt, bei 5ºC sind das noch 1368mm. Ich habe mir das so eingestellt und ist gut so.
OAG geht ganz Ok, muss aber gute Transparenz da sein, ansonsten verliert man sehr häufig den Stern mit PHD2 und ner 120MM Mini.
Sollte hohe Cirren unterwegs sein sollte man schon besser ein Guidescope wählen.

Der mitgelieferte OAZ musste ich ein Kugellager austauschen, das kratzte böß.
Auch gibt es ein gutes gewisses Spiel wie der OAZ angebracht wird zwischen dem Gehäuse des OAZ und der Ringmutter M90 die den OAZ am Teleskop hält. Bei der Kollimation muss man den OAZ zusätzlich zentrieren mit Blättchen aus dem Metallbereich.
Eventuell wie bei anderen Untersetzungen muss man die Nachstellen nach einiger Zeit, war recht unkompliziert ist.

Zu überprüfen bei diesem Teleskop ist ob der HS mit dem OAZ übereinstimmt auf eine Achse, oder die Sache daneben ist.
Diese Anleitung, ist dabei sehr Hilfsreich, nur beim ersten Foto auf der Page darf man tippen wenn man das noch nie gemacht hat, einmal durch und man weiß Bescheid was das zu tun hat.
Hier zur Kollimation gibt es auch einige gute wertvolle Punkte.
Und mal beiseite gesagt muss auch der OAZ/HS genau auf die Mitte der FS Halternug peilen.
Dazu noch darf man den FS auch mittig an die Spinne anbringen.
Auch ist es sehr ratsam das ganze Instrument abzurollen um fest zu stellen ob die einzelnen Komponenten wenigstens bestens mechanisch zentriert sind.
Nach der Kolli kann man optional wenn erforderlich den Kegel wegunterlegen mit passenden dünnen Material.
Meistens hat man noch danach das Teleskop frisch zu kollimieren....
Solche Sachen wiederholt man dann ein par mal bis es sitzt und gut ist.
Beim Kegel sollte auch man beachten das man sich die Werte in ASTAP anguckt beim Fitsheader nach einem längeren Stack.
Danach weiss durch verschiedene Teleskope man ob an der Monti auch was zu auf zu arbeiten gibt.
Bei meiner Monti werde ich da noch eine dicke Modi durchführen an der DEC bei der ich schon heute Nachmittag Werkzeug für die Drehbank angepasst habe. Da kommt bei meiner iEQ30 ne Klemme drauf die ich sinnvoller sehe als zwei Schrauben zwischen den Backen an der Schiene.
Gestern vor der Session musste ich mal rasch die DEC zerpflücken um das Teil auf die Drehbank zu spannen, danach sind mir die Augen auf gegangen bei einem Bauteil, da ich direkt vergleichen kann mit der CEM25P und den Teleskopen mit den Werten im Fitsheader in ASTAP beim Stack.
Jetzt lass ich mal Probelaufen heute Nacht und mache Fotos, morgen zu 98% kommt das Bauteil auf die Drehbank und wird grundlegend modifiziert.
Was mir die Messuhr erzählt hat war mir doch ein bisschen zu viel des guten....

Positiv kann man durchaus sagen beim RC6" mit einem FR das die Bauweise recht kurz gehalten wird.
Sehr Farbrein.
Mit genauem Fokus über den EAF kriegt man gute kleine Sterne(plus FR).
ZWO Duoband funktioniert bestens mit der 533MC. Nirgends keine lästigen Reflexe.
Es besteht die Möglichkeit für Bastler den HS zu zentrieren im Tubus und auch gut zum OAZ auszurichten.
FS Spinne sehr stabil.
Durch die schon pronuncianten Toleranzen in der FS Halterung seitens der Verschraubung mit Konter Ring-Mutter lässt sich einiges machen durch Trial and Error, wer da reinbeißen mag und des Willens ist Zeit zu invertieren. Auf die schnelle geht da nichts.
Hall of Mirrors mit beiden Augen sichtbar auf einmal zur Kontrolle was man da sich zusammen geschustert hat. Ein guten Vorteil bei kleineren Sachen.

Negativ muss man beifügen das in voller Brennweite doch recht sehr viele Abstands-Ringe bei Foto hinten drankommen und das schwere Probleme(!) gibt beim ausbalazieren des Instrumentes. Man braucht obligatorisch ein kleines Laufgewicht vorne an der Schiene.
Oder man legt sich eine heutzutage überteuerte ADM XL Schiene zu, die es nur im Losmandy 3" Version gibt. Acht sei gegeben bei den falsch dimensionierten Schraubenköpfe zum Tubus bei diesem Upgrade von ADM. Sollte man andere wählen die besser halten und nicht arg in den Tubus reinragen.
Auch sehe ich den Hebel als "beachtlich" auf die Fixation des HS durch die ganzen Ringe. Ein bisschen zu viel des gutem für meinen Geschmack.
Reflektivität wie Polierspuren könnte schon etwas besser sein. Dafür wählt man am besten einen richtig hellen Stern und defokussiert den.
Blenden, hauptsächlich am HS befindende ist unterdimensioniert in Länge, Streulicht kann auf dem Sensor direkt landen. In einer hellen Umgebung sollte man zumindest einen Test ausführen.
Blechtubus hätte passender und enger sein können, da ist einiges an Spiel drin, darum kann es auch ordentlich Probleme geben für einige Leute beim wieder zusammenbauen.
Abrollen am Tubus direkt kann man nicht. Muss über einen Ring oder OAZ sein und in der Mittenmarkierung der FS Halterungs Schraube.
Einstellen der Spinne um den FS zu zentrieren ist möglich dank der vorhandenen Schrauben, aber sitzen leider unterm Blech und sind wirklich nicht "ohne"!
Blenden im Tubus selber sind zwar gut gemeint, aber haben Tendenz zum verrutschen bei Transportwegen von DHL UPS und Co.
Schmalband Filter für DS müssen sehr sorgfältig gewählt werden, oder es kommt heftigen Reflexen.
Refraktoren machen dabei eine viel bessere Figur...
Um den EAF anbringen zu können bedarf es eine Extraschelle mit einem Spacer, und notwendiger DIY Fixierung des Motorfokus.
Dabei muss sehr Acht gegeben werden dass die Crayfordwelle mit der Welle des EAF schön gerade in einer Linie sitzen.
Auch darf die Anpress Schraube der Crayford Welle nicht all zu stark angezogen werden, solche eine (Über-)Last macht der EAF nicht gut mit und "verliert seine Zähne" intern! Ein Zahn weg und es ist schon vorbei....
Schon ein par Leuten passiert, TS hatte vor einiger Zeit dedizierte Ersatzteile.

(!)

Auf meinem Standort für meine kleineren Teleskope sind selbst 300x einfach ausgeschlossen.
180x sind für mich persönlich die äußerste Grenze, für die sich eher selten die notwendigen Konditionen ergeben auf fast Meereshöhe bei mir.
Kann sein das mit einer Monocam und einer sorgfältigen Wahl an Filtern je nach Objekt(SSO) bei guten Konditionen sich was rauskitzeln und kombinieren lässt, aber visuell sehe ich da nicht viel das mir Freude geben würde be solchen Übervergrößerungen und kleineren Instrumenten.

Das OMC hat meines Wissens ca 40%, das ist ne Menge, mein Mak 5 auch, aber mehr als einen Beugungsring hab ich da noch nicht gesehen.
Visuell schaffe ich da schon 2-3 Ringe am OMC, alles was drüber geht nur mit einer Cam und viel Geduld und probieren, wenn das Seeing etwas mitmachen sollte.

die Trennung von geeigneten Doppelsternen mit mehr Obstruktion besser geht.
Beugungsscheibchen wegen der Verlagerung des Lichts in die Nebenmaxima kleiner sind. Und die sind so eng zusammen (0,57") und gleich hell, dass das Nebenmaximum nicht stört. Müsste im OMC als 0 oder angedeutete 8 zu sehen sein,
In Theorie mag das so sein, aber in der Praxis bei mir daheim steht da einiges im Wege. Bei solchen Sachen geht man von Perfekten Instrumenten aus.
Und so ein Teil habe ich hier sicher nirgends bei mir stehen.
Mag sein mit einem seltenen AstroPhysics 10"Mak, oder equivalent das man von einem fast perfekten Instrument spricht und solche Konditionen man mit dedizierten speziellen Cams nachvollziehen kann, vorausgegeben man hat auch die Atmosphäre und Standort auf seiner Seite.
Ich sehe gerade eben auf meinem PHD Graph ein Total RMS von 0.5" und absteigend, das heißt die Nacht hat jetzt endlich gut angefangen so spät um kurz vor zwei bei mir. Transparenz ist nicht so toll bei der SE Strömung vom Mittelmeer her mit richtig geladener Luft. Mal sehen ob sich noch was drosseln lässt in DEC die ein bissl am hupfe ist.
Aber Doppelsterne von 0.57" gibt es bei mir noch lange nicht. Da muss schon ein dickes anderes Ding ran, und heute Nacht würde mir das sicher nichts bringen an Vorteil, außer beim Lichtsammeln bei mehr optischen Fläche.

wurde berichtet über Sichtungen von Sirius b (ich glaub auch Prokyon b) im 5er Intes Mak
wurde berichtet über die Sichtung der Enke-Teilung im Intes 715
Alles Möglich wenn das Instrument dass mit macht und der Standort wie das Seeing passen.
Solche Sachen werden dann rausgepickt von Leuten die schon einige Zeit sich das durchgekaut haben mit selektivem Cams und passenden Filtern, und dabei einen sehr guten Moment erwischt haben am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt hat alles geklappt.
Auch belichten muss dabei etwas näher und intensiver drangegangen werden.
Ist eher was für habituelle Kurzbelichter mit langen Brennweiten und 10"-12" Instrumenten so was ich bis jetzt lesen und nachvollziehen konnte.

Sicher sollte der OMC140 in Zukunft dann aufgepebbelt sein, steht da mal ein Blick an Sirius immer an, aber suche da auch nicht spezifisch wenn andere Sachen weiter oben besser zu sehen sind.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe den ganz ähnlichen CC6 und finde den, auch bis über 300x schon ganz gut. Über 300x geht bei mir auch nur selten, hatte ich aber auch schon mal tagsüber. Der CC hat im Originalzustand auch 44% Obstruktion, nicht viel weniger als der RC. Am meisten hat mich das bei schmalen Mondkraterrändern gestört ab 320x. Die sind alle dreifach wegen der Nabenmaxima (und poppen manchmal auf und zu durch Seeing).
Wenn dir hinten die Verlängerungen zu lang sind, kannst du vorn den FS um einige mm vor- und zurückstellen (dabei ändert sich die sphärische Korrektur etwas) Aber damit kannst du vielleicht alle Verlängerungen überflüssig machen, weil sich die Brennweite auch ändert. Ich hab jetzt den OAZ direkt am Tubus. Und der ist total anspruchslos bei Okularen. Ich nehm sowieso nur 1,25", da gehen die üblichen alle gut (bis auf das 6er Goldkante, das macht mit diesem Teleskop den stärksten ring of fire, stört aber nur am Mond).

Gruß
Stephan
 
Hallo zusammen,

hier ein kurzer Nachtrag zur Isolierung (post #125 oben). Ich hab meinen Mak nun in eine 1cm dicken EVA Schaummatte mit Aluminium Beschichtung (aus der Campingabteilung ;)) gepackt und warte auf eine klare Nacht zum testen.
IMG_20230425_115322_HDR.jpg
Ich lass euch dann wissen, ob es besser wurde im Vergleich zur Alu-Blasenfolie.
Gruß,
Alex
 
und drunter noch die Aluwicklung? Ich bin gespannt und hoffe das Beste.
Wenns nix wird, wissen wir, wie sch... son enger Tubus ist.

PS Oben wurde gesagt, die Flächen seien sphärisch. Stimmt das wirklich? Inzwischen mehrt sich der Verdacht, dass die angeblich sphärischen Spiegel bei Maks und auch SCs doch teilweise erheblich retuschiert sind. Und wir wundern uns, warum ein Gerät soo gut abbildet oder eben nicht.
 
Nö, drunter ist nur der Karbon Tubus. Ich glaub nicht dass die Aluwicklung viel hilft, da der Karbon so schlecht leitet und somit den Wärmeausgleich eh behindert. Ob dann außerhalb des Tubus die Wärme schön schnell verteilt wird, ist, glaub ich, eben nicht so hilfreich... aber eben.
Ja ich werd mich melden, sobald ich testen konnte.

Soweit ich weiß sind zwar bei einem normalen Mak die Spiegelflächen beide sphärisch und @Sternbrot hat dann schon recht. Der OMC-140 ist aber anders gebaut.
Laut https://www.orionoptics.co.uk/product/omc140dx/

The design is not a standard all spherical one with a main mirror the same size as the corrector. That is the traditional Maksutov design but, it lacks off axis performance and suffers from coma. The OMC140 has an ellipsoidal primary which is over 12mm larger in diameter than the Maksutov corrector. This added aspherisation of the primary allows much wider flatter fields to be achieved but it virtually eliminates coma.

ist der Primärspiegel elipsenförmig. Das Design wurde von Harrie Rutten (ja der vom "telescope optics") speziell für OOUK gerechnet und ja die einzelnen Spiegel werden von Hand retuschiert, bis dann das Interferogram gut aussieht. Mehr info hier.

Gruss
Alex
 
damit erübrigt sich auch der Beitrag auf CN der sagt, dass die Ausrichtung der Spiegel nicht so wichtig ist.
Ich hätte das Alu drum gelassen. Isolierung alleine hattest du doch schon versucht, oder?

Nochmal: N gutes Beispiel, wie man trotz guten Gimmicks wie Carbontubus und DK-ähnlichem HS ganz ohne zu sparen durch schlechtes Design so ein Ding verderben kann
 
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Hi,
dass die Ausrichtung der Spiegel nicht so wichtig ist.
EINSPRUCH☝️, wie auf dem Gericht :ROFLMAO:
Die Justierung muss stimmen, oder das Teleskope bringt einfach nix.
Gestern Abend hatte ich echt ein klasse Seeing ausnahmsweise und selten(vor der Hitzewelle heute bei mir..)
Hatte das TS f11 mal mit der 3x 2" TZ Barlow ausgestattet, und bin von den Socken geflogen was da zu sehen war am Mond, auch wenn schon übertrieben die Vergrößerung mit nem 10mm Ortho.
Nebedran war das OMC, und das hat nichts gebracht ehrlich gesagt als Besitzer dieser Optik bei mir daheim._jungeschlagen:
Wer da mal runterscrollt haben die jetzt einen optionalen Lüfter eingeführt, der in die Okularaufnahme reingestopft wird.

Update zum OMC 140:
Das Fett wo der HS in seiner Fassung drübergleitet mag keine Wärme, habe jetzt bei den (viel zu frühen!)sommerlichen Temperaturen ein gutes Merkbares Spiegelshifting, das hüpft hin und her, echt kein Witz...
Unter solchen Umständen ist es sehr schwer bis unmöglich so ein Instrument zu justieren, ich dachte schon an Schweißen :ROFLMAO::affemund:

Never mind (and do not buy if you live in a rather warm area)!

Clears skies,
- Martin
 
Hallo Martin,
kein Problem mit deinem Einspruch. Nur irgendwo war son Statement, dass bei sphärischen Spiegeln die Spiegel nicht genau zentriert sein müssen, und das stimmt.
Aber das omc ist offensichtlich nicht sphärisch, und dann muss der FS nicht nur justiert sondern auch genau zentriert sein. Das meinte ich.

Aber das OMC, wenn es am Himmel nix bringt, nimmt es beim nutzlos Rumstehen nicht so viel Platz ein :) Mehr kann man dazu wohl dann nicht sagen. Es ist einfach ne mehrdimensionale Fehlkonstruktion. Jetzt sagst du noch, es braucht zu viel Fett um nicht zu klackern (nochmal die Gefahr der Dejustierung), ein weiterer kritischer Punkt.

Die reine Isolierung scheint ja nix zu nützen nach Alex. Ich würde dem einen größeren Alutubus verpassen.

Cool mit deinem Frac. Ich war 3 Wochen im Land Salzburg und hatte wieder mein CC6 mit. Und nicht einmal ausgepackt, fast immer bewölkt. War auch schon im Feber da, da wars mir zu kalt :) Also wenn ich sonen langen Frac mitgenommen hätte ohne ihn einmal zu nutzen, hätte mich mehr geärgert. Hätte wahrscheinlich gar nicht in den Twingo gepasst. Und dazu, also zur Nichtbenutzung, hätte der OMC noch besser getaugt. Jedes Rohr hat seinen Himmel, und wenns der Kofferraum eines Twingo ist :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja Leute,
was soll man sagen über den OMC-140. Alternativen gibt es schon und wie wir lesen können wären ein CC6 und ein 4" Frac nicht schlecht. Hier noch ein paar Kommentare und Fragen:

Hatte das TS f11 mal mit der 3x 2" TZ Barlow ausgestattet
Martin, hast du den 4" F11 mit dem FPL51 Glas, oder den neuen mit FPL53? Wär interessant zu wissen, denn den mit FPL51 Glas hät ich mir auch schon mal fast gekauft.

Ja die Existenz des Lüfters bei OO als Zubehör zum OMC-140 zeigt ja, dass die Herrn von OO auch begriffen haben, dass es thermische Probleme gibt. Die neueren OO OMC-200 haben ja auch jetzt Lüftungsbohrungen vorn bekommen, zusätzlich zu den Lüftern hinten. Kauf ich aber trotzdem nicht...

Das Fett wo der HS in seiner Fassung drübergleitet mag keine Wärme, habe jetzt bei den (viel zu frühen!)sommerlichen Temperaturen ein gutes Merkbares Spiegelshifting, das hüpft hin und her, echt kein Witz...
Hab ich noch nicht beobachtet bei meinem, aber die letzten paar Wochen, wie @quilty sagt, waren ja auch bewölkt und ich hatte keine Gelegenheit zum testen. Der "Himmel" in der Tasche des OMC-140s ist aber super ;) zu beobachten.
Die reine Isolierung scheint ja nix zu nützen nach Alex.
Einen Test mit der neuen Isolierung möcht ich noch machen, bevor ich zu diesem Schluss komme... Aber einfach mal Blasenfolie drumwickeln bringt nix.
 
Nur irgendwo war son Statement, dass bei sphärischen Spiegeln die Spiegel nicht genau zentriert sein müssen, und das stimmt.
Ich hatte das mal als reminder erwähnt, um zu zeigen worin das geniale Optikdesign eines Maksutov besteht. Er ist dadurch sehr justierstabil! Raumsonden verwenden vorwiegend Maksutov Teleskope für die Bildgebung!

Da der omc-140 davon abweicht mit seinem parabolisierten Radius, zeigt mir das hier ein Spiegel eingebaut ist, der vom Optikdesign als Newtonspiegel Verwendung findet.

Hier mein Bild der Venus von gestern Abend von meinem Berliner Stadtbalkon mit meinem Maksutov von Bosma, bei 7⁰C outside und der MaK (20⁰C) hatte nur 40min Zeit auszukühlen. Auch war keine Isolierung des Tubus angebracht,


VG Frank
 
Da muss ich ja mal zugeben, so interessant hab ich die Venus noch nie gesehen. Hab die immer ignoriert wegen vermuteter Uninteressanz.

Das Mak design finde ich ja auch genial. Nur hört man immer öfter, dass die Spiegel (auch bei SCs) doch nicht ganz sphärisch sind. Und dann ist schon wieder nicht mehr klar, warum einzelne Modelle so besonders gut sind. Im übrigen ist das ne Frage die ich seit 5 Jahren habe, als ich mein erstes Teleskop kaufte (ein Mak)
Die Spiegel sind wie beim SC schön sphärisch
Beim Newt sind sie schön parabolisch
beim RC schön hyperpoliosch
beim DK schön elliptisch

jedes mal soll das ein Verkaufsargument sein. Wie Katjes, auf den Tüten der harten Lakritz stand früher drauf: schön hart und auf den weichen: schön weich

Das Gesamtkunstwerk muss passen, und die angebliche Spiegelform ist nur ein Teil davon
 
Hi,
Ich meinte das nur Humorvoll, auf keinen Fall im Ernst, ich muss einige Sachen bei Diskrepanzen an den Astro Equip weniger Ernst sehen.
Würde ich die Sache wirklich im Ernst exigent sehen hätte ich nicht einmal bei meinem tragbaren Equip ein einziges Teleskop weder noch eine Montierung :oops:

hast du den 4" F11 mit dem FPL51 Glas, oder den neuen mit FPL53?
Habe den FPL51, den ED, der andere ist noch gar nicht in Europa zu finden. Wer interesse hat kann den auch direkt bei Kasai bestellen, die haben den schon seit einiger Zeit.

Das Fett wo der HS in seiner Fassung drübergleitet
Hab ich noch nicht beobachtet bei meinem,
Dann bist du unter den glücklichen wo dann auch die Kollimation hält, bei meinem jetzt gerade bei hohen Temperaturen, ungefähr 25ºC noch vor Mitternacht reicht das Fett nicht mehr aus und man merkt klar das da zu viel Spiel ist.
Darum meinte ich:
Unter solchen Umständen ist es sehr schwer bis unmöglich so ein Instrument zu justieren, ich dachte schon an Schweißen
Ich werde mal bei Gelegenheit das Ding zerrupfen und mit dem braunen Baader Fett probieren, sollte das nicht überzeugend sein dann gibt es noch andere, die ich weniger gern einsetzte an solchen Stellen....
Oder wenn nicht zu kompliziert ein neues Teil drehen, bin schon auf Materialsuche bei ner anderen Geschichte am RC...

Ich habe immer noch was an Arbeit hier an dem Mak, speziell das abrollen und die aufbearbeitung nach Konklusionen muss gut durchdacht werden.
Und habe wie immer akuten Zeitmangel, ich kann so Sachen nicht mal auf die schnelle machen wenn grössere Mods angesagt sind.
Alles braucht seine Zeit, aber bin schon davon leider überzeugt das der Mak nicht an den f11Refraktor rankommen wird wenn man die Obstruktion einberechnet mehr oder weniger.
Im Prinzip erfahrungsgemäss sollte er ebenbürdig sein zum 4" ED mit seinen 5.5"! Wenn so ein Mak gut ist sollte er selbst einen Hauch besser sein als der 4" ED in der Auflösung. Wenn nicht stimmt halt was nicht.....
Mal sehen am langen Wochenende ob ich da was auf die Beine kriege, sollte der Himmel gut sein dann klar pack ich mir den f11er unterm Arm und geh raus ;), und mach danach ne gute Runde Schlafen, muss auch sein.
Der 4" ED packt wenigstens ein 55mm Okular und trennt Doppelsterne auf Anhieb.
Das OMC wäre von der Grösse und vom Gewicht schon gut gewesen um leichter und kompakter zu gehen, aber braucht noch ein par gute Arbeiten daran.

Sollte sich herausstellen das der OMC was taugt nach den anstehenden Arbeiten, kriegt er von mir Lüfter verpasst.
Auch das Blendrohr ist mir ein Dorn im Auge, da würde ich gerne eines aus Metall reinmachen, das gerade ist!

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin,

mit dem Vergleich zum Frac sehe ich auch so. Er sollte ebenbürtig sein (meine Hoffnung ist immer: doch besser)
Auf CN wurde mal berichtet, wenn das Fett zu warm wurde und das Ding nach unten guckt, dass es dann runtergetropft ist auf die Schmidtplatte.
Ich würde jedenfalls versuchen, das Spiel ohne Fett zu verringern. Immer wieder geht mir Indium durch den Kopf für sowas. Das ist wachsweich, lässt sich schön um Zylinder schmieren, wurde früher auch als Schmier- und Dichtmittel genommen und ist absolut dauerhaft, nur sehr teuer. Aber man braucht nicht viel. Hatte das früher oft in der Hand mich aber immer gefürchtet, weil ich glaubte es wäre ein giftiges Schwermetall wie Cadmium. Das scheint nicht der Fall zu sein. Jetzt komm ich leider nicht mehr dran, aber man kann es kaufen.
 
Hallo zusammen,
Danke! Schön zu hören, dass der FPL51 optisch so gut ist.
Ich werde mal bei Gelegenheit das Ding zerrupfen und mit dem braunen Baader Fett probieren, sollte das nicht überzeugend sein dann gibt es noch andere, die ich weniger gern einsetzte an solchen Stellen....
Bitte unbedingt deine Erfahrung bei der Zelegung posten, solche Infos sind immer sehr viel Wert!

So, ich hatte gestern spontan die Gelegenheit, meine neue Isolierung zu testen. Eigentlich war eine Wolkendecke und viel Jetstream (34 m/s) angesagt, aber dann verzogen sich die Wolken schon so um 19h und ich hab mir gedacht, ich geh testen. Mond und Mars waren eh schön hoch, also ab damit. Seeing Vorhersage 0.85 bis 0.87", na das wär doch super, wenn das stimmen würde. Also raus mit dem Zeug.
  • Um ca 21h, raus mit dem Mak, von 21°C Lagerung in die frische Abendluft (11.9 °C). Härtetest!
  • nach ca 5 mins war der Mak thermisch sehr ruhig, nur ganz minimales Gewubbl am defokusierten Stern.
  • 21:15, ich begann den Mond zu beobachten. WOW, so schön wie schon lange nicht mehr. Alles super-scharf und klar. Seeing muss echt gut sein.
  • 21:30, Schwenk zum Mars, Auch sehr schönes kleines Scheibchen. Die Luft ist echt ruhig. (11.1 °C)
  • 21:40, Test am Stern (Regulus), denn vorher war ich einfach mit Mars und Mond beschäftigt. Kleiner Wärmekeil am defokusierten Stern sichtbar. :( Mann!
  • Gleich Schwenk zu Mond, die Rillen rund um Sinus Honoris schauen immer noch super aus, trotz kleinem Wärmekeil.
  • 22:20, Lufttemperatur 9.8 °C, kleiner Wärmekeil noch da, Beugungsscheibchen am Stern aber sehr schön. Wolken kehren zurück, ich lass es gut sein.
Zusammenfassend kann ich sagen, im Härtetest (21°C -> 12 °C) war es klar dass sich auch bei dieser Isolierung ein Wärmekeil bildet, aber die Isolierung stabilisiert den Mak deutlich besser als die 2 Schichten Alu-Blasenfolie. Nächster Test, sobald möglich, Mak vortemperieren, das ist klar. Mal schauen was dann rauskommt.

Aber, von der optischen Leistung am Mond war ich gestern echt überrascht. Hätte ich nicht erwartet dass der OMC-140 so gut ist. Hier ein paar Punkte die zwar eh klar sind, aber gestern einfach wieder bestätigt wurden:
  1. Das lokale Seeing ist massiv wichtig. Gestern war es so gut wie schon lange nicht mehr und das zeigte das Potential des OMC-140.
  2. Nach langer Arbeit ist mein OMC-140 nun echt erstklassig justiert. Die Beugungsmuster (fokusiert und de-fokusiert) waren wie im Lehrbuch! Ich bin sehr zufrieden.
  3. Thermisches Verhalten kann noch verbessern werden. Mak = Vortemperieren ist ein Muss, egal wie gut die Isolation ist.
Sollte sich herausstellen das der OMC was taugt nach den anstehenden Arbeiten, kriegt er von mir Lüfter verpasst.
Martin, ich kann nur sagen, dran bleiben! Der OMC-140 taugt sehr viel, ich war gestern echt überrascht, wie gut das Ding gestern abgebildet hat (Justage 1A, Tubus Termik 2B aber ok)
Ich werd nun mal die kommende Planetensaison mit dem Mak beobachten, so wie er jetzt ist. Dabei werd ich die Thermik im Auge behalten und mögliches, vorherrschendes Tubus-Seeing und die optische Qualität vergleichen. Sollte ich nicht zufrieden sein, dann ist der nächste Schritt sicher Lüfter, keine Frage.

CS Alex
 
Alex,

toll, wenn auch überraschend für mich. Was fürne Isolierung hast du denn drum? Bei mir reicht eine Lage Alublasenfolie locker.
Der Keil, so nehme ich an, war ganz am Anfang nicht da, wo soll er herkommen. Er bildet sich mit der Zeit raus. Auch das wundert mich wieder bei so starker Isolierung. Jedenfalls hast du keine Turbulenzen mehr sondern laminar quasistatische oder statische Inhomegenitäten. (Dieses Wort wurde auf CN bemängelt, ich find es auch doof, hab aber noch kein besseres gefunden) In Kombi mit Lüfter wäre dann wohl der Keil auch weg.
Ich dachte, ich hätte das Ganze im Prinzip begriffen, aber es gibt wohl noch ein paar kleine Unklarheiten

Oder hattest du ne längere Taublende nicht isoliert? Da kann natürlich wieder Thermik entstehen, die allerdings flackern sollte.

Gruß
Stephan

PS: Und ich wage mal zu vermuten, hättest du noch die 1,5 mm Aluwicklung unter der Isolierung gehabt, wäre dir der Keil auch nicht erschienen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stefan,

Also ich verwende eine 1 cm dicke EVA Schaumstoff Matte, die außen mit Aluminium schon beschichtet ist. Für hinten hab ich eine genau passende Schablone aus Papier gemacht und dann diese aus der Matte geschnitten.
IMG_20230424_103446_HDR.jpg
Verklebt wurde die Matte mit dem Tubus längs (siehe Bild) aber auch umlaufend am Tubus vorn und hinten mit Doppelklebeband. Somit sollte die Isolierung auch dicht am Tubus anliegen.
IMG_20230424_110108_HDR.jpg
Hinten sieht der Mak nun so aus
IMG_20230424_114853_HDR.jpg
Mögliche Isolier-Lücken sind natürlich die Montagestellen der Prismenschiene, da ist die Isolierung nicht 100% optimal.
IMG_20230424_114634_HDR.jpg
Die zwei Plastikmuttern dienen als Abstands-scheiben sodass die Prismenschiene nicht auf die Tubus-isolierung drück.
Auch ist natürlich die ganze Okularaufnahme nicht thermisch dicht und vorne an der Meniskuslinsenfassung könnte natürlich auch kalte Luft einströmen.

Jedenfalls hast du keine Turbulenzen mehr sondern laminar quasistatische oder statische Inhomegenitäten.
Genau, und das stabil über den gesamten Beobachtungszeitraum gestern (sobald ich das bemerkt hab). Ich würde den stehenden Wärmekeil im defokusiertem Beugungsmuster am Stern eine "laminare Konvektions-Strömung" nennen (kommt halt der Physiker durch). Dieses Verhalten ist viel besser ist als mit der Blasenfolie und diese Strömung steht, wie gesagt, ganz ruhig im Tubus.

Hier ein Beispiel. Das Strömungsmuster im defokusiertem Sternbild sieht nicht(!) so aus wie auf diesen Bildern:
5075_43_70.jpg

(https://www.astronomyclub.xyz/spherical-aberration-3/images/5075_43_70.jpg)

Sondern eher so:
5075_43_70_blur.jpg

und dieser kleine Keil steht absolut ruhig im Tubus! Optisch am Mond war der überhaupt kein Problem. Da wäre ein ganz klein wenig schlechteres Seeing schon viel schlimmer.... Bin eben auch überrascht :unsure:

Der Keil, so nehme ich an, war ganz am Anfang nicht da, wo soll er herkommen. Er bildet sich mit der Zeit raus. Auch das wundert mich wieder bei so starker Isolierung.
Das kann so sein. In den ersten 5 mins wubbelte das Beugungsbild ganz wenig, ein Zeichen von etwas Turbulenz, aber dann hab ich den Keil, so wie oben beschrieben erst nach 40 mins gesehen, der könnte sich aber auch schon früher gebildet haben, denn zuerst war ich einfach mal so vom Mond und der Leistung vom OMC-140 fasziniert, dass ich vergessen habe, die Thermik zu kontrollieren.
In Kombi mit Lüfter wäre dann wohl der Keil auch weg
Glaub ich auch, aber da der kleine Keil am Mond gestern schon so gar nicht gestört hat, möcht ich eben erst die kommende Planetensaison durch testen, bevor ich den Lüfter einbaue.....
Ich dachte, ich hätte das Ganze im Prinzip begriffen, aber es gibt wohl noch ein paar kleine Unklarheiten
Geht mir auch so. Sobald ich glaube ich hätte das Prinzip mal begriffen, kommen neue, kleine Details und die werfen Fragezeichen auf.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,
Was ist EVA-Schaumstoffmatte? Ist die flexibel? und wofür normal?
Mit dem Boden hast du dir Mühe gegeben. Dazu gehen die Meinungen übrigens auseinander, ob man den auch isolieren soll.

Der Keil ist ja fast nur noch n Spike.
Mit der Plume glaub ich auch. Ist eben quasistatisch, also ein stetiger Kreislauf wie ne stehende Welle.
(und die wär wahrscheinlich auch weg mit mehr Fleisch aufm Tubus). Ist son bisschen schwer vorzustellen, wie die Plume so einen spitzen Keil macht. Ist aber so. Der sechseckige Spiegel des JWST macht ja auch sechs (und noch mehr wegen der Streben) strahlige Spikes und keine sechseckigen Sterne.
Gruß
Stephan
 
Was ist EVA-Schaumstoffmatte? Ist die flexibel? und wofür normal?
EVA Schaumstoffmatten haben viele Anwendungen. Ich hab im Internet einfach nach einer 1 cm dicken Campingmatte mit Aluminiumbeschichtung gesucht und eine schwarze bestellt. Gibts oft auch in blau. Ja ist schön flexibel und da die Campingmatte gerollt kam, war der Schaumstoff schon quasi vorgeformt für den Tubus.
Ist son bisschen schwer vorzustellen, wie die Plume so einen spitzen Keil macht.
Was ich mal gelesen hab (CN glaub ich), ist das eine Strömung, die im Blendrohr vorne ausströmt und eben wie die warme Luft über einer kleinen Kerze ganz dünn dann vom Blendrohr zum Tubus steigt. Dabei "durchschneidet" sie die Luft die vom Hauptspiegel gesehen wird und erzeugt so einen "spike" im Beugungsmuster. Gewärmt wird diese Luft vom Hauptspiegel im Blendrohr. Je besser die Isolierung, desto schmaler die aufsteigende Luftfahne.... Soweit die Hypothese...

Guter Vergleich mit den Spikes die die Streben eines Teleskops (offenes CC, Newton usw) erzeugen. Nach gestern Abend bin ich nicht sonderlich beunruhigt wegen der verbleibenden thermischen Strömungen im Tubus.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,
die Bilder sind wahrscheinlich einem Optikprogramm entnommen? Mich würden die realen an deinem Teleskop interessieren. Mach doch mal paar eigene Bilder. Die wären eher aussagekräftig!
Visuell die Güte zu beurteilen ist möglich. Aber zu Dokumentation würde ich Fotos machen. Mein MaK verliert die innere Wärme relativ schnell über den dicken alutubus und die Möglichkeit die rückseitigen Öffnungen zu benutzen. Bei Venus habe ich 40min benötigt, bis ein klares Abbild möglich war.
Mit deiner Isolierung dürfte gar kein Warmluftkeil auftreten?!
VG Frank
 
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