Skywatcher EQ8-R - Mängel

Abschließend habe ich für mich, und gerne auch für andere, mal alles aus diesem Thread in einem Blogeintrag auf meiner Homepage zusammengefasst.


Ja, das ist in der Tat doch so einiges zusammen gekommen. :)

Was mich aber insgeheim etwas ärgert, das SW nun die neue CQ350 raus gebracht hat. Mit 10 Kilo weniger Eigengewicht, wäre mir die deutlich lieber gewesen. Die 35 Kilo Tragkraft hätten mit meinem C11 oder 155er Apo sicher auch weiterhin gut gereicht. Aber so ist das eben. :)
 
Dafür habe ich aber nun einen neues Problem festgestellt, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob das an der Montierung oder an der ASIAIR liegt. Und zwar ist mir nach dem Dithern schon zwei drei Mal die DEC abgehauen. Das hatte ich bisher noch nie. Aber ich muss das hier erst mal abklären ob das nicht durch ein neues Softwareupdate der ASIAIR zustande gekommen ist. Da ich das zuvor noch nicht an der Montierung hatte, und ich abgesehen vom Austausch der Abdeckung zwischenzeitlich nichts mehr optimiert habe, gehe ich von einem Fehler in der Software aus.

Den Anhang 309069 betrachten

Den Anhang 309070 betrachten
Hallo Dane, das ist das berühmte DEC Backlash der EQ8-R. Entweder Backlash neu einstellen, oder nur in RA dithern. Und die DEC Achse am besten nur in Richtung Süden oder Norden guiden lassen. Gruß Matthias
 
Hallo Matthias,

ja, das habe ich schon mal woanders gehört. Ich wäre aber der Meinung, dass ich den Backlash beim Einbau der Schnecke schon sehr gut eingestellt hätte. Schön straff, dass es kein Spiel hat, aber die Schnecke trotzdem noch gut läuft. Und das andere dabei wäre, wenn ein Backlash vorhanden wäre, hätte ich doch nicht so flache Kurven in der DEC Achse, das müsste doch auch immer wieder mal Peaks geben, oder nicht?
 
Hi Dane, lass doch einfach Mal den PHD2 Nachführungsassistenten laufen, der misst das DEC Backlash. Dann weißt du Bescheid. Auch am besten in verschiedenen Himmelsrichtungen, dann weißt du ob alles Rund läuft.
Meine DEC Achse verhält sich wie deine. Im Guiding sehr stabil, nur beim Dithern haut sie ab, wenn ich nicht "nur in RA" dither.
Gruß Matthias
 
Hallo,

spontan fallen mir Losmandy G11 oder Celestron CGX-L ein... :unsure:

Sind aber beide nicht so tragfähig wie die EQ8, es sei denn man könnte sie zusammenkoppeln...

Gruß
Jan
Hallo, Die Gegengewichtsstange und die Gegengewichte sind identisch und die Montierungen stammen aus der gleichen Produktionsstätte, aber sonst sind die Montierungen CGX-L und EQ8 nicht richtig vergleichbar. Beide haben Schwächen und Gutes zu bieten.

Tom.
 
Hallo,

Das wollte ich einfach mal mit dem Beitrag hier mitgeben, um vielleicht dem einen oder anderen den Ärger zu ersparen. Es sollte weniger zu subjektiven Diskussionen führen, dass wen die Montierung sonst läuft, so etwas auch keine Rolle spielt. Da soll jeder seine Meinung haben, und darum sollte es hier auch nicht gehen.


Wir haben ebenfalls zwei Montierungen von verschiedenen Händlern. Sie wurden angeschafft, weil die beiden CGX-L zum Service gingen. Zum Thema "gut zu wissen" kann ich noch unsere Erfahrungen zur EQ8-R hinzufügen:

- Sehr ärgerlich: Die Antriebe klemmen bei Minusgraden unter -10 Grad gerne fest. Skywatcher meint dazu, dass der Hersteller in China für die EQ8-R Montierung die Betriebstemperatur ab -10 Grad aufwärts angibt. Das geht bei den kleinen Skywatcher Montierungen wesentlich besser.

- Etwas seltsam: Die Wahl des Netzteils wird überall verschieden angegeben, aber der gemeinsamer Nenner ist wohl: Ein Nicht-Schaltnetzteil mit 13,8 Volt und 5 Ampere.

- Vorsicht: Die Klemmungen sind sehr schwach. Man muss beim Aufbauen der Ausrüstung (zB RASA 11) mit mehreren Leuten sein um gegebenenfalls gegenzuhalten, bis alles in Waage ist.

- Defekte sind inklusive: Bei der zweiten Montierung war das Kabel vom beigelegten USB 3 Hub zerdrückt und der Hub selbst fehlt sogar. Der Händler reagiert nicht darauf. Da muss ich noch einmal nachfragen. Bei der anderen Montierung passten die Schraubenlöcher zur Säule nicht und mussten etwas "nachgebohrt" werden, mit einem Gewindebohrer. Danach ging der Aufbau gut.

- Im Gegensatz zur CGX-L dreht bei der EQ8 der Anschlussblock mit, so dass man etwas mit der Verlegung der Kabel, zum Beispiel Netzkabel, aufpassen muss. Die Polhöheneinstellung ist bei EQ8 zwar genau durchführbar, aber dennoch kann man die Klemmung dazu nicht festbekommen. Zum Glück ist ein Polemaster im Hause. Bei der CGX-L geht das sanft und einfach.

- mulmige Gefühle dabei: Die eine Montierung macht seltsame Geräusche, selbst wenn in NINA der Antrieb auf Stop gestellt ist. Es klingt ein wenig wie so ein Meade Antrieb, also etwas quitschend. Der Händler meint dazu: "Das ist bekannt" und auf die Frage was es sein kann "weiss ich nicht.". Schade eigentlich.

- Nix für visuelle Sternwarten mit hohen Seiten: Dann sollte man wissen, dass das Stativ (Säule) recht kurz ist. Wer von einer CGX-L kommt, muss erst aufmauern.

- Service ist insgesamt ... na ja. Es gibt ja diese Internet-Foren. Man ist sehr auf sich allein gestellt.

- Das beste zum Schluss: Der Grund, weshalb die Montierungen hier immer noch stehen - Sie führen extrem gut nach, wenn es mehr als -10 Grad sind.

Vielleicht hat hier jemand ein paar Tips wie man das mit der Kälte mit einfachen Bordmitteln lösen kann. Die ganze Montierung zerlegen und neu einfetten geht nicht. Beim Lösen der Klemmung bei -25 Grad sind die Achsen sehr leichtgängig - deutlich leichter als die Achsen der Alt-Montierung oder der CGX-L (welche bei starken Minusgraden nicht aufgeben). Ich denke es liegt - wenn es das Fett ist - also eher am Schneckengetriebe.

Eine Möglichkeit der Umgehung wäre noch, dass man versucht, den Abstand zwischen Schneckenrad und Schnecke zu justieren, aber die Montierungen sind noch recht neu und man möchte nix beschädigen oder die Garatie verlieren.

Welche Netzteile und Betriebsspannungen verwendet ihr?

Tom.
 
[...]

Was mich aber insgeheim etwas ärgert, das SW nun die neue CQ350 raus gebracht hat. Mit 10 Kilo weniger Eigengewicht, wäre mir die deutlich lieber gewesen. Die 35 Kilo Tragkraft hätten mit meinem C11 oder 155er Apo sicher auch weiterhin gut gereicht. Aber so ist das eben. :)

Falls jemand die CQ350 hat - wie funktioniert die bei Kälte?

cq heisst "Anruf an alle" in der Funkamateursprache - was wohl Skywatcher für eine Idee mit der Namensgebunge hatt?

Tom.
 
Hallo Tom,

Ich muss wirklich sagen, dass ich das unverschämt von Skywatcher finde, eine recht teure Montierung so schlampig herzustellen. Ich habe mir auch mal Danes Bericht auf seiner Homepage angesehen. Auch gravierende Mängel.

Ich habe das Gefühl, dass Skywatcher das bei den neu entwickelten Montierungen besser macht. Das hilft aber Nutzern von den bisherigen Montierungen wenig.

CS,

Günther
 
Zuletzt bearbeitet:
So leid es mir tut, ich kanns an meiner EQ8R nicht nachvollziehen. Keine Mängel und auch sonst keine Probleme. Schweres Gerät sattel ich alleine auf und habe dabei die Gewichte ganz unten, wie soll dabei dann was Schwenken oder nach unten Kippen. Man muss ggf. die Vorgehensweise überdenken.

Im Vergleich zur Anzahl an EQ8, die in Betrieb sind, hört man doch eher selten von echten Problemen.

CS Markus
 
Hallo zusammen,

achherje, da wird mein alter Thread nach fast einem Jahr wieder hochgeholt. :) Danke für das Mitteilen der Erfahrungen, welche wohl eine etwas andere Richtung angehen, wie meine damaligen hier beschriebenen Probleme. Ich muss aber auch erwähnen, dass ich meine EQ8-R wohl nicht bei -25 Grad betrieben habe, da ich solche Temperaturen bei mir nicht habe.

Bezüglich Netzteil nutze ich bei mir übliche Schaltnetzteile welche bis zu 15V gehen, welche ich dann auf 14V heruntergeregelt habe. Am Ende kommen so ca. 13,5V an. Gratwanderungen bei gerade mal knapp um die 12V mache ich nicht mehr.

1706452424488.png
 
Hallo,

ich habe mir den Bericht auf der Homepage jetzt auch angesehen. Dieses Sirren ist bei mir auch, ebenfalls das schleifen, aber das "macht nix", sowie ich das aus meiner Erfahrung der insgesamt 7 hier vorhandenen Montierungen mit Riemenantrieb bewerten kann. Sie laufen trozdem ausreichend rund. Auch die Celestron Montierungen schaben und eiern irgendwo. Das sind wahrscheinlich die sehr günstig produzierten Riemenscheiben.

Was mit aber auffällt: Die Werte des PHD Grafen (auf der Homepage) sehen sehr gut aus, eigentlich sogar zu gut: Sind die PHD Werte für das Leittrohrbrennweite/Nachführkamera wirklich richtig eingegeben? Ansonsten muss die Luftruhe extrem gut sein. Bei uns sind insbesondere die Werte deutlich schlechter, obwohl perfekt eingenordet, denn die Luftruhe ist bei uns hier vermutlich deutlich schlechter. Die tot-Werte liegen hier so bei 0.25 in extrem ruhigen Lüften über etwa 0.45 bei durchschnittlichen Nächten bis etwa 0.6 Bogensekunden.

Die zweite Sache: Die Montierung scheint in RA zu pendeln, wenn man den Grafen ansieht. Bei uns sehen die RA Werte "chaotisch" aus - damit meine ich, dass es kein regelmässiges Muster in der Kurve gibt sondern dem zufälligen Luft(un)ruhe entsprechend aussieht.

Aber, wie gesagt, die angezeigten Werte sind ja extrem gut. Dieses RA Pendeln kann in diesem kleinen Bereich (Bruchteile von Sekunden) auch irgendwas anderes sein, zum Beispiel ein Windkraftwerk was dröhnt.

Tom.
 
Hallo Tom,

ja die Angaben für das Guiding waren korrekt. Mir ist bewusst, dass bei Eingabe höheren Brennweiten für das Guiding die Kurve geglättet wird bzw. fast ganz abflacht. Aber in meinem Fall stimmt das, da ich es aufgrund meiner OAGs auch immer je nach aufgesattelten Teleskop ändern muss.

Es ist aber auch so, dass die Tests mit einem 6" Apo gemacht wurden, was für eine EQ8-R wohl eher ein Kinderspiel ist. Selbst auf meiner AZ-EQ6 bekomme ich mit dem 6" Apo recht gute Werte hin. Bei meinem C11 EHD auf der EQ8-R sieht da schon nicht mehr ganz so perfekt aus.
 
Hallo,

Kinderspiel: nun ja.... wegen Luftunruhe spielt die Grösse des Instruments keine Rolle. Wenn ich PHD abschlate bekomme ich eben diese Werte, die ich oben angab (zwischen 0,25 bis etwa 0.6) auf die Deklination - und das ist die reine Unruhe.

Tom.
 
- Sehr ärgerlich: Die Antriebe klemmen bei Minusgraden unter -10 Grad gerne fest.

Da ist zwar etwas dran, aber so stehen lassen, möchte ich es nicht. Wenn eine EQ8 oder EQ8-R bei kalten Temperaturen fest geht, ist das ärgerlich, und hört sich auch furchtbar an. OK. Aber das liegt schlicht und einfach an zu knapp eingestelltem Schneckenspiel.
Als ich meine EQ8-R bekam, lief sie im Warmen einwandfrei, und ging bereits bei Temperaturen um 0° fest.
Seit ich das Schneckenspiel eingestellt habe, läuft sie tadellos, vor Kurzem die ganze Nacht bei fast -14°.

Also: Schneckenspiel einstellen, dann rockt die 8 auch weit unter 10 Grad Minus.

aber der gemeinsamer Nenner ist wohl: Ein Nicht-Schaltnetzteil mit 13,8 Volt und 5 Ampere.
Nicht-Schaltnetzteile sind wohl so ziemlich Schnee von gestern. Der Montierung ist es völlig egal, ob sie mit Schalt- oder Nicht-Schaltnetzteil betrieben wird. In meinem unmittelbaren Umfeld laufen 7 Stück EQ8 / EQ8-R mit unterschiedlichsten Schaltnetzteilen.
Zwei davon bei mir. Und darüber hinaus kenne ich niemanden, der Grund hätte, ein klassisches Trafo-Netzteil zu verwenden.
Ich benutze ausschließlich Meanwell Schaltnetzteile, mit einstellbarer Ausgangsspannung, (bei mir 13,5-13,8V) , null Probleme.

Wer ein bisschen auf Qualität achtet und Reserven einplant, macht mit Schaltnetzteilen ganz sicher nix verkehrt.

- Vorsicht: Die Klemmungen sind sehr schwach. Man muss beim Aufbauen der Ausrüstung (zB RASA 11) mit mehreren Leuten sein um gegebenenfalls gegenzuhalten, bis alles in Waage ist.
Die Klemmung der Achsen halte ich für völlig ausreichend. Sie halten, wenn sie sollen, geben aber auch nach, wenn sie müssen.
Die Klemmungen haben nicht nur die Aufgabe, den Kraftschluss im Antrieb herzustellen, sondern auch, wenn es darauf ankommt, als Rutschkupplung zu arbeiten. Zum Schutz von Getrieben, Motoren und Teleskopen. Wie oft bin ich schon gegen das Teleskop, Kamera oder Gegengewichtsstange gestoßen, und war froh, dass da etwas nachgegeben hat…. Homeposition neu - fertig.

Mit der richtigen Aufbaureihenfolge kann man auch ganz alleine aufbauen.
Hab ich mit C14 oft genug gemacht.

Das gilt natürlich nur dann, wenn die Klemmungen in Ordnung sind.
Wurde an falscher Stelle gefettet oder irgendwie anders geschmiert, funktioniert das nicht.


Ich muss wirklich sagen, dass ich das unverschämt von Skywatcher finde, eine recht teure Montierung so schlampig herzustellen
Man kann von SkyWatcher und der EQ8 halten, was man will.
Meine Meinung zur 8, die ich auch schon oft so geäußert habe:
Die 8 ist nicht die beste Montierung. Es gibt bessere.
Aber sie ist mit Sicherheit die Montierung mit der besten Preisleistung in der Klasse bis 50 Kg Teleskopgewicht.

….Nicht ohne Grund kaufte ich sie dreimal.

CS

Dietmar
 
Da ist zwar etwas dran, aber so stehen lassen, möchte ich es nicht. Wenn eine EQ8 oder EQ8-R bei kalten Temperaturen fest geht, ist das ärgerlich, und hört sich auch furchtbar an. OK. Aber das liegt schlicht und einfach an zu knapp eingestelltem Schneckenspiel.
...


Nicht-Schaltnetzteile sind wohl so ziemlich Schnee von gestern. Der Montierung ist es völlig egal, ob sie mit Schalt- oder Nicht-Schaltnetzteil betrieben wird. In meinem unmittelbaren Umfeld laufen 7 Stück EQ8 / EQ8-R mit unterschiedlichsten Schaltnetzteilen.
...


Die Klemmung der Achsen halte ich für völlig ausreichend. Sie halten, wenn sie sollen, geben aber auch nach, wenn sie müssen.
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….Nicht ohne Grund kaufte ich sie dreimal.

CS

Dietmar
Hallo, schau bitte, dass ich geschrieben habe "gut zu wissen" und auf den ähnlichen Ausdruck des Disskussionsstarter hinwies.
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Das mit dem Schneckenspiel ist durchaus eine Möglichkeit, aber die Gerätschaften werden hier in aller Ruhe im Sommer aufgestellt um dann in der Wintersaison sauber spielen zu können. Wir können hier nicht bei minus 15 Grad abwärts auf einer Leiter Heimwerker spielen und versuchen ohne Anleitung mit kalten Händen ein Schneckenspiel einzustellen. Skywatcher in Deutschland hat dazu ausdrücklich gesagt, dass der chinesische Hersteller einen Betrieb unter -10 Grad nicht garantiert, obwohl auch von Skywatcher auf das Schneckenspiel hingewiesen wird. Aber eine Anleitung dazu haben sie nicht und in der Bedienungsanleitung gibt es auch nichts dazu. Skywatcher in England (für die andere Montierung) haben mir zwar eine Anleitung zukommen lassen, aber auf Fragen, wie zum Beispiel ob man solche Arbeiten bei Kälte handhaben kann und welche Schrauben die Druck- und welche die Zugschrauben sind, haben sie auf einen qualifizierten Mechaniker hingewiesen. Nun denn... Wir werden dann wohl diese Saison knicken und im kommenden Sommer Heimwerker spielen. Allerdings ist es dann ja warm und wenn es wieder Winter wird? Das gleiche dann wieder? Also: Absolut nicht praktikabel und sowas gehört auch in die Anleitung finde ich. Übrigens hat mich Skywatcher in Deutschland darauf hingewiesen, dass ich dem Händler hätte mitteilen sollen, dass die Montierung bei Kälte benutzt werden soll und der Händler hätte mich darauf hinweisen sollen, dass man die Montierungen bei Kälte nicht benutzen kann. Toll, was?
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Netzteil: Skywatcher in Deutschland hat mich davor gewart, Schaltnetzteile zu benutzen, wegen Oberwellen. Aber ich habe da Glück: Es gibt Trafonetzteile mit entsprechenden Werten. Im Winter sollen die sogar tatsächlich besser, denn auch andere Ausrüstung für kalte Umgebung benutzt Trafonetzteile. Daher mein Hinweis dazu als "gut zu wissen". Die Engländer geben immerhin an, dass man die Spannung auch auf 15 Volt anheben kann. Deutschland nicht und warnt davor. Zu den Schaltnetzteilen melden die Engländer nichts und Skywatcher USA meint, dass man in Europa sich den Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Landes halten müsse. Der Hersteller in China antwortet gar nicht erst, egal welche Sprache man benutzt.
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Klemmungen: In der Anleitung steht nichts von Rutschkupplung oder hast du da sowas gelesen? Wo? Aber natürlich kenne ich sowas, denn unsere grossen Montierungen haben auch keine feste Klemmung, sondern feinfühlig einstellbare Kupplungen. Dort sind sie aber als solche gekennzeichnet und man kann sie bei Montagen auch richtig fest bekommen. So wie es dem Kunden in der Anleitung suggeriert wird, wird das doch eher eine Gefahrenquelle - also auch hier - sowas gehört in die Bedienungsanleitung, dass es Rutschkupplungen sind, die nicht festgezogen werden können. Daher meine Warnung als "gut zu wissen".
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Im Momnent bin ich selbst froh, dass hier ein paar EQ6R stehen, mit denen man auch bei -28 Grad fotografieren kann und das sogar sehr gut. Den EQ8s gebe ich noch eine Chance, aber wenn die nächste Saison auch drauf geht, kommen die weg.

Ob die nun tatsächlich 50 Kg vertragen, sei einmal dahingestellt, denn 50 Kg sind echt viel. Der Schiefspiegler bei uns wiegt 40 Kg und ich würde mich nicht trauen, das Ding an eine EQ8 zu montieren. Dennoch möchte ich noch einmal unterstreichen, dass beide Montierungen bei Wetter über minus 10 Grad hervorragende Nachführgenauigzeit zeigen, selbst wenn man 30 Minuten am Stück belichtet. Daher wäre es schön, wenn diese technischen Probleme mit dem Heimwerker-Werkzugkasten behoben werden kann - möglichst ohne dass man die Instrumente wieder runternehemn muss.

Tom.
 
Hallo Tom,

das Einstellen des Schneckenspiels 2x im Jahr hat der Händler meiner EQ8-Rh mir sauber kommuniziert. Wenn man nicht gerade zwei linke Hände ohne Daumen hat ist das in unter 10 Minuten erledigt. Was Zug und was Druckschrauben sind ist selbsterklärend. Natürlich wäre eine Anleitung Seitens des Herstellers wünschenswert. Die Spannungsakzeptanz 11-16V 4A ist auf Seite 15 & 18 des Handbuchs zu finden. Mit einem 13,8V 30A Schaltnetzteil hatte ich bisher keine Probleme. Ich würde mir mehr Sorgen um Ground-Potenziale bei Verwendung mehrerer Netzteile machen. 13,8V ist der Sweetspot was auch andere Komponenten wie Kameras, Heizer, Lüfter etc. vertragen.
Zum Thema mehrere Leute seien notwendig um Instrumente zu balancieren:
Immer erst die Gegengewichte anbringen, dann das Instrument. Der Vorgang ist auf Seite 6f des Handbuchs ausführlich beschrieben. Eine Gefahrenquelle sehe ich in der Beschreibung nicht.
Ich lade ein 28 Kilo Instrument ohne Probleme allein auf. Das wuppt die Montierung selbst bei voller Slewgeschwindigkeit spielend. Ich hätte in keiner Weise Bedenken 45 Kilo aufzuladen.

CS, Ralf
 
Hallo Tom,

das Einstellen des Schneckenspiels 2x im Jahr hat der Händler meiner EQ8-Rh mir sauber kommuniziert. Wenn man nicht gerade zwei linke Hände ohne Daumen hat ist das in unter 10 Minuten erledigt. Was Zug und was Druckschrauben sind ist selbsterklärend. Natürlich wäre eine Anleitung Seitens des Herstellers wünschenswert. Die Spannungsakzeptanz 11-16V 4A ist auf Seite 15 & 18 des Handbuchs zu finden. Mit einem 13,8V 30A Schaltnetzteil hatte ich bisher keine Probleme. Ich würde mir mehr Sorgen um Ground-Potenziale bei Verwendung mehrerer Netzteile machen. 13,8V ist der Sweetspot was auch andere Komponenten wie Kameras, Heizer, Lüfter etc. vertragen.
Zum Thema mehrere Leute seien notwendig um Instrumente zu balancieren:
Immer erst die Gegengewichte anbringen, dann das Instrument. Der Vorgang ist auf Seite 6f des Handbuchs ausführlich beschrieben. Eine Gefahrenquelle sehe ich in der Beschreibung nicht.
Ich lade ein 28 Kilo Instrument ohne Probleme allein auf. Das wuppt die Montierung selbst bei voller Slewgeschwindigkeit spielend. Ich hätte in keiner Weise Bedenken 45 Kilo aufzuladen.

CS, Ralf
Ja du, da kommen wir in ein anderes Feld, welches hier eigentlich von mir gar nicht bahandelt werden soll.

Zum einen finde ich das toll, wenn dein Händler eine so tolle Kommunikation aufbaut.

Selbsterklärend: Das ist ein Begriff der mit Vorsicht zu bahandeln ist, denn steht es wirklich an der Schraube? Steht da irgendwo dass man auch einen Motor lösen muss oder einen Inbus Schlüssel abkürzen? Sind wirklich alle so klug auch ohne Anleitungen zu wissen, was man eigentlich selbst machen darf oder was die Garantie aufhebt... usw. Und vorallem: IN die Anleitung damit.

Zur Sache Netzteil: Ich gebe genau das wieder, was Skywatcher mir geschrieben hat.
Zum Thema 10 Minuten: Das ist hier im Schnee nicht einmal möglich in 60 Minuten ein Podest ins Observatorium zu schaffen um an die Schrauben heranzukommen. Und man muss dazu schon drei Leute dabei haben und vorher einen Bauern fragen, der mit einem Traktor einen Weg macht worauf man das Podest transportieren kann. Du siehst, es kommt sehr auf die Gegebenheiten an.

Aufbauen nach Anleitung: Gewiss, genau so. Zuerst die Gewichte. Aber beim Anbringen des RASA müsste man hier unbedingt eine weitere Person dabei haben die das Ding festhalten wenn die Kamera angebracht wird, denn die "Rutschkupplung" hält das Ding nicht fest und beim ersten Mal rechnet man nicht damit, da nirgends dran steht "wird nicht fest" oder "is ne Rutschkupplung". Und das sollte in die Anleitung, meiner Meinung nach.

Thema wuppen: Nicht alle sind so sportlich frisch und können solche Gewichte in die Schiene einführen. Ich kann es absolut nicht allein und würde echt niemanden raten einen 28kg Tubus in 2,30 Meter Höher allein von einer Leiter aus in die Losmandy-Schiene zu schieben. Ich denke du würdest es verstehen, wenn du das vor Ort siehst. Sowas kann man hier im Sommer machen.

und ich hatte ja noch die Frage: Hat jemand eine CQ350 und weiss, ob die gut bei Kälte funktioniert? Wenn ich recht informiert bin, haben die eine Schnecke mit Federandruck verbaut, was diese Umjustierungsarbeiten umgehen könnte-

Summa Summarum zum "gut zu wissen bevor man kauft" aus dieser Nachricht:

- Ich finde die Anleitung sollte deutlich mehr ergeben. Sie ist nicht komplett
- Der Support muss auch besser werden - vor während und nach dem Kauf. Es sollte stets lösungsorientiert kommuniziert werden und Sätze wie "das wiisen wir nicht" dürfen nicht vorkommen.
- Die Kommunikation unter den verschiedenen Skywatcher Regionen, Hersteller und den Händlern muss verbessert werden.

Tom.
 
Zuletzt bearbeitet:
@tom_halsingland

Hallo Tom,
Dein Unmut ist absolut nachvollziehbar.

Du kaufst eine Montierung, die Dir Einiges verspricht, bezahlst eine Menge Geld, und erwartest - zurecht- dass das Ding einfach funktioniert.

Du möchtest nicht hinterher erfahren, dass es Situationen gibt, in welchen Du mit Einschränkungen rechnen musst; Du möchtest nicht regelmäßig Hand anlegen müssen; Du möchtest, abgesehen von den Bedienungselementen, nichts anfassen müssen.

Dass der Hersteller Vieles dem Kunden überlässt, und das in Beschreibungen und Betriebsanleitungen nicht deutlich macht, empfindest Du als nicht in Ordnung.
Auch das zurecht.

Der Hersteller setzt sich dem Verdacht aus, dass er an Deiner Zufriedenheit kein besonders großes Interesse hat. Die Kritik ist gerechtfertigt.

Das alles spricht nicht für den Hersteller, und spricht auch nicht für die EQ8 / R / RH .... und wie sie alle heißen.

Wer Produkte sucht, die von Anfang an tadellos ihren Dienst für lange Zeit versehen, ist mit SkyWatcher nicht unbedingt gut beraten.
Auch wenn es genug Fälle gibt, bei denen alles prima ist, die Geräte haben oft irgendwelche Schwächen, denen man irgendwie begegnen muss.
In der Regel sind es allerdings Kleinigkeiten, mit welchen man, wenn man dazu bereit ist, umgehen kann.

Für die Produkte spricht aber auch etwas: Sie sind unglaublich verbreitet. Ganz viele Leute haben sie, und können, wie hier im Forum, Tipps und Anleitung geben, mit denen man durchaus zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen kann.

Warum sind die Sachen, trotz der vielen Nachteile so verbreitet und beliebt?

Der Grund dafür steht ....... auf dem Preisschild.

CS

Dietmar
 
Zuletzt bearbeitet:
@tom_halsingland

Hallo Tom,
Dein Unmut ist absolut nachvollziehbar.

Du kaufst eine Montierung, die Dir Einiges verspricht, bezahlst eine Menge Geld, und erwartest - zurecht- dass das Ding einfach funktioniert.

Du möchtest nicht hinterher erfahren, dass es Situationen gibt, in welchen Du mit Einschränkungen rechnen musst; Du möchtest nicht regelmäßig Hand anlegen müssen; Du möchtest, abgesehen von den Bedienungselementen, nichts anfassen müssen.

Dass der Hersteller Vieles dem Kunden überlässt, und das in Beschreibungen und Betriebsanleitungen nicht deutlich macht, empfindest Du als nicht in Ordnung.
Auch das zurecht.

Der Hersteller setzt sich dem Verdacht aus, dass er an Deiner Zufriedenheit kein besonders großes Interesse hat. Die Kritik ist gerechtfertigt.

Das alles spricht nicht für den Hersteller, und spricht auch nicht für die EQ8 / R / RH .... und wie sie alle heißen.

Wer Produkte sucht, die von Anfang an tadellos ihren Dienst für lange Zeit versehen, ist mit SkyWatcher nicht unbedingt gut beraten.
Auch wenn es genug Fälle gibt, bei denen alles prima ist, die Geräte haben oft irgendwelche Schwächen, denen man irgendwie begegnen muss.
In der Regel sind es allerdings Kleinigkeiten, mit welchen man, wenn man dazu bereit ist, umgehen kann.

Für die Produkte spricht aber auch etwas: Sie sind unglaublich verbreitet. Ganz viele Leute haben sie, und können, wie hier im Forum, Tipps und Anleitung geben, mit denen man durchaus zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen kann.

Warum sind die Sachen, trotz der vielen Nachteile so verbreitet und beliebt?

Der Grund dafür steht ....... auf dem Preisschild.

CS

Dietmar

Hallo,
Es geht mir am meisten darum, andere Interessenten auf gewisse Schwierigkeiten / Gefahren hinzuweisen.

Ich kenne ja auch eine andere Montierung bei der es in meinem Umkreis keine Probleme dieser Art gibt und die sogar aus dem gleichem Hause kommt: Dieses Wunderding heisst EQ6R: Aus dem Karton raus hinstellen und loslegen.
Tom.
 
Wer Produkte sucht, die von Anfang an tadellos ihren Dienst für lange Zeit versehen, ist mit SkyWatcher nicht unbedingt gut beraten.
Auch wenn es genug Fälle gibt, bei denen alles prima ist, die Geräte haben oft irgendwelche Schwächen, denen man irgendwie begegnen muss.
In der Regel sind es allerdings Kleinigkeiten, mit welchen man, wenn man dazu bereit ist, umgehen kann.
Das ist zwar richtig. Wer aber erwartet, dass das Ding out-of-the-box sicher sauber läuft, dann muss man wohl leider sehr viel mehr Geld in die Hand nehmen. Denn im Prinzip wirst du zu jeder Montierung in dieser Preisklasse Leute finden, die damit nicht zufrieden sind. Ist halt schwer einzuschätzen, wie gross die Probleme bei bestimmten Montierungen wirklich sind.

Wobei offensichtliche Probleme, die eine minimale Qualitätskontrolle finden sollte, natürlich nicht akzeptabel sind.
 
Eine EQ8-R Pro SynScan GoTo mit Stativ kostet 5490E bei einem der großen Händlern. Ein Dacia Sandero Neuwagen kostet 8.690€. Der Motor des Dacias ist sicher preislich vergleichbar mit der Montierung bei ungleich höheren Aufwänden bei der Fertigung und Montage. Insofern muss man den "günstigen Preis" auch mal relativieren...

CS,

Günther
 
Klar kannst du das mit allen möglichen anderen Dingen vergleichen. Eine neue Rolex kostet auch mehr als der Dacia. Da ist beides nicht so ganz leicht nachzuvollziehen, aber das ist eine andere Sache.

Wenn wir aber mal bei Montierungen bleiben: Gibt es andere Hersteller, die im gleichen Preisbereich konsistent bessere Qualität liefern? Mir fällt als direkter Konkurrent mit ähnlich breiter Produktpalette eigentlich nur iOptron ein. Und da gibt es halt auch glückliche und weniger glückliche Benutzer. Und auch die Exoten sind zwar teilweise augenscheinlich sehr gut verarbeitet, was aber nicht unbedingt heisst, dass die über einen weiten Einsatzbereich konsistent gut funktionieren.

Nochmal: Ich erwarte natürlich eine ordentliche Qualitätskontrolle, aber einfach die Marke zu wechseln wird halt nicht unbedingt viel bringen.

CS, Daniel
 
Um vielleicht wieder ein bisschen zum eigentlichen Thema zurückzukehren. Ich habe vor einigen Tagen nach langer Zeit nun auch neue Riemenräder erhalten, welche ich bei CG-5 bestellt habe. Ich glaube das eiern ist jetzt nicht ganz so tragisch wie in diesem Post zu sehen: Skywatcher EQ8-R - Mängel

Wie Chris von CG-5 in seinem Video zeigt, scheint das wohl ein generelles Problem zu sein.


Ich glaube zwar weniger, dass weniger eiern einen spürbaren Vorteil bringt, aber ich will es doch trotzdem mal ausprobieren.
 
Hallo,

Zu dieser Aussage, die ich in den Foren immer wieder antreffe, habe ich eine Frage an euch, unabhängig von der Montierung:

Thema wuppen: Nicht alle sind so sportlich frisch und können solche Gewichte in die Schiene einführen. Ich kann es absolut nicht allein und würde echt niemanden raten einen 28kg Tubus in 2,30 Meter Höher allein von einer Leiter aus in die Losmandy-Schiene zu schieben.

Ich baue auf einer Losmandy G11 meinem 10" Cassegrain auf, der ungefähr ein Gewicht von 19 Kilogramm hat.
In der Ursprungsversion der Montierung war so eine Aufnahme verbaut, wie sie auf diesem Bild zu sehen ist:

Prismenaufnahme der Losmandy G11

In dieser war nur ein einschieben vom Teleskop möglich. In der Nacht ein sehr sportliches Unternehmen, das Teleskop mit seiner Schiene dort einzufädeln.
Seit einigen Jahren habe ich mir andere Aufnahmen zugelegt. Für die Montierung diese hier:


Und für eine Doppelbefestigung (Side by Side) diese hier:


Beide Klemmen machen so weit auf, das ich das Teleskop mit seiner Schiene in die Klemme einklappe und nicht mehr einschiebe. Das ist eine mehr als deutliche Erleichterung.
Das Teleskop hebe ich jetzt hoch, bei mir auf Kopfhöhe, und setze die Prismenschiene auf dem unteren festen Teil der Klemme auf. In dem Moment ist das Gewicht vom Teleskop schon mal weg, und ich muss es nur noch nach hinten drücken und festklemmen.

Gehen bei den Montierungen wie bei der EQ8 die Klemmen nicht so weit auf, das man ein Teleskop einklappen kann? Sind die Klemmen so eng gestaltet, das nur ein Einschieben in Frage kommt?
Oder falls doch ein Einklappen im Frage käme, gibt es Gründe, um das Teleskop auf diese Art nicht aufzubauen oder in die Aufnahme einzusetzen?

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

bei der EQ8-R gehen die Klemmen so weit auf, dass Du die Losmandy-Schiene "einklappen" kann. Es ist evtl. eh sinnvoll Oben und Unten an der Losmandy-Schiene einen Endstop anzubringen (Schraube reicht), sodass die Schiene und damit das Instrument nicht aus der Klemme rutschen kann wenn zum Balancieren leicht gelöst.

CS, Ralf
 
Hallo,

ich kann ja mal erzählen wie ein mehr normaler "service" funktionieren kann.

Wir hatten mal Ärger mit einer CGX-L. Ein E-Mail Kontakt bei der Celestron Vertretung in Deutschland, ein paar Emails vor und zurück, dann ein Motor mit Einbauanleitung bekommen und es lief wieder. So geht das in Ordnung.

Tom.
 
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