Hallo nochmal!
Dieser Thread ist enorm lang und ich habe es nicht geschafft, mich durch alle Seiten durchzuarbeiten. Darum bitte ich um Entschuldigung, wenn das was ich gemacht habe, längst ein alter Hut ist...
Ich habe mir um die wasserdichte Montage des kleinen Plastikdoms Gedanken gemacht. Ich sehe es immer nur so, dass da mit Heißkleber oder ähnlichem abgedichtet wird. Ich persönlich habe es aber lieber, wenn man alles wieder leicht zerlegen kann, falls man am Design mal was ändern will, oder damit man für Reparaturen gut an alles heran kommt.
Darum habe ich mir im ersten Schritt eine Bohrschablone für meine ohne Bohrlöcher gelieferte Kuppel (Durchmesser außen: 130mm) gedruckt und dort sechs Bohrlöcher eingeplant. Dann die Kuppel da eingesetzt, das erste Loch gebohrt und für einen sicheren Halt beim Bohren der übrigen Löcher verschraubt.
Ergebnis waren sechs saubere Bohrungen:
Mit dieser Voraussetzung konnte ich nun eine passende Silikondichtung gießen.
Ich hatte allerdings nur Abformsilikon, das ich von einem anderen Projekt noch reichlich übrig hatte. Das Zeug ist für eine Dichtung vielleicht etwas zu fest, fühlt sich aber etwa so an, wie die Gummiringe um Einmachgläser. Daher fand ich es irgendwie probierenswert. Der Shore A-Wert liegt bei 33. Ich meine Dichtungen haben meist so um 20-25.
Ich habe also eine Form (in diesem Fall aus ABS, weil das sehr maßhaltig ist) gedruckt. Sie ist mit einem Anschluss für eine 20ml fassende Spritze versehen. Auf der gegenüberliegenden Seite ein Löchlein für den Austritt. Die Form habe ich mit einem PTFE-Spray eingesprüht und die beiden Teile mit reichlich Schrauben außenrum und in der Mitte fixiert und zusammengepresst. Dann habe ich 30ml von dem Silikon angerührt. Das sind 2 Komponenten, die 1:1 gemischt werden und dann etwa 10 Minuten verarbeitbar bleiben. Das Zeug dann ohne Luftblasen in die Spritze (erst 20ml, was dann aber genau gereicht hat) und langsam mit dem Anschluss nach unten in die Form gedrückt. So wurden die Zapfen, die dann die Schraublöcher aussparen ideal umflossen. Bei der Arbeit empfehle ich Handschuhe und einen Arbeitsplatz, der gut mit Zeitung ausgelegt ist. Silikon ist eine ziemliche Schmiererei, wenn was runter tropft. Ich habe das draußen auf einem ollen Gartentisch gemacht.
Nach 4 Stunden (2 hätten wohl gereicht) habe ich die Dichtung dann problemlos ausformen können. Das Silikon kriecht natürlich etwas in die Fugen, aber das ließ sich leicht entfernen.
Ich habe noch kein Gehäuse designt, aber ich bin von dem Zwischenergebnis so begeistert, dass ich euch das schon mal zeigen wollte.
Den 3D-Drucker wollte ich schon lange mal zur Produktion einer Gießform austesten. Das sind wirklich tolle Geräte.
Vielleicht eine Anregung auch für Andere.
Gruß
Sebastian