Hallo,
danke für die Antworten und den Vergleich.
Aber das hat sich heut eh erledigt. Der blöde Mond steht ja fast im Zenit. Die Umlaufbahn ist echt blöd.
Manchmal ist er ja trotz Vollmond ziemlich weit unten.
Naja, denn halt sie Glotze. Ist eh sehr windig heut.
CS Olaf
Hallo,
auch hier würde ich dir (und allen Anderen) empfehlen: Probier es trotz Mond einfach mal aus.
Stell das Seestar abends raus in den Garten, häng eine Powerbank dran und lass es einfach die Nacht durch laufen. Was kann schon schlimmeres passieren, als dass du schlechte Bilder bekommst? (Zumindest solange es nicht regnet und du nicht in einer krimminellen Gegend wohnst, wo dir das Teil geklaut wird. Aber solche Probleme hättest du bei Neumond auch.)
Ist wie bei so vielen "alten Weisheiten": Dass man bei Vollmond keine Astrofotos machen kann hat zwar einen wahren Kern, stimmt aber in der digitalen Ära nicht mehr unbedingt und schon gar nicht absolut. Habe ich früher auch dran geglaubt, aber irgendwann habe ich mich gefragt: Wenn Cuiv The Lazy Geek in Tokyo bei Bortle 8 oder 9 Astrofotos machen kann, warum sollte ich das bei Bortle 4 nicht auch bei Vollmond können? Ist von der Lichtverschmutzung her auch nicht schlimmer. Und siehe da,
es geht*. Dabei wird aus einem der Nachteile des Seestars, der kurzen Belichtungszeit, auch wieder ein relativer Vorteil: trotz hoher Hintergrundhelligkeit gerät man nicht in die Hintergrundlimitierung. (Ist jetzt kein echter Vorteil, aber da man eh schon die Nachteile der kurzen Belichtungszeit hat, kommen sie halt nicht noch mal extra oben drauf.)
Natürlich wird das Signal-Rausch-Verhältnis, und damit tendenziell das Gesamtbild bei Neumond besser sein als bei Vollmond, gar keine Frage.
Aber ist ein nicht perfektes Astrofoto nicht immer noch besser als gar kein Astrofoto?
(Und sollte man diese Frage verneinen, dann ist das Seestar eh das falsche Gerät, denn perfekte Astrofotos wird man damit eh nie machen können.

)
CS Lutz
* Da man am Ende der Nacht "dank" der kurzen Einzelbelichtungszeit eh ein paar Hundert Aufnahmen hat, die "dank" der nicht perfekten Nachführung auch noch quasi gedithered sind, und das S50 von der Sensorauflösung her klar undersampled ist, kann man durch Drizzeln (3*) die Auflösung in der Bearbeitung noch deutlich verbessern.