Seestar S50 - Aufnahmetechnik - Neuigkeiten - Fragen, Probleme, Tipps und Infos

Erstes Fazit zum 1. Test mit dem EQ Mode.
Als erstes möchte ich anmerken, das ein stabiles Stativ mit spitzen Füßen zumindest auf Schotterwegen sehr wichtig ist. Mein Fotostativ kann zwar 9 KG tragen, aber es hat Runde Füße, die leicht wegrutschen.

Die Einrichtung des EQ Mode ist ansonsten schnell erledigt. Hat bei mir ca. 3 Minuten gedauert
Hier ist nur blöd, das das S50 wieder in die Ausgangslage zurück fährt. Ich musste mich da beeilen, meine schon aufgesetzte Taukappe wieder abzuziehen.
Dann habe ich ein Objekt ausgesucht und das S50 fuhr dort hin, ohne Probleme. Taukappe wieder drauf und Aufnahme gestartet. Ich habe gleich auf 20s Aufnahmen gestellt.
Bilder folgen noch.
30s Aufnahmen wollte es jedoch nicht. Da kamen verzogene Sterne.
Ich habe aber nicht zwischendurch die Polarausrichtung nochmals überprüft. Es kann natürlich bei dem instabilen Untergrund zu Verschiebungen gekommen sein. Da kontrolliere ich das beim nächsten Mal öfter.
Mal sehen, ob es dann auch mit der Polhöhenwiege generell besser funktioniert. Der Kugelkopf ist zwar fest montiert, aber es kann ich ja was lockern.
Zumindest gab es keine Bildfelddrehung die sonst stärker ausgeprägt wäre.
Ergebnisse folgen....

Es war mal wieder schön draußen, nur sehr kalt.

CSOlaf
 
Hallo Olaf,

dieser Beutel, den Du zur Stabilisierung des Stativs angebracht hast, hängt der frei, oder liegt er auf dem dem Boden auf?

CS Frank
 
Guten Morgen,

Der hing etwas in der Luft.
Da musste ich etwas improvisieren. Ich hatte mein Gewicht vergessen. Das war ein Stoffbeutel mit 2 Flaschen Bier.:)

So, das sind jetzt unbearbeitete Bilder, direkt aus dem S50.
Bortle Klasse 4.
M100 94x20s
M104 180x10s hier waren auf einmal verzogene Sterne. Hab denn schnell auf 10s gestellt. Auch nur ne halbe Stunde. (Dämliche Zeitumstellung)
NGC2264 181x20s
NGC4216 180x20s
NGC4565 181x20s

Vielleicht sind in den Ecken leicht ovale Sterne. Das kann jetzt mehrere Ursachen haben. Stativ, Ausrichtung, Untergrund...
Vielleicht schaue ich nur schief nach wenig Schlaf. :ROFLMAO:

Ansich funktioniert das Ganze. Blöd ist nur, das ein zusätzlicher Schraubeinsatz in das S50 muß, um die Klemmschiene des Stativs daran zu befestigen.
Das Gewinde an der Schiene ist auch nicht so lang, wie das vom Original Stativ. In der Polhöhenwiege ist ja eine 3/8 Zoll Schraube. Das sollte denn ja passen. Mal sehn.

Ich verfalle immer dazu, mehrere Objekte anzufahren, anstatt mal 1 Objekt länger zu belichten. Ich möchte halt mehrere in der Nacht aufnehmen.

CS Olaf
 

Anhänge

  • Stacked_94_M 100_20.0s_IRCUT_20250330-013455.jpg
    Stacked_94_M 100_20.0s_IRCUT_20250330-013455.jpg
    575,2 KB · Aufrufe: 238
  • Stacked_180_M 104_10.0s_IRCUT_20250330-032112.jpg
    Stacked_180_M 104_10.0s_IRCUT_20250330-032112.jpg
    546,7 KB · Aufrufe: 172
  • Stacked_181_NGC 2264_20.0s_IRCUT_20250329-211810.jpg
    Stacked_181_NGC 2264_20.0s_IRCUT_20250329-211810.jpg
    518,4 KB · Aufrufe: 171
  • Stacked_180_NGC 4216_20.0s_IRCUT_20250330-003653.jpg
    Stacked_180_NGC 4216_20.0s_IRCUT_20250330-003653.jpg
    608 KB · Aufrufe: 162
  • Stacked_181_NGC 4565_20.0s_IRCUT_20250329-230737.jpg
    Stacked_181_NGC 4565_20.0s_IRCUT_20250329-230737.jpg
    634,2 KB · Aufrufe: 193
@Ole2021
Besorg dir schonmal ne andere Schraube zum klemmen an der Polhöhenwiege, die die dabei ist wird nicht passen :D
Die muss deutlich länger sein damit der Griff / Knopf der Schraube nicht am Seestar klemmt!

Gruss

P.S. deine Aufnahme etwas "verbessert" mit meinen bescheidenen Möglichkeiten -> GraXpert & Siril

Meine Sterne sind aber auch nicht wirklich immer Rund bei 10s Belichtung, egal ob AZ oder EQ Modus.
 

Anhänge

  • Stacked_180_M 104_10.0s_IRCUT_20250330-032112_graxpert_denoised.png
    Stacked_180_M 104_10.0s_IRCUT_20250330-032112_graxpert_denoised.png
    3,3 MB · Aufrufe: 215
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ja, das habe ich schon gesehen bei Youtube. Hab einiges Zuhause und schaue, wenn die da ist.
Was nutzt Du für ein Stativ?
Also würdest Du auch sagen, das die leicht verzogen sind... Andere Meinungen sind sehr willkommen.

Danke, ja sieht etwas anders aus.
Mich würde mal eine Bearbeitung in Pixinsight interessieren, was man da rausholen kann. Natürlich von den Rohdaten.

CS Olaf
 
Servus Olaf
Ich verwende ein altes EQ5 Stativ und habe eine Polhöhenwiege von einem Staradventurer drauf .
Ist schön stabil.

Thomas
 
Hallo,

ich scharre auch mit den Füßen EQ mode auszuprobieren.
Aktuelles Problem ist: wie bekomme ich meine iOptron Polhöhenwiege auf meiner Spinx-Halbsäule zum halten?
Was für ein Gewinde guckt aus dieser heraus? Mir scheint das größer als 1/4" und im Netz habe ich nix gefunden.
 
Hallo zusammen
Nach einigen Jahren Astrofotografie-Abstinenz ( ich hatte mein gesamtes Equipment verkauft ) will ich nun in kleinerem Rahmen wieder einsteigen und hab mir deshalb auch einen Seestar S50 gekauft.
Der Stabilität wegen hab ich den Seestar auf ein massives Skywatcher Edelstahl Stativ mit 3/8 Zoll Schraube und Säulenverlängerung gekauft. Um eine große Dosenlibelle auf einer 4mm starken CFK Platte zum waagrechten Ausrichten des Stativs verwenden zu können, mußte ich die Befestigngsschraube um ca. 4mm abdrehen, damit das Gewindestück der Schraube ausreichend weit nach oben kommt um das Gewinde der Säulenverlängerung gut zu packen.
Auf der Säulenverlängerung sitzt eine sündhaft teure, aber sehr gute William Optics Polhöhenwiege, die eine 23cm lange Prismenschiene klemmt.
Um Abstand zwischen dem Seestar und der Prismenschiene zu bekommen, damit sich das Seestar frei drehen kann ohne mit den Gummifüßen an der Schiene anzustoßen, hab ich eine 2mm starke GFK Platte mit 40mm Durchmesser zwischen Seestar und Schiene montiert. Das Seestar wurde dann mittels einer großen Unterlegscheibe, eines Sprengrings und einer von der länge her passenden Schraube mit der Schiene verschraubt.
Soweit steht das ganze sehr stabil da, und ich warte nur noch auf Clear Sky und das verschwinden meines Hexenschusses um erste Aufnahmeversuche im EQ-Modus mit dem Seestar durchführen zu können.
VG Walter


IMG_20250331_163959869.jpgIMG_20250331_163946173.jpgIMG_20250331_163930136.jpgIMG_20250331_163908967.jpgIMG_20250331_171047513_HDR.jpg
 
@serpens

hasst du den Zapfen oben vom Stativ abgeschnitten. Oder passt die Polhöhenwiege trotzdem drauf?

CS Olaf
 
Hallo Olaf

Das Stativ hat den Zapfen nicht :

VG Walter
 
Aha,
es ist etwas anders als mein HEQ5 Stativ. Aber eigentlich sollte das ja auch gehen, wenn man den Zapfen abflext.
Naja ich werde mal schauen, ob man das gebraucht bekommt.. Das ist schon viel besser.
Aber ich werde mir beim nächsten Mal anderen Untergrund suchen. Fürs Erste wird das ja mit meinem Fotostativ gehen.

Danke für die Info.
 
Aha,
es ist etwas anders als mein HEQ5 Stativ. Aber eigentlich sollte das ja auch gehen, wenn man den Zapfen abflext.
Naja ich werde mal schauen, ob man das gebraucht bekommt.. Das ist schon viel besser.
Aber ich werde mir beim nächsten Mal anderen Untergrund suchen. Fürs Erste wird das ja mit meinem Fotostativ gehen.

Danke für die Info.

Ich habe das bei meinem Stativ mit einem Adapter von Artesky gelöst. So musste ich nichts zerstören und kann jederzeit hin und her wechseln. Billig ist Aber etwas anderes.
 
Ich hatte früher schon mal mit der äquatorialen Montierung des Seestars experimentiert, es dann aber zunächst wieder aufgegeben, da es mir damals dann doch zu aufwändig war. Aber wo das jetzt offiziell unterstützt wird und das Setup ähnlich schnell aufgebaut ist wie im Alt-Az-Modus, ist das wieder interessant. Hier mein erster Versuch (noch unbearbeitet) mit der neuen Firmware. Netterweise passten M81 und M82 gemeinsam ins Bild. :cool:

1743108744508.jpg


Als Polhöhenwiege habe ich eine Bresser MH-100 verwendet, die ich für diesen Zweck aber nicht empfehlen würde.
Leider hat sie in der Praxis 2 Nachteile:
1. Sie ist zu klein, als das man das Seestar da direkt drauf schrauben könnte.
2. Die Justage-Schraube ist jeweils auf der einen Seiten massiv, auf der anderen Seite hat sie eine Feder, die das ganze unter einer Vorspannung hält. Allerdings ist das Seestar zu schwer für die Feder, so dass man doch immer beide Schrauben gleichzeitig verstellen muss. (Eigentlich kein großes Problem, aber muss man halt drauf achten.

Punkt 1 habe ich dann so gelöst, dass ich einen 150*30*6 Alu-Flachstab genommen habe, dort an einem Ende ein 1/4 Zoll UNC Gewinde für die Montage an der Polhöhenwiege und am anderen Ende ein 3/8 Zoll Loch für die Montage des Seestar angebracht habe. (Außerdem in der Mitte noch ein 3/8 Zoll Gewinde zur Aufbewahrung der Schraube, mit der das Seestar befestigt wird.) Dazu habe ich noch eine 2mm dicke Scheibe als Unterlage für das Seestar gedruckt, so dass die Füße nicht mit dem Alustab kollidieren können. Und eine Führung, die dafür sorgt, dass der Alustab immer gerade zur Polhöhenwiege ausgerichtet ist.
Positiver Nebeneffekt ist, dass der Schwerpunkt des Seestar jetzt wieder mittiger über dem Stativ sitzt.

Das ganze sieht dann so aus:

Wedge_for_Seestar.jpg


Seestar_on_Wedge.jpg


CS Lutz
 
Servus Lutz,
wäre es vielleicht nicht besser wenn der Seestar weiter in Richtung Stativ rücken würde.
Ich glaube das der Hebel schon extrem ist wenn der Seestar so weit von der Stativ Mitte weg ist.
Aber vielleicht täusche ich mich und alles ist doch seht stabil.

Thomas
 
Hallo Lutz,
Du solltest das Seestar mit den LED's nach oben / Süden aufschrauben. Also 90° drehen ;-)
Und dann die EQ Einrichtung laufen lassen.

CS Thomas
Ja, da hast du natürlich recht. Für die aktuelle Firmwareversion.
Aber das ist halt noch ein altes Foto aus der experimentellen Zeit bevor das in der Firmware drin war und man das Seestar auf verschlungenen Pfaden zur Aufnahme im äquatorialen Modus überreden musste. :whistle:

CS Lutz
 
Hallo Lutz,
Du solltest das Seestar mit den LED's nach oben / Süden aufschrauben. Also 90° drehen ;-)
Und dann die EQ Einrichtung laufen lassen.

CS Thomas

Die Idee ist ja gerade, dass der Schwerpunkt von dem Teil über dem Stativ ist. Und das passt so im Mittel eigentlich ganz gut. Außerdem verwende ich mittlerweile i.d.R. auch ein größeres Stativ. Das hat nicht nur eine größere Grundfläche sondern ist auch Rücken- und Knie-freundlicher. :rolleyes:

CS Lutz
 
Guten Tag,

@alffrommars

Die Polhöhenwiege ist jetzt da. Wo hast Du die längere Schraube her?
Die ich noch hatte war M6.

CS Olaf
 
Hallo
Komm grad vom Acker wo ich den Seestar 50 zum ersten mal seine Arbeit machen ließ. Und was soll ich sagen, es hat seine Arbeit hervorragend gemacht.
Das Superstabile Skywatcher Edelstahlstativ wurde mit der Dosenlibelle ausgerichtet und dann das Seestar auf der William Optics Polhöhenwiege befestigt. Anschließend hab ich mit einem Blick über das Teleskop Polaris angepeilt. Scheinbar hatte ich dabei Glück, denn bei der anschließenden automatischen Polausrichtung musste ich die Polhöhenwiege nur minimal nachjustieren. Als Aufnahme Objekt hatte ich mir M51 im Objektkatalog auserkoren. Das Teleskop fuhr M51 an, und ich startete die erste 20 Sekunden Aufnahme. Was soll ich sagen, M51 war perfekt in der Bildmitte zentriert und soweit ich auf dem Tablet mit meiner 8 Euro Lesebrille aus dem Supermarkt sehen konnte, waren die Sterne wunderbar rund.
Letztendlich hatte ich eine Gesammtaufnahmezeit von 1 Stunde und 23 Minuten zusammenbekommen als ich mich zur Heimfahrt entschlossen habe.
Morgen schau ich mal ob ich nach 3 Jahren Abstinenz noch weiß wie man die Aufnahmen mit APP und PS bearbeitet.
VG Walter

P.S. Ich liebe das kleine Ding 😁
 

Anhänge

  • IMG_20250403_224619300.jpg
    IMG_20250403_224619300.jpg
    427,7 KB · Aufrufe: 180
Zuletzt bearbeitet:
Nabend zusammen,

eine Frage...
hat jemand schon bei Lichtverschmutzung mit dem LP-Filter M101 und M81/82 mit dem S50 aufgenommen, oder kommt da nix bei rum. Ich wollte morgen aus dem Hausgarten raus testen. Aber ist halt im Dorf...

CS Olaf
 
... Nur bei den rot leuchtenden Emissionsnebeln ;-)
Von denen es in den angesprochenen Galaxien durchaus einige gibt. Weiter oben habe ich ja schon ein Bild von M81 und M82 ohne Filter eingestellt. Hier aus der gleichen Nacht mit LP-Filter. Insbesondere bei M82 ist die Wasserstoffausströmung zu sehen, aber auch bei M81 sind einige Wasserstoffknötchen etwas besser zu sehen als ohne Filter. Auch M101 hat einige deutliche Wasserstoffbereiche, so dass auch dort der LP-Filter nicht verkehrt ist.

1743132274940.jpg


OK, die Belichtungszeit ist um einiges länger, aber auch während des Livestackings war das insbesondere bei M82 schon recht früh zu sehen. (Auf dem Handy-Bildschirm übrigens deutlich besser als jetzt gerade auf dem PC-Monitor.)
Auch auf den Einzelbildern ist relativ mehr rot zu sehen, absolut ist das Signal aber natürlich geringer. Wenn man also mit Filter lange genug belichtet um insgesamt genug Signal zu bekommen, wird der Kontrast der Ha-Regionen durchaus besser.
Für die meisten Galaxien bringt der Filter sicher nichts, für die 3 angesprochenen kann er aber schon was bringen. [/Klug [zensiert]r Modus aus :geek:]

CS Lutz
 
Hier übrigens mal 2 Einzelbilder im direkten Vergleich (jeweils 30 Sekunden belichtet, nur debayered und Screen Transfer Function):

Vergleich_Einzelbild.jpg


Man sieht deutlich, dass man im LP-Bild insgesamt weniger Signal hat, aber relativ mehr rot im Zentrum von M82.

Hier noch das endbearbeitete Bild:

M81_M82_klein_web.jpg


Die Sterne sind rein RGB, die Galaxien eine Kombination aus RGB und LP, da im RGB die schwachen Strukturen im Außenbereich von M81 besser zu sehen waren. Dafür habe ich dann wieder Ha-Signal im Endbild geopfert. (OK, man könnte noch versuchen, das Ha-Signal zu isolieren, und anschließend zum RGB-Bild zu addieren, aber irgendwann wird mir der Aufwand dann doch zu groß.)

CS Lutz
 
Hallo,

danke für die Antworten und den Vergleich.
Aber das hat sich heut eh erledigt. Der blöde Mond steht ja fast im Zenit. Die Umlaufbahn ist echt blöd.
Manchmal ist er ja trotz Vollmond ziemlich weit unten.

Naja, denn halt sie Glotze. Ist eh sehr windig heut.

CS Olaf
 
Hallo
So, hab jetzt nach sogar 5 jahren Abstinenz heute meine erste Aufnahme die ich mit dem Seestar gemacht habe entwickelt.
Leider hat das Seestar den Fokus nicht ganz getroffen, so dass das Bild leicht unscharf ist.
Ich werde das nächste mal den Fokus mit einer Bahtinov Maske einstellen.
Gestackt hab ich die 253 Einzelaufnahmen mit APP. Anschließend hab ich das Bild mit GraXpert und Siril nachgearbeitet.
Obwohl das Bild unscharf ist und ich mehrere Stunden brauchte, bis ich mit der Bildbearbeitungssoftware wieder einigermaßen klar kam, freu ich mich wie [zensiert] über das Ergebnis. Bin schon ganz heiß auf die nächsten Nächte am Acker. Gut dass ich am 09.07.25 meinen letzten Arbeitstag habe und dann in der Ruhephase der Altersteilzeit viel Zeit für meine Hobbys hab :giggle:
VG Walter

Seestar M51.jpg
 
Hallo,

danke für die Antworten und den Vergleich.
Aber das hat sich heut eh erledigt. Der blöde Mond steht ja fast im Zenit. Die Umlaufbahn ist echt blöd.
Manchmal ist er ja trotz Vollmond ziemlich weit unten.

Naja, denn halt sie Glotze. Ist eh sehr windig heut.

CS Olaf
Hallo,

auch hier würde ich dir (und allen Anderen) empfehlen: Probier es trotz Mond einfach mal aus.
Stell das Seestar abends raus in den Garten, häng eine Powerbank dran und lass es einfach die Nacht durch laufen. Was kann schon schlimmeres passieren, als dass du schlechte Bilder bekommst? (Zumindest solange es nicht regnet und du nicht in einer krimminellen Gegend wohnst, wo dir das Teil geklaut wird. Aber solche Probleme hättest du bei Neumond auch.)

Ist wie bei so vielen "alten Weisheiten": Dass man bei Vollmond keine Astrofotos machen kann hat zwar einen wahren Kern, stimmt aber in der digitalen Ära nicht mehr unbedingt und schon gar nicht absolut. Habe ich früher auch dran geglaubt, aber irgendwann habe ich mich gefragt: Wenn Cuiv The Lazy Geek in Tokyo bei Bortle 8 oder 9 Astrofotos machen kann, warum sollte ich das bei Bortle 4 nicht auch bei Vollmond können? Ist von der Lichtverschmutzung her auch nicht schlimmer. Und siehe da, es geht*. Dabei wird aus einem der Nachteile des Seestars, der kurzen Belichtungszeit, auch wieder ein relativer Vorteil: trotz hoher Hintergrundhelligkeit gerät man nicht in die Hintergrundlimitierung. (Ist jetzt kein echter Vorteil, aber da man eh schon die Nachteile der kurzen Belichtungszeit hat, kommen sie halt nicht noch mal extra oben drauf.)
Natürlich wird das Signal-Rausch-Verhältnis, und damit tendenziell das Gesamtbild bei Neumond besser sein als bei Vollmond, gar keine Frage.

Aber ist ein nicht perfektes Astrofoto nicht immer noch besser als gar kein Astrofoto?

(Und sollte man diese Frage verneinen, dann ist das Seestar eh das falsche Gerät, denn perfekte Astrofotos wird man damit eh nie machen können. ;))

CS Lutz

* Da man am Ende der Nacht "dank" der kurzen Einzelbelichtungszeit eh ein paar Hundert Aufnahmen hat, die "dank" der nicht perfekten Nachführung auch noch quasi gedithered sind, und das S50 von der Sensorauflösung her klar undersampled ist, kann man durch Drizzeln (3*) die Auflösung in der Bearbeitung noch deutlich verbessern.
 
Zurück
Oben