Planetenrunde letzte Nacht

Dank Dir! hatte schon in CdC und Stellarium geschaut aber in ersterem zeigt er mir zu viele Monde (daher war ich unsicher) und in zweiterem nur große Plobs an... trotz Okularsicht mit den passenden Parametern (Teleskop mit 890mm Brennweite und 3mm Oku)... egal!

Kann mich nicht erinnern die mal so schön in einer Parade gesehen zu haben... toll! :) und heute Morgen wars immer noch top! Jupi kam kam zum Kaffee mit GRF und vielen Details in den Bändern um die Ecke - sehr schön! :)
 
- mit kleinem Refi (Vixen SD-115S) waren fünf Monde als schöne kleine Scheibchen längere Zeit in direkter Ansicht zu sehen -
Hallo donadani,
die Saturnmonde sind leider zu klein um von einem 115mm Teleskop aufgelöst zu werden.
Daher kannst du streng genommen die Monde nur als "Beugungsscheibchen" gesehen haben, quasi ohne Information.
"Aufgelöst" wären die Monde als scharf abgegrenzte Scheiben mit scharfer Kante zu sehen, mit unterschiedlichen Durchmesser und Details in Form und Farbe.
Der Saturnmond Titan mit 0,8" kann noch mit größeren Öffnungen als orange/hellbraune Scheibe aufgelöst werden.
Die anderen sind mit >0,25" so gut wie gar nicht auflösbar.
Bei den großen Jupitermonden kann man je nach Öffnung gelegentlich die Monde als unterschiedlich große Scheiben auflösen, vor allem wenn sie dicht beieinander stehen.
Auch zeigen diese unterschiedliche Farben und man kann auch Oberflächendetails erkennen wenn das Seeing gut ist.
LG
 
Was für Scheibchen auch immer ;) Bei 300fach waren sie sehr klein, rund und hatten unterschiedliche Helligkeiten. Aber vor allem waren sie am späteren Abend alle in direkter Wahrnehmung sichtbar was selten ist. Denke durch die Helligkeitsunterschiede assoziiert sich automatisch auch ein Größeneindruck - wenn Du mich fragen würdest welcher der größte war - war das ganz eindeutig Titan. Aber Rhea als schwächster war am interessantesten so dicht an den Ringen - dachte erst an eine optische Täuschhung weil am Anfang nur zeitweise und indirekt sichtbar - später dann aber auch dauerhaft.
 
Hallo,
hier Saturn von gestern Abend um 22 Uhr bei doch noch brauchbarem Seeing. Rund 2200 Frames waren im Avi, 37% davon hier gestakkt. Aufgrund des Framemangel von der Anzahl her, rauscht es etwas.
2025-10-02-2005_6-U-B-Sat_lapl5_ap23_7.jpg
Gruen_von_2025-10-02-2005_6-U-B-Sat_lapl5_ap23_8.jpg

Jupiter heute kurz vor Sonnenaufgang. Den GRF wollte ich erwischen, aber das Seeing war schlecht. Gut, visuell und auch am Foto war der schon gut zu sehen, aber sonst nichts, nur halt die Bänder. Da war das "scharfstellen" (wurde er ja nie) auch so eine Sache. Venus hab ich gar nicht erst aufgenommen dann.
2025-10-03-0449_4-U-G-Jup_lapl5_ap36_9.jpg

Ausrüstung wieder 10"-Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow
CS Tobias
 
Hallo,
im Oktober spielte das Wetter nicht mit, Anfang November wurde es besser, aber da hatte ich keine Zeit, deswegen kam ich erst am 11. November wieder dazu, Saturn mit meinem 6 Zöller zu fotografieren. Hier nur im R und G Kanal:

Gruen_von_2025-11-11.jpg

Dann letztes Wochenende ging es auch wieder. Am Freitagabend (21. Nov) wurde es um 22 Uhr klar, aber das Seeing war so schlecht, dass ich erst gar nicht aufgenommen habe, sondern nur visuell durchgeguckt.
Am Samstag 22. November war es auch nicht recht viel besser. Hier Saturn und direkt daneben Titan kuirz vor 20 Uhr (also kurz vor dem Transit) auch mit dem 6 Zöller
Saturn mit Titan.jpg


Kurz nach Mitternacht, als es schon sehr dunstig wurde, wurde auch das Seeing besser bei Jupter. Dann den 10 Zöller herausgeholt, auskühlren lassen und fotografiert um halb 1. Hier der Gasriese mit Io direkt daneben und Europa links.
2025-11-22-2324_7-U-G-Jup_lapl5_ap45_9.jpg

Kurz darauf wäre von letzterem der Schatten zu sehen gewesen, aber da war der Nebel dann schneller...
Ausrüstung 6" (Saturn) bzw. 10" (bei Jupiter) Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow
CS Tobias
 
Fein fein, wenn du die originale Video Datei vom Jup irgendwo hochlädst könnten andere versuchen ob man noch mehr rausholen kann.
Wenn es paar Clips vorher und nachher gibt, könnte man noch derotieren.
 
Ich habe ja im Sommer auf die neue Asi662mc gewechselt, die ist zur Zeit sehr günstig zu bekommen.

Gruß,
Holger

Ich habe mich gerade nach einer Guiding Kamera für mein neues Leitrohr umgeschaut. Mein ASI120mm Mini passt nicht so gut an das Rohr. Da ist ein »Pancake« besser, weil beim Mini der Chip zu weit hinten sitzt. Da bin ich auf eine ASI715MC gestoßen bei AliExpress für 137,-€ Endpreis (Black week oder so was), da hab ich gleich zugeschlagen. Die kann man im 2x Binning Mode auch gut als Guiding Kamera verwenden.

Aber eben auch sehr gut für die Planetenfotografie.

Gruß,
Peter
 
Hallo

Am Samstag 22 November, mit meinem 12er Bobson war Saturn nach 21Uhr, mit meinem Hyperion Okularen 8mm und 17mm
so sauber zu sehen....wie Ich seit Monaten Ich ihn Schon Lange nicht mehr gesehen hab.
Sein Ring eine saubere Gerade Linie am Rand und auf der Saturn Fläche von Hell auf Dunkel und wieder Hell, auf der Saturn Fläche
leichte sichtbare Streifen.

Manfred
 
Hallo zusammen,
Ich habe ja im Sommer auf die neue Asi662mc gewechselt, die ist zur Zeit sehr günstig zu bekommen.
Danke Holger für das Lob zuvor! Leider hatte ich bisher aber nicht wieder die perfekten Bedingungen, die ich mit dem 6 Zöller im Januar und Februar diesen Jahres hatte, Die Serie war wirklich außergewöhnlich...
Wie ist Deine Einschätzung von der Asi 662mc gegenüber der Asi120mc ?
Würde mich mal interessieren.

Fein fein, wenn du die originale Video Datei vom Jup irgendwo hochlädst könnten andere versuchen ob man noch mehr rausholen kann.
Wenn es paar Clips vorher und nachher gibt, könnte man noch derotieren.
Danke Peter, ja Freitag komme ich erst wieder an den Laptop, wo das Video noch oben ist. Meistens lösche ich die wieder, weil die sehr groß sind, aber das habe ich tatsächlich noch. Muss nur schauen, wie ich das am besten hochstelle.

CS Tobias
 
Hallo Tobias,

Wie ist Deine Einschätzung von der Asi 662mc gegenüber der Asi120mc ?
Ich bin sehr zufrieden. Ich bin ja bei der Mono Kamera schon länger auf die Asi462mm umgestiegen und da passt die Asi662mc perfekt dazu.
Gleiche Pixelgröße und damit etwas kleiner als bei der Asi120mc. Das sorgt für ein wenig mehr Auflösung, der Planet nimmt also mehr Pixel auf dem Sensor ein und wird am Monitor größer dargestellt.

Sie ist deutlich rauschärmer, kaum Hotpixel, ist für eventuelle Deepsky Experimente für mich wichtig.
Das war jetzt kein Must Have, die Asi120mc reicht im Prinzip aus, aber als ich die für unter 150 Euro ergattern konnte, musste ich zugreifen.
Ich hätte mich sonst irgendwann mal geärgert, dass ich wieder zu lange gezögert habe.

Ich hatte ja auch noch die alte Asi120mc USB2, da ist die Asi662mc natürlich auch viel schneller.

Gruß,
Holger
 
das Video noch oben ist. Meistens lösche ich die wieder, weil die sehr groß sind, aber das habe ich tatsächlich noch. Muss nur schauen, wie ich das am besten hochstelle.
Aber reicht nicht auch das Summenbild als unkomprimiertes Tif oder PNG File aus für die Weiterbearbeitung ?
@Zyklop: Brauchst du das Video um es auch anders zu stacken ? Mit einem anderen Programm ?

Gruß,
Holger
 
Hallo zusammen,


Wie ist Deine Einschätzung von der Asi 662mc gegenüber der Asi120mc ?
Würde mich mal interessieren.


Danke Peter, ja Freitag komme ich erst wieder an den Laptop, wo das Video noch oben ist. Meistens lösche ich die wieder, weil die sehr groß sind, aber das habe ich tatsächlich noch. Muss nur schauen, wie ich das am besten hochstelle.

CS Tobias

Hallo Tobyas,

ich kann Dir auch die ASI715MC sehr empfehlen. Die hat den Vorteil der kleinen Pixel von nur 1.45µ. Damit kannst Du Dir die Barlow sparen. Deine ASI120MC hat eine Pixelgröße von 3.75µ, die »verkleinerst« Du mit Deiner Barlow auf 1.67µ. Mit der ASI715MC ist der Jupiter (und andere Planeten) nochmal um 15% größer. Und preislich sind beide im ähnlichen Segment.

Die Belichtungszeiten der ASI120MC + 2.25x Barlow sind ähnlich der der ASI715MC, weil die »effektive Pixelgröße« ähnlich groß ist. Denn jedes optische Element, was Du im Strahlengang hast, verschlechtert im Zweifel die Abbildung.

Wenn Du das AVI hochlädst, kann ich mal eine Seeing-Analyse machen und die besten 80% Threshold herausnehmen. Mal sehen, obs was bringt im Endeffekt.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber reicht nicht auch das Summenbild als unkomprimiertes Tif oder PNG File aus für die Weiterbearbeitung ?
@Zyklop: Brauchst du das Video um es auch anders zu stacken ? Mit einem anderen Programm ?

Gruß,
Holger
Hi Holger, ich mach das lieber aus dem Video. Wenn beim stacken schon "Fehler" gemacht wurden, dann stecken die ja schon drin.
Ich nutze z.b. im AS4 weil ich mit PSS immer schlechtere Ergebnisse bekomme, da fängts schon an. Besser das Video, dann hat man einen Faktor weniger. ;-)
 
Hallo Tobias,

sehr schön, dass du so einen großen Upgrade deiner Ausrüstung bekommen hast. Deine Bilder sind ja schon ganz gut aufgelöst. Aber nur im inneren Bereich. Die Ränder sind gerne sehr weich, teilweise hat der Planet sogar eine richtige Fahne. Dem würde ich mal nachgehen und versuchen der Ursache beizukommen. Dann machen deine Bilder nochmal einen richtigen Sprung. Evtl. liegt es nur an der EBV. Wenn es Justage wäre, wäre es schon extrem. Kann aber auch Tubus Seeing sein. Hat der Dobson eigentlich einen Volltubus und einen Lüfter?

Kannst du evtl. etwas zu deiner EQ Plattform sagen? Bei Selbstbauten interessiert es mich immer, wie diese gelöst wurden.

Wegen der ASI120MC...da würde ich mir keinen so großen Kopf drum machen. Sobald du dein Setup auf das Nyquist Kriterium optimierst, zählt praktisch nur noch die Quanteneffizienz. Und da ist die ASI120 mit ihren 75% peak schon gut dabei. Ob die 462 oder 662 jetzt 10-15% mehr haben spielt keine große Rolle. Es reichen einfach 10-15% mehr Frames um das auszugleichen. Solange du mit der Belichtungszeit nicht so hoch gehst, dass der Planet im Banding oder Ausleserauschen untergeht, spielt auch das Rauschen der Kamera keine Rolle. Auch der 12bit ADC spielt nur eine Rolle, wenn du mit dem Gain unter das Unity Gain gehst. Meistens ist man mit dem Gain aber in einem mittleren Bereich, sodass weder der 12bit ADC noch das Ausleserauschen eine Rolle spielen.

Solange du mit dem kleinen Sensor klarkommst und die sich aus deiner Belichtungszeit ergebenden fps ausnutzen kannst, tut es die ASI120. Die Leute denken immer, dass je mehr fps sie bekommen, desto besser wird ihr Bild. Das ist aber nur bedingt so. Ab einem bestimmten Punkt, erhöht eine Reduktion der Belichtungszeit nicht mehr die Auflösung. Ich habe das x mal bei verschiedenen Bedingungen ausprobiert. Unter 10ms hatte ich noch nie einen Vorteil, selbst bei 35ms so gut wie nie einen Nachteil. Wenn du in dem Rahmen bist, gilt es nur so viel Signal wie möglich pro Zeit herein zu bekommen. Das geht über extrem viele Bilder mit niedriger Qualität oder mit weniger Bilder mit höherer Qualität. Wenn ich z.B. die Sonne im Weißlicht aufnehmen, kann ich Gain 0 mit 2ms wählen und das Histogramm steht trotzdem bei 50% im 16bit Modus. Da reichen 100 Bilder zum Schärfen bis der Arzt kommt. Am Mond ist es etwas weniger extrem aber auch da reichen relativ wenige Bilder. Für alle meine Mondbilder in der Galerie habe ich nur paar 100 Bilder gemacht. Deine 2200 Bilder von oben sind also erstmal kein Bildermangel. Wenn die Einzelbildqualität ausreichend ist...wovon ich bei Jupiter einfach mal ausgehe...dann ist das genug.

Wo ich dann echt was anderen nehmen würde, wäre Deepsky Fotografie. Insbesondere mit kurzen Belichtungszeiten. Denn da kommen die ganzen Nachteile der Kamera zum Tragen: kleiner Chip, Rauschen, Hotpixel, Banding, Dunkelstrom, Verstärkersignal usw. Da macht eine 662 oder besser noch eine 585 einen Unterschied wie Tag und Nacht.

Dass es beim Schärfen rauscht ist normal. Da kann man einfach mit Entrauschen gegensteuern und weiter schärfen. Wenn du wirklich extreme Auflösungen erreichen willst, dann bietet es sich weniger an ein einzelnes Video mit möglichst vielen Bildern hinzubekommen, sondern mehrere kürzere Serien zu machen, die jeweils zu stacken und moderat und artefaktfrei vorzuschärfen. Dann die geschärften Stacks dann einfach nochmal stacken und weiter schärfen. Das mag zwar dann nicht mehr wissenschaftlich korrekt zugehen, aber so kannst du Bilder machen, wo jedes Detail an der Auflösungsgrenze gestochen scharf und wie ausgestanzt heraus kommt. Die ganzen Topleute in der Szene, bei denen selbst kleinste Details wie gemalt aussehen, machen das so.

Grüße
Joachim
 
Hallo zusammen,
Danke für die ganzen Rückmeldungen!

Ich bin sehr zufrieden. Ich bin ja bei der Mono Kamera schon länger auf die Asi462mm umgestiegen und da passt die Asi662mc perfekt dazu.
Gleiche Pixelgröße und damit etwas kleiner als bei der Asi120mc. Das sorgt für ein wenig mehr Auflösung, der Planet nimmt also mehr Pixel auf dem Sensor ein und wird am Monitor größer dargestellt.

Sie ist deutlich rauschärmer, kaum Hotpixel, ist für eventuelle Deepsky Experimente für mich wichtig.
Ich hatte ja auch noch die alte Asi120mc USB2, da ist die Asi662mc natürlich auch viel schneller.
Ah ok. Meine Asi 120mc läuft über USB3 schonmal. Wobei meine Asi ja mittlerweile eh schon in Auslaufmodell mittlerweile ist aufgrund der Nachfolger.
ich kann Dir auch die ASI715MC sehr empfehlen. Die hat den Vorteil der kleinen Pixel von nur 1.45µ. Damit kannst Du Dir die Barlow sparen. Deine ASI120MC hat eine Pixelgröße von 3.75µ, die »verkleinerst« Du mit Deiner Barlow auf 1.67µ.
Okay verstehe; Hast Du mit der dann auch schon Planeten aufgenommen ?

Wegen der ASI120MC...da würde ich mir keinen so großen Kopf drum machen
Du meinst, meine ASI 120MC reicht momentan noch völlig aus ?
Solange du mit dem kleinen Sensor klarkommst und die sich aus deiner Belichtungszeit ergebenden fps ausnutzen kannst, tut es die ASI120.
Die Belichtungszeit liegt meist bei Jupiter bei 10 bis 40 s und bei Saturn bis manchmal über 100ms, Gain bleibt eigentlich immer unter 60, weil es sonst noch mehr Hotpixel und Rauschen gibt. Je höherer Gain, desto höher die ganzen "Störfaktoren". Bei der Spiegelreflex kommt mir das genau anders herum vor, je höher die ISo werte, desto wniger rauschen... Aber wir schweifen ab.
Für alle meine Mondbilder in der Galerie habe ich nur paar 100 Bilder gemacht. Deine 2200 Bilder von oben sind also erstmal kein Bildermangel. Wenn die Einzelbildqualität ausreichend ist...wovon ich bei Jupiter einfach mal ausgehe...dann ist das genug.
Ja auch bei den 6 Zoll Bildern vom Jahresanfang mit den extrem guten Bedingungen hatte ich so 1500 bis 3000 Frames im AVI.
Die Ränder sind gerne sehr weich, teilweise hat der Planet sogar eine richtige Fahne.
Liegt das nicht daran, dass ich nichts derotiere ? Justiert ist der 10 Zoll Dobson bereits worden, da wo ich ihn gekauft habe. Das sollte normal nicht das Problem sein.
Wo ich dann echt was anderen nehmen würde, wäre Deepsky Fotografie. Insbesondere mit kurzen Belichtungszeiten. Denn da kommen die ganzen Nachteile der Kamera zum Tragen: kleiner Chip, Rauschen, Hotpixel, Banding, Dunkelstrom, Verstärkersignal usw. Da macht eine 662 oder besser noch eine 585 einen Unterschied wie Tag und Nacht.
Wobei mit meiner Ausrüstung DeepSky? Also der 6 Zöller mit f/8 ist völlig ungeeignet... Der 10 Zöller hat f/5 und das kommt mir auch zu dunkel vor...
Kannst du evtl. etwas zu deiner EQ Plattform sagen? Bei Selbstbauten interessiert es mich immer, wie diese gelöst wurden.
Der Antrieb geht über einen Motor, den man von der Geschwindigkeit regeln kann (musste man halt am Anfang machen). Südlager ist unkompliziert, quasi eine Gewindestange im richtigen Winkel. Nordlager ein Holzkreissegment mit Zahnkranz unten. Das war etwas Bastellei, bis das einigermaßen gepasst hat. Bin ja auch kein Schreiner oder Handwerker. Bisher hab ich aber alle Videos mit dem 10 Zöller ohne Plattform gemacht, weil ich mich noch nicht "getraut" habe, den draufzustellen, nur der 6 Zöller stand/steht oben öfters.
ich hatte das mal auf mein Google Drive hochgeladen, da hat man ja 15gb pro Konto. Ansonsten gibt's ja einige kostenlose Hoster für sowas. Wirst sicher was finden.
Also ich Stacke in Autostakkert AS3 immer, schärfen in Fitswork und dann Farbe und Feinheiten in Gimp. Und fertig. Dauert so 10 Min pro Bild schätze ich mal, vllt mal 20...
Die Videodatei hab ich doch schon gelöschst, nachdem ich die Bilder letztes WE gestakkt hatte. Kann diesmal also nur das rohe Summenbild geben:
Vielleicht kannst Du trotzdem etwas machen... Nächstes Mal kann ich das AVI in Drive hochgeladen.
CS Tobias
 
Okay verstehe; Hast Du mit der dann auch schon Planeten aufgenommen ?
Hallo Tobyas,

klar, die benutze ich nur für Planeten. Zum Beispiel Saturn oder Jupiter und Mars von Anfang des Jahres.
Ich arbeite lieber ohne Barlow. Das hat für mich zwei Vorteile: Zum einen habe ich weniger (störende ;)) Elemente im Strahlengang, zum anderen kann ich sehr schnell die Kamera wechseln. Die ASI1600MC verwende ich, um ein Platesolve zu machen, die habe ich beide auf selben Fokus gestellt. Scharfstellen tue ich aber an der ASI715MC.

Ich habe die AM5 als Montierung und steuere alles mit ASIAir, auch die Kameras. Ich habe ein Celestron 9,25 Edge HD mit 2395mm Brennweite an dieser Konstellation.

TeleskopTaukappe.jpg

Für mich ist das die perfekte Kombination aus Teleskop und Kamera für Planeten.

2025-11-22-2324_7-U-G-Jup_lapl5_ap45_WS_crop.png

Ich habe mir Dein Bild mal genauer angesehen. Du hast noch atmosphärischer Dispersion im Bild. Das solltest Du auf jeden Fall noch korrigieren. Ich weiß nicht, inwieweit Du das in Deinem fertigen Bild schon gemacht hast. (ADC zulegen?)

Ach ja, Dein Bild ist auch etwas dunkel. Damit verlierst Du Dynamik. Besser ist es die Helligkeit während Aufnahme auf 200/255 zu stellen.

Gruß,
Peter
 
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Noch eine Anmerkung: Du hast viel zu wenig Frames genommen zum stacken und aufsummieren, um eine gute Weiterverarbeitung zu gewährleisten. Probier es mal mit 100% der Frames und gehe dann runter auf 75% 50% ... bis Du zu guten Ergebnissen kommst. Deine Auswahl erlaubt keine Schärfung um bessere Details darzustellen.

Siehe hier.
 
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Die Belichtungszeit liegt meist bei Jupiter bei 10 bis 40 s und bei Saturn bis manchmal über 100ms, Gain bleibt eigentlich immer unter 60, weil es sonst noch mehr Hotpixel und Rauschen gibt. Je höherer Gain, desto höher die ganzen "Störfaktoren".
Bisher hab ich aber alle Videos mit dem 10 Zöller ohne Plattform gemacht, weil ich mich noch nicht "getraut" habe, den draufzustellen, nur der 6 Zöller stand/steht oben öfters.
Das wird die weichen Ränder erklären. Der Himmel bewegt sich am Äquator 15"/s. Bei 100ms sind das 1,5", bei 40ms sind es 0,5"/s, bei 10ms 0,15"/s. Ohne Nachführung wirst du selbst 40ms schon merken. Da würde ich dann echt nicht über 20ms gehen.

Liegt das nicht daran, dass ich nichts derotiere ? Justiert ist der 10 Zoll Dobson bereits worden, da wo ich ihn gekauft habe. Das sollte normal nicht das Problem sein.
Jein. Kommt darauf an wie lange bei dir die Videos laufen. Die Stacker arbeiten ja Referenzbereichen. Besonders in der Planetenmitte gleicht das erstaunlich viel wieder aus. Wenn du Jupiter weniger als 1min aufnimmst, merkst du überhaupt nichts vom Derotieren. Selbst bei 2-3min ist der Effekt eher überschaubar. Mit 20ms schafft man 50fps. Das entspricht 3000 Bilder/min.

Wobei mit meiner Ausrüstung DeepSky? Also der 6 Zöller mit f/8 ist völlig ungeeignet... Der 10 Zöller hat f/5 und das kommt mir auch zu dunkel vor...
F/5 gilt in der Astrofotografie schon eher als schnelle Optik. Aber selbst f/8 schließt Deepskyfotografie nicht aus, wenn man entweder große Pixel hat oder mit Binning aufnimmt. Holger und ich haben beide schon erfolgreich Deepsky aufgenommen mit der EQ Plattform. Besonders wenn es bei Holger mit seiner Handnachführung geht, dann geht das bei jedem.

Der 10"er ist halt schon groß, wenn die Plattform auf 6" gerechnet wurde. Es kommt aber weniger auf das Gewicht an (ich hoffe mal du hast am Material nicht gespart), sondern wo der Schwerpunkt liegt. Dann das bestimmt, wieviel Last auf den Motor und das Getriebe kommt. Wenn das alles im Gleichgewicht ist, dann braucht der Motor wenig Kraft, wenn das aber nicht so ist, dann steigt die Belastung mit zunehmender Auslenkung stark an. Dann entweder lieber ganz lassen oder halt nur wenige Minuten um den Balancepunkt verwenden. Da ist die Unwucht am geringsten.

Insgesamt muss das halt stabil gebaut sein. Ich habe bei meiner beim Südlager eine M10 Schraube mit Stehlagern verwendet und Nordlager liegt auf dickem Multiplex. Die Kinderinliner sind halt nichts bei mir. Die fliegen raus. Aber selbst da sollte das Ding locker mit 100kg klar kommen, solange das Gewicht auf den Rollen und nicht auf dem Getriebe liegt. Du kannst das Getriebe ja versuchen etwas elastisch zu lagern. Dann gibt es nach und die Last geht immer komplett auf die Lager.

Der Antrieb geht über einen Motor, den man von der Geschwindigkeit regeln kann (musste man halt am Anfang machen). Südlager ist unkompliziert, quasi eine Gewindestange im richtigen Winkel. Nordlager ein Holzkreissegment mit Zahnkranz unten.

Bin ja auch kein Schreiner oder Handwerker. Bisher hab ich aber alle Videos mit dem 10 Zöller ohne Plattform gemacht, weil ich mich noch nicht "getraut" habe, den draufzustellen, nur der 6 Zöller stand/steht oben öfters.
Genauso haben Holger und ich unsere Plattformen auch gebaut. Ich finde, dass ist die einfachste Variante beim Selbstbau. Und ja, wir sind beide keine Handwerker. Zugegebenerweise baue ich aber generell gerne etwas und habe halt schon einen gewissen Maschinenfuhrpark. Das geht im Prinzip aber auch alles mit Handsäge, Feile und Akkuschrauber, solange man sein Gehirn einschaltet. Man kann sich einfache Tools bauen, mit denen man z.B. auch mit der Hand sauber senkrecht schneiden kann, mit der Feile präzise abtragen usw.

Du meinst, meine ASI 120MC reicht momentan noch völlig aus ?
Für Mond und Planeten ja. Der Chip wäre mit zu klein. Und für sowas wie Uranus wird es halt schon sichtbar rauschig. Für Mond, Mars, Jupiter, Venus und Sonne hätte ich gesagt, hängt das Ergebnis eher vom Handwerk und der Optik ab und weniger von der Kamera. Du musst dir immer überlegen, welches Sampling du wählst. Das ist das wichtigste. Das Nyquist Kriterium ist ein guter Anhaltspunkt. Pixelgröße x3,6 bis Pixelgröße x5. Bei 3,6 erreichst du schon 90% von dem was theoretisch möglich ist. Da das Seeing nie perfekt ist, schöpft das eigentlich praktisch immer schon die Möglichkeiten aus. Mit x5 erreichst du alles was geht. Dafür ist das Bild aber merklich dunkel. Wenn du Probleme mit dem Signal hast, dann gehe eher auf x3,6, wenn nicht dann kannst du weiter hochgehen. Je heller dein Bild, desto niedriger kannst du das Gain wählen, desto besser ist dein Einzelbild und mit desto weniger Frames kommst du aus.

Beim Stacken addierst und mittelst du ja Bilder mit einem gewissen Rauschlevel. Wenn z.B. eine Punktquelle hast, die das Profil einer Gaußkurve hat, dann glättest du mit den vielen Bildern die Flanken der Kurven. Je glatter die Kurve desto mehr kannst du schärfen. Wenn du schon im Einzelbild eine wenig Rauschen und damit eine glatte Kurve hast, dann brauchst du logischerweise weniger Bilder um auf die selbe Glättung zu kommen, wie mit verrauschten Einzelbildern. Das ist eigentlich ganz einfach. 16bit Aufnahmen sind hier logischerweise 8bit Aufnahmen überlegen, solange man den Dynamikumfang von 8bit überschreitet. Je stärker man ihn über schreitet desto größer der Vorteil von 16bit.

Zu viele Bilder kann man im Prinzip nie haben, aber irgendwann ist der Punkt, wo du mit deiner Schärfung so weit gehen kannst, dass sämtliche Details sichtbar werden. Weiter zu gehen, macht nur das Bild hart und es bilden sich Artefakte. Auch ohne KI.


Ich hätte da noch ein Beispiel zur Veranschaulichung :) Das habe ich mit 3,25 xPixelgröße aufgenommen. Also weiter unter dem Ideal. Mache mal im neuen Tab auf und zoome rein. Messe mal die kleinsten, gerade so sichtbaren Krater aus und vergleiche sie auf lroc quickmap. Da gibt es ein Tool wo du Strecken messen kannst. Das kommt schon relativ nahe an das Rayleigh Kriterium ran.


Justiert ist der 10 Zoll Dobson bereits worden, da wo ich ihn gekauft habe. Das sollte normal nicht das Problem sein.
Oh doch. Bei f/8 vielleicht nicht. Aber bei f/5 muss der jedes mal justiert werden. Und zwar penibel. Da ist die Toleranzbereich nur ca. 1mm groß. Gerade die günstigen Modelle dejustieren sich alleine schon durchs Stehen. Sobald du das hochhebst, musst du prüfen.

Grüße
Joachim
 
Hallo,
Ich habe mir Dein Bild mal genauer angesehen. Du hast noch atmosphärischer Dispersion im Bild. Das solltest Du auf jeden Fall noch korrigieren. Ich weiß nicht, inwieweit Du das in Deinem fertigen Bild schon gemacht hast. (ADC zulegen?)

Ach ja, Dein Bild ist auch etwas dunkel. Damit verlierst Du Dynamik. Besser ist es die Helligkeit während Aufnahme auf 200/255 zu stellen.
Ja ok, diesmal wars etwas dunkel. Einen ADC habe ich nicht, weil ich gehört habe, der macht nur wirklich Sinn bei tiefem Stand der Planeten, also wenn die im Sommer z. B. in Opposition sind und nie höher wie 20 bis 30 Grad kommen. Den Farblayer kann ich in Fitswork zurechtrücken, dann ist das rote und blaue weg.

Zur Bildanzahl, da waren 2000 Frames und 55% gestakkt, weil wenn ich alle nutze, erscheint das Summenbild verschwommener.

Das wird die weichen Ränder erklären. Der Himmel bewegt sich am Äquator 15"/s. Bei 100ms sind das 1,5", bei 40ms sind es 0,5"/s, bei 10ms 0,15"/s. Ohne Nachführung wirst du selbst 40ms schon merken. Da würde ich dann echt nicht über 20ms gehen.
Ja ich stelle den 10 Zöller mal rauf, mehr wie zusammenbrechen kann die Plattform nicht, aber so instabil ist die jetzt normal auch nicht:LOL:

Kommt darauf an wie lange bei dir die Videos laufen.
Mehr wie 2 - 3 Min nicht, daraus habe ich schon gelernt zu Beginn, wo ich nach 5 Minuten alles verwaschen bekommen habe durch die Rotation.
Dein Auflösungsbeispiel ist interessant und ja zumindest komme ich auch in etwa aufs Rayleigh Kriterium hin beim Ausmessen.

Oh doch. Bei f/8 vielleicht nicht. Aber bei f/5 muss der jedes mal justiert werden. Und zwar penibel. Da ist die Toleranzbereich nur ca. 1mm groß. Gerade die günstigen Modelle dejustieren sich alleine schon durchs Stehen. Sobald du das hochhebst, musst du prüfen.
Mein 6 Zöller (f/8) hab ich seit paar Jahren glaub ich gar nicht mehr justiert, aber bei f/8 kann nicht viel sich verstellen ohne Gewalteinwirkung. Hat man ja im Januar/Februar heuer gesehen, dass der funktioniert... Da liegt die Auflösung trtz keinerer Öffnung deuitlich über dem, was bisher der 10 Zöller schaffte, aber lag sicher auch am Seeing.

Ansonsten habe ich für den 10 Zöller einen einfachen Justierlaser bloß. Ob der so exakt ist weiß ich auch nicht.
Was habt ihr zur Justage ?

Der 10"er ist halt schon groß, wenn die Plattform auf 6" gerechnet wurde. Es kommt aber weniger auf das Gewicht an (ich hoffe mal du hast am Material nicht gespart), sondern wo der Schwerpunkt liegt.
Es wurde ja alles auf die Höhe des Schwerpunkts des 6 Zöllers ausgelegt (zuvor ja Berechungen etc.) und der vom 10 Zöller liegt schon einige cm anders.

CS Tobias
 
Ok, dazu müsste es mal wieder klar sein, was dieser Tage sehr schwerig war und wird...
Ok, ich ziehe ja am Hebel und habe keinen Motor, der da vielleicht anders belastet wird.
Ja auf dem Antrieb vom Motor über Achse mit Zahnrad zum Zahnkranz am Nordlager könnte dann eine höhere Belastung entstehen...

Holger und ich haben beide schon erfolgreich Deepsky aufgenommen mit der EQ Plattform. Besonders wenn es bei Holger mit seiner Handnachführung geht, dann geht das bei jedem.
Aber da scheitert es dann bei mir an der ASI 120MC weil die für Deep Sky alleine überhaupt nicht passt. Dann bräuchte ich auch eine andere. Schaffen das dann die ASI 662mc oder 715mc besser ?

CS Tobias
 
Hallo Tobyas,

frage mal ChatGPT nach "vergleich asi662mc mit asi715mc"
und anschließend "dobson 10" f/5".

Dann erhältst Du eine Einschätzung vom »Experten«. ;)

Gruß,
Peter
 
Hi Tobias,
meines Erachtens fehlt etwas die Schärfe im Bild, das krieg ich so leider auch nicht hin mit meinen Mitteln.
Ich meine du hast den gleichen Chip wie ich, also den 715, deshalb finde ich du solltest mit doppelter Brennweite aufnehmen, damit Jupiter größer wird, egal was andere bzgl Brennweite und Pixel sagen, ich probiere immer aus was bei mir funktioniert.
Bzgl Farbverschiebung und ADC sehe ich kein Problem bei Jupiter, sowas rückt man mit Fitswork zurecht, falls AS4 das nicht schon selber korrigiert hat.
Ich habe mit einem 10"f5 mit 3xBarlow bei Jupiter mit dem 715er Chip 5ms Belichtungszeit bei mäßiger Verstärkung mit 800x600pixel.
FPS (avg.)=104
Shutter=5.001ms
Gain=73 (30%)
Probier das mal, fokussieren ist nebenbei auch eine Sache für sich. Ich hatte zuerst mit Maske scharfgestellt, aber obwohl das Teleskop ausgekühlt war, sah das Bild unscharf aus und ich habs am Planeten fokussiert - dazu verwende ich einen Motorfokus, weil das sonst zu wackelig ist, ohne könnte ich das nicht.
Also meine Empfehlung:
Filme mal Jupiter mit f15 mit 800x600 und 5ms
Jeweils 1min Aufnahmen und wenn du 3-5 gute Clips hast im Abstand von max 15min hast, kann man mal eine Derotation mit winjupos versuchen.
Ständig den Fokus überprüfen und öfter nachfokussieren.
Es gibt hier eine gute Anleitung, die man nach seinen Vorstellungen variieren kann - wäre cool wenn Thorsten seinen Workflow mal so erklären könnte ;-)

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Zuletzt bearbeitet:
Aber da scheitert es dann bei mir an der ASI 120MC weil die für Deep Sky alleine überhaupt nicht passt. Dann bräuchte ich auch eine andere. Schaffen das dann die ASI 662mc oder 715mc besser ?
Die 662 ist schon besser, da sie viel größere Pixel bei ähnlichem Rauschlevel hat. Aber das sind beides Planetenspezialisten mit ihren kleinen Chips. Zumindest für deine Brennweiten.

Mit der 120 geht das aber auch, du brauchst nur mehr Zeit. Die rauscht mehr, hat aber große Pixel. Die Hotpixel muss man gut mit Darks kalibrieren und den Rest erledigt eine Outlier Rejection beim Stacken. Auf der EQ Plattform driftet das ja stark. Bei Objekten mit hoher Flächenhelligkeit kann man auch damit was erreichen. Der Ringnebel ist so ein typisches Beispiel oder das Trapez im Orion.

Das Rauschen skaliert mit 1/Wurzel(Integrationszeit). Wenn deine Kamera doppelt so stark rauscht, musst also viermal so lange belichten um das gleiche SNR zu bekommen. Aber das gilt nur für den Hintergrund. Wenn dein Objektsignal deutlich über dem Rauschpegel deiner Kamera liegt, spielt es keine Rolle mehr wie stark die rauscht. Es zählt mehr die Empfindlichkeit und die Fläche. Der Ringnebel ist dafür auch wieder ein gutes Beispiel. Der erste Ring ist hell genug, um auch mit der 120 bei 1-2s gut über dem Ausleserauschen zu liegen, den super schwachen zweiten und dritten Ring wirst du mit der Methode aber nicht abbilden können. Ein zweiter Kandidat ist der Katzenaugennebel. Der Kern ist sehr kompakt und ca. 100-1000x so hell die Filamente im äußeren Bereich. Der Kern funktioniert mit der 120 super, die äußeren Filamente wirst du mit dem Dobson nicht abbilden können. In beiden Fällen wird aber auch die 662 damit ihre Probleme haben. Ich denke so bei mittleren Flächenhelligkeiten wie bei M51 wird die 662 ihre Stärken maximal ausspielen können. Da wirst du mit der 120 um ein Mehrfaches länger belichten müssen um auf das gleiche Ergebnis zu kommen.

Du kannst es auch mal mit deiner DSLR versuchen. Die hat sicher große Pixel. Die vielen Auslösungen geht halt irgendwann auf den Verschluss. Bei f/5 werden die Ecken furchtbar sein. Bei f/8 müsste aber die innere Hälfte noch erträglich sein.
 
Ich habe das auch mal grob geschärft ohne stark zu entrauschen. Verwendet habe ich Registax, Siril und Gimp. Dein Detaillevel ist schon das was drin steckt. Vielleicht schon bisschen über den Punkt. Aber halt nur in der Mitte. Der Rand wirkt verschwommen. Den würde ich nochmal separat machen und mit einer Maske überblenden. Der nimmt dem Bild die Schärfewirkung.
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