24" Spiegel - welcher Hersteller ist zuverlässig?

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Re: 24" Spiegel - welcher Hersteller..?

Chonum schreibt:

"J'ai écrit un article pour le prochain numéro d'Astrosurf magazine qui paraîtra en janvier et parle justement de cela et qui compare beaucoup de miroirs d'origines différentes. Mais quelque chose me dit qu'on aura l'occasion d'en reparler à la sortie du magazine !"


Ich habe gerade einen Artikel zu diesem Thema in der nächsten Ausgabe der Astrozeitschrift "Astrosurf Magazine", die im Januar erscheint, geschrieben. Da werden zahlreiche Spiegel verschiedener Herkunft verglichen und denke mal, dass das für Gesprächsstoff sorgen wird!

Freundlichst Rolf

Chonum ist der, der anfangs des Dialogs hier meinte, der Zambuto wäre wohl nicht das geeignete Beispiel, wenn man von "superpoli" spricht.
Er gehört wohl auch zu den Messratten hier und zeigt auf seiner home page einiges, was das Thema berührt. Z.B vergleicht er einen Bath mit dem Haro am Beispiel eines FS 60 und noch mehr.
Testaufbau und der ganze Kram drumherum. (Nicht auf dem Level von Kurt/Alois, wenn ich es recht verstehe)

Rubrik "Tests de matériel".

hier der Link: http://astrochonum.com
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Hersteller..?

Hallo Rolf,

es freut mich zu lesen, das Jean Texereau lebt!
Hat er außer seinem bekannten Standartwerk über das Spiegelschleifen und den erweiterten Auflagen davon später noch andere Spiegelschleifliteratur publiziert?
Was ist wohl seine Meinung zur aktuellen Entwicklung mit immer größeren,schnelleren und leichteren Spiegeln?
Hat er eigentlich eine oder mehrere Nachfolger in Frankreich die die Entwicklung weiter vorantreiben?

CS Mike
 
Hallo Rolf,
es sieht alles sehr interessant aus und ich freue mich wirklich, dass die Diskussion endlich sachlichen Charakter bekommt.

Es gibt keine eindeutige Grenze. Wenn Ihr mit der Lyot-Methode 2 oder 3 Angström messt, seid Ihr auf dem richtigen Weg. Wichtig ist die qualitative Differenz zweier Spiegel;
ich würde sagen, wenn bei den Höhenfehlern mindestens ein Faktor 10 bis 20 zwischen zwei Spiegeln besteht, dann sieht man das am Himmel.
Faktor 10 wären bei drei Angström nach der Spezifikation der Profis (siehe Kai's Link zur Adaptiven Optik, finde ich leider nicht mehr, Kai: hast du den gelöscht?) im Bereich der Microrauheit. Faktor 20 fällt in den Medium Scale Bereich. Meint David die Höhenfehler der Oberfläche damit oder Wellenfrontfehler?
Wenn er Oberflächenfehler meint, lägen wir bei Faktor 20 bei einer Wellenfrontabweichung zwischen 8nm und 12nm, das ist immer noch extrem klein.
Was mich viel mehr interessieren würde und das hat sinngemäß auch Mike gefragt, wie vermeidet David Medium Scale Fehler bei der Politur, also Strukturen im Breitenbereich ab 5 - 10mm, Taschen, gekreuzte Linien (Hügel), feine Täler?
Diese Art von Fehlern haben meineserachtens eher Einfluss auf die Abbildungsqualität als die Microrauheit.
Diese beschriebenen Strukturen treten immer stärker in Erscheinung je feiner die Scalierung wird und man sich Strehl 1 nähert.

Eberhard:
es besteht auch die Möglichkeit die Erfahrungen unterm Himmel aus einen vorhandenen Spiegel mitzunehmen, ihn abzulaugen, fein auszupolieren und dann unterm Himmel mit bisherigen Erfahrungen zu vergleichen. Das habe ich mit eigenem 8" F/8 "Planeten-Newton gemacht. Der Unterschied war deutlich!
ich denke da lag vorher ein wirklich grober und schlechter Zustand der Optik vor, wenn das so eindeutig zu sehen war.
Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man nicht die Möglichkeit eines messtechnischen Nachweises von Unterschieden hat und man auf einen Vergleich durch Beobachtungen angewiesen ist, hilft bei der Detektion von Unterschieden die sich marginal unterscheiden und nur an der Wahrnehmungsgrenze abzeichnen, nur der direkte A-B Vergleich, wenn möglich in einem Zeitfenster im 10tel Sekundenbereich.
Subjektive Einschätzungen, selbst wenn nur Minuten zwischen den Tests liegen, werden gern von unserem Gehirn in Wunschrichtung geleitet. Wie gesagt, das gilt wenn die Unterschiede nur marginal sind und die zusätzlichen Faktoren, die die Tests beeinflussen sich ständig ändern (Seeing, Transparenz, Temperatur, Spiegelform....).
Deshalb ist es auch wenig hilfreich irgendwelche Beobachtungen von tollen Sichtungen oder Abbildungsmerkmalen zu posten, die ja zweifellos den Tatsachen entsprechen und auch gemacht wurden, dann diese Beobachtungen einer tollen Glattheit zuzuschreiben, ohne ein Vergleichsinstrument zu haben, dessen einziger Unterschied in einer schlechten Microrauheit liegt.
Um das nochmal kurz zu illustrieren, der Werner schwört auf die hohe Qualität seines Zambuto Spiegels, das soll er auch, ich habe nichts dagegen.
Er sieht die Ursache in der sehr guten Glattheit. Nun lese ich im französischen Forum, dass Zambuto Spiegel keine guten Beispiele für gute Glattheit sind. Da hätten wir schon mal zwei verschiedene Meinungen, die jeder für sich selbst einordnen muss.
Das der Werner tolle qualitatv hochwertig Beobachtungen damit macht, glaube ich ihm. Ziehe ich die Aussage im französischen Forum mit hinzu, muss ich mich für etwas entscheiden.
Wenn ich dieser Aussage Glauben schenke, dass Zambuto weniger glatte Spiegel produziert, was macht dann den Unterschied aus, den Werner mit seiner Optik sehen kann? In diesem Glaubensfall kann es die Glätte ja nicht sein.
Also muss nach Möglichkeit ein handfester, möglichst messbarer Beweis her, damit sich nicht nur Aussagen, Vermutungen und Bauchgefühle gegenüberstehen.
Ich wiederhole mich nur ungern, aber wenn nicht sicher messbar, bleibt nur der direkte Vergleich zweier gleichwertiger Optiken, eine mit Microrauheit die andere ohne zum gleichen Zeitpunkt bei gleichen Umgebungsbedingungen.
Viele Grüße
Jörg
 
Jörg,

"also Strukturen im Breitenbereich ab 5 - 10mm"
Mann, das muss ja ein doller Hochleistungsspiegel werden ... (smiley).

bevor ich jetzt etwas übesetze, denn ich weiß schon was der Vernet darauf antworten wird: Der Vorschlag steht, dass Kurt zwei Optiken anfertigen soll und das wie beschrieben dann austesten soll. Nicht umsonst hatte er ja in einem Nebensatz erwähnt, "wenn man daran wirklich interessiert ist ...". Es nutzt jetzt hier nichts, immer wieder zu sagen, Du würdest das nicht glauben und die Leute würden sich da sowieso etwas einreden (wie mit der Encke-Teilung auf Saturn -; mit etwas Kognak sehe ich die nämlich auch immer viel besser ...). Auch dass Du sagst, ein direkter Vergleich müsste dann sozusagen in der Zehntelsekunde stattfinden, bringt die Sache ja nicht weiter.
Was den Spiegel von Werner betrifft, so gilt eigentlich das gleiche. Schau doch einfach mal durch ... . Das sagst Du ja übrigens auch selbst ganz am Ende Deiner Antwort.

Zum Zambuto habe ich gerade eben den Autoren der Behauptung (Chonum), das wäre ja nun nicht das richtige Beispiel, aufgefordert, etwas mehr zu sagen. Warte auf seine Antwort.
Was den Faktor 20 betrifft und Deine Frage zur Schleiftechnik, so übersetze ich das jetzt.

Gruß Rolf
 
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Mike,

besuch ihn doch einfach mal, er wohnt in unmittelbarer Nähe von Vernet, in Nizza.

"Hat er eigentlich eine oder mehrere Nachfolger in Frankreich die die Entwicklung weiter vorantreiben?"


Dazu fällt mir etwas ein, was der Vernet uns einmal erzählt hat.
Er war ja dessen Lehrmeister, und als der Vernet vor ein paar Jahren für seinen 1-Meterspiegel auch den Fangspiegel selbst polierte, hatte Texereau ihm mal geantwortet, dass es quasi unmöglich wäre, einen Fangspiegel mit den geplanten Werten zu schleifen. Vernet hat dann diesen Fangspiegel selbst gemacht und ihn mit Texereau vermessen. Dieser hat ihm dann gesagt, dass er das nie für möglich gehalten hätte und dass der Schüler den Meister übertroffen hätte.

Gruß Rolf
 
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Hallo Rolf,
Es nutzt jetzt hier nichts, immer wieder zu sagen, Du würdest das nicht glauben und die Leute würden sich da sowieso immer etwas einreden
nein, nein, dass ihr Unterschiede seht, glaube ich euch schon, es herrscht nur Unklarheit über die Ursachen der gesehenen Unterschiede. Da ist ein kleiner aber feiner Unterschied. :neinnein:
Ich selbst bin der letzte, der nicht alles versucht um eine perfekte Optik hinzubekommen, mögen die erzielten Verbesserungen auch noch so gering sein, dass kannst du mir glauben. ;)
Viele Grüße
Jörg
 
"es herrscht nur Unklarheit über die Ursachen der gesehenen Unterschiede."

Ja, die Ursachen wirst Du rechnerisch so klar wohl nicht rauskriegen, soweit ich das bisher verstanden habe (und wenn ich's verstehe, dann müssten es doch eigentlich alle verstehen ...).
Die o.g. Fotos von Lecleire mit dem Streulicht von Mars etc. sind doch schon mal etwas, nein? Und die Beobachtungen mit den Koronographen ... .
Die Einrechnung in den Strehl über RMS ... .

("Unter Anwendung der Lyot'schen Formeln bekommt man 1 Angström RMS für den hier abgebildeten Spiegel (300 F 4).")

"Ich selbst bin der letzte, der nicht alles versucht um eine perfekte Optik hinzubekommen,"
Das glaub ich Dir, aber ist das das Thema?

Gruß Rolf

 
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Hallo Rolf,

nachdem ich halbwegs ausgeschlafen bin eine kurzes Posting. Aus der Antwort von David kann ich erkennen dass wir uns Dank deines Einsatze problemlos verständigen können.
... Der Vorschlag steht, dass Kurt zwei Optiken anfertigen soll und das wie beschrieben dann austesten soll. Nicht umsonst hatte er ja in einem Nebensatz erwähnt, "wenn man daran wirklich interessiert ist ...".
Sein Der Vorschlag mit den zwei baugleichen Teleskopen klingt ganz gut. Ich werde aber erst mal über die techn. Umsetzung nachdenken müssen (Ingenieure und Eperimentalphysiker tun das bei neuen Projektren gewohneitsmäßig)

...Was den Spiegel von Werner betrifft, so gilt eigentlich das gleiche. Schau doch einfach mal durch ... Das sagst Du ja übrigens auch selbst ganz am Ende Deiner Antwort.
Das hört sich sehr logisch an. Aber glaub den Spiegelscheifern doch einfach mal, dass wir, mit zuverlässigen Messmethoden nachgewiesen ebenfalls Superspiegel herstellen können. Wir machen das des Öfteren allein aus sportlichen Gründen und wir beobachten auch damit so oft es der Himmel erlaubt. Da kann uns die Superqualität von Zambuto nichts neues mehr Lehren.

Gruß Kurt
 
Hallo Rolf,

ich lese noch mit und bin schwer beeindruckt, was da in kurzer Zeit an Informationen über die französische Szene zusammenkommt!
Langsam verstehe ich die Zusammenhänge besser.
Da steht nicht nur die Spachbarierre im Weg, hier kommen auch unterschiedliche Traditionen zum tragen.

Den Wein hast Du Dir verdient!
(über die Unmengen an Käse kann ich nur spekulieren, die hast Du doch nicht wegen mir auf's Bild genommen, oder? :erschreck:)

Stoßen wir also heute abend auf Texereau an :super:

Zur Sache:
Die Seite von Chonum habe ich mir angeschaut. Sehr interessante Messungen sind dort veröffentlicht!

Habe auch etwas in den dort verlinkten Seiten gegraben. Eine Zusammenschau dazu gibt es morgen oder am Wochenende.

Soviel kann ich schon jetzt sagen:
Wenn ich mit meiner Vermutung nur halbwegs richtig liege, dann sind einige einer großen Illusion aufgesessen.
---> alors il y a grande illusion.

Dann bedarf auch der Vorschlag von David - zunächst - keiner Umsetzung:
Kurzum: Ihr seid in der Lage, vergleichende Tests am Himmel zu machen und selbst zu sehen, was es ergibt. Wenn Ihr zwei absolut gleiche Optiken herstellt, die in der Rauhigkeit die gleiche qualitative Differenz haben wie auf den beiden Bildern...

Zunächst würde ich mich gern mit einer Frage an David wenden.

(Nebenbei an alle: macht es Rolf leicht und formuliert alles kurz, päzise und direkt - so dass es Rolf 1:1 ins Forum stellen kann. Hoffe, es ist so in Deinem Interesse?)


---------Text an David-------

Hallo David,

ich habe Deine sehr interessanten Ausführungen zum Lyot-Test verfolgt. Danke dafür!

Du hast geschrieben (Envoyé 28-11-2013 12:11)
"Bref ils ont tout à fait les moyens de faire des tests comparatifs sur le ciel et de voir par eux même ce que ca donne. En gros si ils peuvent fabriquer 2 optiques équivalentes en tout point, mais qui présente sur la rugosité, la même différence qualitative que ce que j'ai montré ici avec les 2 images à contraste de phase,...."

Zwei identische Spiegel könnte ich herstellen. Zum Beispiel zwei 6" f/8.
Die Form der Parabel teste ich mit meinem Interferometer, um sicherzustellen, dass die beiden auch wirklich exakt dieselbe Form haben.

Für den ersten nehme ich Pech und feinstes, aufgeschlämmtes Ceri und prüfe mit Foucault und Loyt-Test bis alle Polierspuren verschwunden sind. (Hoffentlich :o)

Obwohl nicht sicher ist, dass ich den glatten Spiegel auch glatt genug bekommen, macht mir die Herstellung eines ausreichend rauen Zwillings ebenfalls Sorgen.

Was soll ich für den zweiten Spiegel nehmen?
Welche Behandlung ergibt die rauheste Oberfläche?
Die Form der Parabel und die Zonenfreiheit soll, so gut wie möglich, erhalten bleiben!

Danke und Viele Grüße nach Frankreich!
Kai

-----------Text Ende---------------

Danke Rolf!
 
Re: 24" Spiegel - welcher Hersteller..?

Hallo,

Es gehört sich ja nicht, nach nur einem Beitrag wieder abzutauchen. ;) Ich hatte am Sonntag noch etwas geschrieben, der Log-In klappte, das Absenden aber nicht.

Rolf hat mit seinen Übersetzungen genau das erreicht, was ich mit meinem Monsterposting bezweckt hatte: Es läuft nun eine sachliche Diskussion, ohne dass für selbstverständlich gehaltene Grundannahmen den Blick verstellen. Klasse! Im Nachhinein betrachtet ist mein Beispiel wohl zu sperrig geraten, doch die Erklärungen der französischen Experten decken sich verblüffend gut mit meinen Überlegungen.


David Vernet schreibt:

----------------------------------------------------------------
Es handelt sich hier um einen anderen Fehlertyp als die Formfehler deren solider Diffusionswinkel vollkommen anders ist.
Die Auswirkungen auf das Bild sind völlig anders ; bei Planeten wie Jupiter bedeutet ein Strehlabfall wegen eines Formfehlers einen Kontrastabfall und Resolutionsverlust, aber ein Verlust um 1 % wird schwer zu erkennen sein.
Dahingegen produziert eine einprozentige Lichtdiffusion wegen Mikrorauheit einen Schleier auf Jupiter ,der den Kontrast der verschiedenen Details erheblich mindert.
Diffusion ausgehend von der Mikrorauheit ist nicht auf die Größe der Diffraktionsscheibe begrenzt, sie geht weit darüber hinaus.
Kurz : Einen 1-prozentigen Strehlabfall wegen der Parabel erkennt man kaum, dahingegen sieht man eine 1-prozenige Energiediffusion problemlos.
----------------------------------------------------------------


Volltreffer! Ganz genau das meinte ich mit Entkopplung von Fehlergröße und -wirkung!


außerdem schreibt David Vernet:

--------------------------------------------------------
Es ist ein Fehler, in den Strehlabfall die Mikrorauheit zu integrieren.
--------------------------------------------------------

Ich hatte das ja gemacht - knapp 0,5% in meinem Beispiel. Warum man zwischen den beiden Dingen so scharf trennen muss, ist mir noch nicht richtig klar. Sicher, selbst ein Zygo reicht (ich muss jetzt schätzen) "nur" bis ca. 0,5mm, das sind 1000 Wellenlängen. Würde man aber, wie geschrieben nur hypothetisch, die laterale Auflösung bis auf die Skale der Wellenlänge steigern, müsste ein geeignetes mathematisches Modell mit dem nun ja im Grunde "dichtem" Messpunktnetz die PSF völlig beschreiben können. Oder doch nicht? Auch Peters Beispiel mit dem UV-Spiegel läuft darauf hinaus, dass diffuse Reflexion und PSF zwei verschiedene paar Schuhe sind. Da muss ich wirklich noch mal drüber nachgrübeln... :schwitz:


Hallo Rolf,

Ich hätte eine Frage an Monsieur Vernet. Ich würde dich bitten, sie ins französische Forum zu stellen, wenn es Dir keine Umstände macht.

Es betrifft das Zitat:

------------------------------------------------------------
Es ist falsch zu sagen, es gäbe einen Zusammenhang zwischen dem Erreichen einer guten Parabel und der Mikrorauheit. Es ist möglich einen sehr glatten Spiegel mit 3 lamda und einen mit lamda 10 und einer katastrophalen Fläche zu schleifen. Das Entstehen von Mikrorauheit hängt mit der Poliertechnik, der Qualität des Pechs, des Schleiftempos und der sonstigen Polierstoffe ab.
------------------------------------------------------------



Eben das wird in Deutschland sehr oft bezweifelt. Vermutlich ist dieser Fall, also die "raue Parabel", am ehesten bei Maschinenpolitur unter Zeitdruck zu erwarten. Ich würde gern wissen, wie sich das im Sterntest und an verschiedenen Objekten äußert. Ich habe schon Spiegel gesehen, deren Sterntest gut aussah, also intra-/extrafokal symmetrisch, ohne Asti und erkennbare Zonenfehler, nur mit etwas "flauen" Beugungsringen. Das heißt, die schwarzen Zonen der Beugungsfigur (dort, wo die PSF ihre Nullintervalle hat) wirkten eher grau statt schwarz. Diese Spiegel zeigten keine Störung am Mondterminator oder an typischen Doppelsternen wie eta Lyrae, doch an Objekten mit hohem Kontrastumfang war das Bild detailarm. Konkret ging es um die Jupiteroberfläche, aber auch um Sterne vor Nebelhintergrund, wie den Zentralstern von M57. Ist DAS das typische Verhalten einer guten Parabel mit rauer Oberfläche?



Sich kurz fassen, ist nicht meine Stärke, es ist völlig okay, wenn Du es sinnerhaltend kürzt. Toll, wie Du den Thread gerettet hast, ich werde ihn mit großem Interesse weiterverfolgen.


Gruß und klaren Himmel,
Jens


 
Hallo Kai,

"Soviel kann ich schon jetzt sagen:
Wenn ich mit meiner Vermutung nur halbwegs richtig liege, dann sind einige einer großen Illusion aufgesessen.
---> alors il y a grande illusion.

Dann bedarf auch der Vorschlag von David - zunächst - keiner Umsetzung:"


Ich verstehe nicht, was Du mit dem letzten Satz meinst.
Danke für die Präzisierung. Hab nochmal schnell durchgelesen, finde aber nicht "alors il y a grande illusion". Kannst Du bitte mal die entsprechende Stelle nennen, damit ich den Zusammenhang hinkriege.

Gruß Rolf
 
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Hallo Rolf,

Dann bedarf auch der Vorschlag von David - zunächst - keiner Umsetzung:"
Davids Vorschlag, zwei identische Spiegel zu schleifen und selbst nachzusehen was Sache ist, macht eine Menge Arbeit.

Da möchte ich im Vorfeld schon sichergehen, dass es nicht noch andere Erklärungen für die hervorragenden Abbildungseigenschaften der Spiegel von Lecleire oder Mirrorsphère gibt.
Könnte des Rätsels Lösung nicht in dem liegen, woraus sie hervorragen?

Meine Frage an David ist aber keineswegs Polemik!
Wir, Kurt und ich, hatten bei unseren Versuchen bei der Quatifizierung der Rauheit tatsächlich das Problem, eine geeignete, raue Referenz herzustellen.

Wenn alle Versuche fehlschlagen, müsste ich einen normal polierten Spiegel abliefern und David den passenden Superpoli Spiegel übernehmen. :super:

Viele Grüße
Kai




 
Sorry Rolf,
das hat sich gerade überschnitten.
Wollte Dich mit meinem französischen Einschub nicht verwirren, indem ich mich selbst an der Sprache versuche.

Ich bleibe bei Deutsch und bitte Dich, den markierten Text an David zu übermitteln.

Bitte zusätzlich noch diese Frage anhängen:

-------------------------------
Gibt es in Frankreich schon irgendwo einen dokumentierten Vergleich dieser Art?
-------------------------------

Besten Dank!
Kai
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

...Wenn es keinerlei Geheimnisse mehr für Dich gibt und Du dann in der Konsequenz nichts mehr zu lernen hast, was tun wir dann eigentlich hier? ...

sag mal, willst du die internationale Diskussion die du selber angeregt hast hier sprengen?
Ich hoffe nicht.

Gruß Kurt

 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

Alles klar, nur keine Hetze.
Danke für deine Mühe!


Gruß Jens
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Kurt, tu das nicht! Ich zieh alles zurück - und behaupte das Gegenteil.

Gruß Rolf
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo zusammen,

ich finde, die Diskussion ist es wirklich wert, fortgesetzt zu werden. Wann hatten wir schon einmal die Gelegenheit, quasi parallel auf internationaler Ebene einen solch fruchtbaren Gedankenaustausch auf diesem anspruchsvollen Niveau zu bekommen?

Die "logistischen Probleme" bekommen wir sicher auch noch in den Griff. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der Rolf im Übersetzen etwas entlasten kann. Dann wird der Gedankenaustausch einfacher. Meine Französischkenntnisse sind wahrscheinlich nicht mehr gut genug. Vor ca. 10 Jahren wäre das noch sehr gut gegangen. Ich verstehe das französisch geschriebene immer noch o.k, aber zum Übersetzen auf halbwegs gutem Level reicht es wahrscheinlich nicht mehr und würde wohl zu lange dauern.

Viele Grüße
Werner




 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

"Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der Rolf im Übersetzen etwas entlasten kann."

Wieso? - ich bin nicht ausgestiegen. Und warum soll die Diskussion nicht weitergehen?

Freundlichst Rolf
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Kollegen,
erst mal Chapau das ihr es geschafft habt eine höchst emitionale Diskussion auf eine sachliche Grundlage zu stellen.
Das erfordert im geschriebenen jedem besondere Geduld ab die man so manches mal strapaziert sieht.
Nun zu einer Überlegung meinerseits zu dem Test mit einem besonders glatten und einem besonders rauen Spiegel.
Zwei exakt gleiche Parabolspiegel herzustellen erachte ich als ziemlich schwierig. Ganz abgesehen von dem Aufwand nur um einen Test zu machen.
Könnte man stattdessen nicht einen gemessen extrem glatten Spiegel nehmen und mit hilfe zweier Fangspiegel, einer extrem glatt der andere extrem rauh einen entsprechenden Test simulieren ?
Oder sogar mit Hilfe zweier entsprechender Zenitspiegel ?
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hi Rolf,

nein, bitte nicht mißverstehen. Du machst das hervorragend und wir sind sehr froh, dass du das so engagierst angehst. Aber es kann ja sein, dass dir Manches ein wenig zu viel wird und nur aus diesem Grunde verdienst du ggf. eine kleine Entlastung. So meinte ich das.

Viele Grüße
Werner
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Tommy,

nun mal langsam.

Man bittet Dich um einen Austausch unter Kollegen und Du musst das lesen:

"Die Technologie wie Polier- und Messtechnik bergen keine Geheimnisse."

Wie soll die andere Seite das verstehen? Das ist doch instinktlos und unerträglich!

Freundlichst Rolf

 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Werner, das hab ich schon verstanden. Wollte nur sagen, dass es dennoch weitergehen kann.

Gruß Rolf
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Pjoerg + Kai,

« En ce qui concerne le facteur 20,
Ce sont des erreurs sur le front d’onde.
En gros il faudrait comparer des miroirs qui aurait d’un coté par exemple 2A et de l’autre 40A RMS sur l’onde. ce qui vas donner un facteur de 1000 à 10000 en diffusion entre les 2 miroirs."


Es handelt sich um Frontwellenfehler.
Am besten einen Spiegel mit 2 A und einen mit 40 A RMS Frontwelle vergleichen; das ergibt einen Faktor 1000 bis 10000 Diffusion zwischen den beiden.

«
medium Scale Fehler

Ce sont des défauts provoqués par des irrégularités dans la poix, il faut avoir autant que possible un outil en poix le plus régulier possible, avec des carrés bien uniformes dans le teinte.

Es sind Fehler, die durch Unregelmäßigkeiten im Pech verursacht sind. Das Pech muss so regelmäßig wie nur möglich auf dem Tool sein, mit gleichmäßigen carrés.


Wie hohe Rauhigkeit erreichen?

« Quel traitement donne la surface la plus rugueuse? »
Alors, un truc pour obtenir à la fois une surface réaliste (qu’on peut rencontrer dans le commerce) mais néanmoins bien pourri, est de laisser vieillir un outil en poix ayant déjà servi, plusieurs mois sur une étagère. C’est ce que font certains fabricants (et certains amateurs), ils réutilisent à plusieurs mois d’intervalle le même outil pour plusieurs miroirs, du coup il se forme une couche superficielle du carré de poix plus dure que l’intérieur du carré, car l’essence de thérébentine s’est évaporé de la couche superficielle, ca fait un peu comme une « peau de crocodile » C’est imparable pour faire un état de surface bien pourri, si en plus ils peuvent faire ca avec un peu de rouge à polir, c’est parfait"


Naja, um eine Fläche zu erlangen, die in etwa der Fläche von so manchen Massenspiegeln (die man kaufen kann oder die von manchen Amateuren gemacht werden) entspricht und dennoch recht "versaut" ist, lässt man ein Pechtool, das schon benutzt wurde, mehrere Monate auf einem Regal altern.
Das Therpentin von der Oberfläche ist dann aufgelöst; sieht dann so aus wie eine Krokodilhaut. Damit kriegt man das prima hin, insbesondere mit etwas Rouge.






Sinon, pour la polémique autour des miroirs Zambuto, j’en ai jamais contrôlé au contraste de phase, mais je suis pas contre si on m’en fais parvenir (la lame de Chonum est un peu mou du genou , j’ai du plus costaud ), par contre les miroirs Lightolder, de moins de 8 ans environ sont vraiment très bons concernant le micromamelonnage, autour de 2 à 3A.
C’était ce que j’avais vu de mieux avec les miroirs JML à dispo des amateurs.

Was die Polemik um Zambuto betrifft, so hab ich noch keinen im Phasenkontrast kontrolliert. Ich würde gerne mal einen kontrollieren, wenn man ihn mir zuschickt. Das Messer von Chonum ist etwas schwach auf der Brust, ich hab ein stärkeres. Die Lightholders (der letzten acht Jahre) sind sehr gut was die Mikrorauheit betrifft, um die 2 bis 3 A.
Das sind die besten Amateurspiegel, die ich gesehen habe mit denen von Lecleire. (

Zur Information: mirrorsphère existierte damals noch nicht.

Gruß Rolf
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Dokumentationsmaterial

Voir les planches 1 et 2 à la fin de l’article de Texereau :
http://www.astrosurf.com/tests/articles/defauts/defauts.htm#biblio

T’as des tests avec la correspondance Foucault/contraste de phase/méthode de polissage.

D’ailleurs il y aurait personne la bas qui se sentirait de traduire entièrement cet article ? c’est vraiment la base, il y a déjà plein d’infos dedant


1 und 2 am Ende des Artikels von Texereau - siehe Link

Wäre gut, wenn der gesamte Artikel mal ins Deutsche
übersetzt würde. Es sind wirklich die Fundamente, und davon ein ganzer Haufen ... .
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

hallo Rolf,

ich bitte um Verzeihung, ich verstehe einfach nicht was daran beleidigend und unerträglich sein soll. Vielleicht habe ich da kein Organ dafür.

Alois hat vor allem auch Interesse an der Frage, wie man den Lyottest quantifizieren kann. Er hat sich mit diesen Fragen auch viel befasst und sehr interessante Untersuchungen gemacht. Ich möchte ihm hier nicht vorgreifen, denn ich hoffe er findet doch Zeit sich auch einzubringen.

viele Grüsse
Tommy
 
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