24" Spiegel - welcher Hersteller ist zuverlässig?

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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

"Le quantitatif, surtout dans ce domaine, c'est toujours sujet à polémique, donc du qualitatif, c'est parfait"

Vernet meint, dass die quantitative Messung insbesondere diesbezüglich immer eine Polemik hervorruft; deswegen sei es ja auch so gut, dass es eine qualitative gäbe ... .

Gruß Rolf
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

danke für die Antwort!
Kannst Du bitte hier noch einmal nachhaken?

lässt man ein Pechtool, das schon benutzt wurde, mehrere Monate auf einem Regal altern.
Das Therpentin von der Oberfläche ist dann aufgelöst; sieht dann so aus wie eine Krokodilhaut. Damit kriegt man das prima hin, insbesondere mit etwas Rouge.

Frage bitte, ob er das schon selbst ausprobiert hat.

Und frage bitte, ob es in Frankreich schon einen Vergleichstest zwischen zwei ansonsten gleichen Spiegeln - der eine rau, der andere glatt - gegeben hat.

Danke und Viele Grüße
Kai
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

Vorerst ganz kurz ein großes Dankeschön für deine Übersetzungsarbeit.

En gros il faudrait comparer des miroirs qui aurait d’un coté par exemple 2A et de l’autre 40A RMS sur l’onde. ce qui vas donner un facteur de 1000 à 10000 en diffusion entre les 2 miroirs

Wie ist dieser Zahl (un facteur de 1000 à 10000) ermittelt worden? Folgt sie einer eigenen Beobachtung am Himmel? Wurde sie in Rahmen einer Messung festgestellt? Ist sie das Ergebnis einer auf Theorie basierte Berechnung?

Viele Grüße,
Horia
 
Hallo Jörg,
Mein Lebensmoto: Lebe ausgeglichen und lerne täglich dazu!
ich denke da lag vorher ein wirklich grober und schlechter Zustand der Optik vor, wenn das so eindeutig zu sehen war.
Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man nicht die Möglichkeit eines messtechnischen Nachweises von Unterschieden hat und man auf einen Vergleich durch Beobachtungen angewiesen ist, hilft bei der Detektion von Unterschieden die sich marginal unterscheiden und nur an der Wahrnehmungsgrenze abzeichnen, nur der direkte A-B Vergleich, wenn möglich in einem Zeitfenster im 10tel Sekundenbereich.
...Subjektive Einschätzungen, selbst wenn nur Minuten zwischen den Tests liegen, werden gern von unserem Gehirn in Wunschrichtung geleitet.
Ich habe vor ca.20 Jahren mehrfach versucht, die Spiegelqualität zu optimieren und dabei war der 8" Spiegel (Planeten-Newton) mein ständiges "Versuchsobjekt" für "größere Experimente". Die letzte Verspiegelung vor dieser endgültigen Feinpolitur war da noch recht jung. Da ging es doch vielen "Spiegelschleifern" so...

Zur Aussage der Poliertechnik kam kein Kommentar; Also kennt das auch schon Jeder? Die Aussage, das ohnehin die Mess- und Poliertechnik nicht Neu ist trifft den Kern! Es gibt für mich keine überzeugenden Argumente und Motivation mehr; Was soll man da jetzt noch konstruktiv Einbringen?

Nur eins;
Das Hobby mache ich sehr gern und betreibe es technisch auf vielfältigste Weise. Trotzdem bezeichne ich mich bis heute auf keinem dieser Gebiete als Fachmann...!
Ich glaube, das macht vielleicht den kleinen Unterschied.

LG
Eberhard
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

Es tut mir Leid, es kommen zu viele Beiträge rein.

Voir les planches 1 et 2 à la fin de l’article de Texereau :
http://www.astrosurf.com/tests/articles/defauts/defauts.htm#biblio

T’as des tests avec la correspondance Foucault/contraste de phase/méthode de polissage.

Das sind aber nur Fotos, ohne Bezug auf Werte. Ich konnte in dem Artikel nirgendwo lesen, dass auf dem Bilder die Rauheit bei 2A oder bei 200A liegt.


Viele Grüße,
Horia
 
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Kai und Horia :

Kai : Schon praktiziert ? (der französische Teil der Antwort ist im frz. Forum, das kopier ich jetzt nicht nochmal hier ein).

Eigene Erfahrung. Ich begann vor 30 Jahren mit dieser Arbeit und es war nicht unüblich, dass sich die Arbeit bis auf ein Jahr ausdehnte, und das mit dem gleichen Tool, das schon mal mehrere Wochen nicht benutzt wurde und dann wieder aus dem Schrank geholt wurde. Ich kann Dir versichern, dass ich weiß, was es heißt, mit diffusierenden Spiegeln zu beobachten … (smiley). Jetzt kannst Du Dir auch vorstellen, warum ich mich dann für das Thema glatter Spiegel interessiert habe. Das geschah auf Anraten von Gautier Philippon der SAF (société astronomique de France), der damals darüber arbeitete, um Koutchmy für dessen Koronographen Spiegel zur Verfügung zu stellen. Ich hab’ mich daraufhin beeilt, alle meine vorher geschliffenen Spiegel neu zu machen (smiley).


Vergleichender Test gemacht.
Ja, natürlich und das mehrere Male schon und mit verschiedenen Spiegelgrößen (zwei 250ern, zwei 300ern und mehreren 600ern) und das oft am Col de Restefond (frz. Hochgebirge, wohl der beste Beobachtungsort hier) und mit verschiedenen Beobachtern. Das sind hauptsächlich meine Eerfahrungen. Der gleiche Typ von Tests wurde auch in den Labors der SAF zu Zeiten des Gauthier gemacht. Die Ergebnisse waren die gleichen. Es lohnt sich wirklich, die Spiegelfläche zu verwöhnen.
Das ist auch der Grund, warum ich dazu neige den Leuten zu raten, nicht ihre Zeit in unendlichen Debatten zu verlieren; am besten ist es doch, sich ein eigenes Bild zu verschaffen ! (smiley)

Horia : Was die 2 A und 40 A RMS betrifft :
Messung im Labor am künstlichen Stern unter Koutchmy ; ebenso Errechnung über die Formel von Marechal (hab jetzt diese Formel nicht gerade parat, wenn erwünscht, kann ich das raussuchen). Wenn man die Fehlerhöhe kennt, ermittelt man damit die residuelle Diffusion.

Wo sind die Zahlen ?
Alle Zahlen sind im Artikel, für jede Bildreihe detailliert.
Um es zu vereinfachen : Die haben damals 100 A für die schlechtesten und bis zu 1A für die besten Spiegel gemessen.

 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Jens:

"Ist DAS das typische Verhalten einer guten Parabel mit rauer Oberfläche?"

Kurze Antwort:

"Völlig richtig!"
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Horia,

nicht, dass ich jetzt noch den Artikel übersetzen soll ... .

Gruß Rolf
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Yadran:


Könnte man stattdessen nicht einen gemessen extrem glatten Spiegel nehmen und mit hilfe zweier Fangspiegel, einer extrem glatt der andere extrem rauh einen entsprechenden Test simulieren ?
Oder sogar mit Hilfe zweier entsprechender Zenitspiegel ?


Rolf: Hummm comme ca je dirais non, car la position du secondaire, bien plus proche du foyer vas changer l'angle de diffusion solide pour le diluer, a vu de nez la diffusion sera plus large, du coup l'effet sera bien moins visible.

Naja, so über den Daumen würde ich nein sagen. Der Fangspiegel ist viel näher am Brennpunkt und das ändert den soliden Diffusionswinkel und verwischt ihn (Übersetzer: Kannst Du damit etwas anfangen?)
Grob geschätzt wird das die Diffusion erweitern; und dann ist der Effekt weniger sichtbar.
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

nicht, dass ich jetzt noch den Artikel übersetzen soll ... .

Nein, nein. Das kann ich schon. Ich habe in der Zwischenzeit den Text etwas aufmerksamerer gelesen und, siehe da, die Zahlen waren schon immer da.

Die andere Frage, mit der Mareschal-Formel, da muss ich noch suchen. Ich fürchte, ich muss das Streulicht-Referenzbuch kaufen.

Viele Grüße,
Horia
 
Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Horia,

das freut mich, zu dieser Zeit hab' ich nämlich schon einiges intus ... .

Meinst Du das hier?

J.C. Stover, "Optical scattering: Measurements and Analysis"
SPIE Optical Engineering Press, Bellingham ( Washington) 1995.


(So was Sittenwidriges les' ich nicht ...)

Gruß Rolf
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

Meinst Du das hier?

J.C. Stover, "Optical scattering: Measurements and Analysis"
SPIE Optical Engineering Press, Bellingham ( Washington) 1995.

Ja, das Buch meinte ich.

Für alle, die einen Hang zu der Theorie aus der Praxis haben, hier ein Artikel über Streulicht in einam Koronograph.

Und hier eine Simulationssoftware, um mit Streulicht spielen zu können:

http://www.nist.gov/pml/div685/grp06/scattering_mist.cfm

Viele Grüße,
Horia
 
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Re: 24" Spiegel - welcher Herstelle...?

Hallo Rolf,

vielen Dank erst mal.
Die Idee war es natürlich nur eine vergleichende Beobachtung über zwei verschieden glatte Oberflächen zu machen.
Klar ist der Fangspiegel oder Zenitspiegel viel kleiner und die Mirkorauhigkeit im Vergleich der Gesamtfläche in einem komplett anderen Verhältnis.
Jedoch ging es mir wie gesagt nur um den Vergleich.
Streulicht könnte man aber ebenfalls durch eine diffuse Lichtquelle auf den Sekundärspiegel simulieren.
Na ja, villeicht werde ich es irgendwann mal probieren.
Aber ich hätte noch eine Idee bzgl eines Versuchsaufbaus.
Parabospiegel so perfekt wie möglich. Danach ausmessen und schauen ob man eine Symetrieachse findet.
Die eine Hälfte bis zur perfektion auspolieren, die andere Hälfte gröber.
Dann jeweils eine Hälfte beim Versuch am HS abblenden.
 
hallo,

bitte nicht falsch verstehen, ich habe einige Fragen die vielleicht nur aus meinem begrenzten Verständnis entstehen.

was mich beschäftigt, ist erst Mal in diesem Bild vom Mars mit Phobos und Deimos, dass hier deutlich das Streulicht der Fangspiegel-Spinne zu sehen ist, und direkt darunter einer der Monde. Ich denke, dieses Streulicht muss doch um viele Zehnerpotenzen stärker sein als das einer Mikrorauheit. Und doch ist der Mond sichtbar zu machen.

Weiters, die Quantifikation des Lyottests. Was wir sehen, ist ja nicht die reale Oberfläche, sondern Phasenunterschiede werden in Helligkeitsunterschiede übersetzt. Ganz wesentlich zum Erscheinungbild trägt die Streifenbreite des Phasenblättchens bei, wie Alois Ortner hier demonstriert hat (anklicken zum Vergrössern):
Link zur Grafik: http://farm3.staticflickr.com/2864/11102259654_b71fd668b5_o.jpg

Je breiter der Streifen, desto feiner die Oberfläche. Welche dieser unterschiedlichen Oberflächen desselben Spiegels ist nun relevant für eine Quantifizierung? Alle?

Ein weiteres Problem ist die Auflösung des Lyot Tests. Wie kann man beim Fotografieren auf etwa 2000mm Entfernung Rauheit auf 0,1mm Skala in einem Foto auflösen und festhalten? Dazu bräuchte man 40000 Pixel Mindestauflösung nach dem Samplingtheorem.

lg Tommy



 
Hallo Tommy,

wieso "nichts falsch verstehen"? Ich finde diese Fragen für das Thema äußerst pertinent!
Bei den beiden Fotos von Lecleire ist mir das auch sofort aufgefallen mit der Spinne und bei Deinem anderen Beispiel musste ich spontan an die Kritik von Kurt an den Rohr'schen "Bildchen" denken. Ich hinterlege es jetzt drüben, denke aber, dass die Antwort nicht sofort kommt, da die andere Seite ein Spätaufsteher ist.

Gruß Rolf
Wo ist die Adresse des Bildes; ich würde es gerne rauskopieren und aufs andere Forum setzen.
 
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Hallo Rolf,
...dass die Antwort nicht sofort kommt, da die andere Seite ein Spätaufsteher ist.
Du bedienst wirklich jedes Klichee über die Franzosen :pfeif:

Danke für die Übersetzungen. Ich leg mich jetzt schlafen, vorher gieße ich schnell noch eine neue Pechhaut. Damit sie bis zum Frühjahr, nach David's Vorschlag, aushärten kann :super:

@Horia:
Hervorragende Links! Die Sache mit der Koronografenoptik werde ich mir reinziehen, genau das was ich suchte!
Das Buch was Du suchst braucht Du nicht kaufen. Habe ich hier. kanns't gern haben.

Viele Grüße
Kai
 
"Du bedienst wirklich jedes Klichee über die Franzosen"

Ja, aber der arbeitet bis sehr spät in die Nacht.


"Ich leg mich jetzt schlafen, vorher gieße ich schnell noch eine neue Pechhaut"

Wohl genauso besessen wie Vernet ... aber das bringt die Welt voran. Du demonstrierst übrigens in Deinen letzten Beiträgen, was ich für eine gute Diskussionsgrundlage halte: Neugierde ...

Gruß Rolf


 
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Hallo Rolf,
Vergleichender Test gemacht.
Ja, natürlich und das mehrere Male schon und mit verschiedenen Spiegelgrößen (zwei 250ern, zwei 300ern und mehreren 600ern)
Wow!
Nicht zwei 600'er, nein mehrere! :respekt2:

Obwohl kaum Zweifel bestehen, dass es sich bei den Vergleichen um, bis auf die Rauheit, identische Spiegel gehandelt hat, dennoch eine kleine Frage um absolut sicher zu gehen:

@Chonum verweist auf seiner ---> Webpage neben eigenen Versuchen in Sachen Interferometrie auf die Seite von ---> Airylab

Darauf findet sich eine größere Anzahl von Testreports.
Meistens kommt das hauseigene Shack-Hartmann Verfahren zum Einsatz. Für meinen Geschmack hat es zu wenig Auflösung im lateralen Bereich, aber gut, es hat sicher seine Berechtigung im Echtzeitbetrieb.
Einen Überblick vermag es dennoch zu geben, zumal es in den Grundzügen mit interferometrischen Ergebnissen übereinstimmt.
(Es gibt Reports, wo eine Messung von REOSC dabeisteht)

Ich werde nicht schlau draus, ob die dort den Teststand-Asti abziehen?
Das steht meistens sowas:
"Note : nous avons détecté de l’astigmatisme induit par le support du miroir sur son stand
(astigmatisme invariant après une rotation du miroir de 90°), aussi l’astigmatisme de 3eme ordre
est retiré de la WFE. Cet astigmatisme est retiré sans passer par un fit de Zernike."

Ich habe mir erlaubt, die Strehlwerte auf die hier üblichen 550nm umzurechnen.
Der Überblick ist sicher nicht representativ. Von manchen Spiegeln gibt es mehrere Testexemplare die jeweils mit Nummern bezeichnet sind. In der Reihenfolge wie sie unter "Optical metrology" ---> "Astronomy test reports" zu finden sind:


Code:
Jean Marc Lecleire    400/4    S=0,95 
Jean Marc Lecleire    254/4,7  S=0,95
	
Meade Lightbridge 12“ 305/f/5  S=0,53		

Alluna Optics 410/4 Nr1.       S=0,74
Alluna Optics 410/4 Nr2.       S=0,71
		
Mirrorsphere 400/4 Nr1.	       S=0,93	
Mirrorsphere 400/4 Nr2.	       S=0,85	
Mirrorsphere 350/4	       S=0,43 *	
(* incl Asti, bei Abzug ---> S=0,95)
		
Orion optics UK 300/5.3 (> 2000) S=0,95	
Orion optics UK 300/4   (2007)	 S=0,87	(incl Asti)
Orion optics UK 300/4   (2010)	 S=0,40	(incl Asti)

Jetzt stellt sich die Frage, auf welchem Niveau der Formhaltigkeit (=Strehl) wir einen deutschen Vergleichstest organisiern sollen?

Um ein Prozent streite ich mich nicht, obwohl hier einige in der Lage sind, Spiegel punktgenau gleich anzufertigen (Jörgs 28'er Bino zum Beispiel)

Aber schon bei der Differenz zwischen den beiden, gleichgroßen 400'er Mirrorspheres hätte ich Bauchschmerzen. Da liegen die für den Kontrast maßgeblichen MTF Kurven schon recht weit auseinander - jedenfalls in Anbetracht der erwarteten Rauheitsdifferenz.

Vielleicht kannst Du, Rolf, diesen Rest-Zweifel der französischen Seite irgendwie verständlich machen.
Du hast doch dafür die richtigen Instinkte und kennst Deine Landsleute ;)
Es soll auf keinen Fall(*) so rüberkommen, als würde ich Davids Vergleiche auf Grund von Formhaltigkeistunterschieden anzweifeln.

(*) Du kannst diese Frage auch gern weglassen oder nach hinten schieben, wenn sie dem Dialog schaden würde.
zunächst möchte ich gern noch wissen, was David zu Tommy's Frage meint. Mein Interesse an dem Lyot-Test ist zumindest geweckt :huhu:

Unterdessen überlasse ich es dem geneigten Leser zu entscheiden, ob Lecleire's Spiegel aufgrund von guter Formhaltigkeit oder aufgrund von "Superpoli" aus der üblichen Kaufhausqualität hervorragen.

Viele Grüße
Kai
 
Hallo zusammen,

kleine Anmerkung zum Lyot-Test: Eine geeignete "Eichung" der jeweils verwendeten Methoden sollte doch zum Ziel führen können.
Man müsste sich darauf einheitlich verständigen.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo allerseits,

zu der Rauheit Messung scheint sich die Idee zu kristallisieren, dass das Lyotbild allein keine Aussage über den absoluten Wert der Rauheit geben kann. Man braucht noch das Wissen über die Graudichte der Lyot-Platte und das Wissen in sich. Eine Beschreibung der Methode (hat auch ein bisschen Theorie dabei) habe ich vor einige Zeit im Internet gefunden, die Site gibt es leider nicht mehr. Ich habe nur noch ein PDF davon:


Phase Contrast Calculations

Viele Grüße,
Horia
 
Hallo Horia,

Fehlermeldung:

"Fehler: Server nicht gefunden

Der Server unter www.anrs.de\atm\phasecontrastcalculations.pdf konnte nicht gefunden werden."

Viele Grüße
Werner
 
Kai,

"auf welchem Niveau der Formhaltigkeit (=Strehl)"

Wie soll "Formhaltigkeit" übersetzen? Mir fällt auch keine Umschreibung ein ...

Gruß Rolf
 
Tommy,

Die Fangspiegelarme stören natürlich; im 600er sahen wir die Mars-Satelliten nur, wenn sie nicht auf den Fangspiegelstreben waren. Im Falle des 250ers von Lecleire muss man zwei Dinge kennen: die Dicke der Streben, um das auszurechnen, was Du wissen möchtest und welcher der beiden Satelliten auf der Strebe ist (der hellere oder der dunklere ; da gibt es einen Unterschied von einer Magnitude). Ich kenne die Dicke nicht. Der Jean-Marc Lecleire muss die uns geben; vielleicht schaut er ja mal rein.

Ich erinnere mich auch noch daran, dass wir bei Beobachtungen mit stärker diffusierenden Spiegeln (in denen die Mikrorauheitstreuung in einem Durchmesser von 2’ konzentriert war) nicht den Anfang der Spinnenstreben sahen, das war ins Halo eingetaucht; wir sahen die Streben erst etwas weiter. Deswegen bin ich auch skeptisch, dass Deine anfängliche Meinung, dass die Diffraktion der Streben präponderant wären, stimmt. (das ist jetzt fast wortwörtlich übersetzt und hölzern, sorry – mir kocht gleich der Kopf über mit diesem Eiertanz … warum also nicht so: Ich denke nicht wie Du, dass die Diffraktion der Streben so hoch sein muss.)
Man muss auch berücksichtigen, dass ein Großteil der Energie, die von der Strebe kommt, außerhalb der 2’ Zone ist.
In jedem Fall kumulieren sich die Fehler, wenn man wenigstens die von der Mikrorauheit eliminiert, ist schon etwas gewonnen.
Tommy, wenn Du ein wenig Zeit hast, dann schlage ich Dir folgende Rechnung vor: Auf meinem 600er habe ich Fangspiegelstreben aus Inox in 0,5 mm Stärke (vier Streben). Ich hatte das damals errechnet, wenn ich mich noch richtig daran erinnere, dass es da um die 1*10-3 der eingangenen Energie diffraktierte (bin mir aber nicht mehr ganz sicher – ist schon 10 Jahre her). Könntest Du das bitte noch einmal ausrechnen.


Und noch eine ergänzende Bitte: Kalkuliere doch mal den Prozentsatz der diffraktieren Energie für einen Durchmesser von 2’, dort, wo die durch die Mikrorauheit diffraktierte Energie konzentriert ist.

Welches Bild im Lyot-Test?

Alle Bilder. Mit zu breiten Plättchen werden nur die kleinsten Raumfrequenzfehler ausgewählt. Keine gute Methode, auch wenn der Versuch lehrreich ist. Mit einem Plättchen zwischen 4 und 5 Zehntel Breite wird alles gleichzeitig erfasst.
In eurem Versuch aktiviert oder desaktiviert Ihr die polynomes von Zernike auf einem Interferometer z.B. , um die Hochfrequenzfehler sichtbar zu machen. Aber wenn man nichts desaktiviert, werden alle Fehler ins Resultat integriert.

Wie die Rauhheit fotografieren ?
Mit einem Teleobjektiv.

Manoman, hoffentlich könnt Ihr damit etwas anfangen.

Gruß Rolf
Sehe gerade, dass der Vernet offenbar heute weniger Zeit hat.
 
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Hallo Rolf,

bei solchen Beobachtungen mit extremen Helligkeitsdifferenzen wie Mars und seinen Monden muss man sämtliches diffus gestreutes Licht, welches Halos bildet, berücksichtigen:

Rauigkeit + FS-Streben + Staub o.ä.

Ich gehe davon aus, dass niemand mit einem ständig sauberen Spiegel beobachten kann.

Viele Grüße
Werner
 
Kai,

ch werde nicht schlau draus, ob die dort den Teststand-Asti abziehen?
Das steht meistens sowas:
"Note : nous avons détecté de l’astigmatisme induit par le support du miroir sur son stand
(astigmatisme invariant après une rotation du miroir de 90°), aussi l’astigmatisme de 3eme ordre
est retiré de la WFE. Cet astigmatisme est retiré sans passer par un fit de Zernike."

Wir haben einen mechnisch verursachten Astigmatismus festgestellt, der von der Spiegalhalterung auf dem Teststand kommt (nicht rotationsbedingter Astigmatismus - Spiegelrotation vier Mal 90°), ebenso einen Astigmatismus
der dritten Ordnung, der durch WFE abgezogen wurde. Dieser Astigmatismus wurde abgezogen ohne den Fit des Zernike.

Damit kannst du vorerst sicher etwas anfangen.

 
"Unterdessen überlasse ich es dem geneigten Leser zu entscheiden, ob Lecleire's Spiegel aufgrund von guter Formhaltigkeit oder aufgrund von "Superpoli" aus der üblichen Kaufhausqualität hervorragen."

Der ist gut ... . Bisher jedenfalls müssen wir das auslosen ... .
Gruß Rolf

Da fällt auch schon der Groschen - die Formhaltikeit ist doch nichts anders als die Form der Parabel, ist doch so, oder?
Wenn ja, dann kann ich doch Form sagen, oder nicht?
 
Hallo Rolf,


Danke für Dein andauerndes Engagement.

Die Antwort aus Frankreich war ja kurz und knackig. :biggrin:
Was wohl heißt, dass meine Interpretation richtig ist. Ich werde am Wochenende noch etwas schreiben, ein paar Zeilen hätte ich auch noch für David Vernet. :huhu: Heute wird das nix mehr.


Gruß und Klaren Himmel,
Jens



 
Kai,

die obige Übersetzung enthält eine Ungenauigkeit in dem Sinne, als das "aussi" nicht drin ist. Soll heißen, dass die beiden Astis, nicht nur der erste sondern auch der zweite (der in der dritten Ordnung) rausgerechnet sind. Der letzte ohne das Dingsbums Fit Zernike.

Gruß Rolf
 
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