APM 82 vs APM 120 / 100 / 70 und die Sehfeld (FOV) Frage

praktikant

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Michael,

fürs Grab and Go spielt m.E. auch die Auskühlzeit eine Rolle, da haben 2 Linser Refraktoren ihre Vorteile gegenüber anderen optischen Konstruktionen.
Für mich ist auch der Einblick von Hinten wichtig weil es einfach viel bequemer ist.
Als einziges Universalgerät würde ich wohl einen Takahashi FS oder FC in 4 Zoll auf einer azimutalen Montierung ggf. auch mit Kurbelsäule nehmen. Der 107/700 APO von APM oder TS wäre (und war) meine Wahl wenn zusätzlich auch noch Fotografieren eine Rolle spielt. Dieser Triplett ist farbrein und auch mechanisch sehr gut verarbeitet braucht aber etwas mehr Auskühlzeit.
Die Taks entsprechen vom Gewicht, Handling, Auskühlzeit und Preis in etwa dem Bino bei deutlich besserer Leistung bei hohen Vergrößerungen.
In jedem Fall würde ich aber mal auf ein Teleskoptreffen gehen und den direkten Vergleich suchen.

Grüße Alex
 
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Mikoka

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Hallo Michael,
nun gebe ich mal auch meinen "Senf" dazu nach 4 Jahren Binonutzung (APM 100mm ED APO Bino 90°; bei Wellenform auf 183x optimiert)):
Mein Exemplar zegt mir an Jupiter und Saturn in etwa das, was ein guter ED APO auch zeigen würde: 4 - 5 Bänder. die äquatorialen Bänder mit Strukturen, GRF (bei guter Luft mit dem dunklen Fleck innen); Farben im Ansatz, da ist mein 130er AstroPhysics EDT und mein C 9.25 dann besser (aber der Vergleich ist natürlich unfair). An Saturn die Cassini-Teilung umlaufend bei ganz ruhiger Luft, das Äqutorband, die dunkle Polregion, 3-4 Monde.
Mars: Die großen Albedostrukturen wie Polkappen, große Syrte, Hellasbecken.
Sternfarben sowieso.
Gesichtsfeld mit einem Baader eudiaskopischen 35 mm Okular und einem Meade 24 mm SWA ca 2,8 ° (müsste ich mit der Durchlaufzeit eines Sterns mal genau ausmessen, wenn ich dazu Lust habe).
Sonnengranulation und feine Details in den Umbren (Lichtbrücken) und Penumbren von Sonnenflecken.
Farbrein wie mein 75er Pentax (typisch für 2-Linser Eds.)
Vergrößerung ohne Schärfeeinbußen bis 183x, bei 220 x merkt man es dann schon, dass man etwas übetreibt.
Mond mit "3-D Effekt"
Sterntest bei beiden Tuben vorbildlich im Rahmen von ED-Refraktoren. Im Focus keine Farbe (mit Televue 3,5 mm Nagler-Okularen bei 154x), intra- und extrafokal typisch für EDs ein bisschen Farbe in den Ringen.
Natürlich wird das Bild bei höherer Vergrößerung dunkler wie bei jedem anderen Fernrohr auch.
Also in der Summe ein klasse Teil.
Wenn heute einer neu kauft, sollte er sich das mit den Sds gut überlegen, da soll ja die Farbe und damit der Kontrast nochmal deutlich besser sein; da muss ich aber dann selber mal durchgucken, vielleicht Ende September beim HTT in Herzberg.
So, und nun hast Du die Qual der Wahl.
Bei einem Solo-Instrument hast Du halt die Chnace, mit 2´´ Zubehör noch etwas größere Gesichtsfelder zu erreichen als mit Ferngläsern, deren 1 1/4´´ Öffnung hier eine Grenze setzen.
Zum Grab and go:
Also 3x gehen solltest Du einplanen: einmal Stativ mit Montierung, einmal mit dem Bino, einmal mit dem Okulareköfferchen.
Mein Schnellstspechel-Setup sieht so aus (Selbstbau aus Schrottteilen und der Höhenachse vom Dreher).



Gruß Michael
 

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Michael1

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Hi Michael,

danke auch Dir für Deine zahlreichen Infos zu Deinem 100ED APO Bino Glas auch im Vergleich zu Refraktoren.
Für mich besonders Wertvoll, wie viele andere Beiträge hier natürlich auch...:)

Ich könnte mir vorstellen, dass es da auch eine gewisse Streuungskomponente bei den Gläsern gibt und Du ein besonders herausragendes Exemplar erwischt hast. Sowas gibt es und der Händler kann ja im Vorfeld nicht alle Gläser testen nach Güte, sonst hättest du wahrscheinlich auch gar nicht eines der besten Exemplare für einen Normalpreis bekommen.
Dürfte Logisch und in keinster Weise verwerflich sein, mithin einleuchten.
Zumal man muss bedenken, dass Dein Glas ja auch optimiert ist und sich vlt. erst nach einer Optimierung heraus stellt, wie hoch bzw wie weit nähert sich der Strehl dem theoretisch machbaren. Das ist im Prinzip wohl auch durch Vorabselektion der nicht optimierten Gläser womöglich gar nicht raus zu finden => also letztlich dann reine Glückssache.

Deine Beschreibungen zu der Abbildungsleistung Deines Glases würde für mich durchaus ausreichend sein, ums es für meine Bedürfnisse einzusetzen und damit glücklich zu werden.

Damit ist die These, dass ein exquisiter 4"Voll APO bis z B 800 Fach farbrein abbildet und somit immer noch über dem APM Bino steht (eine bessere Abbildungsleistung schafft) ja nicht angegriffen.
Nur für meine Person - mir würde das Bino in der beschriebenen Qualität für meine Einsatzzwecke ausreichen.

Komme jetzt aber zu dem Schluss, dass wenn das SD 100 Glas visuell ausfällig besser abbildet als das ED Glas, dann gleich auf die SD Glas Variante zu gehen.
Natürlich hat aus der Userschaft noch keiner die Erfahrung z B am Mond ED Glas im Vergleich zu SD Glas bei z B 100 Fachen Vergrößerung gemacht.

Da könnte nur Herr Ludes eine qualitative Aussage zu treffen, alle anderen können da nur Mutmaßungen anstellen,
weil bislang keiner den Vergleich hat und gemacht hat.

Wir werden sehen ob da noch entsprechende Informationen kommen werden und ob uns geholfen wird.

VG

Michael
 
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sunspot

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Hallo Michael,

meiner Erfahrung nach sollte lieber eine neutrale Person hier eine Aussage machen bezüglich des Vergleiches SD und ED ... und kein Händler.
Ich selbst habe damit unbefriedigende Erfahrungen gemacht die ich hier aber nicht näher erläutern werde ....
 

Mikoka

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Hallo Michael,
na ja, mit einem 4´´Vollapo auf 800x zu gehen ist eigentlich Schwachsinn. Ein 100mm Objektiv bildet mit 100x schon alle Details ab, die es abbilden kann (förderliche Vergrößerung); um diese besser zu erkennen, kann man bis ca 200/250x abbilden, beim Mond vielleicht ein bisschen mehr. Alles weitere bringt nichts an zusätzlichem Detail, sondern macht nur das Bild dunkler und kontrastärmer. Im Nachbarthread hat ja Tommy Nawratil schon was zu den SDs gepostet, aber es ist schon richtig, dass man noch warten sollte. Ich bin selber gespannt, wann ich mal so ein Glas zum Durchgucken vor die Augen bekomme.
Optimieren würde ich das Glas auf jeden Fall lassen, da ist jeder Cent gut angelegtes Geld. Auch eine Wartung nach einer gewissen Zeit ist bei diesen Geräten durchaus angesagt. Habe ich jetzt gerade machen lassen (neu schmieren der Okularhalter für die Einstellung des Augenabstands , reinigen und die Optimierung überprüfen und ggf. neu einstellen).
Gruß Michael
 

Michael1

Mitglied
Hallo sunspot,

Dein Einwand kann ich gut verstehen. Das ist nicht nur so daher gesagt.

Aber wenn sich der Händler nicht zu der Frage äußert, werden wir wohl noch sehr sehr lange auf eine entsprechende
Info zu den Unterschieden zwischen den Gläsern warten müssen.

Wollen wir das alle die den Thread beobachten schau mal auf den Counter, bin sicher der wird noch in den 5stelligen Bereich gehen.

Was in der Vergangenheit vlt. von dem einen oder anderen Händler im Einzelfall zur Qualität bzw Sichtbarkeit von opt. Geräten/Meriten gesagt wurde - ist mir teilweise auch bekannt.
Ich könnte da diverse Händler nennen, die die vertriebenen Geräte in den Himmel lobten. was z Teil aber nicht vollumfänglich stimmte. Natürlich alles vom hören sagen, habe nie in einem Astroladen gearbeitet oder irgend welche Beziehungen zu irgend einem Händler gehabt.

Jetzt ist aber die Zukunft und die Händler haben sicher auch aus Ihren Fehlern gelernt da bin ich persönlich guter Dinge, .
Außerdem kann man nicht alles über einen Kamm scheren.

Also sollte Herr Ludes überhaupt zu der aufgeworfenen Frage äußern- was ja gar nicht gesagt ist weil Händler das vlt. gar nicht machen (Ehrenkodex oder sonst ein Grund) können wir ihm nicht böse sein, dann ist das so.
Obschon ich habe ihn ja gebeten uns etwas dazu zu sagen, dann kann man vlt. auch mal vom Ehrenkodex abweichen.

Nur sollte er sich äußern werde ich für meine Person das in meine Überlegungen einfließen lassen und mich über eine Antwort sehr freuen. Und ich denke viele werden auf eine Antwort mehr als gespannt sein.

Ich denke mit dem 100 APM Bino handelt es sich um eines der interessantesten Binos der Welt, es war das erste, dass
100 Fach und Größer an Vergrößerung schaffte. und mit Mikroskopokular hatte ich im Kleinvergrößerungsbereich auch schon durch gesehen. Der Schneeweisse Mond bei ca um die 25 Fach war schon etwas Atemberaubendes.

VG

Michael
 

Arno_Imig

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Michael, es gibt noch den Weg ein Bino-Teleskop mit Matsumoto EMS zu wählen. Das ist aber preislich eine ganz andere Nummer. Dafür kann das dann auch den Hochvergrößerungsbereich...
Hallo Michael, :)

bevor du dich endgültig festlegst, solltest du dich, wie marcus_z bereits kurz geschieben hat, auch mit echten Bino-Teleskopen beschäftigen. Die können beides, Widefieldbeobachtung und hohe Vergrößerung am Planet. Deine Anforderungen und Wünsche an ein Teleskop schreien förmlich nach einem Bino-Teleskop im EMS-Elementen.

AOK bietet z.B. eine Auswahl an kleineren Bino-Teleskopen an.
Größere bietet auch APM oder Baader.

Klar sind die teurer, können aber auch mehr.;)

CS
Arno
 

Michael1

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Hallo Michael,

ja Dein Einwand ist berechtigt mit 800 Fach kann man nicht die Qualität festmachen (kenne die Förderliche Vergrößerung usw)
Betreibe das Hobby schon ca 50 Jahre mit Unterbrechungen.
Die 800 Fach hatte ich nur erwähnt (war Bezug zum Vorposting eines Users)um die Farbreinheit eines bestimmten Apo hier raus zu stellen, es ging mir in keinster Weise um an Hand der 800 Fach die Quali des APO fest zu setzen.

Als ich das schrieb, war mir schon klar, dass wenn einer nicht die Vorposten gelesen hat es hier zu Einwänden kommt.
Man muss quasi immer wen man was schreibt auf alles hinweisen, wie Sonne nur mit Sonnenschutzfilter beobachten.
Aber unter erfahrenen Astrohobbyisten muss man sich das ja nicht immer noch mal sagen um nicht falsch gedeutet zu werden.

Ich denke, die wir hier diskutieren sind fast alle so lange dabei vlt mit Einzelausnahmen ja- das wir wissen wovon wir sprechen und mittlerweile das 1x1 seit einigen Jährchen verinnerlicht haben. Aber ich gebe zu, wie lange ich dabei bin
usw. konnte Du ja nicht wissen.

Deswegen bitte meine Rückäußerung keinesfalls falsch verstehen, es ist wunderbar das Du hier Deinen Input gibst, hilft uns allen weiter. :) (y) :)

VG

Michael
 

Michael1

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Hallo Arno,

danke für Deinen Einwand aber ich suche ein Grab und go Teleskop und das darf auch nicht zu teuer sein.
Das was ein 100 Bino kostet darf es im Preis nicht überschreiten und die Matsumoto alleine liegen da in der großen Ausführung schon dicht bei einem 100 ED APO soviel ich weiß.

VG

Michael
 

Miquel Prado

Mitglied
Lambert Spix gibt für Mondbeobachtungen AP 0,65mm (Krater) bis 0,4mm (Rillen) als förderliche Vergrößerung an. Am Mond vergrößere ich am Refraktor in der Regel bis AP 0,5mm, je nach Seeing. Das bedeutet dass selbst ein 60mm Refraktor auf förderliche Vergrößerungen kommt bei dem Dein Bino u.U. schon Doppelbilder erzeugt.
Übrigens kann der 60mm Refraktor auch die Komponenten von Epsilon Lyrae trennen - entsprechende Qualität natürlich vorausgesetzt.
Danke für den Hinweis!
Lg
 

Miquel Prado

Mitglied
Die 18er UF verhalten sich wie die 24er und beide sind sehr angenehm am Bino. Im direkten Vergleich finde ich die UF gleichwertig oder besser als die Panoptic.
Hallo Alex,
die 18er UF habe ich gleich gegen die 24er UF getauscht, einfach weil ich ein weiteres Sehfeld haben wollte. Bis jetzt habe ich lange überlegt, ob ich mir aber nicht trotz dem noch die oft gelobten 24er Panoptic holen sollte - sei es nur zum Vergleich. Tja, so hast du mir eben 700,- Eur gespart! Danke sehr :)

Interessant auch der Tipp mit dem Fringekiller. Kannte ich noch gar nicht. Ich muss mal hierzu das Internet durchforsten. Der soll ja nebenbei auch noch den Kontrast steigern. Wäre eine super Sache.

LG
Sebastian

PS
was mir aber zu reinen Fluorit Refraktoren auffällt, so viel Auswahl gibt es da gar nich..
Vielleicht einen von Borg, Vixen und Takahashi und ein paar von TEC aber das war´s auch schon.
Ich meine die ab 100mm Öffnung. Aber vielleicht kenne ich nicht die richtigen Internetseiten..
 

Demokrat

Mitglied
Als einziges Universalgerät würde ich wohl einen Takahashi FS oder FC in 4 Zoll auf einer azimutalen Montierung ggf. auch mit Kurbelsäule nehmen.
Meine Rede. Ich habe einen 100mm f/7,5 Tak und das IST mein Universal-Grab-and-Go. Saugut.

Da könnte nur Herr Ludes eine qualitative Aussage zu treffen, alle anderen können da nur Mutmaßungen anstellen,
weil bislang keiner den Vergleich hat und gemacht hat.
Wie bereits erwähnt:
Im Nachbarthread hat ja Tommy Nawratil schon was zu den SDs gepostet
Tommy hatte seinen neuen SD und meinen ED zum Vergleich, und er sieht hier doch eine Verbesserung des neuen Glases.

Grab-and-Go ist überhaupt ein interessantes Thema. Es bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als bei 50% des Himmels auf Höchstgenuss zu verzichten und mit den Einschränkungen geringerer Öffnungen und Brennweiten zu leben. Ich stelle mich also auf der Sternwarte gerne mit meinem Grab-and-Go auf, und wechsle dann nach 10 Minuten zu den Kollegen, die den 16-Zöller aufgestellt haben um mir die Nebel und Kugelsternhaufen anzusehen. So kommt man in den Genuss des Unmöglichen: nur einen 4 Zöller schleppen zu müssen, und doch die Details eines 16 Zöllers zu sehen. :D(y)

Nun, Spaß beiseite, ich habe wirklich BEIDES, den 4" Tak und das 100er Bino, aus genau dem Grund, dass ich das am schnellsten und einfachsten verwenden kann. Es macht Spaß. Aber die 150er EDs und 16" Dobs der Kollegen sind im Vergleich berauschend, wenn man die entsprechenden Objekte beobachtet. Sonst, generell, ist ein 4" Tak der Hammer. h/chi Pers sind Nadelstiche, die Farben wie gemalt, und im Bino ist das 3D wirklich nicht zu verachten. Bei Wide Field und Mond.

However.
Mit nur einem Ding wäre ich nicht glücklich, aber wenn es sein müsste, würde ich mich zwischen den beiden Geräten entscheiden (müssen), die ich habe. Beide haben Biss. :coffee:

lg
Niki
 

Michael1

Mitglied
Hallo Niki,

ja der Tommy hat was zur Farbkorrektur zum SD Glas geschrieben.

Sinngemäß schrieb er, dass Vega weiss leuchtete und Jupiter keinen Farbsaum zeigte.
Das ist zwar eine schöne Aussage aber Sebastian hat Vega in seinem ED auch weiss gesehen.

Wenn jetzt z B da gestanden hätte, Mond bei 100 Fach kein Farbsaum am Mondrand und in den Kratern sichtbar, oder
am Mondrand ist ein Hauch von Saum - um einen Vergleich zu bemühen wenn der Mond 30 mm Durchmesser hätte
macht der Saum am Mondrand ca 0,5 mm aus also einen Hauch - wäre das eine für mich eine greifbare und einschätzbare Aussage die ich greifen/begreifen kann und könnte.

Aber so ist die Aussage von Tommy zumindest für mich wenig greifbar.

VG

Michael
 

marcus_z

Mitglied
was mir aber zu reinen Fluorit Refraktoren auffällt, so viel Auswahl gibt es da gar nich..
Vielleicht einen von Borg, Vixen und Takahashi und ein paar von TEC aber das war´s auch schon.
Ich meine die ab 100mm Öffnung. Aber vielleicht kenne ich nicht die richtigen Internetseiten..
Unter den High-End Apos fallen mir noch spontan Agema, Astro Optik Makufaktur, FrT, Goto und die gebrauchten Zeiss ein.
 

Michael1

Mitglied
Hi Niki,

was ich noch vergaß

Zitat:
Grab-and-Go ist überhaupt ein interessantes Thema. Es bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als bei 50% des Himmels auf Höchstgenuss zu verzichten und mit den Einschränkungen geringerer Öffnungen und Brennweiten zu leben. Ich stelle mich also auf der Sternwarte gerne mit meinem Grab-and-Go auf, und wechsle dann nach 10 Minuten zu den Kollegen, die den 16-Zöller aufgestellt haben um mir die Nebel und Kugelsternhaufen anzusehen. So kommt man in den Genuss des Unmöglichen: nur einen 4 Zöller schleppen zu müssen, und doch die Details eines 16 Zöllers zu sehen. :D(y)

=>
Habe über Jahrzehnte 11-17,5 " benutzt.
Jetzt möchte ich diesen Aufwand nicht mehr betreiben, bleibt die Frage für mich, ganz aufhören oder Grab und go?
Da hab ich mich für letzteres entschieden. Auch wenn es nichts Halbes und nichts Ganzes ist - ich denke Du weist was ich meine.

VG

Michael

N.S. Es gibt auch einige User die ganz aufhören und keine halben Sachen machen wollen, muss jeder für sich entscheiden.
 

Demokrat

Mitglied
Tjo. da geb ich Dir zwar recht, sehe aber ein weiteres Problem: Wenn Markus (Ludes) keine Schnittweiten und Strehldaten undundund zur Verfügung stellt, kann man daraus eben leider auch keine technischen Rückschlüsse ziehen. Viele Firmen hüten sich, hier etwas anzugeben, was sie dann ja auch einhalten müss(t)en.

Da die Serienstreuung nicht unerheblich sein kann (kann!), was wir hier nicht wissen, weil wer hat 3-5 gleiche Binos mit gleichen Okus auf der Wiese, kann man sicher auch aufgrund von 1-2 Vergleichen auch noch keine fundierte Aussage machen. Psychologisch neige auch ich dazu, mit einzubilden, dass ich in einem Tak mehr sehe als in einem Skywatcher gleicher Öffnung. Und zwar IMMER, ob bei 30x oder 150x oder 200x, obgleich ich bei versuchter Objektivität (z.B. letztens mit einem 6" Newton) am Mond bei 70x eigentlich in Wirklichkeit NULL Unterschied zu sehen war. Das Hirn kann schon ein Hund sein. Bei super Seeing und 200x wäre es eventuell anders gewesen, aber hier darf ich den Frevel begehen, zu behaupten, dass alle Teleskope bis 100x etwa dasselbe zeigen. Ich rede hier von durchschnittlichen Amateurgeräten, Mak, SC, Newton, Refi... so zwischen 3 und 6 Zoll. Bei 70x sehe ich hier keinen Unterschied. ICH (!) und vielleicht gibt es da große Unterschiede, die ich nicht kenne und die Kollegen hier mühelos aufzählen können.

Die APM Binos kommen aus Fernost, die Pläne sind angeblich von APM, die Firma fertigt auch einige andere optische Geräte (haben eine kleine Website), und die technischen Daten sind nicht angegeben. Tak oder andere wagen sich an ein paar Diagramme, Tak USA redet von Spiegelglätte beim Mewlon, garantiert aber keinen Strehl. Niemand will, dass eine große Messerei und Nachprüferei losgeht. Jeder ist froh, wenn der Kunde erst mal etwaige Fehler bei sich sucht, also zur optischen Bank zu rennen. Ich habe meine Rohre fast alle vermessen lassen oder vorher messen lassen, und erstaunlicher Weise waren die Werte sehr gut.

Also wenn wir in einer gewissen Bandbreite ganz passable Qualität bekommen, dann brauchen wir auch die Superfeinheiten nicht immer zu ernst zu nehmen, denke ich. Das reche ich mittlerweile dem Marketing zu. Und das führt zu vielen Fragen... deshalb: durchgucken. Selbst durchgucken, mit verschiedenen Okularen bitte! Das nützt es, wenn jemand sagt, der Mond bei 100 x ist ohne Farbsaum, und nach dem Kauf merkt man, dass die Okus nicht für die Physis des eigenen Gesichts taugen? Meine Delos mit 20mm Augenabstand muss ich mir am Bino in die Augen rammen (die stehen bald an der Unterseite der Brauen an), damit ich das Gesichtsfeld von 72 Grad sehe! Am APO, wo ich den Kopf halten kann, wie ich möchte, kann ich sogar mit Brillen gucken.

Insoferne: Praxis statt Theorie, oder eben ein wenig Russisches Roulette spielen und Aufgrund fremder Erfahrungen kaufen. :)

lg
Niki
 

Demokrat

Mitglied
Auch wenn es nichts Halbes und nichts Ganzes ist - ich denke Du weist was ich meine.
Klar. Ich habe dasselbe Problem. Und zwar nicht nur mit Fernrohren... ;)
Wo soll ich anfangen? Bei meiner Software? Hardware? Bei meiner Fotoausrüstung? Beim Sinn des Lebens oder Donald Trump? Auf diesem kleinen Planeten entscheidet man sich stets GEGEN 1000 Dinge, wenn man sich FÜR 1 Ding entscheidet. Und im Universum ist es kein bißchen besser...

lg
Niki
 

Miquel Prado

Mitglied
Sinngemäß schrieb er, dass Vega weiss leuchtete und Jupiter keinen Farbsaum zeigte.
Das ist zwar eine schöne Aussage aber Sebastian hat Vega in seinem ED auch weiss gesehen.
..und gestern konnte ich bei 61x auch den Jupiter Fleck locker sehen. Und auch ein Ring am Saturn (Ring auf dem Planeten selber) ist mit aufgefallen. Und das aus der Stadt heraus. Ich hoffe das macht mut.
Und ehrlich Michael, so wie ich es bei dir herauslese, wirst du erst (und nur) mit der SD Version glücklich. Also nimm das Ding und gut ist.
Lg

@ marcus_z
danke für den Hinweis.
 
Zuletzt bearbeitet:

Michael1

Mitglied
Hallo Sebastian,

Deine neuerliche Beobachtung macht in der Tat Mut.

Ich denke auch ich liege bereits zu 98% fest für ein ED / oder SD 100 APO Bino.

Was ich aber vor einer Bestellung ausprobieren muss, ob ich keine Doppelbilder sehe bei Vergrößerungen ab 60 Fach. Ich denke wenn man bei 60 Fach kein Doppelbild sieht wird man das bei 100 Fach auch am Mond/Planeten nicht sehen. Es geht da rein um die persönliche Paralaxe der eigenen Augen.

Was ich auf jeden Fall vermeiden möchte ist, das ich mir so ein Glas bestelle und dann wieder zurück schicken muss, weil meine Augen von der Paralaxegenauigkeit nicht die Voraussetzungen mit bringen.

Das bedeutet für den Händler wie für mich keine schöne Situation und ich möchte das daher verrmeiden.

========================================
Aufruf:
Ich wohne in Schleswig Holstein (Bereich Schleswig PLZ 25850), vlt ist ja irgend Jemand hier im Forum unterwegs mit einem APM Bino der im Bereich Norddeutschland wohnt und mich mal mit durch schauen lassen würde bei hoher Vergrößerung.
Kann in den Osten bis Rostock/Schwerin , südlich bis Höhe Bremen und Richtung Westen z B bis ca Höhe Stade
und vielleicht noch ein paar KM weiter fahren.
Würde mich freuen wenn von euch einer in diesen Bereichen wohnt und mich einmal mit durchschauen lassen würde
bei einer Gelegenheit.

VG

Michael
 

flamsteed_19

Mitglied
Hallo Michael,

wenn Du bei Michael (Mikoka) testest, habe im Hinterkopf, dass er ein sehr gutes Exemplar besitzt. Das muss bei Deinem geplanten Erwerb nicht zwangsläufig so sein. Mein ehemaliges 100ED war bei weitem nicht so gut wie das von Michael (Mikoka), auch nicht nach Optimierung. Eine Optimierung kann nur im Rahmen des verfügbaren Materials erfolgen. Wunder geschehen dort nicht. Wenn Du sicher gehen willst, solltes Du das Ding vor Ort ausgiebig (!) im Laden testen.

Gruß Jochen
 

Michael1

Mitglied
Hallo Jochen,

danke für Deine Hinweis. Ja zu Michael möchte ich unbedingt, hab ihm schon geschrieben, klappt bei mir leider erst im nächsten Monat, aber dann wird es was.

In der Tat denke ich auch, dass er ein gutes bis sehr gutes Exemplar erwischt hat.

Ich hatte auch einmal ein 100 ED APO der kein so gutes Bild machte und habe ihn daher zurück geschickt.
Warum ich jetzt noch einmal einen Anlauf mache, ist, weil ich mir denke, es können ja nicht nur schlechte Optiken dabei sein
ich hatte nur einfach Pech wie Du auch, das kann vorkommen.
Aber die Faszination die von den APM Gläsern ausgeht habe ich immer noch in mir.

VG

Michael

N.S. Ausprobieren im Laden geht zwar an einem Schornstein oder ähnliches, bringt mir aber nicht so viel.
Wenn testen möchte ich am Stern, Mond und/oder ggf. am Planeten.
Das geht im Laden aber ja nicht.
 

flamsteed_19

Mitglied
Hallo Michael,

Ich kann die Faszination nach vollziehen, deshalb habe ich auch wieder ein 70er, welches sehr gut ist. Damit konnte ich erstaunliche Jupiterbeobachtungen machen (66x). GRF, mehrere Bänder...Der Knaller ist aber das Surfen am Himmel mit den Docter UWA bei 32xfach unter dunklem Himmel. Das ist DIE Stärke des Gerätes.

Gruß Jochen
 

Michael1

Mitglied
Hallo Jochen,

wenn man von Leuten hört die schon durch ein Doctor 12,5 mm 84Grad geschaut haben liest man nur von Faszination pur.

Habe selbst noch nicht durch die Doctor Okus schauen können. Ich finde Okulare toll die ein sehr klares und sozusagen unverstelltes Bild klar, kontrastvoll im Vergleich zu anderen Okularen sozusagen einen Schleier vor dem Bild weg ziehen und bieten. Zum Beisp. einen schneeweißen Mond umgeben vom schwarzen Raum/All.
(Okulare ohne jede minimale Einfärbung/Tönung oder Schleier des Bildes)
(Habe so etwas mal mit Mikroskopokularen und ED APO gesehen bei vlt 60 Grad Okularen)

Wie/wo würdest Du die Doctor Okulare sehen wo liegen da die Meriten dieser Okulare - außer im großen Feld und angenehmen Einblick, sowie Randschärfe?

Hast Du schon mal vom Vergleich der APM 12,5 mm 84 Grad HI FW zu den Doctor Okularen gehört auch und gerade zum Punkt Transparenz im Bild? Wo liegen da die Unterschiede?
Obwohl der Vergleich ja unfair ist kosten die Doctor weit mehr als das Doppelte der APM Okulare und gebraucht ja gar nicht zu bekommen werden wahrscheinlich vererbt. lach

VG

Michael
 

MLudes

Mitglied
Hallo

bei uns im Laden kann man und darf man testen. Wir haben einen 400 mm Kollimator der von Wellenform ausgestattet ist um Teleskope und Ferngläser zu Testen. Ihr Vorteil hier :
- eigene Okulare können mitgebracht und mitgetestet werden
- es gibt Leute die eventuell Augenfehler haben, sodaß das Fernglas bei usn vor Ort auf Ihre Augen eingestellt werden wann.
 

portaball

Mitglied
bevor du dich endgültig festlegst, solltest du dich, wie marcus_z bereits kurz geschieben hat, auch mit echten Bino-Teleskopen beschäftigen. Die können beides, Widefieldbeobachtung und hohe Vergrößerung am Planet. Deine Anforderungen und Wünsche an ein Teleskop schreien förmlich nach einem Bino-Teleskop im EMS-Elementen.
Hallo Arno,

das sehe ich anders :)

Ich habe ein Binoskope mit den großen EMS Elementen von Tatsuro gebaut, verwendet habe ich dazu 2 Borg 125/800 ED Teleskope.
Das war zweifellos ein tolles Instrument, dennoch habe ich es verkauft als ich erfahren habe, dass AMP ein 150mm Bino mit 840mm Brennweite und 2" Okularen plant.

Warum?

Weil das Problem der Doppelteleskope die lange Brennweite ist.
Man bekommt durch die EMS zwar die Möglichkeit 2" Okulare einzusetzen, echtes Weitfeld bekommt man aber wegen der langen Brennweite der Teleskope dennoch nicht.
Es gibt ein paar Exoten (und ich rede nur von ED, SD oder APO) die bei 150mm Öffnung auf 1000mm Brennweite kommen.
Aber die haben leider andere Nachteile und ganz ehrlich sind mir selbst 1000mm Brennweite immer noch zu viel.
Es geht mir dabei nicht nur um Weitfeld, lange Brennweite bedeutet auch lange Tuben, Gewicht und dadurch unhandliche Instrumente.
Ganz zu Schweigen davon, dass das EInstellen des Augenabstandes mit Prismen deutlich angenehmer geht als mit den diesbezüglich doch etwas frickeligen EMS.

Ich will seit langem unbedingt ein 150mm Bino - der Sprung von 125 auf 150 ist in den Okularen nochmal deutlich sichtbar - habe aber aus obigen Gründen den Plan eines 150er mit EMS verworfen und warte sehnsüchtig auf das APM 150 90° Fernglas

Klar, es wird wohl (leider) nur als ED und nicht als SD kommen und man wird die Vergrößerung nicht ins unermessliche steigern können um Planeten wie mit einem Tak zu sehen, aber die eierlegende Wollmilchsau gibt es nunmal nicht, für mich kommt das 150er APM einer solchen aber am nähesten.

Natürlich geht es auch immer um persönliche Vorlieben.
Für mich kommt nach vielen Jahren und vielen Verglichen nur noch beidäugiges sehen mit 2 Tuben in Frage.
Ich mag Planeten durchaus aber sie sind mir nicht so wichtig wie Sternhaufen, Nebel und Galaxien - deren Anblick live in den Okularen finde ich einfach immer wieder atemberaubend.
Und s ist ja nicht so, dass solch ein ED Bino am Planeten nichts zeigen würde, es ist halt nur nicht ganz auf Augenhöhe mit einem langbrennweitigen APO.

Grüße Jochen
 

praktikant

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Für die ED Version gibt's gerade eine Aktion, wenn man dann den Preisunterschied ED vs SD sieht, springen noch ein paar gute Okulare raus.
Zu den Docter Okularen kann ich nix sagen, aber die APM UF 18 (30x bei 2,1 GradwGF) und 24 (23x bei 2,8 Grad wGF) und das HI-FW sind sehr gut. Hinsischtlich Transparenz, Farbfehler und Einblickverhalten mag ich die UF sehr gerne, vor allem wegen dem langen Augenabstand und völlig unproblematischen Einblick. Der Name ist insofern Programm als dass auch fast keine Verzeichnung zu sehen ist. Am Fernglas nutze ich nur noch die UF 24, die 18er nehme ich für den Binokularansatz.
Die Televue Panoptic 24mm gleichen den UF24 von den optischen Daten, haben dabei kein besseres Bild, der nennenswerte Unterschied ist, dass die Panoptic ein etwas gewölbteres Bildfeld haben, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.
Beim APM Hi-FW (44x bei 1,9 Grad wGF) sieht es schon etwas anders aus, es reagiert empfindlicher auf leichte Fehlpositionierung des Auges vor dem Okular und zwar durch einen am Tage feststellbaren gelblichen Farbton. Bei korrekter Augenposition verschwindet der Effekt wieder. Das sehe ich ggf. als Nachteil der Okulare an wenn öfter auch Tagbeobachtungen geplant sind, Nachts stört das Ganze nicht. Die Hi FW habe ich hier nochmal genauer beschrieben:

Die Lunt UWA Okulare haben für mich binokular nicht funktioniert, hauptsächlich wegen des zu geringen Augenabstandes. (Getestet UWA 5mm 110 Grad)
Für hohe Vergrößerungen kann ich Televue Radian Okulare (5mm/60 Grad , 110x) empfehlen, als Alternative mit mehr Feld die Omegon Panorama (5mm/100 Grad). Beide bauen schmal auf und haben einen angenehmen Augenabstand, das Radian auch ausreichend für Beobachtung mit Brille. Das Omegon verzeichnet etwas mehr aber ist bis zu 90% des Feldes randscharf, das Radian verzeichnet nicht und ist zu 98% Randscharf. Ich habe auch 4mm TS Planetary Okulare getestet, hinsichtlich Farbfehler bei meinem ED Bino war mir das eine Spur zu viel (137,5x) und ich nutze die 5mm Radian für maximale Vergrößerung für Kugelsternhaufen und Planeten. Auch waren diese Billigokulare zu inhomogen, regelmäßig musste ich die Okulare verdrehen um die Bilder zur Kongruenz zu bringen.
Takahashi LE 7,5 (73x) haben sich als gute Okulare für Kugelsternhaufen und feine Details auf dem Mond erwiesen, aber die haben ein sehr kleines Feld - für mich kein Problem aber ist Geschmacksache. Mit den Taks ist der Farbfehler des ED am Mond noch sehr gut vertretbar und am Planeten kein Faktor. Vom Aufbau her dürften Plössl - ähnliche Okulare in diesem Brennweitenbereich ähnliche Ergebnisse bringen. Ich nutze ehr die Radian am Fernglas, die Taks nehme ich für den Binokularansatz.

Okulare sind immer auch Geschmacksache, mir sind einfaches Einblickverhalten und geringe Verzeichnung bei hoher Randschärfe wichtiger als extrem weite Felder. Da ist ein Teleskoptreffen eine super Sache um einfach mal zu vergleichen. Zum Gesamteindruck der von mir am APM Bino genutzen Okulare: Ich nutze ungefähr 40% der Beobachtungszeit die 24er UF mit und ohne Nebelfilter (APM OIII und Lumicon UHC) und 40% die HiFw für Sternhaufen, Galaxien, Mond kleinere Nebel, dann auch mit UHC und zu 10% die Radian hauptsächlich für Planeten zum Seeingcheck für den großen APO oder für Kugelsternhaufen.

Noch ein Punkt der bisher noch garnicht angesprochen wurde: ich habe mir zum APM 100 ED auch gleich das Justagetool mitbestellt um ggf. das Fernglas auf meine Augen einstellen zu können bzw. eine Dezentrierung der Bilder ausgleichen zu können. Ich habe es bisher trotz abenteuerlicher Sahelzonenflugreise nicht gebraucht, das APM ist sehr justierstabil und war von Anfang an gut eingestellt. Trotzdem finde ich das Angebot für dieses Werkzeug gut, haben ist besser als brauchen.

CS Alex
 
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Michael1

Mitglied
Zitat:
bei uns im Laden kann man und darf man testen. Wir haben einen 400 mm Kollimator der von Wellenform ausgestattet ist um Teleskope und Ferngläser zu Testen. Ihr Vorteil hier :
- eigene Okulare können mitgebracht und mitgetestet werden
- es gibt Leute die eventuell Augenfehler haben, sodaß das Fernglas bei usn vor Ort auf Ihre Augen eingestellt werden wann.
Viele Grüße
Markus Ludes
Zitat Ende



Wenn man im Laden einen Qualitätstest machen kann ist ein Sterntest am Nachthimmel vor dem Kauf wohl nicht notwendig.

VG

Michael
 

b_schaefer

Mitglied
Hallo Jochen,

das ist aber nicht prinzipbedingt. Ich verstehe Deinen Wunsch nach wenig Brennweite bei viel Öffnung, aber so weit weg sind aktuelle Apos davon auch nicht, z.B. APM LZOS 130mm f/6 oder CFF 160mm f/6,5. Aber klar, einen 150er mit f/5,6 (840mm Brennweite) gibt es derzeit nicht am Markt. Wäre sicher realisierbar, nur verlangen die Kunden solch großer (teurer) Apos normalerweise nach besserer Farbkorrektur und daraus ergeben sich die üblicherweise längeren Brennweiten.

Was man sich halt einhandelt mit den riesigen Glasklötzen eines Großfernglases, ist der Kugelgestaltfehler, der offenbar schon beim 100er zu aufgeblähten hellen Sternen führen kann. Frag mal Manne...

Dennoch sehe ich Doppelrefraktoren mit EMS nicht als direkte Konkurrenten zu den Großferngläsern, z.B. wegen des Preises und der Robustheit.

Viele Grüße
Sebastian
 

portaball

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Hallo Sebastian,

es gibt ja ein 160mm CFF EMS Bino, ein wirklich spannendes Gerät, aber halt eben auch mit 1050mm Brennweite.
Und preislich etwa beim Dreifachen eines 150er APM...
Ich habe selbst lange über die CFF gegrübelt, wie auch die 150er Borg, die aber praktisch nicht verfügbar sind und 2 brauchbare Exemplare in die Finger zu bekommen ist vollkommen unmöglich.
Von TeleVue gab es auch mal in geringer Stückzahl einen 140mm f/5 APO und auch aus denen ist mir ein Doppelteleskop bekannt.
Sind aber "nur" 140mm und das wars dann aber auch schon an Optionen

Wäre ich Planetenbeobachter würde ich mir ganz sicher ein EMS Bino aus 2 Killer APOs bauen, aber ich stehe nunmal auf Weitfeld :)

Grüße Jochen
 
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