ASIAIR

#32
Hallo!

Ich benutzte auch einen Mini PC (Beelink BT7), um mein Setup zu steuern ... und das funktioniert prima und ist sehr komfortabel. Vor allem hat man alle Programme, die als Standard gelten zur Hand. Diese laufen ja in der Regel auf Windows und seltener unter Linux.

Wie oben aber schon geschrieben, sehe ich das AsiAir System etwas anders. Bei einem Mini PC oder Stick ist es letztendlich ein Windows Desktop. Man benutzt Maus und Tastatur, um Einstellungen vorzunehmen ... das ist halt wie bei einem normalen Laptop oder PC. Asiair ist aber für Smartphone und Tablet optimiert. Die gesamte Oberfläche lässt sich mit den Fingern bedienen. Das finde ich gerade für den mobilen Einsatz sehr interessant.

Ich hoffe, dass ich am WE noch weitere Tests machen und weiter berichten kann.

CS
Stephan
 
#33
Hallo Leute,

Ich habe eine AsiAir und kann nur sagen dass alles so wie beschrieben „out of the box“ funktioniert.

Ich würde das Teil jedem empfehlen der nicht jedes technische Detail hinterfragt und nur eine einfache unkomplizierte Lösung sucht.
*Johann
 
#35
Hallo Roland,

ich konnte mittlerweile einige Erfahrungen mit der ASIAIR sammeln. Ich betreibe sie mit einer ASI 128MC Pro (Vollformatkamera). Hier gleich das einzige Manko: Die Kamera kann nur per USB2.0 angeschlossen werden, es gibt keinen USB3.0-Port.
Ansonsten bin ich ziemlich begeistert von dem Teil, auch wenn ich sie bislang"nur" für die Bildaufnahme nutze und nicht zum Guiden, Positionieren etc. Ich hatte sie Anfang Januar auf einer Chile-Tour dabei, und dabei sind einige wunderbare Aufnahmen entstanden. Das Handling ist mit der ASIAIR-Software (hatte ich auf meinem IPhone) einfachst, alles lief sofort. Die Verbindung zum Handy/Tablet/Laptop erfolgt dabei über WLAN, die ASIAIR stellt einen WLAN-Hotspot zur Verfügung, mit dem man sich verbindet. Seltsam: Die Kamera (war ja als einziges Gerät angesteckt) wird standardmäßig immer als Guider erkannt, das muss man beim Start manuell ändern. Ansonsten ist die Benutzeroberfläche sehr übersichtlich, die Funktionen findet man schnell. Das Fokussiertool funktioniert sehr gut; die ASIAIR schaltet dann in einen Modus, in dem nur ein Teilbild ausgelesen wird, so dass die Anzeigefrequenz hoch genug ist, um wirklich exaktes Fokussieren zu ermöglichen. Ich war selbst ein wenig überrascht, wie gut ich den Fokus meines EOS 200/4L-Objektivs treffen konnte - und das alles übers Handy!
Eine Aufnahmeserie legt man in der Software einmal fest und startet dann, worauf die Bilder auf der enthaltenen SD-Karte abgespeichert werden - nicht etwa auf dem Handy, die Übertragung würde wegen der großen Datenmengen viel zu lange dauern. Läuft die Sequenz, kann man das Handy/Tablet/... ruhig abschalten oder andere Sachen damit machen, die Steuerung selbst erledigt ja die ASIAIR. Man kann sich dann aber jederzeit wieder drauf schalten, um nach dem Rechten zu sehen.
Designtechnisch hat man sich bei ASI zugegebenerrmaßen nicht weit aus dem Fenster gelehnt; in der ASIAIR werkelt nicht nur ein Raspberry Pi, er ist auch im Standardgehäuse verpackt, nur mit dem ASI-Logo drauf. Aber die Hardware ist ja kein Geheimnis, und man muss sich im Klaren darüber sein, dass man die Funktionalität sicherlich auch selbst durch Konfiguration des RasPi herstellen könnte. Dann allerdings nicht mit der ASI-Software, die ich wirklich zu schätzen gelernt habe. Und ich suchte eine kompakte Lösung für die Reise, die "out of the box" funktioniert. Und das leistet die ASIAIR vorbildlich.
Ach ja, versorgt habe ich die ganze Einheit - SkyWatcher Star Adventurer, Kamera mit Kühlung, ASIAIR - mit einer Powerbank (XTPower MP-23000A) mit 2x5V und 1x12V. Hat bei moderater Kühlung eine ganze Nacht gehalten, kann ich nur empfehlen!

Ich hoffe, das hilft Dir erstmal weiter. Anbei noch ein Ergebnis von meiner Chile-Reise.

Viele Grüße,
Arndt
LMC_200mm_processed 2.jpg
 
#36
Hallo Arndt (witzig, das ist mein Nachname :)),

vielen Dank für Deine ausführliche Schilderung.
Das klingt schon gut, mein Grund warum ich in diese Richtung tendiere ist, das ich meinen Laptop nicht im Garten über Stunden stehen lassen möchte. Somit wäre das eine ideale Ergänzung.
USB 2.0 dürfte dann ausreichen, oder hast Du hier schon Engpässe festgestellt? Ich hatte mal irgendwo gelesen, das Langzeitbelichtungen zu Problemen führen können.
Dennoch denke ich, dass man nichts falsch machen kann bei dem Preis, doof ist nur, dass ich gerade eine Alccd 5II als Guiding Cam bekommen habe, die dann ausgetauscht werden muss gegen die 120 Mini :-(


Gruss Roland
 
#37
Hallo Roland,

ja, den Namen trifft man deutlich häufiger als Nachname an... :)
USB2.0 führt auf keinen Fall zu Engpässen bei Langzeitbelichtungen - warum auch? Man braucht USB ja nur für den Download des fertigen Bildes, während der Aufnahme wird die Verbindung nicht benötigt. Ansonsten kenne ich keine Engpässe. Gut, wegen USB2.0 ist sie für Planetenfotografie oder Lucky Imaging nicht geeignet. Aber für klassische Deep-Sky-Fotografie passt alles.
Ich kann jedenfalls eine Empfehlung für die ASIAIR aussprechen - mich hat sie überzeugt!

Viele Grüße,
Arndt
 
#42
hallo,

ich habe das ASIair auch im Test, mit einer 294, es geht alles sehr einfach wenn man CCD Programme gewohnt ist.
Ein paar Sachen sehe ich aber noch als unausgereift:

Ich habe keine Möglichkeit gefunden, die gemachten Aufnahmen am Android Tablet anzusehen und zu prüfen. Habe ich was übersehen? Ich hatte eine Sequenz zwecks Nachfokussieren pausiert, und dann wieder gestartet. Die nach der Pause gemachten Bilder waren alle rein weiss, 2 Stunden für die Katz. Sowas macht mich nervös wenn man nicht kontrollieren kann was und ob was auf den Bildern ist. Muss man erst wieder mit dem Laptop anrücken?

Andere Hickups gabs auch: Bei einer Serie Flats dauerte der Download der Einzelbilder auf die SD Karte ungewöhnlich lange. Dann sah ich, dass nach jedem Flat kurz eine Meldung auftauchte: "exposition failed" oder so ähnlich, es war zu kurz um es genau zu lesen. Flats waren dann keine auf der Karte.

Wenn man bei mid gain irrtümlich den kill button am Tablet erwischt klappt das Programm zu und die Kühlung setzt aus. Wenn man dann ganz schnell wieder aufmacht, ist der gain nicht 120 wie vorher, sondern 100 - man muss da aufpassen. Die Zieltemp. bleibt aber bestehen.

Die Vorschau am Tablet ist derart weich gezeichnet dass es mir schwer fällt zu fokussieren, auch in der Fokus Ansicht. Ich fokussiere gerne am live view, um eventuelle Farbsäume zu minimieren. Die Werte der Sternhelligkeit ändern sich beim Fokussieren fast nicht, zum Fokussieren kann man die nicht brauchen.

Mal sehen wie sich das weiter verhält. Am meisten brauche ich eine Ansicht der gemachten Bilder.
Wie geht es euch da im Vergleich?

lg Tommy
 

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