Astro DSLR Peltier mod V2 - Planungsphase

Hallo Tobias,

Du hast aber auch Pech! Das eine 1000D bei niedrigen Temperaturen nicht mehr richtig funktioniert hab ich noch nicht gelesen, daher wird wohl Deine ne Macke haben.
Du kannst jetzt mal noch mit Kältespray das ganze etwas einkreisen, aber ich vermute es wird der Digic Prozessor sein. Soweit ich weiß macht dieser auch die Verbindungen an die Außenwelt.
Bie der Eos-M würde ich aufpassen, da diese auf die Größe getrimmt wurde. Es kann sein das da kaum Platz zwischen dem Mainborad, AD-Wandler und dem Sensor ist, so das Du da kein Kühlfinger durch bekommst.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,
sorry alles zurück auf Start ;) - es ist doch EMV, sobald der Kühlschrank angeht bekomme ich einen Fehler --> daher ist die Annahme, dass es an der Temperaturliegt falsch. Auch bei 5°C der Kamera, aber bei ausgeschaltetem Kühlschrank, läuft alles. Der Tausch des Mainboards (das mit dem DIGIC III Prozessor) ändert ebenfalls nichts.
Sobald das Peltier an ist (über Akku oder über PC-Netzteil) bekomme ich Störungen (mit Regelung wird schlimmer)!
Hat jemand eine Idee, wie ein an einem BleigelAkku hängendes Peltier Störungen erzeugen kann?
Irgendwas muss da doch als Antenne dienen, sonst würde doch nicht der Kühlschrank so stark stören, oder? Momentan liegt das Kupferkühlblech auf GRD von USB und Temp-Sensor, ist das so richtig, oder sollte ich da noch eine Schaltung zwischen setzten?
CS Tobias

PS Bitte entschuldigt nochmals meine etwas verwirrten Schilderungen, aber ungefähr so verwirrend ist es momentan für mich. Ich kenne zwar den Spruch "wer misst misst Mist" aber muss das bei mir so direkt zutreffen?
 
Hi,

oh das hier hab ich wohl zu spät gelesen, hatte Dir schon via PN geantwortet.
Das verstehe ich jetzt NOCH weniger! So empfindlich darf doch die Kamera nicht sein?!?
Den Kupferfinger habe ich direkt mit dem Metallrahmen im inneren der Kamera verbunden. Das sollte dann die gleiche Masse sein wie bei Dir. Denn auch der USB sollte mit der Gehäusemasse verbunden sein.
Ich weiß da so langsam nicht mehr weiter. Du brauchst ein Oszilloskop damit Du siehst was bei Dir auf der Masse los ist.

Gruß Markus
 
Hallo Tobias,

grundsätzlich ist eine PWM für Peltier-Elemente nicht ideal, weil der Wirkungsgrad und sogar das Element erheblich leiden können. Wenn, dann sollte es so hochfrequent sein, das nahezu Gleichspannung rauskommt. Die niederfrequente PWM ist zudem störanfälliger und nicht zu empfehlen.

Richtig wäre eine Regelung, wo Temperatur und Strom weitgehend linear verlaufen, also keine Totzeit dazwischen liegt und deine niederfrequente PWM-Schaltung mit schlechtem Wirkungsgrad im Peltier-Element auf die andere Seite wieder zur Waerme wandert.

Der Vorteil ist i.d.R. der bessere Wirkungsgrad und somit die kleinere Dimensionierung des Peltierelementes.
LG
Eberhard
 
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Moin,

das mit der PWM Regelung hatten wir schon weiter zurück...
Mir ging es eher um die Störungen auf dem USB.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,
nein wirklich Neues gibt es noch nicht - daher auch noch keine Rückmeldung meinerseits.
Bei den Versuchen das Problem einzukreisen hat sich nämlich mein etwas altersschwacher Akku verabschiedet :( ... Der Neue ist schon hier, aber ich möchte jetzt Nägel mit Köpfen machen; sprich ich baue gerade einen gescheiten abgesicherten Stromverteiler / Akkubehältnis.
Die Stromversorgung der Canon habe ich schon mal am Oszi gehabt und festgestellt, das die nicht optimal ist und mit ein paar Kondensatoren verbessert.
Auch habe ich nun endlich keine Probleme mehr, solange alles über den Bleigehl läuft. Dann erreiche ich zwar immer noch nur ~ -10°C aber ich kann 60 Bilder in Folge ohne Probleme machen (--> ein Temperaturproblem schließe ich nun damit endgültig aus). Mit meiner Zeit-Regelung zeigt mir der Oszi ein Überschwingen und interessanterweise einen Abfall bis ins Negative an?! --> da muss ich noch etwas ändern / probieren...
Allerdings möchte ich auch mal meinen eigenen PWM nochmals mit dem neuen Akku und Oszi angucken und testen... Ich berichte dann!
CS Tobias

PS Etwas komisch finde ich, dass scheinbar das PC Netzteil auf der 12V Seite zu starke Schwankungen hat, sodass diese die Canon stören.
 
Hallo zusammen,
hmm ich versuche immer noch das Problem weiter einzukreisen und möchte nun erstmal die Feuchtigkeitsproblematik lösen...
Ihr habt eure Platinen doch elektrisch isoliert... welche Alternativen gibt es zu dem Elektronik-Lack? Meint ihr ich könnte - bequemes auftragen - Nagellack nutzen? Habe da etwas Skrupel aufgrund der Lösungsmittel... Den, den ich hier hätte, hat beim typischen Beinchenabstand der ICs > 15MOhm.. reicht das?
Oder habt ihr noch eine Idee, wie ich Feuchtigkeit ausschießen kann, ohne die Platinen einzupinseln?

Cs Tobias

PS Wie versorgt ihr eure Eos mit Strom? Hatte zu Testzwecken von meinem Buck auf einen 7808 umgesattelt... allerdings zeigt da meine Eos "Akku schwach" an :(

PPS Da ich nun das Display angeschlossen habe und provisorisch auch angucken kann, kann ich zumindest die Ergänzung zu meinem Fehlerbild bringen, dass die Canon dann Err. 99 anzeigt... toll super spezifische Fehlermeldung.
 
Hallo Tobias,
Die Platinen zu isolieren ist essentiell. Mir ist vor 2 Wochen eine abgeraucht da ich diese an einer Stelle nicht isoliert hatte. Nimm das Plastik zeug und sprühen es vorher in ein Glas und trag es mit dem Pinsel auf. Bau die Platinen raus das geht am einfachsten.
Feuchtigkeit kann man nicht ausschließen.

Die Versorgung läuft über Bucks. Aber ist doch egal ob ein schwacher Akku angezeigt wird. Das tut der Kamera nichts.

Err 99 ist undefiniert. Ich tippe drauf dass du die Schaube des oberen Deckel zu lang gewählt hast. Die blockiert dann den Motor.
Vg Michael

 
Hallo Michael,
vielen Dank für die Rückmeldung!
Das mit der Platine ist aber sehr unschön... hast du wenigstens günstigen Ersatz bekommen?

Hast du einen Tipp, wo ich einen passenden Lack bekommen kann - nicht im Inet, da habe ich es schon gefunden ;) - denn ich bezweifle irgendwie, dass der Hagebaumarkt hier so etwas führt. Oder wird das unter einem anderen Namen noch für etwas anderes genutzt?

Hmm also ich hatte auch immer einen Buck genutzt (auf einer Astromesse mal gekauft), aber der ist nicht ganz sauber und sorgt auch auf der Versorgungsleitung (Akku) für leichte (50mV) Störungen. Dann habe ich noch zwei unterschiedliche China Bucks probiert... ach du **** der eine erzeugt alle 2ms einen 2V Peak! und der andere ist im hochfrequenten noch schlimmer als mein aktueller. Ich hab es auch mit einem 7808 probiert, aber da meckert dann die Kamera, dass der Akku leer ist :( .

Schraube... welche Schraube? Müsste das nicht immer auftreten und nicht erst irgendwann ganz sporadisch? Du meinst eine vom Displaydeckel? Das ist gar nicht draufgeschraubt…


Cs Tobias

Nachtrag: Habe das Ganze jetzt mit Akku probiert, ebenfalls Err99 --> ist wohl nicht die Spannungsversorgung. Allerdings erscheint jetzt der Err99 auch wenn ich die Kamera wieder einschalte :( . Muss nachher mal schauen, wenn sie wieder warm ist, ob er dann weg ist, oder ob er nach entfernen des Akkus weg geht. Hoffentlich ist die Cam jetzt nicht ganz hinüber :( . Was ich allerdings ausschließen kann ist Feuchtigkeit ;), da ich das Gehäuse nun oben mit Frischhaltefolie abgedichtet und eine Nach mit Silikat stehen gelassen hatte und nun nicht mal an der kältesten Stelle des Kühlbleches Eis/Tau zusehen war – geschweige denn auf den Platinen.
 
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Nachtrag 2 (Bearbeitung geht nicht mehr):
Also auch bei 20°C Kameratemperatur wird Err99 nach erneutem Einschalten angezeigt. Erst nach öffnen des Akkuschachts macht etwas am Shutter klack und der Motor wird kurz angefahren. Nach Schließen des Akkuschachts funktioniert jetzt die Kamera wieder.

Hat jemand eine Idee, was das sein könnte? Ich kann ja schlecht zum Canon Kundenservice gehen und sagen "Repariert mal, aber so, dass die auch mit meiner Kühlung funktioniert".

Mittlerweile vermute ich übrigens auch etwas mit dem Shutter / Motor... Was könnte ich da testen? Was mich noch etwas verwirrt ist die Tatsache, dass es bei normaler Raumtemperatur scheinbar nicht auftritt. Erst wenn ich die Kamera kühle kommt dieser Fehler sporadisch.

CS Tobias
 
Hi,

viele Alternativen zum Plastik Spray gibt es nicht. Wobei normaler Klarlack sicherlich auch geht. Aber pass gut auf, das Zeug darf nicht auf die Flachbandklemmen kommen. Denn sonst sind die hinüber. Das Zeug löst Kunststoff an und macht die Anschlüsse dadurch unbrauchbar.
Wenn Du einen Error an der Eos hast so bleibt der IMMER bestehen bis der Akku entnommen wurde bzw. der Akkudeckel geöffnet/geschlossen. Die Eos schaltest Du mit den On/Off nicht wirklich an oder aus, sondern wechselst nur den Zustand, also quasi vom Standby in den eingeschalteten Modus.
Hast Du mal das Mainboard getauscht? Ich vermute das da der Fehler liegt. Meine 600er hatte in der Zwischenzeit auch mal das Zeitliche gesegnet. Am Anfang hatte ich ja öfters Probleme wenn ich länger im Liveview war. Da hat sich die Kamera dann aufgehängt. Das war damals passiert als ich das Kautschukzeugs aufgetragen hatte welches Wasser als Lösungmittel hat. Dieses habe ich dann entfernt und Nagellack genommen. Bis vorletzter Woche ging die Kamera, dann hat sie die gleichen Macken wieder angefangen. Darauf hin habe ich die Platine in Ethanol eingelegt. Der Lack hat sich gelöst und ich konnte alles Rückstandsfrei entfernen. Danach 20 Minuten im Backofen bei 110°C. Seit dem geht die Platine wieder. Ich vermute das da doch noch irgendwo restfeuchtigkeit unterhalb von nem Chip war. Oder alles Zufall und die Platine fängt irgendwann wieder das spinnen an. Ein anderes Teil kommt nicht in Frage denn die hatte ich alle (inkl. Sensor) getauscht.
jetzt stellt sich mir auch wieder die Frage: beschichten mit dem Plastikspray?

Gruß Markus
 
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Hallo Markus,
ok... dann werde ich wohl so etwas besorgen müssen :( ...
Mein Problem ist nur, dass ich mir Feuchtigkeit einfach nicht so recht vorstellen kann, denn (momentan kann ich in das Gehäuse gucken, da nur Frischhaltefolie drauf ist) weder am Kühlblech noch auf einer der Platinen ist Eis oder Tau zu sehen (und das nach nur 12std bei dieser leidlich abgedichteten Lösung).

Mich würde ja interessieren, was Michael für eine Schraube meinte.

Ja die Platine mit dem Digic III? drauf ist ausgetauscht... selbes Verhalten.

Ich vermute, dass irgendetwas mit dem Shutter / Spiegel nicht klappt. Evtl ist das ein Fett, dass zu kalt wird - oder ein Staubkorn...oder? Ich habe noch einen anderen Shutter / Motor hier - der kommt als nächstes dran ;) . Bei dem Umbau werde ich dann, sofern ich es bekomme, die Platinen mit dem Plastik einpinseln.

Sonst weiß ich wirklich nicht mehr weiter.


CS Tobias, der vermutet, dass das Problem nicht EMV & Elektrik ist.
 
Hallo,
so der Shutter ist ausgetauscht (das möchte ich nicht noch mal machen müssen...) und das Problem besteht weiterhin :( .
Dann bleibt wohl doch noch Feuchtigkeit, oder genau dieser Sensor (besser die Platine auf der der Sensor befestigt ist) verträgt keine kalten Temperaturen...
Ich habe von einem Vereinskollegen etwas Plastik 70 bekommen. Habt ihr noch einen Tipp für mich, wie ich das Ganze auf die Platine auftrage? Genauer meine ich, wenn das bisschen Restfeuchtigkeit (ich sehe nirgends Tau) zu dem Problem führt, muss ich dann die Platinen vorbehandeln? Wenn ja wie? Kann ich das Ganze an Zimmerluft machen - die hat ja auch eine Restfeuchte ;) .
Zu aller Letzt: Gibt es was gegen den fürchterlichen Gestank außer lüften ;) ?

CS Tobias
 
Hi,

irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen das es an der Feuchtigkeit liegt. Wie Du selbst geschrieben hast, siehst Du kein Tau auf dem Peltier oder dem Kühlfinger. Dann sollte auch auf der Platine nichts sein.
Aber so viele Teile gibt es dann nicht mehr an der Kamera die den Fehler verursachen können. Mainboard hattest Du ja getauscht. Jetzt auch noch den Shutter. Hast Du auch mal den Sensor getauscht?

Ich trage das Zeug immer mit dem Pinsel auf. Also sprühe ich es vorher in einen Deckel. Wenn Du ganz sicher gehen willst schützt Du die Flachbandanschlüsse mit Vaseline oder sowas. Da darf auf keinen Fall etwas hinkommen!

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,
ich möchte es nicht beschreien ( vier Mal auf Holz geklopft) aber ich glaube, ich habe den Fehler gefunden.
Es sieht so aus, als ob Markus und ich recht haben und es kein Problem mit Feuchtigkeit ist, sondern ein Kälteproblem der Platine, auf der CMOS aufgelötet ist!
Ich habe - bevor ich mir die Arbeit mit dem Lack mache - mal einen alten CMOS eingesetzt und diesen gekühlt. Siehe da es klappen 80 Bilder ohne Probleme.
--> Ich vermute, dass der Controller (ist es der AD Wandler?) einen weg hat....

So jetzt muss ich noch meinen guten Chip auf eine andere Platine umlöten :( --- TIPs?

Habt ihr euer Kupferblech auf dem CMOS verklebt - womit?

CS Tobias
 
Nachtrag (Bearbeitung ist wieder abgelaufen :( ):
Habe jetzt den defekten CMOS von einer Platine runter… hat jemand einen Tipp, wie ich das besser auseinander bekomme? Der defekte CMOS sieht nun nämlich nicht mehr so dolle aus :( . So bin ich vorgegangen (scheint nicht die beste Lösung zu sein): Mit Entlötlitze erstmal das Gröbste entfernen, dann mit einem dünnen Schraubenzieher zwischen die Beinchen und mit dem Lötkolben das Beinchen erhitzen. Anschließend ganz leicht zur Seite und nach Oben abheben.
Genau da ist auch mein Problem, die Beinchen stehen dann alle nicht mehr an ihrem Stammplatz und lassen sich, da sie federn, auch nicht so einfach zurückbiegen.

CS Tobias
 
Hallo Tobias. Evtl. gehts mit ner Gitarrensaite, die du dann unter den Beinchen durchziehst. Da kannst evtl. alle auf einmal erwischen.
Alternativ schaust mal nach nem neuen.

Viele Grüße
Michael
 
Hi Michael,
das mit der Seite ist ne gute Idee - werde ich ausprobieren!
Naja nen Neuen habe ich hier - der ist aber noch nicht gekratzt und ich habe leider gerade keinen Zugriff auf ein Stereomikroskop mit genügend Arbeitsabstand :( ...
CS Tobias
 
Hi,

sowas entlötet man mit einer Heißluftstation! Da wird die komplette Reihe einer Seite heiß gemacht und dann der komplette Chip angehoben. Danach die andere Seite. Hierzu brauchst Du aber eine richtige Station oder ne Heißluftpistole mit einem Aufsatz der nur einen ganz dünnen Luftstrahl raus läßt.

Und ja, ich habe das Kupferblech direkt auf den Sensor mit Arctic Silver 2 Komponenten geklebt.

Gruß Markus
 
Hallo,
danke für den Tipp mit der Heißluftpistole, aber so etwas habe ich leider nicht.
Der Chipumbau ist fertig, allerdings funktioniert da etwas leider nicht - sieht fast wie das aufladen eines Kondensators aus :( (siehe komische Streifen)
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/IMG_0695.JPG

Ich glaube ich nehme mir den nächsten Chip vor... :( schade. Hoffentlich klappt das ohne das Stereomikroskop.

CS Tobias
 
Moin,

Du hängst ja extrem viel Arbeit in das Thema rein. Ich drücke Dir die Daumen das es jetzt endlich klappt!

Gruß Markus
 
Moin,

ich hole da Thema mal wieder hoch da ich auch wieder basteln mußte. Meine 600D zickte leider die letzten Tage wieder rum und das obwohl ich das Mainboard gegen ein neues getauscht hatte. Ich war schon dran mir ne neue 600D zu kaufen da ich den Fehler einfach nicht gefunden habe. Der Fehler war der gleiche, Liveview einschalten und die Kamera hängt sich auf. Alles andere funktioniert soweit normal.
Ich habe mir einen anderen Sensor besorgt da ich dachte das der Fehler eventuell noch von daher kommen könnte. Meine Aktion mit dem Ablöten des Sensors und wieder anlöten war ja auch nicht ohne, Doch weit gefehlt. Immer noch das gleiche.
Ich habe begonnen die Kamera komplett zu zerlegen da ich den Fehler eventuellnoch im DC-DC Board vermutet hatte. Aber das sah auch gut aus. Doch nach Tagen des zerlegens und genauem Sichten der Platinen und durchmessen der Flachbandkabel stach es mir ins Auge: der Anschluß des Flachbandkabels vom DC-DC zum Mainboard war angegammelt! Anscheinend sammelt sich genau dort Kondenswasser was ich absolut nicht verstehe. Aber was soll´s. Ich habe den Anschluß mit Kontaktspray gereinigt. Ebenso das Flachbandkabel. Nach dem ersten test funktionierte die Kamera wieder. Endlich! Nun begann ich wieder die Platienen mit dem Revell Color Stop Kautschuk-Zeugs zu behandeln welches ich ja zuvor wegen des Wasserlösemittel im verdacht hatte den Fehler zu verursachen. Auch das DC-DC Board und alle Anschlüsse darauf. Gestern Abend habe ich die Kamera dann wieder komplett zusammen gebaut. Alles funktioniert im Moment wieder. Ich werde jetzt noch ein paar Tage testen, aber das Revell Color Stop macht einen guten Eindruck. Einfach zu verarbeiten. Keinerlei agressiven Lösemittel welche die Anschlüsse angreifen usw.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,
so auch ich kann nun endlich von einem positiven Abschluss berichten.
Es war wohl tatsächlich die Platine direkt hinter dem CMOS - allerdings hat mir der Sensor das umlöten nicht verziehen. Mein Ersatzchip ist leider beim Kratzen durch ein Versehen meinerseits extrem schlecht geworden, sodass ich mir noch einen neuen Chip besorgen musste :(.
Dieser ist aber nun endlich auch fertig und nun läuft die Kamera (auch Temperaturgeregelt) ohne Probleme - beim ersten Test beschlägt auch der Sensor nicht.
Anbei das erste Einzelbild 900s 1600ISO Ha bei -20°C Peltiertemperatur von heute Nacht (hätte noch länger belichten können):

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/Ha_900s_1600ISO_-20C.jpg



CS Tobias

PS Natürlich muss es irgendein Problem geben ;) - mein Guiding läuft gerade nicht richtig...
PPS @Markus: Sag einfach Bescheid, wenn du Zeit hast, oder hast du ihn schon erfolgreich debayert?
 
Hallo nochmals,
so habe nun schnell mal M42 ohne jegliche Korrekturbilder gestackt (NGC2244 war mit 15min Lights nicht ordentlich belichtet und so lange lief das Guiding nie glatt, daher musste M42 herhalten).
- die AR-Schicht auf dem CMOS scheinen unterschiedlich gut für die verschiedenen Farben zu funktionieren -> ich muss für jeden Filter Flats anlegen
- irgendwo habe ich eine Verkippung, die sich besonders bei Hb (blau) durch eine Reflexion des Sterns, der dann nicht mehr mittig ist, bemerkbar macht :(. Hat jemand eine Idee, wie ich das schnell eingrenzen kann?

Nutzt jemand Gimp 2.9 zur Verarbeitung der gestackten Bilder? Irgendwie komme ich damit noch nicht so recht klar - Tipps? CS 5 kann ja leider nicht gescheit mit 16bit umgehen… und ne neuere Version oder PI ist mir deutlich zu teuer.

Sonst bin ich aber eigentlich mit dem Bild für 2Std Belichtungszeit zufrieden, zumindest zeigt es, dass Schmalband mit einer monochromen DSLR möglich ist - jetzt fehlen noch die Korrekturbilder und EDV-Übung:
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/M42_1.jpg

Cs Tobias
 
Hi,

Deine technische Begabung und Dein Ehrgeiz in Ehren, aber das Bild von M42 sieht schrecklich aus. Was hast Du denn da gemacht?
Wenn Du die Bilder gestackt hast dann bearbeite erst mal in Fitswork. Da kann man schon ganz gut entrauschen (wavelet) und weiß,grau und schwarzwert setzen. Dann strecken und raus zu einem tiff. Erst dann kommt gimp (komme ich nicht mit klar) oder PS.

So nun zu meinem Debayer gedönz. Ich wollte mir ne zweite 600D debayered gekühlt bauen. Alle Teile zu Hause, zum Glück auch noch ein Ersatzsensor vom nem Wasserschaden. Also hab ich mich ans Werk gemacht und den 600er Sebsor debayered. Leider ging das überhaupt nicht so gut wie bei der 40D. Ich habe einen tiefen Kratzer in den Sensor gemacht. Trotzdem habe ich ihn getestet, aber der macht absolut kein Stich mehr. Nun denn dahcte ich mir, ich habe ja auch schon eine brauchbare h-alpha Aufnahme vom Elefantenrüssel mit der RGB Eos gemacht. Also hab ich den guten Sensor eingebaut und mir daraus eine normale gekühlte gebaut.
Ich bin mit dem Ergebniss sehr zufrieden. Keinerlei externe Elektonik! Keine Extra Buchse für die Stromversorgung:

Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/img0763tegamcwi14.jpg

Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/image112tcqixg0k.jpg

Der Biltz wurde komplett ausgebaut. Da drin ist jetzt das Oled. Leider wurde der Blitz vom Auslösermotor entriegelt was aber mit deaktiviertem Blitz nicht mehr ging. Also hab ich die Mechanik ausgebaut und das ganze mit einem kleinen Neodymmagneten ausgestattet. So kann man das ganze öffen (wird von ner Feder offen gehalten) und schließen ohne den Motor.

Desweiteren sind diverse Temperatursensoren, Shunts, Spannungsteiler zum überwachen der Spannungen und errechnen der Leistung und ein Feuchtigkeitssensor verbaut. Dazu noch ein kleiner Arduino. Auch der Buck-Regler ist IN der Kamera verbaut. Basis dazu ist ein MP1584 ein fieses kleines IC. Kann aber bis 3 Ampere im Buck und das bei 1Mhz Schaltfrequenz. Die LEsitung kann von außen eingestellt erden. Die Kamera wird vom Buck nicht beeinflusst. Strom bekommt die Kühlung über die Mikofonbuchse der Kamera.

Ansonsten hat die Kamera die gleichen Daten wie die letzte die ich gebaut habe. Alles in allem ein sehr frickeliger Umbau. Ich habe ein paar Meter Lackdraht als Datenleitungen in der Kamera verlegt und jeden mm² freien Raumes für die zusätzliche Elektronik ausgenutzt.

Gruß Markus

p.s. will mir jemand ein 600D sensor debayern?
 
Hallo Markus,
erstmal schon zu hören, dass du es geschafft hast eine zweite 600D zu kühlen. Deine Lösung sieht sehr professionell aus!
Zu deiner Kühlung: Dein Buck klingt sehr nett... hast du die Schaltung selbst designet oder hast du eine Fertige genommen? Wie hast du denn dann die Steuerung implementiert - sprich den Poti ersetzt? Filterst du den Strom noch zusätzlich? Welchen Arduino hast du verbaut? Insgesamt sieht dein Umbau wirklich gut aus - ich habe es mit "Feinmechanik" leider nicht so recht - überlege mir aber auch, ob ich meine Kamera nochmals anders kühle (weniger Gewicht) und meine 450d (rgb) nicht auch kühlen sollte. Hast du dieses Mal die elektrische Isolierung mit diesem Modellbau-Gummi gemacht?

Zu dem debayern: Das tut mir leider - aber ich habe ja auch ein paar Chips versaut - hatte aber bis jetzt nur einen total Ausfall, bei dem ich einen Golddraht durchtrennt hatte. Kannst du den Grund deines Chipausfalls näher eingrenzen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der CMOS fast nicht tot zu bekommen ist… Was muss man denn für einen neuen CMOS bezahlen - meine lagen so bei 30€ gesamt, sodass ein weiterer Versuch bezahlbar blieb. Allgemein muss ich sagen, dass es eine enorme Streuung in der "Debayerisierbarkeit" der COMOSs einer Serie zu geben scheint. Manche lassen sich super debayern und man erhält eine homogene Fläche, andere bekommen bei der gleichen Methode tiefe Kratzer...?!

Zu meinem Bild: Es ist und sollte kein hübsches Bild werden ;) , sondern vor allem mir zeigen, ob soweit alles klappt. Dafür waren das Seeing und die Windböen an dem Abend deutlich zu stark, woraus sich zu viele verguidete oder verschmierte Bilder ergaben. Außerdem bin ich etwas von der Belichtungszeit entgeistert, die ich bei diesen Filtern an meinem 80iger Apo aufwenden muss um genügend Signal auf dem Chip zu haben. Zu der Verarbeitung... die Bilder sind nur schnell (und etwas fehlerhaft) mit dcraw debayert, da DSS sonst meine CR2 falsch versteht. Des weiteren sind KEINE Korrekturbilder verwendet worden -> besonders Flats sind scheinbar nötig, da der Chip leider nicht ganz homogen auf die jeweiligen Wellenlängen reagiert --> es ergibt sein ein inhomogener Hintergrund, der sich auch nicht so einfach entfernen lässt. Zusätzlich gehöre ich zu den Leuten, die nicht so gerne "Malen", sprich ich wende bei meinen Astrofotos eigentlich immer nur eine Histogrammkorrektur in Form von Schwarz/Weiß-Wert und Gradationskurven an. Eine anschließende Rauschfilterung oder gar Masken habe ich bis jetzt nie verwenden müssen / wollen. Das Bild wurde von mir nur auf die Schnelle aus den 3 sw-Bildern in Gimp zusammen gesetzt und das noch nicht mal auf einem kalibrierten Monitor.... insofern ist es für mich nicht verwunderlich, dass es grauslig aussieht ;). Dennoch hoffe ich, dass ich die Bildbearbeitung komplett im Gimp 2.9 machen kann, da ich dann Alles unter Linux (ich stacke normalerweise mit Theli) bewerkstelligen kann. Gimp 2.9 kann nun mit 64bit je Farbkanal umgehen, sodass ich keinen Vorteil zu Fitswork sehe – allerdings muss ich gestehen, dass ich mit Fitswork nie ganz warm geworden bin.

CS Tobias
 
Hi,

das mit Deinem Test war nicht ganz ernst gemeint. Ich hatte ja gelesen das es nur ein Test war und wollte etwas frotzeln...

Nun ein Sensor für die 600D ist nicht so einfach aufzutreiben. Am günstigsten ist es wenn ich eine defekte kaufe. Die kann man manchmal deutlich unter 100 Euro bekommen. Wenn ich mir aber so das Wetter der letzten Wochen/Monate anschaue dann verfolge ich das Thema erst mal nicht mehr weiter. Ich bleibe bei meiner RGB gekühlten 600er.

Die Schaltung mit dem besagten IC kaufst Du deutlich günstiger wie selbst zu machen. Die fertige Platine kostet gerade mal 2 Euro! Das IC an sich hat einen enable Eingang, oder ein Sensoreingang der von 0 bis 0,8 Volt steuerbar ist. Damit kann man gut arbeiten. Aber eine Steuerung habe ich dafür noch nicht implementiert. Ich glaube der Speicher des arduinos reicht eh nicht. Die u8glib benötigt schon recht viel. Und mit ner anderen Library bekomme ich das billig Oled nicht angesteuert. Mir ist das eigentlich auch egal. Darks mache ich eh keine. Aber vielleicht teste ich es doch mal ob das noch was bringen würde. Alleine mit dem Enable Eingang könnte ich auf 0.5 Grad genau kühlen. Gefiltert wird am Ausgang nichts mehr wozu auch, da hängt ja nur das Peltier dran.

Und ja, die Isolierung ist mit dem Revell Color Stop gemacht. Einfach super das Zeugs. Drüber pinseln und ein paar stunden warten. Danach ist das durchsichtig und an einem Stück wieder abziehbar falls nötig! Das Zeug hat den Riesenvorteil das Du es auch über die Flachbandbuchsen machen kannst.

Wenn Du noch eine DSLR kühlst denk dran die guten Peltiers zu nehmen. Ich habe gerade am Wochende wieder mit nem günstigen China getestet. Gleiche Bauart und Leistung wie die Quick-Cool. Aber bei gleicher Leistung kühlt das Quick-Cool knapp 15 Grad weiter runter...

Gruß Markus
 
Mir ist so langsam etwas langweilig, daher habe ich die Canon mal etwas anders Fotografiert:

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-119-e004.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-11a-c850.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-11b-c1e3.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-11c-7810.jpg

Die Kamera ist jetzt fertig. Gestern Abend hab ich sie entgültig zusammengebaut. Die Software ist auch soweit feritg. Ist aber ne ziemliche Frickelei. Ich bin halt nicht der Programmierer...jetzt fehlt nur noch das gute Wetter.

Gruß Markus
 
Wahnsinn Markus, ich meine, ich habe schon 3 oder 4 IR Sperrfilter ausgebaut. Das ist ja alles noch ohne weiteres Know how machbar. Aber dein letzter Mod ist schon sehr cool. Wirklich toll umgesetzt.
Wie hast du die Cam so in Szene gesetzt? Das Gefällt mir gut.

Tobias, auch bei dir hat sich die Mühe gelohnt. Finde ich super das es mutige und versierte Bastler wie euch gibt. Macht Spaß hier mit zu lesen.
Grüße
Mark
 
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