Hallo Markus,
erstmal schon zu hören, dass du es geschafft hast eine zweite 600D zu kühlen. Deine Lösung sieht sehr professionell aus!
Zu deiner Kühlung: Dein Buck klingt sehr nett... hast du die Schaltung selbst designet oder hast du eine Fertige genommen? Wie hast du denn dann die Steuerung implementiert - sprich den Poti ersetzt? Filterst du den Strom noch zusätzlich? Welchen Arduino hast du verbaut? Insgesamt sieht dein Umbau wirklich gut aus - ich habe es mit "Feinmechanik" leider nicht so recht - überlege mir aber auch, ob ich meine Kamera nochmals anders kühle (weniger Gewicht) und meine 450d (rgb) nicht auch kühlen sollte. Hast du dieses Mal die elektrische Isolierung mit diesem Modellbau-Gummi gemacht?
Zu dem debayern: Das tut mir leider - aber ich habe ja auch ein paar Chips versaut - hatte aber bis jetzt nur einen total Ausfall, bei dem ich einen Golddraht durchtrennt hatte. Kannst du den Grund deines Chipausfalls näher eingrenzen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der CMOS fast nicht tot zu bekommen ist… Was muss man denn für einen neuen CMOS bezahlen - meine lagen so bei 30€ gesamt, sodass ein weiterer Versuch bezahlbar blieb. Allgemein muss ich sagen, dass es eine enorme Streuung in der "Debayerisierbarkeit" der COMOSs einer Serie zu geben scheint. Manche lassen sich super debayern und man erhält eine homogene Fläche, andere bekommen bei der gleichen Methode tiefe Kratzer...?!
Zu meinem Bild: Es ist und sollte kein hübsches Bild werden

, sondern vor allem mir zeigen, ob soweit alles klappt. Dafür waren das Seeing und die Windböen an dem Abend deutlich zu stark, woraus sich zu viele verguidete oder verschmierte Bilder ergaben. Außerdem bin ich etwas von der Belichtungszeit entgeistert, die ich bei diesen Filtern an meinem 80iger Apo aufwenden muss um genügend Signal auf dem Chip zu haben. Zu der Verarbeitung... die Bilder sind nur schnell (und etwas fehlerhaft) mit dcraw debayert, da DSS sonst meine CR2 falsch versteht. Des weiteren sind KEINE Korrekturbilder verwendet worden -> besonders Flats sind scheinbar nötig, da der Chip leider nicht ganz homogen auf die jeweiligen Wellenlängen reagiert --> es ergibt sein ein inhomogener Hintergrund, der sich auch nicht so einfach entfernen lässt. Zusätzlich gehöre ich zu den Leuten, die nicht so gerne "Malen", sprich ich wende bei meinen Astrofotos eigentlich immer nur eine Histogrammkorrektur in Form von Schwarz/Weiß-Wert und Gradationskurven an. Eine anschließende Rauschfilterung oder gar Masken habe ich bis jetzt nie verwenden müssen / wollen. Das Bild wurde von mir nur auf die Schnelle aus den 3 sw-Bildern in Gimp zusammen gesetzt und das noch nicht mal auf einem kalibrierten Monitor.... insofern ist es für mich nicht verwunderlich, dass es grauslig aussieht

. Dennoch hoffe ich, dass ich die Bildbearbeitung komplett im Gimp 2.9 machen kann, da ich dann Alles unter Linux (ich stacke normalerweise mit Theli) bewerkstelligen kann. Gimp 2.9 kann nun mit 64bit je Farbkanal umgehen, sodass ich keinen Vorteil zu Fitswork sehe – allerdings muss ich gestehen, dass ich mit Fitswork nie ganz warm geworden bin.
CS Tobias