deepsky Fotografie mit Dobson

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Nachdem ich ja seit geraumer Zeit das Thema von Sebastian/Counterfeiter mit meinen Foto-Versuchen etwas „zugespammt“ habe, dachte ich mir es ist vielleicht besser ein eigenes Thema „Fotografie mit Dobson auf EQ Plattform“ zu starten.

Wie erwähnt habe ich hier und auf den folgenden Seiten schon einiges zur Plattform geschrieben: Polausrichtung mit Dobson EQ Plattform - Welche Möglichkeiten gibt es?

Das Teil ist kurz zusammengefasst ein von mir entwickelter Eigenbau, der Antrieb der beiden Achsen erfolgt über zwei Nema 17 Motoren die von einem Arduino mit CNC shield gesteuert werden.

Die Konstruktion besteht aus 3D-Druck- sowie wasserstrahlgeschnittenen Teilen, in Kombination mit „oldschool“ Maschinenbau, also von Hand zugeschnittenen/gebohrten und verschraubten bzw. verschweißten Profilen, Blechen und Vollmaterialabschnitten aus Stahl und Aluminium.

Beim Teleskop handelt es sich um einen 10“ f/5,6 Dobson von Grab Astro Tech (GAT Telescopes). Genauer gesagt um ein Gerät des Herstellers Discovery aus USA, diese Teleskope wurden von Grab in den 1990er Jahren in Deutschland vertrieben.

Rein äußerlich eher ein Oldtimer, aber mittlerweile kann man damit noch deutlich mehr machen als auf der Dobson Montierung visuell beobachten. Ich selber hab nämlich ne ganze Menge Extras eingebaut ;-)

Ich möchte erwähnen dass das ganze ein „low budget Projekt“ für den Spaß am basteln ist, und so liegt der Fokus auf Eigenbau und gebraucht-Teilen.

Komponenten:

- EQ Plattform, beide Achsen angetrieben (Eigenbau)

-Kamera Eos 550d (gebraucht)

-Komakorrektor Explorer Scientific HR (gebraucht)

-Lacerta Mgen Autoguider (gebraucht)

- Astronomik MC Klarglasfilter (neu gekauft, Umbau der Kamera durch mich)

-Astronomik CLS CCD Clipfilter (gebraucht)

- Fadenkreuzokular zum ausrichten der Plattform (gebraucht)

Einige Teile hab ich auch komplett aus Reststücken gebaut, so wie eine Bahtinov Maske, oder die hier beschriebene Spiegelzelle, die den Hauptspiegel so versetzt das die Kamera in den Fokus kommt: DSLR Empfehlung

Soviel zur Theorie. Im folgenden will ich das eine oder andere Foto vorstellen das mir gelungen erscheint, und das ich natürlich mit diesem Setup gemacht habe.
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Den Anfang macht diese Aufnahme, die ich am 15. Februar von meiner Terrasse aus gemacht habe.

Auf die Beschreibung des Objekts kann ich wohl wegen ausreichender Bekanntheit verzichten.

Das Bild entstand aus 35 Aufnahmen zu je 60 Sekunden bei ISO 1600.

Für den Zentralbereich hab ich noch 10 Aufnahmen zu 10s gemacht, das hat allerdings nicht so gut funktioniert und eine Sekunde Belichtungszeit hätte wohl gereicht.

Die Sicht war klar bis zum Horizont runter, allerdings relativ viel Feuchtigkeit in der Luft.

Stacking in Siril mit „no dbf“ Skript (also keine darks, bias, flats). Die dithering Funktion des mgen war allerdings an.

Am fertigen Bild habe ich in Gimp, darktable und mit der Fotobearbeitungsfunktion vom Iphone noch etwas rumgebastelt.

Die Farben sind eher kräftiger, allerdings ist dass das Ergebnis nach photometrischer Farbkalibrierung und Bearbeitung, ohne das ich die Sättigung erhöht hätte. Ich hab mich deshalb dazu entschieden es so zu lassen.

Ich war überrascht wie viele Details man bei 35 Minuten Belichtungszeit sieht, besonders die Rauchschwaden-artigen Staubwolken. Aber M42 ist halt ein sehr großes und helles Objekt.

Das kein Mond am Himmel war und die Nachbarn ihr Licht auf der Terrasse ausgelassen haben hat vermutlich ebenfalls zum meiner Meinung nach ganz guten Ergebnis beigetragen.





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Hallo,

das ist genau mein Ding, nur bei mir mit dürftiger manueller Plattform und Asi120mc:

Wie lange kannst Du mit deiner Plattform maximal belichten ?
Mit welcher Verwendungsrate ?
Bei mir sind es 2 Sek. mit max. 25%

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger, die Plattform hat einen ST4-Eingang, und ich verwende den Mgen autoguider.

Ich hab dazu hier schon mal ein paar Sachen beschrieben: Polausrichtung mit Dobson EQ Plattform - Welche Möglichkeiten gibt es?

Ohne guiding gehen nur ein paar Sekunden, ca. 2 bis 3 würde ich schätzen.

Mit guiding sind auch 120s möglich, allerdings ist das große Teleskop sehr windempfindlich. Deswegen stelle ich die Belichtungszeit meistens auf 60s ein damit weniger Ausschuss entsteht.

Ausschussrate ist unterschiedlich, beim Orion Nebel habe ich alle Aufnahmen bis auf eine verwendet.

Ein Problem besteht noch darin das die Antriebsrolle bei Objekten tief im Süden ab einer bestimmten Position zum durchrutschen neigt (wenn es quasi wieder „bergauf“ geht).

Wenn das Teleskop nach Süden gerichtet wird wandert der Schwerpunkt eben weg vom Nordlager mit den Rollen, die dadurch entlastet werden. Das geschieht etwa nach 40 Minuten Laufzeit.

Die einfache Lösung wäre zwei größere Hantelscheiben unten in die Rockerbox zu legen.

Ich arbeite aber momentan an einer gummierten Rolle, die sollte das Problem ebenfalls lösen.
 
Deine Aufnahmen sind übrigens echt der Hammer, angesichts der verwendeten Technik :y:

Die EOS 550d kann ich nebenbei bemerkt sehr empfehlen, und gebraucht geht sie schon recht günstig her (211,90€ inkl. Versand auf Kleinanzeigen in meinem Fall, und ein brauchbares Canon Zoomobjektiv war auch noch mit dabei).

Da hättest du gegenüber der 120MC einen deutlich größeren Sensor, und das dunkelrauschen bis ISO 1600 finde ich wirklich sehr erträglich.
 
Ich hatte mir gebraucht eine Canon Eos 1000D mit Tamron 18-200mm Objektiv zugelegt.
Das Handling gefiel mir gar nicht (z.B. ständige Auslösen).
Das Objektiv war für Astrozwecke nicht besonders gut geeignet. So empfindlich fand ich den Sensor auch nicht gerade.
An den 12" Dobson habe ich die Kamera erst gar nicht adaptiert. Komme mit der Asi120mm ja gerade so in den Fokus.
Einen Umbau traue ich mir da nicht zu. Also HS weiter nach innen versetzen kommt für mich nicht in Frage.

Gruß,
Holger
 
Ohne versetzen des Hauptspiegels (durch welche Methode auch immer) wird es natürlich schwierig.

Die 1000d hab ich persönlich nie getestet, aber nach dem was ich gelesen habe ist die 550d recht beliebt für Astrofotografie.

Die Steuerung der Kamera mache ich über den mgen, das klappt super. Davor hatte ich magic lantern installiert, davon war ich aber nicht so richtig begeistert.
 
Hallo Simon,

Dein Beitrag ist schon revolutionär. Ich drücke Dir die Daumen, über Nacht auch einmal viele 120er- oder gar 180er-Lights erstellen zu können, es dürften sich hochinteressante Aufnahmen sehen lassen. Wünsche Dir mit diesem Ansatz viel Erfolg!

Viele Grüsse

Markus
 
Sehr schön, dein Aufbau und dein Bild ist auch klasse geworden.
Zur Belichtungszeit: Wenn 1 Minute geht, dann geht doch bei so wenig Ausschuss auch mehr oder? Ich hatte leider zuletzt einen 3“ RMS Guidingfehler im PHD stehen. Mein Orionnebel sah ganz okay aus, aber die Sterne sind natürlich recht groß geworden. Ich werde jetzt noch eine bessere Guiding-Kamera probieren. Ich halte es ähnlich wie du und komposer: der Weg ist das Ziel und dazu hatte ich mir erstmal eine Philips Webcam für 5 € auf Long Exposure ungelötet. Hat natürlich seine Grenzen und ich vermute hier eine Schwachstelle, da ich immer komische Pattern auf dem Sensor sehe.

VG
Sebastian
 
Hallo Simon,

Dein Beitrag ist schon revolutionär. Ich drücke Dir die Daumen, über Nacht auch einmal viele 120er- oder gar 180er-Lights erstellen zu können, es dürften sich hochinteressante Aufnahmen sehen lassen. Wünsche Dir mit diesem Ansatz viel Erfolg!

Viele Grüsse

Markus

Danke für die lobenden Worte Markus, ich muss aber zugeben dass ich das Rad quasi nicht ganz neu erfunden, sondern in Grundzügen schon auch kopiert habe.

Das mechanische Design ist stark angelehnt an diesen US-Hersteller: Equatorial Platforms: Home Page

Ich habe vor dem Bau viel im Internet recherchiert und dabei bin ich auch auf solche Ergebnisse gestoßen, die mit den Plattformen des genannten Herstellers erreicht wurden: Tom Osypowski Äquatorialplattform

Die Unterschiede bestehen hauptsächlich darin das ich Schrittmotoren statt Gleichstrommotoren verwende, und über die Arduino Steuerung noch 4 induktive Endlagenschalter eingebunden habe, damit der Antrieb stoppt bevor irgendwas ansteht. So kann man die Plattform unbeaufsichtigt laufen lassen.

Und mein Schwenkrahmen ist aus Stahlprofilen statt Aluminium, und während die Grundplatte bei mir aus einer dicken Alu Platte wasserstrahlgeschnitten wurde besteht sie beim Kollegen aus verschweißten Aluprofilen.

Sonst sind die Ähnlichkeiten schon recht groß. Aber gut kopiert ist ja bekanntlich halb gewonnen.

Was ich bei mir allerdings schon als Vorteil sehe ist die in C programmierbare Steuerung, die theoretisch eine Funktionserweiterung zulässt. So könnte man die beiden Achsen der Rockerbox ebenfalls motorisch antreiben, und dadurch sowas wie einen „full-goto“ Dobson umsetzen. Dann wäre ein komplett ferngesteuerter Betrieb möglich.

Letzte Nacht ist leider nicht so viel gegangen. Ich musste noch anderweitigen Verpflichtungen nachkommen, deswegen bin ich danach nur von ca. 23:00 bis Mitternacht eine Stunde draußen gewesen weil heute wieder arbeiten anstand. Irgendwie ist viel zu selten Neumond und klarer Himmel wenn man Zeit hat und am nächsten Tag ausschlafen kann :-(

Ein paar Aufnahmen habe ich gemacht, mal sehen was da rauskommt.

Sehr schön, dein Aufbau und dein Bild ist auch klasse geworden.
Zur Belichtungszeit: Wenn 1 Minute geht, dann geht doch bei so wenig Ausschuss auch mehr oder? Ich hatte leider zuletzt einen 3“ RMS Guidingfehler im PHD stehen. Mein Orionnebel sah ganz okay aus, aber die Sterne sind natürlich recht groß geworden. Ich werde jetzt noch eine bessere Guiding-Kamera probieren. Ich halte es ähnlich wie du und komposer: der Weg ist das Ziel und dazu hatte ich mir erstmal eine Philips Webcam für 5 € auf Long Exposure ungelötet. Hat natürlich seine Grenzen und ich vermute hier eine Schwachstelle, da ich immer komische Pattern auf dem Sensor sehe.

VG
Sebastian

Danke auch dir fürs Lob Sebastian, was die Belichtungszeit angeht habe ich auch schon überlegt wieder etwas mehr zu riskieren nachdem es jetzt relativ gut läuft.

Wobei es schon unterschiedlich ist, so gut wie bei der M42 Serie ist es nicht immer. Es ist halt ärgerlich wenn ein paar „verzitterte“ Aufnahmen dabei sind, und dann gleich etwa ein Drittel der Serie unbrauchbar wird bei 120s.

Wegen guiding: ich hatte ja auch erstmal überlegt PHD2 einzusetzen. Allerdings hab ich schnell rausgefunden das die standard-ASI120 mit off axis guider eher demotivierende Ergebnisse liefern soll, und deshalb hab ich gleich nach einer gebrauchten Kamera mit größerem Sensor geschaut.

Dabei habe ich dann den Mgen über Kleinanzeigen für 255€ gefunden, was sich schon als Glücksfall herausgestellt hat.

Am Anfang hab ich das Teil verflucht, aber nachdem ich kapiert hatte wie es arbeitet muss ich sagen das es schon sensationell gut funktioniert. Sobald man ein Mal „drin“ ist in der Bedienung liefert es reproduzierbar gute Ergebnisse.

Ich bin mir sicher das der Mgen einen nicht unerheblichen Anteil daran hat das die Plattform jetzt so gut läuft.

Also beim guiding würde ich nicht sparen. Ich denke mit einer besseren Kamera tust du dir auf jeden Fall deutlich leichter mit PHD.

Der zweite echt geniale Punkt ist die Steuerung der EOS, die der Mgen ermöglicht. Um Welten besser als magic lantern, und das ich keinen Laptop mit aufbauen muss sehe ich als riesen Vorteil. Jeder Handgriff weniger beim Aufbau maximiert die Zeit die man dann zum Fotografieren hat.
 
Ja, die Utopia website war auf jeden Fall eine maßgebliche Motivation für den Bau der Plattform :y:
 
Bedingt durch Wetter, früh aufstehen und technische Probleme mit der Ausrüstung ging die letzten Monate nicht so viel wie erhofft. Aber ein bisschen was geht bekanntlich immer.

NGC 4565: 143 x 60s bei ISO 1600, verteilt auf die Nächte vom 11. und 21. April, sowie den 21. Mai. Leider meist schlechte Sicht durch Dunst/ Schleierwolken.

M51: 112 x 60s bei ISO 1600 am 25. und 27. Mai, sowie 7. und 9. Juni. Mondlicht störte teilweise schon sehr, und im Mai ebenfalls nur mäßig klare Sicht.

dithering Funktion vom Mgen war aktiv, stacking in Siril wieder mit „without dbf“ Script (ohne darks, bias, flats)

Die dunklen Ränder die sich durch das stacking von leicht verschobenen Bildausschnitten ergeben sind weg geschnitten.

Bearbeitung in Siril und Gimp. Also auch wieder nur sehr grundlegend, ohne irgendwelche ausgefeilten Tricks bzw. Software auf Basis neuronaler Netze, um dem „low budget“ Ansatz gerecht zu werden.

Die Motive selbst bedürfen wohl keiner großen Erklärung, da sie schon oft fotografiert wurden. Wenn auch vermutlich noch nicht ganz so oft durch ein Teleskop mit Dobson Montierung ;-)
 

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Ich habe die Plattform im Juli weiter technisch verbessert (Antriebsrolle aus Aluminium, Hebel-Mechanik um den Druck auf die Antriebsrolle einstellen zu können, und was den größten Einfluss hatte: Rollenstößel für den Nockentrieb der Deklinationsachse, wodurch die Reibung gewaltig reduziert wurde).

Dadurch läuft die Plattform jetzt richtig gut.

Tatsächlich konnte ich dann auch gleich drei klare Nächte im Juli nutzen für diese Aufnahme von NGC 6888.

Der allseits bekannte Sichelnebel im Schwan ist ein Emissionsnebel, der aus der äußeren Hülle eines Wolf-Rayet Sterns entstanden ist. Diese massereichen Sterne stoßen große Mengen Materie in ihre Umgebung ab. Etwa 4700 Jahre war das Licht von dort unterwegs, bis es in den Nächten vom 9., 14. und 15. Juli auf den Sensor der EOS getroffen ist.

Belichtet habe ich 146 x 60s bei ISO 1600.

Leider habe ich hier trotz eigentlich noch guten Verhältnissen (bortle class 4) mit viel Streulicht durch die LED Strahler an den umliegenden Bauernhöfen und Handwerksbetrieben die ganze Nacht über zu kämpfen. Das führt zu starken Gradienten bei längeren Aufnahmeserien, wodurch schwache Strukturen kaum noch herauszuarbeiten sind.

Im vorliegenden Fall musste ich den Hintergrund stark glätten (GraXpert hat sich bewährt), und die intensive Bearbeitung hat leider zu einem hässlichen Streifenmuster geführt. Vermutlich helfen nur schmalbandige Filter hier weiter.

Ich bin schon schwer am überlegen ob ich den Astronomik H Alpha 6nm Clipfilter für die EOS bestellen soll, allerdings kostet der immerhin ca. 20% vom Preis meiner gesamten bisherigen Astrophoto-Ausrüstung.

Die Bearbeitung habe ich neben GraXpert mit Siril 1.2.0 gemacht, wovon ich ziemlich begeistert bin. Besonders die neue Dekonvolution ist richtig stark.

Außerdem habe ich Darktable und Gimp verwendet, sowie Starnet++.

Ich bin somit also von dem Pfad abgekommen die Bearbeitung ohne „KI“-basierte Software zu machen, aber immerhin alles noch mit Freeware ;)


Was mir leider nicht so gut gefällt ist die Tatsache das durch die Klemmung des Explore Scientific HR Komakorrektors bei den meisten Aufnahmen eine mehr oder weniger starke Verkippung entsteht. In der oberen Bildhälfte (v.a. links) zeigen die Sterne radial zur Mitte. Da muss ich nochmal schauen wie man das Teil besser im Okularauszug zentrieren kann.


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Ist die Aufnahme eigentlich geguidet? 60s sind schon extrem viel für eine EQ Plattform. Meine schafft gerade mal 2s. Guiding bringt eigentlich wenig, da das Problem weniger Drift sondern der raue Lauf ist. Ich will da jetzt auch mal den Antrieb neu machen. Meine läuft ganz einfach über eine Zahnstange und ein Zahnrad mit einem EQ2 Motor. Vor allem das Zahnrad und die Federkupplung zum Motor habe ich im Verdacht. Dem Motor traue ich auch nicht über dem Weg. Diese raue Bild beim Beobachten kenne ich auch von meiner Uralt EQ4 Montierung. Das Zahnrad werde ich jetzt durch eine Gewindespindel und den Motor durch einen Nema 17 Schrittmotor und Arduinosteuerung ersetzen. Mal sehen, was das bringt.

Es geht aber auch gut mit den kurzen Belichtungen. Allerdings halt nicht mit einer DSLR. Hier sind Links auf ein paar Bilder, die ich mit meiner Plattform und Dobson gemacht habe. Beides Selbstbau.

Die Streifen kommen weniger vom Streulicht. Schlimmer als bei mir kann das nicht sein. Mein Himmel ist Bortle 4-5 und mir leuchten immer mehrere LED Straßenlampen direkt aufs Teleskop. Das kommt eher von der Drift oder vom Banding der Kamera. Gegen ersteres würde Dithern helfen...falls das bei dir geht. Gegen letzteres hilft eigentlich nur länger belichten, damit der Himmelshintergrund das zudeckt. Mit Darks bekommt man das schwer in den Griff, weil das Banding sich von Bild zu Bild unterscheidet. Der Mondsichelnebel liegt aber im Wasserstoffmeer des Schwan. Das ist bei schon angedeutet. Evtl. sind also nicht alles Gradienten, was du im Bild hast.

Mit ein paar Kniffen in der Bildbearbeitung kann man das Problem aber deutlich reduzieren. Man zahlt dafür allerdings immer einen Preis in den dunkelsten Bereichen des Bildes. Ich hab mal bei dir ganz simpel die dunkelsten Pixel selektiv etwas angehoben. Man muss mit der Methode etwas aufpassen, dass die Übergange zu den helleren Teilen nicht zu abrupt werden. Alternativ kann man den Hintergrund im Histogramm beim Strecken auch einfach fixieren sobald die Effekte sichtbar werden.
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Einen Schmalbandfilter würde ich persönlich nicht empfehlen. Natürlich ist der Kontrast viel besser, weil weniger Signal aus dem Hintergrund kommt. Aber dein Kamerasignal bleibt gleich. D.h. wenn du nicht länger belichten kannst, um das auszugleichen, dass zerstört deine Drift oder Banding dir den Hintergrund genauso und beim Strecken verlierst du auch wieder die schwachen Bereiche. Probieren kannst du es ja mal, ich glaube allerdings nicht, dass es deine Probleme löst. Besser wäre da eine Kamera, die ein absolut ebenes Dark hat.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Joachim, ja das guiding hat von Anfang an der Lacerta MGEN übernommen. Wenn man mal gelernt hat mit dem Gerät umzugehen und seine Eigenheiten kennt dann ist das Teil schon genial. Vor allem weil es auch die Belichtungssteuerung der EOS übernimmt, sowie das dithern.

Mehr als 60s sind möglich, auch bei 120s werden die Sterne noch rund. Allerdings ist das große Teleskop immer etwas anfällig für „verwackeln“ bei Wind, und bei 60s ist die Ausschussrate dadurch meist niedriger.

120s wären mit Schmalbandfilter sicher nötig. Dadurch das die Plattform jetzt wirklich gut läuft denke ich dass das praktikabel funktionieren sollte. Wenn es das Wetter zulässt werde ich mal eine Serie mit 120s oder mehr aufnehmen zum testen.

Hier und auf den folgenden Seiten findest du übrigens viele Details zur Technik der Plattform mit Antrieb über Nema 17 und Arduino: Polausrichtung mit Dobson EQ Plattform - Welche Möglichkeiten gibt es?

Entscheidend war jetzt noch die Reibung im Nockentrieb für die Deklinationsachse zu reduzieren. Das geschieht über einen Rollenstößel, die Rolle ist ein Miniaturkugellager welches über einen Stift fixiert wird. Außerdem kann der Anpressdruck der Antriebsrolle über einen Hebelmechanismus eingestellt werden (die Teile sollte ich mal lackieren). Im Anhang Fotos sowie Screenshots vom CAD Modell, da erkennt man die Funktion etwas besser.

Was du mit der Astrokamera und der Plattform erreichst ist schon sehr beachtlich!
Mir sind die Schwächen der DSLR bewusst, und ich verwende grundsätzlich die „banding reduction“ in Siril was zunächst auch gute Ergebnisse zu liefern scheint. Das feine Streifenmuster ist dann im Verlauf der weiteren Bearbeitung entstanden.

Ich habe schon überlegt das dithering im MGEN aggressiver einzustellen. Gegen das Rauschen bei hohen Temperaturen hilft das natürlich auch nichts. Das sind halt die typischen DSLR Probleme.

Die Idee mit dem Schmalbandfilter war dass das trennen der schwachen, flächigen Nebelstrukturen wie hier im Hintergrund von den Gradienten durch die LED Beleuchtung möglich werden sollte. Dazu sehe ich momentan nämlich keine Möglichkeit. Ein dual bald Filter wäre ideal, aber als Clip Filter für die EOS 550D gibts den nicht, und wenn ich den vor dem off axis guider im Komakorrektor einschraube dann finde ich gar keine Leitsterne mehr.

Natürlich würde es mich sehr interessieren was Teleskop und Plattform mit einer gekühlten Kamera mit Sony IMX571 leisten würden.

Allerdings hat mein komplettes Foto-Setup mit der Plattform, Kamera, MGEN, Komakorrektor und allen Kleinteilen zusammen etwa 1550€ gekostet, da wäre so eine gekühlte Astrokamera und geeigneter Laptop zur Steuerung schon ein großer finanzieller Schritt über den ich gut nachdenken müsste :unsure:

Was ich außerdem sehr schätze ist der sehr schnelle Aufbau und „standalone“ Charakter der DSLR. Ich habe festgestellt das die Häufigkeit der Nutzung bei mir sehr stark abhängt von der Zeit die ich für den Aufbau benötige.

Aber wie gesagt, das was mit modernen Astrokamera möglich ist wäre schon sehr verlockend.

Ich sehe du verwendest auch Siril? Die zwei von dir beschriebenen Methoden kannte ich noch nicht, das erscheint mir aber sehr geeignet um meine noch etwas kruden Bearbeitungstechniken zu erweitern ;-)
 

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Natürlich würde es mich sehr interessieren was Teleskop und Plattform mit einer gekühlten Kamera mit Sony IMX571 leisten würden.
Die Kühlung wird außer an wenigen Tagen im Hochsommer nicht den riesen Unterschied machen. Die Kühlung wird erst interessant, wenn man mit Schmalbandfiltern oder an extrem dunklen Orten arbeitet. Denn wenn der Hintergrund extrem dunkel ist, ist es nicht egal, ob der Chip etwas mehr oder weniger rauscht.

Früher war Kühlung noch relevanter als heute, da die Kameras keine ebenen Darks bzw. Verstärkerglühen hatten. Dann braucht man eine konstante Temperatur um die Effekte sauber kalibrieren zu können. Der IMX571 hat aber ein komplett ebenes Dark und Bias. Egal welche Temperatur und Belichtungszeit. Genau wie der IMX533, den ich am Dobson verwendet habe für die Bilder in der Galerie. Das habe ich ausprobiert. Selbst bei 30°C. Dann rauschen die sehr wenig. Der Dunkelstrom ist auch sehr gering. Für deine Zwecke reicht auch eine Ungekühlte, wenn sie einen Chip ohne Verstärkerglühen hat. Vom IMX533 gibt es auch einige ungekühlte Varianten, vom IMX571 so viel ich weiß nicht.

Der Aufbau ist eigentlich auch simpel. Kamera ins Teleskop stecken, USB Kabel ans Laptop, z.B. Sharpcap öffenen, Kamera verbinden. Das wars. Das Auflagemaß ist gering, T2 Gewinde ist schon in die Kamera integriert, Filter kann man einfach vorne reinschrauben. Da passt auch der OAG noch zwischen Kamera plus Filter. Ich habe sogar Filterrad und OAG vor den Astrokameras an meinem EQ Setup. Am Ende muss ich dann gestehen, dass Astrokameras mit Programmen wie NINA einfach besser funktionieren. Das ist halt einfach dafür gemacht.
 
Deinem letzten Satz kann ich uneingeschränkt zustimmen, bzw. kenne ich die Limitationen bei der DSLR nur zu gut und sehe wie viel besser das bei Aufnahmen von Astrokameras funktioniert.

Kein Rauschen bei 30 Grad klingt wirklich sehr beeindruckend. Bei der EOS merkt man schon einen krassen Unterschied. Jetzt im Juli hatte es zum Teil noch über 20 Grad nach Mitternacht, und z.B. die Aufnahme von M42 ist damals bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt entstanden, was für total „glatte“ frames gesorgt hat.

Bei der Chipgröße würde ich allerdings schon ganz gern bei APS-C bleiben, da das abgesehen vom verkippungsanfälligen Komakorrektor mit diesem Setup gut beherrschbar scheint.

Somit wäre der IMX571 wohl die erste Wahl. Wobei das für die paar Nächte im Jahr wo das Wetter die Nutzung zulässt aber schon ein Haufen Geld wäre. Aber mal abwarten was sich ergibt.

Was ich machen werde ist weiter an der Bildbearbeitung zu feilen, ich denke da ich mich erst seit vergangenem Jahr mit der Astrofotografie beschäftige dürfte da noch einiges zu verbessern sein.
 
Am 20. Juli konnte ich die guten Bedingungen mal wieder nutzen. Eigentlich wollte ich NGC 6960 fotografieren, aber der war noch vom Hausdach verdeckt.

Auf der Suche nach einem „Lückenfüller“ habe ich dann festgestellt das knapp über den Bäumen im Süden NGC 6782 im Adler sichtbar ist. Dieser planetarische Nebel hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem bekannteren M57 in der Leier, ist aber nicht so hell. Er ist etwa 3000 bis 5000 Lichtjahre von uns entfernt, und wurde im Juli 1788 von William Herschel entdeckt.

Belichtungszeit 40x 60s. Die Brennweite des Teleskops ist für ein so kleines Objekt relativ kurz, deswegen habe ich das Bild etwas zugeschnitten. Das volle APS-C Format siehe Anhang.

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Details zur Aufnahme siehe hier: NGC 6781
 

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Diesen Planetarischen Nebel gibt es ja auch noch :) Den wollte ich immer mal aufnehmen, hab's aber jedes Jahr wieder vergessen.

Sehr interessanter Lückenfüller auf jeden Fall. Sterne sehen alle gut aus. Deine Plattform läuft wirklich gut. Auflösung ist auch gut.
 
Danke, ja ich bin schon ganz zufrieden mittlerweile. Vor allem funktioniert das ganze auch sehr zuverlässig und ist schnell einsatzbereit.

Plattform raus stellen, Teleskop drauf, kurz einscheinern, MGEN und Kamera dran stecken, scharfstellen mit Bahtinov Maske und dann kann das Ziel über die Starsense App angefahren werden. Dann nur noch MGEN kalibrieren und Aufnahmeserie starten. Für 10“ Öffnung kommt man vermutlich kaum schneller zum Einsatz mit einem mobilen setup, da Montierung und Teleskop zusammen unter 20kg wiegen.

Einzig das manuelle Ausrichten des Bildausschnitts bei mehreren Aufnahme-Sessions vom selben Motiv kostet manchmal Zeit. „fps override“ in magic lantern hat sich dabei allerdings als hilfreich erwiesen.
 
Nachdem der walisische Astronom Isaac Roberts im Jahr 1888 damit begonnen hat, fotografieren heutzutage unzählige Hobby-Astronomen jeden Sommer den Hantelnebel. Natürlich konnte ich mich dem auch nicht ganz entziehen ;-)

Der 10. auf den 11. August bot sehr gute Bedingungen. Bis zum Mondaufgang hatte ich ein relativ straffes Programm geplant, und somit war nach dem beobachten der bekannten Sommerobjekte mit dem 21mm Ethos und einer Aufnahmeserie von NGC 6960 nur noch etwa eine halbe Stunde Zeit, bis der Himmel durch den Mond für die Fotografie zu hell werden würde.

Daher entstand die M27 Aufnahme aus lediglich 45 Einzelbelichtungen zu je 45s.

Nach dem stacken zeigte sich allerdings das durch die Helligkeit des Objekts bereits einiges zu sehen war. Aufgrund dieser hatte ich auch ISO 800 gewählt. Durch diese Kombination ergab sich bereits mit 34 Minuten Gesamtbelichtungszeit das meiner Meinung nach doch ganz passable Ergebnis, welches ich hier zeige.

Die Form von M27 finde ich bei genauerer Betrachtung sehr interessant. Fast wie das aufgerissene Maul eines Mantarochens oder Wallers, mit den wulstigen „Lippen“. Bemerkenswert auch die dunklen wolkenartigen Strukturen innerhalb des Nebels.

Details zur Aufnahme hier: Messier 27

Das Bild zeigt einen Ausschnitt, das volle APS-C Format befindet sich wieder im Anhang.

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Danke Mike, die Kombination aus geringem Rauschen wegen niedrigerer ISO Zahl, starkem
Signal durch die Helligkeit des Nebels, und der richtig klaren Luft in dieser Nacht haben zu einem Ergebnis geführt das mich angesichts der kurzen Belichtungszeit auch sehr positiv überrascht hat.

Auch die Bearbeitung mit Siril 1.2, GraXpert und Starnet++ hat sich gut eingespielt mittlerweile. Die neue Version von Siril hat mit überarbeiteter Dekonvolution und Entrauschungsfunktion wirklich großes Potential für ein freeware Programm.
 
Ich war in den vielen klaren Nächten die letzten 4 Wochen nicht untätig, und habe dabei unter anderem diese Aufnahme von Messier 16 und dem umgebenden Nebel IC 4703 im Sternbild Schlange erstellt.

Große Bekanntheit hat eine Hubble-Aufnahme der Dunkelwolken im Nebel erlangt („Säulen der Schöpfung“, da sich innerhalb und an den Enden der Säulen neu gebildete Sterne befinden).

2007 wurde durch Aufnahmen des Spitzer Weltraumteleskops im Infrarotbereich erkannt das sich im Nebel eine Wolke aus heißem Staub befindet, die vermutlich der Überrest einer Supernova ist, welche vor 1000 bis 2000 Jahren am Himmel beobachtet werden konnte. Durch die Entfernung von 7000 Lichtjahren ergibt sich das sich die Supernova vor 8000 oder 9000 Jahren ereignet hat.

Es wird davon ausgegangen das diese Supernova die „Säulen der Schöpfung“ bzw. die Dunkelnebel die sie bilden mittlerweile quasi weggeblasen hat. Da wir aber nur den Zustand sehen können wie er vor 7000 Jahren war ist die Struktur auf meiner Aufnahme noch zu erkennen.

Sollte die Menschheit noch lange genug existieren, und die Lichtverschmutzung dann noch solche Aufnahmen zulassen, dann könnte die Veränderung im Adlernebel innerhalb der kommenden Jahrtausende von Astrofotografen festgehalten werden.

Ich selber hatte bei der Erstellung der Aufnahme auch zeitliche Probleme, allerdings eher in die andere Richtung. Dadurch das der Adlernebel von meiner Terrasse aus nur kurz zwischen den Bäumen des Nachbarn sichtbar wird konnte ich pro Nacht (bzw. Abend) maximal zwischen 10 und 25 Minuten belichten. Aus diesem Grund sind die Aufnahmen für die insgesamt 3 Stunden Gesamtbelichtungszeit in 9 verschiedenen Nächten im August und September entstanden.

Durch die teilweise wirklich unglaublich klare Sicht bis zum Horizont runter war damit dieses meiner Meinung nach recht gute Ergebnis möglich.

Die technischen Details habe ich hier nochmal aufgeführt: IC 4703 & Messier 16

Die Aufnahmen haben übrigens gezeigt das die Plattform bei Objekten tief im Südwesten entgegen meiner Erwartungen sogar besser läuft als im Zenit. Der Ausschuss war minimal.

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Die Plattform läuft nach wie vor zuverlässig. In 10 Nächten zwischen 10. August und 20. September habe ich bei passablen bis sehr guten Bedingungen den so genannten Hexenbesen NGC 6960 fotografiert, eine (vermutlich jedem hier bekannte) Struktur in einem riesigen Supernova-Überrest im Sternbild Schwan.

Die gigantische Explosion die den Stern zerfetzt hat ereignete sich etwa um das Jahr 6000 v. Chr. Die Schockwelle welche sich mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Millionen km/h bewegt hat die Überreste des Sterns (also der komplette so genannte Cirrus- oder Schleiernebel) bis heute über ein Gebiet mit 110 Lichtjahren Durchmesser verteilt.

Ich habe insgesamt 228 x 60s aufgenommen. Das Objekt passt wieder ganz gut zur Brennweite des Teleskops, und bei 10“ Öffnung ergibt sich schon eine ganz passable Auflösung.

Die Bearbeitung war etwas zeitaufwändiger. Neben der neuesten Siril Version (unter Anwendung von generalized hyperbolic stretch) kam auch AstroNoiseNet zur Anwendung. Beides hat mir sehr geholfen bei der Bearbeitung.

Weitere Details auf der Galerieseite: NGC6960


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Im Herbst habe ich mit dem Dobson dieses Objekt fotografiert, und dabei gut 5 Stunden Belichtungszeit zusammengebracht.

Es dürfte jedem bekannt sein als „Kokon-Nebel“. Genau genommen zeigt die Aufnahme ja den Emissionsnebel IC 5146, den darin entstehenden Sternhaufen Collinder 470 der den Nebel zum leuchten bringt, und die Dunkelwolke Barnard 168. Der kleine blaue Reflexionsnebel hat die Katalogbezeichnung vdB 147.

Durch die Verwendung einer entsprechend langen Taukappe die ich aus einer schwarzen Isomatte gebastelt habe konnte ich die Streulichtproblematik weitgehend lösen.

Somit waren die Rohdaten recht passabel was Gradienten und Hintergrund angeht, und neben dem Ansatz der länglichen Dunkelwolke Barnard 168 kann man auch noch jede Menge rötlich-braunen Staub erkennen der den leuchtenden Nebel umgibt.

Es kam wieder AstroNoiseNet zum Einsatz, was meiner Meinung nach die Palette an Freeware ganz gewaltig bereichert (auch wenn es offiziell noch nicht fertig entwickelt ist).

Mit dem Ergebnis bin ich was Preis/Leistung der eingesetzten Ausrüstung und Software angeht (nach wie vor komplett mit Freeware bearbeitet) schon ganz zufrieden ;)

Details zur Ausrüstung auf der Galerieseite: IC 5146, Collinder 470, vdB 147

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Hallo Simon,

klasse Aufnahme !
5 Std., das sieht man auch am tollen Ergebnis.
So viel schaffe ich mit meinem manuellen Hebel nicht.;)

Gruß,
Holger
 
Danke Holger, und ich finde deine Belichtungszeiten für die manuelle Plattform schon sehr respektabel.

Ich bin allerdings tatsächlich die meiste Zeit draußen wenn der Dobson fotografiert, und beobachte nebenbei mit meinen beiden Ferngläsern.

Aber 5 Stunden danebensitzen und von Hand nachführen wär mir dann doch zu hart ;)

Wenn man bedenkt dass das in der Zeit vor dem Autoguiding immer nötig war erkennt man erst so richtig welche Leistungen die Fotografen damals vollbracht haben.

Gruß

Simon
 
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