Der MGEN Einstellungs Thread

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Ernie?
wo zum Geier stelle ich in der CGEM die Geschwindigkeit ein?
Ich habe bei der MGEN einen Wert von 0,3? Wo bitte stelle ich denn diesen Wert bei der CGEM ein? Ich habe doch nur die Rate 1-10.

Danke und Gruß
Thomas
 
Thomas,

das machst Du über die Menü - Taste!


Also Menü drücken, dann zu Scope Setup gehen, dann Autoguide Rates und dann zu RA bzw. DEC. Dort stellst Du die gleiche Rate wie beim MGEN ein.

Hier im Handbuch findest Du das auf Seite 25 in einer Grafik der Menuestruktur für "Scope Setup". Die Beschreibung der Autoguider rate ist auf Seite 26 ;)

Hier das Handbuch für Dich: http://www.celestron-nexstar.de/cgem/cgem_anleitung.pdf


Meine Empfehlung: lass die CGEM auf 0,25 in beide Richtungen und stelle im MGEN auch 0,25 ein ;).

Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,
konnte leider nicht früher antworten.
Hier meine Daten:
Brennweite Guide 600mm, o,4 an FS2 ident mit RA und DEC im MGEN.
Je nach Stern Gain 2 -5 bei ca. 1000 bis 2000 ms,wait 1 thresh 10
RA : Num 2 ,Tol. o,10,aggr. 80,mod 2
Dec Num 1 ,Tol. o,10,aggr.110,mod 2 (Backlash in Dec )

Aufnahmeoptik hat 1700mm bei f 5,7
Das nächste Prob siehe MGEN-Thread :schwitz:

LG Jochen

 
Hallo Ernie,hallo an alle
wo seid ihr:help:?
Machen die eingestellten Werte Sinn oder habe ich da überzogen?


LG Jochen
 
hallo Jochen,

nein, sie machen wenig Sinn: Warum die Gain so niedrig stellen und zur Kompensation die Zeit so lang einstellen? Da hast du weniger Korrekturen.

Warum die AG-Geschwindigkeit so niedrig stellen und zur Kompensation die Aggressivität so hoch einstellen? Damit wird das Guiding erratischer.

Probier mal AG speed 0,6 oder 0,75 in FS2 und MGEN, Gain auf 7 setzen und dafür die Belichtungszeit unter 1 Sekunde halten. Dann korrigiert der MGEN auch schneller den Backlash. RA Num auch auf 1 und Aggressivität runter auf 60%, in DEC vielleicht 80% wenn es nötig ist. Mit der Toleranz kannst du sogar ein wenig raufgehen wenn das Setup ins Schwingen kommt, du hast nur ein 3:1 Verhältnis.

lg Tommy
 
:super:
Hallo Tommy,
vielen Dank für die Ratschläge.
Bei der nächsten Möglichkeit stelle ich das um.
Erfahrungsbericht folgt.

Ein glücklicher Jochen
 
Zitat von Ronald_Stenzel:
hallo thomas,

ich hoffe, du hast nicht den 80mm-supersucher von ts...
der helical-oaz ist für guiding nicht geeignet, da er erstens spiel hat(haben muss) und zweitens sich gerne gaaaaanz langsam und unmerklich verdreht - besonders wenn das kamerakabel bei kälte in seinen festen massiven aggregatzustand übergegangen ist...
ach was!
Ich habe mir auf Empfehlung (Gewichtsersparnis) von TS das Teil zum Guiden zugelegt , bis dato bin ich immer mit Doppelbefestigung und das 102/500er als Guidingrohr unterwegs gewesen.
Seit dem ich nun das http://www.teleskop-express.de/shop...sichtig---mit-Halter---2--Helical-Auszug.html Teil oben auf meinem 75er Pentax sitzten habe, wunder ich mich über den imensen Ausschuß beim Guiding.
Wenn ich eine 8x5min Serie starte, dann ist nur die erste Aufnahme brauchbar, der Rest hat eirige Sterne.
Wollte heute mal einen Guidingtest mit altem und neuem Setup machen...
 
Hallo Thommy,
habe Deine Ratschläge befolgt.
Bis auf Guidegeschwindigkeit, die ist bei FS2 max. 0,5.
Die habe ich genommen.
Ergebnis 300sek mit einer leichten Verschiebung, aber
mit der kann ich gut leben.
Habe jetzt mit 2x2Binning gearbeitet, das erleichtert die
Sternsuche.
Ich werde jetzt vor jedem Projekt kalibrieren. Ist aufwendiger,
aber erfolgreich.
Demnächst werde ich mal schauen,wie das ganze bei 1700 Brennweite aussieht. Nach den Bildern mit 500 Brennweite dürfte
das nicht viel schlechter werden. :)

Vielen Dank für deine Tipps.

LG Jochen
 
Ich nutze den MGEN am Indi 70/420 mit folgenden Einstellungen wenn ich meinen 115/800 mit ATIK 383L+ auf CGEM nachführe:

AG Speed für RA / DEC 0.50

Live View:
gain 7
xp 900
thr 1%
avg

RA Gui
Num 1
tol 0.23
aggr 60%
mode 2

DEC Gui
Num 2
tol 0.23
aggr 60%
mode 2

CS Steffen
 
hi zusammen,

habs jetzt hier in dem Topic spontan nicht gefunden.
Welche Brennweite muss ich beim Mgen eingeben wenn ich mit dem Sucher guide?

Gruß
Tobias
 
Hallo Tommy,
vielen Dank für deine Tipps. Der MGEN macht immer mehr Spaß.
Habe Deine Einstellungsvorschläge übernommen und ich komme immer besser zu recht.
Bei 1700 mm bin ich jetzt bei 300sec. ohne Ausschuß.
Eine große Hilfe ist das Binning.

LG Jochen :applaus: :applaus: :applaus:
 
Hallo,

ich bin seit einigen Tagen Besitzer eines Lacerta MGEN guiders. Ich habe die Anleitung studiert und schon drei Nächte mit den Einstellungen herumexperimentiert und einige brauchbare Aufnahmen hingekriegt (z. B. diese hier: http://www.equatorialplatforms.com/hagi.M66_M65_2011.jpg ; die Vignettierung konnte ich mittlerweile eliminieren). Nur hin und wieder erhalte ich eierförmige Sterne. Fast alle Einstellungen sind mir einigermassen vertraut, nur die Einstellung AG Speed verstehe ich nicht. Zwei Fragen dazu:

1) Wenn ich die Funktion "Calibrate" verwende, stellt dann der Autoguider nicht selber fest, welches die beste AG-Geschwindigkeit in RA und Dekl ist?

2) Ich lese in Foren, man müsse die Geschwindigkeit der Montierung einstellen. Doch diese ist mir nicht bekannt. Ich nehme an, die Handbox diktiert das den Schrittmotoren. Da aber die Handbox beim Autoguiding nicht angeschlossen ist, sind dann diese Werte überhaupt von Bedeutung?

Ich arbeite mit einem unkoventionellen Setup. Ich verwende einen 16" f/5 Dobson auf einer Äquatorialplatform von Tom Osypowski. Die Aufnahmebrennweite ist entsprechend riesig: 2300mm. Der Lacerta MGEN ist via Off-Axis-System von TS mit dem Fernrohr verbunden.

Meine Einstellungen sind momentan:

Obj. Focus 2300 mm
AG speed RA/DEC: 0.25

Gain: 5
Exposure Time: 1000 ms
Wait: 0
Threshold: 10%

Und in beiden Achsen:
Num: 1
Toleranz 1.5 pixel (1 pixel sind bei 2300mm ca. 0.5“)
Mode: 0
Aggressivität: 70%

Habt Ihr Tipps dazu? Vor allem die Luftunruhe / Wind machen hier und da Zusatzprobleme.
 
hallo Markus,

super dass du gute Ergebnisse erzielst, obwohl deine "Achsen" nicht präzis rechtwinkelig aufeinander stehen!

Zu deiner Frage: Der Wert für die Autoguiderspeed wird normal in der Montierungssteuerung eingestellt. Die Werte beziehen sich auf sidereale Geschwindigkeit = 1. Normalerweise stellt man Werte unter 1 ein, damit sich in RA keine Richtungsumkehr ergibt wenn die Korrektur gegen die Bewegung der Erde läuft. So sind Schnecken und Zahnräder immer auf derselben Flanke in Kontakt.

Beim Kalibrieren misst der MGEN die Bewegung des Leitsterns und errechnet sich daraus sein Guidingmodell. Die Genauigkeit des Guidingmodells zeigt er im Wert "Orthogonalität" an. Wie sind da deine Werte im Durchschnitt?

Die Werte sollte man trotzdem in der Steuerung einprogrammieren, damit kann man nämlich regeln wie schnell oder langsam eine Korrektur abläuft. Bei "normalen" Montierungen bleibt die Handbox an der Monti angeschlossen und gibt den Nachführtakt an. Wie das bei deiner EQ-Plattform ist, das kannst du vielleicht im Manual nachlesen oder bei Tom Osypowski erfragen. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht viele Leute mit einer EQ-Plattform langbrennweitige Deepsky Fotografie betreiben :-)

Deine Parameter sehen vernünftig aus, bei 1000ms Belichtung sollte der MGEN der Luftunruhe nicht mehr hinterherjagen, ansonsten senke die Aggressivität etwas ab. Ich arbeite mit Gains bis zu 8 und wenn es nur schwache Leitsterne gibt, senke ich die Threshold schon mal auf 5. So findest du leichter einen Leitstern mit dem OAG.

Einen Windstoss rauszuguiden geht bei der Masse des Teleskops einfach nicht, da brauchst du eine adaptive Optik die sehr schnell bewegt werden kann...

lg Tommy
 
hallo Tommy,

Besten Dank für Deine Antworten & Vorschläge!

"Die Genauigkeit des Guidingmodells zeigt er im Wert "Orthogonalität" an. Wie sind da deine Werte im Durchschnitt?"

Wenn ich mich recht erinnere, waren die Werte gestern um 80 herum, mal 86, mal auch nur 76.Ich muss aber die Kalibration bei jedem neuen Objekt neu durchführen, sonst gibts Probleme beim Guiding.

"Bei "normalen" Montierungen bleibt die Handbox an der Monti angeschlossen und gibt den Nachführtakt an. Wie das bei deiner EQ-Plattform ist, das kannst du vielleicht im Manual nachlesen oder bei Tom Osypowski erfragen."

Ich habe Tom angefragt, er kann es nicht sicher sagen, vermutlich 0.3x, er schlug aber vor, dass ich es experimentell bestimme (Drift eines Sterns ohne Nachführung und dann mit Handbox, Zeiten vergleichen). Aber eben, wenn die Handbox eh nicht dran ist, fragt sich, ob das überhaupt irgendwo gespeichert wird oder ob da der MGEN das vollständig selber definiert.

"Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht viele Leute mit einer EQ-Plattform langbrennweitige Deepsky Fotografie betreiben :-) "

Die Plattform führt so gut nach, ich konnte es einfach nicht lassen. Ich kann problemlos Doppelsterne bei 1200x beobachten und die bleiben bei guter Ausrichtung minutenlang zentriert. Astrofotografie mit dem 40cm-Dobson ist Abenteuer pur. Als gestern endlich alles perfekt klappte, hat der Akku der Canon 20Da morgens um 2 Uhr schlapp gemacht. Man lernt immer wieder dazu.:-)

"Deine Parameter sehen vernünftig aus, bei 1000ms Belichtung sollte der MGEN der Luftunruhe nicht mehr hinterherjagen, ansonsten senke die Aggressivität etwas ab. Ich arbeite mit Gains bis zu 8 und wenn es nur schwache Leitsterne gibt, senke ich die Threshold schon mal auf 5. So findest du leichter einen Leitstern mit dem OAG."

Leitsterne finde ich relativ gut mit dem 40cm Spiegel. Ich suche zuerst visuell mit 9mm oder 12mm Okular im OAG und dann ist der Stern meist auch vom Guider auffindbar.

Noch eine Frage: Hat der Gain-Wert eigentlich einen Einfluss auf die Guiding-Genauigkeit? Ich mache den Gain so klein wie möglich, damit der Leittern schön klein erscheint. Wenn ich z. B. eine Toleranz von 1.5 Pixeln vorgebe und der Leitstern 15 Pixel einnimt aufgrund eines starken Gains, so ist das ja nicht dasselbe wie wenn ich den Leitstern auf 3 Pixel verkleinere durch Reduktion des Gains.

Entschuldige die vielen Fragen, ich bin im Autoguding Neuling. Habe jahrelang manuell Leitsternen nachgejagt.

Ich werde heute nochmal üben.

Gruss Markus
 
hallo Markus,

nein, die Grösse des Leitsternes auf dem Display hat keinen Einfluss aufs Guiding. Er kann genausogut gross oder auch klein sein.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,
Habe gestern Nacht mir mal das
Driftfenster angesehen.
Es fällt auf , daß in Dec stark und ausdauernd nach unten korrigiert wird.
kann das daher kommen, daß der Tubus "schwanzlastig "
montiert ist?
Oder kommt es von der Montiaufstellung(was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann), da mittlerweile gut eingenordet.

Gestern habe ich das erste mal die 100% Kalibrierung erreicht.
Abweichung RA 2.3 px, Dec 1,4px
von 50 Bildern waren drei Ausschuß. Damit bin ich zufrieden.

LG Jochen
 
Hallo Tommy und MGEN-Nutzer,

ich habe zur Zeit folgende Herausforderungen:

Bei FW 1.99 habe ich teilweise Probleme zu calibrieren. Der Leitstern wird in 90% der Versuche in Deklination aus dem Bild gefahren. Einstellungen im MGEN und Steuerung sind identisch (0.5 x). Ablauf: Zwei kurze Dek-Signale hoch mit je einer kurzen Pause, danach ein langes Signal hoch (ca. 1 Sekunde lang) und nach einer kurzen Pause ein genauso langes Signal runter. Leider ist vor der Gegenbewegung der Leitstern sehr häufig verloren obwohl er im Live-View im Chipzentrum war.

Zweites Thema: Bei geringen Deklinationen (hier 27°) ist die Othogonalität max. bei 60%, was interessanter Weise zu länglichen Sternen in RA führt.

Drittes Thema: Wenn ich meinen MGEN in die Hand nehme, geht er manchmal einfach aus. (Die Kabel sind alle fest)

Equipment: G11 mit C11 und 90/1000 Leitrohr. (Ja, die Kombi funktionierte fürs erste Problem tadellos bei FW 1.22)
Strichförmige RA bei niedrieger Dek hatte ich schon öfter, egal ob im Osten oder umgeschlagen im Westen, die Spuren sind bei gleichen Belichtungszeiten identisch.

Gibt's Tipps, diese Herausforderungen zu meistern, bzw. welche Angaben braucht Ihr zur Analyse?

Vielen Dank!

Kai
 
Tommy,

"nein, die Grösse des Leitsternes auf dem Display hat keinen Einfluss aufs Guiding. Er kann genausogut gross oder auch klein sein."

Danke! Das macht Sinn. Der Guider bestimmt den "Helligkeitsschwerpunkt" und der ist unabhängig von der Grösse des Sterns und damit unabhängig vom Gain.

Ich habe gestern noch einmal von 9 Uhr abends bis 4 Uhr morgens geübt. Die Geschwindigkeit der Äquatorialplattform von Tom Osypowski ist bei Fein-Korrekturen mit der Handsteuerbox in beiden Achsen 0.3x, wie ich mit der Driftmethode herausgefunden habe.

Mit diesem AG speed (0.3x) und mit einer etwas runtergesetzten Toleranz von 1px (in DEC und RA) und mit leicht modifizierter Aggressivität (70% in RA, 50% in DEC) hat gestern alles perfekt geklappt. Ich kriege runde Sterne mit meinem 40cm-Dobson bei 2.3m Brennweite, selbst bei 8 Minuten Belichtung. Ich bin tief beeindruckt vom MGEN guider und von der Plattform.

Gruss Markus

 
hallo Markus,

"Der Guider bestimmt den "Helligkeitsschwerpunkt" und der ist unabhängig von der Grösse des Sterns und damit unabhängig vom Gain." Das ist nicht ganz richtig, denn wenn der Stern sehr sehr klein ist, ein Pixel vielleicht, kann der Schwerpunkt nicht mehr genau bestimmt werden. Der MGEN arbeitet anders ;-) Fein dass es so gut klappt bei dir.

hallo Jochen,

bitte sieh dir mal die AG Auswertung über eine ganze Aufnahme an. Wenn du konstant in DEC + RA in eine Richtung laufende Korrekturen hast, ist die Einnordung verdächtig. Wenn du nur in DEC und nicht in RA in eine Richtung verlaufende Korrekturen hast, ist die DEC Achse verdächtig (rutscht durch???).

hallo Kai,

betreibst du die G11 mit Standard oder Goto Steuerung? Siehe dort und folgende Posts:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...321/Re_Erste_Erfahrungen_mit_Lacer#Post790321

Das Problem mit dem Stromstecker hatte ich auch, der MGEN braucht einen Stecker der innen ein Loch von 2,1mm hat. Leider gibts da meherere Standards 2,5mm 3,5mm die aussen alle gleich gross sind und Verwechslungen leicht passieren.

lg Tommy



 
Never change a running system...

...und ich hab es doch getan. Ich bin vom 70/420 auf den Skywatcher 9x50 Sucher umgestiegen und habe jetzt Probleme den MGEN einzustellen.

Als Brennweite für den Skywatcher nehme ich mal 180mm an. Daraus ergibt sich, wenn ich ein 800mm Teleskop mit Atik Kamera die 5,4y pxl hat, nachführen möchte folgende Rechnung für die Toleranz, bei einer erlaubten Fehlertoleranz von 0,5:

0,5 / 4,44 / 1,15 = 0,10

Kann ich dann folgende Einstellungen verwenden oder liege ich damit total daneben?

RA)
Num 1; tol 0,10; aggr 60%; mode 2

Dec)
Num 2; tol 0,10; aggr 60%; mode 2

Danke und Gruß
Steffen
 
hallo steffen,


toleranz ist i.o., der rest ist dummerweise probieren...:(
hängt von leitstern, monti, seeing und und und ... ab.
ich habe mir angewöhnt, die guidingimpulse mal ne weile zu beobachten. wenn der mgen dauernd bei den einzelnen achsen "hin und her"-korrigiert, nehme ich die aggr stück für stück zurück... so landete ich bei letzter session und heilwegs gutem seeing bei 40% in ra und dec...


r.
 
Hallo zusammen,

nun muß ich den Beitrag hier auch mal stressen ;)

Ich verwende den MGEN an meiner Fornax 51 mit 10"-Newton (f/5.1) als Aufnahmeoptik und einen Pentax 75 als "Leitrohr". Was bisher mit Belichtungszeiten unter 5 Minuten problemlos funktioniert hat, bei ca. 30 Einzelfotos waren vielleicht 1 oder 2 Aufnahmen Ausschuß, ist mit 10 Minuten Belichtungzeit ein Desaster !

Abweichungen von teilweise bis zu 10 Pixels (mit DSLR) in RA versalzen mir momentan die Suppe. Ich weiß einfach nicht, woran das liegen kann. Ich vermute aber mal, das es das Setup nicht ist, da es ja bei < 5 Minuten problemlos funktioniert.

Hier die Guidingeinstellungen für < 5 Minuten :

AG speed: 0.1
Gain: < 8
Exposure Time: < 1000ms
Threshold: 5-10%

Num: 1
Toleranz 0.1 pixel
Mode: 2
Aggressivität: 30%

Orthogonalität: 98 -100%

beide Achsen gleiche Einstellung.

Wie geschrieben, die Einstellungen funktionieren bei 10 Minuten Belichtungszeit nicht mehr. Hier mal testweise, wie ich es vor 2 Nächten hatte :

AG speed: 0.25
Gain: 7
Exposure Time: 1000ms
Threshold: 7%

Num: 1
Toleranz 0.3 pixel
Mode: 2
Aggressivität: 50%

Orthogonalität: 100%

Ein Fiasko ! Strichspuren über 10 Pixel in RA :mauer:

Heute Nacht habe ich es mit folgenden Einstellungen probiert :

AG speed: 0.05
Gain: 7
Exposure Time: 1000ms
Threshold: 7%

Num: 1
Toleranz 0.2 pixel
Mode: 2
Aggressivität: 70%

Orthogonalität: 100%

Ich habe absichtlich mal die Geschwindigkeit so niedrig gewählt, um zu sehen, ob es besser oder schlechter wird. Das Ergebnis kann ich erst heute Abend liefern, aber ich hatte den Eindruck, das der Guider "runder" und ruhiger läuft.

Was mich halt stört, warum bei einer Verdoppelung der Belichtungszeit plötzlich die Sterne zu solchen Strichspuren gezogen werden. Da läuft mir die Montierung ohne Guider sauberer.

Erklärungen, Empfehlungen, Kommentare ? :help:

Thomas
 
Moin Thomas,

wie sieht den die Drift aus wenn du es wärend des Guidens beobachtest?

Ich hatte es Samstag mal gewagt und eine Belichtung mit 15 Minutos gemacht und es war gut.

Meine einstellungen sind wie folgt:

CCD Binning: 2x2

gain 6
exp. 960
thres. 10

RA:
Num 1
tol. 0,30
aggr.50%
mode 2

DEC:

Num 2
tol.0,35
aggr.50%
mode 2


Gruß

Franz .-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Thomas,

wenns bei 5 Minuten perfekt geht, gibts eigentlich keinen Grund warum bei 10 Minuten Striche sein sollen. Die Einstellungen dazu sollten sich nicht wesentlich verändern, darin liegt sicher nicht das Problem.

Um das Problem herauszufinden, kannst du mir gern ein dat File samt dazugehörigem Foto schicken, oder erst mal selber analysieren. Vielleicht mit deinem Programm... ;-)

hallo Steffen,

Einstellungen sehen vernünftig aus!

lg Tommy
 
Hallo Franz,

wenn ich mit das Display während des Guidens anschaue, dann ist es fast eine gerade Line mit ganz leichten Ausshlägen (1 oder max. 2 Pixel im Display) in RA. Bei DEC ist es wesentlich unruhiger, aber in DEC habe ich keine 10 Pixel Strichspur ;)

Das ist auch, was mich etwas stutzig macht. Hat für mich den Anschein, als ob doch alles funktioniert. Trotzdem gibts bei mir 10px-Laserschwerter *fg*


Thommy,

hier ist die Crux. Mit dem kleinen "Bug" in der FW1.99 muß ich ja eine Aufnahme starten. Tja, vergessen, kein Log :( Wird das eigentlich mal behoben, das er auch ein Log schreibt, ohne eine Auslösung zu machen ?


Thomas
 
hallo Thomas,

oioioi, der strenge Geruch eines mechanischen Problems weht mich hier an.... Wenn der MGEN brav ist und kaum Driften zeigt, helfen auch keine Einstellungsänderungen.

Daten nur bei Kamera auslösen: Es ist ein Feature und kein Bug... :-) So können die Driften genau den jeweiligen Aufnahmen zugeordnet werden. Wenn du keine Kamera angeschlossen hast, starte trotzdem eine Aufnahme, das reicht um den MGEN mitschreiben zu lassen (und File öffnen beim Einschalten natürlich). Die Aufnahme kann ja über 59 Stunden gehen.

lg Tommy
 
Hallo Thommy,

auch ich habe den Geruch in der Nase ;)

Komischerweise läuft die Montierung ohne Guider längst nicht so schlecht, wie mit. Ja natürlich, da ist eine Drift da, die ist aber gleichmäßig. Ich habe lange Jahre ganz ohne Guiding gearbeitet. Bis 5 Minuten war da alles OK.

Was sollte sich da verändert haben ? Das Setup ist immer noch so wie vor 5 Jahren. Komischerweise funktioniert es ja auch mit Guiding bei 5 Minuten, nur halt nicht bei 10.

OK, ich habe nie mit 10 Minuten ohne Guiding Aufnahmen gemacht ;)

Ach ja, habe eben die Daten von letzter Nacht gesichtet. Abgesehen davon, das die meisten Aufnahmen durch Wolken aufgehellt sind, so sind die Strichspuren bei den letzten Einstellungen (Geschwindigkeit 0,05) um die Hälfte kürzer.

Bin jetzt echt ratlos.

Heute Abend wirds wohl nix, hier hagelt es gerade :( Wären eigentlich die bestens Nächte um so was zu testen. Bei Mond *fg*

Thomas
 
Hallo Thomas,

wenn es vorher bei 5min gut war und die Driftanzeige auch sauber aussieht, dann muss es ein mechanisches Problem geben.

Ich kenne Deine Monti nicht, aber meine CGEM möchte im Winter höhere AGspeeds haben, als im Sommer.

Vielleicht solltest Du bei nächster Gelegenheit zusätzlich zu den 10min-Shots auch 5min-Shots und ungegguidet aufnehmen. Nur, um einmal zu testen...

Gruß,

Michael
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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