Kollimation / Optimierung Ritchey-Chretien-Teleskop

Hallo Zusammen,

hat schon wer Erfahrung damit?

tribahtinov.png



CS
Alex
 
Hallo,

Am RC habe ich dieses Kapitel ausgelassen, aber am an meinem Mak mit aufgedampften FS kam mir das kalte Grausen, stand da daheim auf Balkonia mit dem iPad in der Hand: wie ist das denn Möglich.:oops:??!?!?!?!
Oh je is alles etwas daneben, auch wenn mein defokussiertes Sternchen am Bildschirm vor 2 Minuten inklusive Poisonpunkt richtig wie ne Super Zielscheibe aussahen mit der OSC.
Naja darf nochmal den Meniscus rauslupfen oder was besseres einfallen lassen, mal sehen, erst mal das Mak-Ding wieder parken im Koffer.

Monate später...
Ja, Problem war eindeutig etwas schief eingelegen, fehlt aber noch eine Gewisse Verkippung der Rückwand auszuarbeiten wo der SC Anschluss für den Imagertrain sich befindet.
Also nochmal Standby, bin am warten bis der dann kommt.

Der Händler reibt sich die Hände, schon wie gesagt...

Beim RC sollte solch eine Erfahrung nicht passieren, mit dem Staranalyser am RC konnte ja schon sehen das eine Linie ist am Stern, und nicht was doppletes an manchen Stellen, wie ausgefranzt im Tiefblauen bei den ED's....
Nein ich bin mir sicher auch mit nem Gläschen Rotem das es kein Doppelstern war....

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Sebastian,

nein! Ich meine mit der Tri-Bahtinow-Maske generell nicht diese, dass war nur ein Beispiel! Und ganz klar im Bezug auf den RC also keine SC, Newtons und was auch immer!

Mit dem was ich bisher gesehen habe, fällt es mir schwer zu verstehen wie die Kolliomation funktioniert oder besser was der Vorteil sein soll? Was ich gesehen habe waren SC und Newtons, verstanden habe ich den scheinbaren Vorteil nicht!

Auch kann ich beim Fokusieren keinen Vorteil erkennen

hier mit Tri-Bahtinov an einem SC (Quelle Internet)
Capture_0001.png


Hier mal mit einer "Normalen" (eigene Aufnahme)
IMG_3856 2.PNG


Man kann bei der Tri schon eine gewissene dekollimation erkennen aber schwierig zu beurteilen. Ich habe in angelsächsischen Foren gelesen aber immer mit SC's oder Newtons das die User teilweise maximal verwirrt waren, auf der Bank und am Stern astrein Kollimiert und nach dem Blick mit dem "Tri" dekollimiert. Das wirft doch eher Fragen auf.....?????

Speziell es geht ja hier um RC's würden mich mal etwaige Erfahrungen interessieren und wenn positiv wie funktioniert das und wo ist der Vorteil??????

Ich meine jetzt nicht die Theorie der Beugung dahinter, sondern pragmatisch welche Schraube muss ich drehen um was zu bewirken!

CS
Alex
 
Hi Alex,

dann verweise ich mal auf einen anderen Thread in dem ich einige Beiträge und einen Link zu einem Video gepostet habe. Dort wurde auch die Funktionsweise angerissen.
Ich habe an meinem RC grundsätzlich sehr gute Erfahrungen mit der TBM gemacht. Man muss allerdings sagen, dass die Maske nur hilft, die beiden Spiegel zueinander parallel zu stellen. Sie entbindet einen also nicht von der Pflicht, den FS zunächst korrekt auszurichten, bevor man mit der Maske gute Ergebnisse erzielt. Das finde ich beim RC immer noch mit dem Laser und/oder Justierteleskop recht gut machbar.

Die Vorteile in der Kollimation sind die (für mich jedenfalls) gut erkennbaren Fehlstellungen der Spikes, dass die Ausrichtung schnell geht und die Maske so auch mal schnell zur Kontrolle verwendet werden kann. Außerdem kann ich mit der zusätzlichen Blende (siehe meine Fotos im oben verlinkten Thread) besonders leicht sehen, welche Schraube am HS anzupassen ist. Und schließlich passiert die Beurteilung der Spiegelfehlstellung im Fokus oder doch sehr nahe daran. Dadurch handelt man sich keine Fehler durch den zusätzlichen Fokussierweg (in Verbindung mit einem ggf. schlecht ausgerichteten OAZ) vom unscharfen Stern ein, sondern beurteilt die Sache in dem Zustand, in dem man das Teleskop später auch benutzt.
Einen Vorteil beim reinen Fokussieren kann ich nicht erkennen. Wer aber so eine Maske für relativ viel Geld kauft, wird eine TBM Maske eben für beide Zwecke benutzen können. Das geht vielleicht als Vorteil durch.

Inwieweit das Ergebnis verwirrend sein kann ist mir nicht klar. Ich finde die Beurteilung eher leicht. Ich habe bei meinen relativ zahlreichen Versuchen nach der Anwendung der TBM am unscharfen Stern kontrolliert und war sehr zufrieden. Wie immer muss die Anwendung sorgfältig und mit scharfem Blick auf die Spikes stattfinden. Ich verwende die Maske jetzt standardmäßig.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

danke für den Link! Da muss ich jetzt wohl durch und mir mal die Tri-Maske mit Blende/Schablone drucken und testen!

CS
Alex
 
Da muss ich jetzt wohl durch und mir mal die Tri-Maske mit Blende/Schablone drucken und testen!
Hi Alex,

ja, wenn du die Möglichkeit hast, sie selber zu drucken, dann würde ich das unbedingt machen. Allein schon, weil Versuch ja "kluch" macht.
Da du auch einen RC benutzt und es in dem anderen Thread eher um die Verwendung am SC ging, würde ich mich sehr über einen kurzen Bericht freuen. Man kann zur Kollimation eines RC gar nicht genug Meinungen hören.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian

an Spiegeln nutze ich im Moment nur RC's TS 6" und GSO 10"! Später kommt noch ein schneller Reise-Newton dazu!

ts-hypergraph-6-rap-focuser-1000.jpg


CS
Alex
 
Hallo Sebastian,

werde morgen meinen Drucker anschmeißen, mal wieder knapp 11h Plastik schmelzen!

Bildschirmfoto 2023-11-02 um 22.06.53.png

Tri Bahtinov 6" RC
Bildschirmfoto 2023-11-02 um 22.05.29.png

Blende 6" RC

CS
Alex
 
Hier wurde die Zielscheibenmethode nach Rudolf Pressberger beim 20-Zöller-RC verwendet. Sie ist okularseitig sowohl mit einem Laser als auch mit dem Fluchtfernrohr a la Takahashi möglich, hab ich mir sagen lassen. Pressberger selbst hatte mit dieser Methode (sie geht auf Alois Purgathofer zurück) vor 30 Jahren 3 große RC's in Profisternwarten und seinen eigenen 1m-RC so perfekt justiert, eine Nachkorrektur am Stern war niemals nötig.
 
Hallo Zusammen,

habe nach gefühlten Wochen, mal eine Aufnahme meines RC 6" gestacked und gestreched, totale Katastrophe!

So sah es am Stern aus
IMG_3848.PNG

Nicht perfekt aber das erklärt nicht das!
NGC6939_Stacked.jpg

Hier mal das Mosaik
NGC6939_mosaic.jpg

Die Ecken sind eine Katastrophe, dass Zentrum ist auch nicht wirklich besser!
NGC6939_ASTAP.jpg

Leichte Verkippung würde ich behaupten!

IMG_3952.PNG

Das Guiding war noch so OK (viel Feuchtigkeit in der Luft) und erklärt bestenfalls das Zentrum!

Neben der Verkippung, kann der Spiegelabstand nicht passen! Ich habe den Spiegelabstand auf ein Zehntel justiert soweit machbar
1699647568181.jpeg


Mit Reducer 0,67 gibt mir die ASIAIR eine Foccuslänge von 929mm an was etwa 10mm neben der rechnerischen von 919mm liegt, d.h. ich liege 0,1mm Spiegelabstand daneben. Jetzt weiß ich allerdings nicht wie glaubwürdig die ASIAIR ist? Hätte ich mir mal die Maße vor dem Heizungs- und Lüfterumbau dokumentiert! Vor dem Umbau hatte ich noch eine 50mm und eine 25mm Hülse zwischen RC und OAZ heute nur noch den Tilter (19mm) mit OAZ. Da passt schon mal was nicht! Je mehr ich geometrisch den richtigen Spiegelabstandd einstellte wurde die Verkippung katastrophaler am Anfang waren es max 3 Zehntel bei nicht passender Brennweite (ASIAIR).

Ich habe viel gegoogelt leider erfolglos hat irgendwer eine Idee wie ich den richtigen Spiegelabstand herausfinden kann außer iterativ, dies würde bedeuten dauerndes Zerlegen und Zusammen setzen.

Weiterhin vermute ich das sich das System ohne richtigen Spiegelabstand nicht vernünftig kollimieren lässt, wie ich kollimiere hatte ich ja in diesem Thread dargestellt!

Wenn wer eine Idee hat?

CS
Alex
 
Hallo Alex,

Autsch da ist der HS was gut ab vom soll :oops:
Aber beim RC kriegt man das eingestellt, is halt so nen Ding was Geduld braucht und langen Atem.
Diesen Reducer habe ich jetzt nicht, bin immer noch am Upgraden das er mir auch passt an anderen Geräten eventuell, ich bruach einfach mehr Zeit und Geld habe ich etwas gekürtz am RC.....

Platesolve funktioniert mir gut mit der Asiair(auch über die Spezifikationen :y:seitens ZWO mit dem Mak), zur Gegenprobe kann man auch mal ASTAP nutzen, auch hast du auch Astrometry.net, das hatte ich vor der Asiairpro.
Probleme habe ich nur bei schlechter Transparenz oder zu hoher Luftfeuchtigkeit.

Zum bestimmen der Brennweiten kommt man halt nicht drum ohne Reducer zu arbeiten, also wieder die dähmlichen Hülsen dran, kenn ich schon.

Da ich meine Justierung tagsüber mache verlegt sich das über zwei drei Tage/Nächte. Gut ist mein ausgewählter Weg da ich den HS lieber am Tage justiere mit der Anleitung im gepsosteten Link vom Ralf in Beitrag #13. Die 13 scheint meine Glücksnummer zu sein weil der Link die Info beinhaltet die ich wircklich brauchte am Schluss, unter der Bedingung das der OAZ zum HS schön brav auf einer optischen Linie steht.
Hatte letztens den Tilter second Hand gesehen aber griff immer noch nicht zu mit dem Orginalen OAZ(!)
Dein OAZ wäre sicher schonender für mein armen EAF... Hatte den letztens auch mal zerlegt(endlich:)). Hatte da noch so ne Konfusion inmeiner Birne mit ner anderen Sache, hatte mich aber geirrt, werde alt.....

By the way, mit welcher Cam oder Sensor diagonalen hast die Aufnahmen gemacht? Denke mal deine 071 APS-C?
Hmm, musst mal sehen dass das 6"RC nicht auf über APS-C ausgelegt ist, der Reducer fasst ja, ich sag mal wie mit beiden Händen (gut das kommt mir nur in die Idee als arbeitendes Volk mit Muskel :LOL: ) die Lichtstrahlen von ner Kleinbild Vollformat die Strahlen zusammen und bündelt sie kleiner runter zum APS-C.
Das heisst die APS-C hat das Blickfeld als wäre es eine (knappe) Vollformat. Ich glaube an den Ecken wird es doch auch wenn optimo justiert kleine Astikreuze zu sehen geben.
Was heutzutage leider nicht angegeben wird seitens der Verkäufer ist bis wohin das geht, früher bei älter Dokumentation war das angegeben.
Ich denke das der 0.67x eher für ab das 8" ausgelegt ist, für mich käme da eher das 10" in Frage da ich den Geiern sowieso nicht über dem Weg traue, da sie am Geld scheffeln sind......

Das mit der Verkippung mach das mal eher mit nem Schmalbandfilter, nutze dazu gerne einen breiteren günstigeren Ha, da ich nicht nach ganz oben fahren kann daheim(Betondecke), damit schlägt mir nicht die Atmosphärische Dispersion noch einen Extra drauf. Gut nur bei meinem Falle daheim.
Das RC fokussiert ja alle in einem Punkt :love: bei meinem kleinen Instrument.

Clear skies!,
- Martin
 
Hallo Alex,

ich hasse die ASIAir, wenn es um Screenshots geht. Das ist irgendwie immer ein Gewusel, das einem den Blick auf das Wesentliche verstellt. Man weiß auch nie, ob man das ganze Bild sieht, oder nur einen Ausschnitt.
Auf dem ersten Bild ist einmal die Sternscheibe in der Mitte zu sehen (die ich irgendwie schon recht deutlich ungleichgewichtig finde). Aber was sind denn das für Eier unten links? Das sieht aus wie abgeschnitten. Die Scheibchen dürften zwar etwas Oval sein, aber so abgeschnittene Kreise sind nicht ok.
Keine Ahnung, wie das zustande kommt.
Ich weiß, dass du das nicht erst seit gestern machst, aber ich würde nochmal mit dem Laser anfangen und die Ausrichtung von OAZ und Fangspiegel so genau wie möglich kontrollieren. Da ist doch Irgendwo etwas grob im Argen?

Was die Brennweite angeht, würde ich - wie Martin sagt - jederzeit zu ASTAP greifen. Einfach ein ordentliches Rohbild hernehmen und in Astap nach dem Solve auf den Button mit dem Sigma-Symbol klicken und den Reiter "Pixel math 2" auswählen. Dort steht rechts die Brennweite.

Gruß
Sebastian
 
Hallo,

Im Prinzip auf meinem iPad komme ich mit der Asiair App gut zurecht, die Verbindung muss halt nur auf 5G stehen oder das ganze wird mir persöhnlich gesehen zu langsam, speziell wenn die App noch nen Platesolve versucht zu lösen im Hintergrund. Davon kann es auch kommen das Bilder langsamer geladen werden. Wenn jetzt noch alle Naselang die Verbindung renoviert wird mit meinem iPad na dann kann es dauern.
Deswegen lasse ich erstmal das Platesolve komplett durchgehen, damit spare ich mir den Neustart und bleibe am Ball.

Jusitierungen am defokussierten Stern mache ich persöhnlich nur mit dem Mak , da gibt es nur drei Schrauben hinten und auch nicht mehr viel zu machen ohne gröberen Eingriff.
Dabei ist wichtig am Mak das der defokussierte Stern in der Mitte des Bildes ist. Die Asiair App hat dabei das rote Crosshair dass man ein/ausblenden kann, schön wäre wenn man das ein bisschen ändern könnte wie die Helligkeit und Breite des Crosshairs. Vielleicht kommt noch in ein par Jahren in einem Untermenü rechts.

Hatte auch schon probiert am Stern zu justieren das RC6", und hatte das Instrument komplett dejustiert danach :y: . Ich kam damit nicht klar;).
Bei großen Hochauflösenden Instrumenten ab den 10 Zollern aufwärts sage ich mal bügelt man die Ecken aus mit dem FS in einer Analyse mit einem Programm oder einem Vollformat Sensor mit den Sternen etwas defokussiert.
Beim 6" sehe ich da einfach keinen Grund oder besser Sichtbarkeit dabei, da das Ganze so oder so nicht perfekt im Tubus liegen kann bei dem freundlichen Preis.
Um rauszufinden welche Brennweite bei mir am besten passt habe ich das ganz einfach wie auch Zeitraubend folgenderweise durchgeführt:

Bei jedem Brennweitenwechsel mittels der Kreuzschlitzschraube(plus die 3 Justier/Kippschrauben) in der mitte des FS wurde Platesolve gemacht und aufgeschrieben. Am nächsten Tag das ganze nochmal justiert, bei mir muss das am Tag sein das ich das gut sehen kann.
Und nächste Nacht dabei die Sterne am justierten RC im OAG observieren mit der Guidercam, wenn die Ok sind, was einfach ist mit dem RC ohne Reducer kommt da bei meinem Sample 1368mm Brennweite raus.
Komischerweise machts das anscheinend keiner den Bildfeldrand zu prüfen mit der Sternabbildung, vielleicht sitze ich auf der falschen Spur, komme aber klar damit.
Schenke aber keinen Glauben mehr an den einen oder anderen die das RC ohne Reducer auf ~1100mm nominaler Brennweite im Spiegelabstand justiert haben, da gab es mal ein par Beiträge in Stargazerslouge.com. Da kam bei mir nur Mist raus, vielleicht wurde ein Metabones Reducer eingesetzt oder den Pixco und dass dann passt🤷‍♂️. Nun gut ich komme soweit nicht.
Vielleicht einen Tag hol ich mir noch so ein Ronchi Okular wenn ich das an anderer Stelle sinnvoll nutzten kann, und damit mal probieren wann die beste Korrektur erreicht ist.
Ich habe es halt so gemacht mit dem OAG und dauert nen bissl was. Lass es einfach für den nächsten Tag und schnall dann das nächste Teleskop dran und lass das mal laufen und sehe dort was es noch zu machen gibt. Mit meinem FD 300 f2.8 im Moment baue ich einen Motorfokus dran da dass alle halbe Stunde nachfokussiert werden könnte.
Ich mag das RC für meine Spektrosachen mit dem STA200, zum belichten habe ich lieber die schnelleren Optiken, da bei 600sec (und mehr_jungeschlagen:)im Schmalband ja schon gut Zeit vergeht und mittelerweile bei den Haufen Sateliten ASTAP bei mir nicht mehr das ohne Spuren hinkriegt, gut Siril hilft dabei bestens.
Mit Laser mache ich recht wenig am RC, die Symetrie der ganzen Ringe durchs Cheshire mit ner Cam hinten dran damit komme ich zurecht.
Vielleicht sollte ich mal probieren einen direkten flachen Schraubadapter M90 T2 zu nutzen, mit der Verlängerung an der HS Blende könnte das dann eventuell klappen das man die äusseren Kringel sieht.

Sollte eine grosse Drehbank vorhanden sein, auf meiner passt das nicht mehr drauf, viel zu klein, kriegt man doch die ganzen Einzelteile besten zentriert.
Eine Schiene oben und andere drunter und da verstellt sich auch nichts mehr am Tubus.

An Hand meines Guidings und der Polausrichtung weiss ich zu gute dass das Instrument nicht perfekt sein kann, HS und FS sind leicht versetzt in der Tubus Achse. Aber was will man bei den Gussteilen.......
Aber die beiden Spiegel kriegts du gegenüber justiert, mein Tipp ist halt nur wenn möglich den OAZ zum HS auszurichten, 20min und ist auch getan.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin hallo Sebastian,

werde jetzt in den sauren Apfel beißen und erst einmal die Brennweite einstellen damit die Ecken nicht ganz so verzogen sind. Und hoffentlich bekomme ich dann auch die komischen Eier weg (grüner Kringel), der brauch noch ein wenig Korrektur Pfeil!

IMG_3853.PNG


Ich habe jetzt mal in Pixinsight die Focale Länge bestimmt also 930mm die ASIAIR zeigte mir nach dem Platesolve 929mm (mit Reducer), also das lasse ich mal so stehen und mache jetzt erstmal ohne Reducer weiter, den ich beim Kollimieren sowiso rausmache, dann sollte die Brennweite bei 1370mm liegen. Sobald es das Wetter wieder zulässt schaue ich mir das dann am Stern ohne Reducer an.

Bis dahin erst mal vielen Dank für Eure Beiträge!

CS
Alex
 
Hallo Alex,
ich melde mich doch jetzt einmal, weil das "Rätzelraten" doch überhand nimmt. Deinen RC bekommt man relativ schmerzfrei und einfach kollimiert.

Ich sehe immer noch bei deiner Aufnahme, das der Hauptspiegel nicht zentriert ist. Der Strahlengang ist leicht verkippt und schaut sozusagen leicht an der Mitte des Tubus (Fangspiegel) vorbei. Bei dem kleinen, leichten Tubus ist eine Rotationsvorrichtung für das Gerät aber schnell zusammengebaut.

Bau dir diese Vorrichtung einfach aus stabilem Holz und nehme beide Seiten des Tubus, also Okularauszug und die Mitte Fangspiegelhalters zwischen zwei Brettern standfest auf, sodass du den RC frei um seine Mittelachse rotieren kannst (ähnlich wie im Video); natürlich sollte da nichts wackeln.

Nun richte deine Laserpointer auf den Spiegel, sodass der Laserpunkt an eine Wand projiziert wird. Wenn du nun den Tubus drehst, sollte der vom Spiegel projizierte Laserpunkt auch leichte "Ausschläge" machen. Justiere auf der Rückseite des Tubus deinen Hauptspiegel, bis diese Ausschläge beseitigt sind; den Fangspiegel kannst Du mit deinen jetzigen Resourcen und am Stern leicht justieren, dann sollte alles in Ordnung sein. Die komatösen Sterne am Rand sind dann jedenfalls beseitigt.

Wie das z.B. bei einen 14" Spiegel eines SCTs aussieht, kannst du im Beispiel und Ergebnis hier gut sehen:


(irgendwie klappt das mit dem Hochladen über das Forum nicht??)

Das Video ist - wie ich - auch schon etwas älter. ;)

Ich justieren aber RCs und SCTs bis 20" Hauptspiegel auf einer selbstgebauten Vorrichtung immer zunächst auf Rotationssymmetrie. Probleme selbst in der Spiegelhalterung kann man damit wunderbar erkennen und ggf. mit beseitigen. Soll das Ergebnis möglichst genau und erfolgreich werden, kann man sich teure und teils nutzlosen Laserkollimatoren leider ersparen.

Viel Erfolg
Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ja das RC abrollen ist so ne Sache, gut über den OAZ und der Spinnenhalterung, das Loch der Kreuzschlitz sind die Punkte am RC von GSO.

Fur meinen Mak hatte ich das Teil notdürftig zusammen gebaut, ist immer noch nicht komplett, wird aber noch.
IMG_0352.jpg
Das gibt es auch einfacher zu bauen mit Holz, nur beim RC wird das wenig Sinn machen von GSO....

CS, Martin
 
Hallo,

Wichtig ist beim abrollen des Tubus, das die Teile Rund sind, sprich gedreht.
Beim GSO und sämtlichen verlabelten dieser Kategorie ist das nicht der Fall, da beide Enden aus Guss sind und nicht abgedreht.
Der Tubus selber aus Stahlblech ist nen bissl grösser, und man kann bei so einem Tubus das Teleskop nicht mit dem Abrollverfahren über so eine Holzstütze sinnvoll abrollen. Eier rollen nicht gerade so doll....
Sollte es die Carbonversion sein als Tubus, kann man das durchaus mal probieren, aber erst prüfen ob der Wirklich rund ist!
Einfachste wie gesagt bei dem 6" RC ist den Tubus auflegen an den M90er Verlängerungshülsen, oder einen Stopfen haben im 2" Maß, und den mittig gebohrt haben. Dort aufh¨ngen zum drehen.
Vorne am Teleskop wo sich die Kreuzschlitz befindet in der Spinne ist der gegengesetzte Punkt. Dort einhängen.
So für den Laserfreund sollte schon mal gehen.
Den späteren (sicheren) Kegel wird dann an den Böcken unterlegt mit Chims, seitlich muss man doch dann man mit der Fräse die Löcher etwas nachhelfen wer das so machen möchte.

Ich persöhnlich ziehe es vor den OAZ mittels Laser gegenüber der optischen Achse des HS auszurichten, da sich der OAZ mit dem HS zusammensitz. Nur ab dem 10" kann man beide mit gewissen Limitationen independent justieren ohne das Teleskop zu zerlegen.

Laser in den OAZ, die ganze Rückwand hinten aus den Tubus rausgelupft und gegen die Wand richten wie ich schon einige male oben geschrieben hatte.
Der HS im abgedunkelten Zimmer sieht den Laserpunkt an der Wand und projeziert den mit einem Kringel zurück an die Wand bei Brennweite des HS.
Das ist ganz einfach und schnell gemacht, danach einfach mal den Spiegel anheben und unterlegen, kann man auch nen bissl locker lassen und bewegen, man sieht dann schon wie sich der Kringel bewegt. Oder zum Verständniss mal den Laser etwas lockern und bewegen. Sehr Rasch erkennt man die Toleranzen des Systems, und passt das an.

Der rest ist normale Justierung, kann man auch hingehen alles auf Nullpunkt zu haben, die sechs Schrauben hinten am HS/OAZ, und das mittels der Schrauben die die Rückwand halten auf die Mitte des FS richten, dabei muss der Laser nicht wieder zurück in die Strichplatte des Lasers. Nur schön mittig treffen auf den inneren Punkt am FS.
Schiene oben und unten drauf und man justiere die Kringel.
Am Ende halt immer wieder nochmal Unterlegen die Halteböcke zwecks des Kegels.
Das der Tubus besser hält kann man auch mal probieren mit passenden Unterlagsscheiben, schön weiche die nicht brechen.

Arbeiten kann man an dem Teil kopfschüttelend bis man richtig satt wird davon.

Am Ende funktioniert gut, muss halt noch an der HS Blende speziell gearbeitet werden bei dem kleinen Teil mit Reducern bei Sensoren unter dem APS-C Format. Flats werden dann besser.


Clear skies,
- Martin
 
Um sich ein Bild zu machen, wie die optische Achse gerade zum Tubus liegt, muss der Tubus nur um etwa 180° in der Drehvorrichtung gedreht werden können. 360° sind natürlich besser, es geht aber auch mit weniger.

cs
Andreas
 
Hallo Zusammen,

nochmals Danke für die Beiträge! Bislang habe ich mit Cheshire, TSCOLITT, Laser und OCAL kollimiert, beim 10" Truss funktioniert das auch bei allen Verfahren einwandfrei, der 6" ist dagegen leider nicht so gutmütig! Bevor ich anfange zu schrauben muss ich jedoch erst einmal die Brennweite verifizieren, nämlich 1370mm, leider habe ich gerade keinen freien Himmel zur Hand außer Spiegelabstand messen und Platesolving fällt mir im Moment kein anderes praktikables Verfahren ein. Zum Abrollen, dass habe ich bislang gescheut da der Tubus tatsächlich nicht wirklich rund ist, ich werde auf der OAZ Seite die Hülsen verwenden und vorne an der Spinne eine Aufnahme Drucken, dann kommt das Teile in meine optische Bank, da habe ich schon entsprechende Aufnahmen/Halterungen ansonsten fertige ich mir eine Halterung ähnlich wie die um Propeller zu wuchten. Das Hauptproblem der kleinen RC bis 8" ist das der HS nicht wirklich unabhängig eingestellt werden kann ohne die optische Achse über den OAZ zu verändern, wenn man dann die Verkippung mittels Tilter nachzieht wird die optische Achse parallel zur optischen Achse des Tubus liegen aber nicht in der optischen Achse des Tubus.

Schaun wir mal was wird!

CS
Alex
 
Hallo Alex,

Weist du was bei mir hauptsächlich das Problem gewesen ist: das Weiße Plastikteil wo der HS aufliegt, den hatte ich zu engraten, der hat drei Einspritzpunkte, diese habe ich mir vorgenommen. Zum Test kannst du mal einfach mal unterm HS ein bisschen Alu legen.
Mit der oben erwähnten Methode "zur Wand" mit dem HS und lass den OAZ dran bestückt mit Laser sieht man gleich was los ist.
Hier auf dieser Seite Klick beim ersten Foto kannst du dir ne Idee machen was getan wird da ich sicher mich des öfteren unglücklich ausdrücke....
Auch kann man das ganze Ding drehen, auf axialen Lagern im OAZ wie in der FS Halterungs Schraube. Nen Winkel auf den Tisch geschraubt/geklemmt und Schraube durch mit nem TeflonKopf und bissl Fett.
Sorry habe den Link gerade nicht vom Wolfgang Rohr auf der Wayback-machine, da konnte man seinen Aufbau betrachten, recht simple und effizient.
Korrektion: hier Klick

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin, hallo Alex,
ich habe selbst einen kleinen GSO 8" RC. Die Abrollvorrichtung von Wolfgang reicht aus. Aufnehmen mittig im Fangspiegelhalter auf einem kleinen Stift, dort wo die Anschraubbohrung liegt. Auf der OAZ-Seite verwende ich für das leichte Gerät Aufnahmestopfen in 2 und 3"; am Tubusrand abrollen ist zu fehleranfällig. Daher baue ich z.B. bei den SCTs den Hauptspiegel generell zur Justage aus.
@ ALEX ... Das Hauptproblem der kleinen RC bis 8" ist das der HS nicht wirklich unabhängig eingestellt werden kann ohne die optische Achse über den OAZ zu verändern...
Ganz besonders den Hauptspiegel kann man vollkommen eigenständig mit dem Verfahren exakt auf der optische Achse justieren, das ist Sinn und Zweck... :sneaky:
Der Hauptspiegel ist nicht fest mit dem OAZ und Blendrohrsystem verbunden und dafür gibt es sogar Justageschrauben auf der Rückseite. :LOL:
Alle anderen Elemente (FS+OAZ) passt man nach Bedarf anschließend auf den Hauptspiegel und damit exakt auf den optischen Strahlengang an. Das ist auch unabhängig von der Größe des Spiegels.
LG Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Eberhard, hallo Martin,

der Tubus scheidet bei dem Teil zum Abrollen definitiv aus, Rund ist was anderes! Was mich wundert an dem 6" ist, dass man wunderbar z.B. mit dem TSCollit kollimiert hat und es am Stern dann doch bescheiden aussieht! Ich werde es mal mit Abrollen versuchen und entsprechende Aufnahmen/Halterungen herstellen! Nichts desto trotz muss ich erst einmal die Brennweite in den Griff bekommen. Bei dem Wetter die nächsten Tage werde ich wohl nicht herausfinden wo ich liege!

CS
Alex
 
Hallo Alex,
im Gegensatz zum SCT ist das Bildfeld eines RC zunächst viel leichter zu korrigieren.
Der Okularauszug ist natürlich aus Kostengründen beim GSO RC nicht ganz optimal an der HS-Zelle befestigt. Das bedeutet, jede Justagebewegung des HS verändert (verschiebt) auch ganz leicht die Lage des OAZ. Daher ist die Rotationsaufnahme ja im OAZ auch die einzig optimale Lösung. Ist es zentriert sollte auch der OAZ Mittig liegen, so ist es zumindest GSO gedacht...
Aber dazu werden neben Laserjustagen ja auch inzwischen noch "Entkippungseinheit" angeboten, damit man bei größeren Problemen mit der Justage irgendwie den Hauptspiegel, Fangspiegel und OAZ zueinander bringt; eine vernünftige Lösung ist das alles nicht.
Daher geht jede Justage am RC IMMER und zuerst nur über den Hauptspiegel. Die Brennweite und den "Sweet Spot" sehe ich dabei nicht so problematisch.
LG Eberhard
 
Hallo an Alle,
nachdem ich das hier durchgelesen habe und dann noch einige Tage über diverse Ungereimtheiten nachgedacht habe ( z.B. Mittenmarkierung des Fangspiegels als Referenz, Ausrichtung an was weiss ich, wo niemand die Fertigungstoleranzen kennt etc.), kommt hier ein Vorschlag von mir (hoffe ich doch, habe den vorher noch nie gesehen).

Vorab sei aber bemerkt, dass ich während meiner Vorbereitungen gesehen habe, dass der Hauptspiegel gar nicht gehalten wurde. Der O-Ring, der auf dem Spiegel sitzen sollte, war etwa 0,5mm entfernt. Wenn ihr also gar keinen dauerhaften Erfolg habt, schaut mal nach.

Meine Überlegung:
Da beide Spiegel nur gekippt, aber nicht geshiftet werden können, ist es notwendig, erst einmal eine (virtuelle) Verbindung herzustellen, die möglichst druch die Spiegelzentren geht. Ganz genau ist das nicht möglich, aber mit brauchbarer Näherung.

Dazu habe ich zwei Hilfsmittel durch 3D-Drucki hergestellt, weiss ist in diesem Fall genau richtig.

-> Ein Zentrierstück mit Mittenbohrung, welches mit gaaaanz leichtem Spiel in die Bohrung der Halteschraube des Fangspiegels passt. Der Boden des Zentrierstücks muss so dünn sein, dass der Streukreis des Lasers durchscheint.

-> Eine Halteplatte für den Laser oder später einen Zentrierdeckel. Diese hat gegenüber dem Ausgang des RC ganz geringes Übermaß und wird durch eine Überwurfmutter in Position gebracht.

Kollimiert wird wie folgt:

Halteplatte mit Laser am Ausgang der RC anbringen (das ist so nahe wie möglich am Kipppunkt des Hauptspiegels), Fangspiegel abschrauben und im Tubus ablegen (geht nicht anders) Zentrierstück in der Mittenbohrung der Spinne anbringen. Dann mit den Einstellschrauben des Hauptspiegels den Laser genau auf die Mitte des Zentrierstücks ausrichten.

Dann den Fangspiegel wieder anbringen und so ausrichten, dass der Mittelpunkt des Laserkollimators getroffen wird. Damit ist sichergestellt, dass die Achse des Fangspiegels das Kippzentrum des Hauptspiegels so genau wie möglich trifft.

Der Laser wird jetzt durch den Zentrierdeckel ersetzt und der Fangspiegel wird im Weiteren nicht mehr bewegt!

Jetzt mit den Einstellschrauben des Hauptspiegels die Kollimation beenden. Ich mache das mit Einblick in das Teleskop von Vorne und beurteile die Ausrichtung des Hauptspiegels durch die Geradheit der Spiegelbilder. Der Blick durch den Zentrierdeckel dient nur der zusätzlichen Kontrolle.

Geht deutlich schneller, als das hier geschrieben war.

Gruss
Bernhard
 

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Hallo Bernd,
wie passiert denn die präzise Justage des Hauptspiegels? Sorry, die Sinnhaftigkeit kann man bei der umständlichen Konstruktion nicht so ganz nachvollziehen?
Kollimiert wird wie folgt:

Halteplatte mit Laser am Ausgang der RC anbringen (das ist so nahe wie möglich am Kipppunkt des Hauptspiegels), Fangspiegel abschrauben und im Tubus ablegen (geht nicht anders) Zentrierstück in der Mittenbohrung der Spinne anbringen. Dann mit den Einstellschrauben des Hauptspiegels den Laser genau auf die Mitte des Zentrierstücks ausrichten.

Vor allem auch noch Fangspiegel rausschrauben, abgelegen...
was sollen dies umständliche und ungenauen Justage?:eek: Der Test am Stern wird Ernüchterung bringen.

Da du aber einen 3d Drucker hast, erstelle dir passende Aufnahmen für den Okularauszug und die vordere Spiegelhalterung und nehme den Tubus über beide Mittelpunkte (OAZ+Fangspiegel) in einer Vorrichtung (Holzplatten) auf.
Dann richte deinen Laserpunkt auf den Hauptspiegel und drehe den Tubus über diese Achse (in der Vorrichtung). Hat nun der vom Hauptspiegel reflektierte Laserpunkt "Ausschläge", ist der Spiegel nicht zentrisch zur optischen Achse. Das zentrieren über die Hauptspiegeljustierschrauben ist dir ja bekannt, das geht ohne den Fangspiegel auszubauen sehr präzise und leicht an der Rückseite.
Ist der Hauptspiegel zentriert, justierst du den Fangspiegel über den OAZ ohne Vorrichtung mit einem Justierlaser. - FERTIG-;
feinste Korrektur (falls erforderlich) natürlich immer am Stern.

LG Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Vor allem noch Fangspiegel rausschrauben, abgelegen... was soll das?:eek:
Beim kleinen 6" RC das ich habe, kriegt man den FS nicht durch die Streben durch...

Wichtig ist bei dem GSO RC das der OAZ schön zur optischen Mitte des HS ausgerichtet ist(Rückwand komplett ab und gegen die Wand wie ich das schon mehrfach erwähnt hatte).
Dazu muss aber mechanisch gesehen(!!!!), das die Teile aus dem Guss(!!) auch ordentlich gedreht worden sind, bekannt ist ja schon das das nicht so immer ist bei Fernost Ware........

Nichts desto trotz mit ner Menge Arbeit kann man das auch gemeistert kriegen im Rahmen des Möglichen, mit dem Platsikteil wo der HS aufliegt. Und ist sicher nicht für jedermann zum Basteln...

Dabei hilft das mal abzurollen, mit dem Laser gegen den HS am kleinen GSO, muss man dann die M90ziger Ringe lagern, wo die genügend dimensionierte Drehbank reichlich willkommen ist!

Den Tip den ich viel zu gerne weitergebe ist die Rückwand rauszulupfen und mit dem Laser im OAZ gegen die Wand grundlegend mit der optischen Mitte des HS zu überprüfen, das kriegt jeder zustande ohne Abrollen und Messuhren, ohne Halterungen zum abrollen, ohne Drehbänke zum einspannen.

Danach mittels Cheshire(Kamera mit CS Objektiv noch adaptieren) und Taschenlampe mit dem Link vom Ralph ausrichten, das passt und klappt, aber nur im Bildfeld wenn die Sach zwischen OAZ und HS sitzt.

Natürlich spreche ich hier immer von dem kleinen GSO RC, und jegliche die im Bau viel zu ähnlich sind aus der selben Schmiede.
Diese kleineren Instrumente kann man nicht mit hochwertigeren vergleichen, wo so manche Teile bei den GSO'lern etwas daneben sind(behebbar mit einigen Stunden Arbeit).

Clear skies,
- Martin
 
Beim kleinen 6" RC das ich habe, kriegt man den FS nicht durch die Streben durch...
Ich beim RC 8" auch nicht, deshalb habe ich ja geschrieben, dass man den Fangspiegel im Tubus ablegen muss. Ansonsten ist die Aktion in 5 Minuten erledigt, kompliziert ist da gar nichts.
Die Abrollmethode habe ich gesehen, da gibt es mindestens genau so viele Ungenauigkeiten wie bei meiner Methode, ausserdem benötigt sie erheblich mehr Vorbereitung. Und wenn dann alles vorhanden ist, dauert es sicher erheblich länger.

Kontrolle am Stern: Ich habe einen künstlichen Stern in 5km Entfernung (Sendemast). Das Ergebnis ist ohne weitere Korrektur nahezu perfekt.

Zur Entkoppelung des OAZ: Da arbeite ich gerade dran. Da mir aber meine Drehbank abhanden gekommen ist, muss ich erst mal jemanden finden, der mir eine zur Verfügung stellt.

Wegen Genauigkeit von Teilen aus Fernost: Ich arbeite beratend für einen Betrieb in Taiwan. Für mehrere Kunden weltweit (auch in D) fertigen wir in Millionenstückzahlen Stahlteile mit einem Durchmesser von ca. 90mm und einer Höhentoleranz von 15µm inclusive aller Ebenheits- und Parallelitätsanforderungen mit einer Taktzeit von 20 sec. Cpk selbstverständlich >>1,33.
 
Hallo Bernd,

Die Abrollmethode habe ich gesehen, da gibt es mindestens genau so viele Ungenauigkeiten wie bei meiner Methode, ausserdem benötigt sie erheblich mehr Vorbereitung. Und wenn dann alles vorhanden ist, dauert es sicher erheblich länger.
Sorry das ist "Kaffeesatzlesen", die Abrollmethode ist das Genauste, was ich kenne. Selbst Korrektoren lassen sich über die Fläche präzise auf die optische Achse bekommen; man muß nur wissen wie. ;) ... Präzision vor Schnelligkeit halt?


Wegen Genauigkeit von Teilen aus Fernost: Ich arbeite beratend für einen Betrieb in Taiwan. Für mehrere Kunden weltweit (auch in D) fertigen wir in Millionenstückzahlen Stahlteile mit einem Durchmesser von ca. 90mm und einer Höhentoleranz von 15µm inclusive aller Ebenheits- und Parallelitätsanforderungen mit einer Taktzeit von 20 sec. Cpk selbstverständlich >>1,33.
Schon bei einem angegebenen, mittleren Rz-Wert (Rauhigkeit) von 15 µm werden die Oberflächen beim Drehen z.B. nur geschruppt, ab ca. 6 µm geschlichtet. Was soll diese Aussage jetzt für einen sinnvollen Beitrag leisten?
Eine präzise Teleskopachse mit Encodern ist z.B. schon auf ca. 2-3 µm "Rundheit" justiert.
LG
Eberhard
 
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