Langbrennweitige Vier Zoll Flourit Refraktoren - Vixen FL102S und Takahashi FC100DL

ralfmuendlein

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Hallo Christoph,

Du schriebst:
- Ralf kannst Du uns bitte mal aufklären? Den hast Du mir also verschwiegen?!? so, so, so...

ich kann vielleicht helfen:
Ja es gibt den 105/800, aber von Zeiss kenne ich keinen.
Wenn ich in verschiedenen Foren so mitlese, wird eben einiges durcheinandergebracht, vermischt oder spekuliert zu bestimmten gefügten Fluorit-Dreilinsern.

Peter Große als Optiker wurde ja hier schon genannt und findet sich von seiner ehemaligen beruflichen Tätigkeit, namentlich natürlich ungenannt als Mitarbeiter auch in Zeiss APQ`s, sowie namentlich genannt, in den aktuellen FLT Projekten unserer gemeinsamen Astro-Optik-Manufaktur.

In den Jahren dazwischen ist es bei einem Optiker der seine Tätigkeit aus Berufung oder sagen wir mit Spaß als „Hobby“ auch in der Freizeit betreibt, nicht verwunderlich, wenn die eine oder andere Optik aus seinen Händen bei Sternfreunden Ihren Dienst leistet. Hier sollte „Sternfreund“ betont werden.

Das sollte aber nicht durcheinander gebracht werden und das Kürzel „APQ“ wurde aus Achtung vor dem geschichtlichen Wirken von Zeiss, jedenfalls von uns Beiden, für eigene Projekte nie öffentlich verwendet.

Außer verschiedenen Projekten mit Linsen, wurden reine Spiegelsysteme wie klassische Cassegrains, zweilinsige, dreilinsige oder auch vierlinsige Schiefspiegler, RC System mit Planglascheibe statt Spinne, Maksutov Cassegrain, die Astrokamera als Spiegel/ Linsensystem usw. gebaut. Teils wurde hier einfach Entwicklungsarbeit geleistet, um Ideen von Dr. Pudenz oder eigene Wünsche in die Wirklichkeit umzusetzen. Wenn der zeitliche Aufwand der dahintersteht betrachtet würde, dürfte man so etwas gar nicht probieren. So ist es vermutlich in jedem Hobby! Dazu habe ich teilweise Tuben, Spiegelzellen, Fassungen oder Bauteile usw. hergestellt.

Da entstanden Interessensgemeinsschaften wo eine Person die Gläser einbrachte, eine Person die Mechanik lieferte und schließlich braucht es den Optiker.
So entstand auch mein persönlicher Apo 200/2000, sicherlich ein ölgefügtes Fluorit Triplet mit vergleichbarem Aufbau, aber dennoch wie geschrieben bewusst nicht „APQ“ genannt. Ein Artikel zu den APQ´s erschien auch im Jenaer Jahrbuch, wo der Verfasser und Optikrechner Dr. Pudenz es bedauernd erwähnt, dass dieses Projekt 200/2000 nicht von Zeiss bewerkstelligt wurde.
Dennoch wurde es kürzlich auf „cloudy nights“ den Zeiss Objektiven in einem Post hinzugefügt.

Mittlerweile ist ja auch der Begriff „APQ“ nicht mehr von Zeiss geschützt und wurde anderweitig übernommen.
Wir bleiben bei den simplen Buchstaben „FLT“ und dennoch ist bei uns die Rechnung von Dr. Pudenz und die Optik aus der Hand von Peter Große, auch wenn der bloße Begriff „APQ“ die Fantasie zu beflügeln scheint.

Besten Gruß
Ralf
 
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Fensterrollo

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Hallo Ralf,
auch von mir danke für Deinen Beitrag zum Thema. Ich glaube die Verwirrung zum ölgefügten Fluorit Apo 105/800mm im Zusammenhang mit Zeiss und APQ ist entstanden, weil eben u.a. ehemalige Zeiss Mitarbeiter diese Werke mit geschaffen haben und teilweise im Internet noch Bilder kursieren welche eine Fassung mit APQ Aufschrift zeigen wie hier.
Der Kenner sieht natürlich es ist kein original Zeiss.

Das betrifft ebenso den "Presto" ED 80/840mm, welche zum Teil sogar in Zeiss Tuben des AS 80/840 eingebaut wurden und alle paar Jahre im Gebrauchtmarkt auftauchen. Es gab auch hier original von Zeiss komplett nur den AS 80/840.

Den Hype um Zeiss und APQ habe ich nie verstanden und werde es wohl auch nie. Ich selbst hatte mal paar Jahre als Feinoptiker bei Zeiss gearbeitet und kann sagen, dort wurde und wird sicherlich auch heute mit Wasser gekocht.
Du Ralf zusammen mit Peter und Dr. Pudenz beweist mit euren AOM Teleskopen, dass man auch ohne Zeiss Mythos in DE erstklassige Teleskope bauen kann. Einen FLT hätte ich gern mal vor meinen Augen.

Grüße
Oliver
 

donadani

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nunja den Hype um die APQ´s kann ich insofern schon verstehen, da es die einzigen, langbrennweitigen, ölgefüllten 4-Zoll Apos mit Fluoritlinse waren. Dazu dann begrenzte Verfügbarkeit und ein Hauch Deutscher Technik Geschichte und fertig war der Mythos. Bei APM wurden hier teilweise Preise bis 9.000,- EUR aufgerufen (und offensichtlich auch gezahlt...) wobei der angebliche Neupreis nochmal 30% höher liegen sollte - ha!

Wie auch immer - das Konzept ist aus meiner Sicht das Beste was die Kombination aus Farbreinheit, Transmission und Auskühlverhalten betrifft und mangels Alternativen waren die Teile einfach sehr begehrt.

Erst mit den FLT Apos der Astrotheke gibt (bzw. gab) es diese Alternative jetzt - wobei auch hier in sehr begrenzter Stückzahl... aber jeder der sich schon länger mit dem Thema befasst sollte das mitbekommen haben und konnte hier zu "normalen" Preisen an einen solchen ölgefüllten Fluoriten kommen - und das sogar mit 5mm mehr Öffnung neuesten Vergütungen und dank der beteiligten Personen "einem Hauch Deutscher Optikgeschichte" - top!

Den TEC-110 konnte ich mal auf LaPalma bei Kai testen - suuuper schönes und kompaktes Teil! Nur der 130er Astro Physics hatte mir dort (mal abgesehen vom fetten Dobs) noch etwas besser gefallen ;)

Und Baaders Travel Companion - jaa - der wäre auch nice! aber teuer, teuer :( - muss aber sehr gut sein, denn gebraucht hab ich da noch keinen von gesehen ;)
 
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Hayabusa

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Hallo Christoph,

In der Tat, 3850.- € für 95 mm Öffnung sind schon ein Wort.

Jetzt, wo Du es sagst - bisher habe ich auch noch nie einen dieser "Travel Companions" irgendwo gebraucht angeboten gesehen. Das spricht sehr für die Qualität der Optik. Das Konzept ist sehr gut durchdacht und es werden offenbar keinerlei Kompromisse gemacht, was die Qualität betrifft.

Die Nachfrage übersteigt jedenfalls das Angebot deutlich, wie man der Baader Planetarium Webseite entnehmen kann.

Baader APO CaF2 Travel Companion

Wie man es auch dreht und wendet, ein sehr schönes Gerät. Wenn man den Preis mit dem des ehemals produzierten "Stowaway" von Astro Physics vergleicht, liegt das Preisniveau, für den Deutschen Markt in etwa gleichauf, bzw. leicht darunter, wenn man Einfuhr und Aufschlag durch den Vertragshändler einkalkuliert.

Ich weiß nicht, was die Stowaway in Deutschland gekostet haben / kosten. Falls sich welche nach Europa verirrt haben sollten. Kurz vor Weihnachten wurde eine neue Charge davon bei Astro Physics in Angriff genommen. Astro Physics schreibt dazu:

"December 23, 2019 update: Today, we started the notification process for the third production run that is well underway. We will contact people according to the date in our records that he/she asked to be placed on the notification list."

Quelle: Astro Physics Stowaway f/6.65

Mein Favorit war dagegen immer der Astro Physics Traveller mit 105/650 mm Öffnung f/6.1. Hat deutlich mehr Öffnung als der Stowaway und ist trotzdem sehr handlich. Ein absolutes Traumteleskop finde ich.

Selbst den Astro Physics Traveller hat man hierzulande nicht oft gesehen. Immerhin sah man hin und wieder einen im Gebrauchtmarkt. Im Listenpreis lag der Traveller nur ganz unwesentlich über dem Stowaway. So gesehen war der Stowaway in meinen Augen ein reines Liebhaber-, Sammler- und vor allem Prestigeobjekt. Sehr gut transportabel war der "Traveller" nämlich auch.

Markus Ludes hatte 2016 einen im Angebot:

Astro-Physics Traveller 105EDT

Für 3,995.00 US$ gebraucht sogar preislich noch unter dem Baader Travel Companion. Trotzdem ein ordentlicher Batzen Geld für einen gebrauchten Vierzöller. Dennoch, einfach ein super schönes Teleskop.

Beste Grüße
Uwe

PS. Falls jemand einen sehr gut erhaltenen Traveller verkaufen möchte, bitte melden. In diesem Fall würde ich, falls der Preis stimmt, meine Prioritäten nochmals überdenken. :)
 
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Fensterrollo

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Hallo 4zoll Fluorit Freunde,

weil am Anfang des threads mal gesagt wurde ein 4 zoll Takahashi Apo ist teuer. Ich finde das relativiert sich wenn ich lese was für (Gebraucht-) Preise für Zeiss, Astro-Physics, Baader, TEC Apos aufgerufen werden.
Wobei glaub ich Roland Christen in seinen Astro-Physics Apos nie CaF2 verwendet hat.
Ich erinnere mich (da ging ich noch zur Schule :)), dass der Traveller in einem Vergleichstest damals in Optik und Mechanik ein Hauch besser Abschnitt als der kurze Zeiss APQ 100/640mm. Das erklärt vermutlich den Wertzuwachs.
Über den Stowaway wusste ich bis eben eigentlich nichts und hab auch noch keinen gesehen. Allerdings möchte ich auch hier anmerken, dass der Stowaway als 3 Linser mit ED Glas und Luftspalt ein schlechteres Auskühlverhalten hat. Ich meine der ölgefügte Baader CaF2 Apo als Konkurrent wäre eigentlich die bessere Option mal unabhängig von der Verfügbarkeit betrachtet.

Denn einwandfrei gezüchtetes CaF2 Kristall als optisches Material ist jedem ED Glas überlegen: Es hat kein inneres Streulicht, es gibt keine Toleranz in der Brechzahl und der Dispersion von Schmelze zu Schmelze und seine optischen Eigenschaften erlauben einen noch besseren Korrekturzustand bezüglich der Apochromasie.
Ja und ölgefügte 3 Linser kühlen deutlich schneller aus als "Luftbespaltete". Den Effekt würde ich auch bei 4 zoll nicht unterschätzen. Der Traveller war bzw. ist ölgefügt soviel ich weiß.

Einen 130er Astro-Physics (auch ein ölgefügtes Triplet) konnte ich letztes Jahr im Sommer in der Provence im Astro hotspot place Puimichel bei einem französischen Sternfreund ausgiebig am Jupiter bei stehender Luft geniesen. Was soll ich sagen, geil! :p ...für einen Apo ohne CaF2. Naja und 30mm mehr Hubraum als mein Tak DL merkt man. Dazu kurze Hose lässiges Leinenhemd, Rotwein, Blick übers Dorf und kurzweilige Unterhaltung zu 7. Wir waren als sechsköpfige Astrogruppe aus DE gemeinsam unterwegs. Das war ein stimmiges Gesamtpaket! Wieder etwas off-topic...

Mir fällt gerade ein es gibt doch noch Fluorit Apos von Borg. Was ist mit denen? Gibts da visuelle Vergleiche? Wer kann berichten? Ich hatte noch keinen vor meinen Augen. Und ist dieses Leichtbau-Tubussystem mechanisch etwas labberig?

Grüße
Oliver
 

Hayabusa

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Borg! Richtig, ich habe den 71FL mm Borg Flourit-APO. Ist natürlich nicht direkt mit den 4" APOs zu vergleichen. Für sich genommen ein sehr schönes Gerät. Kenne leider niemanden, der einen 4" Borg APO besitzt.

Erstaunlich wie vile 4 Zoll-Flourit-APOS es gibt!

Beste Grüße
Uwe
 

donadani

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Bei Baader gibts aktuell den Stowaway neu - auch teuer - war mir für 92mm zu teuer - aber sicher ein tolles Gerät! Ebenfalls ohne Fluorit - wie alle Astro Physics Apos - brauchts auch net unbedingt - die Teile sind trotzdem klasse!

Borg? "Wir sind Borg", Andy Borg... - kenne zwar den ein oder anderen, der so ein Gerät hat aber interessieren tun mich die Teile irgendwie nicht sonderlich. Sollen kompakt und leicht sein - von der Qualität liest man auf CN gemischtes...
 

Hayabusa

Mitglied
Agema? Kannte ich bislang noch gar nicht. Das sind wiederum Flourit-Refraktoren. Sehen ganz gut aus. Wie die Erfahrungen damit sind? Wäre interessant zu hören ... .

Der Markt hat mittlerweile einiges zu bieten. Die Borg Refraktoren gefallen mir sehr gut, nein nicht der Andy Borg aus dem Stadl ist gemeint. :)
 

Dahlmann

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Hallo zusammen,
ich lese hier interessiert mit, persönlich würde ich mich aber eher als Fan hochwertiger 4“ Refraktoren bezeichnen und dies nicht auf die tollen Fluorit Geräte eingrenzen. Bis zum Schluss war der Thread ja auch nahezu Artenrein.. bis dann die APˋs ins Spiel kamen... :) aus meiner Sicht dürfen daher auch die sehr guten TAK TSA 102 und der sehr gute APM LZOS 100-800 hier nicht fehlen, oder? Ich selbst nutze nun schon seit gut 15 Jahren einen solchen LZOS und diese hervorragende 98% Strehl Optik versetzt mich noch immer in helle Begeisterung. Ein side be side mit einem sehr sehr guten Tak FS 102 zeigte aber eindrücklich (am Tage) wie brillant ein Fluorit Dublet abbildet...

Gruss Holger
 

donadani

Mitglied
Moin Holger,

interessant ist immer auch der Vergleich zwischen beiden Variaten... hab gerade letztens erst einen TSA-120 direkt mit dem FS-128 an Mond, Orion usw. vergleichen können... Was bei aktuellen Temperaturen extrem auffällt ist die unterschiedliche Zeit bis die Geräte gute Bilder liefern. Der FS-128 konnte bereits nach gut 30min auf über 200fach hoch gefahren werden - während der TSA dafür gute 2h brauchte. Danach annähernd gleichwertig mit leichtem Kontrastvorteil für den TSA z.B. Krater-Schatten, die im TSA etwas schwärzer erschienen - aber das waren wirklich nur Nuancen... beides tolle Geräte.

Fürs visuelle Schnellspechteln ist der FS in jedem Fall besser geeignet.

cs
Christoph

@uwe - hattest Du nicht auch mal nen FS-128? ;)
 

Fensterrollo

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Hallo Holger und Christoph,

ja Holger, eine brilliante Abbildung eines Fluorit Apos trifft es ganz genau wie in Deinem Vergleich mit einem Tak FS-102. Die Anderen, LZOS 100/800mm und der TSA-102 sind für mich vom Hörensagen sehr gute Geräte denn leider hatte ich diese noch nicht vor meinen Augen.

Hmm..., ich weiß nicht warum es bei mir so ist, dass generell Fluorit Apos bei mir das Entzücken hervorrufen. Egal ob 4 zoll oder mehr, oder mit kurzer oder langer Brennweite. Immer hatte und habe ich das Gefühl sie bilden farbechter ab und differenzieren Farben besser und klarer. Ich habe absichtlich Gefühl geschrieben, da ich hierfür keine Erklärung habe. Ein Beispiel dazu:
2017 war ich bei einem italienischen Sternfreund und konnte mit seinem TEC-160mm Apo beobachten mit der Pentax XW Okularpalette. Es war ein ölgefügtes ED triplet. Ein feines Gerät mit sehr scharfer Abbildung und einwandfreien Sterntest. Aber..., ein Funke ist bei mir nicht übergesprungen. Und auch mein italienischer Sternfreund fragte mich immerzu was ich von dem Gerät halte und das in einer Art als wenn irgendwas nicht stimmt. Er wusste auch das ich Feinoptiker bin. Er richtete den Apo auf den Stern Wega und fragte mich was ich sehe. Nunja eben den gleißend hellen Stern mit einem schwach bläulichen Streulichthof über das ganze Gesichtsfeld. Er fragte mich ob das normal sei. Ich zuckte mit den Schultern, da es dafür eine ganze Batterie an Ursachen geben kann. Nunja, wegen eines Auftrags war ich das Jahr darauf 2018 wieder bei ihm und voll Freude präsentierte er mir stolz seinen neuen TEC-160mm Apo in der neueren Fluorit Version. Was soll ich sagen? Spitze! Der Mars stand in Italien natürlich viel weiter oben und es war eine wahre Freude den zu beobachten! Der Sandsturm war vorbei und Details sprangen ins Auge, die Polkappe fein abgesetzt und die Farbe...wow!
Wieder richtete er das Fernrohr für mich zur Wega und lächelte diesmal dabei.
Ja, der Stern selbst sah genauso aus wie das Jahr vorher aber der Streulichthof war fast weg und mehr indirekt zu sehen. Das Zubehör war übrigens jeweils das Gleiche also Pentax XW Serie und wir haben mal mit und mal ohne dem Astro-Physics Maxbright Spiegel verglichen um den als Fehlerquelle auszuschließen.
Vergleicht bitte selbst einmal an einem hellen Stern wenn ihr die Wahl zwischen einem Fluorit- u. ED Apo habt und berichtet.

Und Christoph, Deine Beobachtungen bestätigen sehr gut das viel schnellere Auskühlverhalten eines Luftspalt doublet gegenüber dem Luftspalt triplet, unabhängig von Fluorit- oder ED Apo.

So reicht erstmal!

Grüße
Oliver
 

Hayabusa

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Ja, hatte ich Christoph, erinnere mich bitte nicht daran. Mittlerweile bereue ich es zutiefst, dieses wunderschöne Gerät in Zahlung gegeben zu haben! :) Wenigstens habe ich in letzter Minute den Takahashi FS-102NSV behalten, ursprünglich sollte der auch "dran glauben".

Irgendwo sind einem Astrobudget Grenzen gesetzt. Man kann nicht alles haben. Der Takahashi FS-128 ist ein absolutes Traumgerät.

P1000268.JPG
 
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Dahlmann

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N’Abend zusammen,

eines kann ich definitiv bestätigen, das Auskühlen bzw. Temperieren meines 4“ LZOS nimmt ordentlich Zeit in Anspruch! Schnell mal damit raus zu gehen funktioniert nicht. Aber dafür ist das Bild am Stern dann perfekt und Wega, sofern man auf der Achse beobachte, rein weiß und ohne Störungen. Unter perfekter Luft besteht das Orion Trapez aus sechs direkt sichtbaren Sternpunkten, also a bis f. Es bleibt aber der Punkt, dass ein Fluorit Douplet zumindest am Tage dieses unglaublich kristallklare Bild liefert. So, als ob da gar keine Linse drin wär, das hat mich schon begeistert. Aber ich bin sicher, in der Nacht ist da kein Unterschied zu sehen. Eines noch... ein Vergleich an M13 zwischen meinem sehr guten Vixen 102M und dem LZOS zeigt eindrucksvoll, was eine perfekte Optik kann. Im Vixen sind Randsterne aufgelöst, im LZOS sind bis ins Zentrum Einzelsterne sichtbar. Daran erkennt man schon sehr gut, was Qualität ausmacht. Aber das wisst ihr ja eh, denn die hier genannten Refraktoren sind allesamt ein Traum.
Gruss Holger
 

selenograph

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@Ralf - falls Du hier noch mitliest - hast Du Deinen FC-76 mal mit einem FS-78 verglichen?
Leider nicht, einen FS-78 hatte ich bisher noch nicht vor den Augen. Mein FC-76 dürfte in der Transmission nicht ganz mithalten, denn er hat noch keine MC-Vergütung. Das stört mich aber nicht wirklich, ist eben schon ein historisches Teleskop von 1984 noch in graublau. Mechanisch ist er allerdings der beste Tak den ich kenne, wie für die Ewigkeit gebaut, auch der Fokussierer ist besser als bei den neueren Modellen.
Nun auch von mir noch zwei Fotos. :giggle:
(1) Sonnenbeobachtung mit Tak FS-128 und FC-60 auf Zeiss Ib-Montierung
(2) Die kleineren Fluorid-Optiken: Tak FC-60, FC-76 und der Kowa Highlander besitzt ja auch echte Fluorid-Dubletts als Objektive.
 

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donadani

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Morgen Zusammen,

@Ralf - wunderschön Dein FC-76 in grau!!! Ist der OAZ denn wirklich anders als bei den neueren? Hatte mal einen FC-100 von 1981 - der war auch grau (aber da noch Hammerschlag) - bzgl. Fokussierer ist mir da eigentlich kein großer Unterschied zu den späteren Tak´s aufgefallen - die Technik ist doch die gleiche oder hab ich da was übersehen?

Am Ende sind bei mir auch zwei FS-Modelle kleben gelieben... ein großer 128 u. ein kleiner 78 :)

x1.jpg


Die haben das Fluorit Element vorne - war damals mal modern nachdem man dieses ordentlich vergüten konnte. Da wird ja von einigen "Experten" immer mal bzgl. Haltbarkeit rumspekuliert...

x2.jpg


...nun ja - ich kenne zumindest zwei - die halten noch ;)

Bei den alten Modellen konnten man die Fassung noch ordentlich zum Tubus ausrichten und der Staubdeckel hat bei unseren amerikanischen Stern-Freunden den Spitznahmen "manhole cover" - warum nur? ;)

Diese Zweilinsigen-Fluorit-Apos sind einfach wunderbare visuelle Geräte!

Gruß
Christoph
 
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TakFan

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Leider nicht, einen FS-78 hatte ich bisher noch nicht vor den Augen. Mein FC-76 dürfte in der Transmission nicht ganz mithalten
Ich habe mit einem FS-78 angefangen und ihn für die TSA-120 Finanzierung verkauft. Heute habe ich einen FC-76. Der FS-78 war ein Traum. Ich habe versucht ihn nach Jahren zurück zu kaufen, aber der Käufer reagierte nicht auf meine Mails. Knackscharf war der FS-78 mit einer beeindruckenden Kontrastleistung. Für mich hat er die Nase vorn gegenüber dem FC-76.

Das Problem ist aber immer die Erinnerung, die nicht objektiv sein kann wenn man nicht beide Geräte nebeneinander stehen hat.

Ich hätte gerne wieder einen FS-78! Mein Traum war immer der FS-128. Aber ich suche noch das Kleingeld.


CS
Dirk
 

AM2224

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Hallo zusammen,
Diese Zweilinsigen-Fluorit-Apos sind einfach wunderbare visuelle Geräte!
... möchte dazu noch an den schönen Vixen FL102S erinnern, der sowohl leicht ist, als auch ein wunderbaren Sternhimmel zeigt. Lediglich der Okularauszug war immer ein leidiges Thema. Werde meinen doch noch irgendwann ersetzen. Hatte schon mal von 1,25 Zoll auf den 2 Zoll Auszug von Vixen getauscht, und den Baader M68 Short Fokus Ring. Aber immer noch etwas wacklig.

Wie auch immer: wenn das Wetter mitmacht ist erstmal der Grosse dran APQ130 ;-0

Grüße Ulrich
IMG_5854.jpg
 
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TakFan

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Ach ein paar Bilder.

Der FS-78 auf einer schlanken EM-10. Lange ist es her aber trotz der Öffnung habe ich noch tolle Erinnerungen an Jupiter & Saturn. Das war Kontrast pur. Das war ein wundervolles Grab & Go Set-Up. Sehr zu empfehlen.

FS78.jpg


In den letzten Jahren hatte ich ein Stelldichein von FC-60CB, FC-76D und TSA-120 auf einer EM-200 auf dem Land mit FS-2 Steuerung. Fotografisch übrigens überhaupt kein Thema für die Montierung. Dabei wiegt die Montageplatte und die TGM-2 auch nochmal einiges.

IMG_20181013_221505.jpg


Den FC-76D habe ich inzwischen wieder runter genommen.

20190610_143704.jpg


Er hat nun seine eigene, altmodische EM-200 im heimischen Garten in Dortmund. Die Säule dazu ist im Bau. Ja, eine moderne Montierung anderer Anbeiter wäre günstiger und könnte mehr. Aber ich mag einfach die alte Qualität. Und Stil hat es auch.

20190613_115552.jpg


Dafür braucht es dann aber noch eine teure FS-2 Umrüstung incl. anderer Motoren und eine brauchbare Astrokamera. Aber eines nach dem anderen.

Außerdem ist keines ein 4" APO, also OT . Mea culpa.

CS
Dirk
 
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donadani

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...oder FT - hat aber nicht so viel "Stiel" wie das Original - wie immer... an meinem früheren FL-102S hatte ich auch nen FT 2" - der lief traumhaft! aber richtig gefallen hat er mir nie...

Wenn der original Auszug nicht ausgenudelt und richtig eingestellt ist kann man damit auch glücklich werden - der an meinem Tasco ist takko!

für den FS-78 hab ich auch nen passenden Unterbau... - japp die haben in jedem Fall Stil! :)

a0.jpg

a2.jpg
 

TakFan

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Oh eine EM-2. Die sieht man selten. Das ist ja nochmal eine Steigerung in Richtung Portabilität für's visuelle. Schön!

CS
Dirk
 

AM2224

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Hallo FluoriteFans,
hi Jozef,
Moonlite ist traumhaft, ich dachte eher (wegen meines Budgets) an den 2,5" Deluxe von APM.
Aber es fehlt ja auch noch an einem vernünftigen Flansch für das Ende. Ich hatte irgendwas um 111 - 112mm Durchmesser gemessen. Gibt es sowas schon fertig? Der Tubus ist Bresser schwarz :).
Ich hatte wegen Bino auch mal ca 6 cm gekürzt....D.h. die letze Innenblende vorm Auszug ist nur ca. 7cm vom hinteren Ende Richtung Objektiv...
CS Ulrich
 

AM2224

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Hi, ich glaub Euch weil ich vor Jahren auch schon mal einen FT in der Hand hatte. Die sind echt toll - aber auch der Preis dafür. Ich mach mir mal Gedanken. Danke auch für den Link zum Flansch. :)
Muss halt wieder sparen. Der grosse APO war halt auch schon ganz nett teuer (s.o.).
CS Ulrich
 

donadani

Mitglied
Baader Diamond Steeltrack sind auch nicht schlecht - hat viele Einstellmöglichkeiten - etwas wovon FT oder Moonlite nur träumen können - laufen aber nicht ganz so samtweich.

Die 2,5" "Deluxe" Teile von TS, APM und wie sie alle heißen (kommen vermutlich eh alle aus der gleichen Fabrik) - ich mag sie nicht... aber ja laufen auch nicht schlecht.

Na dann mal her mit den Bildern vom APQ ;) ist ja auch ein Fluorite :) Preis/Leistung zwar unterirdisch aber mei... dafür von Zeiss und das ist nice! - jedenfalls meistens...
 

Hayabusa

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Guten Abend Christoph,

"Preis/Leistung zwar unterirdisch", da magst Du recht haben. Dem gegenüber stand die Werbung von Zeiss "Über uns ist nur der Himmel". :) Fand ich genial, diese Werbeaussage. Dort stand natürlich nichts über den Preis.

Leider hatte ich nie die Chance mit einem APQ zu beobachten und erst recht nicht, ihn mit anderen Optiken zu vergleichen. In diesem Zusammenhang ist folgender Artikel von Reinhard Claus interessant "Takahashi FS 128 contra Zeiss APQ 130" in Sterne und Weltraum 5/2002, S. 68-70.

Zwei apochromatische Refraktoren im direkten visuellen Vergleich. Dabei wurden beide Optiken als ungefähr gleich gut bewertet. Fazit lautete "beides hervorragende Optiken". Nun ja, das haben wir vorher schon gewusst, oder net? :) Wichtiger aber die Erkenntnis, der FS-128 kann dem APQ durchaus das Wasser reichen.
 
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