Mahlzeit in die Runde,
das sind ja so viele Themen

, das muss ich erst mal vorsortieren.
Bei mir hat leider Murphy's (oder Telekom) law zugeschlagen. Heute nacht war um 00.04 UT Schluss, der Neustart heute früh lief bis 09.32 UT, dann war das Internet wieder weg bis eben. Neu starten geht leider bisher nur von Hand.
Zählen hat keinen Zweck. Es waren einige schöne Exemplare dabei, aber nichts Bemerkenswertes.
Was Okke als "Absacker" bezeichnet, habe ich auch schon gesehen. Das hier könnte auch so was sein (grüne Linie heute 09.04 UT).
Bei passend eingestellter Bildschirmhelligkeit glaube ich einen dunklen Streifen quer über den gesamten Frequenzbereich zu sehen, aber nicht ganz waagerecht, sondern genauso leicht nach links ansteigend wie die häufigen "Satellitenspuren". Wenn es kein Vorbeiflug eines schwarzen Lochs ist, könnte man an ein besonders starkes Signal denken, das den jeweiligen Receiver "austastet"/übersteuert und "geklippt" wird. Eberhards Pegelmessung deutet für mich darauf hin.
Oberhalb von GRAVES habe ich etwas Ähnliches (natürlich bei konstanter Frequenz), das ist wohl auch ein starker Träger nahe beim Receiver.
Nun muss ich noch mal auf "meine" Linie von oben zurückkommen. Es i s t wohl doch das Mondecho von Graves.
Ich habe beim elektronischen Aktenwälzen einen älteren Beitrag von Karl Schmidt DK5EC wiedergefunden, den ich ganz am Anfang meines Meteorinteresses gelesen hatte. Der hat mal seine 2-m-Ausrüstung auf Graves gerichtet, die Reflexionen mit WSJT (wie ich) und SL aufgezeichnet und die Bilder analysiert. Meteore erwähnt er nur am Rande, ausführlicher geht er auf den Flugverkehr in Frankfurt und die Verfolgung der ISS ein. Er erwähnt aber auch die Aufzeichnung von Mondechos als Linie mit einer Dopplerverschiebung von ca. 300 Hz.
Inzwischen habe ich mir die Bildchen von vorletzter Nacht noch mal angesehen. Anders als ursprünglich gesehen, wurde die Spur etwa 20.40 UT sichtbar, ab 20.50 kräftig, anfangs mit 300 Hz Verschiebung nach oben, dann fällt die Frequenz um ca. 50 Hz/Stunde, bis gegen 00.00 UT das Signal verschwindet.
Der Mondaufgang in Dijon war quick and dirty gegen 21.00 Uhr, das passt ganz gut. Hat jemand von euch ein Planetariumsprogramm, mit dem er mal den Mond in Dijon am Freitag (18.)Abend simulieren könnte (Richtung und Höhe?)
Nach Lehrbuchmeinung ist die Relativgeschwindigkeit des Mondes zur Erde im Mittel etwa 1 km /s, das passt zumindest in der Größenordnung gut zur beobachteten Dopplerverschiebung (300 Hz wären - einfach- 630 m/s)
Vielleicht bringt mich das in der Frage weiter, wohin die Antenne der Niederländer blickt.
Schönen Sonntag noch und genießt den Kaffee.
Matthias