M81/82: SC-Livestacking mit Evoguide auf Alt/Az-Montierung ("How low can you go?")

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 31195
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Ehemaliges Mitglied 31195

Hallo,

ich hatte mir überlegt, was man braucht, um die besten schlechten Deep-Sky-Aufnahmen zu machen und möchte es hier zeigen. Gute Aufnahmen zeigen hier ja viele Leute.
Also:
- Vollmond -> ✓
- Kleine Öffnung -> ✓
- Billigste Alt/Az-Goto-Montierung -> ✓
- Kleine Pixel -> ✓
- Ungekühlter Sensor -> ✓
- Keine Guidekamera -> ✓
- Keine Darks -> ✓
- Keine Flats -> ✓
- Hoher Gainwert -> ✓

Das hatte ich gestern alles da. Anbei das Ergebnis:
2021_03_30_M8182_EvoG_183MC_LCM.jpg


Das ist das beste schlechte Deep-Sky-Bild, was ich hinbekommen hatte. Zu sehen sind M81/82 und links unten noch die Garland-Galaxie. Nachbearbeitet habe ich mit PI (Croppen, Strecken, Entrauschen, etwas Schärfen).

Das Bild wurde mit einer ASI183MC an einem SW Evoguide 50ED auf einer Celestron LCM-Montierung gemacht. Es setzt sich zusammen aus 200 8-Sekunden Frames, 570 4-Sekunden Frames und 3060 1-Sekunden Frames, also fast zwei Stunden insgesamt unterteilt in etwa 3-Minuten Livestacks. Eigentlich wollte ich sehen, ob es wesentliche Unterschiede zwischen Stacks mit 1-Sekunden, 4-Sekunden und 8-Sekunden Frames gibt. Gestern konnte ich bei FWHM-Werten, Rauschen etc. aber keine Unterschiede festsellen. Das heißt die Variationen, die durch vermutlich durchziehend Schleierwolken sowieso erzeugt wurden, liesen da nichts erkennen.
Ich konnte aber festellen, daß selbst bei nur einer Sekunde Sharpcap genügend Sterne zum Livestacken findet und das in nur wenig mehr als einer Sekunde schafft. Man verliert dadurch also nur 20%-25% reine Aufnahmezeit und das beinhaltet schon das Platesolven und Repositionieren nach jedem Livestack.
Ohne Vollmond und mit richtigen Darks und Flats ist Livestacken auch eine Alternative zu "normalen" Langzeitbelichtungen, finde ich, wenn man nicht das letzte Quentchen Qualität will und sich dafür mit einem wesentlich einfacheren Setup zufrieden geben kann (funktioniert ohne Leitkamera auch auf Alt/Az-Montierungen). Das könnte auch für ein Reisesetup interessant sein.
Was für mich allerdings gegen eine Alt-Az-Montierung spräche, wären nicht die Nachführgenauigkeit sondern der Bildflächenverlust durch Croppen aufgrund der Felddrehung. Hier mal zur Veranschaulichung bei ca. 2,5 Stunden Bruttoaufnahmezeit:
FieldRot.jpg

Also da fällt schon ganz schön was weg. Kein Wunder, daß die Smartteleskope sich auf ein paar Minuten Livestacks beschränken (eVscope) bzw. auf maximal eine Stunde (Stellina). Bei einer Stunde hört beim Stellina der Felddrehungsausgleich auf.
Gefreut hat mich wieder, daß mein Evoguide bis in die Ecken schöne runde Sterne zeigt. Das ist auch nicht schlecht für ein besseres Guidescope.

Gruß

*entfernt*
 
Moin,

mal gespannt ob Du die Latte noch tiefer setzen kannst was das Equipment angeht. Aber das Ergebnis ist erstaunlich gut. Klasse der Summenstack mit der Bildfelddrehung.

Ich will später noch zum Altglascontainer fahren. Soll ich Dir statt dessen was davon schicken? Porto geht auf mich :unsure:

Gruß Markus
 
Hallo Heiko,

toll gemacht.

Ich behalte das Bild mal als Messlatte für reines Livestacking mit Darks und Flats bis maximal 10 Minuten Gesamtbelichtung, keine Nachbearbeitung aber dafür mehr Öffnung. Mal sehen was ich damit hinbekomme.

Danke

CS.Oli
 
Hallo Heiko,

- Vollmond -> ✓
- Kleine Öffnung -> ✓
- Billigste Alt/Az-Goto-Montierung -> ✓
- Kleine Pixel -> ✓
- Ungekühlter Sensor -> ✓
- Keine Guidekamera -> ✓
- Keine Darks -> ✓
- Keine Flats -> ✓
- Hoher Gainwert -> ✓

und trotz allem ein verdammt gutes Ergebnis! You are the "Master of Disaster"! Vollen Respekt dafür! :geek: :cool:

Viel Spaß weiterhin und laß uns teilhaben.

Grüße und Gesundheit, Gerd
 
Hallo Heiko,

Du bist ein Vorbild - im besten Wortsinne!

So etwas muss ich erst noch hinbekommen. Derzeit hält mich das Wetter ab - im Donautal zieht es gerade wieder zu. :mad:

Hatte Gestern aber auch mein Erfolgserlebnis: Mein erster Livestack in SharpCap unter vBox auf Ubuntu 20.04. Zwar nur Arcturus, aber endlich ohne "zuwenig Sterne".

Wertschätzender Gruß,
Peter
 
Hallo,

danke für die Blumen. Das schwierigste an der Sache ist eigentlich sich zu entscheiden das zu machen und zu schauen was rauskommt. Was bleibt mir anderes übrig.
"If you can`t dazzle them with brilliance - baffle them with bull..." Das übersetze ich jetzt nicht. ;)
Ich denke, wenn man die Sachen ab und zu minimalistisch angeht, dann merkt man auch, wo wirklich Qualität herauszuholen ist und was vielleicht oft überbewertet wird. Und wie beim Hausverkauf kommt es am meisten auf drei Sachen an - location, location, location und das Wetter (inkl. Seeing). Wenn das nicht da ist, nützt die teuerste Ausrüstung nichts.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

ich möchte hier noch mal nachhaken. Ich dachte mir, das mit der Bildfelddrehung kann man ja vermeiden und habe aus der LCM mit der Polhöheneinstellung vom Staradventurer eine EQ-Goto-Montierung gemacht:
LCM_eq.jpg


Jetzt sieht M81/M82 damit so aus:
2021_04_01_M8182_EvoG_183MC_LCMeq.jpg

Das sind auch knapp 2 Stunden, diesmal aber mit Flat- und Darkabzug und der Mond ist auch etwas später aufgegangen.
Die LCM gibt es übrigens mit einem 76/700-Newton für ca. 299.- Euro bei Netto - dem Astronomiefachhändler ihres Vertrauens :rolleyes:. Also, wer eine günstige parallaktische Goto-Montierung braucht ... (" Dann geh doch zu Netto!"):LOL:

Gruß

*entfernt*
 
Du machst Sachen... :)

CS.Oli
 
Hallo Peter,

nein, ich hatte das Exemplar (auch mit einem 76/700) schon vor gut zwei Jahren gekauft (damals noch für knapp 260.-Euro) und allen möglichen Blödsinn damit gemacht. Der 76/700-Newton ist gar nicht schlecht für ein Teleskop dieser Preisklasse - besonders an hellen Objekten wie dem Mond oder Orionnebel.
Die LCM ist die billigste Goto-Montierung, die ich kenne. Und man sollte dem entsprechend auch nicht viel davon erwarten. Aber wie man sieht, ist selbst damit einiges möglich, wenn man weiß wo die Grenzen und die Möglichkeiten sind. Ich würde damit jetzt nicht unbedingt langbrennweitige Schmalbandaufnahmen versuchen.

Gruß

*entfernt*
 
Die LCM ist die billigste Goto-Montierung, die ich kenne. Und man sollte dem entsprechend auch nicht viel davon erwarten. Aber wie man sieht, ist selbst damit einiges möglich, wenn man weiß wo die Grenzen und die Möglichkeiten sind. Ich würde damit jetzt nicht unbedingt langbrennweitige Schmalbandaufnahmen versuchen.

Gruß

Heiko

Jetzt nicht kneifen, wir wollen M81 mit dem Netto-Newton sehen !!
 
Ja, ja die Urgroßeltern der StarDiscovery ...

@konfokal hatte das Thema "Low Cost Astro" schon einmal hier mit der sehr guten Literaturempfehlung angeschnitten:


Gruß,
Peter
 
Wie sagte Konfuzius: "Der Weg ist das Ziel!". Und ob ich diesen Weg in alten Latschen oder Lackschuhen beschreite ist mir egal, solange es nicht weh tut. Oft sind alte Latschen bequemer. ;)

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

Cooles Resultat, dass du uns hier vorzeigst :)

War deine Kamera (ASI 183MC für etwa 900 €) nicht gekühlt? Funktioniert das auch ohne Laptop, Smartphone oder Ähnlichem als Stand Alone-Lösung?

Viele Grüsse und schöne Ostern

Markus
 
Hallo Doc,

ich muss wirklich sagen, für mich passt dein Profilbild, dein Name und deine Herangehensweise perfekt. Du bist der verrückte Wissenschaftler... Würde mich nicht wundern, wenn hier im Suche Bereich die Nachfrage nach "Nettontierungen" sprunghaft ansteigen wird.
 
Hallo Markus,

die ASI183MC ist ungekühlt und hat mich vor etwas mehr als einem Jahr deutlich weniger als 700.-Euro gekostet. Um damit aufzunehmen braucht man, wie bei den meisten reinen Astrokameras, einen Laptop, Tablett, ASIair o.ä.. der mit einem USB-Kabel verbunden wird. Die Montierung steuere ich auch mit dem Laptop.
Der Vorteil wenn man sein "Rechenzentrum" direkt mit Teleskop und Kamera verbunden hat ist, daß man Sachen wie Kurzzeitbelichtungen und Livestacking machen kann und dann mit einfacher Ausrüstung Bilder wie oben produzieren kann - bzw. für eine "normale" Nachbearbeitung vorbereiten kann. Montierung und Laptop können wenigstens über Batterie betrieben werden. Solange die durchhalten braucht man dann keine externe Stromversorgung.
Es gibt natürlich die "Stand-alone"-Smartteleskope wie eVscope und Stellina, aber was ich da an Bildern sehe, würden mich nicht zufriedenstellen. Mir fehlt da auch die Flexibilität. Da kann man nicht mal so einfach eine andere Kamera, ein anderes Teleskop und verschiedene Filter benutzen oder einfach mal schnell auf parallaktisch umstellen. Für andere die das sowieso nicht wollen, mag das aber ok sein.
Mit dem Stellina habe ich jetzt auch ganz gute Bilder gesehen. Die wurden über 2-3 Stunden gemacht und gingen über die abgespeicherten Raw-files á 10 Sekunden, die nachträglich am PC gestackt und bearbeitet wurden - also auch so an die 1000 pro Bild. Aber das ist dann schon wieder ein Aufwand der "normaler" Astrofotografie in fast nichts nachsteht.

@ Simon:
Du bist der verrückte Wissenschaftler...
Bei verrückt würden Dir einige zustimmen, bei Wissenschaftler - na ja...
Ich bastele ja wenig selbst, sondern bediene mich aus dem, was mir die freie Natur (bzw. der Astromarkt) so bietet und nutze und kombiniere es halt nur nicht immer so, wie es gedacht war. Es gibt da andere, die produzieren in Eigenarbeit wirklich tolle Selbstbaugeräte. Davor habe ich allergrößten Respekt.
Die LCM-"Nettontierung" ist leider aus. Mehr soll auf dem Weg sein. Einige andere Händler haben sie aber noch. Wer das nicht als Bastelbausatz sieht, dem würde ich heutzutage z.B. eher zu einer Skywatcher Az-GTi raten. Die ist auch noch günstig und qualitativ besser. Ich hatte mir eine Az-GTi als "grab and go"-Gotomontierung gekauft, weil ich dachte, die LCM hätte ihren Geist aufgegeben. Da ich nichts zu verlieren hatte, habe ich die LCM auseinander genommen, etwas gesäubert und wieder zusammen gesetzt. Seitdem schnurrt sie wieder. Das hätte ich vorher machen sollen. Da hatte sich wohl nur etwas in den Zahnrädern verklemmt. Jetzt habe ich halt zwei "grab and go"-Montierungen.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko! @DocHighCo

lesenswert Dein Beitrag! Und Deine Meinung und Einstellung zu dem Thema ist ganz ähnlich meiner!
... Es gibt natürlich die "Stand-alone"-Smartteleskope wie eVscope und Stellina, aber was ich da an Bildern sehe, würden mich nicht zufriedenstellen. ....
Aber meine Astro-Expertise sicher deutlich kleiner ist als Deine und meine Lernkurve ist noch sehr steil!
Aus ähnlichen Gründen wie Du, warum immer das nächst größere, das nächst teurere Gerät, habe ich kürzlich begonnen mit einem gebrauchten Celestron 650/130 f/5 und einer Celestron SLT-Goto und inzwischen einer nachgerüsteten auch gebrauchten Celestron SL-Goto mir ein fast identisches Setup wie von Dir beschrieben aufgebaut. Steuerung Stellarium und Fotoarbeiten mit Sharpcap. Ein bisschen Astroluxus musste aber sein, darum gab es als Zugabe oben drauf die Starsense Option. Witzigerweise haben meine Frau und ich, wir sind beide seit letztem Jahre Astra-Positiv angesteckt, ohne Deinen Beitrag zu kennen gestern als erstes an M82 versucht. Wir hatten aber nicht die Geduld für eine Zwei-Stunden-Aufnahme mitgebracht. Bei uns mussten 96 Frames mit 3 Sekunden für einen ersten Eindruck ausreichen. Es gibt ja an einem Abend mehr als nur eine Galaxie zu entdecken.

Viele positive Grab-And-Go / EAA Erlebnisse - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Funktioniert das auch ohne Laptop, Smartphone oder Ähnlichem als Stand Alone-Lösung?

Teleskop + (kompatible) GoTo Montierung + ZWO Kamera + ASI AIR Pro + Smartphone = Standalone Lösung

Mit dem Smartphone über WLAN mit der ASI AIR verbinden und über eine ZWO App die Montierung steuern und die Bilder stacken und betrachten.

So sollte das meines Wissens funktionieren.

CS.Oli
 
Ich feier Dich, Heiko - besonders die Check-Liste im ersten Post schon :)

Aber ich finds auch mega interessant, was mit wenig Mitteln geht und welche trotzdem dafür "vernünftigen" Ergebnisse man erzielen kann... wäre für Anfänger eigentlich echt interessant, nur ist das dann irgendwie schon wieder so um die Ecke und doch technisch ein bisschen komplizierter als der "normale Weg". Das Hintergrundwissen dafür ist, glaub ich, dann doch etwas mehr...

greetz,
Arne
 
@DocHighCo
Echt genial! gerade erst gesehen. Muss ich vorher übersehen haben. Auch mich würde es nicht wundern, wenn du das noch weiter drücken kannst. Irgendwas in Richtung afokal und einem normalen 8x50 Sucher :ROFLMAO:. Auf jeden Fall Hut ab! bekommt einen Daumen nach oben ;)

Grüße und CS(Wobei der nächste Schritt ja wahrscheinlich bei bewöktem Himmel wäre. Dir fällt da bestimmt was ein ;) )
Erik
 
Hallo Erik,

bei bewölktem Himmel habe ich den Sky Simulator von Han Kleijn (besser für ASTAP bekannt) und einen ASCOM-Teleskopsimulator laufen. Manchmal verpasse ich es sogar, wenn die Wolken wieder weg sind und mache mit den Simulatoren weiter ( :unsure: Da muß ich doch glatt mal schauen ob die Bilder oben ....). :LOL:
Ich hätte einen 69.-Euro SVBONY-Sucher und eine ältere ASI120MC, die könnte ich auf eine EQ-1 mit Motörchen packen. Noch weniger wäre dann fast nur noch eine ältere Webcam an einem Teleskopbausatz aus einem alten Yps-Heft (Nr.76: "Das Teleskop des Schwarzen Piraten"; Gibt es die noch?). :)

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

da ist es schon. Gestern Abend konnt ich es ausprobieren - das M81-Bild mit dem Sucher auf der EQ-1 mit der ASI120MC (noch USB2.0):

2021-04-12_M81_Sucher_120MC_EQ1.jpg


Das sind ca. 90 Minuten Livestacks. Und so sieht das Setup aus:

20210413_123156.jpg


High-tech vom feinsten. Weniger wäre nur noch freihand aufgenommen. Da kann das Stellina doch einpacken :) Der Sucher ist ein Vbestlife 60/240. Den gibt es so auch von SVBONY, glaube ich. Deswegen hatte ich das verwechselt. Vor einem halben Jahr gab es den noch für 66,49€:

Vbestlife60.JPG

Mittlerweile kostet er 110,79€!

Gruß

*entfernt*
 
Hi Heiko,

deine Serie hier ist klasse. Mehr!

Aber ich hab ne Frage, aus der Praxis für die Praxis.
Ich tu mich bei meinen Versuchen schwer das Teleskop/Objektiv aufs Wunsch-Objekt zu positionieren bzw das Objekt zu finden.
Wie hast du das hier gemacht?
Du hast doch keinerlei Peil/Such-Hilfe.
Mit Plate Solving?

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

früher habe ich einen hellen Stern in der Nähe meines Zielobjekts gesucht und dann die Differenz in RA und Dec zum Ziel ermittelt. Da ich weiß, wie weit die Montierung mit einer Umdrehung der Handräder an den Achsen fährt, mußte ich dann nur noch Umdrehungen zählen bis ich am Ziel war. Das war meistens genau genug, um das Zielobjekt ins Blickfeld zu bekommen. Andere machen hier "star hopping", aber das war nicht mein Ding.
Jetzt bemühe ich zusätzlich einen ASCOM-Montierungssimulator den ich mit Sharpcap und dem Platesolver als Montierung verbinde. Wenn man dann eine Aufnahme platesolved, wird die Position dem ASCOM-Simulator übermittelt. Dann braucht man nur noch zu synchronisieren und der Simulator ist mit der realen Montierung im Takt. Meist rufe ich den Simulator in Stellarium als Montierung auf. Damit wird mir die Montierungsposition in Stellarium angezeigt, obwohl ich kein Goto habe. Das Goto bin ich dann selber, wenn ich die Achsen geschätzt verstelle und danach wieder platesolve und synchronisiere. Das ist dann fast so komfortabel wie eine richtige Goto-Montierung.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

da ist es schon. Gestern Abend konnt ich es ausprobieren - das M81-Bild mit dem Sucher auf der EQ-1 mit der ASI120MC (noch USB2.0):
Das ist aber jetzt ein echt gutes Ergebnis, vor allem verblüfft mich die Qualität der Sterne, sehen auf dem Bild ziemlich punktförmig aus, wieso hat der Billigheimer eine so gute Abbildungsqualität ? Benutzt Du da noch ein geheimes SoftwareTool ? So eine "Convert_Schrott_to_APO.exe" ? Wo bekomme ich die ?
 
Benutzt Du da noch ein geheimes SoftwareTool ? So eine "Convert_Schrott_to_APO.exe" ? Wo bekomme ich die ?
Hallo,

schön wär's. Ich nutze hier PI. Den einzigen "Trick" den ich angewandt habe bei dem Farbwerfer, war mit einer Maske und SCNR die blauen Halos an den Sternen etwas anzugehen und den Grünkanal als Luminanz zu nehmen, da im Blauen die Sterne bei dem Sucher doch etwas Blähungen haben. Ansonsten habe ich versucht den Sucher sauber zu fokusieren. Kurzzeitbelichtungen und Livestacking helfen, daß die einfache Montierung keine elongierten Sterne verursacht und der Sensor der ASI120 ist ja eher klein, so daß nur ein kleines Feld um die optische Achse abgebildet wird. Das ist noch relativ verzerrungsfrei.
Aber es stimmt. Für den Preis bildet der einfache Sucher ganz gut ab. Es gibt schlimmeres. Als Sucher und Leitrohr erfüllt er allemal seinen Zweck.

Gruß

*entfernt*
 
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