....mehr als nur Artefakte! Was ist hier passiert ?

Lloyd69

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Ich habe gestern aus der Stadt und bei extremer Mondbeleuchtung mit meinem Askar 50P die Plejaden ins Visier genommen. Natürlich schlechte Bedingungen die keine hohe Qualität versprechen, aber da die Tage mit klarem Himmel rar sind habe ich das schon oft mit relativ gutem Erfolg durchgezogen. Aber das Ergebnis was ich Gestern eingefahren habe ist mehr als unterirdisch. Das Bild habe ich total verdorben, jedoch weis ich nicht was hier "wirklich" zu diesem Ergebnis geführt hat. Stand der Mond einfach zu dicht, sind das Reflektionen durch das Mondlicht oder ist hier auch etwas völlig anderes Schuld ? Das Bild zeigt den Stack im Autostretch nach der Gradientenentfernung mit Graxpert. Vor der Gradientenentfernung ist natürlich ein extremer Gradientenverlauf von hell nach heller durch den Mond sichtbar und auch diese Wellenstruktur zeichnet sich dort schon leicht ab.

CS
Dietmar
 

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habe ich mit der StellaVita und einer Flatfield Box mit ND Folie gemacht, habe auch probeweise die Flats von meiner letzten Aufnahme hergenommen die ein ordentliches Bild geliefert haben. Gleiches Ergebnis.
 
auf einem Singleframe ist mir das nicht aufgefallen, selbst beim Summenstack war zwar der extreme Gradientenverlauf offensichtlich aber im ersten Moment fällt es da auch nicht so stark auf Aber man kann es erkennen. Erst nach dem Gradienten entfernen ist es ganz extrem zu sehen. Ohne Flats müsste ich mal noch probieren, aber wie geschrieben habe ich den Versuch mit älteren (funktionierenden) Flats schon gemacht
 

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hier der Stack ohne Flats.
 

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Hallo Dietmar,

da es im Stack ohne Flats auch vorkommt (also wohl in den Lights stattfindet) passt es (leider) nicht zu meinem Artefaktproblem von vor ein paar Tagen. (Aus diesem Grund hatte ich gefragt, ob es in den Lights auch zu sehen ist oder erst durch das Zumischen von Flats passiert.)

Ich hoffe die anderen können dir weiterhelfen und ich drücke die Daumen, dass du es schnell gelöst bekommst.

Beste Grüße,
AstroM
 
Hallo Dietmar,

da nun eine Überkorrektur durch die Flats ausgeschlossen werden kann, würde ich eher einen Einfluss von Streulicht durch das von dir erwähnte starke Mondlicht vermuten. Gerade bei hellem Mond und etwas Dunst können sehr ungleichmäßige Gradienten und diffuse Aufhellungen entstehen. Zusätzlich kann seitlich einfallendes Mondlicht im Tubus oder an optischen Flächen Reflexionen verursachen, die sich dann als großflächige bogen oder ringförmige Strukturen zeigen.

Optimal wäre hier natürlich ein Vergleich, gleiches Objekt einmal unter hellen Mondlichtbedinungen, und einmal ohne. Aber vielleicht hast du so schon einen Vergleich, da das Setup möglicherweiser bisher nur ohne helles Mondlicht im Einsatz war?
 
Danke AstroM & Dane, ich kann mir auch nur den Mond als Fehlerquelle vorstellen. Ja ich habe schon mehrmals bei starkem Mondlicht Aufnahmen gemacht und keine Probleme gehabt, da habe ich aber bewusst Objekte genommen die möglichst weit vom Mond weg lagen. Gestern stand der Mond ja doch sehr Nahe zu den Plejaden. Die Aufnahme wäre auch ohne diese Reflektionen nicht viel geworden. Ich denke die silbermatte Tauschutzkappe des Askar 50P sollte ich mit schwarzem Velours auskleiden. Unser Hobby hält doch immer wieder ein paar Steine für uns parat :-)
 
Hallo Dietmar,

wenn der Mond zu dem Zeitpunkt wirklich so nah am Aufnahmeobjekt stand, besteht natürlich zudem auch die Gefahr, dass der Mond irgendwann auch vorne rein streut. Ich hatte in der Vergangenheit auch mal für mich selbst ein paar Versuche bei Mondlicht gemacht, wobei in meinem Fall der Mond nicht so nah dran war, und ich das auch vermeiden würde: Testversuch - RGB bei Mondlicht

Schwärzen könnte möglicherweise helfen, auch hierzu hatte ich schon schlechte Erfahrungen alleine bei helleren Sternen am Bildrand gemacht, besonders aufgrund von glänzenden Teilen im Imagetrain: Überstrahlende Sterne am Rand

Deswegen habe ich mich irgendwann auch mehr damit beschäftigt, was das schwärzen von diesen Teilen angeht: Musou Black zum Schwärzen
 
Hi,
das Askar 50P hat doch auch so Blendenringe im Tubus. Das hab ich zumindest in einem Bild gesehen.
Ich denke auch, dass es das Mondlicht ist, dass hier tatsächlich doch an den Rippen oder vielleicht auch an dem Gewinde am Ende streut.
Bei zu viel Störlicht von vorne passiert das manchmal.
71ZVC0SWBAL._AC_UF350,350_QL80_.jpg


Hatte mal bei Testaufnahmen mit der Taschenlampe reingeleuchtet. Da war auf dem Einzelframe auch gleich so ein Muster zu sehen.

Gruß und CS
Thomas
 
Danke euch alle für das Feedback. Ich bin inzwischen überzeugt das ausschließlich der helle Mond der Auslöser war der zu Dicht am Objekt gestanden hat. Und wenn es das Gewinde im Blendenring ist (was naheliegend wäre) der das Wellenmuster ausgelöst hat hilft mir auch kein weiterer Velur in der Taukappe. Aber Schaden kann es auch nicht deshalb werde ich das trotzdem mal anschauen.

CS Dietmar
 

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Je nach Konstruktion der Taukappe, der Beschaffenheit ihrer Innenseite und auch der unmittelbaren Umgebung kann Velours auf der Innenseite durchaus sinnvoll sein.

Ich hatte einmal eine gedruckte Taukappe, deren Innenfläche leicht glänzend war. In einer bestimmten Position wurde dadurch das Licht einer Straßenlampe minimal reflektiert, was sich als leichter Gradient im Bild bemerkbar gemacht hat.
 
die Taukappe am Askar 50P ist auf der Innenseite leicht abgedunkelt, matt. Absolut nicht glänzend aber nicht wirklich schwarz sondern noch grau. Da man die Taukappe aber (wie oben im Beitrag auf dem Bild zu sehen) für Reisezwecke um den Tubus zu verkürzen umgekehrt auf das Teleskop schraubt ist zu prüfen ob das mit einer zusätzlichen Veloursfolie noch geht. Dem einen ist sowas egal, für manchen kann es wichtig sein.
 
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