Die Störungen wurden gut kompensiert. Ganz recht, die sind wieder da, trotz Klappferriten.
Mir kamen die Messdaten etwas grob vor und in der Tat bin ich bei 187 uV/LSB. Ich könnte mit etwas mehr Gain im ADC auch 125 uV/LSB benutzen, um das Diskretisierungsrauschen noch etwas zu verringern. Die Grenze ist erst seit dem Betrieb als Dicke-Switch sichtbar.
Eins ist damit aber klar: CAS A wird mit 1,2 m Spiegel und LNB bei 11,17 GHz nichts. Wolfgang hat's direkt gesagt und ich sagte, ich will die Grenze sehen. Hier ist sie: Die nicht ausreichende Stabilität durch die unzureichende thermische Kopplung der zwei FETs, um hinreichend lange Integrationszeiten zu bekommen, die 0,1 mV sicher erkennen. Sehr viel fehlt nicht, aber mir fällt nichts mehr ein. Man könnte allenfalls viele Linienscans über CAS A machen und hoffen, den Drift durch on/off Bereiche rauszumitteln, aber ein Bild dauert zu lange. Für Linienscans müsste man die Montierung aber sehr gut ausrichten.
Das bedeutet ich brauche einen C-band LNB, ein helleres Objekt oder weniger Systemtemperatur.

Die C-band LNBs sind generell für kleinere Öffnungsverhältnisse gemacht und ich weiß nicht, ob man den Kragen einfach noch weiter verschieben könnte, um auf 0,6-0,7 zu kommen. Ihre Ansteuerung scheint ansonsten gleich zu sein. Gibt es in der Helligkeit etwas zwischen Mond und CAS A, vielleicht Regionen der Milchstraße? Ich untersuchte nie, wieviel Spillover ich habe, indem ich den Himmel einmal direkt mit dem LNB messe und einmal mit dem Spiegel. Der Versuch eines 1/sin Fits für den Atmosphäreneinfluss klappte ziemlich schlecht und Spillover könnte ein Grund sein.
Die Entdeckungsreise war soweit allerdings wirklich interessant und ich denke guten Horizontbildern oder der Perlenkette der geostationären Satelliten sollte nichts mehr im Weg stehen, um mal etwas zu sehen. Letztere könnte evtl. für die Ausrichtung der Montierung helfen.
Michael