Schiefspiegler als Reise(dobson)version?

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Hallo Kurt,

Wenn du aber auf normierte Ortsfrequenz von ca. 0,80 gehst dann hast du ebenfalls Kontrastdifferenz von 0,14. Aber mit der kleineren Öffnung sieht man dann garantiert gar keine Details, eben weil die Kontrastübertagung hier = 0 ist.

da ist er wieder unser Knackpunkt und Du weigerst Dich immer noch die Gültigkeitsbeschränkung für den Kontrastdurchmesser auf schwache Kontraste zu berücksichtigen.
Bei einem 20% Kontrast sieht man von den 0,14 welche von einem 100% Kontrast bleiben eben trotzdem nur 0,028 und wir waren uns doch einig das

3% Bildkontrast gemäß „Kontrastdurchmesser“.

Da hört die Wahrnehmungsfähigkeit des Auges so ziemlich sicher auf

da nicht wirklich mehr was zu erkennen ist und hier 0 gegen praktisch 0 weil unter der Wahrnehmungsschwelle steht, also es müßig ist sich mit dieser Ortsfrequenz zu befassen wenn es um einen 20% Kontrast geht.

Das die größere obstruierte Optik bei härteren Kontrasten mehr zeigt als die mit Kontrastdurchmesser hatten weder ich noch Zmek in Abrede gestellt.
Dein oben zitierter Hinweis ist daher eigentlich völlig überflüssig.

Vielen Dank für den Hinweis. Den möchte ich vervollständigen: Das Rayleigh-Kriterium ist eine Definition für die Auflösung von gleich hellen Doppelsternen. Dabei wird ein Doppelstern als getrennt definiert wenn der Helligkeitsabfall der sich berührenden Beugungsscheibchen = 1/Wurzel2 =0,707… beträgt. Mit MTF unter des Annahme eines Sinusgitters als Testobjekt hat das ganix zu tun.

Auch Dir vielen Dank für den Hinweis aber das ist mir bekannt, mein Hinweis galt den Leuten die hier immer Rayleigh als Auflösungsgrenze auch am Planeten ansehen.
Das liest man ja immer wieder hier im Forum.

Hab mir dank des Links von Tommy die Zmek – Aktikel in S&T zweimal gründlich durchgelesen. Da behauptet er ohne Quellenangabe die Kontrastschwelle des menschlichen Auges läge ungefähr bei Kontrast < 0,1. Das ist nachweislich Unsinn.

Hier habe ich auch keine konkreten Zahlen und kann daher auch nichts konkretes dazu sagen aber Du scheinst ja einen Nachweis zu haben, der würde mich mal interessieren.

Weiter behauptet er der Kontrast bei Planetenscheiben läge bei 0,20 und führt ausgerechnet Mars als Beispiel auf. Auch das ist nachweislich falsch.

Wie Tommy schon anmerkte gibt es da in der Literatur Angaben die im Prinzip Zmek recht geben.
http://articles.adsabs.harvard.edu/...=0&data_type=GIF&type=SCREEN_VIEW&classic=YES

Auch hier würde mich Dein Nachweis der gegenteiliges aussagt interessieren.

Dann konstruiert unter diesen Annahmen eine Grafik mit 40% Obstruktion. Letzteres kommt aber nur in die Nähe von SC s o.ä. gilt aber praktisch nie bei Newtons.
Na was denn nun?
Hier meinst Du offenbar das dieser Fall nicht praxisgerecht wäre und hier.

Weil bei hoher Obstruktion der "K-Durchmesser" nach Zmek relativ mickrig ausfällt hat man mit der größeren Öffnung auch noch Kontrastübertragung wo die des "K-Durchmessers" bereits null ist. Die Anhebung durch die Obstruktion ist hier nur eine Zugabe und nicht der Haupteffekt.

Beziehst Du Dich Selbst auf hohe Obstruktionen und merkst an das gerade da der Kontrastdurmesser nach Zmek wegen der resultierenden „mickrigen“ Öffnung fraglich wäre.
Das Zmek gerade hier den Nachweis führt wo der Unterschied in der Öffnung recht groß ist spricht ja gerade für diese Rechnung und gegen Deine Einwände.

Für Planetenfotografie hat man mit dem größeren obstruierten Öffnungen garantiert bessere Karten als mit dem jeweiligen "Kontrastdurchmessern".

Ja wenn man die Visuell nicht mehr wahrnehmbaren Kontraste mittels Bildbearbeitung verstärkt ist das natürlich so.
Hier geht es aber um die visuelle Wahrnehmung und nicht um die Möglichkeiten mit Photoshop , Giotto und co.

Aus diesen Gründen halte ich die Lehre vom „Kontrastdurchmesser“ für völlig überflüssig und falsch bis irreführend.

Wie Günther dankenswerter Weise in Seinen praktischen Beobachtungen schildert lässt sich die Lehre vom Kontrastdurchmesser ausgezeichnet in der Praxis bestätigen.

Damit bin ich wieder bei meinen Beispieldetails, denn wenn man sich visuell tatsächlich auf die 36/37% eines SC einlässt, dann sieht man spätestens nahe der teleskopbedingten Auflösungsgrenze den Matsch, auch wenn das Teleskop in Ordnung ist, so wie bei Tommy der Fall.
Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe einen 150mm Newtonspiegel der mit einem 53 mm FS bedient wird, weil dieser FS im anderen Fall auch einen 300 mm Newtonspiegel bedienen muss. Das ist das einzige von den typischen Problemen eines SC welches dieser 150er Spiegel hat. Kein Thermostau, kein HS-Shifting, keine wechselnden Brennweiten beim Fokussieren und so weiter.
Da kann ich meinen 150/900er Newton daneben stellen der mit einem 37er FS auskommt und der Unterschied ist allein dadurch eklatant. In so einem direkten Vergleich wird klar, dass ein sehr guter 150er Spiegel allein durch 35% Obstruktion sichtbar nicht für hohe Vergrößerungen zu gebrauchen ist während ein ebenso guter 150er Spiegel mit knapp 25% sehr gut dafür taugt.
Nicht nur die genannten Details werden deutlich kontrast- und strukturreicher, da kann ich Tommy nur wieder bestätigen. Ich liege immer noch bei 25% Obstruktion und doch bestätige ich Tommy wieder indem ich sage, dass da schon z.B. ein 5“ Vollapo her muss, also sehr gute unobstruierte 5“ Öffnung um vergleichbare Abbildung zu liefern. Ein 4“ Apo langt, wie ich weiß, nicht.

Der 150ger Spiegel mit knapp 25% Obstruktion zeigt also in etwa das was ein 5“ Vollapo zeigt.
Wir erhalten nach Zmek einen Kontrastdurchmesser von 112,5mm also rund 4,5“ und finden bestätigt das ein 4“ Apo nicht mehr reicht während ein 5“ ausreichend ist um mit den 6“ Newton der knapp 25% Obstruktion hat am Planeten mitzuhalten.
Berücksichtigen wir noch den von mir für eine 25% tige Obstruktion vorgeschlagenen Korrekturfaktor von 5% der Öffnung.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...22/Re_Schiefspiegler_als_Reise_do#Post1003922

Du meine Güte das sind (ich habs jetzt nicht nachgeprüft) allerhöchstens 5% die man bei 25% Obstruktion zu viel abzieht.
Mach meinetwegen die Korrektur und zieh bei 25% Obstruktion nur 20% statt 25% von der Öffnung für den effektiven Kontrastdurchmesser für schwache Kontraste ab wenn Dich das Erbsenzählen denn so glücklich macht.
Ich halte diese höchstens 5% Diskrepanz bei 25% Obstruktion für nicht praxisrelevant, den Unterschied siehst Du nie im Leben das ist ne Faust Formel und die ist absolut praxistauglich und nichts für Erbsenzähler die sich an theoretischen Abweichungen hochziehen.
Dann erhalten wir einen für am Planeten relevante schwache Kontraste effektiven Kontrastdurchmesser (nach Düring ;) ) von 120mm bei 150mm mit 25% Obstruktion.
Abzuschätzen ist der Korrekturfaktor anhand des Vergleichs der MTF wie Du sie hier gezeigt hast. Natürlich unter der praxisgerechten Voraussetzung das man sich hier auf für am Planeten relevante niedrige bis mittlere Ortsfrequenzen beschränkt und einem klar ist das bei hohen Ortsfrequenzen und schwachen Objektkontrasten weder mit der größeren obstruierten Optik noch bei der mit Kontrastdurchmesser ein visuell wahrnehmbare Kontrast übrig bleibt.

Das deckt sich auch ausgezeichnet mit dem was Tommys praktische Beobachtungen ergeben.

Wie sich das unter Einbeziehung der unterschiedlichen Öffnung auswirkt, ist hier nicht explizit untersucht worden. Die Faustformel von Zmek bezieht das aber meiner Meinung nach ein, ich habe sie am Vergleich 150mm f/6 Newton mit 33mm Obstruktion zu 150mm SC mit 50mm Obstruktion und 120mm Apo gut bestätigt gefunden. Der Newton hat das hellere Planetenbild, aber man sieht etwa gleich viel Details wie am Apo.

Wobei der Newton hier ja nur 22% Obstruktion hat also, mit 5% Korrekturfaktor wie ich ihn für Obstruktionen um die 25% vorschlage eigentlich auf rund 125mm Kontrastdurchmesser für schwache Kontraste kommt.

Wie schon geschrieben wäre der Korrekturfaktor für eine 15% Obstruktionen bei etwa 7,5% anzusetzen.


Selbst bei der 15% Obstruktion liegt man nach Zmeck lediglich schätzungsweise (auf Basis der MTF) 7 bis 8% daneben.
Also nur 7,5% anstatt 15% von der obstruierten Öffnung abzuziehen.

Somit würde sich selbst für Optiken mit 15% Obstruktion ein praxisgerechter effektiver Kontrastdurchmesser ergeben.
Allen Unkenrufen aus der Fraktion und auch von Dir Kurt zum Trotz.

Wie ich ebenfalls schon erwähnte bedarf es bei Optiken mit Obstruktionen im 30ger % Bereich keines Korrekturfaktors hier passt die Rechnung nach Zmek so wie sie ist ausgezeichnet.

Einen engagierten Planetenbeobacher interessieren doch nicht nur die Kontraste die im Schnitt um die 20% liegen (wenn das denn überhaupt stimmt mit dem Schnitt), sondern auch ganz wesnntlich um die speziellen, feinen Strukturen mit höherem Kontrast. Diesbezüglich kann z.B. jeder gute 8“ Newton oder SC-typ garantiert mehr als ein Refraktor oder Schiefspiegler mit 5“ bis 6“ „Kontrastdurchmesser“

Na ja das die Feinstrukturen am Planeten einen im Schnitt deutlich höheren Kontrast haben sollen halt ich für eine Sage um mal mit Deinen Worten zu sprechen.
Sicher mag es da vereinzelt etwas mit hohem Kontrast geben, die Cassini Teilung wurde ja schon erwähnt.
Im Schnitt dürften aber auch Feinstrukturen keinen ungewöhnlich hohen Kontrast aufweisen sondern sich harmonisch in das Gesamtbild der schwachen Kontraste wie sie am Planeten nun mal vorherrschen einfügen.

Und die ausgedehnten Strukturen mit Kontrasten im Schnitt 20% sieht man mit einem 25% obstruierten Newton sogar einen Tick kontrastreicher als mit 6" "Kontrastdurchmesser".

Lieber Kurt hier bringst Du jetzt aber bisschen was durcheinander.
Ausgedehnte Strukturen = niedrige Ortsfrequenzen!!!!!

Und bei niedrigen Ortsfrequenzen soll mit Obstruktion eine bessere Kontrastübertragung als mit Kontrastdurchmesser möglich sein???

Für Planetenfotografie hat man mit dem größeren obstruierten Öffnungen garantiert bessere Karten als mit dem jeweiligen "Kontrastdurchmessern". Aus diesen Gründen halte ich die Lehre vom „Kontrastdurchmesser“ für völlig überflüssig und falsch bis irreführend.
Es hatte auch niemand anderes behauptet.
Im Gegenteil ich hatte schon mehrmals erwähnt das die besten Planetenfotos die ich kenne mit hochobstruihrten SCTs gemacht wurden.
Auch wenn das der Fraktion die nur den Newton puschen will wie nicht anders zu erwarten wieder mal nicht passte.

Es geht hier um den visuellen Eindruck und nicht um das was mit Photoshop, Giotto und co. mittels Bildbearbeitung (Kontrastverstärkung) noch rauszuholen ist.

Ich habe den Eindruck Du möchtest hier nur krampfhaft die Rechnung für den Kontrastdurchmesser niedermachen und da Du sie in ihrem Gültigkeitsbereich nicht wiederlegen kannst müssen ständig Argumente herhalten für die der Kontrastdurchmesser überhaupt nicht gedacht ist wie harte Kontraste oder hier gerade die Fotografie mit ihren Möglichkeiten der Kontrastverstärkung.
Das ist alles krampfhaft an den Haaren herbeigezogen.

Sie wird wie Sven schon angesprochen hat nur allzu gerne aus Marketingargument zur Verkaufsförderung von Refraktoren missbraucht.

Ja da ist der Sven ein gebranntes Kind mit dieser fixen Idee, ist ne Reflexreaktion bei Ihm, alles dient ja nur dem Marketing, ja nee ist klar.
Ich bin enttäuscht das auch Du Dich auf dieses niedrige Niveau begibst und hier diese billige Polemik anbringst.
Ich kenne und schätze Dich eigentlich als sehr sachlich und objektiv.

Wenn Du Dir die Sache noch mal in Ruhe überlegst wirst Du feststellen das der Kontrastdurchmesser eher ein Argument für den Spiegel als für den Refraktor ist da er besagt das ein niedrig Obstruiertes und preiswertes Spiegelteleskop nur wenig mehr Öffnung benötigt um mit einem sehr teuren APO mithalten zu können.
Aber was rede ich das hatte Tommy ja schon erwähnt.

Grüße Gerd

 
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@Sven: Ich finde du legst der Faustformel wie schon geschrieben eine zu große Bedeutung bei. Man muss keine großen Verrenkungen machen um zu zeigen, dass sie die Realität nur unzureichend beschreiben kann.

Warum? Weil es schlicht eine linieare Funktion abhängig von der Obstruktion ist. DK = D - DF oder auch y = D - x. Es ist doch klar, dass man diesen komplexen Sachverhalt nicht mit einer linearen Funktion ausreichend gut beschreiben kann. Das möchte aber auch niemand. Es soll schlicht ein grober Überschlag sein, der für kleine Obstruktionswerte zu pessimistisch ist. Extremfall 100% Obstruktion ergibt 0mm Konstrastdurchmesser -> die Formel stimmt. Extremfall 0% Obstruktion ergibt D als effektiven Kontrastdurchmesser. Stimmt auch. Aber dazwischen ist es linear!!! Es kann also nur eine Näherung sein. Da braucht es wie gesschrieben keinerlei Verrenkung um die Faustformel im Detail zu widerlegen. Generell ist es sinnlos das zu versuchen, da die Formel so oder so nicht genau ist. Kann sie gar nicht, da linear! Ich hoffe das ist verständlich.



Wenn ich zum Beispiel rechne, dass ein C8, 200mm minus ca. 80mm lineare Obstruktion gleich 120mm effektiver Kontrastdurchmesser ist, dann ist das für mich eine gute Näherung. Mehr soll es auch nicht sein. Mehr kann es gar nicht sein. Und selbst hier habe ich nur grob gerechnet, auf einen mm kommt es hier nicht an, weil man es eh nicht genau weiß. Dazu ist die Sache zu komplex.


Wer will denn bahaupten, dass ein 200mm f/6 Newton mit 18% Obstr. einem 200mm APO ebenbürtig sei? Ist es da nicht realistisch von der Abbildungsleistung eines 200mm - 40mm = 160mm APOs auszugehen, was schwache Kontraste an geht? Das wäre nicht einmal ein Armutszeugnis für den 8"Newton.




Noch was:
Somit will ich Deiner Aussage mal was entgegensetzen: Was hilft mir eine Faustformel, die für nur einige wenige ganz spezielle Teleskopbauarten wirklich taugt??? Und die dann noch auf ganz schwache Kontraste ausgelegt ist, die also bei harten Kontrasten definitiv völlig versagt???
schwache Kontraste sind etwas völlig anderes als harte! Wenn die Formel also halbwegs richtig ist, dann kann sie entweder das eine oder das andere beschreiben, nicht beides. Das sollte auch klar sein. Auch hier überfordert man die Formel! harte Kontraste, wie z.B. ein Mondschatten auf Jupiter oder kleine Mondkrater am Terminator sind offensichtlich etwas völlig anderes als schwache, flächige Kontraste auf einer Planetenoberfläche. für harte Kontraste gelten komplett andere Gesetze. In der Regel macht Obstruktion da nicht so viel aus. Das weißt du auch.


VG,
Christian
 
Hallo Christian,

es ist eigentlich genau der Punkt um den Kurt sich hier die Finger wund schreibt! "Nichtmal ein Armutszeugnis" schreibst Du, dabei ist der Punkt: Der 200/1200 mit 18% schlägt sich auch mit einem 175mm Apo und hat dann trotzdem noch Eigenschaften, die diesem Apo überlegen sind. Das rechnet Kurt vor und das kann man auch sehen. Genau das ist das Problem dieser Formel. Sie mag für 40% Obstruktion eines SC oder 200/800 Fotonewtons gelten.

Und weiter @Tommy: Fühl Dich doch bitte nicht angesprochen bzw. stell Dich nicht vor die gesamte Händlerschaft und auch nicht vor die Menge der Refraktor-Enthusiasten. Man muss nicht lange dieses oder andere Foren lesen, um die zahlreichen Gelegenheiten vorzufinden, in denen eben der Vergleich Newton gegen Achromat über den Zmek'schen Kontrastdurchmesser durchgeführt wird. Und sehr häufig bekomme ich Mails herein, bei denen die potenziellen Kunden schon vom Händler auf den Kontrastdurchmesser eingenordet sind - und natürlich einen bunten Achromaten angeboten bekommen haben. 127mm Öffnung gehen im Moment prima. Schöne Montierung darunter, Goto...

Ich finde in der Praxis vor, dass da überhaupt nicht differenziert wird, sobald diese Formel jemandem aufgetischt wird, der keinen Plan von der Sache hat. Sollte es Händler und Berater geben, die das anders handeln: Wohltuend, doch leider einzelne Lichter in der dunklen Masse.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Gerd,

...da ist er wieder unser Knackpunkt und Du weigerst Dich immer noch die Gültigkeitsbeschränkung für den Kontrastdurchmesser auf schwache Kontraste zu berücksichtigen.
Bei einem 20% Kontrast sieht man von den 0,14 welche von einem 100% Kontrast bleiben eben trotzdem nur 0,028 und wir waren uns doch einig das...
ja, sicher sind wir uns in diesem Punkt einig. Du hast mich nur völlig falsch versrtanden. Ich wollte mit meinen Rechenbeispielen nur beleuchten wie (un)sinnig die Zmek- Lehre vom "Kontrastdurchmesser" ist. Im Schnitt 20% (Objekt)Kontrast an Planeten zu setzen und darauf eine Lehre aufbauen ist ungefähr genau so gehaltvoll als würde ich behaupten:

Das Seeing beträgt in Schnitt 2 Bogensekunden. Also reicht für Planeten ein 2" APO.


Wenn da bezüglich "Kontrastdurchmesser" immer noch jemand anderer Meinung ist als ich dann stört mich das nicht sonderlich. :) Ich hab jetzt auch keine Lust mehr mich zu wiederholen und steige deshalb aus dieser Diskussion aus.

Gruß Kurt

 
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hallo Sven,

d'accor: Ich habe ja den Sterntest vom Achro extra als abschreckendes Beispiel angefügt! Das ist komplett unzulässig im Vergleich mit dem Kontrastdurchmesser da ja der Farblängsfehler eines Achros nicht berücksichtigt wird. Mach doch bitte ein kleines Kapiterl auf deiner Webseite über das Thema, das lesen viele Einsteiger und ich verweise gerne. Du kannst gern von mir die nötigen Sterntests bekommen!

lg Tommy
 
Hallo Leute,

wer klammert sich denn nun an die Faustformel, nun schon mit Hilfsbe- oder verrechnungen (verrechnen ist nicht gleich falsch rechnen!) für Teilbereiche?

Sie wird durch Beobachtungen bestätigt? Wird sie wirklich bestätigt, sogar durch meine Beobachtungen?

Tommy hat auch mal einen anderen Vergleich APO/Newton gemacht und veröffentlicht.
Sehen muss man doch auch, dass es schon Gleichstand zwischen 8" Newton (20%!?) und 7" Vollapo gab.
Dass 0% bis 15% definitiv niemand sieht (der mir bekannt ist) sollte man auch mal hinnehmen. Kurt und seine Mitbeobachter nicht, ich auch nicht.
Dass 0% gegen 20% im direkten Vergleich sichtbar zu machen schwer ist und beste Bedingungen erfordert wurde auch schon unzählige Male beobachtet und bestätigt.

Ich denke, wir beobachten hier in einen Schwankungsbereich der keiner Faustformel bedarf, noch nicht einmal etwas damit zu tun hat.
Zumindest müsste sie dieser Schwankungsbreite, eventuell sogar einer noch höheren angepasst werden und dann ist sie zumindest für niedrige bis moderate Obstruktionswerte bis 25% so aussagekräftig dass man sie zu nichts mehr ge- oder missbrauchen kann.

Es kommt auf so viele Faktoren an, die nicht nur beim Equipment sondern auch beim Standort und beim Beobachter liegen. Sie sind optischer/technischer, atmosphärischer und biologischer Natur.
Stellt Euch mal vor, ein Tommy, der alles versucht hat, dem Newton mehr zu entlocken als dem 120er APO kommt auf die Idee, einen 140er APO dazu zu stellen und muss feststellen, dass auch der nicht mehr zeigt als der 120er?
"Zmeckts" dann noch? So was passiert aber nun mal auch, nicht mal selten und es muss nicht an unterschiedlichen Qualitäten der Optiken liegen, es kann. Seeing (und das muss nicht unbedingt offensichtlich kochen!), mangelnde Transparenz am Himmel (Dreck, Dunst muss nicht mal merklich Grenzgröße kosten), zu viel Störlicht (nicht nur am Himmel sondern auch am Teleskop).........!


Nochmal meine Frage aus und für die Praxis:
Warum sieht man 0-15% nicht, während man 25 zu 35% immer sieht und 15 zu 25% sieht man auch?
Das wäre mal was für die Praxis.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Kurt,

ja, sicher sind wir uns in diesem Punkt einig. Du hast mich nur völlig falsch versrtanden. Ich wollte mit meinen Rechenbeispielen nur beleuchten wie (un)sinnig die Zmek- Lehre vom "Kontrastdurchmesser" ist.

na ja ich hab Dich schon richtig verstanden und Dich deshalb noch mal auf Deinen Fehler hingewiesen.
Dein Versuch ist unsinnig die „Zmek- Lehre“ wie Du sie nennst mit einer Situation zu wiederlegen für sie die sie ausdrücklich nicht gedacht ist.
Sie gilt für schwache Kontraste (20%) und nicht für einen 100% Kontrast, das solltest Du doch langsam mal mitbekommen haben.

Anstatt die „Zmek- Lehre“ zu wiedelegen hast Du lediglich die Unsinnigkeit Deiner Argumentation deutlich gemacht.

Dieser Unsinn ist vergleichbar mit der Verwendung eines Ferraris auf dem Acker.
Du darfst dich nun aber nicht wundern das der Ferrari zum Pflügen des Feldes völlig ungeeignet ist und auf den Ferrari schimpfen.
Es ist Dein Fehler wenn Du ihn ernsthaft dafür benutzen willst.
Ein Ferrari ist ein gutes Auto mit dem man wenn man ihn richtig verwendet richtig Spaß haben kann.

Genauso ist der Kontrastdurchmesser nach Zmek eine ausgezeichnete Möglichkeit die Kontrastleistung für schwache Kontraste von Optiken mit und ohne Obstruktion miteinander zu vergleichen.

Im Schnitt 20% (Objekt)Kontrast an Planeten zu setzen und darauf eine Lehre aufbauen ist ungefähr genau so gehaltvoll als würde ich behaupten:

Das Seeing beträgt in Schnitt 2 Bogensekunden. Also reicht für Planeten ein 2" APO.
Nun rücken wir das mal gerade.
Wäre das Seeing in 99% der Nächte bei 2 Bogensekunden oder schlechter würde ein 70mm APO ( ein 2“ wäre definitiv zu klein) in der Tat eine sehr vernünftige Wahl sein.

Ich hab jetzt auch keine Lust mehr mich zu wiederholen und steige deshalb aus dieser Diskussion aus.
Ich mag mich auch nicht ständig wiederholen und Dir zum x ten Mal verklickern das Zmek nicht für einen 100% Kontrast anzuwenden ist.
Es scheint da wirklich zwecklos bei Dir, so wendest Du Zmek weiterhin falsch an und kannst somit natürlich auch nur ein unsinniges Ergebnis erhalten.
Das ist aber nicht Zmek sondern Dir anzulasten wenn Du solche Fehler machst.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

...Ich mag mich auch nicht ständig wiederholen und Dir zum x ten Mal verklickern das Zmek nicht für einen 100% Kontrast anzuwenden ist….
ja, dann lass es doch :cool: Ich hatte nämlich schon deinen polemischen Anwandlungen begriffen: Die Lehre vom „Kontastdurchmesser“ passt nur bei vis. Planetenbeobachtung von Beobachtern mit Farbschwächen für den Spezialfall 20% Objektkontrast, 40% Obstruktion und der willkürlich festgesetzten Grenze von 10% SW-Bildkontrast als vis. Wahrnehmungsschwelle.

Gruß Kurt
 
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Hallo Gerd,

damit keine Missverständnisse auftreten möchte ich meinen letzten Beitrag wie folgt präzisieren und ergänzen:
Die Zmek´sche Lehre vom „Kontrastdurchmesser“ könnte gut passen, wenn alle folgenden Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:

1. Wenn nur Planeten visuell beobachtet werden.
2. Wenn Planetendetails mit weniger als 20% Objektkontrast beobachtet werden.
3. Wenn die Augen der Beobachter an Farbschwäche leiden.
4. Wenn die Beobachter nicht weniger als 10% SW- Bildkontrast unterscheiden können.
5. Wenn das Teleskop 40% Obstruktion hat.
6. Wenn man die geminderte Bildhelligkeit der obstruierten Öffnung vernachlässigen kann.
7. Wenn man überhaupt die für ein Testgitter mit sinusförmigem Helligkeitsverlauf ermittelte MTF für irregulär geformte Objektdetails anwenden kann.

...Und die ausgedehnten Strukturen mit Kontrasten im Schnitt 20% sieht man mit einem 25% obstruierten Newton sogar einen Tick kontrastreicher als mit 6" "Kontrastdurchmesser"….
…Lieber Kurt hier bringst Du jetzt aber bisschen was durcheinander…

Tu ich das wirklich? Zu 6“ „Kontrastdurchmesser“ gehört in dem Beispiel 8“ Öffnung mit 25% Obstruktion. Da liegt die MTF-Kurve für 75% „Kontrastdurchmesser“ doch über dem gesamten normierten Ortsfrequenzbereich sichtbar unter der MTF für die entsprechende mit 25% Obstruktion. D.h. für mich die obstruierte Öffnung bildet in diesem Fall über den gesamten Ortsfrequenzbereich kontrastreicher ab. Da kannst du die Wahrnehmungsgrenze für Kontrastunterschiede ganz beliebig ansetzen. Zum besseren Verständnis hab ich das entsprechende Diagramm auch noch mal wiederholt und damit reicht es mir hier endgültig.

Gruß Kurt
 

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Hallo Kurt,

nur mal jetzt so nebenbei angemerkt:

In der Praxis sollte man beim Spiegel doch auch den Lichtverlust bei der Reflexion berücksichtigen. Dieser ist nicht unerheblich und mindert bereits ohne jegliche Obstruktion den Output signifikant, besonders wenn ich für beide Spiegelflächen von ca. 90% Übertragung, d.h. jeweils 10% Lichtverlust ausgehe. In den Abbildungen ist nur vom Verlust durch Obstruktion die Rede.

Ich könnte mir vorstellen, dass Zmek dies ebenfalls mit in seine Kalkulationen mit einbezogen haben könnte?! (ohne jetzt den Artikel von ihm gelesen zu haben).

Der beschriebene Lichtverlust hat in der Praxis jedenfalls mindestens unmittelbaren Einfluß auf deine Punkte 3. und 6. und zwar dann, wenn ich beim unobstruierten Gerät von einem Refraktor ausgehe und beim obstruierten von einem Newton. Natürlich hat auch das Linsensystem Verluste. Diese sind aber weit geringer als die Verluste bei der Reflexion.

Viele Grüße
Werner
 
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Hallo Werner,


ganz spekulativ: bei Mond- und Planetenbeobachtung steht genug bis reichlich Licht zur Verfügung weswegen das eigentlich bei Deep-Sky-Beobachtungen eher ins Gewicht fallen sollte.


Viele Grüße Felix
 
Hasllo Werner,

aus das wurde schon bis zum Erbrechen vor-, durch-, ver- und gegengerechnet, mit und ohne Zenitspiegel und haste nich gesehen.

Für die Praxis kann man feststellen, dass man im Bereich der sinnvollen Hoch- und Höchstvergrößerungen für gegebene Öffnung am Planeten genügend Licht hat um diese Verluste sowohl am Refraktor ALS AUCH AM NEWTON vernachlässigen zu dürfen. Zu dunkel wird es weit jenseits davon.
Man kann sich dem natürlich auch entziehen und das nächste Fass aufmachen.

Und Du sprichts wieder ganz allgemein von Refraktor.
Auch Licht, welches nicht im Fokus landet ist verlorenes Licht für die Beobachtung und es kann sogar heftig stören, selbst wenn man gegenüber Farbfehler in Farbe unempfindlich ist.
Das ist dann das nächste offene Fass oder was?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Werner,

In der Praxis sollte man beim Spiegel doch auch den Lichtverlust bei der Reflexion berücksichtigen...

für 25% Obstruktion hab ich den Lichtverlust für “Kontrastdurchmesser“ schon abgeschätzt. Der beträgt ohne Berücksichtigung der Reflexionsverluste der Spiegelflächen:

LV = 1-(0,75²)/(1-0,0625)= 0,40
Siehe: #1004069 - 23/04/2013 12:02

Die Reflexionsverluste wären in Falle von Schiefspieglern mit „Kontrastdurchmesser“ sogar noch etwas höher als bei einem Newton, weil diese Dinger üblicherweise mit einem Zenitspiegel betrieben werden. Das gilt natürlich jeweils nur für gleiche Qualität der Verspiegelung. Bekanntlich kann man für HS und FS von Reflexionsgrad 90% bis 97% alles haben. Dann gibt es Zenitspiegel mit 99% R. und solche wo 99% draufsteht, die aber nur 85% reflektieren. Moderne SCs o. ä. haben relativ hochwertige Verspiegelungen und Vergütungen.

Macht man die gleiche Rechnung für das Beispiel gemäß dem Bericht von Zmeck mit 40% Obstruktion dann wird der Lichtverlust für eine „Kontrastdurchmesser“ Spiegeloptik sogar >50%. Nimmt man hier einen „Kontrastdurchmesser“- Refraktor, dann wird der Lichtverlust auf ca. 45% - 50% abgemildert. Auch ein Refraktor hat keine 100% Transmission und üblicherweise einen Zenitspiegel.

Das mit dem Lichtverlust mag wohl bei vielen Planetenbeobachtungen sekundär sein. Mir ist aber bei der Beobachtung von Saturn mit AP ca. 0,8 mm und Bino- Ansatz der Lichtverlust unangenehm aufgestoßen. Jedenfalls wird hier die Erkennbarkeit von zarten Farbkontrasten auf dem für mich bunten Planeten Saturn negativ beeinträchtigt.

Bei „Kontrastdurchmesser“ und gleicher AP hätte man zwar annähernd die gleiche Bildhelligkeit, aber nur bei 60% der Vergrößerung, entsprechend auf 36% reduzierte Fläche der Detais. Das mindert mit hoher Wahrscheinlichkeit die Erkennbarkeit von farbigen Details auf Saturn.

Ich hab in dem Bericht von Zmek nichts gefunden wonach er den prinzipiell gegebenen Lichtverlust der Optik mit „Kontrastdurchmesser“ berücksichtigt hätte.

Gruß Kurt
 
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Günther,

es ist doch nicht schlimm das Spiegelteleskope deutliche Lichtverluste an jeder Spiegelfläche haben. Da ist der Refraktor nun mal besser, wenn gut vergütet. Das spricht dem Spiegelsystem aber noch lange nicht seinen nutzen ab, wie du richtig feststellst. Also kann man das doch getrost zur Kenntnis nehmen. Das sind nun mal Fakten, da braucht es keine Ausflüchte. Hier will doch keiner das heilige Newton Teleskop runter machen :/. Fakten müssen doch genannt werden dürfen ohne das gleich der Farbfehler ins Felde geführt wird um zumindest eine Teilmenge der Refraktoren für untauglich zu erklären.

VG,
Christian
 
Hallo Kurt,


Das mit dem Lichtverlust mag wohl bei vielen Planetenbeobachtungen sekundär sein. Mir ist aber bei der Beobachtung von Saturn mit AP ca. 0,8 mm und Bino- Ansatz der Lichtverlust unangenehm aufgestoßen. Jedenfalls wird hier die Erkennbarkeit von zarten Farbkontrasten auf dem für mich bunten Planeten Saturn negativ beeinträchtigt.

Diese Schilderung finde ich absolut nachvollziehbar, anders sieht es aus wenn man nur monokular beobachtet. Ich tu mich mit Binoansatz irgendwarum schwer und verzichte drauf, wahrscheinlich ist mir deswegen Saturn oder genauer gesagt die Farbunterschiede auch bei 0,8 oder 0,7mm AP hell genug gewesen.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Christian,

sorry!
Da ist von NEWTON und von REFRAKTOR die Rede und man will ja so unbedingt den "KONTRASTDURCHMESSER" reinzaubern.

Mal abgersehen davon, dass dieser Refraktor nur ein guter APO sein kann, dann haben wir auch noch den Fakt dass du wieder hohe Obstruktion brauchst um mit Deinen so genannten Fakten praktisch sichtbar durchzukommen, günstigstenfalls ein SC mit Zenitspiegel.
Beim Newton mit höherer Obstruktion muss der APO dann noch ohne oder mit einem echt hochreflektiven ZS betrieben werden und der Newton besser mit der Normalverspiegelung.

Begreife endlich mal, dass ich selbst zwei Refraktoren und drei Newtons habe und mich auf Beobachtungen beziehe.
Das sind härtere Fakten als diese virtuelle hätte/wäre/kann Rechnerei.

Lies mal Kurt. Ich habe auch einen Binoansatz. Da wird das Licht aufgeteilt und ja, da vermisse ich mit kleinen Öffnungen am Planeten Licht. Bei Mond und Sonne nicht. Da mache ich mir jetzt mal nen Kopf drüber, weil klene Newtons schwer auf ganz niedrige Obstruktion zu trimmen sind. Über den Rest nicht.
Du rechnest und ich beobachte. Alles gut!

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Kurt,

wie kommst du auf einen Lichtverlust von 40%? Verstehe ich richtig, das LV ist doch wohl dein Lichtverlust in deiner Formel? Sorry, wenn dem so ist kann ich das jetzt nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht habe ich auch nur missverstanden...

Bei einem 203,2 mm Newton komme ich auf einen effektiven Durchmesser bei 2x Reflexion von 90% und Obstruktion von 25% (ein FS mit 50,8 mm) auf eine effektive Öffnung von ca. 177,07 mm, also fast ein 7" hinterher oder mache ich da etwa einen Rechenfehler? Das wären dann aber keine 40% Lichtverlust. Bitte nicht missverstehen, ich spreche jetzt nur vom reinen Lichtverlust durch Reflexion und Obstruktion und komme auf diesen Wert.

Viele Grüße
Werner
 
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Hallo Kurt,

Ich hatte nämlich schon deinen polemischen Anwandlungen begriffen: Die Lehre vom „Kontastdurchmesser“ passt nur bei vis. Planetenbeobachtung von Beobachtern mit Farbschwächen für den Spezialfall 20%

so so die 20% Objektkontrast sind also ein Spezialfall am Planeten.
Dann müssen ja wohl die 100 % mit denen Du permanent hier argumentierst der Normalfall am Planeten sein? ?)

Und ich dachte bisher immer das es umgekehrt wäre und Kontraste um die 20% am Planeten der Normalfall sind und ein 100% Kontrast ein extremer Spezialfall wie er am Planeten praktisch überhaupt nicht vorkommt.
Selbst die angesprochenen Mondschatten auf Jupiter setzen sich nicht mit einem 100% Kontrast vom Planeten ab.
Sie befinden sich schließlich nicht vor Schneeweißem Hintergrund!

Aber mal im Ernst meinst Du nicht auch das es wesentlich praxisgerechter ist wenn man den am Planeten nun mal vorherrschenden Kontrast um die 20% zugrunde legt und sich nicht am praktisch überhaupt nicht am Planeten vorkommenden Extremfall eines 100% Kontrastes orientiert?

Letztlich ist das Doch der Knackpunkt unserer Meinungsverschiedenheit.
Du willst unbedingt mit einem 100% Kontrast am Planeten arbeiten.
Ich sehe da nicht den geringsten Sinn darin da dieser nicht mal in Einzelfällen dort vorkommt.
Was willst Du also am Planeten überhaupt mit einem 100% Kontrast ?

Ich orientiere mich an den Kontrasten die am Planeten am häufigsten vorkommen und kann daraus dann auch vernünftig und Praxisgerecht beurteilen wie die allermeisten Details durch das Teleskop abgebildet werden, das ist es was für mich zählt und nicht irgendwelche Extremfälle die entweder gar nicht wie der 100% Kontrast oder extrem selten vorkommen.

1. Wenn nur Planeten visuell beobachtet werden.
Völlig richtig

2. Wenn Planetendetails mit weniger als 20% Objektkontrast beobachtet werden.
Es muss nicht weniger sein, es reicht Volkommen wenn es im Schnitt so um die 20% sind.
Was zählt ist die Gesamtsituation und nicht irgendwelche seltenen Einzelfälle.
3. Wenn die Augen der Beobachter an Farbschwäche leiden.
Siehe die kontroverse Diskussion der Anderen Teilnehmer hier, dieser Einwand ist nur bedingt gerechtfertigt.
Darüber hinaus besteht wie von Werner schon erwähnt beim Spiegelteleskop in Relation zum Refraktor ein erheblich größerrer Lichtverlust durch die Reflektion am Spiegel.
Üblich sind hier ja wohl noch 88% Reflektion also unterm Strich bleibt nur noch 0,77 übrig.
Beim ZS am Refraktor sind mittlerweile 99% Reflektion üblich und dank guter Vergütung auch nur etwa 1% Lichtverlust am Objektiv.
Das musst Du in jedem Fall gegenrechnen wenn Du einen Newton mit einem Refraktor mit Kontrastdurchmesser vergleichst.

4. Wenn die Beobachter nicht weniger als 10% SW- Bildkontrast unterscheiden können.
Hier solltest Du noch mal die letzten Rechenbeispiele durchgehen, es ist völlig ausreichen wenn wir die Schwelle bei 3% ansetzen, auch dann ergibt die Rechnung nach Zmek bereits ein plausibles Ergebnis.

5. Wenn das Teleskop 40% Obstruktion hat.
Die Beschränkung nur auf 40% ist schlicht Unsinn.
Perfekt passt die Rechnung nach Zmek für Obstruktionen zwischen 30% und 40%, über 40% zieht man etwas zu wenig ab und unter 30% etwas zu viel.
Das ist aber eine geringfügige und daher vernachlässigbare Diskrepanz und kein Grund diese Rechnung nicht auch unter 30% bzw. über 40% zu machen.
Selbst bei 15% Obstruktion zieht man nach Zmek dann lediglich etwa 7,5% zu viel ab.
Das ist längst nicht so tragisch als das man Zmek dann für 15%Obstruktion verbieten müsste.

Und noch was zu den 15% Obstruktion.
Anscheinend wollen mache hier so tun als gäbe es da keine Kontrastminderrung mehr weil Sie da keinen Unterschied sehen und deshalb soll da auch nichts für den Kontrastdurchmesser von der Öffnung abgezogen werden.

Das wäre ein schönen
Eine Kontrastminderrung besteht selbstverständlich auch bei 15% Obstruktion auch wenn diese recht gering ist und nicht augenscheinlich auffällt.
Trotzdem darf man sich nicht in die Taschen lügen und so tun als hätte man den vollen Kontrast den die Öffnung ohne Obstruktion hergibt.
An anderer Stelle legt man schließlich auch Wert darauf das keine Fehler außen vorgelassen werden, auch dann nicht wenn diese relativ gering sind.
Ich erinnere an die Zernike Diskussion und deaktivierte Fehler bei I-Gramm Auswertungen.
Komischerweise sind ausgerechnet diejenigen die sich da an geringsten Fehlern hochziehen und bei deaktivieren des Fehlers dann geschönt schreien Diejenigen die hier die Kontrastminderrung einer 15% Obstruktion am liebsten unter den Tisch fallen lassen möchten nach dem Motto sieht man eh nicht.

Ich sage wer a sagt muss auch b sagen und wer sich an einem Asti welcher den Strehl um 5% Punkte mindert hochzieht darf dann nicht eine 15% Obstruktion unter den Tisch fallen lassen.
Daher ist es hier auch völlig gerechtfertigt wenn man 7,5% von der Öffnung für den Kontrastdurchmesser abzieht.

Wenn man überhaupt die für ein Testgitter mit sinusförmigem Helligkeitsverlauf ermittelte MTF für irregulär geformte Objektdetails anwenden kann.

Wenn Du Dir da nicht sicher bist warum führst Du denn dann überhaupt so eine MTF als vermeintliches Argument gegen Zmeck ins Feld?

Tu ich das wirklich? Zu 6“ „Kontrastdurchmesser“ gehört in dem Beispiel 8“ Öffnung mit 25% Obstruktion. Da liegt die MTF-Kurve für 75% „Kontrastdurchmesser“ doch über dem gesamten normierten Ortsfrequenzbereich sichtbar unter der MTF für die entsprechende mit 25% Obstruktion
Ok hier hast Du in dem speziellen Fall recht. Allerdingst nur weil hier 75% etwas zu pessimistisch für den Kontrastdurchmesser sind wenn Du 5% weniger von der Öffnung abgezogen hättest so wie von mir für eine 25% Obstruktion vorgeschlagen würde es besser passen.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

ich sehe immer die Refraktoranhänger auf dem Bauch liegen, oder andersherum: Wenn die einen 99% Zenitspiegel haben dürfen, dann darf ich meinem Newton auch 96% auf dem Hauptspiegel und 99% auf dem Fangspiegel verpassen. Dann sind wir quitt!

Warum eigentlich muss ein Newton immer in diese Rechnungen mit [zensiert]ausstattung und der Refraktor mit Edelcreme-Goldkante eingebaut werden? Wo kauft ihr eigentlich Euren Plunder? Ich täte den Händler ja mal wechseln...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Werner,

lies mal den letzten Beitrag von Kurt genau.
In seinem ersten Absatz verweist er auf den Beitrag hier im Thread wo er sich mit 25% Obstruktion befasst und zum richtigen Ergebnis kommt. Da hin geh ruhig mal zurück.

WEas danach kommt hat damit nichts mehr zu tun.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Guenther,

o.k., wenn ich den Lichtverlust eines reinen 6" (75% Kontrastdurchmesser) gegenüber eines 8" und auch noch die 25% Obstruktion des 8" berücksichtige komme ich natürlich ebenso auf den Wert 40%.

Allerdings hinkt dieser Vergleich etwas, da ich vom 8" eben auch noch die Reflexionsverluste und nicht nur die Obstruktion abziehen muss. Im Normalfall wären das also 2x ca. 90% oder eben bei optimalen Beschichtungen entsprechend weniger.

Somit sollte man eher bezüglich des Unterschieds in der Lichtausbeute die effektive Öffnung (in meinem Beispiel 177,07 mm) und nicht 8" zu 6" in Relation setzen. Genau genommen muss man dabei etwas weniger als 6" nehmen da auch ein Linsensystem Verluste hat.

Gruß
Werner
 
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Hallo Werner,

...Allerdings hinkt dieser Vergleich etwas, da ich vom 8" eben auch noch die Reflexionsverluste und nicht nur die Obstruktion abziehen muss. Im Normalfall wären das also 2x ca. 90% oder eben bei optimalen Beschichtungen entsprechend weniger.

wenn du es genau wissen willst dann ist es natürlich richtg die realen Reflexionsgrade der Spiegel bzw. Transmissionsgrade der Linsen zu berücksichtigen. Es gibt aber heute bereits sehr preisgünstige Newtons oder die der Oberklasse von ORION UK die von Teleskop Service Ransburg mit 94% bzw. 97% Reflexionsgrad beworben werden.

Gruß Kurt
 
Hallo Gerd,

so so die 20% Objektkontrast sind also ein Spezialfall am Planeten....

mit meiner Auflistung 1. bis 7. und den Rechenbeispielen hab ich versucht die Begrenztheit und Unzulänglichkeit der Zmeck´ schen Kontrastdurmesserlehre abustecken. Offensichtlich hast du das immer noch nicht verstanden. Ich hab deshalb keine Lust mehr dir weitere Argumente zu präsentieren.

Gruß Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Werner,

nimm Deine Fußzeile wörtlich und verknüpfe sie mit meiner.

Stell Dir mal vor, das steht ein wirklich guter Vollapo auf der Wiese, daneben ein wirklich guter visuell optimierter Newton dem Du 1" mehr Öffnung gönnst (mach ich auch) und auf der anderen Seite daneben ist wirklich gutes SC mit deutlicher Öffnungsdraufgabe.
Alle drei Teleskope müssen optisch, thremisch und mechanisch gleichermaßen beherrscht sein.
Dann braucht man noch gutes Seeing und für jedes Teleskop die passenden Okulare und natürlich Planeten in höchstmöglicher Stellung, Jupiter, Saturn oder von mir aus auch eine Mondsichel, günstig etwa 1/3 beleuchtet.

Wenn du nach einem solchen Abend der genussvollen Beobachtung mit drei Teleskopen in Höchstform noch immer die Neigung verspürst, irgendwelchen ebenso vertrakten wie vereinnahmten und mißbrauchten Faustregeln mit Feilschen um Prozentchen anhelfen zu müssen, dann hast Du ein echtes Problem.
Natürlich wirst Du feine Unterschiede in den Bildern wahrnehmen und sehen wenn Du ein guter Beobachter bist.
Hier ein anderer Farbton, da ein Detail etwas leichter, ein Detail wird eventuell sogar nur ein einem der Teleskope gefunden, dafür ist eine Feinheit an den anderen beiden Teleskopen deutlicher, schärfer sichtbar.
Das wird sich in der Summe, unter diesen Vorgaben und bei unvoreingenommener Herangehensweise immer ausgleichen und niemals reichen, einen Sieger zu küren.

Es kann, nach unser Beider Motto nur die Freude an herrausragenden Beobachtungen an drei sehr guten Teleskopen übrig bleiben.

Ich weiß, wie schwierig es ist, drei solche Teleskope zusammen zu bringen, aber es geht hin und wieder. Unser Hobby hat einen Vorteil, wie haben jede Menge Zeit udn wir können manche Dinge auch mit einem einzigen verfügbaren Teleskop durchaus auf ihren praktischen Sinngehalt prüfen, wie das z.B. mit künstilcher Obstruktion auf Refraktoren oder auch mit Vergrößerung der Obstruktion bei Newtons immer mal angeregt wird. Da ist sogar egal, welche Qualität das Teleskop hat, denn sie bleibt gleich.

Was ich sehr gerne mal sehen würde, wäre der Vergleich Vollapo und Planetennewton mit unter 15% Obstruktion bei gleicher Öffnung in sehr guter Qualität, so in etwa 8-12".
Das könnte ebenfalls ein scharfes Date werden, ist aber wohl recht utopisch.
Ich sage ja, dass ich 15% Obstruktion nicht sehe. Dabei beziehe ich mich aber mangels Möglichkeiten auf sehr kleine Öffnung, bis 5" und weiß, dass mit größerer Öffnung ein deutlicher Zuwachs an Details kommt, wobei bei 8" noch längst nicht Schluss ist.

Gruß
*entfernt*

 
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Hallo Günther,

...Was ich sehr gerne mal sehen würde, wäre der Vergleich Vollapo und Planetennewton mit unter 15% Obstruktion bei gleicher Öffnung in sehr guter Qualität, so in etwa 8-12".
Das könnte ebenfalls ein scharfes Date werden, ist aber wohl recht utopisch...

der ist gut :super:
8", 12" oder mehr Öffnung als Newtons in Topqualität lässt sich wahrscheinlich noch organisieren. Aber wie und woher bekommt man wohl die dazu passenden Vollapos auf die Wiese die auch ihren Namen verdienen? Das ist wohl das was als recht utopisch bezeichnest :)

Noch etwas: Wenn ich mal gutes Seeing und günstige Planetenposition habe vespüre ich keine Lust dazu um "beschussfeste" Vergleichs- BBs mit mittelprächtigen Teleskopen zu fabrizieren.

Gruß Kurt
 
Hallo Günther
Ich würde eher sagen: Ich rechne und beobachte und fotografiere und (versuche) zu zeichnen um meine Beobachtungen zu dokumentieren.




Genau das fehlt mir manchmal, wenn immer von Beobachtungserfahrung gesprochen wird. Diese ist nicht messbar und damit auch nicht nachvollziehbar und sie bleibt damit rein subjektiv. Darum verstehe ich nicht warum man sich dann die Beobachtungserfahrung als alleinige Wahrheit hinzustellen versucht, so wie du es tust.



Da gibt es noch mehr und dazu gehört eben auch, das man sich auch theoretisch in gewissen Grenzen mit der Thematik beschäftigt. Das habt ihr ja auch und das macht ihr ja auch. Sich aber dann hinter der subjektiven Beobachtung zu verstecken bringt einen meiner Meinung nach nicht viel weiter. Wenn man Theorie und Praxis in gesundem Maße mischt, hat man das Maximum an Erkenntnis.


Wie dokumentiert ihr denn eure Vergleiche auf der Wiese?





@Kurt: Hallo Kurt,
ich halte die Argumentation mit der MTF für nicht geeignet, da der ganze Prozess zu komplex ist. Das beschreibt die MTF nicht ausreichend gut. Von daher ist die Gültigkeit der Zmeckschen Faustformel keineswegs widerlegt. Ich hatte ja schon geschrieben, dass man diese auch nicht allzu ernst nehmen kann, da es eine lineare Funktion ist! Die aber in gewissen durchaus relevanten Bereichen eine gute Näherung bietet. Du hast den Artikel doch gelesen. Ich denke die Formel ist empirischen Ursprungs. Warum wird denn dieses Wissen hier nicht mal dargelegt, statt alles zu widerlegen. Ich verstehe nicht, warum man das widerlegen sollte. Als einen Grund kann ich bisher nur erkennen, dass es für einige den Newton zu schlecht dastehen lässt. Meine Güte die paar Prozent. Ist halt ne Faustformel.



VG,
Christian
 
Hallo Christian,

die Antwort für meinen Teil kam exakt 10 Minuten vor Deinem Beitrag. Die Dokumentation von Beobachtungen findet sich in Beobachtungsberichten und nicht in Formeln die das Beobachtete nicht wiederspiegeln.

Die Rechnungen von Kurt decken das Beobachtungsspektrum in seiner Breite ab und nicht nur er, der rechnet, sondern auch Andere bestätigen das durch Beobachtung. Da mag sich nun macher hier im Thread in den Beiträgen verlieren, weil er auch mal so rechnet wie man es nach der Formel müsste, nur um zu zeigen, dass die Formel nicht zur Beobachtung passen kann.
Das Problem solcher Threads wie diesem hier ist doch, das er sich ab seiner Grundaussage von einem Einspruch und Widerspruch zum nächsten hangeln muss, bis kaum noch jemand folgen kann, und weiß um was es eigentlich geht.

Schau Mal auf den Threadtitel und darauf wo der Thread schon überall war und jetzt steht.
Klimmzüge ohne Ende, nur weil die falschen Leute sagten, dass ein "Schief" nicht unbedingt zum Reiseteleskop taugt.
Die Beobachtung gibt von diesem Startpunkt bis hier hin nicht her was daraus gemacht wurde.

Ach ja, es geht ganz ohne Formeln, einfach nur mit normalem Menschenverstand unter Berücksichtigung der praktischen Beobachtung:
http://www.astrotreff-deep-sky.de/ATDS_postst6929_Grundsatzliches-zur-Obstruktion-ein-Reizthema.aspx

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Christian,

@Kurt: Hallo Kurt,
ich halte die Argumentation mit der MTF für nicht geeignet, da der ganze Prozess zu komplex ist. Das beschreibt die MTF nicht ausreichend gut. Von daher ist die Gültigkeit der Zmeckschen Faustformel keineswegs widerlegt. Ich hatte ja schon geschrieben, dass man diese auch nicht allzu ernst nehmen kann, da es eine lineare Funktion ist! Die aber in gewissen durchaus relevanten Bereichen eine gute Näherung bietet. Du hast den Artikel doch gelesen. Ich denke die Formel ist empirischen Ursprungs. Warum wird denn dieses Wissen hier nicht mal dargelegt, statt alles zu widerlegen. Ich verstehe nicht, warum man das widerlegen sollte. Als einen Grund kann ich bisher nur erkennen, dass es für einige den Newton zu schlecht dastehen lässt. Meine Güte die paar Prozent. Ist halt ne Faustformel

mittlerweile kommen mir auch Zweifel ob man die MTF hier so uneingeschränkt anwenden darf. Aber der William stützt sich doch genau darauf und zwar nur auf den Teil der MTF der passt. Wo es nicht passt wird mit willkürlichen Annahmen wie Objektkontrast bei Planeten nicht größer als 20% und Kontrastwahrnehungsvermögen nicht <10% passend gemacht.

Zu den "empiriscbewn Ursprung" findet man bei Zmek nur den Hinweis das sei Stand des Wissens. Irgendwelche Quellen für Feldversuche mit z.B. heute gängigen 8"- und wesentlich größeren Spiegelteleskopen und dazu passenden Refraktoren hab ich in seinem Bericht nicht gefunden. Wer ihm Glauben schenkt und deshalb ein hochteures, relativ kleines APO-Refraktor-"Planetenteleskop" als Ersatz für ein gutes wesentlich preisgünstigeres Spiegelteleskop kauft der handelt natürlich goldrichtig im Sinne der Refraktorproduzenten. Aber das hatten wir ja schon...

Noch mal ein anderes Beispiel für die Sinnhaftigkeit einer Faustformel:

2x2=4
2+2=4

Daraus lösst sich die Faustformel ableiten:

Multiplikation kann durch Addition ersetzt werden.


Für Zahlen in der Nähe von 2 passt es sogar fast genau. Ist ja ne Faustformel. :cool:

Es macht durchaus Sinn Näherungsgleichungen zur Erleichterung von Rechenopreationen oder zur Beschreibung von physikalisch-technischen Zusammaenhängen aufzustellen. Man muss sich aber bei deren Anwendung vorher klar darüber sein ob die Fehler im irgendwie definieren Toleranzbereich liegen oder nicht.

Gruß Kurt
 
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Hallo Günther,

Was ich sehr gerne mal sehen würde, wäre der Vergleich Vollapo und Planetennewton mit unter 15% Obstruktion bei gleicher Öffnung in sehr guter Qualität, so in etwa 8-12".

Habe ich mehr als einmal erlebt, wenn auch nicht mit identischer Öffnung. Das erste Mal 2005 auf der WSP. Hier stand Juri mit 2 8" TEC Apos. Der eine war ein Vollapo, der andere ein ED. Nur wenige Meter davon weg am Strand ein edler 10" MN Intes Micro F7 von Matthias. Die Obstruktion lag definitiv unter 15%. Ich kann mich noch recht genau an die Anblicke von Saturn erinnern. Es war recht schwer zu sagen, in welchen Teleskopen mehr zu sehen war. Das Bild im MN war etwas heller. Alle 3 Teleskope zeigten Saturn natürlich knackscharf mit extrem gutem Kontrastverhalten. Schwer zu sagen in welchem man definitiv mehr Details erkennen konnte. Den gleichen Eindruck wie ich hatten auch mehrere andere sehr interessierte und erfahrene Beobachter. Im MN auf alle Fälle mindestens ebenbürtig. Ein kleinerer Newton (etwa 8"-9") hätte gegen diese 2 superguten Refraktoren wahrscheinlich nicht so gut ausgesehen. Die optische Qualität des MN war mir vom Papier gut bekannt, nur dass hier keine falschen Vermutungen aufkommen. Sie war excellent und um ein Haar hätte ich dieses Teil gekauft. War mir mit F7 nur zu lang für mein Auto.

Achso... Seeing war wie es halt in Florida auf der WSP so ist -> gnadenlos gut!

Schade nur, dass die 2 Apos 2006 nicht mehr da waren. Denn dann hätte man den Vergleich 8" Apo gegen einen sehr guten 8" MN machen können, welchen Matthias mitgebracht hatte.


Allein die Tatsache, dass der 10" MN von 2005 mindestens ebenbürtig war hatte mich damals zum Kauf meines 12" MN mit Optik aus dem gleichen Hause bewegt. Auch den Vergleich 12"MN gegen 8" TMB Apo kenne ich. Habe ich auf der Sternwarte Köln ausprobieren können. Da hatte der 8" Apo erwartungsgemäß keine Chance.

Es ging mir wie anderen hier um so manche Rechnung. Nachfragen ist erlaubt und völlig legitim und hat nicht zwangsläufig etwas mit irgendwelcher eigenen praktischen Beobachtungserfahrung zu tun.

Viele Grüße
Werner





 
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