Hallo Kurt,
Wenn man die Zmek-Lehre unverfälscht anwendet ist sie wohl doch nicht sooo refraktorfreundlich. Ich weiß auch nicht ob man z. B. den potenziellen Käufer eines 12" MN auf 11" (echt)APO umstimmen könnte, weil letzterer doch immmehin im mittleren Ortsfrequenzbereich die gleiche Kontrastübertragung liefert
na das war ja ne schweren Geburt, hätte nicht gedacht das Du überhaupt mal in nem Punkt nachgibst.
Bei 15% Obstuktion sind die Unterschiede in der Kontastübertragung mit/ohne so gering dass man auch ohne jede Faustformel sagen kann: praktisch unbedeutend.
Ja aber auch mit Faustformel kann man das eben sagen und es gibt daher keinen sachlichen Grund für Dein niedermachen dieser Faustformel.
Aber du hast vollkommen recht es wird schnell zu kompliziert wenn man die MTF nicht als einzig wahre Stütze annehmen will,
Also Grundvoraussetzung ist hier natürlich das man die MTF dann auch richtig und für das entsprechende Beobachtungsziel hier Planeten mit vorherrschend schwachen Kontrasten entsprechend zu interpretieren versteht.
Dann kann man auch so wie ich es tue ausgezeichnet mit der MTF arbeiten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Wer sich damit schwer tut sollte dann aber lieber doch die Finger von der MTF lassen bevor er unsinnige Schlüsse zieht und lieber mit der Zmek Formel arbeiten um eine praxisgerechte Aussage zu bekommen.
insbesondere wenn es um die Kernaussage der Zmek- Lehre geht, nämlich die Faustformel würde bei 30% - 40% Obstruktion besonders gut passen.
Ah ja nun bist Du also plötzlich meiner Meinung das diese Formel für 30 bis 40% besonders gut passt.
Was noch fehlen würde wäre die Erkenntnis das sie mit unbedeutenden Abweichungen (welche man auch berücksichtigen könnte) auch darunter und darüber noch gut zu verwenden ist.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1006196/Re_Schiefspiegler_als_Reise_do#Post1006196
Zitat von Gerd_Duering:
Die Beschränkung nur auf 40% ist schlicht Unsinn.
Perfekt passt die Rechnung nach Zmek für Obstruktionen zwischen 30% und 40%, über 40% zieht man etwas zu wenig ab und unter 30% etwas zu viel.
Das ist aber eine geringfügige und daher vernachlässigbare Diskrepanz und kein Grund diese Rechnung nicht auch unter 30% bzw. über 40% zu machen.
Selbst bei 15% Obstruktion zieht man nach Zmek dann lediglich etwa 7,5% zu viel ab.
Das ist längst nicht so tragisch als das man Zmek dann für 15%Obstruktion verbieten müsste.
Das ist auch der MTF in dem von Christian verlinkten Bericht zu entnehmen.
Link zur Grafik:
http://legault.perso.sfr.fr/mtf_obstruction_reduc.gif
Man sieh hier schön das es auch bei einer 20% Obstruktion ausgezeichnet passt wenn man so wie von mir hier schon mehrmals vorgeschlagen 5% weniger von der Öffnung abzieht.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1003922/Re_Schiefspiegler_als_Reise_do#Post1003922
Zitat von Gerd_Duering:
Bei 25% Obstruktion liefert die Zmeck Faustformen noch ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis.
Ganz im Gegensatz zu dem was Du behauptest.
Mensch Kurt ich kenne Dich eigentlich als einen Mann der weiß was eine praxisgerechte Interpretation von kleinen Abweichungen bedeutet.
Du zeigst hier die MTF für 25% und ziehst Dich ernsthaft an einer kleinen Diskrepanz von wenigen % zwischen beiden Kurven im für schwache Kontraste interessanten Bereich der MTF hoch und behauptest hier die Rechnung nach Zmeck wäre ne Milchmännchenrechnung.
Du meine Güte das sind (ich habs jetzt nicht nachgeprüft) allerhöchstens 5% die man bei 25% Obstruktion zu viel abzieht.
Mach meinetwegen die Korrektur und zieh bei 25% Obstruktion nur 20% statt 25% von der Öffnung für den effektiven Kontrastdurchmesser für schwache Kontraste ab wenn Dich das Erbsenzählen denn so glücklich macht.
Die gestrichelte blaue Kurve oben zeigt die MTF für 85% der Öffnung mit Obstruktion also mit 20% - 5% = 15% Abzug für den Kontrastdurchmesser.
Wer mit der MTF umzugehen versteht kann das problemlos selbst herausfinden.
Wer nur krampfhaft eine altbewährte Faustformel in die Märchen und Sagenwelt verbannen möchte der ignoriert das einfach hartnäckig und schreibt zumindest noch bis vor kurzem das diese Formel nur für eine 40% Obstruktion anwendbar wäre.
5. Wenn das Teleskop 40% Obstruktion hat.
So kann man dann natürlich so tun als ob man Zmek nicht am Newton bei standartmäßig eher 25% und getunt meinetwegen auch etwas unter 20% verwenden könnte.
Irgendwas muss man ja schließlich an den Haaren herbeizuziehen wenn man dieser Formel die Existenzberechtigung nun um jeden Preis absprechen möchte.
Wenn man sich an die Limits hält die ich weiter oben umter 1. bis 7. aufgeführt habe hält dann passt sie aber prächtig. Nur unserem lieben Experten Gerd passt das wiederum nich
Nun mir passt das schon sehr gut das Zmek unter für Planetenbeobachtung praxisgerechten Vorgaben prächtig passt.
Was mir nur nicht passt sind Deine Übertreibungen was die Limits betrifft.
Von den nur 40% bist Du ja nun aber schon etwas abgekommen und wenn Du die MTF oben anschaust so gebe ich die Hoffnung nicht ganz auf das hier noch die Einsicht reifen könnte das es auch bei 20% Obstruktion noch sehr gut passt wenn man so wie von mir vorgeschlagen 5% weniger für den Kontrastdurchmesser abzieht.
Aber naja dann müsstest Du ja eigentlich auch zugeben das ich recht hatte mit meinem Vorwurf der Erbsenzählerrei denn Du wolltest Zmek ja schon bei 25% als völlig daneben hinstellen und hast versucht aus diesen 5% Diskrepanz ein Riesending zu machen.
Ob Du da über Deinen Schatten springen kannst?
Na wir werden sehen.
Grüße Gerd