Selbstbau einer Sternwarte mit 2,6m Kuppel

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Hallo Thomas,

vielen Dank für Dein Lob.

Mein Standort ist in der Lichtverschmutzungskarte mit grün angegeben und rundherum mit blau - keine grösseren Städte in der Nähe, d.h. München ist 40km entfernt...

Gruss

Sebastian
 
Servus,

hier ein paar Bilder der bereits vorgefertigten Teile:

- die acht Laufrollen für die Kuppel, von denen vier die radiale Führung der Kuppel übernehmen. Alle acht Laufrollenböcke fungieren gleichzeitig als Sturmsicherung gegen das Abheben der Kuppel.

Gruss

Sebastian
 

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- die Verstellspindeln für die Polhöhenwiege

- der Verriegelungsmechanismus für die beiden Kuppeltore

- die Stromversorgung der einzelnen Komponenten inkl. Teleskop, drei USB-Anschlüsse und ein 220V Anschluss seitlich.


Gruss

Sebastian
 

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Hallo Sebastian

Mensch das ist bis jetzt sehr schön geworden, ist ja wie ein Wochenendhaus für die kommende
Tolle Nächte die du darin verbringen tust.

Manfred
 
Servus,

ein weiterer Schritt ist geschafft - am Wochenende haben wir mit fünf Mann die Säule in die Warte gewuchtet - die 175kg der Säule machen sie schon ziemlich unhandlich.
Nachdem ich dann die Säule einigermassen ins Wasser gebracht habe, wurden die elektrischen Anschlüsse und die USB-Leitungen installiert.
Demnächst wird die Säule noch mit Sand gefüllt, um sie zu dämpfen und träger zu machen - aber auch so macht sie schon einen sehr stabilen Eindruck:-)
Kann mir jemand von Euch den richtigen Sand empfehlen?

Gruss

Sebastian
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sebastian,

ganz normalen Quarzsand, trocken und staubfrei.

Kannst Du als Zwitschervogelsand im Zoohandel kaufen oder mit etwas Glück im gut sortierten Baumarkt.

Der bleibt lange "rieselfähig" und damit der gewünschte "Dämpfkörper" im System.

Oben abdecken nicht vergessen, sonst zieht er Feuchtigkeit aus der Luft und verklumpt. Dann ist es aus mit der Dämpfung.

Jörg
 
Hallo Sebastian,

und weiter gehts!
Sol langsam nimmt der Traum der eigenen Sternwarte Gestalt an und mein Neid ;-)wächst.
Deine Säule ist schon ein ganz schöner Brummer, sollte mich echt wundern wenn da was schwingt.
Ich schließe mich dem Rat vo Jörg an und würde die Säule auch mit Quarzsand befüllen, den es im Baustoffhandel geben sollte.Den gibt es dort in größeren Packungen als im Zoohandel mit entsprechendem Preisvorteil.

Thomas
 
Servus,

habe heute die Aussenbeleuchtung angebracht und die Säule mit Quarzsand befüllt - kapp 120kg gingen rein. Die Einfüllöffnung habe ich luftdicht und dauerhaft verschlossen.
Die Säule scheint durch den Sand noch unempfindlicher gegen Erschütterungen geworden zu sein - wenn man sehr kräftig dagegen schlägt, spürt man nur eine geringe Vibration, d.h. für den normalen Betrieb sollte das gut genug sein. Viel wichtiger ist die Entkopplung vom Gebäudefundament - die scheint gut zu funktionieren. Abschliessend ist das erst mit montiertem Teleskop zu bewerten.
Morgen geht es mir dem Bau der Kuppel weiter - Holzteile sägen...

Gruss

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

Zitat von Sebastian_D:
habe heute die Aussenbeleuchtung angebracht und die Säule mit Quarzsand befüllt - kapp 120kg gingen rein. Die Einfüllöffnung habe ich luftdicht und dauerhaft verschlossen.

Welchen Sand hast Du letztlich genommen? Ich habe mir auch gerade eine neue Säule anfertigen lassen und habe da ein ähnlich kleines Einfüllloch oben wie an Deiner Säule auch, ich hatte leider nicht näher spezifiziert, wie wichtig ein größeres Loch hier wäre und aufbohren möchte ich die 12mm Deckplatte nicht.. Nun habe ich zwar noch 2 Sack Spielsand hier, der ist aber so feucht, daß ich erstmal zusehen müsste, wo und wann ich ihn zum trocknen ausbreiten könnte.

Ansonsten finde ich Dein Projekt sehr gelungen und mit viel durchdachter Liebe zum Detail ausgeführt, 5 Daumen hoch dafür!.
Ich würde Dir für die XLR-Buchsen alsbald noch Abdeckkappen empfehlen, Du glaubst nicht, wo sich Insektenviechzeugs überall einnisten möchte... ;)
Letztens fand ich ein Erdbienennest im Hohlraum der SC-Prismenschiene vor.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Toni,

ich habe Quarzsand aus dem Baumarkt genommen - der war furztrocken und ist wesentlich feiner als Spielsand. Der sollte dann auch mit einem geeigneten Trichter durch deine 12mm Bohrung rieseln. Wie gross ist denn bei Dir das zu befüllende Volumen?
Übrigens habe ich sogar die passenden Gummiabdeckkappen für die XLR-Buchsen - nur noch nicht draufgesteckt.
Im übrigen hoffe ich, dass ich keine grossen Probleme mit Ungeziefer in meiner Sternwarte bekomme.

Gruss

Sebastian
 
Servus,

heute habe ich wieder den halben Tag damit verbracht, einen weiteren Teil der für die Kuppel benötigten Holzteile zu sägen - langsam ist das Licht am Ende des Tunnels zu sehen und es ist kein entgegenkommender Zug...:-)
Während ich mit den Holzteilen beschäftigt war, hat mein Kollege die ersten zwei der vier Platten für die Polhöhenwiege gefräst. Kommende Woche werden dann die beiden Seitenteile gefräst.
Die Grundplatte der Polhöhenwiege habe ich mit der Säule zusammen in Nord-Südrichtung auf 0,02mm/m ausgerichtet; die Ausrichtung in Ost- Westrichtung erfolgt dann auf der Platte, die das Teleskop trägt, um Toleranzen der Frästeile auszugleichen.
Übrigens, zur Stabilität der Säule: wenn ich mit voller Kraft gegen die Säule drücke, bewegt sie sich um ca. 0,04mm/m aus dem Lot - das entspricht etwa 9 Winkelsekunden.


Gruss

Sebastian
 

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... ein Bild von den Fräsarbeiten...
 

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Hallo Sebastian,

Zitat von Sebastian_D:
ich habe Quarzsand aus dem Baumarkt genommen - der war furztrocken und ist wesentlich feiner als Spielsand. Der sollte dann auch mit einem geeigneten Trichter durch deine 12mm Bohrung rieseln. Wie gross ist denn bei Dir das zu befüllende Volumen?

OK, das ist mal ein Tip dem ich nachgehen werde.
Meine Säule hat ein Innenvolumen von ca 24,5 Litern.
(Vierkantprofil 140x140mm, 10mm Wandstärke, Höhe 1700mm)

Link zur Grafik: http://img811.imageshack.us/img811/6173/img9805z.jpg

Link zur Grafik: http://img829.imageshack.us/img829/3776/img9804b.jpg

Link zur Grafik: http://img69.imageshack.us/img69/5861/img9800a.jpg





 
Servus Toni,

also meine Säule hat ein Innenvolumen von 90l und ich habe knapp 5 25kg Säcke des Quarzsandes benötigt, d. h. du brauchst höchstens 1,5 Säcke, je nach dem wie gut du den Sand in der Säule komprimierst.
Warum hast Du ein Vierkant-Profil für die Säule genommen und welche Wandstärke hat dieses?

Gruss

Sebastian
 
Hi Sebastian,

Zitat von Sebastian_D:
Warum hast Du ein Vierkant-Profil für die Säule genommen und welche Wandstärke hat dieses?

Materialstärke aller Komponenten 10mm.
Das Vierkantrohr war ein Restabschnitt eines anderen Projektes meines Schlossers. Ursprünglich wollte ich Hochdruckrohr um die 150mm Durchmesser, mein Vierkantrohr hat nun ja Diagonal etwa 200mm.
 
Servus Toni,

ah, verstehe - und wie bist Du mit der Steifigkeit deiner Säule zufrieden?

Hast du das Fundament der Säule von dem des Gebäudes entkoppelt?

Gruss

Sebastian
 
Hi Sebastian,

Zitat von Sebastian_D:
ah, verstehe - und wie bist Du mit der Steifigkeit deiner Säule zufrieden?

Nun, die Säule ist noch nicht gefüllt. Ein Hammerschlag mit dem Gummihammer erzeugt einen Ton von ca 1 sek dauer, das wäre für mein Dafürhalten, bzw mit der Erfahrung nach nunmehr 3 Säulen schon recht gut. Schwingungen am Setup, etwa auch 1 sek, kommen nur noch von den Stehbolzen oben, da habe ich mich mit M12 Gewindebolzen etwas 'verkalkuliert', ich bin ja kein Ing. oder Statiker und muss das alles empirisch ermitteln.

Hast du das Fundament der Säule von dem des Gebäudes entkoppelt?

Nein. Du musst Dir das in meinem Falle 'anders herum' vorstellen, es war ein bestehendes Gartenhaus, welches ich instand gesetzt und teilweise zur Sternwarte umfunktioniert habe. Daher auch die ansich viel zu hohe Säule, da die Wände für eine Sternwarte recht hoch sind.

Die Hütte steht jedoch auf einer 30cm dicken Betonplatte von 3x6m, der Beobachter steht quasi entkoppelt auf einer Bühne. Bisher hatte ich noch nie mit Trittschwingungen zu kämpfen.


 
Die Warte ist ja echt spitzenmäßig. Wenn du mal Ärger mit deiner Frau hast, kannst du da locker mal ein paar Wochen einziehen! :/
 
Servus,

in der Zwischenzeit habe ich mich mit dem Aussägen der Holzteile beschäftigt - das ganze entpuppte sich zeitaufwändiger, als ich dachte.
Zuerst habe ich die verschiedenen Teile im CAD nach Holzstärke sortiert und optimal auf 3m x 1,5m (der Plattengrösse) ausgerichtet und dann 1:1 ausgedruckt - zwei Ausdrucke pro Holzplatte.
Die Ausdrucke werden dann kurz vor dem Sägen mit Zeitsprühkleber auf die Platte geklebt und ausgesägt. Das Papier kann später relativ gut wieder abgezogen werden.
fast alle Holzteile müssen noch nachbearbeitet werden: Bohrungen, Aussparungen, Fasen, Gewindeeinsätze, etc.
Langsam beginnt jetzt der Zusammenbau der Einzelkomponenten - eine Torhälfte ist schon fast fertig.

Gruss

Sebastian
 

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Servus an alle,

ein weiterer Schritt ist gemacht - die Polhöhenwiege ist fertig!

Die Polhöhenwiege macht einen sehr soliden Eindruck und kann in jeder Richtung absolut spielfrei justiert werden.

Gruss

Sebastian
 

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Servus,

nachdem ich die Polhöhenwiege zusammengebaut hatte, stellte ich fest, dass die Aluoberflächen zu empfindlich waren und selbst durch das Reinigen mit einem Tuch schon leicht verklatzt wurden. Daher habe ich sie wieder zerlegt, die Einzelteile geschliffen, um die Frässpuren zu beseitighen und die Teile dann eloxieren lassen - das ganze war nicht teuer und sieht super aus.

Gruss

Sebastian
 

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Servus,

da ich in Vorbereitung für die Deep Sky Photographie mir einen Moonlite Fokussierer zugelegt habe, der auch den Reducer in sich aufnimmt und daher länger baut, wurde es nötig, den Freiraum zum Durchschwingen zu der Gabel zu vergrössern.
Ich habe mir dazu zwei Zwischenstücke mit 55,0mm Höhe angefertigt, die ich dann im oberen Bereich der Gabel eingesetzt habe.
Damit ist es dann weiterhin möglich, in Polnähe zu beobachten, bzw. zu photographieren.

Gruss

Sebastian
 

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Hallo Sebastian,

Dein Projekt ist dermaßen professionell das man nur staunen kann.
Wie sich bei meiner Unterschrift erkennen läßt bin ich Vereinsmitglied bei der Sternwarte Hofheim.
Wir haben unter anderem ein MEADE RCX400 16".
Nun wollen wir seit längerem eine Polhöhenwiege für das Gerät anschaffen. Jedoch konnten wir noch keine passende finden.
Ist es möglich uns Pläne deiner Wiege zukommen zu lassen das wir diese nachbauen lassen ?
Selbstverständlich währe dies nur für den einmaligen Gebrauch für unseren Verein.
 
Servus,

die Daten für die Polhöhenwiege liegen nur als Catia V5 3D-Daten vor - Zeichnungen müsste ich erst ableiten.
Es wäre sinnvoll, erst die Konstruktion an das 16" anzupassen und dann Zeichnungen abzuleiten.
Dazu bräuchte ich die Dimensionen des Fusses, sprich Gewindepositionen und -durchmesser und Fussdurchmesser...

Ist der Fuss vom 16" RCX400 gleich zum 16" LX200 ACF, denn evtl. möchte noch jemand eine Polhöhenwiege mit diesen Dimensionen.

Evtl. könnte ich die Wiege auch anfertigen - kann dann aber keinen genauen Termin der Fertigstellung angeben, da es in unsere laufende Produktion eingeschleust werden muss...

Gruss

Sebastian
 
Hallo,
habe ein CPC 11 und hätte auch interesse an einer Polwiege,
Adapter für mein CPC kann ich mir selbst bauen.

lg
Alois
 
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