SpaceX zum Mars | Seite 26 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

SpaceX zum Mars

maximilian

Mitglied
Hallo!
Der Wasserwerfer reichte schon ran (sah man ein bisschen später), das Problem scheint mir eher die Schürze gewesen zu sein die die Triebwerke abdeckt. Wenn es da drin ein Methanleck gibt und die Triebwerke noch heiß sind, dann kommt da der Wasserstrahl von der Seite einfach nicht hin, kann also nicht wirklich löschen.
Genauso habe ich das auch gesehen, ich habe mir die Videos mehrfach angeschaut. Das Raumschiff selbst war dem Wasserstrahl im Weg.

Und die Beinchen, in irgendeinem Video sah man dass manche davon nicht richtig eingerastet sind, was aber eher nicht die Ursache für Feuer und Explosion war. Die Landung war wohl generell etwas hart, aber auch das muss nicht unbedingt der Grund für die Methanleckage gewesen sein. Gebrannt hat es schon vorher.
Das Feuer ist schon ziemlich früh ausgebrochen, zwischen der Zündung des ersten und zweiten Triebwerks. Irgendwo ist Methan ausgetreten, entweder an einem der Triebwerke oder an einem Leck im Tank,
Elon Musk weiss aber, dass die Füsschen noch [zensiert] sind und verbessert werden müssen. Da das Starship ja nur mit einem Triebwerk landet, muss es ohnehin etwas schief aufsetzen, und ich frage mich wie diese mickrigen Beinchen das ausgleichen sollen.
Und das ist wieder einer meiner Kritikpunkte an SpaceX. Dass diese Landebeine nichts taugen weiß man jetzt schon eine ganze Weile. Trotzdem setzt man sie weiterhin ein und riskiert einen teuren und nützlichen Prototypen deswegen. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele andere (bekannte!) Schwachstellen das System noch hat, die einfach geduldet werden, bloß weil der Chef unbedingt an seinem Zeitplan festhält. Die Geschichte der Technik hat schon sehr oft gezeigt, dass sich so etwas immer rächt. Die zwei Space Shuttle Unfälle sind Beispiele dafür.

Grüße
Maximilian
 

Optikus

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Hallo,

hier sieht man den Löschversuch einer nicht genau auf dem vorgesehenen Ladekreis aufgesetzten SN10 und der Wasserwerfer da nicht ranreicht,
hier muss wohl auch am Löschsystem nachgebessert werden!
Scheinbar hat der Versuch einer letzten Korrektur zum Startkreis das Landebein beschädigt!

So gesehen war das ein doch recht aufschlussreicher geglückter Ladeversuch, man hat nun mit 3 Triebwerken den Fall abgebremst, dann schnell von 2 auf Eins gewechselt, das ja so schon mehrmals erfolgreiches Aufsetzen gezeigt hat!

Mich begeistert die Logistik, ohne Beirrung geht dort die Arbeit täglich weiter, vor 3 Wochen wurde genau an diesem Startplatz noch betoniert.
Tage davor sah mit die Kräne mit Tennisplatzgroßen Moniereisengeflächte dort ablegen. wären der Startvorbereitungen von SN9, währenddessen läuft die Produktion von SN 12 - 15 + bis hin zu SN19 + 20 usw.

Seid Anfang Dezember habe ich das hier auf einem 3. Monitor laufen Nerdle Cam 4K- SpaceX SN10 At Boca Chica Starship Launch Facility > alle Arbeiten an der großen Startrampe für die endgütige Starship Rakete, geht zwischen den Triebwerktests und geglückten oder gescheiterten Startversuchen weiter.

Da wird Sand verschoben, alte Hilfsfundament weggestemmt, geschweißt und neu betoniert, alles während jeder Pause des Testbetriebes, in der Nähe der Tanks und Versorgungsanlagen, die nur durch Sandwälle geschützt betrieben werden!
In Cape Canaveral hätte es Endlassugen gehagelt, da ist jede Lagerhalle mindesten 25 km weg!

Die NASA Gewaltigen konnten sich sowas garnicht vorstellen, das man so arbeiten kann, auch ein Grund warum dort die kosten so viel höher sind!
In Florida gibt es in 3Km Umkreis nicht, was da zum Start nicht hingehöht. jeder fehlende Schraube hat da zum Startverzögerungen geführt.
und musste in Texas oder Kalifornien oder anderswo im Land angefordert + eingeflogen werden!
Da ging alles hintereinander, nach dem Motto Eins nach dem Anderen!

Denkt Einer die hätten, wie hier gesehen, eine nicht genau funktionierenden Rakete SN9 stehen lassen, die Startnummer in SN10 getaucht einen Neue in 2 Stunden herbeigeschafft und dann ein paar Tage später als SN9 gestartet!

Das man, wenn man so gute Leute hat, womit man auch Vieles nebeneinander gleichzeitig machen kann, das hatten die patriarchisch Denkenden damals garnicht auf der Latte.
Bis heute hat es sich doch festgesetzt das mehr Leute nur mehr Kosten verursachen, erst die Sorftwareindustrie hat gezeigt, das es Anders auch geht!
Ja das nur früher am Markt sein, zu den erhofften Erträgen führt, und Jeder der zulange auch an alter Produktionsweisen festhält, der sichere Verlierer in der Zukunft ist!

Da kommt Einer daher, denkt und zeigt wie neues wirtschaftliches Tun zum Erfolg führt und auch Gelder fließen lässt, was ja das einblenden der Beteidigungskonten seid gestern Abend bestätigt.

Wenn das erste komplette Starship dort wieder in dem Landekreis steht, werden die Börsenticker heißlaufen und jeden Mitbewerber in die 2. Reihe stellen!

wir können es erleben!


Gruß Günter
Hallo Günter,

ich bin auch der grundsätzlichen Meinung, dass wer immer nur eingelaufenen Wegen folgt niemals selbst Spuren hinterlassen wird, man muss in der Technik den Mut haben, Dinge anders zu machen, wenn man es für richtig hält. Alte Paradigmen müssen keine guten sein. Aber man darf sich manchmal schon wundern, wie radikal man bei SpaceX vorgeht. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Die Falcon haben sie zum Fliegen bekommen, wie Maximilian schrieb ist das aber eine andere Liga, sagen wir Zaporosch in der Autowelt, jetzt sind wir mit dem SN bei Corvette, SN + Unterstufe ist dann Ferrari... Das wird, da bin ich sicher, irgendwann klappen, aber ob da der Speedvorteil noch gilt wird sich erst weisen müssen. Es scheint mir, als wäre aktuell zu viele Fehler im System die man aktuell erstmal beiseite schiebt. Das kostet viel Geld, allein 9 Triebwerke! Das ist mir etwas sehr krachledern - da wäre m.E. systematischeres Vorgehen dienlich. Wie Maximilian schrieb, die beiden Space-Shuttles sind an Kleinigkeiten verunfallt, nicht an großen Themen. Ein dämlicher Dichtring der für die Anwendungstemperatur nicht geeignet war (was man wußte) und etwas Schaumstoff der sich löste (was regelmäßig passierte und bis auf einmal immer gut ging). Kleine Ursache - große Wirkung!

CS
Jörg
 
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Uchemnitz

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maximilian

Mitglied
Hallo!
Hi
Bei Scott Manley sieht man das mehrere Landebeine (4:10min) nicht eingerastet sind. So weich kann dann die Landung nicht gewesen sein.

Das würde ich so nicht sagen, man kann auch auf dem nackten Blech weich landen. Genügend Flugzeuge haben das vorgemacht, wenn sie nach Problemen mit dem Fahrwerk auf dem Bauch gelandet sind...

Aber der Fehler mit dem Fahrwerk an sich ist natürlich unverzeihlich. Exakt das selbe Problem hatten sie ja vorher auch schon und niemand hat es in der Zwischenzeit gelöst. Man geht nicht Fliegen (mit einem Flugzeug nicht und mit einem Raumfahrzeug erst recht nicht), solange man nicht alle bereits bekannten Fehler behoben hat. Sonst muss man wirklich für jeden Flug einen Prototypen opfern. Wenn Boeing und Airbus so ihre Flugtestprogramme gemacht hätten, dann würden wir heute noch mit der Postkutsche reisen.

Grüße
Maximilian
 

MiMeDo

Mitglied
Hallo Maximilian!

Was mich aber stört (und da werde auch ich nicht müde es gebetsmühlenhaft zu wiederholen :) ) ist einmal Elon Musks vollkommen unrealistische Zeitplanung, mit der er seine Mitarbeiter unter großen Druck setzt, der letztendlich zu vermeidbaren Fehlern führt (was ich auch meiner eigenen Berufspraxis leider zur Genüge kenne).
Da will ich nicht widersprechen. Am Ende brauchen sie mindestens doppelt so lange wie ursprünglich angekündigt, aber sie sind dann trotzdem noch deutlich schneller als die gesamte Konkurrenz. Das mit den Fehlern ist sicher zum Teil so. Was (meiner Ansicht nach) eine der grössten Gefahren für SpaceX (bzw. das Starship) ist, ist dass mal irgendein grösserer Unfall mit Personenschaden passiert und dann der Betrieb erst mal für ein halbes Jahr still gelegt wird. Dabei meine ich nicht einmal so sehr die Flüge und Explosionen, sondern dass ihnen ein Kran umfällt oder so (oder ein SN9...). Oder natürlich dass ein Starship in die Tankfarm einschlägt.

Und andererseits das ständige „bashing“ von NASA, Boeing und allen anderen, die vor SpaceX kamen.
Das muss man differenziert sehen. Weder Elon Musk noch SpaceX bashen die NASA, im Gegenteil, die wird hofiert da sie der entscheidende Kunde ist und vor allem war, ohne den SpaceX nicht hätte gross werden können. Diese Misstöne kommen vor allem von einem Teil der Fangemeinde von Elon Musk (den "Fanboys"), die manchmal einen ähnlichen Neuronenmangel erkennen lassen wie man das sonst eher von den Anhängern mancher religiöser Gruppierungen oder eines gewissen Politikers in jenem Land kennt. "Unser Messias macht nie was falsch!"

Auch gegen Boeing kann ich mich jetzt an nichts von Musk oder SpaceX direkt erinnern (kann mich täuschen), aber da ist Kritik wirklich gerechtfertigt. Seit Boeing 2001 den Firmensitz von Seattle nach Chicago verlegt hat, sind Vorstand und Technik kommunikativ entkoppelt, und dementsprechend klappt vieles nicht mehr so gut wie früher. Statt von Innovation lebt Boeing heute vor allem vom Lobbyismus. (Es gibt sogar Leute die sagen, "seit 2001 ist Boeing eine Gefahr für die nationale Sicherheit".) Und dass sie es versäumt haben, eine kompetente Softwareabteilung aufzubauen, haben wir ja leider schon mehrfach gesehen.

Ansonsten stimmt es natürlich, dass Elon Musk nicht unbedingt vorsichtig ist mit manchen seiner Äusserungen (v.a. per Twitter), wie er damit Börsenkurse oder Kryptowährungen manipuliert. Da sollte er mal so langsam erwachsen werden. Oder die Stichelei gegen Rogozin nach dem Crew-1 Start ("the trampoline works"). Das war zwar sachlich korrekt, aber trotzdem m. M. n. unwürdiges Nachtreten. Letzteres ist in sofern kurios, weil er es ja letztendlich den Russen verdankt, dass er SpaceX überhaupt gegründet hat. Er wollte bei ihnen einen Raketenstart zum Mars kaufen, aber der angebotene Preis war seiner Meinung nach viel zu hoch. Also hat er halt seine eigene Rakete gebaut.

Da bin ich immer noch der Meinung, dass Raumfahrt und Masse nicht kompatibel sind.
Das ist ein guter Punkt. Masse ist natürlich nicht gleich Masse, die Frage ist ja wohl "wieviel Masse" die Raumfahrt braucht und verträgt. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass so wie es bisher lief schon genug ist und wir nicht mehr brauchen und folglich auch kein Fortschritt mehr anzustreben ist. Oder, als krasser Gegenstandpunkt, dass Raumschiffe in Stückzahlen wie Flugzeuge (oder Autos!) produziert werden sollten. Die Wahrheit, wenn es sie denn gibt, liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Die Grenzen werden wohl durch den "Umweltverbrauch" beim Start als auch (wahrscheinlich zuerst) durch den Platzbedarf und Akkumulation von Müll im Orbit gesetzt. Und natürlich letztendlich auch durch den Bedarf.

[Schwitzkühlung] Ich hätte es wirklich toll gefunden - und eine echte Neuerung - wenn SpaceX diesen Ansatz von Anfang an verfolgt hätte. Sensationell sozusagen. Das wäre technischer Fortschritt gewesen.
Ich auch. Aber ich verstehe auch warum sie es nicht machen. Dafür bräuchte es tausende wenn nicht Millionen von feinen Bohrungen an der Unterseite, und eine sehr gleichmässige Verteilung des Gasflusses. Das bekommt man nicht mal so kurz in einem halben Jahr hin. Aber wer weiss, vielleicht tüfteln sie ja im Verborgenen da weiter dran...

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Und nochmal zu den Beinchen und der Landung:
Irgendwo kommentierte Elon Musk, dass die Landung viel zu hart war ("This was way past leg loads. They got squashed hard."). Das Triebwerk hat wohl nicht korrekt auf einen Steuerbefehl reagiert. Oder so. Die Beinchen sind zwar provisorisch, aber im Moment genug. Die ständig präsenten Feuerchen sollten sie meiner Meinung nach endlich in den Griff bekommen. Vor allem beim Abstellen eines Triebwerks sieht das immer aus wie ein rülpsender Drache. Aber immerhin sah mir der Aufstieg des SN10 (soweit man das von den Bildern beurteilen kann) "sauberer" aus als bei den Vorgängern.

Und SN11 könnte schon morgen Montag zur Startrampe transportiert werden!

Grüsse von einem verregneten Sonntag am Mittelmeer (selten, aber gibt es auch hier!)
Thorsten
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Da will ich nicht widersprechen. Am Ende brauchen sie mindestens doppelt so lange wie ursprünglich angekündigt, aber sie sind dann trotzdem noch deutlich schneller als die gesamte Konkurrenz.
Das wissen wir erst zum Schluß, nämlich dann, wenn sie ein fertiges Produkt haben. Für die Entwicklung der Falcon haben sie jedenfalls länger gebraucht als die NASA für das Space Shuttle. Das kann man natürlich so nicht vergleichen, SpaceX hat bei Null angefangen. Aber auch für SpaceX gilt die 90-90-Regel (Ninety-ninety rule): Am Anfang macht man Riesenschritte, aber irgendwann steckt der Teufel in den Details.

Das mit den Fehlern ist sicher zum Teil so. Was (meiner Ansicht nach) eine der grössten Gefahren für SpaceX (bzw. das Starship) ist, ist dass mal irgendein grösserer Unfall mit Personenschaden passiert und dann der Betrieb erst mal für ein halbes Jahr still gelegt wird. Dabei meine ich nicht einmal so sehr die Flüge und Explosionen, sondern dass ihnen ein Kran umfällt oder so (oder ein SN9...). Oder natürlich dass ein Starship in die Tankfarm einschlägt.
Oder ein Starship in einem Dorf oder einer Stadt, oder auch nur in der Nähe davon, einschlägt. Irgendwann müssen sie mal höher (und damit auch weiter) als 10km fliegen, da ist dann mit Evakuieren nichts mehr.

Diese Misstöne kommen vor allem von einem Teil der Fangemeinde von Elon Musk (den "Fanboys"), die manchmal einen ähnlichen Neuronenmangel erkennen lassen wie man das sonst eher von den Anhängern mancher religiöser Gruppierungen oder eines gewissen Politikers in jenem Land kennt. "Unser Messias macht nie was falsch!"
Vielleicht sollte er die mal gezielt ansprechen. Er braucht die NASA nämlich auch. Die hat ihm bisher seine ganze Entwicklung im Bereich „bemannt Raumfahrt“ bezahlt.
Das ist ein guter Punkt. Masse ist natürlich nicht gleich Masse, die Frage ist ja wohl "wieviel Masse" die Raumfahrt braucht und verträgt. Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass so wie es bisher lief schon genug ist und wir nicht mehr brauchen und folglich auch kein Fortschritt mehr anzustreben ist.
Keine Masse heisst nicht automatisch kein Fortschritt. Die großen Raumfahrtprojekte sind alles Einzelstücke oder Kleinserien und von einem zum nächsten gab es immer gigantische Fortschritte. Wenn ich mir nur die Entwicklung bei den Planetensonden anschaue. Aber wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass wir mit unserer heutigen Raumfahrt erst ganz am Anfang sind. Wir sind noch nichteinmal dort, wo Marconi funktechnisch im Vergleich zu einem Galileo-Satelliten war. Und deswegen finde ich es so falsch, unseren heutigen primitiven und extrem umweltschädlichen technischen Stand (wieviel Tonnen Treibstoff braucht man für jedes Kilogramm in die Umlaufbahn? Wieviel Tonnen Treibstoff wird jedes Kilogramm verschlingen, das zum Mars und wieder zurück soll?) zur Ausgangsbasis für eine Massenproduktion zu machen. Den Fehler haben wir jetzt wahrhaftig oft und lange genug gemacht, wenn ich nur an Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor denke... Und wenn ich immer wieder lese, dass man das bisschen Eis im Schatten von irgenwelchen Mondkratern auch noch zu Treibstoff für Primitivraketen verarbeiten will, dann graust es mir so richtig. Das ist ein ganz rares Welterbe von dem wir heute noch gar nicht wissen können, wozu es spätere Generationen einmal wirklich brauchen werden. Das verfeuert man doch nicht in Feuerwerkskörpern. Und etwas anderes sind chemische Raketen nicht im Vergleich zu dem, was echte Raumfahrt einmal sein wird.
Schwitzkühlung: Ich auch. Aber ich verstehe auch warum sie es nicht machen. Dafür bräuchte es tausende wenn nicht Millionen von feinen Bohrungen an der Unterseite, und eine sehr gleichmässige Verteilung des Gasflusses. Das bekommt man nicht mal so kurz in einem halben Jahr hin. Aber wer weiss, vielleicht tüfteln sie ja im Verborgenen da weiter dran...
Das ist eben die Frage, ob man diese Millionen Bohrungen wirklich braucht. Hier würde sich eine gründlichere Forschung wirklich lohnen, auch wenn das ein Jahr Verzögerung im Programm bedeutet. Wenn man erstmal diese unsäglichen Hitzekacheln im System hat, wird man sie nicht mehr los. Die Space Shuttles konnten ein Lied davon singen. Turbinenschaufeln werden auch mit Kühlluft aus feinen Bohrungen gekühlt. Dafür genügen aber geschickt plazierte Bohrungen in der Vorderkante, welche die heiße Strömung um die gesamte Schaufel herum ausreichend „kühl“ halten. Kühl in Anführungszeichen... Vielleicht geht sowas ja auch bei einem Starship.
Und nochmal zu den Beinchen und der Landung:
Die Beinchen sind zwar provisorisch, aber im Moment genug.
Die waren aber nicht alle ausgefahren, wie man im Video sehen konnte. Das Starship wäre also auch bei einer weichen Landung schief gestanden und möglicherweise umgefallen. Sinnloserweise in diesem Fall. Diese Beine brauchen sie. Das sind integrale Bestandteile des Systems. Die müssen funktionieren. Wie bei einem Flugzeug auch. Man fängt doch kein Flugtestprogramm an, bevor man nicht ein funktionierendes Fahrwerk hat.

Grüße
Maximilian
 

MiMeDo

Mitglied
Aber auch für SpaceX gilt die 90-90-Regel (Ninety-ninety rule): Am Anfang macht man Riesenschritte, aber irgendwann steckt der Teufel in den Details.
:ROFLMAO:
Ich muss lachen, weil ich die Regel selber vor knapp 20 Jahren entwickelt hatte ("Wenn man meint man ist so gut wie fertig, dann braucht man nochmal so lange wie man gebraucht hatte um zu diesem Punkt zu kommen"). Ich wusste aber bisher nicht dass die auch einen "offiziellen" Namen hat. Und dazu auch noch einen humorvollen!

Oder ein Starship in einem Dorf oder einer Stadt, oder auch nur in der Nähe davon, einschlägt. Irgendwann müssen sie mal höher (und damit auch weiter) als 10km fliegen, da ist dann mit Evakuieren nichts mehr.
Das eher nicht, denn sie haben ja wie jede andere Rakete auch das Flight-Termination System. Vielleicht wenn sie mal Überführungsflüge von Boca Chica nach Florida machen...

Vielleicht sollte er die mal gezielt ansprechen.
Das denke ich auch manchmal. Aber ich sehe da bisher keine Anzeichen...

Keine Masse heisst nicht automatisch kein Fortschritt. Die großen Raumfahrtprojekte sind alles Einzelstücke oder Kleinserien und von einem zum nächsten gab es immer gigantische Fortschritte. Wenn ich mir nur die Entwicklung bei den Planetensonden anschaue. Aber wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass wir mit unserer heutigen Raumfahrt erst ganz am Anfang sind. Wir sind noch nichteinmal dort, wo Marconi funktechnisch im Vergleich zu einem Galileo-Satelliten war. Und deswegen finde ich es so falsch, unseren heutigen primitiven und extrem umweltschädlichen technischen Stand (wieviel Tonnen Treibstoff braucht man für jedes Kilogramm in die Umlaufbahn? Wieviel Tonnen Treibstoff wird jedes Kilogramm verschlingen, das zum Mars und wieder zurück soll?) zur Ausgangsbasis für eine Massenproduktion zu machen. Den Fehler haben wir jetzt wahrhaftig oft und lange genug gemacht, wenn ich nur an Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor denke... Und wenn ich immer wieder lese, dass man das bisschen Eis im Schatten von irgenwelchen Mondkratern auch noch zu Treibstoff für Primitivraketen verarbeiten will, dann graust es mir so richtig. Das ist ein ganz rares Welterbe von dem wir heute noch gar nicht wissen können, wozu es spätere Generationen einmal wirklich brauchen werden. Das verfeuert man doch nicht in Feuerwerkskörpern. Und etwas anderes sind chemische Raketen nicht im Vergleich zu dem, was echte Raumfahrt einmal sein wird.
Ähm, jetzt bin ich etwas irritiert. Was für Antriebe soll denn "echte Raumfahrt" in Zukunft einmal haben? Und was machen wir in der Zwischenzeit? Und wenn nuklear, Fusion, Antimaterie..., wie bringen wir das Zeugs in den Erdorbit? Für die mittlere Zukunft sehe ich keine Alternative zu den chemischen Antrieben.

Gruss
Thorsten
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Ähm, jetzt bin ich etwas irritiert. Was für Antriebe soll denn "echte Raumfahrt" in Zukunft einmal haben? Und was machen wir in der Zwischenzeit? Und wenn nuklear, Fusion, Antimaterie..., wie bringen wir das Zeugs in den Erdorbit? Für die mittlere Zukunft sehe ich keine Alternative zu den chemischen Antrieben.
Ich auch nicht. Und deswegen sollten wir die chemischen Antriebe für Missionen verwenden, für die sie geeignet sind. Sonden zu den Planeten schicken, Teleskope in die Erdumlaufbahn, Kommunikations- und Navigationssatelliten, von mir aus auch eine bemannte Raumstation im Erdorbit mit fünf Personen an Bord.
Aber in Zeiten, in denen man sich (zurecht!) ernsthafte Gedanken um seinen „CO2 - Fußabdruck“ machen muss, wenn man eine Urlaubsreise mit dem Flugzueg unternimmt, hat der massenweise Einsatz von chemischen Großraketen für Weltraumtourismus keinen Platz. Finde ich. Und für eine bemannte Mission zum Mars braucht man keine massenproduzierten Raumschiffe.

Grüße
Maximilian

PS: Die echte Raumfahrt beginnt - wie wir von Visionären und Zeitreisenden wissen - mit Zefram Chochrane.
 

MiMeDo

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SN11 gestern auf dem Weg zur Startrampe (Foto von Trevor Mahlmann)

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Angekommen... (Foto von Trevor Mahlmann)

1615282045027.png


Flug noch diesen Monat? :cool:

Gruss
Thorsten
 

Optikus

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Hallo!

Ich auch nicht. Und deswegen sollten wir die chemischen Antriebe für Missionen verwenden, für die sie geeignet sind. Sonden zu den Planeten schicken, Teleskope in die Erdumlaufbahn, Kommunikations- und Navigationssatelliten, von mir aus auch eine bemannte Raumstation im Erdorbit mit fünf Personen an Bord.
Aber in Zeiten, in denen man sich (zurecht!) ernsthafte Gedanken um seinen „CO2 - Fußabdruck“ machen muss, wenn man eine Urlaubsreise mit dem Flugzueg unternimmt, hat der massenweise Einsatz von chemischen Großraketen für Weltraumtourismus keinen Platz. Finde ich. Und für eine bemannte Mission zum Mars braucht man keine massenproduzierten Raumschiffe.

Grüße
Maximilian

PS: Die echte Raumfahrt beginnt - wie wir von Visionären und Zeitreisenden wissen - mit Zefram Chochrane.

Hallo Maximilian,

damit würde man Expeditionen über den näheren Orbit hinaus aber ad infinitum in die Zukunft verschieben.

Ob wir dazu erdgeschichtlich die Zeit haben darf ernsthaft bezweifelt werden. Wie in unserer anscheinend gemeinsamen Lieblings-SciFi-Welt immer so schön am Vorspann zu hören ist "In einer fernen Zukunft"... Ich denke dass das nicht der Weg ist.

Probleme muss man nach meiner Vorstellung lösen wenn sie anstehen. Nachdem Vorstellungen von Warp-Reisen oder anderen Möglichkeiten zur Überwindung langer Distanzen mit annähern Lichtgeschwindigkeit aktuell nicht einmal ansatzweise erkennbar sind wäre es meines Erachtens nach utopisch alles erst einmal soweit zu verschieben BIS solche Lösungen zur Verfügung stehen.

Ich vergleiche das einmal mit unserer derzeitigen quasi-dogmatischen Elektroauto-Lösung.

Alternativen, die es schon lange /in den ersten Ansätzen seit vielen Jahrzehnten/ gibt um nachhaltige Kraftstoffe zu erzeugen und Co2-neutral zu machen werden wegen der Lobbyarbeit der Mineralöl-Industrie quasi vollständig ignoriert, obwohl in der Synthese des Hydriervorgangs extrem viele Möglichkeiten gegeben sind z.B. das Entstehen störender Emissionen abgesehen vom Co2 zu vermeiden und in extrem kurzer Zeit somit den Verkehr (Land/Wasser/Luft) zum allergrößten Teil aus der Co2-Produktion zu nehmen.

Anstelle dessen setzt man mineralölindustriefreundlich auf die Elektromobilität mir ihren massiven Infrastrukturerfordernissen oder die Wasserstofftechnologie mit noch längeren Entwicklungszeiträumen, damit die Interessen der Mineralöl-Lobbyisten durch eine noch unabsehbar andauernde Sicherung der Absatzmärkte berücksichtigt werden. Offenbar will man sich die Probleme des Atom-Ausstiegs hier nicht geben, über den Schutz unzweckmäßig gewordener Investitionen und entgangener Gewinne politisch zu diskutieren (und nicht einfach zu zahlen!).
Wer erinnert sich noch an die Bio-Diesel-Zeit? Das war zwar sicher ein suboptimaler Start mit der Nutzung von Ölpflanzenkulturen, aber wie man heute weiß lassen sich aus fast allen biologischen Abfällen (von Fäkalien wie in der Landwirtschaft oder großen Wohngebieten über Holz- und Pflanzenabfällen bis hin zur grünen Tonne) Kraftstoffe synthetisieren - man muss es nur machen wollen.
Insofern fand ich letztens einen Beitrag interessant, bei dem es darum ging, in einer Siedlung die Toiletten durch Vakuum-WC's zu ersetzen um die Fäkalien konzentrierter auffangen zu können zwecks Biogas-Produktion in einem Siedlungseigenen BHKW. Das meine ich, kleinräumige dezentrale Lösungen für die Probleme an der Stelle an der sie entstehen! Genau so dezentral kann man Kraftstoffe synthetisieren. Nur das dient nicht der Großindustrie!

Der leidige Umstand dass der Strom eben nicht sauber aus der Steckdose kommt sondern mit massivsten Eingriffen in die Natur zur Schaffung der Infrastruktur erzeugt und transportiert werden muss wird ausgeblendet.
Auch sind die Windparks eben nicht aus recycelten Plastikflaschen gebaut sondern werden unter Einsatz kaum recycelbarer Verbundschichtstoffe in gigantischen Mengen erbaut, im Wattenmeer das ja so völlig unsensibel auf die Einfügung solch großer Infrastrukturen reagiert und unter Hintanstellung des minimalen Problems, dass die Evolution den Vögeln das Ausweichen vor fast überschallschnellen Windradenden einfach nicht schnell genug eingetrichtert kriegt. Gut, auf dem Meer liegen die erschlagenen Vögel dann wenigstens nicht vor den Füßen von Wanderern oder NaBu-Aktivisten.

Mit der Solar-Energie ist das nicht anders. Dier Herstellung der Silizium-Zellen erfordert den Einsatz höchstgradig giftiger Chemikalien (googel mal Trichlorsilan) in erheblichen Mengen und der Bergbau auf die seltenen Erden ist auch nicht das reine Zuckerschlecken für Umweltschützer.
Um nicht missverstanden zu werden: Das alles ist kein Petitum gegen erneuerbare Energien - aber man darf sie nicht auf Gralsebene heben sondern muss wie bei allen Dingen BEIDE Seiten sehen. Und das tut man aktuell nicht. Heilsbringer haben eben keine kritischen Komponenten zu haben, die sind gut und basta. Nur berücksichtigt diese Mentalität der Problem-Prokrastination eben nicht, dass die Natur ein recht praktisch veranlagtes Gedächtnis hat. Wie wir aktuell immer wieder vorgeführt bekommen. Nachhaltige Entwicklung beginnt nicht mit großumfänglichen Infrastrukturrevolutionen sondern in der kleinteiligen, bereichsnahen und systemimmanenten Änderung und Optimierung an Problemschwerpunkten und einer intelligenten Vernetzung.


Wenn wir an der Stelle den Sprung zurück zu den Raketen machen - dann muss man eben was z.B. den Treibstoff angeht an die Co2-Bilanz ran. Wo kommt das Zeug her, wie kann ich es nachhaltig produzieren, wie lagern und anwenden ohne es lange Strecken zu transportieren - das sind in diesem Problemzusammenhang die Fragen.
Ansonsten kann ich auch warten bis ich durch ayurvedische Levitation nach Hause schweben kann ohne meine Schuhsohlen abzunutzen oder die Tram zu bemühen. Entrepreneurship in meinem Verständnis ist exakt an der Stelle gefragt an der SpaceX steht. Dinge anders machen, neu denken, nicht in eingefahrenen Spuren verharren. Die Abwägung der Risiken und Nebenwirkungen ist dabei diskussionswürdig, aber die Richtung stimmt.

CS
Jörg
 

maximilian

Mitglied
Alles richtig was Du schreibst. Und deswegen dürfen wir zusätzlich all dem anderen Übel jetzt nicht auch noch massenhaft (Touristik)flüge mit Raketen machen. Erst lösen wir mal die dringenden Probleme auf dem Boden und machen mit der Raumfahrt in bescheidenem Umfang so weiter wie bisher. Finde ich.
 

G2_Astro

Mitglied
Hallo,

für die abgeholzten Wälder in Brasilien für Viehwirtschaft und Monoplantagen und in Ostasien für Ölpalmen, könnte man 10 Jahre lang SpaceX Raketen hoch schicken!
Das aber auch Jeder sagt Alle sollen etwas beitragen, da sind Flug Beschränkungen ja nur ein Aspekt der Beteiligung für die breite Masse, der nun ständig Jammernden!

Hier ist aber der Erste am Werk der, eine versprochen Startrate auch scheinbar einhalten kann, auch das wird den Geldfluss dorthin verbessern!
Von Zukunft reden ist nur dann eine feine Sache, wenn Jemand beginnt es umzusetzen, hier ist dann detaillierte Sachkritik hilfreich, und keine Verbotsfantasien.
Einzelne, mal rauchende Leuchttürme umhauen, bringt da nix!

Den Planeten, müssen wir mit Mut zur Veränderungen auf allen Gebieten, der technischen Möglichkeiten und die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen.
Hier sind dann machbare umweltschonende Lösungen als Erstes gefragt!

Besser wäre es, man würde z.B. soviel Fortschrittsdrang wie Elon mal bei Uns jetzt in das deutsche Wasserstoffgeel Projekt stecken, dann könnte man Boden und Luftverkehr, viel schneller Grüner gestallten!

Gruß Günter
 
Zuletzt bearbeitet:

MiMeDo

Mitglied
Elon Musk hat sich zum Flug von SN10 geäussert. Die Landung war mit 10m/s viel zu hart. Der Grund war wohl, dass der Schub etwas zu niedrig war, weil Helium ins Triebwerk geraten ist. (Das wird (noch) zum Bedrücken der Header Tanks verwendet und es hat wohl doch ein bisschen zu sehr geschwabbert.)
SN10 engine was low on thrust due (probably) to partial helium ingestion from fuel header tank. Impact of 10m/s crushed legs & part of skirt. Multiple fixes in work for SN11.

Kurios sind die Bilder von dem Tweet auf den er antwortet. Da sieht man wie Techniker die Beinchen testen. :cool:

Gruss
Thorsten
 

Optikus

Mitglied
Sieht lustig aus, hat noch deutlich Luft nach oben.

Aber das Heliumthema wenn es das denn war wäre eine Erklärung (auch wenn man an der Raketenflamme nix flackern sah), da wird man wohl irgendwas Richtung Schwallgitter in den Tank packen müssen oder hinsichtlich der Betriebsstrategie tüfteln. SN11 steht ja schon, Hardware ändern dürfte da schwer fallen.

CS
Jörg
 

MiMeDo

Mitglied
SN11 hat heute einen Static Fire Test gemacht.
Hat aber wohl nicht so ganz hingehauen,
also morgen Dienstag neuer Versuch.
Wenn das klappt, könnte schon
am Mittwoch
der Flug stattfinden! Könnte... :oops:

Es gibt auch einen Termin für den ersten Orbital Flight:
SN20 soll mit BN3 am 1. Juli starten! 2021. :oops::oops:
Wenn wir die 90/90-Regel anwenden,
könnte es vielleicht sogar vor Jahresende noch was werden. :cool:

Gruss
Thorsten
 

MiMeDo

Mitglied
Das ist ja alles nix neues, in der Raumfahrt gibt's das alles schon lange.
Ich denke das Starship hat da zwei Probleme.
Zum einen schwabbert es bei den akrobatischen Übungen nicht nur ein bisschen sondern so richtig wild so dass auch die Schwabberbleche an ihre Grenzen stossen, und zum andern wollen sie sich das Bedrückungsgas (Helium) sparen (klar, wie auch auf dem Mars nachfüllen?), d.h. sie verwenden den Dampfdruck der kryogenen Treibstoffe. Bei den grossen Tanks die sich langsam leeren kein Problem, aber bei den kleinen die in Sekunden leer sind kommt man da mit dem Verdampfen eher nicht hinterher. Man könnte vielleicht die grossen Tanks unter Druck halten und damit die kleinen beaufschlagen? Wir werden sehen...

Gruss
Thorsten
 

Lunarus

Mitglied
Gestern lief auf NTV eine Doku über Elon Musk und weil ich ein bekennender Fan von Musk bin war das natürlich Pflichtprogramm. Nachdem hier in diesem Thema auch einiger Sachverstand vertreten ist möchte ich mal die Möglichkeit von nuklear-thermales Antriebssystem in die Runde werfen.

Pläne für einen nuklearen Pulsantrieb gab es ja schon in den 1950igern mit dem Orion-Projekt. Später gab es noch Projekt Daedalus und das Projekt Longshot.

Russlands Mach6 Rakete soll aktuell schon über einen nuklearen Raketenantrieb verfügen.


Auch die Seiten NASA plant nukleare Raketen für Marsmission und beschäftigen sich mit diesem Thema. Im ersten Artikel kann man lesen, dass sich die NASA anscheinend damit beschäftigt.

"Werden Menschen transportiert, wird zusätzlich Energie für die Lebenserhaltungssysteme benötigt. Um das Problem zu lösen, kann man entweder eine größere Rakete bauen, die mehr Treibstoff an Bord hat, oder ein effizienteres Antriebssystem. SpaceX versucht sich an Variante 1, die NASA an Variante 2.

Dazu will die NASA eine Technologie wiederbeleben, die in der Ära des Kalten Krieges entwickelt und erprobt wurde. Dabei handelt es sich um Atomraketen. Gemeint sind damit nicht Kernwaffen, sondern Raketen, die ein nuklear-thermales Antriebssystem nutzen."


was ist eure Meinung dazu.

cs

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

MiMeDo

Mitglied
Zumindest um in den Erdorbit zu gelangen brauchen wir nach wie vor "Variante 1". Solange die nicht problemlos flutscht ist nuklear eher was für PowerPoint oder Vorversuchslabors. Wenn dann mal die Starships regelmässig zum Mars fliegen und die strahlenfeste Mondbasis eingerichtet ist und die Psychopathen auf der Erde entmachtet sind, dann wird das eine interessante Option.

Gruss
Thorsten
 

MiMeDo

Mitglied
Nein. Ich denke an die Atomkraft im Allgemeinen. Mir ist es immer etwas ein Rätsel, wie Leute auf der einen Seite dafür sein können und auf der anderen Seite ihre Anwendung Ländern wie Iran oder Nordkorea verbieten wollen. Aber das ist eher off-topic hier, wegen mir muss das jetzt nicht vertieft werden.

Gruss
Thorsten
 

MiMeDo

Mitglied
Was auch immer, es scheint gelöst.
SN11 hat erneut einen Static-Fire Test gemacht!
Ein bisschen "früh am Tag", die haben halt schon Sommerzeit dort.

Ob der Test "gut" war ist noch nicht öffentlich bekannt,
aber dem Klang nach zu urteilen wurde er zumindest nicht abrupt abgebrochen.

Falls alles ok ist, könnte der nächste Flug schon morgen (oder am Mittwoch oder Donnerstag) stattfinden!

Gruss
Thorsten
 
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