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Starlink-Satelliten

Huch, der musksche Darksat ist ja gar nicht so dark. :mad:


Das ist in der Tat enttäuschend. Ich hoffe das nun bei den nächsten nachgebessert wird.
 

MiMeDo

Mitglied
@ Thorsten

Mit sehr reichen Menschen, die noch viel reicher werden meinte ich ja auch nicht Herrn Musk.
Wundert mich, dass das scheinbar schwer zwischen den Zeilen zu lesen ist, dass die ganzen Hedgefond-Typen gemeint sind, die davon ja auch am meisten profitieren dürften, und sich so auf Kosten der Allgemeinheit noch besser bereichern können. Yaayy. Applaus.
Nee, das habe ich nicht so rausgelesen. Und ja, ich bin auch deiner Meinung dass das nicht gut ist, aber letztlich ist die Argumentation dieselbe wie beim Militär: Die handeln auf jeden Fall so, ganz egal ob mit Starlink oder halt mit was anderem.

Gruß
Thorsten
 

Vector-cal.45

Mitglied
Hi again,

sicherlich ist es Ansichtssache wann und wo ein Luxusproblem entsteht. Die aktuelle Lieblingsserie lässt sich allerdings problemlos auch mit meiner hiesigen Buschtrommel streamen, meistens merken wir nichtmal, wenn im Hintergrund noch ein Update startet. Meines Erachtens nach reicht eine 16er Leitung schon locker für den Hausgebrauch und die meisten haben ohnehin mehr.

Klar ist das nichts schlechtes, das Internet auszubauen. Aber zu glauben wenn in Entwicklungsländern plötzlich überall schnelles Netz zur Verfügung steht, würde die Breite Bevölkerung davon profitieren, halte ich für naiv.

Wer wird denn in diesen Ländern am ehesten davon profitieren? Nennt mich pessimistisch: Natürlich die üblichen Verdächtigen Hersteller und Produzenten, die dort die einheimische wirtschaftliche Autonomie komplett untergraben und die Bevölkerung schamlos ausbeuten, bis hin zu Kraken wie Nestle. Naja, vielleicht lassen sich so ja noch mehr Fluchtursachen schaffen 🤔

Ich will aber nicht noch mehr OT gehen. Grundsätzlich wäre ich zumindest für eine stärkere Regulierung privater Raumfahrt und für einen stärkeren Focus auf Vermeidung und auch Vernichtung von Weltraumschrott.

cds
Jörg

Und fürs Protokoll: Ich spiele kein battlefield, hatte das nur wegen der sehr hohen online-Spieleranzahl als Beispiel genommen. Mir ist das nicht taktisch genug 👀
 

TriffiD

Mitglied
Klar ist das nichts schlechtes, das Internet auszubauen. Aber zu glauben wenn in Entwicklungsländern plötzlich überall schnelles Netz zur Verfügung steht, würde die Breite Bevölkerung davon profitieren, halte ich für naiv.
Hat ja auch keiner gesagt, dass unmittelbar der Fall sein wird - die Chancen auf Zugang (jetzt und vielleicht zunehmend in der Zukunft) verschlechtern sich durch Starlink allerdings nicht.
Ich will es auch gar nicht als Wunderlösung für alle Probleme dieser Welt hinstellen. Das ewige Lied von den grundfiesen Konzernen, die den Ärmsten der Armen den Zehnten abpressen ist andererseits sehr eindimensional und keine Basis für eine vernünftige Diskussion.
Starlink nimmt nun seinen Lauf und wenn sich die Satellitenflut nicht tatsächlich in eine gigantische Schrottwolke verwandelt (was ich noch nicht so kommen sehe), werden wir mit den Folgen leben lernen müssen und vermutlich auch können, wobei ich das rein aus der Sicht des Amateurfotografen sagen würde. Die Sternenfreunde, die sich mit Radioastronomie befassen, könnten tatsächlich schwerwiegendere Probleme bekommen. Da hilft dann sicherlich auch kein Anpinseln der Satelliten.

Gruß
Sebastian
 

Mikoka

Mitglied
na ja,ich verstehs nach allen "pro"- oder "wir werden da schon mit leben können"- Argumenten, die hier vorgebracht werden, immer noch nicht:
Da kann man ein Welt umspannendes GPS mit einigen größeren und leistungsfähigen Satelliten hinkriegen und nun vermüllt Mr. Tesla den Weltraum mit 10000en Minis....
Will mir einfach nicht in die Birne. Und der Schrott, der da nachher in der Atmosphäre (!) verglüht, ist ja von der Zusammensetzung alles andere als harmlos....
Nach wie vor betrübte Grüße Michael
 

TriffiD

Mitglied
Hallo Michael,
beim GPS-Empfang muss das Endgerät nur irgendwo an Himmel eine handvoll Satelliten "sehen". Aus den Laufzeitunterschieden wird die Position auf de Erde berechnet. Eine Verbindung vom Boden ist nicht nötig. Ein starkes Satellitensignal genügt und die Laufzeit darf ruhig lang sein. Die hohe Leistung der Satelliten ermöglicht es, am Boden kleine Antennen (z.B. im Smartphone) zu verwenden.
Bei Starlink muss es einen Down- und einen Uplink geben und die Latenz ist nur aus einem niedrigen Orbit günstig. Du brauchst einen Satelliten möglichst hoch am Himmel, damit der Weg nicht zu weit ist. Darum der niedrige Orbit und die große Zahl von Satelliten.

Was für gefährliche Stoffe erreichen denn nach dem Verglühen in der Atmosphäre den Boden? Davon habe ich bislang noch nichts gehört. Das wäre dann eventuell doch ein Weg, gegen solche Netzwerke vorzugehen. Das wäre jedenfalls ein besseres Argument als die Ausbeutung der Menschheit.

Um das noch mal klar zu stellen: Mir wäre es weitaus lieber, man würde sich diese Massen an Satelliten verkneifen und es sein lassen. Mir ist nur die Idee dahinter klar und ich finde es fragwürdig die Betreiber pauschal als das personifizierte Böse hinzustellen. Eventuell wird es auch kein wirtschaftlicher Erfolg - dann könnte sich die Sache von allein erledigen. Der Bedarf mag geringer sein, als gedacht, zumal Starlink im Handy wohl nicht möglich sein wird. Man braucht angeblich schon etwas größere Antennen.

Gruß
Sebastian
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo,

ich sehe die Welt auch nicht rosarot. Ich sehe die Notwendigkeit ein, daß auch demokratische Staaten die Fähigkeit haben müssen, sich verteidigen zu können. Ich sehe auch ein, daß Firmen, Personen und Organisationen die Möglichkeit haben müssen Profit zu erwirtschaften. Das bringt uns auch voran und ermöglicht es dem überwiegenden Teil der Menschheit einem Broterwerb nachzugehen.
Man muß halt nur ein kritisches Auge darauf haben, daß dadurch nicht andere Werte zerstört werden und ob es nicht auch anders geht. Der ungefährdete Zugang zum LEO für die Zukunft ist so ein Wert. Und vor allem sollte man die Heuchelei lassen. Netflix schauen und Bildungsprogramme für Afrika streamen geht auch mit einer Viertelsekunde Latenz - dazu braucht man keine Hundertstel Sekunde. Der Sinn darin ist ein anderer.

Gruß

Heiko
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Sebastian,
danke für die Erklärung.... :)
Zu den Schadstoffen: Schau Dir doch mal an , aus was für Materiealien Elektronik zusammengesetzt ist....
Ja, ich weiß - Verdünnung in der Atmosphäre... aber runter kommt der Kram dann irgendwo...
Ich erinnere noch gut die Zeiten, in denen man allen Dreck in die Flüsse und dann ins Meer geleitet/verklappt hat - genau mit diesen Argumenten . Und heute sehen wir das Ergebnis, obwohl das alles schon seit 1969 vorhergesagt wurde (Nachzulesen in: "Der teuflischen Regelkreis " von J. Forrester; und 1971/72 in "Die Grenzen des Wachstums" von D. und D. Meadows im ersten Bericht an den Club of Rome).

Gruß Michael
 

Psi0Nic

Mitglied
Hallo miteinander,
heute morgen gegen 6:00-6:05Uhr habe ich die Satelliten-Kette auch selbst zum ersten Mal mit eigenen Augen gesehen. Unter den etwa über 20 Objekten war ein deutlicher "Ausreißer" dabei. Er erschien vom selben scheinbaren Startpunkt in NW Richtung, doch flog nicht, wie die anderen, Richtung SO, sondern eher nach O. Das bemerkenswerte daran war, dass er um ein viiiielfaches heller war, als die anderen Satelliten. Deutlich heller sogar als derzeit die Venus in den Abendstunden!
Weiß jmd. um was für einen Sonderling es sich dabei handelt?
Ich suche vergebens nach Berichten zum heutigen Launch im Inet.
LG
Nico
 
Hi Nico,
Heute war kein Start, der wurde verschoben und ist nun für den 14. März geplant.

Was du beschreibst kann eigentlich kein Starlink sein. Vermutlich ein anderer Satellit der durch Zufall scheinbar aus der gleichen Richtung kam aber eine andere Bahn hat.

VG Marcel
 

Psi0Nic

Mitglied
Hallo Marcel,
ja, nach etwas Recherche habe ich nun auch rausgefunden, dass dies gar kein Starlink-Start war. Ich wusste bisher nicht, dass die Starlink-Satelliten, wie andere Iridiums auch, regelmäßig zusehen sein werden (zumindest eine Weile lang bis sie ihre Position erreicht haben) - was ja erschreckend ist, wenn man bedenkt, dass da noch ein paar Tausend mehr davon hochgeschickt werden sollen! :mad:
D.h. ess waren die Sateliten eines früheren Launchs (vermutlich Starlink 2-AS), die ich gesehen habe.

Jedoch dieser eine.... also das muss schon echt ein sehr großer Zufall gewesen sein, da er genau an der gleichen Stelle (über dem Hausdach) erschien, in genau dem erwarteten Abstand zweier Starlinks, nur eben auf einer anderen Bahn. Er hatte auch die gleiche Geschwindigkeit, war nur eben wesentlich heller.
Ich konnte immer mal wieder einige Iridium-Flares beobachten - dieser jedoch wäre aber der hellste bisher gewesen.
Übrigens gab es laut Calsky.com keinen Flare in meiner Gegend zu dieser Zeit :unsure:
LG
Nico

EDIT: Es scheint wohl, laut Calsky, tatsächlich die ISS gewesen zu sein, die genau zu der Zeit (06:04Uhr) heute morgen zusammen mit den Starlinks durchflog :ROFLMAO: was ein Zufall...
 
Zuletzt bearbeitet:
Und der nächste Spieler auf dem Feld... Der chinesische Autokonzern Geely will bis zu 500 Satelliten pro Jahr produzieren um damit seine Fahrzeuge zu vernetzen und Zentimeter genaue Navigation für autonome Fahrzeuge zu ermöglichen.

 

joetaiga

Mitglied
Ja wie...bringt da jetzt jede beliebige Firma ihre eigene Megakonstellation rauf? Und das geht einfach so? Sind die denn alle verrückt geworden?
 

halbetzen

Mitglied
Sind die denn alle verrückt geworden?
Kleiner Bericht aus dem Jahr 2088:
Zumindest in unseren Breiten hat die Diskussion um die Sommerzeit ein Ende. Tausende funkelnder Satelliten verlängern die Dämmerungsphasen, sodaß abends ein kaum wahrnehmbarer Helligkeitsverlust nach Sonnenuntergang mehr festzustellen ist. Zwischen dem 4. Mai und dem 16. Oktober sind die Tage und Nächte ungefähr gleich hell.
Seltene Elemente werden seit einiger Zeit nicht mehr nur aus terrestrischen Quellen gewonnen. Eine zunehmend lohnende Gewinnungsart wird die stratosphärische Extraktion. Dazu schweben autonome Gewinnungsstationen an Stratosphären-Ballonen in der Atmosphäre, die aus den gasförmigen Bestandteilen der abgestürzten Satelliten, seltene Elemente zurückgewinnen.
Diese Ballone können zum Abdunkeln von Erdgebieten zeitweise manövriert werden. Vereinte Nationen beraten Schritte zur Verhinderung dieser Abdunkelung in Konfliktfällen.
Sollten diese Ballone von abstürzenden Satelliten oder deren Teilen getroffen werden, sind sie autonom flugfähig und kehren an ihren Heimatstützpunkt zurück. Es kam in der Anfangsphase zu Kollateralschäden, da die rückkehrenden Gewinnungsstationen mit Verkehrsfluggeräten zusammenstießen (etwa 1,2 Millionen Todesopfer), aber durch ein weiteres Netz an Satelliten werden diese Fälle minimiert.
Regt euch also nicht auf. Und die 15 000 Menschen, die im Gebiet des ehemaligen Deutschlandes, an den Ufern des Hambourgovenezia-Meeresdurchbruchs (nein, nein, nicht Klimawandel – ein kleiner atomarer Konflikt zwischen... ich hab's vergessen...), noch siedeln, werden auch noch einsehen, daß sie besser verschwinden. Wie und wohin auch immer.
 

Dysnomia

Mitglied
Hat man hier im Forum nicht geklärt, dass dort kein Kessler-Syndrom passieren kann?

Warum kann noch mal in Höhen von Höhe: 200 bis 2000 km (Definition LEO) noch mal kein Kessler-Syndrom auftauchen? Bei 800 km dauert die "Selbstreinigung" des Erdorbits aufgrund der Lufthülle übrigens Jahrhunderte.

Hier mal ein paar Zahlen zu Starlink (Phase 1):

Code:
Höhe     Anzahl der Satelliten
550 km   1584
1110 km  1600
1130 km   400
1275 km   375
1325 km   450
 

Mikoka

Mitglied
Tja, wie mit dem Plastikmüll - alles dieselbe Haltung
Da kann man nur noch sagen als einer, der auf die 70 zugeht:
"Die Gunst der frühen Geburt....." :-(
 

Wolle949

Mitglied
Ja, Hans das wirst du wahrscheinlich nicht beeinflussen.
Aber Starlink ist nur eine Nebenspielwiese von Elon Mask. Auch wenn es hier nicht her gehört, aber Neuralink von Elon Mask kann gefährlicher als Starlink werden. Kurzes Zitat was dieser Elon Mask in seiner Freizeit für Gedanken hat:
...Ins Gehirn implantiert werden soll das System mit einem eigens entwickelten OP-Roboter...
...Eine Zukunftsvision der Neuralink-Entwickler geht in Richtung eines App-Stores für das Gehirn. Dort könnte man sich dann neue Sprachen oder Kampfsportbewegungen ins Gehirn laden...
Wenn hier nicht erwünscht, bitte ich die Moderatoren meinen Beitrag zu löschen, Danke.
Auch für mich gilt: "Die Gunst der frühen Geburt....." :-(
Gruß
Wolfgang
 
Zuletzt bearbeitet:

anco1976

Mitglied
Ich hoffe für uns alle, dass er mit seiner Rakete als erster zum Mars fliegt inkl. seinen Kumpels hier im Forum und zwar ohne Rückkehroption ;)
 
Ja, Hans das wirst du wahrscheinlich nicht beeinflussen.
Aber Starlink ist nur eine Nebenspielwiese von Elon Mask. Auch wenn es hier nicht her gehört, aber Neuralink von Elon Mask kann gefährlicher als Starlink werden. Kurzes Zitat was dieser Elon Mask in seiner Freizeit für Gedanken hat:
...Ins Gehirn implantiert werden soll das System mit einem eigens entwickelten OP-Roboter...
...Eine Zukunftsvision der Neuralink-Entwickler geht in Richtung eines App-Stores für das Gehirn. Dort könnte man sich dann neue Sprachen oder Kampfsportbewegungen ins Gehirn laden...
Wenn hier nicht erwünscht, bitte ich die Moderatoren meinen Beitrag zu löschen, Danke.
Auch für mich gilt: "Die Gunst der frühen Geburt....." :-(
Gruß
Wolfgang

Ohne zu sehr ins Off Topic abzudriften, aber ich bin fest davon überzeugt das die Zukunft der Intelligenz in KI und der Verschmelzung von Mensch und Maschine liegt. Das ist eine im wahrsten Sinne des Wortes evolutionäre Chance. Und daran arbeitet bei weitem nicht nur Elon Musk. Wer das für Spinnerei hält kann mal nachlesen was in den letzten zwei Jahren auch Staatsmänner wie Putin, Xi und Macron zum Thema gesagt haben 😉
 
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