Ich würde eher sagen, dass das hauptsächlich ein interessantes Gerät für Visuelle ist, uA auch für mich selbst, und die laden nunmal nicht auf Astrobin hoch.
LG
Olli
Ja das stimmt wohl natürlich, da habe ich die Scheuklappen wohl nicht abgelegt.

In dem Fall wohl ein Gerät, welches vermutlich einen häufigeren Einsatz im visuellen findet, aber in dem Fall auch ungern hergegeben wird. Hier scheint es wohl auch eher positive
Erfahrungsberichte zu geben.
Mir geht es um den tatsächlichen Vergleich beider Optiken. Ein Mitglied verkauft ja gerade den CF Apo um einen 6 Zoll LZOS zu erwerben bzw. hat dies schon getan. Vielleicht kann er auch zur Fragestellungen aus seiner Praxis berichten.
Ich gehe mal trotz der auffällig vielen Verkäufe davon aus, dass ich hiermit gemeint bin.

Das LZOS liegt schon bei mir, und wartet eigentlich schon seit längerem auf das First Light. Da ich das CF-Apo 155 aufgrund der geringen Anfrage sicher noch für längere Zeit besitzen werde, wäre es eigentlich schon sehr verlockend, beide mal auf die Waage zu legen. Aufgrund der seltenen brauchbaren Nächte, wird das aber wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht passieren. Ich war das letzte Mal im September draußen, und sollte ich tatsächlich mal wieder eine durchgehend klare Nacht erleben dürfen, wird diese zur Einrichtung und Prüfung des LZOS genutzt. Mir schwebt aber Idee vor, dass ich beide Apos gleichzeitig einsetze, jeweils mit einer Farbkamera und Mono, um die Nacht effizienter zu nutzen.
Ich will hier vielleicht auch kurz noch begründen, weshalb ich vom CF-Apo zum LZOS gewechselt bin. Das hat nämlich nichts damit zu tun, weil das CF-Apo eine (für mein Empfinden) schlechte Abbildungsleistung hat. Sondern ich möchte meine Erfahrung erweitern, was so nicht einfach machbar ist. Mir gefällt die Brennweite, welche ich schon von meinem ONTC 10" Newton kannte. Mich haben irgendwann nur die Spikes genervt, weshalb ich mich auch eher zu einem Apo-Fan oute. In diesem Zug musste auch nebenbei erwähnt ein Epsilon 130 gehen. Also habe ich in derselben Brennweite eben eine Apo angeschafft, was damals der CF-Apo 155 war. Ich "glaube" die Entscheidung ist damals darauf gefallen, da die Auswahl an Triplets in der Preisklasse sehr klein ist. Mir fällt da aktuell nur noch der Esprit aus der damaligen Auswahl ein, der aber teurer ist. Den Askar 151PHQ gab es damals noch nicht, der wäre sicher auch in die Auswahl gekommen.
Die allgemeine Handhabung mit einem 6" Apo, hat sich bei mir als sehr gut erwiesen. Ich muss meinen Kram eben immer auf und abbauen, und das geht mit einem 6" Apo noch sehr gut. Keine Kollimation notwendig, keine Spikes

, das Auskühlverhalten halte ich bei Lagerung im Schuppen nicht für sonderlich erwähnenswert. Jedenfalls hatte ich bisher nie mit der
Tubusthermik zu kämpfen, wie ich das bei meinem Newton hatte. Und ein 6" Apo kann noch gut von einer AZ-EQ6 fotografisch getragen werden. Kurz gesagt, aktuell ist ein 6" Apo für längere Brennweiten genau mein Ding. Ja... mehr Öffnung wäre schön, ist aber das ist für mich nicht mehr tragbar (Körperlich wie auch Finanziell). Vielleicht trifft mich eines Tages auch der Öffnungswahn, und dann sieht es vielleicht mal anders aus.
So, und nun könnte die Geschichte enden mit "Und er lebte mit dem CF-155 glücklich bis ans Ende seiner Tage...".
Aber so läuft das bei mir nicht.

Denn da gibt es ja noch die Geschichte mit "Nachbars Garten ist ja bekanntlich immer grüner". Und mich hat es immer gefragt, was machen die dreimal teureren Pendanten von Takahashi, Astro-Physics, TEC, APM LZOS u.s.w. eigentlich aus? Ich habe damals auch hier mal im Forum nachgefragt, ob es direkte und auch sichtbare Vergleiche gibt, wo man irgendwas für sich herauslesen kann. Aber das scheint es wohl nicht so zu geben. Also habe ich mir mal gesagt, dass ich in ferner Zukunft mal die Erfahrung mit einem dreimal teureren Apo machen möchte. Eigentlich stand hierbei immer ein TOA-150 auf der Wunschliste. Aber in der Black Friday Woche gab es bei APM einige lohnenswerte Aktionen, und da habe ich halt recht spontan bei einem LZOS zugeschlagen.
Wer weiß, vielleicht bekomme ich jetzt die Gewissheit, dass der dreifache Aufpreis zu den erwähnten Pendanten nicht wirklich lohnenswert ist, da ich einfach nicht wirklich einen spürbaren Unterschied im Endergebnis feststelle. Vielleicht liegt der Unterschied auch einfach nur darin, dass ich einen LZOS nicht zweimal zurücksenden muss, wie ich es für meinen CF-155er machen musste, bis es für mich passte. Und das, obwohl ich beim Kauf darum gebeten habe, dass eine Überprüfung stattfinden soll. Aber solche Probleme scheint es wohl auch bei anderen Herstellern in der günstigeren Preisklasse zu geben,
wie man hier aktuell sieht.
Nebenbei hat man mir auf meine Nachfrage einen Reducer dazu empfohlen, welcher gar nicht dafür geeignet ist, auf dem ich heute noch sitze. Aber das hat ja nicht direkt was mit dem Apo zu tun, hat aber beim Gesamtbild mit dem zweimal zurücksenden, auch für einen bitteren Nachgeschmack gesorgt. Die Punkte beziehen sich wohl eher auf den Händler, und dessen Qualität der Überprüfung, und Kompetenz der Beratung. Das ist wohl noch eine andere Baustelle.